Erster Blatt
161- Jahrgang
Montag, 18. September 19U
GietzenerAimiger
General-Anzeiger für Obertzeffen
Nr. 219
Ter Eketzener Nnzelger erscheint täglich, außer EonntagS. - Beilagen: viermal wöchemljch OietzenerLamilirnblaner, Ikveuiialwöchenll.Nrei»- laNlürdenNreitEitsten (TrenSlag unb^reiion); zweimal rnoiiail. Land
monflllid)75 ÜL vierlel- ’(ihrtid) Mk. S.20; durch .ibbote- il AivEiyttaürn lonatHcb Cö IM.; durch
biei’ofi Dlk.L—viertel- !.U,L au-ichi. Bestelle, dfilenprtti: lokal 151%
wirilchalllichtLettfraaei »- ▼ 1 ■ ~ K V V " viWxtMhtuv.’B
-rlnschll'sse UM MM VerankiooNlich für den
tt.r d,e Redaktion 112 XT oolmfchen Tal: August
i» General-Anzeiger für Gberheffen LSM-
”""ab"<z*"ä?!mm‘"c «ofationsörud und ©erlag 6er Briibl'ltbcn Univ.Much und Steinöruderet R. Eange. Reiaftlon, irpcbition und Drudertf: r<buNtt°»e 7. eS-'a.oeü"'tüe bm bl« vormittag« 9 Uhr. vudingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäslrftelle vahnhosstraße 16a. Aujagenteit: H. Beck.
Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.
Italien und Tripolis.
Man fajtn et beni italienischen Volke kaum verdenken, wenn es die Vtitcbrcituiin Frankreich» an der afrikanischen Nordküste mit neidischen Blicken vcrfolflt. Erst Farn 211 gier (1830/, gegen dessen Besitzergreifung das damals noch nicht geeinigte Italien ivegcn seiner inneren schwäche keinen Widerspruch erheben konnte; dann gelangte Tunis (1881) unter französische Schnyherrsdaft, unb jept streckt Frankreich die Hände nach einem Protektorat über Marokko aus. Gegen die Einrichtung einer französischen Schutz- Herrschaft über Tunis hatte sich zwar Italien aufgcbäumt: man feierte das Jubiläuin der sizilianischen Vesper, bei der vor i»OO Jahren 30(MM) Franzosen erschlagen wurden, so denronstrativ wie möglich, und man lvandte sich iwn der romanischen Schwesternation ab, um sich dem Treidund anzuschließen. Aber die italienische Pollssnmmung blieb nicht konsequent, sie fing nach kurzer Zeit wieder an, mit 'der schwesternatio»^ zu liebäugeln, und da in einem demokratisch regierten Vanbc die Regierung geradezu gc- zlvungcn ist, der Stimmung des Volkes Rechnung zu tragen, das italienische Volk überdies ständig die Haltung seines Bundesgenossen Oesterreich Ungarns mit Argwohn verfolgte, so kam es schließlich dazu, daß Italien innerhalb des Trci- bunds als unsicheres Element galt, ja, daß es auf der Algeciraskonfcrenz vom Jahre 1904 vom Treibund ab- schwenkte und nut Frankretd) seine „Extratour" tanzte. Tenn Frankreich und vielleicht auch England hatten ihm in Gestalt eines Protektorats über Tripolis einen Möbcr ;uaeworfcn, auf den es ohne weiteres anbiß, obwohl es sich eigentlich sagen mußte, daß Frankreich und England nicht über türkisches Gebiet verfügen konnten, ohne daß neben der Türkei selbst auch Teutschland und Oesterreich- Ungarn habet ein gewichtiges Wort mitzusprechen hätten. Wirklich geknickt aber wurden die italientschcn Hoffnungen auf Tripolis, als im Jahre 1908 in der Türkei die Revolution ausbrach und in der Folgezeit unter dem konstitutionellen Regime das oltomantschc Reich so erstarken ließ, daß, lvenn es auch Bosnien und die Herzegowina an Oesterreich-Ungarn hingab, von einer Abtretung weiterer Gebietsteile nicht mehr Die Rede sein konnte.
Tic Neuordnung der marokkanischen Verhältnisse, die auf die Errichtung eines französischen Protektorats hinaus- laufen, hat nun in Italien oie Hoffnung auf Tripolis tro(p dem neu belebt. Tas italienische Volk spaltet sich hier in zwei Parteien, von denen bic eine an ein wirtliches Protektorat, selbst um ben Preis eines Krieges, denkt, während die andere sich mit gewissen wirtschaftlichen Konzessionen in Tripolis begnügen will. Tas legte ift wenigstens insofern verständlich, als in Tripolis zahlreiche Italiener leben, die bei ihrem Handel und Wandel jetzt nur auf das WohUvvUeu der türkischen Regierung angewiesen sind, und man in Italien darüber klagt, daß dieses sehr zu wünschen übrig lasse. Wer bei den fort- gefegten Streitereien zwischen Italien und der Türkei im Recht ist, kann ruhig dahingestellt bleiben; die Hauptsache ist, daß das italienische Volk jegt int Schatten der Maroikoaffäre eine Lösung der Tripolissrage gebieterisch verlangt.
ES ist eigentlich einigermaßen befremdlich, daß man in Italien, wo die allgemeine Volksbildung noch auf einem jo niedrigen Niveau steht, von Handel und Industrie nicht viel die Rede ist, und viele Landesstrecken unbenugt da- liegen, jegt so sehr nach der Schutzhcrrschaft über Tripolis trachtet, oder es wenigstens nach sranzöfifchem Muster
„friedlich durchdringen" möchte Italien sande bei sich au Hause genügend zu tun, und die kolonisatorische laug feit, bic es in seinem Kolonialbesitz am Roten Meer förntLrca und am Indischen Ozean . Somaliland bisher entfaltet trat, weist nicht gerade daraus hin, daß die heutigen Italiener ,n den Spuren ihrer Vorfahren, der Römer, zu ivandeln verstehen Es ,st deshalb wohl in der Hauptsache nur nationale Eitelkeit, die das italienische Volk ver anlaßt, die tripolitanische Frage für spruchreif zu er« klären
Aber der Augenblick dafür ist jedenfalls schlecht geiD-iblt. In seinen Hoffnungen enttäuscht, hat sich Italien jept von Frankreich nnd England abgemenbet und an die beiden anderen Treibundsmächte aufs engste angeschlossen. Tiefe aber sind, obwohl sie dem reuig in ihre Arme zurückgelehrten Kruder Italiano bic Erfüllung seiner Wünsche gerne gönnen würden, gar'nicht in der Lage, seine tripolitanischeii Schmerzen zu lindern, wollen sie es nicht mit der Türkei verderben, dem einzigen Bundesgenossen, auf den diese Mächte im Falle eines Weltkrieges zu rechnen hätten, und £cr ihnen mehr gelten muß, als das schwankende Italien. Gewiß werden die beiden kaisermächte Italiens Forde- rungcu, soweit sie sich auf eine gerechte Behandlung feiner in Tripolis lebenden StaatSange! origen erstrecken, bei der Pforte unterstützen; in allem übrigen aber werden sie von der Lösung der tripolitanischeii Frage, wie sie das italienische Von will, bic Hand lassen, so daß ein Streit über Tripolis zu einer ausschließlich türkisch-italienischen An- gclegenheit würbe.
Daß dieser Streit schon jetzt zum Austrag kommt, glauben wir nicht — trotz aller Propaganda der italienischen Presse. Tie einzige Gefahr, daß es zu.etnem türtisch. italienischen Äriegc kommen könnte, liegt darin, daß das bisher so verständige Ministerium Giolitti infolge der italienischen Vollsstimmuna einem anderen weichen müßte, bas den slricg mit der Türkei wegen Tripolis auf sich nimmt. Tenn die neue Türkei will von keiner allgemeinen politischen ober wirtschaftlichen Machtbeschränkung in Tripolis etwas wissen; sie ist nur gewillt, die italienischen Beschwerden von Fall zu Fall zu untersuchen und eoent. Abftcllungsmaßrcgcln zu verfügen Trotzdem richtet sie sich, falls in Italien die koiomalchauvimslcn bic Ober- Hand gewinnen und das Ministerium Giolitti stürzen sollten, was in Anbetracht seiner Gefolgschaft in der italienischen Tepiitiertenkammer sehr fraglich erscheinen muß, auf alle Fälle ein.
Tas italienische Volk darf sich darüber nicht wundern. Tenn die italienische Presse hat mit ihren Acußcrungeu die tripolitanische Frage in einer Weise verschärft, daß bic Türkei daraus die Konsequenzen ziehen muß. Täte sie das nicht, so würde das Kabinett Hakki morgen auf dem jungtürliid)cn Kongreß in Saloniki einen schweren Stand haben. Im übrigen aber lann man nur wünschen, daß man in Italien einsehen lernt, daß bie tripolitanischen Früchte jetzt zu hoch hängen, und daß man die Gelegenheit, sie zu erhaschen, dadurch versäumt hat, daß man Frankreich unb England nicht auf die Erfüllung ihrer Versprechungen scsi legte, bevor man mit ihnen die Extratouren tanzte. Tantal .> hat man die Gelegenheit verpaßt, und wenn man fie i eutc bei der Marvuoangelegenheit wieder wahrnehmeii will, so kommt man zu spat. Tas mag für Italien hart sein, läßt sich aber nicht andern.
Konstantinopel, 16. Sept. K kiegsminister M a l,- mudSchefketPascha, Unteritaalüickrelar der Marine, Runcm '1?aidha, und der Wall von Tripolis, Bekir Sami B:i>, ton iencrien heute nadmüuag mit dem Minister des Innern, Halil Bcu, angeblich auch üoer weitere Munitionssenbun-
g e n nach Tripolilanirn Tie Gerüchte, wonach nuai Truppen dorthin geschickt werden sollen, sind bisher offiziell nicht bestätigt worden --
Schwere Ruhestörungen in Oesterreich.
Tie von der österreichischen Regierung angeorbnHca Maßregeln üt der Teuerung - trage haben alles andere als Beruhigung zur Folge gehabt Tic ärmeren Volksklaficn sind über dte Lebensmitteltcucrnng ungeheuer erbittert. So ist es denn in Wien, und gleichzeitig in Prag, zn beispiellosen Ruhestörungen gekommen, btc von intrr Revolution sich nur wenig unterschieden Taft in dem gemütlichen Wien solche Tinge möglich wären, hätte man wohl nicht gedacht Ta Miltkär c.»greifen mußte und mehrere Personen getötet wurden, werden unter den Hunderten von Menschen, die fcflgenommen worden sind, viele schweren Strafen entgegenfehcn muffen. Wir erhalten folgende Meldungen:
Wien, 17. Sept Heute vormittag haben vor dem Rathaufe und in der Volksballc des Rathauses sozial- b c m o k r a t i f ch c K u n d g c b n n g c n gegen die Leben S- mittclteuerung und das Fkcifcheinfuhrverbot stattgefunden, an denen etwa 40000 Personen teil* nahmen. Tu Versammlungen verliefen ruhig Nach Schluß kam cs jedoch zu schweren R u he stö r n n g e n. Tie vor dem Rathause Versammelten schrien und johlten und zertrümmerten zahlreiche F e n st e r s ch e i b e n am Rathause und an Privatgebäuden. Kavallerie und Infanterie mußte I?et angezogen werden. Ten Truppen gelang cs, btc Menge gegen bic Bezirke abziv- brängen. Auch auf dem Schmerlingplatz zertrümmerten die Aufrührer an dem Gebäude des Verwaltungs- genchts eine Anzahl Fensterscheiben. Erst nach dem Ein- tresfen von Verhärtungen durch Kavallerie und Infanterie tonnte die Ruhe wicdcrhcrgesrellt werden. Sowohl auf Seiten der Sicyerhenswache wie der Ruhestörer gab e-.« Verletzte Tie abziehcnden Gruppen verursachten auch in den Bezirlcn arge Ruhestörungen, namentlich in dem Ottakring, in der Lerchcnjeldcrftraße, in der Kaiser- und der Thaliastraßc, wo an verschiedenen Geschäften die Fciistcr- scheiben unb die Lichtkvrpcr der Straßenlaternen zertrümmert wurden. In dem Ltialrüig erstürmte und verwüstete die Menge bic Schule am Hof erplatz, griff die Straßenbahnwagen an und versuchte zwei davon in Brand zu stecken. Auch hier griffen bic Truppen ein unb mußten von der Waffe (ikbrauni machen, ehe sich die Ruhestörer yrffreuten
Bei einem Angriff der Kavallerie auf luiOerfcHlidie Massett auf der Schmelz sind, wie verlautet, sechs Per* sonen to t gcbl ieb c n und ach t verwundet worden.
Gegen 11 Uhr nachts ist im Bezirk Ottakring Ruhq eingetreten.
Berlin, 18. Sept. Sämtliche Montagsblätter bringen seitenlange Berichte ihrer Wiener Korrespondenten über die dortigen Unruhen, die die „Teutsche Tageszeitung" kurzerhand als „Revolution in Wien" bezeichnet. 'Rach den übereinstimmenden Meldungen de.- „Tagebl." unb der „Voss. Itg.' fei die verhängnisvolle Tctonahon am Gebäude oc3 Verwaltung. Gerichtshofes dadurch entstanden, daß ein Bursche einen Feucrwcrkskörper, einen sog. Frosch, auf die Erde warf, vermutlich um btc Pi erde der berittenen Schutzleute zum Scheuen zu bringen. Nach dem „Lokalanz." wäre cd auf dem Hofe des Kriegsministeriums, wo Infanterie unb Kavallerie ausgestellt u>aren, zu einem entsetzlichen Blutvergiehen gclomntcn, wenn nicht der Poiizcilommandant geistesgegenwärtig den Ädg. Wi- narsky auf einen Steinblock hätte heben
Das Modell einer Sl)akipcare=Bül?ne.
Tic Frage nach der Gestaltung der Shakespeare Bühne ist in der Geschichte des Theaters ein fast ebensoviel umstrittenes Problem wie die über die Form der altgriechischen. Nur wenige Angaben sind erhalten, die man mühsam aus der Fülle der elisabethanischen Tranten herausgesucht hat und bereu widersprechende' Teutung eine lebhaite Polemik unter ben englischen Philologen entfesselt. Auch einige Zeichnungen sind in letzter Zeit ausgegraben worden, die manche Anhaltspunttc gewahren; aber wer nun wissen will, in welchem Rahmen die Werke des größten Trama- tikers der Weltliteratur seinen Zeitgenoffen vorgeführt wurden, erhält darauf keine bestimmte und klare Antwort. Deshalb ist es von großer Bedeutung, daß cd nun end lieh gelungen ist, nach ausführlichen zeitgenöffifchen Angaben das Modell einer Shakespeare Bühne zu bauen. Ta.- Modell, dessen Besitzerin bie amerikayische Eolumbia-Un. versitäl geivordcn ist, ist uou A. Foresricr geschaffen und bietet eilt genaues Avblld des Fortune Theaters, bas 1600 auf dein Golding Lane m London erbaut ipurbc
Tic Grundlage dafür boten die Angaben de.- Schauspielers Edward Al lehn, der mit Philip Henslowc zu fammen das Fortune Thea.er als Konlurrenzunlernchmen zu dem Globe Theater crönnctc. Tas Geld, das er mit diesem glücklichen und von Erfolg begleiteten Unternehmen erwarb, verwendete er später zur Gründung des Tulwich Eollege und hier werben noch heute bie Aufzeichnungen des Gründers bewahrt, auS denen das Bild des Theaters in lebe :; ,.. Anschaulichkeit emporsteigt Tas Forrunc:-Thea ter, das sei neu Namen von einer davor ausgestellten Siatiic de. Glücks hatte, war neben dem Globe Tncazer die gröRie und wichtigste Scraubul .. de. ci:i3bc;bam:.iK-:i Louboi. Wahrscheinlich l at eSI)afe:pcare, dessen eigen:- lid)e Bühne ja das Globe Theater war, auch auf der Bühne des Fortune-TheatetS gespielt.
Ne.a, ejter Schilderung Der Ncuuorler Eveni.ig Pou stellt das Modell ein ring, von Bauten umschloss..'cs Viereck dar, das untc. 'leiem \'i:nr. lieg. u. Dee breiten VeraiiDa, Die Die .'?.ilftc ocr Äühi.e eiiiiiunnu, er hebt sich noch ein höheres Stockwerks Der „^urm". Der
mit roten Ziegeln gebeut ist, cbeiro wie bas Giebeldach, das rings um die drei anderen Seiten des Hauses läuft über ben drei Rängen, in Denen die Zuschauer sitzen. Tic Ränge auf ben beiden Seiten, Die an die Buhne grenzen, find durch hölzerne S.v:len m sieben Abteilungen geschie den. Äur Der Der Bühne gegenüberliegenden Seite befinden na, acht ,old;er Abteilungen, und bas ganze ähnelt dem Logenhaus, wie c.- fpäter durch die italieniidK Oper eingebürgert wurde und auch heute noch zum größten Teil die Gestaltung unserer Theaterräumc bcüimmi 'Jhtr sind die Ballons nicht in einer Kurve gebaut, sondern in ge rc.Dcn strengen Linien. Tie äußeren Mauern sind aus Gipsmörtel, ven einer großen Menge von Gitterfenstern uiiterbrocheii Tas ganze üorige Haus ist aus Holz erbaut. Tie Bühne ist aogesehen von einer Ccifnung in der Mitte wo Die So-aufo’.cicr standen, wie der oorDcrc Teil her Logen von einer leichtc.i Bailustrade cingciaßt und reicht fast bis zur Hälfte des Raumes in das Haus hinein, nut einem engen Zwifchcnraum auf icbcr Seite, Der iie von den angrenzenden xogen trennt. Jeder dieser Zwischen räume endet in einer deinen Treppe, die zu einem ricmgcn Ballon sühn, wie er z. B. in Romeo und Julia gebraucht wurde. Tiese Baitons führen quer über die Rücruite der Bühne. Unter ihnen befinden fich drei Türen: rechts, Mitte und links.
— E i n g c 1 e h r t c s W u n d e r k i n d. Sn ein merkwürdiges Wundertuid »st m Dicicn Tagen ;u erinnern, bas i einer «eit Pul Aufsedcn erregt:, beule aber völlig rcigcfien ist Sigumunb ^ra-err von Praun, der im Hcrim 1811 ..i Tornau in Ungüiii geboren wurde. er konnte in seinem ;weiten Ia^.i. ••ertig kuit unb Die Hauptmomente der W-ttgejäichic zusammenhängend er jätlcn '.indi sehr gut Violine ipiclu er, rom vierten an iieü er sich in phenthdfcn Konzerten hören, rom 'cchnen Iatzre an mochte cv Munitrciien unb im 13 beendigte er oen Lunus b-.r iurini»d-en Stuöicn, woraui er einige SSinnen t'- eiu: jcL Iteiene cud) talhgrapti'cbe kuniiwerte und wirkUL ,^ü.r zeiwnungen VrDer starb dicies gciefcnc Wundertinf r:cn im 'tiier von -4> Jahren, ein vtlur, da von allen ,ogcnanm.u gelehrten Wundertindern nur Earl Witte übcridyrin, d.r co irr.» hdi vis zum Greifenaltcr brachte. Ter Lübecker ^etneaen, der
Engländer Malkin starben ganz jung, der Franzose Bosatier wurde auch nur 20 Jahre all.
kf. Ter wiederentdeckte goldene Mann. ,,Eldorado" zu bcmirfi der Vergoldeie, nämlich Mensch), qau lange Zeu hindurch als iagenhastec- (Jqlblanb, bis man schließlich n ucr> Dingo h-rausgcfundcn hat, daß der vergoldete Mann burdniue» nicht sagenhafl ist. Wie uns aus Neunork benchlei w,rd, hat lüngn eine archäologische Eioeduion in hem Guaravitaiee in Eo- lumcia Goldarbesten der Muoscas, der Ureniwohner^ dieics Landes gesunden, unter denen uch auch eine plainid). Tarst.'l- lung des goldenen Mannes und der Zeremonie, bei der er ouf- tra:, befand. Ter „goldene Mann" war der Häuptling des Volkes Bei gewißen Festen befueg er in Bedltitung weniger feiner Untertanen völlig nackt, aber vom Kopf bis zum Fuß in Gvldftcküb cingehüllt, eine Art Barke, aus der er bi. «ur ..Une des Sees hmausgerudert wurde. Hier brachte er den (von»
im wesentlichen in Edelste11 :i I
Tann ’trang er in Die Fluten, so daß 'ein Goldüd nu-i
wurde 3« Jahre 1490 wurden die Mupscas von Nachbcraoi^ rn perDrängi, fo daß fortan oas Fest des goldenen Mannes nicht mehr statt'anh Tas Sei Harne an der Sache in, bai, es im Lande Der Muyscas felbst (an Gold, wohl ab:t rieh l . . . n.-, namentlich Smaragden, gab. Gold, das ße viel verbiaadtlcn, taufditcn iic von Nachbarvölkern gegen Salz an, daß sich m ihrem Lande reichlich fand.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- schait Ter Kongreß des Bundes Teutichcr Architekten wurde am Samstag in her SlaPtdalle ja Heidelberg rurd tcir Vor'ipenhen £ro*effor Tülser-Dresden erönnct Naw Er- Libeu-'i-img natt — T.e Südbeut scheu M onaisb t e, Die b ei er mit hem rt'alenberjabte gingen, werden von ’ i ! ab ihren Jahrgang mit dem Cfioberbt’t eröffnen Ta 3ah: v r » stellt von größeren Arbciuu u a. hie Fugenderimurung'u von Frip "Jiauitncr, d:e Wiener Ennmiungc.i von Luc-uig Cang« tc’er, Du amerilaiu Eiudrück. des Münchener Staot'chu.rat. " . fterid enüaner, ane neu* Äcmocie von Joie! Such : .. züd.uu i-,i von Jakob Schadner, Arthur Schn.hier, ilua r Ernst $afcn uiw. ir. 5 — Ter bcfaiutu - . d:s
Et roül von ha an nur je.ner tunstleri'chcn Tätigkeit tedcu.


