Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten.
trua sie dem verschie-I stattgefunden. Nach längerer Beratung ersolgte die Genehmigung karacnden Publikums der Ladung. An die Beratung schloß NÄ dann em Vortrag des -nS £iift u i Oberlehrers Dr. Becker: Bon Padua bis Marburg, Mitteilungen
aus dem Universitätsleben in alter Zeit.
vor der Stichwahl in Giehen-Grünberg-Nidda.
Nach bet amtlichen Feststellung "betrug die Zahl der Stimmberechtigten bei dieser Wahl 29830 gegenüber 28 330 int Jahre 1907, also nur 1500 mehr, nicht 2000, wie die „Franks. Ztg." ausgerechnet hatte, die 30 400 Stimmberechtigte diesmal in Anschlag brachte. Im Jahre 1907 wählten 80,8 Prozent der Stimmberechtigten, diesmal 78,79 Prozent.
Bon national liberalerSeite schreibt man uns: Die in der Presse verschiedentlich veröffentlichte Mit-
siegen wird.
Gerade der Führer der Freisinnigen in löoicit, Psr. Korell, hat kürzlich in der Becker - Versammlung m Darmstadt den monarchischen Standpunkt seiner Porter besonders bc tont. Ja, er ging noch weiter und erhob gegen die „2>nnmt. 3tg.z/ — übrigens zu unrecht — den Vorwurf, nur hatten ferner Partei die staatserhaltende Gesinnung abgesprochen. Lus dmer Aeufierung des freisinnigen Führers wird man wohl tchlrehen dürsen, daß er mit der Parole, die die „Frantt. Ztg/ für Gießen Nidda bereits ausgibt, nicht einverstanden fein wird, und ebenso wenig wird 'dies die große Mehrzahl derjenigen frei,innigen Wähler sein, die mit ihrem Führer aus monarchischem und staatserhalten - dem Boden stehen, bcitn mit diesem Standpunkt tlt ein Eintreten für die Sozialdemokratie nicht gut vereinbar.
Von einem En'olg, trotz des Stimmenverlustes von rund 1000 Stimmen, möchten wir beinahe auch bei den vereinig t en Deutsch sozialen und Bündlern sprechen. Was ist nicht alles von dem AuSeinandersall der früher auf Kohler vereinigten Stimmen geredet und geschrieben worden. Das M aber nicht eingetreten, denn bei 9000 Stimmen tft der Verlust von 1000 Stimmen noch lange fern AuseinanderfÄlen. Zieht man da» Fehlen der Person Kohlers und den rechtsfeindlichen Zug, der im Augenblick die Partei der Mitläufer beseelt, in Betracht,, so haben sich die Deutschsozialen und der Bund der Saiibttnrte vielmehr recht gut gehalten. Für ihren Kandidaten Dr. Werner bei der Stichwahl einzutteten, ist'Pilicht aller bürgerlichen Wähler.
Am schlechtesten abgeschmlleti haben d« Nation al live r a l e n Dennoch ist cs vielleicht ein allzu hartes Urteil, wenn in einigen Blättern von einem „Zusammenbruch der National liberalen" geredet wird."___________
Wahlrechtsreform in Mecklenburg-Schwerin.
S ch w e r i n, 13. März. Tie Großherzogliche Regierung erläßt an die Landtags kommisfare ein Reskript und dazu eine Anlage mit den Grundzügen: Eine anderweitige Zusammensetzung des Landtags. Darin lairi) aus geführt: _ „ _,
"Ter Landtag besteht für Mecklenburg-Schwerin aus 92 Abgeordneten, nämlich aus 24 Abgeordneten der Ritterschaft, 24 Abgeordneten der Landschaft und der beiden Seestädte Rostock und Wismar, sieben Abaeordneten des ländlichen Großgrundbesitzes, zwölf Abgeordneten des ländlichen Kleingruiidbesitzes und der übrigen ländlichen Bevölkerung, zehn Abgeordneten der städtischen Bürgerschaften und der Fleckengemeinden, einem .Abgeordneten der Landesuniversi- täf, einem Abgeordneten der Geistlichen, drei Abgeordneten der übrigen wissenschaftlichen Berufsstände mit Hochschulbildung, zwei Abgeordneten der Handelskammer, zwei Abgeordneten der Handwerkskammer, zwei Abgeordnete der Landwirtschaftskammer und vier Abgeordneten, die vom Großherzog ernannt werden.
Für die Wahlen des ländlichen Großgrundbesitzes soll das Großherzogtum in sieben Wahlkreise eingeteilt werden. In jedem Wahlkreise wird em ländlich er Ab geord neter gewählt. Die Wahl erfolgt un-
Härungen, die ich als absolut richtig ansehe, bie 17 Schiffe von den deutschen Werften nicht vor tfrutp jahrl913 abgeliefert werden. Er klagt und) an, im Jahre 1909 irregeführt zu haben. Ich soll zu mein e r Verteidigung zeigen, wie ich zu diesem Irrtum gekommen bin. X* y kaäiu jetzt noch rechtfertigen daß ich von dem Hause im Jal;re 1909 die vier Eventual; chlifte verlangt habe. Tie großen deutschen Schiffe .lverden in vier Ban raten bestellt. Im Winter 1908/09 er; ah ich! auv dem mir vorliegenden deutschen Budget für 1909/10, dap die ersten beiden Sauraten für vier Schifte, die 1908 auf Stapel ae.'egt waren und zu dem Bauprogramm 1908,09 gehörten, fast 1300 000 Pfund betrugen, d. h , die beiden Bauraten waren bis au; 90 000 dem Betrage der drei ersten Bauraten für die Schiffe des Programmes 190b 0< gleich. Eine starre Vermehrung des Geldbetrages, der für oen Bau der Schiffe verwendet wurde, konnte eines von zwei Dingen oder beides bedeuten, nämlich, entweder, daß die Schiffe schneller gebaut werden würden und daß mfolgedefsen größere Bauraten in den ersten zwei Jahren nötig, oder daß die Schiffe viel größer und kostspieliger fern wurden. Tas war, was ich zu erwägen hatte. Ich wußte damalv, daß zwei Kontrakte des Bauprogramms von 1909/10 un Jahre 1908 zugestanden worden waren, und daß eines der beiden Schiffe begonnen und beträchtlich im Bau gefordert worden war, von dem anderen wußte ich, daß es zwar noch nicht auf Stapel gelegt, aber das Material beschafft wcu: und alles für die Stapellegung vorbereitet war. War ich in Kenntnis dieser Tatsachen berechtigt, das zu denken, daß vielleicht der in den ersten beiden Jahren bewilligte große Berrag dazu bestimmt war, diese Schiffe zu bestellen, : für welche bie Kontrakte bereits vor April 1909 zugestanden waren?
tortung über die Stichwahlparole der Atatitnianibernten Par- tei des 1. Hess. Reichstagswahlkreises ist verfrüht, wert die für diese Entscheidung allein zuständige Jnstanz(Wal;l kreisvorstand und engerer Vorstand des Nativnalliberalen Vereins zu Gießen) erst am nächsten Mittwoch, 1 »6 Uhr, in Gießen zu diesem Zwecke zusammentritt.
Der Wahlausschuß für die Kandidatur Werner ersucht uns um Aufnahme folgender Notiz:
Die „Darmstädter Ztg.", Nr. 60, vom 11. Marz 1911, schreibt nach Erwähnung der Erklärung der „Franks. Ztg." (Parole für die Sozialdemokratie): „Es bleibt nur bie vostnung, daN die freisinnigen Wähler nicht alle dieser Parole folgen werden. Wenn wenigstens ein Teil von ihnen bei der Stichwahl zu Hau;e bleibt, dann ist noch Aussicht, daß der bürgerliche Kandidat Werner
— Ballontelegraphie. 3inn ersten Akrte ist es gc-< langen, durch elektrische Wellen eine Verständigung zwischen einem schwebenden Ballon und der Erde herzustellen. Wie aus Frankfurt a. M. gemeldet wird, stieg von dem benachbarten Griese- Heim am Piontag ein Freiballon auf und die ihm nachgefandteu elektrischen Wellen wurden von einer mitgenommenen Empfangs^ Hatton ausgesangen. Bis zu 600 Metern war die Verständigung sehr gut.
— Ein Riesenhono rar. Aus Loudon wird berichtet: Nachdem nun die Unterhandlungen zwischen dem englischen Impresario Whitney und den .Verttetern von Richard Str au st wegen Ueberlassung der Aufführungsrechte des „Rosenkavaliers' für England und Amerika endgültig zum Abschluß gekommen sind, zeigt es sich, daß das von Wlsttney zu zahlende Honorar einen Rekord in der Geschichte der Operntantiemen darstellt. Die Bedingungen, die für den „Rosenkavalier" gefordert und schließlich auch gewährt wurden, ü6en"teigen alle Summen, die bisher vom Ausland für eine Oper bezahlt worden sind. Der Kontrakt gibt Whitney das Aufführungsrecht für England und Amerika nur aus ein Jahr und zwar vom 1. Juni 1911 bis zum 1. Juni 1912. Natürlich ist ein Verlängerungsrecht vorgesehen, von dem wahrscheinlich auch Gebrauch gemacht werden wird. Als ersten Vorschuß mußte Whitney 90 000 Mk. hinterlegen mit der weiteren Bedingung, daß innerhalb von vier Wochen noch 160000 Mark bar den Vertretern Richard Strauß' ausbezahlt werde,, müssen. Wer diese Garantic;umme von einer Viertelmillion - repräsentiert nur das Minimum der Einnahme, die dem Komponisten zufließen soll. Hat das Werk in England und Amerika guten Erfolg und große Einnahmen, so steigen automatisch die iantiemeni'ummen, und es ist daher wahrscheinlich, dast dem Schövser des „Rosenkavaliers" während dieses einen Vertrags- jahres noch westaus größere Summen aus Loudon und Amerika zufließen werden.
— Kurze Nachrichten ava Kunst u. Wissenschaft. Robert Kochs Schriften. Auf Veranlassung der Erben von Robert Kock sollen dessen Werke, abgeschlossene Bücher, Abhandlungen, wichtige Gutachten und dergleichen in authentischen Texten der ganzen wissenschaftlichen Welt zugänglich gemacht werden. Tie Ausgabe wird durch die Professoren Dr. Gaffky und. Dr. Schwalbe besorgt werden.
Nun st, Wissenschaft un» Leben.
— KonzertdesBauerschenGefanyvereins. Im gut besuchten neuen Saale der Universität sand am Sonntag das diesjährige Stiftungskonzert des Bauer- schön Gesangvereins statt. Bei den sorgfältig gewählten a eapeUa-Nummern, die verheißungsvoll — die kommende Maienzeit vorahnend — jnit dem dankbaren Ehore „Neuer Frühling" von Petschke und zwei Soloquartetten, „Frühlingsgruß" von Schumann und „Ich hört' ein Vöglein pfeifen" von Sch auß begannen, zeigte der stattliche Verein auch in diesem Jahre seine schon so oft gerühmten Vorzüge: ausgezeichnete Schulung und ein besonders in den Baßstimmen auffallend schönes Material, das namentlich auch in den mehrfach besetzten Soloquartetten zu vollster Würdigung kam. Sehr gut ausgearbeitet waren die beiden Kunstchöre: „Auf Bergeshöhen" von Sauer, dessen erster Teil mit einer glücklichen Stimmungsmalerei beginnt, und die nicht leichte „Meeresfahrt" von Schwartz. Die zweite Hälfte des anregenden Programms, die hauptsächlich dem Voltsliede gewidmet war, brachte d.n bekannten Sch u- b er t scheu „Lindonbaum", die eindrucksvoll gesungenen „Drei Röselein" von Silcher, die portugiesische Volksweise „An die Heimat", und den von Rille gesetzten „Zapfenstreich", letzteres eine Prachtleistung des Chores und seines verdienstvollen Leiters. Für den reichen Beifall bankten die Sänger mit dem liebenswürdigen „Mein Liesel", während das Soloquartett nach dem fein abgetönten Vortrag des ernsten „Schwesterlein" und des gefälligen ^.Abendständchen" sich noch zu der Zugabe des gern gehörten „llebers Jahr, mein Schatz" verstand. — In der Solistin des Abends, Frau Ella S t e f f e n s-H a r n i s chf e ge r aus Frankfurt a. M., hatte der Verein eine Sängerin mit an sich schöner, volltönender und gutgebildeter Soprcm- {fthnnie gewonnen, nur schien uns gestern die Sängerin die Größenverhältnisse des Saales zu überschätzen, so daß sie 'm Tongebung und Deklamation hier und da des Guten zu -viel tat, womit wohl auch ein leichtes, aber immerhin be--. merkliches Detonieren zusammenhing. Mit einer Reihe ----------------------- --- .. - -
dankbarer Lieder von Bruch, Reinecke, Pittrich,'stadt hat dieser Tage dte Gründung der Ortsgruppe
Schäfer, Gound und Zaubert 1 v , denen Geschmacke des mit Beifall nicht kargenden Publikums Rechnung. — Unser einheimischer Pianist, Sperr Julius H a h n , brachte in dankenswerter Weise bas tiefempfundene „Des-dur-Pr£tube" von Chopin, die reizvolle „T-moll- Gavotte" d'Alberts und den unverwüstlichen „Hochzeitstag auf Troldhaugen" von Gr ie g warmblütig und technisch abgerundet zu Gehör. Für die feinsinnige Klavierbegleitung bei der letzten Stummer des Abends, dem Podbertskh- schen, in den a capella-Sätzen recht heiklen Chore „A m Ilsenstei n", der unter der umsichtigen und energischen Leitung des unermüdlichen Herrn Gör lach noch einmal Chor und Solisten zu einem wohlgelungenen Abschluß vereinte, sei ihm besonderes Lob gezollt. -2-
— Deutscher Wissenschafter-Verband. Zu Pfingsten vorigen Jahres wurde in Kassel der „Deutsche Wiu'en- schatter-Verband" gegründet, dem eine Anzahl Verbände wissenschaftlicher Vereine mit 1900 Aktiven und 12 000 alten Herren beitraten Es sind dies: Der Arnstadter Verband mathematischer und naturwissenschastlicher Vereine mit 18 Vereinen, das Eisenacher Kartell akademisch-theologischer Vereine mit 14 Vereinen, der Goslaer Kartellverband medizinisch-naturwissenschastlicher Vereine mit 9 Vereinen, der Naumburger Kärtellverband klassisch- vhilologischer Vereine mit 11 Vereinen, der Verband akadernisch- b ist arischer Vereine (teilweise an öUerreichrschen Hochschulen^ mit 7 Vereinen, der Verband theologischer Vereine, sog. Leipziger Verband mit 11 Vereinen und der Weimarer Kartellverband neu philologischer Vereine mit 9 Vereinen. Inwieweit weitere Verbände, besonders die an technischen Hochschulen, ferner fachrvissen- schastliche Einzelverbindungen — es sollen noch 30 vorhanden fem — in Betracht kommen, läßt sich noch nicht Voraussagen, da man von diesen Verbänden so lange absehen zu sollen glaubte, bis die schwierigeren Fragen der Organisation gelöst und damit eine Festigung eingetreten sei. Alle diese Erörterungen werden wohl bis zur Einberufung des er st en deu t s chen W i s s e n s ch a f te r- tages, der im kommenden Sommersemester statt finden soll, ihren Abuhlüß finden. Neben diesen Fragen der Organisation, die von dem Elberfelder Arbeitsausschuß bearbeitet werden (Leiter ift Dr. Tenhaeff in Elberfeldl, regt sich in vielen Ortey Teutschlands der Gedanke, durch ben engeren Zusammenschlust der Alten Herren in Ortsgruppen den bereits bestehenden A. H.- Verbänden die gemeinsame Grundlage zu geben. — In Dar m-
Klagen im englischen Unterhaus über die englische Zlottenrüftung.
Die Riesenfummen, bie Großbritannien wieder für feine Seerüstung aufroenben will, haben >u interessanten Auseinandersetzungen im englischen Unterhaus geftihrt. Besonders uns Deutsche interessieren diese Vorgänge, denn nicht nur wird Deutschland immer zum Vergleich heran- aezogen, solidem es wurde diesmal amtlich angegeben, daß frühere amtliche englische Angaben über das Steigen der deutschen Flottenrüstting f al s ch waren. Es wird gemeldet:
London, 13. März. Im englischen Unterhaus beantragte der liberale Abgeordnete Murray Mae Donald folgende Entschließung: Tas Haus betrachtet mit Beunruhigung das enorme Anwachsen der AuS- qaben für Heer und Flotte während der letzten ^ahre und ist der Ansicht, daß diese Ausgaben vermindert werden sollten. Mae Tonald wies bei Begründung der Ent schließuirg aus die fortschreitenden anwachsenden Ausgaben für Flotte und Heer während der lebten 16 Jahre hin und fragte, welcher Art bic vom Aus lande drohende Gefahr sei, daß sie die Fortsetzung solcher Ausgaben rechtfertige. Großbritannien sollte in der Verminderung der Rüstungen ein Beispiel geben.
Mc. Sienna fuhr fort: Ick zog den edtiuß, ban beabnchttgt war, die Schiffe früher zu vollenden und hatte aucb keine Mlt- leilung von dem Gegenteil. Ter Vertrete der Admiralität in Deutschland hatte kein Mittel, eine gegenteilige ^ntormation zu erlangen, ich tonnte nur solche Schlüsse ziehen, wie es du Tatsachen gestatteten. Am 29. Februar habe ich meine miPTuiifllid)e Erklärung korrigiert und dem Hause bic offiziellen deuttcheu iaten der Ablieierungstermine mitgeteilt. Was den Grund anlangt, n drum ich die Forderung nach vier Ev ent-u a l! ch : Hcn nicht zurückgezogen habe, so wird sich das Haus ermnern, daß der größere Betrag der ersten zwei Lauraten eine Vergrößerung der Schiffe bedeuten muhte, wenn er nickst -eine Beschleunigung des Baues bedeutete. Mc. Kenna kam zum Schluß aus die Zukunft zu sprechen und erklärte, 2 1 deutsche Schisse wurden von den Wersten im Frühjahr 1914 abgeliefert werden, 3 0 britische Schüfe würden zu demselben Zeitpunkt vollendet sein. Posenbys Annahme, daß das vermehrte Budget in bet Zukunft 50 Millionen betragen wird, sei irrig. Wenn keine weitere Aenderung des deutschen Flottengesetzes erfolgt, und wir haben allen Grund, fuhr Mc. Kenna fort, zu glauben, daß dies nickst der Fall sein wird, so wird das Budget für 1912/13 eine Verminderung im Vergleich mit 1911/12 zeigen, aber wir könnest keine Verpflichtung übernehmen, bevor wir wissen, Ivie die fünp tigen Entwickelungen der fremden Flotten beschaffen sein werden.
Der Radikale Ponsenbl; unterstützte bie Entschließung Er erklärte, baß alle nicht zu rechtfertigenben Ausgaben für bic Rüstungen nicht nur eine Belastung der Steuerzahler, sondern eine ernste Herausforderung an fremde Nationen seien. Peitsenbn nahm Bezug auf bic kürzlichen Reben des Staatssekretärs im Rerchs- marineamt v. Tirpitz und bes Abgeordneten Schrader und richtete die dringende Aufforderung an ben Staatssekretär des Aeußern, Sir Edwitrd Grey, er möge jede Gelegenheit ergreifen, um Deutschlanb Freundlichkeit zu zeigen.
Der Liberale King beantragte das folgende Amenbe- mient; Die Aufrechterhaltung großer Rüstungen würde bic Herbeiführung einer internationalen Vereinbarung für bic Beschränkung der Rüstungen willkommen hmßcn.
Ter E r st e L 0 r d b e r A b m i r a l i t ä t M a c K e n 11 q, sagte- Pensenby hat das Bezuggiehmen auf Deutschland nnb bic deutsche Flotte in dieser Erörterung mißbilligt. Ich kann ihm bic Versicherung geben, baß es absolut unmöglich ist auf an mich gestellte Fragen zu antworten ober bic Politik der Admiralität zu erläutern, wenn nicht auf fremde Hotten Bezug genommen wirb. Natürlich ist bie Macht, die ich auswahle, biejenige, welche bic zweitstärkste Flotte besitzt. Damm muß ich bic Stärke der Vermehrung unserer Flotte mit ber deutschen vergleichen. In Erwiderung auf bic Beschwerde der Radikalen, daß es der Regierung nicht gelungen sei, die Ausgaben zu vermindern, wies Mao .sienna" barauf hin, daß bie in ben Jahren 1906 uno 1908 beschlossenen Abänderungen des deutschen Flottengesetzes die Bestimmung für bie beutsche Flotte in den darauf folgenden Jahren in Zweifel ließen. Pensenby, erklärte Mae rtenna, versetzte mich in bic Lage, zu meiner Verteidigung bie Worte zu erklären, bic ich bei ber Einführung des Budgets im Jahre 1909 gebrauchte. Er führte meine Worte an, um zu beweisen, daß entgegenmeinerAn nähme, Ende 1910 würden neun d eursche Dread- no u g t h s vollendet sein, tatsächlich nur fünf vollendet waren und daß, während ich voraussetzte, im Herbst 1912 würden 17 Schiffe vollendet sein, ich nunmehr zugäbe, daß nach den nrir gemachten amtlichen Er
N. 62 Erstes Blatt - M. Jahrgang Dienstag, U-jnaij ^ü
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