Ausgabe 
20.6.1911 Erstes Blatt
 
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der Rohen er ist. Um 12 ihr us der Wte der oon sich, wädreud nb teilnahmlos g eit von der kratze Über das Gelickt ch das Blut vom neMsE.

iüie dreier arm h so wert und her nitlerdet g >oed-n ridit ersanrcn, |on che Menschenhede eine Anstalt- Bttl- Abhilfe ge|>nen

eutfi vom Friedberger Powunenchor reich ousgeftattet wurde. Gin gleicher Gottesdienst sand im Filialdon'e Wingertshaufen flam. Ten Nachmittaa verbrachten die beiden Gemeinden und viele Bewohner der Nachbarschaft mit den Friedberger Gästen.

KreiS Friedberg.

x Aus der Wette rau, 19. Juni Ter Samstagabend mit) der Sonntag nachmittag brachten der Welterau endlich Regen, ter für die Erfrischung der Fluren und für den Fortgang der Feldarbeiten Pfanzernetzen) geradezu notwendig war Nur bi? Feldarbeiten Pslanzcnfktzen) geradezu notwendig war. Nur die waren nut ber plötzlichen Sinnesänderung des Wcttergottes nicht so ganr einverstanden, zumal die Gewitterregen strichweise in emen leidlichen Landregen übergingen. Toch hört man, daß die Feste im allgemeinen gut verlaufen und die Vereine auf ihre Kotten gekommen sind. So wurde in I l b e n st a o t ein äO.ahrigc? Gtsangsjubiläum unter reger Beteiligung der Bevölkerung gc« feiert; an dem damit verbundenen Gesangswettstreit nahmen elf Vereine teil; in Nieder-Mörlen beging die Math Jüng- lingS-Lodalitäl Fahnenweihe, wobei Tiözesaiiprases Professor Lenhardt die Festrede hielt und zahlreiche Gastvereine erschienen nwren: in Okarben beging der NriegeroeretN die Feier des Lsjährigen Bestehens und verband damit ein gut besuchtes B» zirkssesr; anläßlich des 40jähngcn Bestehens der freiwilligen Feuerwehr zu Nieder-Eschbach wurde in dem seitlich geschmückten freundlichen Dörfchen an der hessischen Landcsgrcnze ein großes Fcuerwchriest gefeiert, mit dem gleichzeitig der Kreis« feucrwehrtag des ffresscS Friedberg verbunden war. ffreis« rat Schliephake wohnte dem Fest und den Verhandlungen bei; ii. a. wurde beschlossen, den nächsten Vettrclcrlag der Feuer wehven des Kreise» Friedberg in Rockenberg abzuhalten. Tic Eschbacher Feuerwehr ist eine der ältesten des Kreises

Q Vom hessischen Ta unus, 18. Juni. In Hoch« weisel am Hausberg wurde heuteHoyer" gefeiert, die in der ganzen Umgebung bekannte und nach dem Fcstvlatz benannte KirmeS, die 14 Tage nach Pfingsten stattsindel und neben dem L>ausbergsest an vunmelsahrt das beliebteste Volls'cst der hegend ist. Ter Namevöyer^ soll aus heidnischer Zeit stammen, vielleicht rührt er vonHunnen" her. Der diesjährige Hoyer hatte wie im Vorjahre leider auch unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Im Langenhain-Ziege nberger Ge mc indem al d landete am Freitag ein Militärballon, der mit drei Offizieren bemannt, in Bonn oufgestiegen war und Nürnberg als Ziel hatte. Tas Ney des Ballons hatte sich in dem. Geäst eines Waldbaumes verfangen. In Bad-Naudeim wurde der Ballon verladen. Eine größere Lonnenwendseier veranstaltete der FrankfurterI u n g - W a n d e r - V o g e l" in einer Stärke von über 100 Mann im Ufatal bei Ziegenberg in der Nackst voll gestern auf heule Nachdem der Regen nachts aufgchört halte, wurde ein Sonnenwendseüer abgebrannt. Ansprachen, Musik und Gesänge verschönten die Feiert zu der auch Wandervögel aus Wiesbaden, Straßburg, Hanau und den benachbarten hessisck-en Städten erschienen waren.

x Bad-Nauheim, 18. Juni. Ter gestrige und heutige I Tag bedeuten trotz des gerade nicht günstigen Wellers einen Höl-e^ wunk im Saisonleben. Im drillen Künstlerkonz er t ivraiificn gestern die Solisten Wynni Pyse-Berlin ^Pianofortc) und Sophie Schmidt-Illing aus Tormstadt (Gesang), sowie die Mur- lapclle mit einer erstmaligen Tarbietung von V. ReisnersFrüh­ling", einer sinfonischen Tichtung für großes Orchester, vom zahlreichen lunstliebcnoen Puvlitum nürmiiriifii Bejf Ul. Heule halte der GesangvereinFrohsinn" von hier mit seinen ffon zerten aus der Terrasse, für die sich in den letzten Jahren ein großer Liebhaberkreis gchildet hat, mittags und abends zahl- .eichen Besuch ungezogen. Dem Verein und seinem Dirigenten, Lehrer B e ch t o l s h e i m e r, wurde lebhafter Beifall enHiegsn gebracht, auch vom ausländischen Publikum, das dem deutschen Männergesang regeS Interesse betundel: besonders gefielen die schönen Volkslieder, die imFrohsinn" schon lange eine Pflege Hätte gefunden lyabeii, und der schwierige, aber treulich gelungene ChorMorgLnlied" von I Riep. Etwa 100 Studierende von der Heidelberger llniversität besichtigten heute stüh unter fach kundiger Führung die Badeeinrichtungen und wohnten mittags auf der Terrasse dem Toppelkonzert des GesangvereinsFroh­sinn" und der jlurfapcUe hei.

Slarlcnpura und Rheinhessen.

t'M.) Offenbach, 19. Juni. Eine Versammlung des M i l ch h ä n d l e r v c r c i n i fand heute statt, in der die Er­höhung der Milchpreise erörtert wurde. Es wurde bc- schlosien, die Preise für Vollmilch von bisher 22 auf 24 Psg. für den Liter zu erhöhen und die Magermilch von *20 auf 21 Pfg. Bei den übrigen Mitgliedern soll festgestellt werden, inwieweit lie sich zu der beabsichtigten Preiserhöhung bereit erklären.

rm. Ra un beim. 19. Juni. Beim Fußballspielen verunglückt ist gestern nachmittag der etwa 13 Jahre alte I. Horncck daselbst. Er spielte in der Nähe des Mains mit einer Anzahl itameraben Fußball, wobei der Ball in das Wasser geschleudert wurde. Horneck eilte ihm nach, um ihn herbei uibolcn, ging dabei in das Wasser, geriet in eine liefe stelle, und da er nicht schwimmen konnte, versank er vor den Augen seiner Kollegen. Man hotte ihn rasch heraus, er war aber tot und die Wiederbelebungsversuche hatten keinen Erfolg.

Hessen-Nassau.

[1 Marburg, 19. Juni. Anläßlich des S t i s t u n g s s est c s der Teutonia hat der historische Schwan vor der ^chwan-

Tic Bnftrcicherarbcttcn für den Gütcrschuvven mit Abtcr- ngungsgebäude amBahnhofBad Nauheim sollen vergeben werden. Zeichnungen und Angebotsmuster liegen im GeschäflSgebäudc der Bauabteilung zur Einsicht aus, letztere rönnen, solange der Vor­rat reicht, gegen portofreie Gin« fcndung von L Pik. frucht in Briefmarken» bezogen werden. Die Angebote werden am 3. Juli vormittags 11 Ubr geöffnet. Zu- WaaSfrift 3 Wochen. m

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Mittwoch den 21. Juni ds. IS., nachmittags 2 Ubr, wer­den im Biekerfchen Saale ver­steigen: Rtöbel all. Arten, ,r.an- u.Flafchenmeine, Sekt,lPianino, 1 Wagendecke, 1 Herd, 2 Ccfcit (ncui, 1 Stehpult, lüicbenftamm, 1 Fahrrad, 10 Grabeinfaffungen und anderes 13054

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opotheke über Nacht wieder ein himmelblaue» ff leib be­kommen. Ter Bär auf bem^ui Feier des Tage» schön dekorierten B^nnbrunnrn neben dem Lutberhaufe trägt stolz leutoncnfoukur Die ^Bismarckseier der Studentenschaft, mit welcher bekanntlich ein Fackelzua von bet Äismarcksaule nach dar Stadt verbunden ist, findet diesmal am 27. Juni statt.

w. Frankfurt a. M., 19. Jtmi. Ärstcrn abend fuhr der hier in der Beitstraße wohnende Architekt Witin Fink, 27 Jahre alt, mit Verwandten von Nieder«Höchstadt um 10.4.5 Uhr mit dem Zuq nach Frankfurt a. M. Unterwegs zwischen Bockenhetm und Frankfurt ist Herr Fink äugen scheinlich schlecht gewordau und er lehnte den Kopf trop Warnung der Milreisenden zum Fenster hinaus. In dem selben Augenblick fuhr der Gil.zug 1.5 9 Frankfurt- Homburg vorbei, bei dein wührscheinlich eine Titre auf- gestanden und Herrn Fink schwere ffopsverictzungen bei gebracht hat. Er sank t o t in den Dagen zurück. Tie ent­setzten Mitreisenden machten sofort Anzeige und die Leiche verblieb einstweilen ailesn in dem Wägen, bis die sofort benachrichtigte Polizei tarn und nach n.arstellung der Sach- läge die Leiche sreigab. Ein Sck)losser, der im Nedenabteil weilte, wurde d'.tpM die uniherfliegenden Glassplittcr am

OSkar Brun», wurde zum dirigierenden Arzt ber inneren Ab­teilung des Karl Olga Krankenhauses in Stuttgart berufen; er wird hier Nachfolger des Sroatsrats Dr. v. Fetzer.

vermischte».

* Ein Schreiben des Ingenieurs Richter aus Saloniki: Ter üatmakan von Elassona erhielt einen Brief, in welchem der gefangene Ingenieur Richter fleht: Sendet keine Truppen, sondern Lvsegeld. Ich leide sclrwer und werde sick>cr getötet, wenn meine jetzigen Herren Stroh und Lola nicht folgendes erhalten: .'> 00 () 0 Pfund iitbcr 9iK)000 Mk eine große und sechs kleinere goldene st et t e n, zwölf B r i l l a n t r i n g e und fünf sieoenlänfige cvolver Jn einem Begleitbrief wallen die Banditen­chefs das Lösegeid in Pfund Sterling und türkischen Pfun­den und drohen, Richter» .stopf au schicken, falls die Verfolgung anbauern sollte Der türkische .striegsminister sagte einem .storrespondentcn: alle So^ge sei grundlos, da grieckuschc Räuber noch keinen Fremden getötet hätten, lolange sic hoffen konnten, Geld zu erpressen.

Kleine Cagcsdironif.

Arm nicht erheblich vorletzt.

X. Hack stabt b. Hanau, 19. Juni. Hier stürzte beim Kirschenpflücken der 52 Jahre alte Arbeiter Marl W e i st von dort so unglücklich von der Leiter runter, daß er schwere Verletzungen erlitt und in das kalholnche Schweiternhaus in Hanau verbracht werden mußte. Hier ist er bald daraus ver « >' ü' I e d e 1' __________________________ ______________________

Oicrivbtifaal.

h Gießen, 19. Juni Schöffengericht Wegen fahrlässiger l^örperoerletzung hatte fich in der vcr gangenen Wowe em ibejmicr einer i lesigen Fama zu verantworten 6r wurde beschuldigt, durch allzu heftiges Herumdrehen ber Murbcl beim Anruf des Fernsprewamtes eine lelepbonbamc verletzt und an ihrer Gesundheit geschädigt zu haben. Ter Angeklaglc soll so heftig geklingelt staden, Dau die amme vynrnächtia wurde, sm- sie annunmt, weil ihr durch bas heftige Wecken die Jnbuktionsströme durch den Körper und so auf die Nerven geschlagen feien Die Tarne hat monatelang keinen Tienst tun können und ist auch heute noch als ncryenkrant nicht voll dienstfähig. Tie Untersuchung ber Leitung und der Apparate hat ergeben, daß diese in Lrdirung waren. Tie technischen Be­amten des Postamts haben festgesteltt, daß, wenn zu gleicher Zett von der Nebenstelle und ber HauptverbindungssteUe ber Firma aus geweckt wird, ein knatterndes Geräusch entsteht. Folgen haben sich bei den Versuchen nicht cingestellt. Tie als Zeugen Der nommenen Telephonistinnen erklärten, daß es ab und zu vor­käme, daß 'ein Teilnehmer ungewöhnlich scharf anrufe, aber un angenehme Folgen seien sonst iwch nicht vorgekommen. Ter Amtsanwalt beantragt eine Geldstrafe von 40 Mk. ober vier Tage Gefängnis. Tas Gericht kam zur Freisprechung, weil mdit nachgewiesen sei, baß ber Angeklagte ber Täter gewesen sei. Gs seien eine Reihe von Tclcphondamen gehört, die bekundet haben, daß sie durch heftiges Wecken eines Teilnehmers nicht verletzt worden sind. Hierzu komme, daß nach der Darlegung ber tech .fischen Beamt en der Post die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, baß ein anderer Beamter- ber Firma durch ein gleichzeitige: Wecken von der Hauptverbindnngsstelle auß erst den Unfall der verletzten Tarne herbeigeführt hat. Es sei auch nicht ans^ neid,loiftn, bau die lehr ichwachttche Beamtin ansnahmsweiie ein heftiges Wecken nicht ucr.tragcii konnte, abgesehen davon, daß vielleicht auch mcteorologifdie Einflüsse beten Unfall im Dienst verschuldet haben. Jedenfalls vermisse ber Gerichtshof einen Zusammenhang zwischen ber Handlung des -Angeklagten und der cingetreteutn Verletzung ber Beamtin.

Essen, 19. Juni. Ter Bergmann Wil!.ing-Scharnen- horst, der un MeüieidSprozcu Schröder zu brci Jahrrn Zucht­haus verurteilt worden war, mürbe im Wiederaufnahmeverfahren freiaeiprochen nub erhält laut Gnichtsbeschluß.4000 Alluck EntscAbigung. ________

Sport.

" Preisgekrönte Regler, Ma» schreibt uns: Der ff egeirinb /Alle Neun' zum Pfau, Gießen, errang am Sonntag den 18. Juni zu Eisemroth auf dem 3. Bundesicst Till - Lahn - TannuS - flegelbunb" linier 65 Mitbewerbern mit 4s Preisen 4 Preise, 3 In erster Klasse und 2 in zwLller Llasse,nedst. 3 Ehren-Tiplomen. .

fticl 19 Juni. Bei der heutigen ersten beulidHimm-- lanischen SegAwettfahrt auf der Vieler Föhrde um den Kaiser- WilhelM'Poial und den Prmz-Äeinrich-Pokal wurde bie ameri lanische JucktBeaver" erste- Ten -weiten imd drillen Watz belegten die anicrilaiuichen JachtenZima' mtdBibelot ; bann folgten bie deutschen JachtenLilly",Lechund" undWannsee . Auf der intfriiatiotuilen Seitelwettsahrt bes kaiicriichen >^acht- klubä Glücksburg üicl erhielt qen critcn Preis ber A - Mlajfc Slam et", der ZwölfmetertlasseSkeas", der Zehnmetrrklafse ''Teja", der AchtmeterklasseTaifun".

UnivertttStsÄachrichten.

f.f Marburg, 19. 3uni. Prwaidozent und Oberarzt der medizinischen Klinik an der diesigen Umnerntat, xr. mcb.

Gin furchtbarer Hagclscklag richtete am Sonntac nadimmag in dxr |lnifl,bung vcki' R c n 11 c bis L e rmoo s iTirol un 4iutnl)Ciiner Tat und im unteren Lechtol außerorbetttlick großen Sckmdcn an. Tic Schlossen, die einen Turchmesser dis zu i Zeliimen x statten, durchschlügen Ziegeldächer. Mehrere Per­sonen wurden verletzt.

Jn c.r 3rrciu::u"iak Bille pivrard bei Pari- tötete öic SlranL'nroärtcrin Giauel den Assistenzarzt Dr. Cottu out Eifersucht durch einen Messersllch.

In ber Ortschaft Binncnwnzend (Prov. Norbhollmid/ find bie Kirche. U Wohngebäude und eine große Meierei a b g c» bräunt. Zahlreiche 3anuUen find obdachlos.___________

Tic Msritpreise für Bieh und Frucht und die Gießener Fleifch. und Broiprcife

am 19. Ium 1911.

Höchste Schlqchtviehpreise m Frankfurt a. 11)1.

Fleischpreise in Gießen

Meicorologische veobachtungen der Station Siehe».

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Ochsen

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Schweine

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7, , 8892 , _ 70-90 .

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Brotpretfe in Gießen Weißbrot 2 ffg. 62 P,g.' Schivarzbrot 2 ffg. 51 Pfg.

Getreidepreise in 2)1 annhei m

Weizeii 100 ffg. 21.50-00.iX) 'Mk. Roggen 100 Kg. 17.50-00.00 Mk.

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Amtlicher Wetterbericht.

Oeff entliche Wetterbien st stelle Gießen.

Verlaus der Witterung seit gestern früh: lieber dem atlantischen Ozean breitet sich langsam ein hoher Truck miß, wahrend im Osten bet Barometerstand sinkt. Infolge davon werden wir trübe, kühle Witterung mit Regensällen zu erwarten haben.

Wetterauöiichten in Hessen am Mittwoch dem 21. Ium 1911: Wolkig, kühler, noch vorwiegend trocken.

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