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Erzählungen/
Schauspielhaus.
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Meteorologische Beobachtungen Ser Station Sieben-
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Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauen seuche in Hessen vom 9. bis lo. September 1911.
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der Nathelfermucn in Oberheffeu aufgesucht hatte. Vereinsgeistkicher Zentgraf ergänzte den Vortrag durch die Resultate einer Umfrage über Landkrankenpflege, die er im Dienste des Verbandes veranstaltet hatte. Geh. Regierungsrat Dr. Dietz sprach über die Frage, wie die Geldmittel für die Arbeit zu beschaffen seien und sagte dabei in dankenswerter Weise die Unterstützung der Lanbcsversicherungsanstalt zu. Vor allem wichtig war auch die Eröffnung seitens des Elisabethenstiftes, das die Ausbildung von Nothelferinnen übernehmen will. Zum Schluß der Verhandlungen wurde den Damen des Vorstandes auf Antrag des Kirchenrats D. Schlosser- Gießen die Aufgabe übertragen, die Notyelferinnenfrage gründlicher Bearbeitung zu unterwerfen und dann mit bestimmten Forderungen an die Oefsentlichkeit zu treten.
Johannistal G. jn. b. H. Ein Reinertrag der Ausstellung ist bestimmt, in voller Höhe als Preise für Flugveranstaltungen des nächsten Jahres Verwendung zu finden.
Sonntag, den Abends 7 Uhr:
Lnftschistahrt.
Tödlicher Unfall.
Verdun, 16. Sept. Ter Flieger Nieuport, der als Reservist an £en Manövern des 6. Korps teilnimmt, hat sich gestern im Augenblick der Landung mit feinem Flugapparat überschlagen und schwere Verletzungen erlitten. N. ist seinen Verletzunge nerlegen.
*
Tie Deutsche Flug-Ausstellung Berlin 1911 wird vom 19. Dezember d. I. bis zum 1. Januar n. I nt den Ausstellungshallen des Zoologischen Garten in Berlin stattsinden. Sie wird veranstaltet vom Verein Deutscher Flugtechniker zusammen mit der Flug- und Sport-Platz Berlin-
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Montag, den 18. September*): „Eine Ehe." DienStag, den 19. September, abends 1% Uhr: „Glaube unb Heimat." Mittwoch , den 20. September: »Ein greiser Paris." Hierauf. „Frauentreue." Zum Schluß: „Bildschnitzer." Donnerstag, den 21. September, abends 7'/, Uhr: „Flaehsmann als Erzieher." Freitag, den 22. September, abends 1% Uhr: „Hamlet." Samstag, den 23. September: „Der Richter von ~ ■
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Spielplan der vereinigten Zranksurter Stadttheater.
Opernhaus.
Montag, den 18. September *>: „Die Zauberflöle." Di enstag den 19. September: „Der Troubadour." Mittwoch den 20. September, abends 7V, Uhr: „Tie Geisha." Donnerstag, den 21. Sep-' tembev: „König für einen Tag." Freitag, den 22. September, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde." Samstag, den 23. September: „König für einen Tag." Sonntag, den 24. September, nachmittags 31/, Uhr: „Ter Graf von Luxemburg." Abends 7 Uhr: „Joses
nnö seine Brüder." Montag, den 25. September, geschloßen.
Dienstag, den 26. September, abends 6'/, Uhr: „Lobengrin."
Mittwoch, den 27. September, abends 7'/, Uhr: „Hoßnianns
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Standesarntsnaehrichten.
(Nachträglich eingegangen.)
Vüdingen.
Sterbefälle: Sept. 7. Louise Wingefeld, geb. Scheid, 75 Jahre alt. — 10. Friedrich Schimpf, Rentner, 75 Jahre alt, — 13. Wilhelm fremming, Bäckermeister, 44 Jahre alt.
Grohen-vuseck.
Aufgebote: Sept. 9. Wilhelm Schwalb IV., Bahn-i arbeitet, mit Friederike Margarete Belloff, beide in GroßewBuseck. — 11. Jsack Roseirberg, Handelsmann in Großen-Buseck, mit Bella Stern in Niederklein.
Geborene: Sept. 12. Dem Landwirt Wilhelm Gans ein Sohn.
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Türk.Tabak- ÄCIgaretten-Fabrlk „Kioi" o E.Robert Böhme, Dresden. .Lieferant der französischen Cabak-flegte.
vermischtes.
* Preisausschreiben. Zur Erlangung von Plakatentwürfen schreibt die „Internationale Baufach-Aus-» stellung mit Sonderausstellunaen Leipzig 1913" unter den im Deutschen Reiche wohnhaften Künstlern einen Wettbewerb aus. Für einen 1. Preis sind 2000 Mark, füv weitere Preise noch 1500 Mark ausgesetzt. Letzter Ein- lieserungstag der Entwürfe ist Mittwoch, ocr 1. 9fcöü. 1911.
* Eine Station für drah tlose Telegraphie in Rom. Die italienische Regierung hat die Marooni- gesellschaft beauftragt, in Ron: eine großartige Station für drahtlose Telegraphie zu schaffen. Die zur Verfügung stehende elektrische Kraft betragt 60 Kilowatt, und die Wellen werden über ein Drahtnetz geleitet, das eine Fläche von 14 000 Qm. bedeckt und mit Hilfe von 6 Türmen hergestellt wird, von denen zwei 75 und vier 45 Meten hoch sind. Die Anlagen umfassen einen Maschinenraiun,, der zwei Dieselmotoren von je 50 Pferdekrästen enthalten wird.
In Berlin tötete durch Revolverschüsse der Kaufmann Vogel seine Braut Börner, die aus ihrem Heimatsort Chemnitz kurz vorher eingetroffen war und ihren Bräutigam in seiner Wohnung ausgesucht hatte. Vogel selbst wurde im Grünewald neben den Gleisen liegend in furchtbar verstümmelten Zustande aus- gefunden. Er hatte sich von einem Eisenbahnzuge überfahren lassen.
Ans Stadt und Land.
Gießens, 18. September 1911.
•• AuS dem Militär-Wochenblatt. Befördert zum Oberleutnant Lt. May (Walter) (Rheydt) der Res. des Jnf.-Leib-Regts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117; zum Lt. der Res. Frohneberg (Hanau), Vizefeldwebel detz Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116.
** Automobile und Straße. Man schreibt uns: Ter Motorklub Gießen, dem Allgemeinen deutschen Automobilklub (A. T. A.-C.) angehörend, hielt gestern abend im Hotel Schütz eine Sitzung ob, die verhältnismäßig gut besucht war. Nach der Erledigung einiger innerer Angelegenheiten erfolgte eine Aussprache unb demgemäße Stellungnahme zu ben verschiedenen die Staubplage betreffenden Eingesandts des „Gieß. Anz." Es wurde babaii, .festgestellt, daß der Einsender ohne Namen ben Zweck des vorhergegangenen Artikels nicht erfaßt hat. Dieses letzte Eingesandt, soll darum, da es offenbar von einem, auf dem Gebiet des Straßenbaus sehr bedauerlicher Weise schlecht Orientierten verfaßt ist, auch von feiten des Motorklubs unbeantwortet bleiben und zwar aus folgenden Gründen: 1. weil es der Einsender zwar nicht an persönlichen Angriffen fehlen läßt, aber seinen Namen verschweigt; 2. weil der Artikel auf die Einzelheiten des vorausgehenden Eingesandts gar nicht eingeht und durchaus unlogisch versaßt einen jüngst überlebten Standpunkt vertritt und 3. weil bereits höheren Orts erwogene Tatsachen sich einer maßgebenden Beurteilung durch den Einsender zu entziehen scheinen. Man vergleiche die daraus bezüglichen Aus- fübnirtgen des Prinzen Heinrich von Preyßen im „Motorfahrer" Heft 36, überschrieben: „Ter Mtomobilunfall bei Cloppenburg in Oldenburg am 9. August 1911." Ferner wurde betont: Der Motorklub bat sich zur Aufgabe gesetzt, nach Möglichkeit für Verbesserung der Straßen einzutreten im Interesse des Automobilverkehrs sowohl, als auch im Interesse der Passanten, die gegen Staub geschützt werden müssen. Nur auf diesem Wege ist eine Losung der so lästigen Staub frage möglich, nicht etwa durch Herabsetzung der gesetzlich zulässigen Geschwindigkeit, was einen unverzeihlichen Fehler, einen Rückschritt auf dem Gebiet des Erwerbs und Verkehrs bebauten würde. Es ist zu erstreben, daß die verkehrsreichsten Straßen mit Kleinpflaster angelegt und wöchentlich vom Staub gereinigt werden müssen. Durch Verständigung mit den Behörden ist es gewiß zu erreichen, daß die im „Gieß. Anz." in Nr. 213 gerügten Verkehrsstörungen, wie Sperrungen und dergleichen, vermieden werden. Ist eine Umleitung des Verkehrs nicht zu ermöglichen, so läßt sich bei einigermaßen breiten Straßen durch eine zweiseitige Herstellung die Aufrechterhaltung des ganzen Verkehrs bewerkstelligen. Auf alle Fälle aber sollte die ausführende Baubehörde die Wamungs- ober Benachrichtigungstafeln nicht unmittelbar vor der in Angriff genommenen Stelle, sondern schon einen Kilometer 'vorher anbringen lassen. Außerordentlich erschwert wird der Automobilverkehr durch bas absichtliche ober unabsichtliche falsche Ausweichen vorausfahrendei- oder entgegenfommenber Fuhrwerke, wobei es häufig nur bem glücklichen Zufall zu banken ist, wenn nicht ein Unglück geschieht, sowie durch das feindselige Verhalten von Kindern und Dorfbewohnern, die sich sogar zu Tätlichkeiten, werfen mit Steinen und dergleichen, hinreißen lassen. Um diesen Ausschreitungen für die Zukunft vorzubeugen, sind Dom Motorklub Polizeisahrten geplant. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, vor unliebsamen Pvlizeisttafen zu sckmtzen. Weiterhin verlas der Vorsitzende ein Schreiben der Michel in-Pneumatikwerke in Frankfurt a. M., worin diese Gesellschaft es weit von sich weist, mit bem Verfasser jenes Reklame-Artikels, ber sich in so gemeiner, taktloser Weise mit ber Person imferes Kaisers beschäftigt, in irgend welcher Beziehung zu stehen. Der GaU 3 bes Allgemeinen deutschen Automobilklubs gibt demgemäß seinen Mitgliedern Kenntnis von den Vorfällen ber Michelinpneumattk A.-G. und fordert sie auf, die nötigen Folgerungen daraus zu zi-ehQi. Es wurde schließlich noch der Beschluß gefaßt, am Dienstag eine Fahrt in das Manövergelände zu unternehmen, bei der sich der Klub die lobenswerte Aufgabe gestellt hat, unbemittelten Solbaten unseres Regiments ihre Strapazen durch Ueberreichimg von Abendessen, Bier unb Zigarren zu lohnen.
Landkreis Gietzen.
B. Leihgestern, 17. Sept. Das Iah res fest für i n n e r e M i s s i 0 n im Dekanat Gießen wurde heute nachmittag in der hiesigen bis zum letzten Platz vollbesetztes. Kirche abgehalten. Der Festprediger Pfarrer Weber- Lang-Göns verstand es, an der Hand des Evangeliums vom Scherflein der Witwe die Herzen seiner Zuhörer für die innere Mission zu iitterefsieren und ihnen die Pflicht der Christenheit dem leiblichen, sittlichen und religiösen Elend unserer Zeit gegenüber eindringlich vor Augen zu führen. Als zweiter Redner sprach der Bereinsgeistliche des Vereins für innere Mission, Pfarrer Zentgraf-Darmstadt, auf Grund von Lukas 19 über die 9tat unserer schulentlassenen Jugend und forderte zu tatkräftiger Mitarbeit auf, die jeder leisten kann, der unserer Jugend den lebendigen Gott bringen hilft. Den Jahresbericht erstattete der Vertrauensmann des Dekanats, Pfarrer Groth-Rödgen. Dem Bericht entnehmen wir, daß der Kreis Gießen im letzten Jahre 93 Zwangszöglinge in Anstalten und 37 in Familien untergebracht hat. An der Familienerziehung beteiligten sich am meisten die Gemeinden Lang-Göns und Treis a. b. Lda. Das Fest wnrbe durch zwei exakt ausgeführte Chöre des hiesigen Kirchengesangvereins unter Leitung des Lehrers Jung verschönert.
s. Lollar, 18. Sept. Gemeinberatssitzung vorn 16. d. M. Anwesend sind: Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Gerlach, die Gemeinderäte Erdmann, Ringleb, Forbach, Back Schupp, Schmitt, Römer und Hofmann. Ter am 16 Angus! erfolgte Ankauf der H 0 f r c i t e des Jakob Läufer hier zu dem Preise von 3200 Mk. ivird genehmigt. Ter Äolztransport aus einem Terl der Fürstl. Braunfelsschen Waldung fann nur unter Benutzung der hiesigen Waldwege geschehen: bic Gemeinbe hatte beshalb beschlossen, von der Fürstl. Rentkammer eine An- erkennungsgcbühr im Bettage von 5 Mark zu erheben. Es liegt heute ein (Mud) der Rentkammer vor, bic Gebühr auf eine Mark M ermäßigen. Die Versammlung beschließt jedoch, auf die 5 Mk ZU. bestehen, andernfalls die Wege zu verbieten. Tie Eisenbahn- Dwektton Frankfurt a. M. hat den Antrag gestellt, bic alte. Bahnhofstraße an bie Gemeinbe abzutreten; die (Mneinberätc Erdmann unbJRomer Jinb dagegen. Ter Vorsitzende ersucht jedoch, unterstützt durch bie (Mrcmberätc Schupp und Ringleb, den Antrag nicht so Eur^crbanb abzuwegen, man solle dock) erst in Verhandlung mit ber Trrektwn treten, dann sei es immer noch Zeit, die Sache abzulehnen, falls die Gemeinde durch die Uebernahme zu sehr belastet wird. . (Mneinbc habe auch gewissermaßen Verpftick>- tungen gegenüber ben Einwohnern ber betreffenden Straße die durch einen ungünftigen Ausgang wohl geschädigt werden könnten Es wurde beschloßen, mit dem für Montag nachmittag -5 Uhr hier angemclbetcn Eiscnbahnsettetär in mündliche Verhandlung zu treten. Ter Antrag des Gemeinberat Forbach wegen Verlängerung des Ortsbauplanes, wurde von bem Antragsteller in längerer Aus-
24. September, nachmittags 3)6 Uhr: „ .... ________ .
„Madame Bonioard." Montag, den 25. September, abends 7'/, Uhr: „Glaube und Heimat." Dienstag, den 26. September: „Ein greiser Paris." Hieraus: „Fraueutreue." Zum Schluß: „Bildschnitzer." Mittwoch, den 27. September: „Iphigenie aus
Höchste Temperatur am
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Septbr. = + 17,9 ' C.
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Tauris."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uta
fuljrintg begründet. Es handelt sich um das in der vorigen Sitzung abgelehnte Baugesuch des £ubto. Bier au V. hier. Nachdem 'Erdmann unb Schupp dagegen gesprochen, wurde ber Antrag ab- gelehnt. — Die biesjährige Ob stver steig er nng ergab einen Erlös von 400 Mark gegen .800 Mark ber vorjährigen Ernte. — Tie südliche Hälfte unserer O r t s str a ße, soweit bie Kanalisation hergestellt ist, wttb gegenwärtig burch Neueinbeckung uub Walzen in Stand gesetzt, ebenso ber Weg nach dein Friebhof zu.
Starkenburg und Rheinhessen.
--Darmstadt, 15. Septbr. Regierungsbaumeister W. Jaide von Darmstadt, seither in Hamburg, wurde unter 60 Bewerbern zum Stadtbauinspektor in Bretzlau gewählt.
m. Offenbach, 15. Sept. Negierungsbaumeister Sande r-Darmstadt wurde in nichtöffentlicher Sitzung ber Stadtverordneten zum Hochbauinspektor der Stadt Offenbach mit einem AnfangSgehalt von 5000 Mk. gewählt. — Die Handelsschule für Mädchen hat mit Beginn des neuen Schuljahres den englischen Sprachunterricht in ihren Lehrplan aufgenommen.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 15. Sept. Bilder von Frankfurt aus der Vogelschau, ausgenommen von einem Vogel im Fluge, sind gegenwärtig im Zoologischen Garten ausgestellt. Der Schaukasten befindet sich in der Nähe des fahrbaren Brieftaubenschlages, ber gleich rechts vom Weiher vorübergehend Ausstellung gesunden hat. Um die photographierenden Brieftauben, besonders für militärische Zwecke, rasch überall hin dirigieren zu können, hat ber Erfinder biefer Methode, Tr. I. Neu- bromrer (Croicherg), einen transportablen Taubenschlag bauen lassen. Dieser Taubenschlag ist felddienstmäßig ausgerüstet unb kann hoch unb niedrig gestellt werben. Verbunden mit dem Schlage ist eine photographische Dunkelkammer, die auch als Wohn- unb Schlafraum benutzt werden kann. Tie Tauben, die zum größten Teile in diesem fahrbaren Schlage zur Welt gekommen sind, kennen nur ihre bewegliche Heimat. Sie sind das faforenbe Volk unter ihres Gleichen. Nach kurzem Aufenthalte an ledern neuen Platze, kehren sie gewissenhaft zu ihrem SBofyntoagen zurück. Um den Flug der Tauben über einen gewissen Platz zu gewährleisten, wird ber Taubenschlag auf bie eine Seite bes aufzunehmenden Geländes gestellt unb in gerader Linie von der anderen Seite werden bie Tauben losgelösten. So starteten die Tauben von Frankfurt-West unb lanbeten im Osten. Um auch Ansichten vom Main unb ber alten Stadt zu erhalten, werden auch noch Flüge von Süd nach Ost ausgeführt. Die Aufnahmen erfolgen teilweise direkt nach unten, teilweise rückwärts nach unten. Tie Bilder sind von großer Schärfe unb vertragen eine bedeutende Vergrößerung. Begreiflicher Weise ist vieles sehr verschieden von dem, wie man es zu sehen gewohnt ist. So wirkt z. B. der Kandelaber am Opernplatze wie ein Kanalisationsdeckel. Bemerkenswert ist, daß die Tauben mit Vorliebe, wo es sich mit oer Flugrichtung vereinbaren läßt, die Promenadenwege überfliegen und die Straßen mit ihrem Lärm und Getriebe vermieden haben.
w. W i e s b a d e n , 15. Sept. Am 20. und 21. Oktober d. I. findet hier die gemeinsame Arbeitsnachweiskonferenz der Hauptftelle Deutscher Arbeitgeberverbände und des Vereins Deutscher Arbeitgeberverbände statt. Als Verhandlungsgegew' stände sind in Aussicht genommen: das Problem der Arbeitsvermittelung, die nngleiche Behandlung der verschiedenen Arten der Arbettsnachweisc in der Gesetzgebung, die Bedeutung der öffentlichen Arbeitsnachweise für die Industrie, rechtliche Beurteilung von Streik, Aussperrung und Boykott.
Alarmierung der freiwilligen SanMrkolonne vom Roten Rreuz.
Arn Samstag abend 71/* Uhr wurde auf Veranlassung des Vorsitzenden de-: Kolonne gemäß der mit dem Telegraphenamt vereinbarten Alarmordnung die Sanitätskolonne von der Polizei aus alarmiert. Die ersten Mannschaften trafen 7.21 Uhr auf dem Alarmplatz, dem Depot der Kolonne im alten Spital am Seltersweg, ein, wo sie einen Anschlag an der Tür fanden, ein Pulvermagazin bei ben Militärschießständen sei in die Luft geflogen und weitere Explosionen seien zu erwarten. Eine Anzahl ber in ber Nähe anwesenben Personen feien, schwer verletzt. Die Mannschaften rückten, nachbem der Dienstälteste ber zuerst im Depot Eingetrvffenen seine Dispositionen getroffen hatte, jedesmal zu Vieren mit je einer Trage und Verbandzeug ab. Um 7.40 Uhr trafen die ersten vier Mann ohne Führer auf der markierten Unglücksstelle ein, wo sechs Soldaten im Walde zerstreut lagen mit angehängten Täfelchen, die die Art der Verletzung anzeigten. Mit Rücksicht darauf, daß weitere Explosionen zu befürchten seien, wurden die markierten Verletzten aus dem Gefahrenbereich fortgetragen und ihnen die Schutz- und Stützverbände usw. angelegt. Tie inzwischen eingetroffenen Mannschaften lagerten die Verletzten auf ihre Tragen und trugen sie der Stadt zu. Bei der Querallee am Trieb wurde die Hebung abgebrochen und Kritik vom Vorsitzenden abgehalten. Es waren 24 Mann zur Stelle, die übrigen 20 Mann der hiesigen Abteilung wurden jedenfalls nicht von ber Alarmierung verstänbigt ober waren nicht hu erreichen.
Die Stichprobe auf bie jeberzeitige Bereitschaft der Kolonne hat ergeben, daß in kürzester Frist Hilfe zur Stelle sein fann, daß aber die Benachrichtigung der Kolonnenmitglieder durch die vom Fernsprechamt verständigten Telephoninhaber z. T. versagte. Trotzdem die in Betracht kommenden Telephoninhaber schriftlich gebeten wurden, bei allenfalls verkommender Alarmierung der Kolonne den ihnen schriftlich mitgeteilten Kolonnenmitaliedern auf raschmöglichstem Wege Kenntnis von der erfolgten Alarmierung geben zu wollen, >0 ist es nur zu leicht begreiflich, daß manche Telephoninhaber vielleicht beim Anrufen vom Amt nicht zu erreichen waren, oder daß einer ober ber andere nicht mehr wußte, wen er verständigen sollte.
Deshalb dürfte sich empfehlen, mehrere Kolonnenmitglieder an die von der Stadt geplante Feueralarmringleitung anzuschließen, damit diese in bem ihnen zugewiesenen Bezirk rasch bie weiteren Mitglieber ber Kolonne benachrichtigen können.
Daß sich unsere Sanitätskolonne immer mehr bas Zutrauen aller Bevölkerungskreise erwirbt unb baß sie ein kaum zu ent- behrenbes Institut geworben ist, sieht man schon daran, daß von ihr fast täglich Transporte ausgeführt werden. Unsere Aerzte bedienen sich der Kolonne fast durchweg, um schleunige Transporte ausführen zu lassen, so daß die Einrichtung einer beständigen Rettungswache in nicht mehr ferner Zeit liegen wird.
Am letzten Sonntag hielt die Kolonne eine größere Hebung an der Schmelz bei Salzböden ab, um ihre Aufgabe im Mobilmachungsfall zu erproben. Sie war zu diesem Zweck 5 Hhr vormittags hier abmarfchiert und kehrte erst mittags wieder zurück. An der Schmelz wurden Leiterwagen zum Verwundetentransport eingerichtet, Tragbahren aus allem Vorgefundenen Material hergestellt, markierte Verletzte 3um Transport versorgt usw. Alles dazu erforderliche Material wurde an der Hebungsstelle, wie es gerade gefunden wurde, zusammengetragen unb zu den Notttansporteinrichtungen verarbeitet. Demnächst wird eine größere. Hebung auf der Eisenbahnstrecke mit dem Eisenbahnhilfszug stattfinden, wobei ein Eisenbahnuglück markiert werden wird.
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Vom 9. bis 15. Sept, ist die Seuche erloschen in:
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