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Nr. 258
Ter Gletzener Hitziger erldyml täglich, außer Sonntag». - Beilagen: viermal wöchentlich #ifttntr.Samllitnblctlfr, uprunal ivöchentl.Kreiii blatt färben Kreis Äiefjen (Titnstag und Freitag): iroeimal monatl. tanb» wirtschaftliche Seitfrayen Ferniprech - Anschliisse: für die Redaktion 112, yerlag u. Expedition 51 8!breife für Depeschenr «nzelger Wiefern.
Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vonnülng» 9 Uhr.
Erster Blatt
16|. Jahrgang
Donnerstag, 2. November WU
eneral-Anzeiger für Oberhessen
Rotatfonrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckeret R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. vüdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschäslrslelle vahnhosstraße 16a.
BezuaOvrel»: monatlich 75 Pf^ viertel- jährlich Mk. 2.20; durch ribbele- tu Zweigstellen monatlich 66 Pf.- durch bie lieft W.2.—ulertcl- jähvL ausfchl. Beitellg. Zcilenpret»: lokal 16 Pu, auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A (Äocg. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', .Vermischtes' und ^Genchtsfaal": N. Neurath: für .Stadt und Land-: E.Leß: für den Anzeigenteil: H. Beck.
Die heutige Nummer umsatzt 14 Seiten.
brauchbar — Aus Beug ha fr und Homs wird nichts neues gemeldet.
Tripolis, 31. Oft. (Agcnzia Stesani.) Während des Tages h a t f e i n A n g r i s s st a t t g e f u n d e n Ta bc: Wind ErkundungSflüge verhinderte, war cs unmöglich, c waige Veränderungen der feindlichen Stellung zu verfolget. Hier geht alles seinen regelrechten Verlauf. Aus H o m liegt nichts neues vor.
London, 1. Nov Tic „T i nt e 5" meldet aus Tripolis: Täglich treffen italienische Truppentransporte em. Gestern nachmittag begannen die Türken die Stadt mit zwei Geschützen zu beschießen. Tie Italiener nahmen die Geschütze weg
Italienische Tarstellungen.
Rom, 1. Nov. Wie „Giornale d'Italia" meldet, sand heute im italienischen Lager vor Tripolis eine Gedacht nisfeier für die gefallenen italienischen Soldaten statt. — Eine weitere Meldung des Blattes besagt: Leutnant G a v o 11 i, der heute bei einem E r f u ndungsfluge über einem türkischen Lager vor Tripolis Spreu gb om- bent sollen ließ, hatte seststcllcn können, da» eine der Bomben eine unbeschreibliche Verwirrung angerichtet habe. Menschen wie Tiere seien nach allen Richtungen au->- cinandergestoben. Die Uneinigkeit zwischen Arabern und Türken scheine sich zu bestätigen. Tic Araber beklagten sich darüber, daß sie stets in die vordersten Karnpsesreihen gebracht würden.
Nach einer Meldung des „Sortiere d'Italia" aus Tri- hnliä; tnurhnt die Regimenter in den voraeickio-
Der italienifchtürtilche Krieg.
In den Abendblättern der Berliner Zeitungen vom oestrigen Mittwoch sind wieder einige Meldungen aus türkischer Quelle enthalten, deren Siegesbotschaften aber unverbürgt oder wenigstens übertrieben sein werden. ES heiszt, die Türken seien nach Bewältigung der Italiener in den Forts in die innere Stadt Tripolis eingedrungen, und beim Straßenkampf hätte ein Türke gegen drei Italiener zu kämpfen gehabt. Als die italienischen Kriegsschiffe mit ihren Geschützen eingegriffen hätten, habe Cb er ft Neschat Bey dem italienischen Kommandanten gedroht, daß er für das Schicksal der mehreren Tausend gefangenen italienischen Soldaten keine Berantwortung übernehme, falls die italienische Flotte Tripolis bombardiere.
Mag das alles erfunden oder übertrieben fein: fest steht, datz Tripolis von den Türken regelrecht belagert und neuerdings auch beschoss en wird. Dabei tritt in.ber bedrängten Stadt die Cholera auf, an der Hunderte von Soldaten erkrankt fein sollen! Ta ist es glaubhaft, daß der Geist unter den Italienern fein musterhafter ist. In einer amtlichen Note sucht die italienische Regierung die Grausamkeiten zu beschönigen und zu entschuldigen, von denen die Berichterstatter vieler auswärtiger Blätter neuerdings empörende Einzelheiten wiedergeben. Die neuesten italienischen Meldungen, in denen es meist heißt, in £ ri
llet) wieder mit Vorsicht aufzunehmen. Vermutlich wiederholen die Türken deshalb so dicht hintereinander ihre heftigen und todesmutigen Vorstöße, weil sie es wissen, daß für die Italiener Verstärkungen zu erwarten sind, die der Türken Lage ungünstiger gestalten werden.
Berlin, 2. Nov. Tie Meldungen vom tripolitanifchen Korrespondent desselben Blattes tel.graphiert von Djerba „Berl. TagebL" wird aus Konstantinopel unter dem 1. Nov. telegraphiert: Gegen Ende der heutigen Kammer- s i tz u n g erhielt der Präsident ein Telegramm des Abgeordneten Suleimann el Baruni, ber unter dem 28. Cftobcr meldete, daß er mit feinen Freiwilligen in Salick, einem Vorort von Tripolis, angekommen fet Bluiige Schlachten hätten stattgefunoen. Die ftrategischen Punkte seien in den Händen ber Türken. Der Vormarsch gegen Tripolis werde forigesetzt. Man hoffe, morgen mit Gottes Hitse dort eindringen zu können. Frenetischer Beifall folgie der Verlefung der Depesche. Der tripolitanische Korrespondent desselben Blattes telegraphiert von Tjerba in Tunis unterm 1. Nov.: Gestern, Dienstag, nachmittag 3 Uhr, fnb diie ersten 70-Millimctergranaten von einer' türkischen Gebirgsbatterie auf die Stadl Tripolis gefallen. Seit Freitag Haven alle Tage unaufhörlich Gefechte statt- gefunden. Die Cholera tritt immer bedrohlicher auf. Hunderte von Soldaten sind ertrankt. Gestern starben im Militärhospital 2 5 Soldaten. Tie Lage der Europäer ist e r n st.
Dem „Berl. Lofalanz." nrirb aus London telegraphiert: Der Sonderberichterstatter des „Taily Minor" in Tripolis telegraphiert am 1. Nov.: Gestern bombardierten die Türken die Stadt vorn Fort Hamedia aus, das die Italiener räumen mußten. Die Kreuzer und Zerstörer in ber Bucht erwiderten bas Feuer und legren das Fort in Trümmer. Viele Türken sollen getötet fein.
Neue Angriffe der Türken.
Tripolis, 1. Nov. (Agenzia Stcfüiii.) Gestern war hier alles ruhig, als plötzlich einige von den feindlichen Gebirgsgeschützen abgejeuerte Schrapnells in die Stadt fielen. An den Befestigungen wurde fein Schaden angerictitet. Ein Eingriff der Kriegsschiffe aus der Flanke trieb bie Türken in bie Flucijt, zerstörte die Verschanzungen und machte vier Geschütze un
War Jcfus eine geschichtliche Persönlichkeit?
Gießen, 2. Nov.
In der neuen Aula setzte die Reihe der religions- wisfenschaftlichen Vorträge gestern abend Geheimer Kirchen rat Baldensberger mit einem Vortrage über die geschichtliche Persönlichkeit Jesu fort, der wieder sehr gut besucht war.
Ausgehend von der Tatsache, daß das große Publikuin heute den religiöien Fragen und insbesondere berjentgen von der Eni stehung des Christentums eine weitgehende Ausmerlsainttit schenkt, bespricht der Redner die verschiedenen Crkiaruugcn.^die man dafür vorgebracht hat. Bei vielen Gebildeten unserer Tage zeigt uch das erfreuliche Beduruns, die reUg.öie Vergangenheit der Menich- lieit zu erkennen und daraus auch die Gegenwart und ihre Aui- jaben zu verstehen. Teni mochten auch die in diesem Ämter- cmciicr gehaltenen religionswistenschafttichen Vortrage Rechnung tragen. Tas besondere von dem Vortragenden gewählte Thema: „War JesuS eine geschichtliche Persönlichteit?" ist ihm durch bie von einer beiannien raüitalen Strömung ausgehende, Aussehen erregende Behauptung von der Nichtgeschichttichfeir Jem nahegelegt worden. Solche ungeaüme Borpöße einer voreiligen Wistenschaft lind nicht biob vom Uevel, sie können der Sache auch foroerliÄ) werden, besonders dadurw, datz sie uns zwingen, un;cic geistigen Besitztümer tieier zu gründen. Aus jeden Fall nun".en die von der gegnerischen Seite vorgebrachlen Argumente gewissenhaft geprün werden. Aus der weitverzweigten Streitiragc kann nur cm kleiner Ausschnitt geboten werden, liij zwar sind es folgende drei Punkte, aus welche der Vortragende naher eingeht: der Mangel an nicht wrisilichen Zeugniueit für Jesus, der Unwert der kirchlichen Ueberlieserung üoer ihn und der ungeschichl- liche oder mythische Charanec des urüirifiluoen Gemeindeglaudcns.
Nur spärlich und gering find die uns erhalten geolieoenen •Qcugnii'c aus der Feder der jüdllchen und heidmichcn 2wlr.|ii.elkr. $ie geben auch keinerlei Gewißheit, roeii man vei allen diesen stellen mit der damals veroreneten Sirte der Einschiroe, die in rirchlichcm Iuteresie gemacht wurden, rechnen muß. zou) hat man
bcucn Stellungen durch neuerdings gelandete Truppen a b g e l ö st.
Tic „Tribuna" meldet aus Tripolis, daß die Türken gestern, nachdem ihr Angriff mit Gebirg-fanonen von den italienischen Schisfsgeschutzen abgeroiefeu worden war, ein Gewehrfcucr gegen die italienifchen Stcliungen zivischcn Sciarasciat und Sidi Messri eröffneten, aber nach zwei Stunden zurüägeschiagcn wurden. Tic Italiener erbeuteten Eebirgsgeschütze und fdiafitcu sie nach Tripolis.
„Vnerratore Romano" schrciot: Trotz oer Vcrössenllichnng amtlicher Erklärungen fahren verschiedene ^licungen fort, glauben zu machen, daß der päpstliche Stuhl in gcivüicr Weise an dem türliich-italienischen Konflikt beteiligt sei, und beutelt sogar cn, dost finanzielle Interessen dabei in Frage lernen. Wir warnen nicht nut unsere Leser, sondern auch alle Kollegen der italienischen uno ausländischen Preise vor dielen falschen und tendenziösen MitteUuirgen, die jeder Grundlage (ntbcl'ten.
Eine italienische Rechtfertigung.
Rom, 1. Nov. Die „Agenzia Stesani" dementiert in bestimmtester Weise die Nachrichten auswärtiger Zeitungen, nach welchen die Italiener in Tripolis ein lvahres Gemetzel angerichtct, Untcrdrückungsmaßrcgcln ohne Unterschied ergriffen und M a s s e n m o r b e an waffenlosen Arabern, Frauen und Kindern verübt hätten. Tic „Agenzia" erttärt hierzu, infolge des Verrates ber Araber, die, nachdem sie sich bereits oer italienischen Regierung unterworfen hatten, hilitcr.istig die Solda.en in der F.anlc angegriffen hatten und im (nuLaug mit beit Türken die italienischen Verschanzungen angriifcn, sei es unvermeidlich geworden, die Rebelieu zu b eft r a f en und bie Oase zu säubern. Diejenigen, welche mit der Waffe in der Hand augciroffcn, sowie die, welche nach einem regelrechten gerichtlichen Verfahren des Mordes für schuldig befunden wurden, seien erfchoi.cn worden. Andere Gefangene, die den Verrat begüngigtai, oder entgegen den amtliajcn italienischen Anoronunge.l Waj.en trugen, seien — ungefähr 2200 — nach italienischen Inseln g.bracht. Zum besseren Sü-utze ber Vorposten zerstörte man in der Oase die Mauern und alles, was den Rebellen Härte nutzen können. Zuerst aber sorgte man dafür, datz bie harmro.en Araber, Frauen und Ä'inber, in Tripolis in Sicherheit ge- Pracht wurden. In Wirklichkeit waren es Feinde, die Grausamkeiten gegen Verwundete verübten Als Beweis
kein Recht aus diesem Versagen der antiken Geschichtsschreibung die Nichtexistenz Jesu zu folgern. Tenn Stillschweigen über eine Tatsache in nicht gleich Leugnung dreier Tatsache. Verletzt man sich aber in recht lebendiger Wene in bie Zustände oer iüdi men und römischen Welt in den Tagen Jesu, io erscheint das Sr.ll- schweigen der alten Schriftsteller über Iefus au>s beste motiviert und muß sogar als das Sachgemäße beurteilt werden.
Untersucht man das, was bie neueste radikale Schule über den ungeichrchtlichen Charakter der Evangelien und über die mythische Art des urchristlichen Glaubens aufgestellt hat, so erkennt man leicht, daß diese Argumente ihr nicht zu eigen gehören, sondern daß sie aus der Rültkammer der wissenschaftlichen Iriti- ichen Theologie stammen. Tie Neuerer haben also keine ong.iuüc und noch weniger eine desinitive, najere Lösung des urchri.uichen Problems geliefert. Allen ihren Gründen neben cocnio viele gewichtige Gegengründe, über die man sich nicht hinw.gietzen darf, gegenüber. In bezug aus die evangeli,chen Quellen ü es schon von Bedeutung, das; auch die schärme Mntif sich immer genötigt sah, altere, guuerlamgere Stucke von den spateren, zweifelhasteren zu unterscheiden, io daß es ausgeschlossen scheint, den geeinten eoengelifchen Stoff aus den Gedanken der älteren Religionen al juieitcn. Ter Rekurs^ auf den Mythus zur GrfUriuig der neutestamentlichen Tatfachen schießt weit über das Ziel hinaus. Weim auch manche einzeme mythische Züge Vorkommen, der Gesamtcharakter der evangelischen Geschichte üt nie;: mythisch. Sicht man ganz ab von bem sittlich-retigiös.n Gchatt der christlichen Religion einerseits und den heidnischen v^e.igioneir ahMiClto u:~> «e-«“----- au,
Je Ci ne Frage na« bc.n g e, chichttichc n Leit, w ,cr,immert bei den 8Rijifr.ii bie SSirfiuütcii aus der sic hcrvorMgangen sein mögen, nur noch dura» den Schleier d-c Phamaiie huiaurcy, während bei den C^angenen der Grundzug Ge c-Acyie uno^utnc G.- schichte nur in einzelnen, wenn auaj in zahlreichen Farleu, m iCgeubari dyi ober auaj in mylfrologtscher (juv.n gcfaßt tit- -tvc ^pi.'ttaum der neutten Mytho:omlerungci.erii.ck-c i;i in er.i'.T time vü.- Leid.'.:, c::i u b Auf. . leben - c-u. a nr'd: Ibic my h.sierende Exegese danach, auch das übrige Leben Jesu,
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icnc die Tatsache, daß bic Zahl der Toten v.-rhaltnismäbig iel bedeutender war als die der Verwundeten.
Der Gruß deS Sultan?.
Konstantinopel, 1. Nov. Ter Sultan übermif-* eite den Soldaten in Tripolis seinen Gruß und jrudte seine O^eniigtuung über die tapfere Haltung aus. ..Itdam" und „Jetti GaKCtta" verzeichnen Gerüchte von neuen Kämpfen bei Bcnghasi und Der na. Hierbei sollen bie Italiener hinter die Verteidigungslinie von Benghasi und Terna zurü^g. gangen sein.
Alexandrien, 1. Nov. (Neutcr ' Wegen der Veröffentlichung der türkischen Siegesberichte war gestern abend bic Bevölkerung in großer Erregung. Von den Europäent abgefeuerte Revolver,chüsfe veruiiächten einen Tumult. Die Crbnung wurde durch die Po'izei wicderhergeftellt. Eine Person wurde getötet, vierzehn, darunter ein Europäer, verwundet.
Dom jlingtutkischen Komitee.
Saloniki, 1. Nov. Das jungtürkische Zentralkomitee erklärte, es iutrbe sich nicht mehr tu die Angelegeuheiteii der Regierung misck>en. Die Mitglieder mürbe« keine Vorteile für sich ober Staatsstellungen an- ftreben, widrigenfalls sie examplarisch bestraft würben. Das Komitee werde den Fortschritt und die Bildung fördern, sowie an ber Einigung der Rajscn Mitwirken unb bic Unternehmungen ber Regierung unterstützen. Diese Erklärung soll auf die Haltung ber tifijietc und bic ungünstige Volks- stimmung zilrückzuführen fein.
Anfragen im englischen Unterhaus.
London, 1. Nov. Im Unterhans fragte Pointer (Arbeiterpartei) an, ob vor ber Ankünbigung oes Vom b a r d e m e n t s v o n T r i p o l i s die dort befindlichen Mal - tefer um Absendung von englischen Kriegsschiffen gebeten hätten, auf denen die englischen Kolonisten ohne Unannehm lichkeitcn hätten gebracht werden können Kolonialminifter Harcourt erwiderte, er bedauere die Unannehmlichkeiten, bcucn bic Flüchtlinge ausgesetzt gewesen seien, und sagte weiter, es sei von verschicbenen Seiten angefragt worden, England falle Schiffe z u m Schutze der britischen Untertanen nach Tripolis senden, aber bei Berücksich tigung aller in Betracht lomincnbcn Umstände habe man es für nicht redlich gehalten, dies zu tun. Pointer fragte ferner an, ob die britische Regierung beabsichtige, zum Zwecke der Sicherung einer Entschädigung für alle diejenigen englischen Untertanen, bic dura) den K r i i g Schaden erlitten haben, Vorstellungen bei der italienischen Regierung zu erheben.
Unterftaatsseireiär des Auswärtigen Amtes, Ackland, antwortete, datz bis jetzt keine Ansprüche auf Entschädigun gen eiugegangen feien; wenn aber irgendwelche erhoben werden lullten, fo werden sic auf ihre Berechtigung untersucht werden „Ich werde sie nach den Grunosätzen prüfen, bic die britische Regierung bei Ansprüchen, die aus bem südafrilaniicheu Krieg hergeleitet mürben, angewendet wo» den sind, um die Anwendung dieser Grundfätze auch auf diese Fälle zu gewährleisten."
Eine |ojiaidcmokratische Kundgebung.
Berlin, 1. Nov. Ter „Vorwärts" veröffentlicht an der Spitze eine Aufforderung des g c s ch ä f t s^f ü h r e u d e n Ausschufses desIn ter nationalen Sozialistischen Bureaus an die Arbeiter aller Länder, sich gegen den Krieg zu vereinigen und zu manifestieren für den Frieden, für die Abrüstung und für die Solidarität der Völker.
2lit5 Hessen.
Aus dem Wahlkreis Büdingen.
Ter nalionambeiuic Wahlausschuß jur den Wahlkreis Tübingen veröffentlicht folgende Aufsordcrung an die national unb liberal gesinnten Wähler des Wahlkreises:
Nac''b:m Herr Ccfonomicrat Andrac die ihm angeboienc nalionalllderalc Kanoiuatur für den heififchen Landtag vor einigen
hincinLuziel.cn. Hicr aber gibt es zal/lrcick-e feste Punkte, oic man niai aus ter Welt idiaif.’n, nicht tnt mythischen Wctlcnmcer unlcrgch.n laifen kann Ciuzetne Beweise dafür rouitr.-n von dem Redner öcS Längeren ausgemhrt: so namentlich die Ueberlieserung von Lern g a l i i a 11 d cn Ursprung Jesu und der Tatsache, das; muten im griechischen Text des N. T. einzelne Wörter aus der syriichcn oder aramäischen Muttersprache Jrsu erhalten gc viieveu sind.
Ter Redner schloß mit einer allgemeinen Bemerkung über tic Bekehrung aller Völker der allen Weit zu Hesus. Dieselbe b.ocu.ei ein Zurückne.cyen eer Heilanoc aller hndniich n, mythischen Religionen vor Jesus Chriiius. Und dies erklärt sich dadurch, daß xj.’iu» int Gcgensaü gegen einen Mithras, Lsiris, Adonis uno rlttis eine leo.ncigc, geschichtcickie Persönlichkeit war und darum auch in der pcrfönlichen Mem'chenwelt solche Triumphe scierte. Ü ine andere Religion Hal so duraiaus persönlichen Ul/aiallcr als das Lhnueutum, weshalb am Eingang dieser Religton nur eine wicr.iche Person ge,landen haben kann.
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— V o in Aettbenerb für das Bismarck-Denk- m a l a m Rhein. Ter Kunstausichuk hir das Bismarck-Tenlmal am Ryeiu hat, w.e w.r bcruij.etcn, aiie Einiprüche oer Künftler- lüjait gegen den Wel.bewerb zurückgewiefen. Tamil scheinen sich aber die Jtunulcr nicht beruhigen zu^wollen. Es wird daraus hinge,-vie'cu, oaß andere junilischc Sachventändige sehr groß?
edlen g^gen das eingeschlag.ne Veriayren äußern. Ter Fall criü;emi für eine Ge>unoung des Wetlbewerbswesens und zu Gicij) im Jnlere,i. der rrunnwrderung io wichtig, daß bic „Teiujdx ^auzcituuz" die .Anregung gib:, ihn durch ^ine gerichllick-e Hlag? gegen .-eu Teuiinatsa^sap »a hären. Tie i'ttage lönntc nur ton ei.icm Betcuigten erhoben werden. Ta cs uch aber um ein allgci.iRnes Fnt-.r^se handelt, würden sich zweifellos die ltunstler- vereiutgungen bercuiinoen lassen, die Kosten zu tragen. Tas Mrcbenfiiüj^c bä der Angelegenheit ist, daß das gleiche Preis gcrichl, w-'.ches bei der x utcitung des ersten Weubewcroes .ia^, oer altg..:uu..n Aiilajaaung den Erwartungen nicht eut- iprcd), auey oen zwtt,en Wettbewerb beurteilen soll.


