Ausgabe 
21.8.1911 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

16b Jahrgang

Nr. 195

Erscheint tll-Nch mU Aufnahme deS konntag«.

der

»

TieStetzrner LamlUendlSNer" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da- Xreirdlatt fir kl Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Tie .^audwlrtfchaftUchea Lett- frage«" erfcheinen monatlich zweimal.

ge8 Bühnenwerk mit t Sen DarstcllungSkun'i 'ter Regie.

l> m langen FilmS roirl - wSwahrcn Szenen gw: die beite dnüenmnivl in Vcllbcivnb iveteu mc iben iiich MiM W 'ienft einet fluten 2atb: gelungen, die Handln^ idruä zu bringen, im estellte Ausgabe begevtr

gewahrt ein guter Viitzabieiler. Ur wird umso zuverlässiger sein, je geringer sein Widerstand gegen den Turchgairg des BliystromeS zur Erbe ist. Ter Widerstanb ist in erster Linie vom Metall abhängig, deshalb lvird jetzt auch fast immer anstatt Eisen das Vesser leitende Küpser als Draht oder Seil verwandt. Noch wichtiger und nicht immer ge­nügend berücksichtigt in der sogenannte Induktionsioider- stand, der dadurch entsteht, daß dem elektrischen Strom des Blitzes im Traht ein anderer entgegengesetzt gerichteter Strom begegnet. Ter Blitz wirkt nämlich nicht als gleich­mäßiger ström, sondern wachst bis zu einem gewissen ^öchst- grad und sinkt dann wieder auf Null. Ta dieser Wechsel der Stromsrärle in einem kleinen Bruchteil einer Sekunde er­folgt, werd auch der Gegenstrom sehr start und kann dein Durchgang der Blitzeletrrizit

entgegensetzen, das; dreie von dem Letter abspvingl und Schaden anrichteit rann. Ein Mittel gegen das Auftreten bieser bebenllichen Induttionösvannung liegt darin, baß der Blitzableiter so kurz wie möglich gemacht ivirt); es müssen auch Windungen und scharfe Kurven vermieden und alle Metallteile aus der Nähe des Blitzableiters ferngehallen werden, da sie zur Vergrößerung des Leilungswcgc- bei­tragen. Ter Schutz, den ein Blitzableiter gewährt, in umso sicherer, je volltommencr alle dem Einschlag ausgesetzten Stellen des Gebäudes durch Auffangvorrichtungen geschützt, je großer die Zahl der Gebäudeleitungen und je reichlich'^ bemessen und besser auSgcbreitet die Erdleitungen sind. Um den Blitzableiter dauernd in gutem Zustande zu erhalt n, sind wiederholte sachverständige Untersuchungen und Prü­fungen erforderlich.

Leben Sie Menschen jetzt länger als früher?

Diese bedeutungsvolle Frage zu beantworten, hat sich der interessante statistische Bericht zur Ausgabe gestellt, den soeben Professor Tr. Fisher von der Universität Aale dem Kongreß der Bereinigten Staaten vvrgclegt Hai Fisher.' Bericht behandelt ine Lebensoerhältnisse in bei Gegenwart unb ber Vergangenheit bei verschiedensten Länber der Welt Während z. B. in Indien die Aussicht alt zu werden ui den letzten 30 Jahren nicht größer geworden ist, ist untc den europäischen Staaten in England von 18b 1 bis i j j die mittlere Lebensdauer für das männliche Geschlecht um li Jahre, jur das werbliche um 16 Jahre gewachsen.

Juftizresorm.

Wir erhalten solgende Zuschrift:

Wie aus allen Gebieten des wirtschaftliche» und geistigen

Lebens in der Neuzeit ein Borwarlsstreben und ein Trang

tige. b

Apotheken

befnftte sich mit her Angelegenheit und beschloß, bte Um­leitung des Ausschlußversahrens gegen -ildebrand bei der Gesomtgenossenschast ;u beant'.agen

ogerien

richterlichen Unabhängigkeit und derUrform des Straf gesetzbucl s zur Berhandlung kommen, wie man hoffen darf un Sinne der oben dargelegten fortschrittlichen Erkenntnis

größten Erfolge aufger ragt ca. 1 Sttmde.

Redaktion, Expedition und Truckerei: 6ckml^ straße 7. Eroedition und Verlag: 5L

Redaktion: e^S1ir.rel.-?U>r.:Ante'gerSieben.

nach Vervollkommnung besteht, so ist dies auch in der Rechtspflege der Fall. Veranlaßt durch bie Erkenntnis ber Maiigclhastigkeit der aus den «ocr Zähren noch stammen­den großen Zustizgesetzc, wie des Strafgesetzbuchs, Strasprozeßorbnung unb ber Zivilprozeßordnung, joivie

politische Tagesschau.

Warum Genöße Hildebrand au» der Partei fliegen soll.

TerLeipz Bolksztg." wird auS Solingen ge chrieben:

Schon längst imcltc Hildebrand in der Partei eine lebt un-

und Fühlen io gut idic nicht- in tut) auigenommen hatte, io daß von un» torltuib. Zuerst tcigtc iidi das während seiner Tätigkeit den fogenanntenSoziatisnsä

und id'iicüHd» brachte er cs zu einem Buche, wieTie Erschütterung tu- , daS schon in bei

U- einen roa i ched te n, n nn auch ' chtullenhaften '?>.. . (1 e r 11 di c n zeigten, war und blieb er noch immer Sozialdemokrat

s heim nun endlich ein End n

int am Sonntag hei erweit sozialdemokratischen

Solingen einstimmig .

nächsten Sonntag sialisindcnden Kreiögeiieralveriaminlung die Ein

igenbt . Hildebrand hielt letzthin m dem Solinger Gcwcrlsäiaiislaticll einen Vortrag, und zwar über das Thema: T»c 21 b h ä ii g i g t c i t Deutschlands v o in Weltmarkt. Tarin gab es so etwas wie eine Generalbeichte, denn er führte gleid, am Anfänge au?, er wäre vor Zähren aus derArbeiierstirnme" geschieden, roetl er in ieinen 'Jlnnditcn er- idiüttert worden sei, womit er erst mit sich selbst wieder »ns icinc

daß diese Erschütterungen größer seien, als er anfangs angenommen habe. Er habe sich nicht nur von den allgemeinen Ansichten der Sonaldemokratie entfernt, sondern auch noch von einem Teil der- tritt zur Sozialdemokratie gehabt habe

1! öi t nun tvoll: 11

von allem ziehen, und daun sollten die Maricllbdcgurtcn selbst vrflfcn, ob er noch zur Sozialdernotratie gehöre oder nid*t. Tann ui n Th ma über, meinte, daß sich jetzt auch alle AgrarstaatiN industriell ;nimet selbständiger machten, so dai; sie sich schließliä) mit agrarischen wie industriellen Produlten selbst versorgen würden; das empfehle sich and) für Deutschland, das noch nidt so sehr abhängig vorn Weltmarkt sei wie andere S taaten, da es unter den V o l k e r n a m beste n d a ft e h e u ii d a in t> i ste ii regiert roerbe! Er lobte bie E <ii u tz jflllc, da sic uns einen gesichert en Absatzmarkt verschonten, der Fndustrie agrarische Lohndrütter fernhieilen und aud) Pie Aus-

i urci bi zahlen müs t Als Clou folgte dann >

.^ildedranps, daßersürdieErwerbungunbE r h a It un g v o ii Ä ol onieit einte

und daß wir audj bet der Aufteilung M a r o k k o s Mompcn iationeit haben müßten. Er trete m Konsequenz dieser Politik schließlich and) für die Beroilliguug der militärischen For­derungen em. Tie Schutzzölle halte er sür notwendig, wcnn- gleich sie bei steigendem Weltmarktpreis automatisch fallen sollten; nicht zu vergessen sei aud), daß hauptsächlich eine Stärkung des Mittelbäuerlichen Elements direkt crioroevltd) wäre. 'Aach diesen AuSsührungen sietlle sich Hildebrand selbst die Frage, was er denn

h bei der So zi ildemokratie wolle Er atü

. n il -i ft st, unb zu den andern Part ü n könnte er nicht gehen, da sw entweder in der Sozialpolitik oder in demokratischen Forderungen versagten.

Natürlich würbe, so führt oaS Leipziger fozialbcino- kratifchc Blatt fort, bem Exgenofsen nun gesagt, baß er nach Sozialdemokratie ge höre.Tocli hatte es damit vorläufig fein Bewenden, bis vilbebranb bie Taktlosigkeit besaß, eine ihm in Un- leimt nie ber ganzen ^ache angetragene Parteitags- tanbibatur anzunehmen Tas schlug bemben Boden aus: ber erweiterte Borstanb des Kreises Solingen

Montag, 2b August 19U

Rotationsdruck unb Verlag ber Brühl'fchen Unwersttätt - Buch- und Cteindruckerei.

R. Lange, Gießen.

det

16 höhtet in und vCt.

au|inert(am gemad)t durch bie seit Fahren ost in krasser Lheorctiker unb Praktiker aus Abhilfe gesonnen. Avgeiehen Oiioon, baß eine ben modernen Anschauungen und Verhalt nissen entfpred-eiide Abänderung dieser drei Gesetze vor geschlagen und bis auf die der Zivilprozeßordnung aud) von ber Netchsregieritng bereits m bie -&egc geleitet ist, ist man fid) ui ber Hauptsache wohl darüber einig, daß e durchau.' notwendig i|t, durch gesetzgebernchc Wan nah nun die Stellung des Richters im sinne größerer iid^eruchei Freiheit unizugestalten. Nur bann können ben mbtoibuellen Verhältnissen entjpred)cnbe unb bei Hcred)tiglciteibce mög lichst angPwßtc Entscheidungen gefällt werben.

Lolche Erweiteruiig des freien rid)tcrlid)cn ErmejsciiL, du übrigens b reit» im Zivil und Strafproz die Elnsithrung ber freien Betveiswürdigung an Stelle bei formellen Beweistheorie angebahnt würbe, ist zum Teil burd) das neue bürgerliche okfeybud) fortgeführl worden, luic die Verweisung aufTreu und Glauben",die Bei lehrssilte", den Begriff beiguten Litten" z. B. zeig:. Sie sindet ihr weitestes Ziel im Borentwttrf zum neuen Strasgesetzbuch, roonad) der Richter in besonders leichten Fällen sogar von der Straft ganz absehen darf.

Aud) auf bem okbicte bes Prozesses wird bic> an gestrebt. Bisher ist der Richter nod) eng an das Partei mnbruigen, bie Anträge unb viele Formalismen gebunbcn Xie materielle Wahrheit wird nicht selten babutd) gehindert, unb Berschleppnugsversiichen unb Winkelzügen oaburd) Vorschub geleistet. Es wird hier eine ftraficre Leitung unb die Beseitigung aller überflüssigen Fvimatleii und Trei­bereien erstrebt, and) hofft man dadurch, daß die Par- icicii selbst vor oem 'Jiiajicr erscheinen müssen unb eventuell ctblid) abgehort werden können, bei sogen. Prozetztnge, bie heutzutage meist als erlaubtes Kampsmittel angesehen wird, ihreii Lebr'nssaden abzuschneiden. £ic österreichische Zivilprozeßiiovelle von 1901), burd) bie man in dieser Hin- ucht ocuchtensweitere Fortschritte erzielt hat, sowie schnei er unb ungarische Sorbilbec könne» hier wertvolle Hin­weise geben.

Neben bieser |reieren Ausgestaltung des materiellen unb prozessuale» Rechts iji es aber dann nod) notig, den Richterstand selbst zu heben. Demi wie der Vorkämpfer hierfür, der Eberoingci meuter Adickes, in feinen vor einigen mhren erschienenen Schriften über Znst,zresorm ans- sühn, nützen die besten besetze md)ts, wenn sie nicht von luumgen unb lebenserfahrcnen Männer» gehanbijabt wer- ben. Men, no measures, wie es im Voivnb hierfür, in Ugland, heißt. Persönlichkeiten, nicht so sehr Maßregeln siiid nötig 1 Damit hangt bie Besreiung bes Richters von der heute nod) viel zu bureautrahjcijeii, oft lleiniiuien Lchceiberei, bie Abnahme aller subalternen Arbeit, bie Einjchranlnng der Vielzahl, unb bie .veranoilbimg wenigerer, aber umso tüchtigerer Nichterperjönlichleiteii unb sowie bie Efewähruug nicht nur papicrner, sonoern wirk­licher Unabhängigkeit zusammen.

Daß die beuischen Richter selbst an dieser Aufgabe Mit­arbeiten, zeigt die Lngesorbiiung des demnächst stattfinden. den deutschen Richtettages in Tiesden, auf der bie Fragen ber Stellung des Richters zum Gesetz, des Ausbaues der

^"0- . . ... >

Abergläubische Seelen crllaricn ui früheren ^ahrhun berlen den Blitzschlag für eineflammende Ausbünstung des Himmels, von bösen Geistern getrieben unb laut- Irachenb mit furchtbarem Schwefelgeruch herabgischlen­dert'. Als Schutz gegen bie Blitzgesahr emvsahl mau, un­schuldige .Hinblcin wahrend des chewitters in 1 einer näd)ücn '.'iahe zu haben, da sie vom Blitz verjdiont wurden. Wer sich nicht frei von Schuld und Fehle wähnte, gi in seiner Angst nach einem kleinen Kinde, da. ihn seien

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Hexenschuss. Kopf tigen oder vorbeugen, dtf iufkommen? Ja, so . Drogerie und fordern St

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sollte. Taß es jid) beim Gewitter um gtivaitige nel- irische Natnrersd)eiiiungen handelt, die einen plvtzlichei-. Ausgleid) elektrischer Spannungsbisferenzen zur Ursache haben, ist setzt allgemein bekannt. Schon Benjamin Frank Un hat im Fahre 1732 burd) Versuche mit papieebiachen nadigewiesen, bag die bei einem Gewitter itch aospielende» Erscheinungen rein eleltrucher Natur sind; er war ber erste, der auf den ofebanien lam, den Blitz aufzusangen unb ihm einen Weg aiiznweisen, aus bem er, ohne Schaden zu stiften, zur Erde gleitet. Sie meisten unb schwersten Ee Witter finden bei warmer Witterung unb wasserbampfreicher Atmosphäre statt Tie in der Luft enthaltenen Wasser bämpse sammeln die atmospiMrische Eletitizitai in uinfo größerer Menge an, ic reichlicher unb rascher bie Verdien tung der Dämpfe zu Wolken erfolgt. Durch bie in ben Wol teil angesammelte Elektrizität iviro bas Wasser der Wotten- nebel ui seine chemischen Bestandteile, Wafscrstoif iinb Sauerstoss, zersetzt. Der leichtere, von bem spezisisch atmosphärischen Luft eine Verbindung em, die ab? Miiall- gae bekannt iir; in mehr oder minder großen Quantitäten wird sich dieses Eas in und zwischen den Wollen ansammeln. 3ft nun die Spannung zwischen zwei mit Elektrizität ge labciieii Wolken oder zwischen einer Wolkenichid und der Erde bis zu dein Efrad gediehen, daß. ein Ausgleich burd) . . : nd erreicht der §3li a

'^ege eine solche Zknallgasschicht, so enizundet er diese; c? entsteht im Mnall, den wir un Verein mit bem in den Wolken hervorgerufenen n.ehrfachen Echo Donner nennen. Tie Zeitdauer^eine.- Entladung i-bcr-tcij. ;ei^n enic Se­kunde und ist in der Regel uumetzbar Ulii:. Den. Donn.er hört man oft erst lange nach dem Blitze, weil sich der schall

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Ter Kaiser über die humanistische Bildung.

Der Kaiser lud zum Samstag vormittag 10 Uhr auf Schloß Wilhelmshöhe die Schüler ocr Prima des Maffeier FriCdrich-Efhmnasiiims, das er selbst eiiift besucht hat, zu sich. Es handelte sich um die S ch e n knng einer neuen Fahne an das Echinnajium, die ber Jtaiier bem Primus omniunt überreichte. Ter Kaiser hatte bamals, nad) Ver­lassen ber Anstalt, bieser eine sogenanntePrinzenfahne" geschenlk, die aber inzwischen schaohast geworben war unb für bie beshalb Ersatz geschasst werben sollte. 2er Kaiser richtete an bie Gymnasiasten eine Ansprache, in ber er sich, im Gegensatz zu ber verbreiteten Annahme, er fei absoluter Anhänger bet Realschulbilbung, als ein

ölitzgejahr und vlitzjchuh.

Beck.

viel langsamer sonpilauzt als bas Lid)t; er legi etwa em Ilittei Kilometer in der eehi

bie Entfernung eines Gewitters tu Kilometern erhalten, wenn die Setunbenzahl zwischen Blitz uno Begimi des Donners burd) 3 buubiert wird. Tas tgl. pr. Ltatist. Landesami vCLzeichnete un Fahre 19t)S in ctabt unb Laub zusammen 147J zunbende Blitze, bie einen Gesamtschaben von 7 bvl 309 Ml. verursachten Tie Anzahl ber vom Blitz

im Königreich Preußen 1634, also im FahreSburchschnilt 163 Personen. Etwa drei Viertel aller Blitzschläge in Gcbäube sind sogenannte kalte, nicht zunbende schlage. Ter iueiu aus größte Blitzschaden entsteht an lanbw.rtsmaftlichen Gc- banden unb Hornmieten, ungefähr 90 Prozent.

-

stützt: Zunächst ist der Gesamtcharaltei ber Gegend von Bedeutung; in flachen Agenden sind Gebäude dem Blitz­schlag mehr ausgesetzt als in Hügel- unb Gebirgsgegeiiden. Fcde Terrainerhohung, auf ber ein Gebäude steht, bedingt eine Vermehrung oer Blitzgefahr, desgleichen die Nähe von Seen unb Flüssen, während bie 2cahe von Wald mehr Sd)Utz solange er als istichster Punkt seine Umgebung überragt, wenn er sich z. B. auf freiem Felde befindet und gar nod) eine Senfe ober ein Gewehr tragt. Der Aufenthalt unter Baumen ist möglichst zu oermuben, da ber Blitz mit Vor- liebe seine Bahn burd) hohe Bäume nimmt, zumal wenn sie vereinzelt stehen. Eichen unb Pappeln sind bcionbers gefähr­det, weniger .'Nadelhölzer und Buchen. Tte Ansicht, daß für oie vergrößerte Blitzgefahr bit Saft- ober auai oer Selgehall bet Baume matzgebeno fei, ist nod) nidn genügend erwiesen, eine größere Rolle wirb hierbei bie Verästelung ber Wur- -cin im seuchten Erbretai unb bie somit geichasiene gute Verbindiing mit dem Grundwasser spielen Auch nt es nicht rati'am, längs der Telegraphen- ober Tclevhonlettung auf ber Landstraße einherzugeyen, da bei Blitz gern in bie Stangen einfdilägt und o»t lilometcrroeit der Trahileitnng bem Blitzschlag ausgesetzt. Tie Nähe von eisernen Masten, Au-'-sichtstürmen, Wuibmi nleit und andere.-. < >cbdUliQ)feiieu, bic unDcrmiiiiit höchste Punkte ihrer Umgebung bilden, ist besonoers gciahrlich.

Ten C4.ii) unserer Häuser gegen Blitzschaden

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;r and sofort Garantie^

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

iebt. I!

enfeld.

Airchc «nd Schule.

Tie Tekauattfünode Schotten und der Fall Zatho.

Dielanuüdbtfi Zeitung' bringt in cum ihrer letzt eck ?!ummcra einen Bericht über bte Vcibandktmgen bet Tekanaio- mnobf Schollen int Fabre 1911. Während man mvanet Däne, Onr. rote lonit üblich, ein Referat über mein von ^robd Lbn- konstslorium zur Auswahl gcitdlh Tbemaia die größte 3hl der Verhtiiidliinqen in Anspruch genommen Lnic, boi m i'-ill ,\aihn unb bic Faltung einer Rciolulion über du P rot eit >. beiu'chcr Piarrer in -unanntem Falle über - cstunbcn die Luuodr bc idjäingt. Bet der Zusammensetzung der Sunodc des Tekauatv Schotten, die tzeionders unter ihren geil»täten Mitgliedern lebt viele Feinde des ItuTlid.at Liberalismus nnb Stittzcit ber positwett Vereiniguni bat, tu bte geroßte Resolution tzegrei'lttt', wonach atiar alle heiindxui Pf art et, die in irgend einer Weise noch Partie hn Fatbo ergreifen, unwürdig und, ihr Amt forizuuil ten Fu öem Protest, den b7 iiciiijche Piarr. r un Falle 3 al ho nnkiidirieVen haben, m miebrüdltd) brtoni, daß er itd) nicht tu erster Lime balun riditen loh, dob man für ^ailro in leinen lhcDtogilchcn Aitsdauungen aber Gott, Ednslus nin> Partei ergrctll, lontkiu es lallen auch aus messen Sltmmen laut roerben, daß bei der Be­urteilung eines Menschen, ob er ein Glied der cvangehid cn nträte lau unb bleiben Ian», nicht das Enlidietdenbe ist, bau er an ben flciä;td)ilid) gewordenen Bekeitmnifsen unb Lehriaven lestböll und sic lür dos .»eil einer Mensd-enseele als uitcitrbcbihd' anfiebt, wildern bau das Evangelium von Ebrittus und sein Verstehen und .'Ineignen Nir einen evangelischen Ehrislen bte vauvisache tu. Tav Ehristemum ist nicht Lehre sondern Leben. Das Spruäi- lolicgtunt, das Fatbo verurtetlt Hal, hat seine L'iitidKibiuig nur von ber Stellung Fathos zur Lehre ber evangeU'chen Mird)c ab- liSngig flcmcdit, cs bat ihn seines Amtes entsetz!, obwohl seine Gemeinde in «bin ihn sehr geachtet und g liebt hat, i m seiner latigiahrigcn Wirksoiiulelt als Prediger und Seelsorger v ei Banden Hai, Menschen mau aus der Mn die htnausuiptcbigcn, sondern sie wieder in bic Kirche hmcinzuprcdlgen. Und i rat das Untere sollten auch wir Psarrcr des 20. Fabthiinderls als eine unserer vauplaulgabe» aniehen. Balten wir nur sogenanrne trog manidie Predigten, d. h loldje, die anbauernö die Zuhörer mit Glaubensartikeln, hrd,hd;cn Lehrjaven, rote bte Lehre vom Teu|el, ber Sünde uiro. Soniuag für Sonntag belailcu, ober wirb falt lebe Predigt zu Ausfallen gegen ben kirchlichen Liberalismus und ung vordem Qhtt der tmAeriten Theologie ai lyiefcncc FaNiltät" bemibt, dann brauchen wir »ns nid» zu wundern, wenn unsere .üircheubeiucher immer weniger weiden. Vias leine Wurzel mehr hat im Tcnken und Fühlen der Gcgcu- uart, was die Mehrzahl der Proteltanten cuifad) nicht mehr glaubt, das tonnen alle Konsistorien der Welt und auch die Resolution oer letzten Scboltener Tekanaisstinodc doch nicht auf die Tauer aufrecht crbdlten. Unsere Äirdro kann nut einer guten Zukunft cnsehen, wenn |ic nichts mehr weiß von UnbulbiQinfeit/ Verdammungsiuchl und Aeä)lung bei wijicnidjaltlidien Forjäiung, ite muß überall für Freiheit des Glaubens uno des Gewnscns ein-

i r, ben Schwerpunkt nicht auf bi Ein ionbcvii auf bie religibic Gcsutnuug und persönliche Wahrhauig-

Einer von ben 8 7 hessischen rote ft lern int FalleFatho.

P *Sacüsaison ennii- Ilgjse M. 6.50-7.50

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