Ausgabe 
18.7.1911 Erstes Blatt
 
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Gründung.

Alls dem HansaLunde.

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Apparate u. Glte

Ulgh Sie vorteilhaft!bei . tz. Vläuser-,;

stadt 56 Tclepfron <

stammen aus Basel und dem Wiesentale.

Tie Schilderung eines Zagbeamten.

NaL einer Mitteilung des Pacbncisters Heinrich Mann aus Tjnanthirt, der mit dem Zugiührer in dem Wagen hinter der Lokomotive Me Unginäsfahrl mitmachte uno nur leichte Ver­legungen davongetragen halte, scheint das Unglück durch z u g r o ü c Fahrtgeschwindigkeit verursacht zu sein; denn der Zug

Wedartyen durch P/akete' ersiohW

efinfltwtei»: monatlich 75 SßliDtetiel- läbrlich 9?lf. 2.20; durch

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UBahnhofstrasseU

aus Gründen der .Habsucht und des Ehrgeizes aufs grim

politische Lagesscharz.

Bei der bevorheheuden ei sütagsrrsatzwahl in Tiisieldorf

Jlbbole- il Zweigstellen monatlich 6» $f.; durch diePost Llk.2.vieriel-

Gegenrevolutwn in Persien?

Wie die neue konstitutionelle Türkei, so kann auch das neue konstitutionelle Persien nicht zur Ruhe kommen. Ter ihm im September 1906 vorn Schah Muzaffer ed Tin verliehenen Verfassung folgten schon unter seinem Sohn und Machfolger M o h a m e d Ali, der am 9. Januar 1907 den Thron bestieg, allerlei Unruhen, mcil dieser den Eid aus die Verfassung hinanszögerte itnd, als er ibn endlich geleistet, fidi nicht an ihn gebunden erachtete, sondern nur zu bald mit einer Art Schreckensherrschaft begann, die ihren Höhepunkt in detn Bombardement des Parla­mentsgebäudes fand Tag bei all diesen Ereignissen Ruß- land die Hand im Spiele hatte, während England sich

migste bekämpfen. Ueberdies haben sowohl Mohamed Ali mtc sein Bruder Salar ed Tanlef, der in Persien über einen großen Anhang versagen soll, von Rußland pefu mär unterstützt, ständig Persien aufgewiegelt, und es scheint fast .als sollten auch die blutigen Unruhen in Schiras in, Mai dieses Jahres auf ihr Monto. gefetzt werden müssen Hat aber Rußland seine Hand bei den versischen Wirren im Spiele gehabt, so ivird es zweifellos seinem Schützling Mohamed Ali keine Schwierigleiten machen, Ldeffa zu ver- lassen ,um sich wieder des persischen Thrones zu bemäch­tigen. Und gelingt ihm dies, so wird wohl Mohamed Ali nur allzubald die persischen Volksrechte in einer Art und Weise beschneiden, daß er ebenso, wie sein Schutzherr, der Zar, nur den Namen eines konstitutionellen Herrschers trägt lTast unter diesen Umständen ein neuer Bürgerkrieg in Persien zu ermatten steht, bedarf keiner weiteren Be-

Deutsches llcscb.

TerNcichsanzeigk-t" veröffentlicht den Handels unb S di iss- fahrt sv ertrag zwischen Deutschland und Japan neblt dem zugehörigen Zollabkommen.

Nach einem auvimjr liegen Bericht sagte der Präsident des Hansabundes, Geheimrat Rieß er in einer Rede, bie er vor einigen Tagen in Duisburg hrelt, esjet breite oor dem «Lnsatage am 12. Jiini 1911 eine Abmachung Oerschweren Industrie" mit Herrn v. veydebrand be- lreffend die Schutzzollwünsche, Unterstützung im Wahl­kampf und Zurückstellung des Kamp,es gegen ben mit der konservativen Partei eng vermupsten Bund der Land­wirte sowie den Austritt aus dem xmnsabund getrogen iporöcii Dieser Austritt wäre also unter allen Umstanden au^aeführt worden, wie immer auch der Hansatag ausfallen mochte- damit verlören die seitens der ausgetretenen Mt-

stehen das Zentrum und oic Sozialdemokratie einander gegenüber. Die Lage des Wahlkreises wird durch folgende Mitteilung desBerl. Tgbl." beleuchtet:

^urch den Beschluß der Liberalen Vereinigung, |iir die bevorstehende RUchstagcersatzwabl Linen A^noiDatcn auszustellen, suhlte sich die Fortschrittliche Volkspartei ebenfalls gebunden, da sie in der Liberalen Vereinigung Sitz und stimme hat. Infolgedessen tarn die BeNamni- lang der Vollspartei de- Stadtkreises am 14. ^uh dazu, den' obigen Beschluß zwar scharf anzugreisen, aoer eben­falls von der Aulstellung eines eigenen Kandidaten abzu- sehen- dafür beschloß man, die Wahl als Stichwahl zu betrachten und ausdrücklich für die Sozialdemokratie em- ^utreten, damit der Wahlkreis Düsseldorf nicht länger zum Besitzstand des Zentrums gehöre. . .

Das Zentrum hat den Bantdireltor Dr. Friedrich al^ Kandidaten ausgestellt, der - dem Hansabunde angehort. Tie christlich-soziale Aüncioatur wird nur eine Zähtkandi jatur sein.

fllieber angegebenen Gründe ieben ernsthaften Wert, da es ohnedies festgestaiiden habe, daß man nuStrcteii wollte ober mußte.

Temgegenübcr ersucht der Zeiitralverbaub deutschem >>N' dustriellcr das Wolsfsche Bureau, mitzuteilen, daß irgend­welche Abmachungen der von Geheimrat Riester erwähnten Art weder vor noch nackt dem Hansatage getroiien worden sind. Die hier in Rede stehenden, nun aus dem Hausabund geschiedenen Personen waren, so heißt es in der ErNärung, bis zu ben Ereignissen des Hansatages entschlossen, im Hansabund zu bleiben Es wurde ihnen der infolge bt» Hansatages gefaßte Entschluß des Vorsitzende« des Direk­toriums des Zeittralverbaudes deutscher Industrieller ^and- rat a. D. Routger, aus dem Präsidium des Hansabundes zu scheiden, eiFi mit der Ausführung bekannt.

Ausland.

Der Kaiser Fran; Josef ist mit Unterbrechung des Ischl er Sommerailfenthaltes in Wien eingetroffen, um am 18 Juli bie ieicrhdie Eröffnung des Reichsrates vorzunehmen.

Tie u n aar i i dic 31 cgieru n n unterbreitete dem '.lb- geordnelenhauic eine Gesetzesvorlage, bnrd) die die Lizenzgebühr mr die Einfuhr ausländischer T a b a k s a b r i k a l e er­höht wird, für Zigaretten von 30 auf 60 Kronen, für Zigarren von 26 auf 35 Kronen, für Tabak von 20 auf 30 Kronen per Kilogramm. .. m..

DerStandard" meldet aus Teheran vom 16. ds. Mts.: Salar cd Douleh proklamierte den Bruder des a bg e s e tz t e n Schahs. M o h a m in e d Al i, z u in dia h und schickte von seiner 3000 Mann starken -truppe 800 Reiter ab, die den Hamadan besetzten. Eine dem Parlament ieiiiblidrc Stimmung hcrrsdü in Teheran, wo Unruhen wohn dwinlidi sind Der McdschliS beriet in (^gemvait des MinisterpraUdenten »e» vehdar über die Lage und beschloß einstimmig, Sardar Astad lo­sort zurückzurusen, damit er mit den Führern der Rebellen ver­handle^____________________

Der D-diig Vase! Zranyurt entgleist.

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Nr. 166 Erstes Blatt 161. Jahrgang Dienstag, 18. ZuN M

Ter Siebener Anzeiger Ä Jk^T

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General-Anzeiger für Oberhessen MDMZ

Annahme von Anzeigen Rotafionsbrud unb Verlag der Vrübl'schen Unio.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Erpedilion und Druderei: 5chulstrahe 7. Lantz«: für den

bi'! äemti%g«n9ui)n Büdingen: Zernsprecher Nr. 50 -eschäftrstelle Bahnhofstraße \6a ^"zeigente.1: H. Beck.

Gestern, Montag, vormittag Uhr ereignete sich, wie in einem kurz vor Redaktionsschluß bei uns eingegangenen Telegramm bereits gesagt war, aus dem Bahuhof Müll- Heim (Baden' ein schweres Eisenbahnunglück, das den D-Zug Nr. 0 Basel-Frankfurt-Bcrlin traf. Dreizehn Per- onen wurden getötet, und ob von den Schwerverletzten noch einige unrettbar verloren sind, steht noch nick't fest. Ju chnel 1 es Fahren soll nach einer vorläufigen amt- 1 sch en Mitteilung die unmittelbare Ursache fein. Vor der Station Müllheim, an der Unfallstelle, war eine Umbau­arbeit im Werk. An dieser Stelle ist die Lokomotive durch die Geleise gebrochen Es ist also nicht ausgeschlossen, daß einen Teil der Schuld, vielleicht sogar den größeren, die B a h n u n t e r h a l t u n g trifft. Jedenfalls wird dieser traurige Fall wieder zu sehr ernsten Erwägungen Anlaß geben/ Hatte der Lolomotivführer Kenntnis davon, daß ein Umbau vorlag und waren ihm die *?Imvcifungen ge­geben, langsam zu fahren? Spielte bei dem Unglück auch die Reisezeit mit ihren vermehrten Ansprüchen an Per­sonal und Material mit und hat die Eisenbahnverwaltung dem vielleicht nicht genügend Rechnung getragen? Das alles sind Fragen, die heute noch nicht beantwortet werden tonnen. Wir verzeichnen folgende ausführliche Meldungen:

Müllheim (Baden', 17. Juli. Heute früh r/s9 Uhr entgleiste auf der Durchfahrt auf der hiesigen Station an der zurzeit im Umbau befindlichen Unterführung der Tender der Lokomotive des T-Zuges Basel-Frankfurt- Berlin, der um 8 Uhr in Basel abgeht. Der oem Tenbcr folgende Gepäckwagen ging rechts aus uem Geleise. Ein Wagen erster und zweiter Klasse fiel zur linken Seite unb stürzte um, gegen ben Mülhausener Zug. Zwei nachfol­gende Wagen dritter Klasse wurden ineinander geschoben. Es gab 8 Tote, 14 Schwerverletzte und 20 Leichtverletzte. Tic Katastrophe ist entsetzlich. Tie Sck)wervcrletzteu wurden ins hiesige Spital gebracht. Sämtliche Automooile und der ganze Fuhrpark von Müllheim sind mit der Ueberfüh- rung beschäftigt. Die Sanitätskolonne, die Feuerwehr und eine Militärabteiluug sind aufgeboten. Aerztliche Hilfe ist zur Stelle. Tie Ursache läßt sich noch nicht feststellcu. ILs findet zurzeit ein Umbau wegen einer Unterführung statt. Das Unglück ereignete sich an der Baust elle.

Das Unglück trug sich nach demLberrhein Anz." fol- gcnbcrmafjcii zu: Wegen Umbaues der Unterführung sollen die Züge l a n g s a m f a h r e n. Der Lokomotivführer des Eilzuges bremste instruktionsgemäß auf vier Kilo­meter vor der Einfahrt. Tie Bremse versagte jedoch und der Zug fuhr mit voller iveschwindigkeit durch bie Unterführungskurve. Ter Tender entgleiste, der Ge­päckwagen legte sich um, der zweite Personenwagen legte sich quer. Tie beiden folgenden Personenwagen fuhren in­einander Ter Rest des Zuges blieb stehen. Völlig un­versehrt blieben der Post- und der Speisewagen, in dem nur das Geschirr zertrümmert wurde Soeben traf ; der Finanzministcr Rheindoldt hier ein. Von der : Großherzogin Luise ist ein Telegramm eingelaufen. Von . ben Toten sinb bisher nur zwei erkannt worden. Eine Frau Böhringer aus Steinen und ein 14 Jahre alter Knabe - Wart mann aus Basel. Die meisten der Verunglückten

aus Rücksicht aus seinen persischen Kompagnon vor einem Eingreisen scheute, ist bekannt. Zwar sicherte der Schah dem persischen Volke Aufrechterhaltung der Konstitution und die sofortige Einberufung des auseinandcrgejagten Parlaments zu, um aber wieder fein Versprechen nicht " 1 Teheran, 17. Juli. Di« Anarchie im Lande wächst zu halten, worauf er am 16. Juli 1909 für abgesetzt erklärt Unruhen sind auch hier wahrnchmbar. Die Räu

wurde und Rußland ihm seinen Wohnsitz m ^desm anwies * jn Trassen und Asterabad durch den Rcschidns

6ffab falt«. I». btt ee^or unt. -ch°chrud « b.r

bell Thron bei Großlouige. Nach Essad el Mülls INI Hauptiiadt abgcichnitten wurde Telitchi itt 'N Ainruhr. September 1910 erfolgten Tode übernahm Nasir el MüllI Der Gou ve ru eu r ilt cutfloheu In Kaswin und Un bie üiegentschast, doch zögerte er, der während ber I ru[)Cn ausgcbrodien. Aus der Straße von Äaswin nad) Ha- Sa,reckeusherrschaft eine Reise nach Europa angetreten hatte mdbau n-crden häufig Raubausälle verübt. Ter Gouverneur von unb nun zurückberufen wurde, noch vier Monate mit berI^urdc von Nomaden auf dem Wege nach Täb Rückkehr nach Persien (Anfang 1911), weil er dessen ^tßere crgrisien. Ser ab wurde von SdMichroaocnncii umringt, unb innere Lage für viel zu unsicher hielt, um sich Lon fccn Berkehr mit Ardebil und Täbris abgcschnitten haben, iuer Regentschasl viel zu veriprechen. K gg^dag wurden armenische Ortschaften ausgc-

Tc»n in Persien aing ml der rhronentsctzuny Ma Leel|. £innaI, ,f, bcn 6iKbc« ber Siutben, bie «nbängcr beS !S 6it 3tTeV"Uer"cil c3 nut I T-.-inWn Sator eb Tanlrh sinb. ber na* Sanrnbon DorrüdL

den, Parlament tra» seiner ArbeitanniShigl.it ni-bt fertig p« «inn.nf.b-» unb -chn-a >° i an. ®n» werden konnte Tenn dieses versteiste sich daraus, datz Teheran schnwigl man von den Erngmoen, wahrfchcinlicki, um 'Ugland und Rußland, bie fa Persien unter sich in zwei I dcn Erfolg der in Loudon emittierten persischen riuleihc nidit Interessensphären geteilt hatten, nichts zu sagen haben .u beeinträchtigen. Tic in Persien sich vorbereitenden (Srcigmnc joltten Ob bie Unsicherheit der Straßen tu A'ordpersienl^n^n englische Publikum ganz unvorbereitet iiiioen.

irklick' so groß ü'üi, daß Rußland eine Reihe von GrLnz -------------------------------- !==?

nullen bcjenen mußte, ob die Räubereien m Subpcr.icn Die VOrläUfiaCR Absichten ÖCS sraNZösischeN

^sächlich berart waren, daß Englanb nicht umhin konnte, keteß^baberä IN Mar0?i0

einer scharsen Rote ihre Bejeingung zu verlangen, wenn üqeiJISl}aom Hl muiuuv.

iS nicht indischc Truppen in Persien einrückcn lassen sollte,! Paris, 17. Juli. Der conberberid)ternatter bev ntaa dahiuge,teilt bleiben Jedeitfalls war und blieb, wenn! Marin" meldet aus Rabat vom 13. Juli, General M<o i > and) einige Truppen aus Persien zurückzog, RußlandI,,s c r habe ihm unter anderem folgendes erklärt: ^ie bort die tonangebende Macht, die noch jetzt auf die Ent «mir zugew t es en e Aufgabe ist ke i n es m e gs b e- Schließungen ber Regierung einen Druck ausübt, während lendet Im Gehicte der Zaer und der Zenimur nt die Ruße England, nachdem es seine dem persischen Volk verhaßte l^och nicht wieder hergestellt. Roch vor einigen Tagen Anleihe glücklich mit ber Regierung zuftanbc gebracht hatte, I Ratten wir mit den Zemmurs einen Kampf zu beitehen und nch an-> Persien bis auf weiteres zurückzog kam 11. Juli plüubcrtcn sie eine Karawane zwilchen Rabat

Auch tetzi herrscht wieder eine schwere Kabinettskrise und Mehedija. Unsere Kolonnenwerden deshalb neuer- tu Persien weil der Sepehdar, der Premierminister, daraufl btngs durch diese Gebiete ziehen mupen. Gegenwaing s bestand, vöni ParwinetN allerlei Voltmachten und bie Un hie jedoch von den ^rten Anurengungeu eonas eumd ibbängmlcit der Minister vom Parlament zu verlangen. Man ionnte ti;ncit mabrenb der großen. Hitze nicht ung^ mas da> Medschlis verweigerte unb deshalb beim Re- straft wertere Marschleistungen auferlegen, -er Be f eh l^.^ aenten um (Ernennung eines neuen Premierministers er- h a b e r d e S L ch a u i a g e b i e t e s, L r a n t i 6 r e, der " " achte Unb habet zeigt sich bie seltene Erscheinung, daß der Besetzung bes Zaer-Eebietes betraut ist, wirb du. Kasbah diesmal alle Parteien in gleicher Weife mit ber Regierung von Merschuch besetzen und bort bie Niederwerfung der S in der Luft schwebt, viel aufrührerischen Stamme abwarten. Erforderlichensall.

IcidU oga? mit' Anschluß des Regenten Ra'ir el Mülk wird die Brigade des Generals T idi nnt der ölonn Und bas ist auch lein Wunder, wenn man fick) vergegen-- Branliere gemeinsam operieren. Ich selbst gebintc über wärtig? daß das Eläos in Persien zurzeit so unentwirr- Rabat und Melines nach Jez zuruckzukehren, um die Pazi- bar ist,' wie möglich Ucberall herrschen Unruhen, denen sizlerung der Zemmur sortzusuhren.

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®b. ' Ta^ w^'r Suaden. M fie L-rr-,ch °°l's.--nd,g <W«

die direkte Grundsteuer, der jetzigen Regierung andauernd > _

verweigert, unb ein Teil der Gouverneure, sowie der sonsti­gen Beamtenschaft erweist sich als unzuverlässig, ja, bie Bachtiaren, die bei her Absetzung des -chahs Mohamed Ali eine hervorragende Rolle gespielt hatten, ।meinen l bereits anzufaiigen, mit dem persischen Bolt gemeinsame!

Sache gegen die Regierung zu machen.

Unter diesen Um|tdnucn uur|teu oic amerilanischeii Bei I täte, die die persischen Finanzen ordnen, die schwediichen Offiziere, die eine Landgendarmerie in Person ins Leben rufen, und bie Franzosen, bie Reformen jur das Gericht.- mefen und bie allgemeine Berwaltung Vorschlägen )ollen, I schwere Arbeit sinben. Es wird, da auch bie persuche Armee auf eine Stärke von 45 000 Mann gebracht werben soll, für bie Postverwaltung Neuerungen in Aussicht ge nomnicn siud, unb fast tagtäglich noch weitere Entschlüsse zur Rettung des Landes gefaßt werden, in Persten zwar viel begonnen, aber nichts vollendet. Denn Persien ist unter dem absoluten Regime viel zu alt geworden, unt_bie | Aufpfropfung einer Konstitution ertragen zu tonnen, -la^ Parlament sucht zwar die Staatstarre aus dem ^.reck zu ziehen, zerrt aber von allen Seiten daran, so baß Persien nidit vom Flecke kommt, sonbern immer mehr in den -unipf versinkt. Nur ein Mann vom Schlage Bismarcks könnte es retten, und ben dürfte das Land kaum besitzen.

Aber bie freniben Beiräte und Instrukteure dursten unter Umständen ihre Arbeit nur zu bald einstellen, xciin, wie derStandard" aus Teheran meldet, hat salar eb -T'auteb der jüngere Bruber des abgesetzten Schah, seine Wiebereinsetzung prafiamiert und 3000 Mann Fmßtruppen, sowie 800 Reiter abgeschickt, die Hamadan besetzt Haben, wahrscheinlich um den in Ldessa lebenden abge,etzten schätz dort in Empfang zu nehmen unb nach Teheran zuruckzu geleiten. Die persischen Verhältnisse sinb einer Wieber cinsetzung Mohamed AUS heute günstiger als je, bnui zu der Feindschaft zwischen Parlament und Regierung kommt noch die Tatsache, baß bie Abgeordneten wohl in der ^rage der Kabinettskrise einig sind, sich in allen übrigen aber