Ausgabe 
18.1.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Leiten.

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hervorragende Persönlichkeiten teilnahmen. Mehrere TrinksprüchS .uurben auf die Gesundheit des Maril>ese di San Giuliano am- gedracht, für welche der Gefeierte in bewerten Worten dankte.

Kdjahren schnell zu wachsen, menen Körperkräsle ()r 'n Form eines r mehr am Platze euch der folgend

5IV, 5. Juni 1909.

'e> flßb ich Scotts gnnz auberorbemlidi fäitigunflsmuiclS bc cobn laisächiich von nuütc zum 'Jluiitehfi! ufageii keine Lßlnsi. > von 4 Monaten, iji Ncnsch, der ivitbei hat und [oiotl beim dem Ivvingt. Lein ischen übrig und bei vorzüglicher, daß ich i Schnitten Brot, öic igen kann. Sod) kene ytrtii Rosa Älatheis. infauf ausdrücklich : auf unsere woy!- nurbiefc gewahr- Scotts Eutu/sl«. ist.

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Reichsjubellied!

Zmn 18. Januar 1911.

Mel.: Sind wir vereint zur guten Stunde.

Das war ein seliges Frohlocken, 'Das war ein köstlich Lenzesweh'n; Hell klang es wie hon goldnen Glocken D e r deutschen Einheit Auferstehn". Erfüllt der Zeiten heiß Verlangen Ein einig Volk in Geist und Tat, Ein einig Reich in Ruhmesprangen, Die Palme heißer Tränensaat.

Wohl ist im Fluge sie entschwunden Des Reiches sonn'ge Morgenzeit, Geboren uns aus Tod und Wunden Aus Bruderblut im Flammen streit. Doch all' die Schmerzen unermessen, - Der Väter Harm, der Mütter Leid Nur schnöder Undank kann vergessen Die traurig opferschwere Zeit.

Drum soll die Seelen uns durchglühen Die Glut des Dankes rein und heiß. Aus aller Augen soll sie sprühen Dem Heldenheer zu Ruhm und Preis, Zu Preis dem König, gotterküret. An Herrschertugend unerreicht, Der's deutsche Waffenvolk geführet. Zum Ruhme, dem kein anderer gleicht. Ja Dankesströme sollen fließen, Ihr Großen euch, im cw gen Glanz, Bismarck, dem hehren Gerstesriesen, Deni Vater des geeinten Lands; Gleich ihm, der uns die wucht'gen Waffen Gestählt zur Wehr' für Volk und Thron, In stillem, rastlos treuen Schaffen Heil ihm, dem alten frommen Roon!

Und dir, der sieghaft du getragen Im heil'gen Streit das starke Erz, O Moltke, ewig liebend schlagen Wird dir das treue deutsche Herz, j 1 -

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Voll leuchtender Soldatenpflicht, Ja all' ihr ruhmgekrönten Recken, Dem Freund ein Hort, dem Feind ein Schrecken, Das Vaterland vergißt euch nicht.

Und in der Einheit Sezensfülle Wie blutest du, o Vaterland, Wie wob sich in des Friedens Stille Um Fürst und Volk ein mächtig Land'. Es ward zum Anker fernsten Welten, Das Reich voll M' und Herrlichkeit, Geschirmt von weis.,citsvollen Helden Allzeit zu edlem Werk bereit.

Und ob auch manche Wetterwolke Umflorte unsres Ruhmes Strahl, Ob auch ins Herz dem deutschen Volke Gar oft sich herbe Sorge stahl. Nichts soll den alten Geist uns rauben, Wie auch der Zukunft Würfel fällt, Wir wollen gottvertrauend glauben, Daß deutsche Art den Sieg behält.

Drum reichet, Brüder, euch die Hände In ernster, sturmbewegter Zeit, Daß keiner uns das Kleinod schände, Erstritten in heißblut'gem Streit, Und wollt den echten Dank ihr zollen, Der Totenschar fern über'm Rhein, Laßt ihren Geist, den opfervollen, Im Kampf ein ernster Mahner sein.

Ihn aber, deutschön Reiches Hüter, Ter Macht und Ehre ihm bewahrt. Treu schirmend uns die höchsten Güter, Ein Held des Friedens selt'ner Art, Tes Herz und Hände rastlos walten, Voll Segens über Volk und Lcurd, Ibn woll' der Himmel uns erhalten Als starken Fels im Wogenbrand!

Römheld, Nidda.

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Der jüngere Scan. Ter berühmte Sohn eines! berühmten Vaters, der Meisterdarsteller Shakespearescher Charak­tere, Charles Äean, wurde am 18. Januar 1811 geboren. Die damals beschränkten Vermögensverhältnifse seines Vaters änderten sich bald so, daß Charles das berühmte Kollegium zu Eton beziehen tonnte. Freilich konnte er seilte Studien nicht beenden, da die finanzielle Lage seines Vaters sich wieder verschlechterte und ein Zerwürfnis zwischen den Eltern eintrat, bei dem er zur Mutter hielt. So ging er mit 16 Jahren zur Bühne, aber sein Tebut in Drurylane mißglückte. Da er auch beim ferneren Auftreten kein Glück hatte, ging er in die Provinz, und sein; Pater, der sich mittlerweile mit ihm versöhnt hatte, tralt zu seinem Benefü in Glasgow mit ihm auf. Seitdem spielte er öfter mit ihm zusammen und fand allmählich bei der Kritik! Beifall. Er ging nun nach Amerika und errang dort als Hamlet und in anderen Rollen solche Erfolge, daß der 22jährige mit begründetem Ruhm nach England zurückkehrte. Hier, wo wieder zunächst ein Rückschlag erfolgte, spielte er mit dem Vater im Othello noch einmal zusammen, aber die Vorstellung wurde durch einen Krankheitsanfall, den der Vater erlitt, unterbrochen und bald darauf starb Edmund Kean. Als anerkannter Meister galt Charles erst vom 8. Januar 1838 an, da er mit der Tarstellung des Hamlet in Trurylane einen unerhörten Triumph feierte. Nun überstürzten sich die Huldigungen für den genialen Künstler, u. a. gab ihm die Aristokratie ein großes Diner, bei dem chm eine kostbare silberne Vase überreicht wurde. Auch sein Richard III. schlug ein, und in Haymarket, in der Provinz und in Amerika machte er volle Häuser. Auf seinen Tourneen begleitete ihn die ausgezeichnete Schauspielerin Ellen Tree, die er 1842 heiratete- Nachdem er eine Weile das Princeß-Theater geleitet und durch prächtig inszenierte Shakespeare-Vorstellungen viel Ruhm geerntet hatte, ging er nur noch auf kurze Gastspiele. 1860 gab man ihm ein Festes,en in St. James-Hall, an dem u. a. 400 Mitglieder des britischen Adels teilnahmen und wobei er als Ehrengeschenk ein Silberservice von 2000 Pfund Wert erhielt. Eine Kunstp­reise nach Australien brachte ihm reichen Gewinn, legte aber leider auch den Keim zu der Krankheü, der er am 23. Januar 1868 erlag. Sein Richard III., Jago, Hamlet sind unerreichte Kunstleistungen geblieben.

Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. In Rostock ist der ordentliche Professor der Physiologie und Direktor des physiologischen Instituts an der dortigen Universität Dr. rer. not. et med. Wilibald A. Nagelim Alter von 40 Jahren gestorben. Auf eine 25jährige Tätigkeit als Professor an der Universität in Königsberg i. Pr. kann dieser T'ge der Physiker Dr. Paul Volkmann zurückblicken. Er steht un 57. Lebensjahre-

Die privatbeamlenversicheiung und die Reid)stag$partckn.

Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns:

Wir haben heute Veranlassung genommen, nach btr nunmehr erfolgten Veröffentlichung des Entwurfs über die Lrivatbeamt en Versicherung Vertreter der Reichstagsparteien über ihre Stellungnahme zu diesem Entwürfe zu befragen. Im allgemeinen hat der Entwurf enttäuscht, und man fürchtet, daß den Wünschen der Angestellten mit diesem Gesetze nicht genügend entaegengekommen wird. Zu­nächst wird die unklare Fassung des § 1 getadelt, aus dem nicht klar hervorgehe, welche Angestellten unter das Gesetz fallen. Ferner seien die Beitragsleistungen für die Minder­bemittelten viel zu hoch bemessen und- die Reuten erreichten nicht diejenige Höhe, auf die man in den Kreisen der A ge stellten gerechnet hatte. Im Durchschnitt betragen sie nur 30 Proz. des Durchschnittsgehalts; dazu kommt, daß die Altersgrenze mit 65 Jahren zu hoch gegriffen ist. Nimmt man an, daß ein Angestellter mit 1500 Mk. Gehalt seine Lauf­bahn beginnt und allmählich ein Höchstgehalt von 3600 Mk. erreicht , so zahlt er in den ersten Jahren pro Jahr 57 Mk., später bei Gehaltssteigerungen 70 bis 80 Mk., in älteren Semestern 100 bis 120 Mk. Durchschnittlich wird er tu 40 Jahren 3500 Mk. gezahlt haben, die gleiche Summe seine Chefs. Hierfür erhält er eine Rente von rund 900 bis 1000 Mk. pro Jahr nach Erreichung des 65. Lebensjahres, das selten nur noch erreicht wird. Seine Witwe wird selten mehr als 600 Mk. pro Jahr erhalten können, meistens bedeutend weniger.

Die Beiträge sind für viele zu belastend, die Renten dafür zu klein, Bedenken erregt auch die hohe Belastung der Arbeitgeber, die 50 Proz. zusteuerm müssen. Dieser Zwang werde, so nimmt man an, aus die Gehaltsgestal tung einen wesentlichen Einfluß ausüben, da er den Hautz- hält eines großen Hauses ungebührlich belastet. Was den Angestellten auf der einen Seite gewährt wird, nimmt man ihnen auf der anderen Seite. Ter Entwurf wird einer gründlichen Umarbeitung bedürfen.

Ein Revolvrranschiag in der französischen Kammer.

Paris, 17. Jan. Jrn Verlaufe der heutigen Sitzung der Kammer wurden von der Zuschauertribüne zwei Revolver schusse auf den Ministerpräsidenten Briand, der auf der Ministerbank saß, abgefeuert. Briand blieb unverletzt. Der Direktor des Armenwesens Mir man wurde an der Wade verwundet. Der Angreifer wurde festgenommen; ist ein ehemaliger Gerichtsschreiber aus Bajonne.

Der Täter befand sich auf der oberhalb der äußersten Linken und unterhalb der Journalistentribüne gelegenen Zuschauertribüne Der erste Schuß ging hart an dem Kopfe des konservativen Tepu tierten Villeboismoreuil vorbei. Die zweite Kugel streifte den Direktor des Sanitätsdepartements im Ministerium des Innern, Mir man, welcher der Sitzung als Regierungskommissar bei­wohnte am Beine, verursachte einen Streifschuß am Schenkel und DrolLc dann auf den Boden nieder. Gizolme, der Täter, befand sich noch vor wenigen Tagen in dem Jrrenhause in Bille Evrard bei Paris. Er (mürbe feiner Familie übergeben, da die Aerzte, welche ihn als Neurastheniker ansahen, empfahlen, ihm möglichst viel Zerstreuung zu bieten. Zu diesem Zwecke hatte man ihm auch eine Karte für die heutige Kammersitzung

Des Reiches Geburtstag.

Ein Tag des Glanzes und der Erfüllung? Was die deutschen Herzen ersehnt, was die deutschen Dichter er­träumt hatten, das h<rt an dem glorreichen Tage von Versailles Gestaltung gewonnen, vor vierzig Jahreir an jenem 18. Januar, da sich die Kaiserkrone auf das Haupt des Sohnes der Königin Luise senkte, als er erklärte, mit Wiederherstellung des Deutschen Reiches die deutsche Kaiserwürde für sich und seine Nachfolger zu über­nehmen". Nicht das alte, römische Kaisertum deutscher Nation erstand aus dem Schutt der Jahrhunderte, nicht dieses alte Reich mit seinen wcitgreifenden Ansprüchen und seinen engen Gedanken, sondern ein neues, gewaltiges, mit seinen Kuppeln weithin strahlendes Gebäude, ein Pantheon, dessen Zinnen nicht mehr die Raben um­flattern. Das Bild des alten Barbarossa stieg damals lebendig aus den Nebeln der Vergangenheit hervor, ein Kaiser Weißbart löste den Kaiser Rotbart, ein deutscher Fürst von echtem Schrot und Korn den alten Helden ab, der im Khsf Häuser berge den Traum der Hohenstaufen träumte. Nicht aus papierenem Rechte gewann der Hohenzoller die neue .Krone, sondern aus dem Rechte der Kraft und des Erfolges, nnd die Krone stieg nicht aus verstaubten Men hervor, sondern aus dem Glutenfeuer siegreicher Schlachten. Und heute ist der vierzigste Ge­burtstag des Deutschen Reiches geworden.

Wem das Verdienst zukam? Müßiger Streit. Der ä'aisergedanke hatte lange im Volke geschlummert, er hatte sich, nach Wirklichkeit ringend, immer wieder empor­gereckt, er hatte in den müden Zeiten Friedrich Wilhelms IV. die Geister belebt. Aber die Zeit mußte erfüllt, das Volk erstarkt uüd erzogen sein, ehe die Frucht zur Reise gelangte Erst als der Käisergedanke Gemeingut der Nation geworden war, als sie auf den Schlachtfeldern von Düppel, Königgrätz und Sedan ihr inneres Anrecht auf die Größe erwiesen hatte, da! trat die Sonne von Versailles an den Himmel. Indem aber der Strom der Ideen, der die Zeiten ringsum erfüllte, in einer großen Menschenseele mit den politischen Bedürfnissen und Mög­lichkeiten des Angenblicks zusammentraf, entstand die schöpferische Tat, wurde das Werk der Gesamtheit zum Lerke des einzelnen Mannes. Und dieser Meister ist Bismarck gewesen. Gewiß, im Mittelpunkte des Bildes voin Schloßsaal in Versailles steht die liebens­würdige Gestalt Les ersten Kaisers, die Erhabenheit des ^Roments drückt seiner Stirne fast prophetische Weihe auf. Um ihn sind die Fürsten Deutschlands geschart, mit ihnen sind der blondbärtige Sohn, der tapfere Friedrich Karl und all die Sieger der Schlachten vereint. Aber der Blick gleitet doch immer wieder zu jener gewaltigen Gestalt hinüber, die mit leichter Beugung die Proklamation an das deutsche Volk von seinem erlauchten Herrn entgegen» nimmt, deren Antlitz nach dem Zeugnis Keudells die bleichen Schatten harter politischer Arbeit trug, Zeugnis dafür, daß er mit seinem Herzblut diese gewaltigen Er­eignisse in das Buch der Geschichte geschrieben hatte. Es schien der alte Schlachtengott zu sein, wie er in all den Jahrhunderten in der germanischen Phantasie sortgelebt falte, der hier dem kaiserlichen Repräsentanten eines fernen Geschlechts, dem ersten Herzog aller Germanen, sich hul­digend nahte.

Noch fehlt ein Denkmal des gemeinsamen Empfindens des deutschen Volkes. Es soll sich am grünen Rhein er heben, dort, wo tausendfach die Spuren der Geschichte im Boden sichtbar sind. Für die Größe nicht nur des Ge­feierten, sondern auck) für die Größe der Nation soll das Denkmal zeugen, seinen höchsten und letzten Wert aber soll es nicht nur durch die .Hand des Künstlers, sondern durch den willigen Eifer der Volksgesamtheit erhalten, an deni Werke mitzuschaffen und in ihm zugleich das Ge­löbnis zu verkörpern, in harter Zeit und in heißer Stunde sich der großen Taten und dessen würdig zu erzeigen, was sie im Leben vollbrachten und was heute vor vier Jahrzehnten zur wundervollen Reife gedieh.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" gedentt des 40. Jahrestages der Reichsgründung in einem Artikel, in dem es heißt:

Die Gründung war ein Abschluß, g.i Anfang. Sie erfüllte alte Hoffnungen und «begründet neue. Noch nie ist ein Volk in so lurzer Spanne Zeit in allen Gebieten so weit und energisch fortgeschritten wie bas bcutsche. Die Tatsache kann niemand leugnen, der Augen hat, das wachsende Volk bei der Arbeit zu sehen. Doch sicherlick' ist noch nie während einer Periode solcher Enwicklung so viel von dem Pessimismus, der weite Volls- schichten ergriffen haben soll, und von der Verärgerung über die unerträgliche Realtion die Rede gewesen. Tie Nation empfindet, baß auch ben Deutschen ber Gegenwart, wenn auch! in rerä :berter Form, jene Tendenz ber Sonberbilbung nahcliegt, die bic Tragik ber Deutschen ber Vergangenheit war und daß auch die Gegenwart des gemeinsamen Idealismus jener Zeit bedarf, deren wir heute gedenken. Wenn der Deutsche, der am morgigen Tag bic Gegenwart überblickt, mit Stols auf bic Entwicklung ber Nation sehen kann, so barf boch bies Gefühl des Stolzes nicht dazu führen, daß sich die Nation in selbstgefälliger Zufriedenheit mit dem Erreichten bescheibe. Wir verlangen von ben Unzusricbenen nicht Zufricbenhcit: beides, Zufriebcnheit und Unzufricbenheit, sind unpriKuitiv, zwischen beiben liegt bas Leben mit feiner Hoffnung, feiner Arbeit und seiner Forbcrung rastlosen Mühens um bas Wohl bet gegenwärtigen wie ber kommenden Deutschen.

Der Prinzregent verlieh den Staatssekretären von Kiderlen -Wächter und Delbrück das Großkreuz des Michaelordens und den Staatssekretären Tr. Wermuth und Dr. Liseo die erste Klasse desselben Ordens. Die Korrespondenz bemerkt dazu:

Tic Bedeutung der Auszeichnung ergibt sich aus dem Anlaß, daß der Prinzregent, selbst ein Zeuge von Tcutschlands großer Zeit, dem Tage nahe ist, wo er unter Kundgebungen innig fier Liebe und Treue seines Volkes, seinen 9 0. Geburtstag zu feiern sich anschickt, derart, daß er des 18. Januar 1871, des Tages der Gründung des Reiches, gedenkt: dies wird von Bayern und dem Reich gleich freudig begrüßt.

München. 17. Jan. Heute abend fand im großen Saale des Münchner Kindl-Kellcrs eine Erinnerungsfeier an die 40. Wiederkehr des Tages statt, an dem das Deutsche Reich gegründet wurde. Zugegen waren Prinz Ludwig, die Prinzen sprecht, Franz und Alphmrs, Staatsminister Podcwils, Mini­ster Dr. v. Wehner, der preußische Gesandte am hiesigen Hof, sowie Vertreter der anderen Bundesstaaten, zahlreiche Generale und hohe andere Militärs, Veteranen, Vertreter ber städtischen Kollegien, Studenten usw.

Ro nt, 17. Jan. WiePopolo Romano" meldet, veranstal­tete der bayerische Gesandte Frhr. v. und zu der Tann-Rath- sam Hausen gestern abend zu Ehren des Ministers des Aus­wärtigen Marckcse di San Giuliano ein Diner, an dem auch ber deutsche Gesandte v. Jagow, der Unterstaatssekretär im Ministerium des Auswärtigen Fürst di Sc al ea und andere

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erster Blatt 16V Jahrgang Mittwoch, j8. Zannar M

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