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12.12.1911 Zweites Blatt
 
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Nr. 292

Zweites Blatt

161. Zahrgang

E^chetnl lLgNch mit Vutnabme 6e4 Cormlag«. tUktrwer |e«!llrnblfltter" werten dem thueiger* etermal mödiemltd) betg»legt, ba« Krtliblett fßr bee Mrd» Gieße»- iroeimal Bochenihd). Die ..t«Ud»trl|chs|lllcheU ittt» |r«gce edchemen monatlich «roeunaL

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhefjen

Dienstag, 12. Dezember 19U

Rclattonfbtud unb Pevfa» bet BrüdTIch« Untperfttlii fhi** unb 6tetnbm<fcm, H Bange, Gießen.

Rebafrtm 8n*ötlwn unb Tnuferd: Sckmt- ftraer 7 Gxpebinon unb tVdag; ew bl* RebafiuMue^lLl teL-ilbt- 21nietged»te|*w

der Staalßiclreidr oeS Reichspostamts den Antrag auf fcr- Mäßigung ober Beseitigung der Portogebühr für den schrift- ttcheu Verkehr der rrontoinhader miUbcn Postscheckämtern abgelchnt, weil eine ^Vermehrung der Portovcrgünstigun- gen Bedenken habe. Demgegenüber sei darauf hiugcwiesen, daß über die Portopslicht im Verkehr mit den Postscheck­ämtern bisher UnHarhcu geherrscht bat. Nach einer Em- schcidung dcS Reichspostamts müssen Briefe, die auswärtige ioutoinl-abcr an ein Postschcckaml rich.cn, frei gemacht wer- beu. In einer weiteren Entscheidung hat das Reichspost- mt veringt, daß auch Ortsbriefe an das Postscheckamt porto­pflichtig seien. Zur tüftenlosen Uebcnnitieluiig von Önejen an das Postscheckamt stehen den Kontoinhabern die Haus­briefkasten des Postscheckamts ^ur Versügung. Es ist zweifel- last, ob sich diese Entscheidung im Einklang befindet mit den übrigen Postgejetzeu. Danach sind Ortsbriege an die Postbehörden portofrei. Das Postscheckamt ist unzweifel­haft eine Postbehörde, so daß eine Portopslicht für Orts- brrefe an da-> "Postscheckamt nicht besteht. Bisher sind Briefe an das zuständige Postamt, wenn sie im Orte selbst ausge- geben worden waren, als nicht portopflichtig erachtet wor­den. Neuerdings ist der Begriff£rt" auf Den Begriff ,-Bestellbezirk deS Postamts" eingeschränkt worden. Dar nach würde die Portobesreiung für Briefe an das Postscheck- amt nur solchem wontoinl-abcr zustehen, die im Bereiche des Postamt Berlin 7 wohnen. Es wäre zweckmäßig, wenn diese yragen unzweideutig geklärt würden. Im Postscheck- Verkehr ist eine Neuerung ein^eführt worden, indxm den Kontoinhabern fortan gestattet ist, bei Einsendung von Postschecks, Deren Betrag an Empfänger im AuslanDe mittels Postamveisung ausgezal)lt roerDen soll. Dem Scheck ein aus- aefülltes Foriiiular zur internationalen Postanweisung bei- ?ujügen. Ter Scheckaussteller erhält hierdurch Die Möglich- teü, auf Dem Abichnitle Der Postanweisungen Mitteilungen für Den Empfänger nieDerzu|ckreiben. Der Postscheck ist !n Diesem Falle vom Zlusstetter unterhalb Der Tatumsangabc mit Dem Vermerkmit veigefügter Postaiiweisung" zu Der-

Man schreibt uns aus Berlin:

In Der lürzlick abgehaltenen Postsck-eckkonferenz hatte Staatssekretär DeS RcichspostamtS Den Antrag auf Er-

politifdic Lagcsscliau.

Äibtrün unb ff am Lin.

DerNeuen badischen LanDesztg " wird von einem Diplomatischen Mitarbeiter" geschrieben:

Recht hart sind manchesmal irährend Der monatelangen Ver­handlungen zwuä-en Deutschland und Frankreich auch die Mei­nungen der Unterhändler selbst auituianb.r geuof cil Es waren ebenbürtige Gegner, der startnervige und energische fcen von Liderlcn-LÜächter und Der zahr, jebe Lchrittbrccke seines 3:ano- punUes verteidigende tzcrr Jules Eambon. Und Herr vou x.bet- len-Wächter mag Den Eindruck gehabt haben, daß er. Der "b sucht gehorchend, dem ®ot"id>cficr der ttaniüfnd?cn Republik doch häufig etwa« scharf zugesetzt hatte.

Als nun das Abllmunen endlich, in dem jetzt bekannten Wort­laute, unter Dach und Fach gebracht war, sandte & err von tkiderlen-Wächter i? 11 r n Eambon feine Photo­graphie mit folgender Unterschritt:Ä inan aimoble ami et lerrible enncmi". Und Herr Eambon erw.dcrtc Die Bunner, samkeit, indem er dem Staatssekretär sein Bi.d mit der Wioinung schickte:A man lemblc ami et aimable enncini", womit bi galante Franzose ausdrückcn wollte, daß verr von Kiderleu- Wüchter auch in Den Augenblicken, als er sich in Der Lache am entschlossensten und unnachgicbijfflen zeigte, doch niemals in der Harm Die Gewohnheiten des höflichen Umganges außer Acht ließ. Tie kleine Geschichte beweist, daß Die beiden Unterhauoicr, nachdem sie die Klingen miteinander kreuzten, mit ritterlicher Geber de vom Kampf plaue abgetreten sind.

Herr v. MiDerlcn scheint Spaß daran zu finden, Leute, mit Denen er schwierige amtliche Geschäfte aözuw.ckeln hat, auch in harmlosem Privatoertehr an sich zu fesseln. Man kann sich Darüber, solange man in solche Histörchen keinen genaueren Einblick hat, tein sicheres Urteil erlauben. Daß Der Staatssekretär früher, nach Dem zweifelhaften Vertrag von 1909, vorn Präsidenten Der französischen Republik cm Ssvreü-Service zum Geschenk erhielt, hat etwas peinlicher berührt.

Tas Briefporto im Postscheckverkehr.

sehen. ---

Die Reichrtagzwahlbcwegung.

Unsere Reichsregterung veijUu/i es jefct auch schon, zu Der Neichstagswahlbewcgung Das ihre au tun. In Der amtlichen »Rordd. Allgem. Ztg." wird nochmals Die Geschichte Der Reichsfinanzreform kurz gestreift unD im Anschluß Daran Die neue Regierungspolitit beleuchtet. Die zu keinem Partei­block in Abyängigleir geraten sei. Um so verwunderlicher ist es Dann aber, Daß Das amtliche Blatt an Der ^.ahl- aaitation teilnimmt. Die Reick-sfinanzreform anerkennt, o*ne ein Wort Darüber zu verlieren, ob Die ^teueroetiei- Lina auch gerecht war. Es berührt auch jonDerbar, Daß mm Schluß auf einmal so nachdrücklich Die nationale Boltv- ttimmung gelobt wird, auf Die man in Den Zeiten Der Ent- scheiDung eigentlich gar nichts gegeben Hai. ^er Reichs- taiiAlct tonnte stch diese Arbeit bet ,/LusNarung i-tzt sparen: er wird kaum noch jcmanD überzeugen, und sich nur von neuem Den Vorwurf Der Parteigänger!chatt Des schwarzblauen Blockes" zuziehen. In ihrem Ruablick auj Die abgeschlossene Legislaturperiode Des Reichstags schreibt Die^'orDD. Allgem. Ztg." u. a.:

Man bat cs dem Nachfolger Bülows zum Sonvur machen wollen, daß er als der entc Mitarbeiter des vorigen Reichs- lantters iür Zeit der Blockvolitil mit der Gegenzeichnung des 3 i n a n 8 r c i o r m g c f e B c d itui neues Amt begonnen hat. Heiner dieser Kritiker vermochte aber anzugeben, welchen anderen Mitteln die Geschälte des Reiches ohne dieichwemen inneren Erschütterungen über den »wten PunK haUen hlnweg gebracht werden sotten, erur den Nachfolger Buww-, ma « uili sein mochte, lag eine zwingende Situation vor, im ocr me Aufgabe dieß: te male beit of it. Ihr in die Regierung n sparsamer Finanzwirtschaft gerecht gcword.n. dczug auf die Mängel, Die dem Reformwerke in bezug auf Die 'iitjcineii Steuern wie aus ihre Zuiammensesung anhatten mögen, ij'in nicht widerlegt werden, da» Die Vermehrung Der Reich s - einnahmen um mehrere hundert Millionen Mart eine auch nach Aniicht des früheren Kanzlers unaufschiebbare Ji o t - Lendrgieit war. Tatsächlich begann mit dem Zeupuntt des tiu|ammeitür ud): l y oet r. a . ^01 um

die Mehrheit im kommenden Reichstag. tr°9

Bedurmlifes der Parteien, Vergangenes zu rechtfertigen und

-ünstigeL wieder vorzubercittn, nahm die sachliche Arbeit einen ruhigen, erfolgreichen Fortgang. Lie Thronrede hatte ein sehr nücLerne», aber reichhalnges Arbeusvrogramm voraezeichner. Ter 5lcichskanzler (teilte in Der ersten Etat rede Dem Streit um Geschehene^ dcu Zwang zum Sdiai en gegenüber. Tics er <.n?-n.j, wenn er auch Die Parteien nicht versöhnen konnte, ie&tc lidj in .dLjigen Serien durch. Tie Parteikon st eilatronen. die großen Teilen des Reichstags eine Stellung in das Negative zuwiesen, hauen uet* Den Eharakter des Borüb.rge.'enden, weil |te der Vic.ge..attig!eii uni'ereS VarteilebcnS in Veibindung ntu r:r Tauer nicut vanDhaiten konnten Tas wachsende BeduriniS aller bürgerlichen Parteien, Den vaterländischen Forde­rungen ihrer Äähler nicht nur in Der Kritik, sondern auch durch die Tat Aufdruck zu geocn, macht die Wiederkehr islu.er MDiiücHauonen immer unwabiicheiniich: es fei btnn, Daß iic sich in spater Zukunst in Der Zweiteilung unseres gesamten-politischen LebenS mll^kbrn foLte. Politisch völlig unmöglich war cs, daß an Die steile des zusammen- gebrochenen Block» sofort ein neuer trat, nachdem gerade die uAlhniüitat des alten zur ftatairoDlK geführt hatte. Partei- polltlttu war all et oing 5 der Wunsch der linlsitehendcn Parteien begreiflich, daß »ich ein solcher der Regierung bienübarcc neuer <Lod bilden möge, um gegen beide im Hinblick aus hie bevor- flehenden Wahlen eine konzentrierte Lvvofition in­szenieren zu tonnen. Pralmch mußte diesem Äun di die Er- lullung Dcriagt bleiben, io oft auch das von frerrn von Betbme.nn Vo.hucg richtig zitierte iiort des tfüriten BiSmarck von den ..gelt- gegebenen Abhängiglciten" unter Eni cllung seine» Wortlauts uno SiM'.e-ö a.s c.uiic iür eine parttitattiidie Million miiibrnulit

2 er Reickislanttcr konnic tatiad'li;' b;c nur unabhängig von den Parteien in hem Sinne sübrcn, bay er nicht den Dcrfönlichen Ämvruch aus die Geiolgschait bciiimmtvt Parteien für die Gesamtheit der zu erledigenden Arbeiten eibob. D i c Sache mußte sich i e o c s m a l s e l b |t ihre M chr - beit f u di t n. So trägt die Arbeitsleiitung der Session, die mit wechfe.nden Mehrheiten zustande gebracht wurde, auch nicht oen Stempel eines einseitigen Parteieinslusses. Es geht in keiner Weise an, Diese Session als eine Periode politischer Reaktion zu bezeichnen.

Ter Aiiiicl fuhrt zuin Beweise die Beganotung der Derfasstmgsfragen an, inebcsoiidcre Die elsaß-lvlbringifchc Berfas,tmg. ferner Die so-.ialpvlitischen Gesetze unb schließ! mit Den Worten: .

Tie bürgerliche Linke scheint im BlockrcichStag endgültig den Bruch mit ihrer kritischen Haltung zu den Wehr- und Üolonialsragen vollzogen zu haben. Tie alten Schlagworte, mit denen früher der Freude am kolonialen Besitz cntgegcngcarbeitrt wurde, sind auS den Debatten säst ganz verschwunden: n ut als gegen unseren neuen K o l o n i a l e r w e r b zu treibe gezogen wurde, sah man einige der mißtrauischen alten Bekannten wiederkehrcn. Auch hier wird die Zeit lehren, ob mir wirttich cmkrankes Kind" oder nicht vielmehr einen wackeren ZuivachS ins öau-s bekommen haben. Schließlich wird m diesem Reichstag das kraftvolle patriotische Ge­fühl nicht vergessen werden, in dem er sich in feiner letzten Sitzung, ohne Unterschied der Parteien, mit der Regierung dem Ausland gegenüber zusammensand. Was in all dem inneren Streit und .hader so ost und schmerzlich vermißt wurde, bQA wurde uns zum Abschied von diesem Reichstag noch be- schieden: Ein klarer, Heller und ebener Zusammenklang, -so gesellte sich der Zivang zum Schassen, den wir im Innern Nicht entbehren konnten, und der freie Wüle zur Selbstbehauptung in allen Stürmen unseres nationalen Schicksals.

AuS dem Wah-krets Worms-Heppeuheiw-Wimpfku.

Freiherr HehizuHerrnöheimhat Dem stellv. Bvr- fihcnDen Des Wormser Wahlausschusses, Herrn Iustizrctt Tr. Stephan, nach DerWormser Ztg." Die telegraphische Mitteilung zugcben lassen,Daß er bereit sei. Die ihm von ^unDeilen von Vertrauensmännern einstimmig angebotene KandiDaturanzunehme n."

Aus Dem Wahlkreis Tüsieldorf.

Tas Zentrum wirD in TüsselDors an Stelle DeS zurückaetretencn BankDirektors Tr. IrieDrich Den Fabrik­besitzer Tr. Jakob Schmitz, TusselDorf, als Reichs- tagSranDiDaten aufstellen. Für Die Liberale Bereini- gütig fanDiDiert, wie fcü langen Jahren, Ju,tizrat Kehren, von Den rcchtsstehenden Parteien, Die Den nationalen Wahl- ausschuß bilden, ist P'arrer T e tz l a f f - Solingen aufgestellt, die Temotratijche Bereinigung sammelt ihre Scharen um Tr. KreitschciD unD Die SozralDemotratie kämpft für Die WieDcrwahl Des ReichStagsabgeorDneten HaberlanD. Mil dem ZähltanDiDoten der Polen bewerben sich Demnach sechs KanDiDaten um Das TüsselDorfer ManDat.

Aus Stadt «nd Land.

o) ici.cn. 12. legember 1911«

Die Frequenz der LauDcsuniverfität beträgt im Winieriemester 19111912 1272 LtuDierenbe, Darunter 29 EtuDeminncn. Im Wintersemester 19101911 tvaren 1243 unD im Sommerjemester 1911 1321 stuDiercnDe vorhanden. Es gingen hiervon ab 301, während 252 Dazu kamen, io daß sich ovige Zahl ergibt. AußerDem waren sun, VofDiLwhnnen, 65 Hörer und 86 Hörerinnen vorhanDen Son Den 1272 LtuDierenDen stammten «93 aus Heen, 41b aus anDeicn Deut,(Den Staaten (darunter 289 aus Preußen, 42 aus Bauern, 19 aus BaDen, 9 aus Württemberg, je v aus £[Denburg unD Sachsen-Soburg-Got..a, je 7 aus sechsen unD Elsatz-Lotc,ringen, 6 aus Hamburg, 5au5 Sachsen-Mei- ningen, 4 aus Mecklenburg-Schwerin, 3 aus Samscn-Wei- tnur je 2 aus Braunschweig unD Bremen unD je einer aus Anhalt, Lchwarzburg-SouDershauscn unD Lübeck, 60 aus anDcrcn europäischen LänDern (44 aus RußlanD^ 4 aus Sestcrreich-Ungaru, 3 aus der Schweiz, je 2 aus ^erbtm und Rumänien, je einer aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Norwegen und Bulgarien-, 5 aus außereuropäischen Laiweru (2 aus?rD-2lmenla, je einer aus Japan, Persien und Mertto. Bon Den Studentinnen waren 18 aus 91ub- lanD 6 aus Hessen, 3 aus Preußen und je eine aus Serbien und NorD-Amcrika. Ter theologischen Zakultat gehörten 83 StuDtcrenDe an (taiuntcr 69 Hessen), Der juristischen 121 (93', Der meDiziutichen 426 163;, und Der philosophischen 1272 93 . Bon Den StuDierettden Der medtziNi-chen Fakultät studierten 257 Medizin 11« Hesfen, löl 1,45- ^,icryeilfunDe und 8 (6 Zahnhcittutide. Tte der vhilvsophiichen oafulta: anaehöretiden siudierteii im einzelnen: Phüvsophie 11 Hessen , Pädagogik 11 (5;, Mathematik 65 (o3 , Natur- wissenichatt-n 85 ,7u,, Chemie 33 7 , Pharmazie 21(5-, HoriU^ifie.iichajt 20 LanD.virtsozast 6J <06 ^efchichte Lj .15 , ui .i che P.,üotogie 75 (60- und neuere Byllowgie .1,1 c» ituDieiuu nut Rcifezeugnts vom Ehmna,ium 757, vom Rsolgym. .. lum 287, oon Der Lberrealschule

162 (39 , mit Zeugnis für Das ?rad) 48 unD mit sonstigen Zeugnissen 18 (12).

* T e u t f <h t v Frauenverekn oom roten Rreuj für die Kolonien. Tie A v t e l l u n g © i c ü e n bidi Mittag, u Ml-, tm Lnfiing-soale te« !Xe1ütrunfl»gcbaut'c« ihre erste v> a u p t u e i f a in in l u n fl ab, der u. a. die (jüi'nn zu colnil- 9o. cnioiiii6-v.ct) deiivobnie. Yen Vorsitz führte .-»au «»eheimerat Ui inner, die im Aiiktraae der tBroBLcrjcgm vorlou'i.i bie t"e- f.Da'ie bc» Bereu.« wahigenonunen MUe. i'lach kurzer l erzlicher Begrüßung dcr zahlreicv edd)icnenen Tomen rote« jtou uieüeinii-at IVmacr oui die vor kurzem m Darm'taüt erfolgte iprmivtmg des loudesoerdouü^ pesten bm. t-nuitleürer LWafer von Tann- uadi inen loOann t uen Bortrag über Zwecke und ,.ieie de« dcuiichcn «sraueiiverems vom roten Mrcui für die Kolonien. Er ulcilradite dcr iibietlunfl toicfcen Eruße vom i cfamtuoi lano in laaiduibt, lyrari) die Anerkennung de» toefamiooruaudes i. r die rege Weibearveü. die tt'ir die Beieinrfacve in uheüeii geleriet winde, au«, und e.ab der voflnung ^luebiurf, daß sich auch m CbctUeiien viele dJiilghcbtr finden möcbteiu Er erwähnte u. a. m Icuiem i'onrag, daß c« für die Ehrelivorfitfende des Vandeaverdande» Venen, die üiroiiljerAoam, sicher em« ganz beionoevc (\ieucc lei, daß man gerade m ihier cugeien veimat |o verfiaiiDiuäuoll am ibre Anregungen emgeht Ter Bereiu winde Ibttö in Berlin gegründet. Seme Be irebimgen tauben zimächi: nur in Norbdculfattand -iii- tlau?, legten aber um die ^abil-imdertwetide modittg m Süd- deut ctzlano em. ätnriiembeig, i'cnjerii und Baden grundelen vandevverbäude. Im 'l'iai d«. I«. wurde Daun aut Auregtuig der i'ttoglieizogm auch ber l'anbeeucibauö venen gegründet. Tie Ziele deo tunbceoerbaiibe« eigeben sich aus der ieuDcr ld)oit ncleinetcii Arbeit ndmlidj hinit'emd)ivciient hinau-zujeiideii tu uniert Kolo­nie i und uiclleiclu einer linieren Stolonuu da« koiibare weldjeiu c ncs IttankodaufeS ju geben, vierju ist die Arbeit jede» emzetneu .U,.ließt« tOoibcrlid). Tnrch die Zusauiiuenarieit nut den fctwn Iür tolüiiinle Zwecke arvciieuöen Ccrnuen, nämlich der Tcuilcheu .^olon»atge|cU|cba't und bem (juuienL'nuD ber oeulidjcn ttoiouial» gelcibuja i, wird die Lölung der Aulgabe bedeureiid erleichtert werden, da im btrunde dasiclie Ziel uei'ol^i wird, nämlich Leu foloiuQlcn iveöniifen zu uerbreuen und Beritandm« für die berech­tigte und notivenbtge ubei|eet|che Betäiigimg unlererJlalion zu er- Hieben. Nachdem ,(raii tpeheimeiat Ufmger dem Redner den Tank der Berlammlung anvgelprochen hatte, |chrilt man jur Voriiande- wahl. Tiei« ergab Aimabme der Borfcr.lage der prov,fori|chen < erctiiSleilimg, nach öcnen sich der Vorstand wie folgt Aulammeit- fent: ßrau Weijcimerat llftugcr, I. Voriitzeude, Frau Lvem v. -troita, iicllueitrcicnöe Voriitzeude, Vanldireltor ve'chelhcim, Mailitrei. unD Vanldirelior Ertcßbauer als besten LteUverireier, Regierimgsastesjor ,'reit.err Scheut zu Schweiusberg als Lchrui'ührer und tirau Cber- Üaatsaiuvalt Hoiimann als cielloerlretcttn, ürau v)eh. Hom- lueizieurat toail, Iran Piälideni (Düngend), tirQlt Oberbürgermeister Ulecum, lirau Geh. Justtzrat Pro', cdjnuot als Beirat.

* Der Evang Arbeiterverein besichtigte nm Sonntag das im neuen Schloß untergebrachte '.')l u i eu m s ür BölkerkunDe. Nach einem turzen Bortrag Des Pros. Tr. SicverS über Entstehung, Einrichtung und Ein­teilung Des Museums fand unter Führung Des NeDners uno Des Assistenten Hcwg eine Beiichtigang der ausgestell­ten GegenstaiiDe statt. Tie Ausstellung enthält fine Tyulle wertvollen Materials, Das Die Sitten unD (^brauche sowie Die Äunftfertiglett Der einzelnen Bölkerstämme in bester Weise veranschaulicht.

sstarttiiDurg unD Rheinhessen.

R.B. Darmstadt, 10. Tez. Die Wahlen der BertrruenS- rnänner für Die «vauptpvrfammluiig Der Bereinigten Orts­krankenkassen für TarrnstaDt und Umgebung haben geltem unb heut.- slatigc-siuiden. Es waren 39 Arbeitgeber und 78 Arbeil- nehrncr zu wählen. Bet der Wahl Der Arbeitnehmer ging Die Liste der Gewerkschaftler durch, unter Den Gewählten befinden sich auch 9 Frauen. Tie Arbeitgeber hatten unter Führung Des Onsgewerbevereins mit Den übrigen gewerblichen Korporationen und dem vanDcl&xrein eine gemeinsame Liste ausgestellt. Ein Schüler selb st mord hat sich dieser Tage hier ereignet, Ter 13 jährige Sohn eines hiengen Scannen namens M., Ober­tertianer einer höheren Lehranstatt, glaubte sich von ieinem tebrer sortgeietzt vor feinen Schulkameraden gehänselt unb war Deshalb mit Wissen Der Mutter etwa 8 Tage nicht in Der schule ge­wesen Als sie von Dem Sachverhalte Dem Vater Kenntnis gab, wollte Dieser zu Dem betreffenden Klassenlehrer gehen uno mit ihm Rücksprache nehmen. WahrenD Die« geichah, hatte sich Der 5fnabe ein kleines Flobettge,txhr angeschafft und sich damit eine Äugel in den UiUerleih gc schon en. Ten ärzttichen Bemühungen gelang es leider nicht, fein Leben zu erhalten, der Änahe ist vor- gestern gestorben. Auf Den Entschuldigungszettel, Den er bem Lehrer überbringen sollte, hatte er noch selber hinzugesügt: ,Lch hyjfe, baß dies Nicht wieder voriommt, sonft' Ter Aermftr hat die Wirkung des Einschreitens seiner Ettern leider nicht ab- gewartet, sondern seine angedeiueie Trohung soson zur Aus­führung gebracht. Gegen Den Lehrer sott eine Dis-iplinarunter- suchung emgelettet worden fern. ____

Ein wahrer Hausschatz!

gjtitte November batte ich mit Biofon hier aus bet Apotheke ge­holt 3d) kann es Ihnen nichl verhehlen, daß ich wunderbarerweife dadurch oethältni-maßig dato wieder au Kranen gekommen bin nach Der fo fchweren Enrbmüung mu viel Jölutoerlunen, die ich gehabt hohe, meinen Haushalt kann ich jetzt wieder feldft besorgen, auch fit mein AuSfeyen bedeutend gebelfert Bwion schmeckt unb be- tomint seht gut Wer es einmal aetiunfen bat, der lagt: ^3ch be- balle und bewahre es. tfc ein wahrer Hausschatz, der mit vielem Uclb nicht zu bezavlen ift!" Auch mein Vater und Bruder in All Haldensleben, die beide &ur Ätäfriflung Bwson ectrunten haben, der eine bei Tarmbcchwerdcn. der andere bei RbeumaliömuS, oretfen die gtobarnge Wirtung. die Ihr Ltoson erzictt. Lenne ce neirunten emmeblen He es in tietanmen- und Verwandtenkrelfen gerne wei­ter. Magdeburg-Neufindt.A>. Marz WH. Frau Anna Heutlma Lchmidtnr. 20 H. Unierfchnit beglaudigii llr. Gustav Bäcker. Kgt Vreuk- yiotar. Bioson das defre und blUigne Naht- und Kranigunqs- mittel semet Sn. Dose 'zirta'/-Kilo- Mark 8.-inAooiheten, Tro- geriert. Verlangen Sie vom Btotonwerk FrarMurt iMatm GratrS' orotze und Brofchüte.>

Rauhreis und glitzernde Wiuterpracht LMM machen den Wald zum Marchenreich. und eS ift ein Zeichen der Gekuudung unserer Zeu, daß wir auch den Wnuerwatd togl nun etsng auffuchen unv chn Aiun Lvoriichauolatz machen. AVer WM narürUch muß inan dabei die gebotene Vorsicht nicht außer

Lchi innen unb sich namentlich vor Erlaitungen schützen. TaS mt malt indem man FayS achte 2ebener Mineral-litten M nach vorlchnu gebraucht. Looener fuiö bei jet-em Lyon un- M entbehrlich, vcan tauft ne für do Big. bie Schachtel tn allen einschlägigen Ge'chafien, weife aber Nachahmungen mit ahn s lich llmgenden Namen entschieden zurück._____________»-

Oen üblen tueNCbmack Im Hund, der sich nach lAiyrerem Hänchen. Biergenus? oder Anfentha ' in rauchigen, staubigen oder schletht gelüfteten Kfium-n ein-tel'1 vertreibt man dnrea ein paar Wybert-Tabletten ra . und zuverlässig, bie sind zahlreichen Menschen treue und unent­behrliche Begleiter, die sie nie von sich laescn. Die lauge aus­reichende bcnachtei kostet in allen Apotheken 1 Mark.

Depot in tileeaen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. s-s