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Lichtensteiner
äusserst milde Sumatra, 8 Pfg.
'Funde entzwei.
Hessen-Nassau.
bereits vorhandenen.
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Die Firma Gebrüder Welger, Wolfenbüttel, hat auf der Internationalen Industrie- und Gewerbe-Ausstellung Turin auf ihre Selbstbinder-Langstrohpressen den Grand Prix erhalten. — Diese Auszeichnung gesellt sich würdig zu den vielen
^üterbahnhofO in reger Per kehr», erladung kam, auW artofselernlt/i ischnitt sogar besser 1 t vielen Landwirle 1 edarf hinaus reiche c Sorten haben fii ! „hassia", die> t), die „verbessern sehr gut eingefü-n, ragnum bonum" in ist und daher nur
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lisation um'ffr n. Der fcoufti [I adi in die hockfs. | 18000 Mark w\\ i Bürgerschule! jahr in Ängrn' .gk- bestimmt, die xofta
Geriehtssaal.
F. C. Usingen, 23. Okt. Am 18. Juni war nachmittags Von 1 bis 2 Uhr im nahen Eschbach in der evangelischen Kirche Christenlehre, die von etwa zwölf zum Teil schulpflichtigen, zum
Sport.
= Büdingen, 24. £ft. Ein FußballwettsPiel zwischen F.-C.-Nidda und F.-C. Kickers-Büdingen fand am Sonntag hier statt, in dem Kickers mit 6:1 Goals siegte.
KindeSlkich"' seinenbach gestmoa
rt Kriegsteilnehmer j VIII. wurde unter । >ar seit Men Wi!
--- Waldgirmes, 23. Oktober. Genossenschaften Raiffeisen scher Organisation wachsen jetzt in hiesiger Gegend wie Pilze aus der Erde. Vor allem trägt die gegenwärtige §utternot »ui dazu bei, die Landwirte zum genossenschaftlichen usammenschlns; zu veranlassen. Lehrer Horn wurde für den hiesigen Bezirk als Untcrverbandsdircktor gewählt; der nächstjährige Verbandstag findet hier statt.
[1 Marburg, 23. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden in eingehender Weise die Maßnahmen gegen die Teuerung besprochen. Die Veranlassung gab ein Antrag der Bcamtenvereinigung, daß die Stadt Scefstche beziehen und die Metzgerinnung ersuchen soll, die Fleischpreise heradzusetzen cvcntl. einen städtischen Fleischmarkt einzurichten. Nach langer Aussprache fand der Antrag Zustimmung. Der Bezug von Kartoffeln durch die Stadt fand ebenfalls nachträglich Genehmigung. Bestellt sind rund 7000 Zentner, die zu 3,40 Mark geliefert werden. Dnrch diese Maßnahme sind die Kartofielpreise um 1 Mk. niedriger geworden.
w. Wiesbaden, 23. Okt Die hiesige Blindenanstalt beging heute die Feier ihres 50jährigen Be - stehens durch einen Festakt. Oberpräsident Hengstenberg überbrachte die Grüße der Regierung und des Pro- vin^ialkollegiums. Dein Leiter der Anstalt, Tr. Th. Stein- kauler, wurde der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen. Tie Anstalt wurde vor 50 Jahren mit drei Zöglingen eröffnet, die Zahl derselben beträgt heute 73.
Handel.
fc Frankfurt a. M., 23 Okt. Die der Zentrale fflt Viehverwertung in Berlin angegliederte Landwirtsckanliche Geschäftsstelle für S ch l a ch t v i e h v c r k a u s in F r a n k s u r k n M. bat im abgelmifenen Geschä'tsiabr -inen Gesamtumsatz von 38 527 Schweinen, 751 Kälbern, 386 Schaan und 295 Stück Großvieh im Gesamtwerte von 4 220 610 Mark gegen 26 246 Schweine, 1545 Kälber, 370 Schafe und 192 Stück Großvieh im Gesamtwerte von 2 670 771 Mark im Vorjahre. Die Steigerung de- Umsatzes ist ein Beweis dafür, daß die Geschäftsstelle stark in Anspruch genommen worden ist. Von den angclieferten Tieren stammten mrs dem Regierungsbezirk Wiesbaden 459 Schweine, 14 Stück Großvieh, 6 Kälber: aus dem Regierungsbezirk Kassel 595 Schweine, 60 Stück Großvieh, 16 Kälber: auS her Provinz Hannover 37 473 Schweine, 221 Stück Großvieh, 729 Käll»er, 386 Schafe. Ein besonders starke Inanspruchnahme der Geschäftsstelle machte sich stets bei fallender Konjunktur bemerkbar. Zu diesen Zeiten soll sie das Vieh zu den alten hohen Preisen an den Käufer bringen, was selbstverständlich nicht immer gelingt und manchmal zu Differenzen mit den Anlieferern führt. Im großen und ganzen darf die Entwicklung der Geschäftsstelle als put bezeichnet werden, denn sie hat cs verstanden, nach und nach in der Umgebung von Frankfurt a. M. einen direkten Verkauf an die Metzger in die Wege zu leiten Zurzeit hat sie je einen eigenen Verkäufer in Hanau, Fulda und Gießen; je ein weiterer ist für Kassel und Mannheim vorgesehen.
Ziegler wurde der o. Unwrrsitätsprosessor Dr. med. et phik^ Gustav Störring in Zürich vom 1. Oktober 1911 ob zum ordentlichen Profeswr für Philosophie und Pädagogik an der Universität Straßburg i Els ernannt. — Der Dekan der philosophischen Fakultät in Heidelberg, Dr. Oncken, gab beim Festmahle der Liszt-Zentenar-Feier die Ernennung dcS Generalmusikdirektors Professor M a r S ch i l l i n g S in Stuttgart zum Ehrendoktor unter Ueberreickung des Diplom- bekannt.
Kreis Friedberg.
x Bad-Nauheim, 23. Okt. Am Neubau des Grand-Hotels wird fleißig gearbeitet; eS hat schon die Höhe von 5 Stockwerken erreicht. Die Frankfurter Firma Albert & Schaffner, die den Bau aufführt, wird ihn bis gegen Weihnachten unter Dach haben. Bis zu Beginn der Saison 1912 soll das HauS eröffnet werden. 180 Zimmer und 100 Badezimmer sind vorgesehen, dazu kommen noch einige Säle.
= Langenhain, 23. Ost. Am Sonntag, 29. Okt., nachmittags, findet hier im Gasthause von Gg. Möckel VIII. auf Veranlassung der Landwirtschaftskammer ein Vortrag über: „Maßnahmen zur Verbesserung der Ackerwirtschaft, insbesondere auch die richtige Anwendung der Düngemittel" statt. Vortragender ist Oekonomierat Spieß-Friedberg.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 23. Okt. Der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Kartoffelverkauf hat im Kleinoerkauf im städtischen Versorgungshaus begonnen. Die Verkaufszeiten sind an den Montagen, Mittwochen und Samstagen von nachmittag? 2 bis 6 Uhr. Es werden hier nur Mengen bis zu 25 Pfund zum Preise von 4 Pfg. für das Pfund yegen Barzahlung abgegeben. Im Laufe dieser Woche beginnt auch die Abgabe der Kartoffeln in Mengen von einem Zentner auf- lvärts und zwar im Gaswerk; der Preis beträgt 3.50 Mk., bei der Zufuhr ins Haus erhöht sich der Preis um 10 Pfg. pro Zentner. — Aus dem Zug gestürzt ist auf der Bahnstrecke Sprendlingen — Buchschlag ein in den 30er Jahren stehender Mann, der sich vorher auf der Ur- berachcr Kirchweih vergnügt hatte. Als er aus dem um 9.46 Uhr von Sprendlingen-Ort abgehenden Zug, der schon im Abfahren begriffen war, aussteigen wollte, kam er zu Fall und blieb mit anscheinend schweren Verletzungen bewußtlos liegen.
Kreis Wetzlar.
sa. Wetzlar, 23. Okt. Die Lutherfestspiele erfreuen sich eines außerordentlich zahlreichen Besuches, die Hospitalkirche ist meistens überfüllt. Obwohl Vorkehrungen getroffen sind, damit den Besuchern, und vorweg den Angemeldeten, für die verschiedenen Spieltage die entsprechenden Plätze zufallen, so kommt es doch vor, daß Nichtangemeldete (ohne Karten) Zutritt nicht mehr erhalten können, weil alles schon besetzt ist. Deshalb ist es ratsam, nicht den Besuch für die Schiußvorstcllung am,Samstag aufzuschicben, denn diese wird voraussichtlich besonders stark besucht werden.
□ Münchholzhausen, 23. Okt. Ein Hünengrab wurde von Arbeitern zwischen Allendorf und hier aufgefunden, das eine Anzahl Schalen und Urnen enthielt. Die Arbeiter schlugen aus Unkenntnis die für die Altertumskunde wertvollen
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Aunst nnb wissenschakt.
— Gießener Stadttheater: Kabale und Liebe. Die gestrige Volksvorstellung, die Schillers immer wieder erschütternde Tragödie von der Luise Millerin brachte, war bedauerlicherweise nicht so gut besetzt, wie sie es verdient hätte. Tie von Herrn Gühne geleitete Aufführung war von einem guten Geist beseelt, und die einzelnen Darsteller erfreuten sich deS lebhaftesten Beifalles. Einige der wichtigsten Rollen des Stückes, das wir Ende der vergangenen Spielzeit schon in einer sehr guten Darstellung sahen, waren neu besetzt, und auch sie hinterließen int allgemeinen einen günstigen und in einigen besonderen Fällen sogar einen sehr günstigen Eindruck. An erster Stelle ist Fräulein Hildegard Böhm zu nennen, die mit glücklichstem Erfolg die Luise spielte. Mit fein einfühlenden Sinnen verkörperte sie die rührende Gestalt des unglücklichen Mädchens, und offenbarte in Sprache und Geste ebenso viel Anmut als Geschick. Herr Karl Gerhard Schröder spielte den Mäjor leidenschaftlich und begeistert. Herr Großer den Hofmarschall Kalb mit treffender Komik. Als Präsident bewährte Herr Bakof in schöner Maske seine sichere Kunst und als Wurm gefiel Herr Gühne wieder durch seine schlichten eindrucksvollen Mittel. Frau Baum ei st er-Felsegg war als Lädst wieder von hoheitsvoller Leidenschaft. Auch Herr Norden als Miller und Frl. Scholz als Frau Miller gefielen.
— Der Fall Bo de-Abels, über den wir vor einigen Tagen kurz berichteten, scheint fortgesetzt die breiteste Oeffentlichkeit beschäftigen zu sollen. Dr. Ludwig W. Abels, der seither sehr schlecht abgeschnitten hat, weist in einem neuen Artikel die Anschuldigung zurück, er habe vorher Drohbriefe mit Geldforderungen an Geheimrat Bode geschickt und behauptet, daß er im Juni ds. Js. im Einvernehmen mit seinem Rechtsanwalt eine Mahnung an Bode gerichtet habe, „die Angelegenheit in irgend einer kon- venablen Weise zu ordnen". Bode entziehe sich einer gerichtlichen Untersuchung. Fast die gesamte Rembrandt-Forschung unserer Zeit fei von persönlich interessierten Männern ausgeübt worden, sei durchseucht von absichtlich falschen Daten und Nachweisen. Wenn erst die Luft gereinigt sei, werde eine neue Generation von tüchtigen Gelehrten diese ganzen Bestände strengstens revidieren müssen. Die Auslassungen Dr. Abels, der sich in seinem Artikel u. a. auch eines Briefes bedient, ohne den Verfasser zu nennen, sind jedenfalls nur mit einer gewissen Vorsicht aufzunehmen, da schon der Ton sehr viel vermissen läßt.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. An Stelle des in Den Ruhestand getretenen Prof. Theob.
Teil schulentlassenen Knaben und Mädchen besucht war. Als zu Beginn des Gottesdienstes daS Lied „Denn ich, o Schöpfer, deine Macht" angestimmt wurde, schwoll der Gesang bei der letzten Strophe so stark an, daß kein Wort mehr zu verstehen war. Ter 15jährige Arbeiter Karl Wirth brüllte besonder-? laut und zwar ein ganz anderes Lied. Der Lehrer Maurer, der den Organistendienst versah, ließ mit dem Lied aushören und stimmte von neuem an. Wegen Störung des Gottesdienstes erhielt Wirth heute von der Wiesbadener Strafkammer einen Tag Gefängnis, doch soll er der 6ebingtcn Begnadigung empfohlen werden.
F.E. Wiesbaden, 23. Okt. (Eine Wette.s Gelegentlich der diesjährigen Sommerrennen in Frankfurt a M. wett len der Rentner L. G. und der Direktor O. M., beide von Wiesbaden, zusammen. In einem Rennen wurde nach Angabe von M. ausgemacht, auf das Pferd Nr. 14 Sieg zu setzen. G. be- Ixiuptet dagegen, daß Nr. 18 Platz vereinbart worden sei. Als M. nach dem Rennen, in dem „Kabin" mit 147 Mark heraus- gekommen war, seinen Gewinnanteil von 73.50 Mark von G. abholen wollte, wandte dieser ein, daß sie nicht 14, sondern 18 auSgemacht hätten und zwar auch nur out Platz. Glücklicherweise hotte M. aber noch Zeugen. Wegen Unterschlagung nahm das hiesige Schöffengericht G. heute in eine Geldstrafe von 30 Mark.
P o t s d a m , 24. Okt. In dem Prozeß gegen dm Landarbeiter Albrecht und den Zimmeraesessen Weier, bi'* angeklagt waren, den 51/, jährigen Sohn des Kutt'chers Wolf in Friesack ermordet zu haben, fällten die Geschworenen gestern abend gegen 10 Uhr das Urteil. ES lautet gegen Albrecht wegen Totschlags auf 8 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust, gegen Weier wegen Ton'chlaaS unter Zubilligung mildernder Umstände auf 3 Jahre Gefängnis.
München-Gladbach, 24. Okt. Die Strafkammer verurteilte einen Fleischermeister zu einem Monat Gefängnis und zu 1000 Mark Geldstrafe, weil er aus Köln ekelerregendes Fleisch bezog.
Kleine Eageschronik.
In Berlin hat die Hochbahngesellschaft nach dem Muster anderer Firmen ihren sämtlichen Beamten und Arbeitern, soweit sie vor dem 1. Juli d. Js. in ihren Dienst eingetreten sind, Teuerungszulagen zugebilligt. Tie Verheirateten erhalten ein halbes Monatsgehalt und sofern von den Betreffenden mehr als drei Kinder zu unterhalten sind drei Viertel, Unverheiratete erhalten ein Drittel deS Monatsgehaltes.
Kurz vor Schluß der Automobilausstellung in Berlin wurde ein dreister Diebstahl ausgeführt, indem einer der Wagen der Adlerwerke, der vor dem Eingang der Ausstellung stand und zur Vorführung diente, entwendet wurde.
Beim Offizier - Jagdreiten des Gcnadier-Regiments Nr. 4 stürzte in Rastenburg der Leutnant Rinkleben so un« glücklich, daß er auf ber Stelle verschied.
Wie aus Bordeaux gemeldet wird, ist der von Sulina (Rumänien) kommende griechische Frachtendampfer „GeorgioS" dOO Meter von der Küste an der Gironüemündung gescheitert.; Von der z weiund z w a n z i g Mann zählenden Besatzung konnten sich nur sieben retten. Das Schiff ist verloren.
Aus Harrisburg (Illinois) wird gemeldet: In dem Kohlenbergwerk Orgara fand eine Explosion statt. Dreißig Bergleute wurden eingeschlossen, zwei Leichen wurden durch Luftdruck aus dem Schacht geschleudert.
Ter ,Berl. Lokalanzeiaer" meldet aus Konstanz: Hier ereignete sich bei der jüngsten Reichstagsersatzwahl der eigenartige Fall, daß ein Anhänger des hiesigen Gy- mnafiums, der bereits das wahlfähige Alter erreicht hatte, sein Wahlrecht unter Begleitung eines großen Gefolges von Mitschülern ausübte.
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Amtlicher Wetterbericht.
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WelterauSsichten in Hessen am Mittwoch, den 25. Oktober 1911: Unbeständig, meist trüb, vereinzelte Regensälle, Temperatur wenig verändert.
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