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Die heutige Nummer umfahr 12 Seiten.
abgelehnt.
Tr. rf. Werner, Butzbach.
Äendemng in bet Kriegstechnik zu Land und zur See zur Folge haben imc die Erfindung des Schießpulvers im 14. Jahrhundert. Friedr. Bender.
Das griechische Zeuer.
Der erste Erfinder des griechischen oder byzantinischen Kriegs-- feuers Vor Kallinckos, ein Baumeister aus Heliopolis 'N Syrien, um 671 n. Ehr. Es soll ans Schwefel, Steinsalz, Harz, Asphalt und gebranntem Kalk bestanden haben und aus Druckspitzen gegen die Feinde geschleudert worden sein. In welcher Werse die MiscAmg dieser Bestandteile bewirkt worden war, iH nicht beiannt. Man keimt nur die Wirkung aus den erhaltenen Beschreibungen. Mit der Entzündung erfolgten Explosionen, cs entwickelten Hu) Dampfe, Rauch und Feuer. Das Feuer brannte sogar unter dem Wasser fort und setzte alles in Brand unb zerstörte durch die Explosionen auch das, was nicht brennbar war.
Mil dem Untergang des Griechischen Kaisertums war auch
zu machen, selbst dann wäre man nicht in der Lage, die Einkommen- und Bermögensteuer beliebig hoch zu schrauben, werl die Kapitalisten, wenn die Steuer ihr Einkommen oder Vermögen zu sehr beschnitte, einfach ans dem Staate fortzögen und dieser das Rachsel/en hätte. Der Staat batte dann die Einkommen- unb Vermögenssteuer, aber ohne Einkommen und Vermögen. U e b e r e t n gewisses M a ß kann m n n also bei bieten Steuern heute nicht hinaus, selbst wenn man die politische Macht dazu hätte."
Was zu beweisen war! Schon heute ziehen ia reiche Leute auS Hessen in das mit weniger Steuern gesegnete Preußen. Tie hohen direkten Steuern blieben bann letzten Endes an den kleinen Leuten hängen, die durch ihren Beruf gebunden sind.
So zerrinnt die sozialdemokratische Theorie vor den hatten Forderungen des Tages!
4. Wenn allerdings die sozialdemokratische Partei für sich oder ihre Leute sich Vorteile verschaffen kann, bann legt sie ihren Genossen neben hohen direkten Parteisteuern auch noch höhere indirekte auf. Dann kommt es ihr nicht darauf an, bei Gewerk- schastssesten und bergt 15 (fünfzehn) Mark auf das Hektoliter draufzuschlagen, ober in ihrer Parteiwirtschast (so wat es früher in Gießen) für Bier und Branntwein wesentlich mehr zu zahlen als in anderen kleinen Gasthäusern. . _
Mer das geschah ja auch für die Partei, die ia dem Genossen höher steht als das Vaterland, dem nichts wie Himmel und Sozialdemokraten drohen sollen, wenn es sich erlaubt, auch nur 1,70 Mari für das Hektoliter zu fordern.
5. Mer es gibt doch auch indirekte Steuern, die nur die Reichen treffen. Die Sozialdemokraten haben dagegen gestimmt. Wie lahm ist die Begründung! „Weil die Sozialdemokratie gegen alle indirekten Steuern stimmt." Tas kommt mir gerade >o vor, wie wenn ein Ertrinkender lieber untergeht, als daß er sich eines ihm zuaeworfenen Rettungsringes bedient, weil er noch nie einen solchen gebraucht habe. , .
Und diese indirekten Steuern sind keine „Bettelpfennige"! Im Gegenteil! Die Sekt-, Automobil-, Börsen- und Eoupon- fteucr bringen weit über hundert Millionen ein. Bedrücken diese den kleinen Mann? . .
6. Eine Erbschaftssteuer haben wir bereits, die 30 Millionen einbringt, ich bin bereit, daran mitzuwirken, daß die großen Kapitalvermögen auch für Deszendenten herangezogen werden.
7. Eine Reichsvermögenssteuer und Einkommensteuer wird von den Finanzministern der Einzelstaaten nicht ohne Grund
griffen sein, und zwar dies um so mehr, als man voraussichtlich! jedem bayrischen Beamten bei der Gehaltszahlung am 1. März für 10 Mark Münzen aushändigen wird.
— „Heimatschutzrefor m." Diesen Titel sollte ursprünglich ein „Verband der Reklameinteressentm" erhalten, der zu Fr anksu tt a. M. am 10. Dezember 1910 gegründet worden ist. Nämlich: der Heimatschutz fängt an, den Herren unbequem zu werden, ober, um in ihrer Sprache zu reden: sie wenden sich gegen „die übermäßige Anwendung des mißverstand men Heimatschutzgebankens". Tenn bas ist ja klar, so führt der Kunst- toart aus, baß es „übermäßig" und „mißverstanden" ist, gegen bas Kakao-, Zigaretten-, Kakes- und Schnapsgeichrei in der Landschaft vorzugehen. Tie Regierungen und Behörden gehen den Interessenten bereits zu energisch vor! Sehr lehrreich war manches in dem Redegefecht. Künstlervereinigungen will man gewinnen, hierfür gewinnen, weil ein paar Zeichner auch Reklamen zeichnen. Die Zeitungen will man. gewinnen, die jetzt meist dagegen seien, weil sie, o deutscher Idealismus, von den Reklame- tafeln eine Schädigung ihrer Anzeigeiipflanzungen befürchtm. Schriftsteller will man gewinnendes werden einige Herren genannt, die „in der Lage und bereit" feien, „für die Zulässigkeit der Rellame zu wirken". Tie geeignete Stelle für ein Vorgehen gegen die .Heimatschutzübergriffe sei der Hansabunb, auf den man, wie es scheint, sehr stark hoift. Ob der Haniabnnd die unglaubliche Torheit machen wird, sich wegen einiger Dutzmd Reklamebedürftiger und ihrer B.iträge die Sympathi? weiter Kreise von Gebildeteii zu verscherzen, das wollen wir vorläufig abwarten.
— Tas Bismarck--Nationaldenkmal. Von bett zurzeit in Düsselborf ausgestellten 378 Entwürfen für das Bismarck-Nationaldenkmal auf der Elisenböye bei Bingerbrück wird eine Auswahl von 60 Modellen, unter denen sstch kdie preisgekrönten und angekauften befinden^ Anfang Mai nach Wiesbaden übersiedeln und dort int 1 Pavillonschlößchen während der Anwesenheit des Kaisers 1 Aufstellung finden. In Wiesbaden wird auch die Entscheidung über den zur Äusfülftung gelangenden Entwurf getroffen werden. Sb die Ausstellung, wie es zuerst hieß, auch rioch in München, Stuttgart und Posen er- : folgt, steht noch nicht fest.
— Mascaanis K l rg^e. Aus Mailand wird berichtet l Mascagni hat sich mit dem Scheitern der Uraufführung seiner : „Jsabean", die Ende Januar im Neuen Theater in New York - in Szene gehen sollte, nicht zufrieden gegeben, und strengt nun,
das Geheimnis des Feuers verloren gegangen.
Da taucht nun plötzlich der Ingenieur tficbler mit feiner Erfindung aus und setzt damit alles in Aufregung, tote wir einem ausführ lick>en Aust atze in „Natur und Kultur" entnehmen. Er gießt eine Flüssigleit aus einer Flasche.in eine Wanne, schüttet eine Gießkanne voll Wasser darüber — und alles steht in Qualm und Flammen. Der deutsche Kaiser ließ sich das Wuitder un Schloßgarten von Sanssouci vorführen. Die Wirkung, tocLajc es in den dortigen Seen erzeugte, übertraf alle Erwartungen. Aus einer unter der Wasserfläche installierten Röhrenanlage wurde die geheimnisvolle Flüssigkeit mittete einer Druckpumpe in langen Strahlen in die Höhe getrieben. Sobald diese Strahlen mit dem Wasser in Berührung kamen, entjünbeten sie sich zu bren- nenben Feuergarben und auf der Cberfläcfoe des Wassers entstand lveithin hellodernder Brartd. Die Hitze ist so groß, daß zum Beispiel Drahthindernisse in dem Feuer zerschmelzen.
Das Aussehen, welches das neuentbeckte griechische Feuer in den militärischen und technischen Kreisen des In- und Auslandes macht, ist begreiflich. Denn in der Tat kann das neue Mittel eine furchtbare Waffe im Kriege zu Wasser und zu Land toerbeu, namentlich für Hasen- und Küstenbefestigungen, weil es die Annäherung kleinerer Fahrzeuge unmöglich machen wird. Das griechische Feuer rann auch ein Kampfesmrttel der Luftschiffe werden, wodurch diese eine ungeahnte Bedeutung im Kriege erlangen mürben. Das Feuer wurde auch im Landkriege ange- toenbet, so ist eine Schilderung von einer Belagerung Konstantinopels erhalten, in der geschildert wird, wie es die jtürmenben Feinde reihenweise niedergemäht und iveit die Getöteten unb
gung dieser Bande besorgt, findet es die fai)cr- liche Regierung für nötig, jetzt folgendes zu erklären und die chinesische Regierung zu bitten, ihr Einverständnis zu bekräftigen zu nachstehenden Punkten:
Erstens: Weder oer Vertrag von 1881 noch irgendwelche anderen internationalen Akte besclnänken das Recht ber, russi- <6en Regierung, selbständig Einfuhr- unb uuSfuhi tarifc an der chinesii chen Grenze festzusetzen, ausgenommen die 50 Werst zogen längs dieser Grenze. Innerhalb dieser Zone, nach einer wie der anderen Seite der ganzen Landesgrenze zwischen Rußland unb China ist durch gegenseitiges uebertW'* kommen die zollfreie Einfuhr und Ausfuhr der Erzeugunse des BodenS und der Industrie des ganzen Territoriums jeder der beiden Vertragsmächte sestgelegt. , , .
Zweitens: Tie russischen Untertanen gemeuen m dem ganzen Territorium des chinesischen Reiches bas Recht administrativer und gerichtlicher Ext orialita t und untcrstchcn daher in administrativer Hinsicht ausschließlich der Jurisdiktion der russischen Behörden. Demgemäß werben alle bürgerlichen Streitigkeiten zwischen Rußland, und China vor gemischten Gerichten, vor russischen und chinesischen Richtern vrr- handelt. t ,
Drittens: In der Mongolei und in den Gebieten tjinter der chinesischen Mauer zu beiden Seiten des Tischano haben die russischen Untertanen das Recht her Freizügi gFe11, des Aufenthaltes und des zollfreien Handels mit Waren ieg> lieber Hcrkmtft ohne jede offene o d er m a s k i e r t e Besteuerung unb ohne Bedrängung durch Monopols ober andere Prohibitivmichnahmen.
Viertens: Außer den bereits vorhandenen Konsulaten hat die russische Regierung dos Recht, Konsuln in Kobdo, Hami mrb Gutschen zu ernennen.
Fünftens: Tie russischen Konsuln müssen in ihrer ofti^ zilllen Eigenschaft in den Grenzen ihres Konsulatsbezirkes von den chinesischen Behörden anerkannt werden, die sich nicht weigern Lönncn, jene gemeinsamen Streitigkeiten zwischen russischen unb chinesischen Untertanen zu schlichten.
Sechstens: In den etäbten der Mongolei und hinter der chinesischm Mauer, in denen die russische Regierung berechtigt ist, .Konsulate zu errichten, nämlich Culbscha, Tsckujutschal, Urgn, lllgafutai, Kaschgan, Urmtschi, Kobda, Hami unb Gutschen, ebenio in Calgan, könnenrussischeUntertanenGrunb stucke erwerb en und Bauten auf sü hr en.
Die Kaiserliche Regierung hält es für ihre Pflicht, die chinesische Regierung davon in Kenntnis zu setzen, daß sie die Weigerung, die in den vorstehenden sechs Punkten oder auch nur in einein derselben dargelegten Verpflichtungen zu bestätigen, als einen Beweis oer Abnei- • gung betrachten werde, mit Rußland freundnachbarlich auf Verträge begründete Beziehungen zu unterhalten. In einem solchen Falle behält sich die russische Regierung die ev. Freiheit vor, zur Wiederher stellung der von China verletzten Vertragsrechte der russischen Regierung und der russischen Untertanen die von ihr hierfür notig befundenen Maßnahmen zu ergreifen.
Der Petersburger Korrespondent der „Times" hört. ' es würden Vorbereitungen getroffen für die Wieder- besetzunqdesJlldistriktsimchinesischenTur^ k e st a n durch russische Truppen. Diese ernsthaften Maßregeln seien notwendig geworden durch Chinas beharrliche.Nichtbeachtung seiner durch Vertrag am 24. Februar 1881 eingegangenen Verpflichtungen.
Ans Hessen.
Das Wahlkreiskomitee der Zentrumspartei des Reichstagswahlkreises Offenbach-Dieburg hat in einer am Mittwoch in Tieburg^abgehalteum Kreiskomitee- Versammlung Schneidermeister unb Stadtverordneten Nessel, Iustizrat unb Lanbtagsabg. v. Brentano unb Arbeitersekretär Ernst Frede aus Offenbach, sowie Bürgermeister Frenay
Die So5ialöemofratie und die Verstaatlichung der proöuttionsmitteL
Dr. Werner- Butzbach schreibt uns:
Die Ausführungen des Herrn Krumm veranlassen mich zu folgender Erwiderung:
1. Daß Herr Krumm sein völliges „Mißverstehen" der sozialdemokratischen Enteignungsabsichten nicht zugeben will, glaube ich ihm gerne. Wer aber noch denken und lesen kann, der wirb ihm babei nicht folgen. Ter Breslauer Parteftag von 1895, der bie Entschließung faßte, baß ben Bauern bie Erhaltung ihres Privateigentums nicht garantiert werben könne, spricht gegen Herrn Krumm.
Das tut auch Kautsky, wenn er schreibt, bie Bauern-- wirtschaft erhalten, lsteße bie Barbarei verewigen wollen.
Unb was schreibt das „Hamburger Echo", eines der größten sozialdemokratischen Organe Deutschlands in seiner Nr. 156 vom 8. Juli 1909? . _x
„Unb wer gegen bie Latisunbien (Großgüterwirtschaft) vorgehen will, der wird uns nicht auf seiner Seite haben, wenn 'er das heutige Latifundiensystem nur durch eine Verewigung der bäuerlichen Zwergwirtschaft ersetzen will."
Das genügt für jeden, der sich etwas beweisen laßt.
2 Herr Krumm ist mir als „loyaler" Gegner in feinen Brutus- betraditungen längst bekannt, so daß ich mit leisem Lächeln über seine Anspielung auf meine „Loyalität" himveggehe. Herr Krumm kann überzeugt sein, daß ich nie etwas sage, was ich nicht beweisen kann Ich wünschte manchem meiner Gegner dasselbe. Herr Krumm gibt olme weiteres zu, daß der ungeheuerliche Antrag Oöefteuerung der Nachlaßinassen von 2000 Mark auswärts mit 2 Prozent) wirklich gesteift worden ist. Andere „Genossen" min deren Ranges beftreiten das, bis man ihnen die offizielle Reichs- tagsdrucksache vvrlegt. . .... .
Herr Krumm weiß auch eine Entschuldigung dafür. Seine Genossen litten zum Ersatz die Aushebung der Salz st euer und des Petroleumzolles gefordert. Es ist bem sozialdemokratischen Einsender doch auch bekannt, daß wir ttotz des Zolles heute wesentlich billigere Petroleilmpreise haben, wie vor 20 Jahren. Unb die Salzsteuer kommt überhaupt kaum in Betracht.
Aber selbst wenn wir beide Verbrauchsabgaben aufhoben — unb ich bin bereit, einen gerechten, Ausgleich zwischen bireften unb inbireften Steuern zu fuchen —, was hilft bas der armen Witwe, wenn sie nach dem sozialdemokratischen Antrag von lJUb beim Tode ihres Mannes 40 Mark unb mehr Steuer bezahlen soll, die sie sich in den meisten Fällen noch leihen
Daran ändern alle Deklamationen nichts. Unb wenn die Sozialdemokraten bann selber bie Arbeiterfeindlichkeit ihres Verhaltens einsahen und später ben Antrag mit oOOO tolarf ^adp laßwert zu 1 Prozent cinbradjten, l° erwiesen ne bannt nur toieber, baß sie für die Lebensinteressen des Kleinbürgertums ebenfalls kein Verständnis besitzen.
„Loyal" ist es babei keinesfalls, wenn Herr Krumm von 2000 Mark Vermögen spricht. Es handelt ftd), unb dasteht ausdrücklich im sozialdemokratischen Antrag von 1906, um eine Nachlaßmasse im Werte von 2000 Mark auswarte, hatte also 90 Proz. aller verheirateten Arbeiter und fast alle Lohnarbeiter des flachen Landes, sämtliche Kleinbauern, .Handwerker unb Geschäftsleute erbarmungslos getrosten, ^enn der indirekten Besteuerung kann man sich entziehen, der direkten, bem Gerichtsvollzieher, nicht. ~
3 Was nun die indirekten Steuern anlangt, so glaubt Herr Krumm wohl selber nicht, daß sie alle durch direkte Steuern ersetzt werden könnten. Das ilt auch Kautskys Meinung. Kiefer bekannteste Theoretiker der Sozialdemokratie hat in feinet „treuen Zeit", 1894 ’95, Bb. I, S. 299 ff. bas zugegeben, und auch in der Schrift „Am Tage nach der Sozialen Revolution spricht er sich im gleichen Sinne aus. Er sagt: „Es ist eine bekannte Tatsache, daß, je höher die Steuern, desto größer bie Versuchungen zu Steuerdesraudattonen sinb. Mer selbft wenn es gelange, jebe Verleugnung von Einkommen und Vermögen unmöglich
Russische Drohungen an China.
Rußland scheint die schwierige Lage, in der sich China augenblicklich befindet, benutzen tu wollen, von dem himmlischen Reiche, angeblich auf Grund der Verträge von 1881 allerlei schwerwiegende Zugeständnisse zu erzwingen. Die Regierung in Peking wird sich jetzt fragen, welche Schicksalsschläge schwerer zu ertragen sind, die verheerende Pest im Lande oder der unerträgliche Druck Rußlands und Englands.
Petersburg, 16. Febr. Die russische Regierung beauftragte ihren Gesandten in Peking, der chinesischen Regierung folgende Note zu übermitteln :
Die in der letzten Zeit geführten Verhandlungen haben die kaiserliche Regierung überzeugt, daß die chinesische Regierung mit den Stibulationen des Handelsvertrages von 1881 nicht zu rechnen wünscht. Diese Sllbulalionen werden von der chinesischen Regierung und ihren örtlichen Argenten ignoriert, oder weder im Geist noch im Buchstaben des Vertrages entsprechend ausgelegt. Die kaiserliche Re gicrung ist zu der Ueberzeuaung gelangt, daß die Fortdauer der von Altersher bestehenden freundschaftlichen Be ziehungen zwischen Rußland und China bei einem solche, Verhalten der chinesischen Regierung zu dem Vertrage von 1881 unmöglich ist. llm die Erhaltung und Festi-
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— DieneuenbayrischenBriefmarkennndMün- zen Vom 10. März an sollen von den bayrischen Postanftaften bie dem 90jährigen Regenten gewidmeten Postwertzeichen heraus- gegeben werben, bie Pfemiigwerte mit bem Bildnis bes Regenten in Uniform unb die Martwerte mit dem Bildnis des 3icgentcn in Iagdlleidung. Obwohl diese Marten die Untcr)drnTt 12 März 1911" tragen, sind sie doch als Dauerwerte für bie Re- gierungszeit des Regenten gedacht. Zum ersten Male seit dem Bestehen unseres Reiches erscheint jetzt auf deutschen Bnennarten wieder einmal ent Fürsten b i ldnis , was unter dem alten Bunde in Preußen, Hannover, Sachsen usw. öfters der Fall war, aber bisher seit der Erftndung der Freimarken noch niemals in Bayern Ungerecht ist es, wenn der bayrischen Regierung aus philatetistischen Kreisen der Vorwurf gematft wird, daß sie nut ber Aufgabe von 10-Mark- und 20-Mark-Werten nur em aur bie Sammlertätigkeit berechnetes Geschäft machen wolle. Zwar gab es in Bayern bisher leine höherwertigen Marken als solche von 5 Mart. Da aber etwa seit Jahresfrist für Massenauftiefe- rungen die dem Reichspostgebiet bisher unbetannte Barfrankierung eingeführt wurde, die sich in größeren Städten wie München und Nürnberg gut bewahrt haben soll, so dürften tatsächlich bie hohen *Tacrtc um jeiiraubenbe Markenllebereien zu vermeiden, unentbehrlich sein. Auf eine bestimmte Anzahl oder Gültigkeftsdauer beschränkte Geburtstagsmarken gelangen neben den neuen Tau erwarten nicht zur Ausgabe. Wohl aber denkt man für bie im 3uni stattfindende Feier der 25jährigen Regentenwirksamkeck an besondere Jubiläumsmarken. In der beschränkten Anzahl von zwei Millionen otüä wird unter den am 10. März hcrauszu- gebenden Postwertzeichen auch eine von Professor Diez entroorfene Postkarte zu 10 Pfennig erscheinen, die neben ber Wertbezeichnung einen blühenden Baum mit ber Königskrone unb auf Der Rückseite eine allegorische Darstellung zeigt. Tie bisherigen Post- wertzeickien mit bem bayrischen Wappen in Reliefdruck werden nach dem 10. März von den Postanstalten nicht mehr verkauft, sollen aber noch einige Monate lang ihre Gültigkeit behalten- Tie Ausgabe von Denkmünzen wäre nach dem ursprünglichen Münzgesetz von 1871, das auch für Silber werte das Bildnis Femcw relyenweise meoergemam mu> men uie vymuuiut julu des Landesherrn voftchreibt, nicht möglich 0^toesen Erir bie
Werwundeten die Gräber gefüllt habe. Fiedler zwenelt nicht, datz 1 Munzen^velle von 1900 Hai darin eure mit K
seine Erfindung die gleiche Anwendung finden Wnifte. sollte weroen die 900 000 ü>unT5/ 3toeunarnüjae mit bem
sich dies bewahrheiten, baitn wird sie eine ebenso duvchs«ifendL ‘ Bildms des Regenten sicherlich lehr Itart gejucht und bald ver-


