Ausgabe 
2.11.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

einzugreisen. In

Hmi fflirikiDt ^ilOlf JÜHsPl

kontroll-Der« lebach ist aid 5>.en* den Bqirk Dut«' en B^irk Aibinar

d°» tot,

en an. t,.

mrf!eiJrbt- I !ÄE I ÄrÄrk^ Züchtet i(t| j.. ± bei^> '°)ner und Gerung j

nbere 1

^enteinßttc D? h|ten fe 1 Q1" Lei.t^- ,Üur Reiniguv- anen zum^

- Bur & 'ppe am M 'ewüliat. Tasm Md alle SttQta, Dn freie ta9me betet für NsnotelL in dar G bet Litzune 5 vom 1. 91oü ine Tätigkeil im 1 Worten berat- übers betont er, ub bedauert, bai Sohle bet Stabt erkennt bankend ©emeinbetai an >ie m ben letzten hing bestandenen 'Ungrn und Gi­llingen von Herrn irden, ebenso [teilt Äemeinderat me«l lrdirektors irgend it hatte.

Wähler Gießen-lvieseck!

Leider ist in den liberalen Parteien eine Einigung nicht zustande gekommen. , . _ .

Jetzf fieifit eS die Partei-Interessen bet Seite zu stellen und den richtigen )lnnn zn wählen, der auch die Interessen der Stadt- und Landbevölkerung

zu beurteilen und zn vertreten

in der Vnqe ist.

Nicht noch mehr studierte Leute dürfen als Vertreter einer industriereichen Stadt in den Landtag geschickt werden, sondern Männer, die im Erwerbsleben stehen, und durch ihren täglichen Verkehr mit Arbeitern und Geschäftsleuten die Mängel unserer heutigen Gesttzgebuna kennen, und dadurch allein in der Lage sind, am richtigen Platze bessernd

ist ein Mann ausgestellt, der als geborener Giessener von Kind ans mit den hiesigen Verhältnissen vertraut ist und durch seine vielseitige Tätigkeit im öffentlichen Leben, an der Entwickelung von Stadt und Land bereits erfolgreich mit gearbeitet lat. Auch die Verhältnisse, in Wieseck. wo Herr Klingspor eine Filialfabrik hat, sind ihm nicht fremd.

Seine Arbeiter wissen am besten, wie Herr klingspor für jeden ein offenes Ohr hat und wie er praktisch Arbeitersursorge treibt.

Es liegt ferner weder im Jntercffe der Stadt, zwei Stadtverord­nete, die dadurch den kommunalen Arbeiten entzogen werden, in den Land­tag zu entsenden, noch im Interesse aller Steuerzahler, einen Staatsbeamten zn wählen, da der Staat verpflichtet ist, für diesen

alle

Ihr

Viele Bürger und Gewerbetreibende.

D'.

Achtung'

bcta(en ft*5

Sozialdemokraten wählen wird.

Bd/u

Tonbild: Humoristisches Potpourri.

8eh^

!e ©leben.

3. November 1911; , weltliche Lmde.

Der grossmütige Arzt

Ein Drama aus dem Leben.

Die Waschfrau

Ein komischer Schlauer.

Der nationalliberale Wahlausschuß für den Wahlkreis Büdingen.

t.

Nach MÄduiys-' erufung bet aus Tripolis Kriegskorrk- ' berichtet, beuten lotte batauj Hw, rorsteht.

auf Staatskosten

einen Ersatzmann zn stellen.

Wähler! Gebt daber Eure Stimme einem Mann, den kennt und dem selbst seine Politischen Gegner das Zeugnis eines

K« die national und liberal gesinnten Wähler des Wahlkreises Minzen.

Nach dem Herr Oekonomierat Andrae die ihm angcbotenc nationalliberale Kandidatur für den hessischen Landtag vor einigen Tagen endgültig abgelehnt hat, stellen wir unfern Freunden in Stadt und Land ihre Stimmabgabe bei der bevor­stehenden Landtagswahl anheim, mit dem Bemerken, daß wir von einem vaterländisch gesinnten Mann, dem ein gesunder Liberalismus am Herzen liegt, erwarten, daß er niemals einen

i notwendig, baldig ufilanb biplomfltu« Le Ermätzigung btt China eintienenben tellung ein« w' Rubland eine bevor- )Ile.

.mfrra brach beute aber im Innern de»

treten yy*, jt °°n ften e*ne 'J- lleW-hler-^

b-E icif* (rf lovernoer g iie«

Biograph11*

Rur noch 2 Tage

Der Spielteufel

Ein hervorragende- Drama von BourgoiS welches den grützten Anklang findet.

Max auf dem Wege der Genesung

Komische Szene, gespielt von Herrn Max Lindner in seiner Familie.

Manöverleben 091L-

Hochinterefsanre Szenen.

Das Andenken der Freundin Hochspannendes Drama.

durchaus liberalen Mannes

ausgestellt haben, und wählt einmütig

Berni Feirtal IM MM

Zur

k

Einsender dieses betätigt sich nicht politisch. Er ist weder national­liberal, noch gehört er der sog. fortschrittlichen Dolkspartei und noch sonst einer politischen Partei an. Das schließt aber nicht aus, daß er die Geschichte der einzelnen Parteien kennt. Bei einer Wahl prüft Einsender nach jeder Richtung hin objektiv, betrachtet sich die aufgestellten Kandidaten, erforscht, welcher Kandidat aus dem Volke und für das Volk ist und sich nicht der Parteiparole in einer Weise verschrieben hat, daß er dieser zu folgen un­bedingt verpflichtet und daher nicht in der Lage ist, die Interessen der wirklichen Allgemeinheit und, unbeschadet dieser, auch das Interesse eines Standes oder einer Klasse von Gewerbetreibenden zu vertreten.

M. E. geht der Vorstand der fortschrittlichen Dolkspartei dahier in einem unter der ÜberschriftMitbürger" im Gießener Anzeiger am Montag veröffentlichten Aufruf von falschen Voraussetzungen aus, wenn er sagt, es handle sich bei den Wahlen nicht um die Personen. O ja, auf die Person der Kandidaten kommt es m. E. in der Hauptsache an. Oder sind wir im politischen Leben schon so weit gesunken, daß es nur darauf ankommt nicht im Interesse der Allgemeinheit zu handeln, sondern im Ansehen der Partei Mandatsjägerei zu treiben?

Es ist ja bekannt, daß bei den Wahlen von den meisten Parteien mehr oder weniger mit Versprechen, Lobhudeleien, Phrasen, Wichtigtuereien usw. in einer manchmal geradezu widerlicher Weise umgegangen wird. Um den Maffen Sand in die Augen zu streuen, werden Tatsachen verdreht und aus den Kopf gestellt.

Die Parteien vergeßen häufig ihre eigene Geschichte; die eine Partei wirft der anderen Fehler vor, die beide im Interesse der Partei gemacht haben. Die Allgemeinheit spielt oft keine Rolle - sondern nur die Partei; man will die herrschende Partei - und einzelne Personen in ihr wollen Herrscher sein.

Man nennt sichsozialdemokratisch", ist aber nichts weniger wie sozial" unddemokratisch" gesinnt, man nennt sich nationalliberal, ist aber manchmal antinational und antiliberal, man legt sich den schönen Namen Fortschrittliche Volkspartei" bei, arbeitet aber in der Tat für das Volk nicht immer fortschrittlich, sondern rückschrittlich. Ist es nicht so? Hand auf's Herz.

Schneidig" sagt die fortschrittliche Dolkspartei, führen wir den Prinzipienkampf gegen die Sozialdemokratie. Keiner ist soschneidig" wie ich, sagt die hiesige fortschrittliche Dolkspartei in ihrem Aufruf. Diese Schneidigkeit steht nur auf dem Papier in facto ist die Sache doch et­was anders. Man lese nur den Leitarttkel in dem Abendblatts der fort­schrittlich-demokratischen Frankfurter Zeitung vom 31. Oktober 1911.

Was dieTaten" anlangt, so kann die fortschrittliche Dolkspartei den anderen Parteien wahrhaftig keinen Dorwurf machen. Wo sind die Taten der sog. fortschrittlichen Dolkspartei? Don Parteidogmen hat das Volk wenig; das Intereffe des gesamten Volkes kann nur durch wirkliche prakttsche Arbeit gewahrt werden.

Nur prakttsche Arbeit bringt ein Volk vorwärts und nur Männer, die ausgerüstet sind mit Erfahrungen aus dem prakttschen Leben, gehören in die Parlamente. Es ist unbedingt erforderlich, daß mitunter im Inter­effe der gesamten Nation ein Abgeordneter auch die Intereffen einzelner Berufsklaffen mit aller Energie vertreten muß. Daraus kann man wahr­lich keineStändewahl" herleüen, sondern das verlangt eben gerade die Wahl durch die Staatsbürger.

Wie die fortschrittlich-demokrattsche Frankfurter-Zeitung im ersten Morgenblatt vom 23. Oktober 1911 hinsichtlich der Wahl eines Vertreters der lothringischen Industrie in das effaß-lothr. Parlament es getan hat, so begrüßt es auch Einsender, wenn die Gießener Industrie und die Gießener arbeitende Bevölkerung durch die guten Aussichten des unabhängigen Kandidaten, Fabrikanten Klingspor, der in den meisten Fragen kein Theorettker ist, endlich einmal Aussichten auf eine Vertretung im hessischen Landtage hat. D*/n

Gin Wähler.