Ausgabe 
13.12.1911 Erstes Blatt
 
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Russische Truppen in Peking.

Der italiemsch-türlijche Krieg.

** Für die Sitzung der Stadtverordneten-

Grausamkeiien.

sollten.

Ausland

Aus Stadt und Land<

mit kurzen trefsKLen Bemerkungen zemte, und dre Helle Freude bei groy und klein hervorriefen.

legung verspreche.

Dem Vernehmen nach würden die gegenwärtigen Ver­handlungen keinen Fortschritt beb eilten, wenn nicht Ruß-

Aus Madrid wird gemeldet: Die Königin wurde heute ^.nben f00, 1,1 etlDQS lianz 9teues in dem Rtusikleben unserer AW h» f: - -ntbunbeiL Die Ehe des Königs ^tadt. Zum erstenmale wagt es eine Schar jugendlicher

lÄrgenia von Battenberg wurde Sänger und Sängerinnen, auf den Plan zu treten. Herr 1 »RrtniMGn loht- :__.. n zr. , « ..... _ u v

Häuschen am Selterstor. 15. Beschaffung von Fußmatten für die israelitische Leichenhalle. 16. Uebernahme der Unter»

** Evang. Bund. Der am Sonntag in Steins Garten veranstaltete Familienabend war trotz der

200 Köpfe starken gemischten Chor vereinigt. Ter Fleiß and die Li,st, mit der die junge Schar sich an die Einübung der ^gewählten Werke gemacht hat. und das musikalische Fein» gefühl ihres Führers lassen erwarten, daß den Musikfreunden Gießens nächsten Sonntag em besonderer musikalischer Genuß geboten wird. Tag frische, ernste Streben des jugendlichen Chors und der gute Ziveck, in dessen Dienst er sich gestellt 'hat, verschaffen ihm hoffentlich ein volles HauS.

** Der Märchenabend der hessischen Ver-

daß Dtc fremden Regierungen die Republik ^Ordensverleihung. Der Großherzog hat das niemals anerkennen würden. Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß-

Pcking, 12. Dez. -

In der Nacht wird hier eine russische Abteilung ein» i reisen, welche aus der 2. Kompagnie des 5. ostsibirischen Schützen­regiments mit zwei Geschützen und zwei Maschinenyewrhrcn besteht. Im ganzen sind cs 350 Soldaten mit fünf Offizieren.

Die persische Aage.

L o n d o n, 12. Dez. Wie das Reutersche Bureau erfährt, nehmen die Verhandlungen in Teheran mit dem russischen Gesandten Proklowski über die Ab­änderung des zweiten Artikels des Ultimatums ihren Fort­gang. Der Artikel betrifft die Ernennung auswär­tiger Ratgeber durch Persien, das hierbei England und Rußland um Rat zu fragen habe. Rußland hat Persien bereits mitgeteilt, daß es bei aller Wahrung der eigenen Interessen die Erfüllung der russischen Forderungen so leicht als möglich zu gestalten wünsche und die Hoffnung ausAedrückt, daß kein unangenehmer Zwischenfall die Lage verändern werde, die eine baldige und befriedigende Bei­

land bereits die Zusicherung hätte, daß seine Forderungen betreffs des Generalschatzmeisters Sh uster erfüllt werden

weitige Benennung der Großen Mühlgasse. 12. Benennung der von der Marburger Straße zwischen den Häusern von Braun und Beil abztoeigendeu Straße. 13. Unterhaltung von Drainagen links der Lahn. 14. Lesehalle im Tor-

Heer und Flotte.

r k^.ro7t£^cr ®'*2. u,i nuu)iten Heeresetat ge­

forderte elfte preutzische Kriegsschule wird in Brom- berg errichtet werden.

dern gleichzeitig der Bau von Lufts....... _____

Msatzfähigkeit wesentlich gefördert werden. Ich wünsche daher den Bestrebungen den besten Erfolg."

Die sächsische Zweite Kammer genehmigte in der Schlußberatung den Staatsvertrag zwischen Sachsen und den beiden Fürstentümern Reuß betreffend den Anschluß der beiden Fürstentümer an das sächsische Oberverwaltungsgericht, und setzte die Vertrags­dauer auf 15 Jahre fest. Im weiteren Verlause der Sitzung ________________ VLV ljltni.U)lcn

beschasttgte sich die Zweite Kammer mit zwei An- Chors des evangelischen Arbeiter-Vereins, fragen und Euem Antrag betreffend den Terrorismus der unter der zielbewußten Leitung seines Dirigenten, terWien, den Schutz der Gernhardt, srch von Jahr zu J-Hr künstlerisch in et- Arberts willigen, sowrc dre SIcherung d cs Koa- treulichster Weise entwickelt hau Nrqt im Programm ver. rclt L0-1!3.cS' ^^si^w?lister Gras Vitzthum von oisentlicht, aber als Ueberraschung um so willtommener war Eckstadt führte U.0_ aus: Die Regierung sei zu der Ueber- die Mitwirkung desGießener Orchesters" unter

Rom, 12. De;. (Agenzi Stefani.) Wie General Caneva Versammlung am Donnerstag, 14. Dezember, nach- der Regierung meldet, wurden bei einer Erkundung am 10. Dez. mittags 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Aus- tn einem Hause in Ämruß im Osten der Oase vier mensch- losung von Schuldverschreibungen der 1907er Anleihe, liche Augen an genagelt gefunden. Es handelt sich offen- g. Baugesuch des VereinsAdelphenhaus E. V." für die Darum ein Nachspiel der Grausamkeiten, die an italieni,chen Kaiser-Allee. 3. Baugesuch des Gastwirts Jaskowski und Soldaten verübt wurden. , Genossen für den Lindenplatz (Hotel Einhorn). 4. Hinter-

Ein Kampf bei Ben^ Ghafi. gebäude des Georg Kreuder, Neustadt 17. 5. Transparent

Rom, 12. Dez. Tie Agenzia Stefani meldet ans Ben- am Hotel Großherzog, Bahnhofstraße. 6. Desgleichen am ghasi: In der Nacht vom 10. Dezember griff der Feind Hause Bahnhofstraße 34. 7. Bebauungsplan für das Gebiet heftig einen Teil der vorgeschobenen italte ni- rmischen ?irantfurter Straste und Aulwea 8 Bebauunas- ianterie-Regiments glänzend durchgeführten Bajonettangriff zu- geftaltung der West-Anlage. 10. Ort^baustatute. 11. Ander- rückgeworfen. Die Verluste des Feindes waren 10 --------

36 Tote, die auf dem Kampsfelde liegen gelassen wurden, und außerdem zahlreiche Tote und Verwunoete, die unter dem Schutz dec Nacht fortgeschasft wurden. Die Italiener hatten drei Tote und zwölf Verwundete.

Haltung der Kling sporsch en Grabstätte auf dem neuen Fried­hof. 17. Gesuch des kalb. Kirchenvorstandes um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb Frankfurter Straße 19. 18. Desgl. der Johann Gaub Witwe für An den Bahn­höfen 80. 19. Desgl. des Heinrich Oestreich für Wetzlarer Weg 77. 20. Desgl. des Friedrich Weller für Wetzlarer Weg 65.

** Kun stv er ein. Da noch vor den Feiertagen ein vollständiger Wechsel der gegenwärtig ausgestellten Bilder vorgenommen wird, so ist die jetzige Ausstellung nur noch bis einschließlich Montag zu besehen, weshalb auf den Besuch nochmals hingewiesen wird.

Ä von einer P rinz es > i n entbunden. Die Ehe des Königs

ons Vrm»eistn Viktoria Eugenia von Battenberg wurde u.iu

* G-sang,-h-er an ber Höheren und

Infam Jaime 1908 und die Infantin Beatziz 1909 geboren worden.' @crcellecten Mädchenschule und am Landgraf-Ludwig-Gym- nasium, hat die Chöre der beiden Schulen zu einem etwa

11, | VI VIA. VIL. ü l U/ U 11 VC» JlUU* litionsrechtes. Staats Minister Graf Vitzthumvon E ck st ä d t führte u. a. aus: Die Regierung sei zu der Ueber- zeugung gelangt, daß nicht nur die Paragraphen 152 und der ^Mtion ton fcermam e 11 e r/bie \\<h nacktem t-23 J1 c?nlln9, sondern auch die einschlägigen uneigennützigen Entgegenkommen der Vereinigung in letzter

j.rafrechtlichen Bestimmungen, .^»desondere diejenigen, die Stunde hatte ermöglichen laßen. Wer, wie der Schrewer den Schutz und dre Willensfreiheit bed Arbeitnehmers be- dieser Zeilen, das Gießener Orchester, das wohl zum größten Neffen, einer Aenderung bedürfen. Die Regierung werde Teile aus Künstlern besteht, die die Freude an der edlen dafür besorgt Jein, durch AAruieren ihres Vertreters im Musik zusammengeführt hat, zum ersten Male gehört hat, Bundesrat auf die Dringlichkeit der Losung dieser Frage wird erstaunt gewesen sein über das an den Tag gelegte yinzuweisen. Können des Orchesters. Mit sichtbarer Freude lauschte man

------ den Klängen ernster und heiterer Musik, und es erübrigt

sich bei dem harmonischen Einoruck des ganzen Programmes Die französische Regierung errlärte sich damit ein- einzelnes besonders zu betonen. Mit herzlichem Dank an verstanden, daß die Erörterung des deutsch-französischen alle, die zu dem Gelingen des Abends beiaetraaen hatten Ab ko mm ens in der Kammer am 12. Dezember anfängt, machte konnte der Vorsitzende dessen Sclüust anßnhiopn V ' aber zur Bedingung, daß alle Nachmittagssitzunben hierfür be- .. O b e^b e k s?s ^ « L t m 5rr

itimmt werden, während die Vormtttagssitzungen pür die Budget- Oberhefj rfch es Dam en heim. Die Fürstin

beratungen verwendet werden. Emma Solms-Hohensolms-Lich zu Lich hat am

Lott» Charles Beresford hielt am Montag abend in Montag eine Abordnung des Vorstandes des Vereins eine Rede, in der er sich gegen die weaen seiner OberhessischeS Damenhelm" empfangen und sich bereit er- letzten Aeußerungen über die Flotte erhobenen Angriffe wandte, hx,» o V '7,, ,

Er sagte Meßlich: klart, daS Protektorat über den Verem zu übernehmen.

Ich sehe nicht ein, weshalb wir nicht mit Deutschland Der Verein hat in der letzten Zeit eine größere Anzahl von e t Jt ä n b i g u n g gelangen sollten. (Lauter Bei- Mitgliedern gewonnen und auch eine ansehnliche Zuwendung innh '^uts^>- erhalten. Beitrittserklärungen nehmen die Vorstandsmitglieder

Ueberhebung und diktatorische ^au. ^hemirat Schmidt, Fräulein Bertha Landmann,

aussprechen, daß wir die See Herrschaft unter allen Direktor Doering, Professor Dr. Mittermaier und Pfarrer Umständen behalten müssen. (Beifall.) Wir wollen BechtolSheimer entgegen.

Deutichland sein Recht auf Expansion nicht bestrei- - Die We lh nachts - Aussü bruna die nässten len, welches ihm als einer großen Nation zurtebt lLört' ~ t t y V10 u orung, ote naajnen

Hört!) Es ist reichlich Raum in bet Welt für uns beide.^ Sonntag nachmittag m der großen Aula der Universität statt-

sieben, 18. Dezember 1911.

aB n?,aIenber )ür Mittwoch, 18. Dezember: Stadt

äJas ll)C wollt." r/tniang 7 Uhr.

_ defeltschatt für Natur- und Heilkunde. Vortraa

mtnerStoÄühHL Cri ®ntfte^un8 bcc ^atisatzlagernätien. einigung für Volkskunde, der am letzien Samstag nneraloglsches Jnilitut. in der Aula der Universität stattfand, hatte eine außer-

** Bon der Landes-ii av, ru c. gewöhnliche Zuhvrerschar herbergezogen. Wir zählten zwi-

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1 . mutigen dem Harrptmann a. D. v. Pentz, seither 06erteilt-

(Petersburger Telegraphen-Agentur.) nant im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, eine russische^Abteilunein- verliehen.

** Ernennung. Ter Großherzog hat cm Stelle des verhinderten Geheimerats Wilhelm Best den Ministerialrat Geheimerat Ernst Karl f f e r t zum Mitglied der landes- berrlichen Einweisungskommission für die Zweite Kammer der Stände ernannt.

' Nähe des Weihnachtsfestes gut besucht. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden nahm balo der Redner des Abends , seinen Vortrag auf überLuther im Ban n". Die Tat­sache, daß die Veranstaltung am 10. Dezember stattfand, hatte Pfarrer Berck aus Mainz-Mombach zur Wahl dieses Deutsches Reich. Themas veranlaßt, hat doch Luther am 10. Dezember 1520

Der Reichskanzler hat an den Verein für ?fr Wittenberg die Bulle verbrannt,

Zeppelin-Fahrten nach Kenntnisnahme des Anfiufsb!e% den Bann, die Exkvmmamkatwn, androhte, falls zmn Beitritt folgendes geschrieben: » mch:t nmerhalb beskmmt-r Zert wldercnfe In gel.t-

Turchcine größere Tellnadme weiterer Kreise an den Fahrten ?Em'»,^Eboilmdeter^Werse verband der Vorcragcnde mit Zeppelin-Luftschiffen würde nicht nur eine unmittelbare lln- Jie Bedeurung diesem, wertgejchlchtlichen Vorganges zu schil- terslutzung dieses nationalen Unternehmens berbeigeführt, son- dem, denFeuerschein von Wittenbergs in seiner unge- ' schiffen überhaupt und ihre heuren, unvergänglichen Wirkung auf Religion und Glau- rden. Ich wünsche daher den ben, Gewissen, Bekenntnis und Recht darzustellen und so die Hörer in den Bann des großen Reformators selber zu schlagen; so gestaltete sich die Rede zu einem evangelischen Gruß an den Helden der Reformation, der heute wie einst Glauben und Gewissen zu stärken versteht, und wohl ver­dient war ber reiche, allseitige Beifall, den der Redner fand. Wie immer war auch für musikalische Darbietungen gesorgt, wundervoll klangen die Lieder des gemischten

lich, lib;. l? i;. ;Ä;i Großer int Reiche der Kunst und daß er so hessisch die von den Brüdern Grimm vorzugsweise in Hessen gesammelten Märchen gezeichnet hat, das war so besonders ansprechend. Und am Schlüsse die Rezitation ausgewählter Märchen durch Fräulein Ida Strack. Wie wunderbar sie erzählte! Wie die Kleinen acht gaben und auch die Großen nicht müde wurden, trotz der beiden Vor­träge vorher! Die atemlose Stille während der Rezitation sagte noch mehr wie der große Beifall. Wie wir hören, wird der Märchenabend vor den Schülern der Stadt Gießen am 18. und 19. Dezember in der Art wiederholt, daß die Märchen von Frl. Ida Straa vorgelesen und dabei die entsprechenden Lichtbilder gezeigt werden. Wer Kinder hat, der versäume nicht, sie dahin zu senden!

** Gießener Stadttheater. Der gestrige Abend brachte eine schöne Aufführung vonGutzkows Uriel Acosta, in dem Herr Kaiser Ende März auf Anstellung spielte. Neu war Fräulein Schmidt als Judith; sie war lieb unb zart, aber noch etwas zu fahrig. Mehr Ruhe und stille Kraft wäre wünschenswert. Judith ist kein Backfisch. Herr Rappeport als Jochai spielte flott und schneidig. Die Leistungen der übrigen Mitwirkenden, von denen wir die Herren B a k o f als de DUva, Kaiser als Nadel u. Güh n e als Ben Akiba nennen, haben wir bei der letzten Aufführung ausführlich besprochen.

Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, daß die Freitagaufführung von ^Kinder der Exzellenz" die letzte des liebenswürdigen Lustspieles ist. Die zweite Hälfte des Abonnements wird von jetzt ab im Theaterbureau ausgegeben.

Der Vorstand des Wetterau-Lahntal- Sängerbundes hielt hier eine Sitzung ab. Es wurde beschlossen, am 21. Januar in Wieseck einen Sängertag abzuhalten.

** Der Hessische Fechtverein Waisenschutz, Zweigverein Gießen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, zur Linderung der Not armer Halbwaisen beizutragen besteht nunmehr 20 Jahre. Seinen Bestrebungen ist ec- zn verdanken, daß in diesem Zeitraum mehr als 400 Kindern eine nützliche Weihnachtsfreude gemacht werden kann. Auch sonst erwarb er sich Verdienste durch Stellung von Milch und Brot an arme Witwen unb durch andere Unterstützungen Besonders verdient bet Zuschuß zu dem Fonds zur Erbauung eines allgemeinen Waisenhauses und zum Verpflegung^ fonds erwähnt zu werden. Auch in diesem Jahre beab­sichtigt der Verein eine Bescherung armer Waisen zu veranstalten. Es ist Pflicht, die Tätigkeit dieses Vereins zu beachten und zu unterstützen.

** Der Kanarienzucht- und Vogelschutzverein, gegründet 1911, hielt am 8., 9. und 10. Dezember imPost teilet" hier seine erste allgemeine Ausstellung ab, die von hiesigen und auswärtigen Züchtern gut beschickt Ivar. Di. Prämiierung batte folgendes Ergebnis: Pet. I. Mang, Frank furt-Enkheim 1. Ehrenpreis goldene Medaille, Hch. Jakobi, Kassel 2. Ehrenpreis goldene Medaille, Jak. Kienzle, Offenbach 3. Ehren preis silberne Medaille, Hch. Heß, Gießen 4. Ehrenpreis jilbcrne Medaille, Hugo Schmidt, Gießen 5. Ehrenpreis silberne Medaille, Joh. Amstutz, Höchst a. Main 6. Ehrenpreis silberne Medaille, Karl Becker, Kassel 7. Ehrenpreis silberne Medaille, Karl Viertel hausen, Klein-Linden 8. Ehrenpreis silberne Medaille, Hch. Hell' mold, Gießen 9. Ehrenpreis silberne Medallle, Karl Petri, Gießen 10. Ehrenpreis silb. Vtedaille, Hch. Ejsenttäger, Wetzlar 11. Ehren­preis silberne Medaille, Hch. Marr, Gießen silberne MedailL In der Selbstzuchtüafse: Hugo Schmw, Gießen, und Karl, Viertel- hausen, Klein-Linden, die goldene Medaille, Hch. Schäfer, Gießen, die silberne Medaille und Ehrenpreis. Mitglieder-Ehrenpreije erhielten: Wilb. Brauer, Gießen, Louis Petri, Gießen und Karl Hünermund, Wieseck. Äe Ausstellung wurde am Samstag und Sonntag von etwa 400 Personen besucht.

** Von den GaS- und elektrischen Lichtpreisen. Der Einheitspreis für Koch- und Leuchtgas bei unserer Gas­anstalt, der mit dem 1. April ds. IS. eingeführt worden ist, hat in dem ersten halben Jahre einen Mehrverbrauch von 75 000 ftbm. Gas zur Folge gehabt. ES steht jetzt schon fest, daß durch den EmheitSpreis die Rentabilität deS GaS- iverkes sich langsam steigern wird. Der Preisnachlaß von 10 %, der für die Abnahme an Elektrizität am 1. Oktober d. I. eingetreten ist, hat bei dem Elektrizitätswerk keinen Ausfall an Einnahme gebracht; der Konsum an Strom ist inzwischen so gewachsen, daß das Werk im Oktober eine Mehremnahme von 1300 Rtk. gegenüber dem gleichen Monat deS Vorjahres zu verzeichnen hatte.

Die elektrische Straßenbeleuchtung wird für die beiden ersten fertigen Stromkreise Bahnhof bis zur West- Anlage und Bahnhofstraße-Liebigstraße-Selterstor noch in dieser Woche in Wirksamkeit treten, wenn nicht etwa schlechtes Wetter die Fertigstellung der Einrichtung unmöglich macht.

** Das Wählerverzeichnis der in der Stadt öiejjen zur Reichstagswahl stimmberechtigten Ein­wohner liegt unserer heutigen Nummer bei.

** Der Handel mit Chri st bäumen, der seit acht Tagen begonnen hat, hat bis jetzt recht gute Umsätze erzielt. Bisher wurden allerdings nur große kräftige Dannenbaume verkauft. Die Verkäufer klagen, daß die Bäume im Ankauf nicht billig sind und die Stände durch die Uneinigkeit der Konkurrenz zu hoch im Preise gestiegen sind. Soll doch ein allerdings bevorzugter Stand, der am Selterstor, in diesem Jahre den doppelten Betrag für die Stadt einbringen als im vorigen Jahre.

** Von den Wandernden. Im November waren in der Herberge zur Heimat als Gäste eingekehrt 1315 Wanderer (gegen 1311 im November 1910); von diesen nahmen Herberge gegen Arbeitsleistung in Anspruch 408 (580). Für den Arbeits­nachweis waren 89 offene Stellen angemeldet, von denen 86 und zwar 23 mit Handwerkern und 63 mit ungelernten Arbeitern besetzt wurden. Von den untergebrachten Arbettskrästen gingen 18 nach außerhalb.

Landkreis Gietzen.

= Großen-Buseck, 11. Dez. Gestern hielt der hiesige Konsumverein seine Hauptversammlung, die außer­ordentlich stark besucht war, im Saale des Gastwirts Brück av. Tirettor Meyer eröffnete die Versammlung und brachte das von einem anscheinend geschästtichen JnteresseMen in letzter Stunde in die Oefsentlichkeit gebrachte Flugblatt zur Verlesung. In ihm waren unlautere Gerüchte verbreitet, die jedoch von der gefamter. Versammlung als unrichtig bezeichnet werden konnten. Hieraus erfolgt« dann eine nochmalige Bekanntgabe des letzten Jahr:-! abswiusses. Dieser wurde von der Versammlung als in all Punkten richtig anerkannt. Sodann wurde zur Ergänzungsw des Vorstandes und Aufsichtsrats geschtttten. Das W a h 1 e c g uis war, daß der ausscheidende Direktor Meyer, welcher i Verein fett 1883 zur vollsten Zufriedenheit leitete, sowie die je. herigen Vorstandsmitglieder Konrad Bvnarius III., Feroinu Gans I. und Philipp Frank II., fast einstimmig wicdergewi! wurden. Der Direktor dankte für das ihm durch die Üßiebjr,;.. entgegengebrachte Bettrauen und schloß die Versammlung v.1... dem Ersuchen, zur Werbung von neuen Mitgliedern allsemg oe Ivrgt zu sein. Nach Beendigung des geschästüchen Teils schlotz sich

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