Lrfter Statt
llr. 220
M Jahrgang
vlenrtag, 19. September 19V
General-Anzeiger für Gberheffen
Tn eietterr Ityietr edd)etnt täglich. eufcer Eonniagtz. - Beilagen: viermal roödientlid) GfestenerKaMilliendliiNtr Zweimal roothentLKreis- blatt für bei Kreis #lefctn : T lenitag und Freila'- >; zweimal mona:L fan> oIrtschastlicheSeltfr-0"
LT D7 yrront^rtnd) für bm
'UT Ott vttoonton 11z, • &- .1, qi A <■
ZUM. „ General-Anzeiger für Gberhesfen L-M
”r b.t la^nummet «otoflonsbrutf Mld vertag der vrühftchen Univ.'vuch. NS- Steinömtferei R. Lange. NedaMon. Lrpebilion und vrnckere': rLulstratze r. S"b: )ürStadt .Md bi» vormittags S Uhr. vüdingen: Zernsprecher Hr. 50 cheschäslrftelle Bahnhofstraße 16a. :i n"e iQmttü:V M.
M Y - KY « ▼ -rwnM!'.ch7SP'^viensk-
GietzenerAnzeiger
Die Auzschreiwngen in Wien.
In Wien scheint die 9hihe wicderheryestcllt im sein. Nach den Henle noch eingclausenen Nachrichten über die Ereignisse am Sonntag mufc der Wiener Pöbel arg gehaust haben: seine Taten scheinen die bekannten Ausschreitungen in Moabit noch übertroffen zu haben. Da? rasche Ein- schreiten des Militärs, das sehr energisch vorging unb, als eS selbst tätlich angegriffen nrurbf, auch die Schußwaffe gebrauchte, hat rasch das ?llfflauen der Bewegung herbei- aeführt. Die Vorgänge werden jetzt große Gerichtsverhandlungen zur Folge haben. Wir erhalten folgende Meldungen:
Dien, 18. Sept Nach 11 llhr abends wurde bas Militär aus Ottakring AurikfgcjOflcn Die Polizeidirektion macht bekannt, daß in Ottakring von heute ab bis auf weiteres die HauStore um 8 Uhr uni) die öffentlichen Gasthäuser um 9 Uhr abends geschlossen werden müssen. Tie Gesamtzahl der geftern Verwundeten wird heut« auf 90 angegeben. Heute herrscht vollstätidige Ruhe. ®i wird überall gearbeitet. Eine gestern in später Abendstunde veröffentlichte amtliche Mitteilung besagt, daß alle Maßnahmen zur Hrntanhaltung von Ausschreitungen getroffen seien und Laß im Wiederholungsfälle event. das Standrecht verhängt werden müßte.
Die -estrigen Jhmbgrbungen trugen einen ganz anderen Charakter all g«vöhnlich Diesmal fehlten die Ordner uno Die Massen waren daher ganz auf sich und ihr Verantwottliaillus- aesühl angewiesen. Man fah zumeist Männer im Zuge, abci auch viele Frauen und sogar Kinder beteiligten sich an den Kundgebungen. Auf der Ringstraße, vor der Parlaments rampe, vor dem Rathause und am Burgtheater war der Andrang am gräßten.
Ter Sttaheobahnverkehr
mußte eingestellt werden. Von den einzelnen Rednern konnte man infolge der allgemeinen Unruhen nicht- vernehmen. Doch ianbat die Schlußsätze, die mit Loch- und Pfuirufen ausgenommen wurden, in der Ringstraße ein stürmische- Echo. Mitten in die Menge eingekeilt, standen die Straßenbahnen. Einige Ruhestörer hatten die Dächer der Waggons erklettert und verbreiteten von dort Flugzettel. Rach Schluß der Versammlung auf dem Rathau-platz wollte die Menge ins .'.innere der Stadt ziehen. In dec Menge erschollen höhnende Rufe und s ch r 111 c Pfiffe: die Stöcke wurden drohend geschwungen. Vüi6 der Menge flog ein Bierkrug gegen t f n Polizei rat, der dort zu Pferde hielt: er wurde aber nicht getroffen. Auf dem Rtng an der Ringstraße wurde cm Wagen der Wiener Molkerei ungehalten; die Ruheuörer schlugen nach dem Kutscher mit Stöcken und rissen ihn vom Bock. <te Liebe fielen' hageldicht auf den Kutscher, der fia) flüchtete. Im Stadtpart, wohut die Menge nacheilte, und auch
•or dem Rathaufe
kam cs zu Ruhestörungen.
Plötzlich hieß cs, daß aus den Fenstern de- Rathauses auf die Menge Steine gef(bleut)ert worden seien. Im nächsten Augenblick flogen Steine gegen di« Parterrefenster des Rathauses. Alle Fenster im Parterre und Lochvartcric wurden eingeschlagen. Nach diesen Sturmszenen begab sich die Menge vor das Gebäude des Verwaltungsgerichtshose», wo ebenfalls das Gericht verbreitet war, daß aus einem Fenster aut die Menge geschossen worden sei. Tatsächlich hatte man auf der Straße eine leichte Detonation gehört. Run kehrte sich die Wut der undisziplinierten Menge gegen da - Gebäude und seine Umgebung Tie Fenster wurden zertrümmert und auch die Fenster der umliegenden Gasthäuser und Lass- zerschlagen. Viele Laternen der nächsten Straßen 1 und auf dem Platz um da- RathauS sind dem Vandalismus dec ff Menge zum Opfer gefallen. An der Schmidtstraße hinter dem Rathause wurden die Fenster eines Milchgeschäftes und eine-GeschäftesgemischterWareneingeschlaaen. hinter dem Rathause an der Ecke der Stadwngasse nand ein Pierwagen. Al» die Kavallerie anrstckde, rollte die Menge Bierfässer auf die Straße, um die Soldaten am Wetter- gebirn zu hindern.
Die Zerstörungswut der Menge kannte keine Grenzen. Luch Gartenanlagen wurden zerstört. An einem Automobil, das der Stabt Wien gehört und in dem Schwestern vom Roten ftreus saßen, wurden die Zensier eingeschlagen. Tie Menge ivarf Feuerwerk-körpet, sogenannte Frösche, gegen die Pferde der Kavallerie, um sie zum Scheuen zu bringen. In dem Landgemenge wurden mehrere Polizeikom - missare durch Stockhiebe verletzt. Im Beztrk Ottakring wurden au-5 Brettern, eisernen Sckiiebkarren und Fässern, die aus der Markthalle genommen wurden, und aus den Bänken der öi- sentlichen Anlagen Lindernisse errichtet.
Tw Menge stürmte daS Hill'schulgebande, das sich in der Doferstraße befindet. Tic Gittertüren würden ausgerifsen und auf die Straße geworfen. Aus allen Klassenzimmern wurden die Kataloge, Bücher, Leite und Formulare herausgerissen und in Fexen zerrissen und auf die Straße geworfen. Aals den Papicrfeöcn unb aus den Lolztrürnmern wurde ein Laufen errichtet, der von der Menge ange- zündet wurde. Tie Flammen schlugen lichterloh bis zu beträchtlicher Lohe empor. Tas Schulgebäude bietet ein Bild größter Zerstörung, alle Fensterscheiben und zertrümmert, selbst die Ubr am First des Gebäudes ist vernichtet. Militär rückte zur Unterstützung der Wachen heran. Tie Straßen und Plätze der Umgebung des Lofcrplatzes wurden nicht ohne Mühe geläutert Die Slraßenzstge, die in den Loferplatz münden, wurden militärisch besetzt. Patrouillen räumten von Zeit zu Zeit Die Straßen. Gegen 11 Ul;r trat Ruhe ein. Ein Lofwagen, in dem ein Bediensteter sich befand, wurde von der Menge mit großem Geschrei attafiert, die Scheiben des Wagens wurden eingefchlagen. Auch zu Plünderungen tarn es gestern. Tie Ruhestörer erstürmten und plünderten die Niederlage Der Argentor-Werke im 7. Bezirk, er beuteten verschiedene Silberwaren und zogen damit fort.
Tas Ende des Aufstandes.
Wien, 18. Sevt. Bei der heute zwischen den beiden Mi ttisterpräsidenten stattgchabten Bewrechung wurde vereinbart, baß die Verhandlungen über Die Fleischsrag e Durch UnterbanDlcr am Frenag oDer Sonnabend m £ienpen beginnen sollen.
Leute abend fern es im Bezirk Ottakring zu unbedcu- t £ n D c n R uhestörungc n. Viele Personen wurden verhaftet. Tie Bereitschaft des Militärs in gegen 10 Uhr
abeeblaufgebobenmorben. Von den 263 Verdastungen, die bei den gestrigen Kundgebungen vorgenommen wurden, fallen 106 auf deti ersten Bezirk, 117 auf ten Ottakring, die übrigen auf die anderen Bezirke Bon den Verhafteten wurden 160 n«egcn der Verbrechen ter öffentlichen Gewalttätigkeit, bn bö-willigen Beschädigung iremden Eigentums und des Auirubrs dem Landes- gerichte eingeliei'ert Tic klebrigen werden teils den Bc.irks- gerichten angezeigt, Wils polizeilich bestraft. Zur Verhütung eineretwargen Wiederholung der Ausschreitungen mar schirrte deute nachmittag eine Abteilusg Infanterie au» ten Johann Nepeinuk- unb den Perflervlay. Tie in großer Zahl ausgebvtrne Wache duldete keine Amammlungen. Bis abends 6 Uhr herrschte Ruhe.
. Ter LaupkavSfland in Prag.
Prag, 18. Sept Die sozialdemokratische Partei plant für Mittwoch, den Tag der Eröffnung des Landtage-, den Lauptausstand. Man befürchtet große Kundgebungen.
Die deutsche Antwort an Frankreich.
Berlin, 18. Sept. Staatssekretär v. K i d e r l e n - Wächter empfing heute nachmittag den französischen Botschafter Eambvn, um ihm die deutsche Antwort auf die französischen Vorschläge zu üderreichin
Berlin, 19. Sept. Tie Morgenblätter stellen fest, daß die Ausarbeitung der gestern abend von dem Staatssekretär v. üiborlcn-Wächter dem Bolschaster Eambvn übergebenen Änttvort resp. Rückäußerung an, die am Freitag hier citigcgangcncu Erklärungen der Pariser Regierung zur Maroklofrage nicht einmal zwei volle Arbeitstage i it Anspruch genommen hat. Da diese Antwort wohl wieder durch Kurier gesandt werden wird, dürste jetzt wieder eine kurze Panse in den Verhandlungen eintreten. Darauf fcheint auch die Tatsache hinzudeuten, daß der Reichskanzler sich für zwei Tage von Berlin entfernt hat.
Ter Reichskanzler.
Berlin, 18. Levi Ter ReicifskanLler begab sich für einige Tage nach Hohenfinow.
Belgien beruhigt sich.
Brüssel, 18. Scpl. Tic äuierDiften werden, wie die Abendblätter melden, am Mittwoch entlassen werden.
Aeutzerungen Oes türkischen Lhronsolgerz.
Intcrcfsani ist, wie Dci uufiidfe Thronfolger sich über seine Reise durch Deutschland einem Mitarbeiter des Berliner ,Lokolanz. " in Konstantinopel aegenüber aussprach.
„Wie war idi stolz unb zufrieden, mich persönlich überzeugen zu können, daß dieses große, starke Volk unser Freund ist. Ter jtoiicr, der mir einen, unauslöschlichcn Eindruck mackste als der bcbcutcnöitc unb vielseitigste Souverän Europas, bteier Monarch, der mit Der gleichen Energie unb dem gleichen Verständnis an dem Ausbau i.incr gaoaltigcn Armee und seiner stolzen Flotte, an d:r Forderung von Lande! und Industrie, <tumt unb Wisseusckiaft arbeitet unb dabei noch Zeit undet, sich für alle Details Öcr Verschönerung seiner Laupt- 'ladt zu interessieren, er war auch von leblxnieitrr Anteilnahme mr um er ifanb erfüllt. Er wie die Kaiserin, bas ganze faiferlute >. aus, bie Großen bcs Reiches, bic Offiziere unb Beamten, mü Denen ich in Benihrung kam und die Bevölkerung, Die mich überall io herzlich begrüßte, mögen versichert sein, saß ich in herzlicher Dankbarkeit ihrer gedenke. Tie echte, aus Dem Herzen kommende Liebenswürdigkeit, die nur diese Tage verschönerte, hat mir di« Richtigkeit Der Empfindungen beftaagt, Die ich schon immer hegte."
Ter türkische Thronfolger hat Grund zur Freude, denn Teulfchland bietet der Türkei einen naaibaltigtm Schutz. Wir Dürfen uns aber durch Uebcrschwänglickikeitcn eines Fremden nickst in Illusionen wiegen lassen. Unsere Lage inmitten unserer Nachbarn und 5wnkurrettten ist ernst und erfordert gespannte Ausmerksamkett In diesem Sinne soll auch der nationalliberale Führer Bassermaam am Sonntag in einer Versammlung in Osnabrück sich ausgesprochen und die Haltung unseres auswärtigen Amtes scharf iritifiert haben.
. Eine neue Kretafrage
läßt die Berliner „Morgenpost' in Sicht treten. Sie schreibt:
Die Antwort der Schutzmächte auf die letzte Note der Türker, betreffend die Zustande auf Kreta, erregt m her g e i a m t c n türkischen Presse einen Sturm der Emporung, da sie Die Reckte de- Königs der Hellenen indirekt bestätigt. Einzelne Blätter fordern bereits ein Ultimatum an Griechenland unb einen Aufruf des Sultans zum Heiligen Krieg. Der Ministerrat beschloß, von den Schutzmächren Aufklärung zu verlangen, ob die Antwort eine Anerkennung des StatuSauo vvm Jahre 1906 bedeute.
Eiebermann v. Sonnenberg f-
Lharlottenburg, 18. Scpt. Der Reichstagsabgeordnete Liebermann von Sonnenberg ist heute gestorben.
Max Hugo Liebermann von Sonnenberg hat ein Aller von 63 Jahren erreicht. Er oertrat den Reichstagswabl- lreis Friylar-Honrburg, der feil 1890 in den Händen der Antisemiten ist. Liebermann von Sonnenberg war der Führer und BorsiHende der deutsch-sozialen Partei, die im Jahre 1889 gegründet wurde. Er war ein gewandter, loitzigcr Redner, der aber immer viel Widerspruch heraus sorderte. Jüngst hat er, in sehr lebhafter und interessanter Weise geschrieben, seine Kriegserrnnerungen von 1870,71 herausgegeben. Er war am 21. August 1848 in Weihwasser (Wescpr ) geboren. Sein Vater war l^msbesitzer. Nach dem Besuch des Gomnasuuns in Rastenburg trat er 1866 in die preußische Armee ein, der er bis 1883 an gehörte. So hat er am großen Kriegsjahr aktiv teil- genommen und sich das fcuerne Kreuz erworben. Von 1872 bis 75 besuchte er die Kriegsakademie in Berlin um dann Lehrer beim Kadettenkorps zu werden. Anfangs der 80er Jahre trat er in die anliiemitiiche Be.vegung
ein, begründete und leitete die „Deutsche Volks^itunq ' di- 1885. Seit 1884 gab er bir ..Deutsch-sozialen Blätter" heraus. 19(13 wurde er Begründer unb Vvrsitzcnber bee Wirtschaftlichen Vereinigung: baneben gebenc er auch bent allbeutswen Verband an Schon 18'JU gehörte er bent Reichstag an Bei der letzten Wahl im Jahre 1907 erhielt er tu seinem Wahlkreis 8960 Stimmen gegen 3763 freisinnige, 795 so!iaidemokratische unb 449 Zentrumsstimmen
Eisenbahn-Aurftand in Irland.
England kommr bureb neue Unruhen. Die aus den Dscnbabnen M Irland entstanden sind, ivicder arg in die Klemme (Ft droht m Irland ein nationaler Ausstand auszubrechen Das Kabinett AsauiU), das sich Den Iren und der Arbeiterpartei sehr genähert hat, muß jetzt einige sehr unangenehme Folgen auf sich nehmen:
London, 18. Sevt Die Great Southern-Babu von Irland' sah hd) genötigt, den Lokalverkchr nniufirllen. Auf bei vaitpi- linic konnte der Betrieb ziemlich gut aufredii er ballen werden Bei Thurle- wurden gestern nackt zwei Lcküfie au» den Signal- benmten abgegeben. Der sick weigerte, zu streiken Der P o st » u g Dublin—Dort wurde um Mitternacht bei Tdurles angegriffen. 2er Lokomotivführer, Der Heizer und tne Zugbe- gleitung wurden mit Steinen beipvrieu Ter Bahnverkehr zwischen D u b 11 n—L o n b o n über Roßlarc Fishguard ist eingestellt. Henke nacht wird in Tublln eine Lanptver- iammlung der irischen Babnbediensteten abgelialten, in ter beraten wird ob der nationale A n o st a n o erfi irt wi rken i der angeblichen Lartnäckigstit bet Direktoren, welche sich weigern, den Forderungen ter Arbeiter entgegenzickvmmen
Ter Au-stand der Ei'endahnangestellren in Irland dehnte sich auch auf Ouenstowne aus, wo Die Lage alt sehr em ft angneben wird. Da die Postfach« au- Amerika dort an Land geschafft werden.
Eine Versammlung Der Eisenbahnangeftellten in Tublitt erklärte sich Dafür, am Dienstag auf allen Drei großen irischen Eisenbahnen die Arbeit ntederzulegen.
-----■----' - ' ' '■ j . -i — -i in i ■ Die Unruhen in China.
London, 18. Sept. Nack einer Meldung der „Mor- ningpost aus Schanghai vom 17. Sept, soll Tscheug-tu gefallen und die Familie des BiAckonigS getötet f ein. «
Aus Tschung-krug imrb gemeldet: Eiu Vries des englischen Konsuls aus Tscheng ui vom 11. Scpt. besagt, daß keine Acndcrung in der Lage zu verzeichnen sei. Der Vice- lönig sei sehr zuvorkommend gegen die Fremden, denen bisher kein Schaben zugesügl worden fei.
London, 18. Sept. Wie auö einem in Tschung-King angekommencn Briese des britischen Konsul- tn Tschengtu vom 13. ds. hervorgeht, sind die Fremden dort alle wohlauf unb unbHilftigt. Innerhalb der Stabt haben keine Kämpfe stattgefunden.
Berlin, 19. Sept. Wie das „Tageblatt" erfährt, ist zur Verstärkung des Schutzes der deutschen Interessen in den oberen Iantsc Provinzen, wo auf dem Strom zuletzt nur die beiden Flußkanonenboote,Lstter" und Vaterland" irationiert waren, jetzt auch das ffoutnren- boot „Tiger' von Cchangl.ai aus den Iantse^Strorn hrnauf- geschickt worden. Am 15. September hat der „Tiger" bereits Lankau erreicht.
Au» Heften.
Alsfeld, 18. Sept einer VertrauenSmLnnev- Versammlung des Bundes der Landwirte fvurbe der seitherige Abgeordnete Oekonomierat Ko r e l l-Angenrod einftinimig wieder als Kandidat für den L a n d- tagswahlkreiS Darmstadt-Land ausgestellt.
Au - dem Wahlkreise Nierstein -Rieder-Saulheim wird uns berichtet: Tie Sanbtag?roabl wird in diesem Wahlkreise besonder- interessant, da voraussichtlich sechs Kandidaten in Frage kommen: der Frcninnigc Sckuckmonn, rin Sozialdemokrat, Die Durch die Uneinigkeit Der Partei ausgestellten beiden nationallibnalen Kandidaten Bgstr. ReickarDt-Rieruein unb Schätzel-Selzen, ein Zentrumsmann und ter bünDleritchr Abgeordnete.
Deutscher Reich.
Aus Berlin wird berichtet: Ten TcUriehmern dcs o c u t f <&• ö st er r ei chi s ch - u n g ai i > ck', n B erö a n pe s '' Ü r B i n n en- schilfahrl, der vom 17. bis 19. Sepumbcr hier icuten neunlen VeibanbSiag abhält, bot Die Berliner Handelskammer Den Willkommen-grüß am oem ihm zu ^hren txranfiahciai Abem»- essen. Ter Vrzepräiitem 'S,-neralloniul Franz von Mendelssohn brachte t.nen Tnnhprud) auf Den Vcrbaiw aus. Der Bor- 'itzende des Kongresse-, Geheimrat Flamm, rrnnterlt mit einem Loch auf die Hantelskamm?r. Anweserio waren u. a. der öfter» reichisch-ungarucke Geschäfttiräg-r v »loww, oanv-.!-Minister Lotew, Bürgermeister 4.1 .. .umr.iKr-SL'er., «' cte.mra! Rave.i6- Berlm^ Bürgermeister vcn Scku7-Rürn>r^, Ministerialrat Blei- derer-'SttMAan, Lberbürgcrmt'::r ).:>h.'e. ilSorm., Lberbaurct Gugenhan-sruttgarr, Geh.'wrrat Fricddeun und der Sidlrertrctct des Berliner Polrzeunä!identen.
Aus Lohenickwangau wird genulbei: 2<r plötzliche Witterungsweckiet uno ter ftarfc Tempirakurrückgang tenntlmien das Befinden b e - P r i u » re g c u t e n Luitpold in-pfern, als die rhcumaliichcn Sc :■ i . t etwas stärker amtreten. Dcr Prinzregent eut'cklo td* ; _ alb am .trraicn in A-rzic, dem Münckcner £ äotentü iernzvbl.i. m un.*> mi: ' iner Per- tret ung den Prinzen £' u b rv i ? z u betrauen.
Ausland.
Aus Soi ia mclcei '. > ..m Sonntag fanben in voller
Ruhe unb Ordnung die Wahlen zur Sobranic teil Tie Ergebnisse imb noch unb.lann:, ooaj oür:. b-, :X:gv.ri'r.3 c - große Majorität erlangen.
Präsibeni Tair bcfünvortcie in einer in der 12:1: :15» kam wer zu Teztoi: giha.i neu Repe Die Ur. hr r ’.cra der Mo nopolw.il schäft -u . . bes rr.-< 1 Ö«t:
Jeii. Bezüglich der Trusts erklärte er, er « aubc un Jidju Oct


