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21.10.1911 Fünftes Blatt
 
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M. 2«

Grschetnl »glich mit ÜuSnebme deS Sonntag».

General-Anzeiger für Gberheffen

um

f«, Hauptstraße 105.

Die ftfmiierinitc Frage ist die der Ersatzkassen. Ich runfl> icn cr vertritt, mürbe aber viel teurer werden als die jetzige : fast, das; auch hier die Grundlagen des Entwurfs gorm Nun sind unö Vorschläge von Verbänden gemacht worden, uptsachc sich als stichhaltig erweisen werden. 2Bir bic rLn foto Einrichtungen haben, wie z. 8?. von der Münche.

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isreau:

(Telephon TS

glich von 6 bis 7 Dl fahlaim.vfcroii'

Samstag, 2(. Gttober (9U

RotanonSdruck und Verlag der Brühlfchen UnwersitätS Buch- und Sieindruckerei.

9L Lange, ®in>en.

Abg. Trimborn (Ztr):

Wir werden alles tun, das Gesetz noch in dieser Session

wenn sie sich z. B. selbständig machen. Tenn die Beiträge find so doch, daß sich rasch eine Summe von 1UOO M. und mehr an- sammelt. Tie Hiuterbliebenenbezüge sind viel zu gering. Co ist 3 B. im Oie setz die niedrigste Rente für ein Kind mit 3.44 M. angegeben. Co etwas sollte man doch erst gar nicht ins Gesetz hineinnehmen. Eine befonbere Vergünstigung sollte den Ersatz- kasien nicbt zuteil werden. Dir werden unS an der KommissionS- beratung im Jntereffe der Angestellten beteiligen.

Abg. Dr. Ltrrscmann (Natl.):

Die erste Lesung deS Entwurfs eines Vcrsicherung'-gesehes stc Angestellte wird fortgesetzt.

Mb. Deutscher Reichstag/

193. Sitzung. Freitag, den 20. Oktober.

Um Tische des BundeSratS: Delbrück.

Präsident Graf Schwerin-Löwitz eröffnet die Sitzung 1 Uhr 16 M mitten.

Das Prluatbeamfengefefo.

Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- strafte 7. Erved-.lion und Verlag: &L

Redaktiome^KllL. Tel.-AdruAnzeigerGießen,

Die ^Oietzener ZamillenvläNer" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Xrclsblen fftr den Kreis Oirtzen" iroeimal wöchentlich. Die ..tandwinschastltcheo Setp erscheinen monatlich zweimal.

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Liszt am Klavier.

Zu seinem 100. Geburtstag (22. Oktober 1911). ~

,Orpheus rufjrte die Tiere des Waldes und bewegte die L-teine, aber Liszt rührt das Orchester, daß cs r-erftummt" mit dielen begeisterten Worten suchte ein Pariser Kritiker daü unvergenlime Klaoieriviel des jungen Liszt zu schildern, als er zum erlten ..^ale in Paris spielte. Tatsächlich Ixittc das Orchester der italienischen Oper, mit dem zusammen Liszt konzertierte ubcr Ieinem S-Piel einen Einsatz versäumt. Gleich bei dem ersten AuNreten erregte das ans Märchenhafte grenzende Klavierspiel Liszt, mit Kiner Technik, die alles bisher Gesehene und Gehörte weit hinter sich lieft,ödireden und Staunen", wie es in einem seitgenonumen Gerichte des ersten Konzertes des jungen Klavrarvirtuoien hietz- Tie phantastische Außenseite," so hieß es,ist nur die .Vulle eines inneren Vulkans, aus welchem Töne gleich flammen und Mesentrümmern hervorgeschleudert werden, nicht etwa ichmcicheino, sondern kolossal donneriid. Da denkt man weder an lerne Joarwe, noch an seine Technik, noch an das Instrument. Ganz hivgegeben einem ungeahnten Eindruck packt er unsere <seele, und zieht ne gewaltsam in jene Höhe, welche alle Phililter schwindeln macht. Mit einem Wort: man kann sich keine Vorstellungen von diesem Spiele machen, man muft es hären." . .

Noch viel weiter gingen die begeisterten Schilderungen ots überaus mächtigen Eindrucks von Liizts Klavierspiel bei anderen jener Glücklichen, die den jungen Li'zt hören durften^ xa Ucht ,iach deni Konzert2ilÄt wie ein Sieger auf dem Lchlachtteld, wie ein Held auf der Wahlstätte. Bezwungene Maviere liegen um ihn her zerrissene Saiten flattern als Trophäen, ine Zuhörer sehen sich an, Ivie nach einem Gewitter aus heiterem Simmel, wie nach Donner und Blitz, vermischt mit Blumenregen Aind Blütenichnee und schimmerndem Regenbogen ... Sr irt ter Prometheus, der seine Geliebte, das Klavier, bald zärtlich tehandel:, bald tyrannisiert, mit ihr kost, mit ihr schmollt, ne Ichilt, ansährt und sie wieder desto inniger, feuriger, liebeglühender ''lwckaurjauchzend umschlingt uiid forlratt durch alle Lüfte." Diese glühenden Schilderungen sagten bei dem jungen Klavierwunter -richt zu viel, beim bald stellte sich bei Liszts Zusammentreffen mit Heu größten Klavier virtuosen der Zeil heraus, daß er ihrer

* Universl! fiieöeö'^

10

iirftanbc zu bringen. (Beifall.) ES ist ein wesentliches Stück irittelstandspolilik. Wir holen eine soziale Pflicht nach. W,r werben bas Gesetz im großen und ganzen so an- nehmen, wie e 8 hier vo r l i e g t. Ter HauptauS- schuh der Prrvettangestelltenverbände hat große Verbienste um das Zustandekommen des Gesetzes. Aber nun muß er in seinen

Abg. Linz (Rp.)

verweist auf die starken und vielfachen Bebenken einer Reihe von Arbeltgeberorganisationen gegen einseitige Berücksichtigung der Wünsche unb Interessen der Angestellten. Trotzdem kann ich im Namen meiner politischen Freunde mit allem Nachdruck erklären, daß unsere grunbsätzliche Stellung in der ganzen Frage unver­ändert dieselbe geblieben ist, daß eine ausreichende, angemessene Pensions- und Waisenverficherung den Privatangeslellten gegeben werden soll, als eine der wichtigsten sozialen Aufgaben der Gegen­wart. Ter Kampf des Mittelstandes ober eines Teiles desselben gegen bic Pensionsversicherung der Privatbeamten richtet sich weniger gegen das Prinzip der Versicherung als gegen dav vor- geschlagene System. In der Kommission wird die Regierung die Bestimmungen über die Sonderkassen gegen die Sozial­demokraten wohl energisch begründen und rechtfertigen. Mit der Höchstgrenze von 5000 Ml. sind wir einverstanden. An den Slom- mffsionSberatungen werden wir uns eifrig beteiligen, damit die Vorlage bald Gesetz wird. (Beifall.)

M»g. ftorfantt) (Pole): Wahlrückfichten leiten un» nicht. Wir tun nur unsere soziale Pflicht, wenn wir diese Materie regeln helfen. Im großen unb ganzen find wir mit der Vorlageem- verstanden. Die Haltung deS Redners der Fortschrittler hat unS aber in Erstaunen gesetzt. Die Rede deS Tr. Mugdan war voll vonStenn" undAber".

Abg. Naab (Wirisch. Vgg.): Dem Mittelstände werben immer neue Lasten auferlegt. Kann man sich da über eine gewisse Lcitz- siimmung wundern? Trotzdem sind die meisten Angehörigen deS Mittelstandes mit offenem Herzen dabei, wenn nun den Privat- angestellten geholfen werden soll. , b,rn

Wir werden die Hände nicht in den Schoß legen, sondern für rasche Arbeit sorgen. Die Grundsätze der Vorlage edennen wir durchaus an. Leider sind Machte am Werke die das Ge­setz illusorisch machen wollen. Solche illoyalen Bestie- bulngen muffen wir verhindern. ES h^,hrrfw.UMrhcit

Werkslaffen. Die Herren sollen sich ober nicht vergebliche Abbert machen. Neue Gründungen werden Nicht bttuckstchtigt werden. Mit der Forderung der Angliederung an. bai Invaliden^,etz würde man dem Gesetz nur ein Bem ftrilen. Bei der R^e Dr. Mugdans hatte ich auch eine unangenehme Enwf ndung Da er aber mit der Hoffnung auf das Gelingen des Gesetzes schloß, hoffe ich. daß die Freisinnigen auch bis zum Ende mit am Werke bleiben werden. (Beifall.)

Die Aussprache schließt .. .. ~

Die Vorlage geht an bie Kommission, die die Reichs- Versicherungsordnung beraten hat.

DaS HauS vertagt sich.

Sonnabend. 11 Uhr: Errichtung eines KonsulargerrchtShofeS, Vorlage über die Ausgabe kleiner Aktien.

Abg. am Zehnhoff (Zentr.) beantragt, den ersten Punkt ab8U$lbgn<H aab (Wirtsch. Vgg.) bittet um Absetzung deS zweiten.

Die Anträge werden abgelehnt. ~-k

Schluß M6 Uhr., _________

Weinutlfu, bUlMUrtd-Gttrlü - -------lültlleh«» Wobls-dMa-- bei Bleichsucht,, Blutsr«1- konvaleszonz, wn rvenstarkend, appe ituregend auf Zähne und Magen..Pr*^- ,r. M. 2.50, Probeflasche M. t.-jr )ken u. Drogerien wenn nich. d^- . L Co» Babenhausen I "es-*

Saiten erbebten unter meinen Leidensck^crffen, und seine gefügrgerk Tasten haben jeder Laune gehorcht . . ._ Im Umfang seiner sieben Oltaven umschließt es den ganzen Umfang eines Orchesters, und die zehn Finger eines Menschen genügen, um die varmoniLir wiederzugeben, welche durch die Vereinigung von Hunderten von Musikern hervorgebracht werden . . Wir machen adycoäxite Akkorde wie die Harfe, lang ausgehaltene Töne wie die Blas­instrumente. Staceati und tausenderlei Passagen, welche vonnals nur auf diesem ober jenem Instrument hervorzubringen möglich schienen. Tas Klavier, hat einerseits die Fähigkeit der Aneignung, die Fähigkeit, das Leben aller in sich .Ezunehmen: anderer­seits hat es sein eigenes Leben, sein eigenes Wachswm, seine ind-ividuelle Eiitwicklung." Nach der übereinstimmenden Schil­derung fast aller, die im Verkehre mit Liszt standen, war es fast unmöglich, ihn außerhalb von Monierten zum Spielen bringen; er mußte sich freiwillig ans Klavier setzen, dann aber spielbe er noch göttlicher, als im Konzerte.

Der Hostheaterintendanl I von Werkher, dessen Lebenste erinnerungen demnächst bei Adolf Bon; in -^tvttgart erjcheinen> schildert ein solches Klavierspiel auf5 Glücklichste W war in Rom, in einem Kreise, wo sich viele junge Munter uni> Acusike- rinnen nach dem Abendessen um Lii-i versammelten Dann wurde Klavier ge'pielt und gesungen.Liszt selbst spielte gewöhnlich nicht und wehe dem, der ihm darum bat. Eine Antwort voll schneidenden Sarkasmus wurde ihm zuteil. Nur eine Schuleria Liszts, eine junge Polin von großer Schönheit unb Talent, ver­mochte es, ihn ans Klavier zu locken. Saß er aber einmal daran, bann spielte er darauf los, stundenlang, bis an den frühen Morgen. Atemlos saßen wir da, unterbrachen ihn mit keinem Laute unb schwelgten im Zuhören Es hätte niemanb gewagt, ihm ein Kompliment oder eine Schmeichelei zu sagen. Der Arme, der es gewagt hätte, den Flügelgott zu unterbrechen, wäre mit einem seiner Zornesblitze niedergeschmettert worden. Er spielte unb phantasierte über das, was Wagner eben der Welt offenbart hatte: et webte eigene glänzende Passagen hinein, er umschrieb Sckubertsche Lieder und brach nur hier und da einen Moment ab, wenn ihm ein Uebergang unmöglich dünken mußte."

aller Meister war. In München hatte Moscheles gerade ein Konzert gegeben, bei dem der Hof amoesend war. Danach ipielte Lifzt, und nach dem Konzert sprach der König mit dem jungen Künstler und fragte ihn:Du Kleiner, hu hast dich getraut, nach Moscheles aufzutreten?" Ter junge Lijzt aber hatte stcy getraut! Am 31. März 1837, als Liszt bereits der graue, reife Künstler wat, spielte er in einem Wohltätigkeitskonzert in Paris zusammen mit Thalberg, unb damals sprach die 'Nirstin Belgiejoso das treffende Wort, das bas Klavierjpiel bkider Künstler miteinander vergleichtThalberg ist der erste ÄlavierjVieler der Welt. Und Liszt? Liszt! Silit! ist der einzige! >sn ter Technik seines Spiels wagte Silit denn auch die unerhorteiten Tinge. Was Back, was Elementi, ivas andere Theoretiker des Klavierspiels gesagt hatten, war für ihn nicht gültig: er ging ganz neue Wege: er hielt die Haiid anders als vorgeichricben war, unb setzte bie Finger, wie es ihm gerade recht war; er wagte Sprünge und Zerlegungen, bie man Tur unmoglia) ge­halten hätte und machte sich nach bet Schilderung Bies einen Fingersatz zurecht, der kein anderes Prinzip bat, als das des rücküchtslofen Opportumsmus. Stalen, mit einem ,nutzer ge­hauen, Triller mit abwechselnden Fingern ge,vielt, Menger Parallelismus in den Passagen, die in Oktaven zer'allen. lchwerer Fingersatz, um Stellen herauszuholen, die jonn zu leicht gleiten überall statt der akademischen Regel ein Zugrei.en nach der Wirkung des Augenblicks, ein Gestalten nach den Zmvulien des Ausdrucks, so wirkte Liszt wahre Wunder, die ihm lein zweiter nachmachen konnte.

Besonders in seinen eigenen Kompositionen machten sich stir andere Klaviervirtuosen die Schwierigkeiten als beinahe unüber­windlich bemerkbar, unb einer seiner glanzenbsten Kompojitwnen, der H-moll Sonate, bie Schumann genribmet ist, legte Bulow deswegen bet Tonfolge es d es, des d des den boshaften -t-ext unter:Ihr könnt alle nichts." Was anderen unutersteigbares xiiiibcrnis war. war für Liszt reines Kauder,piel. bie Technik war A ihn das, was dem Gelehrten das Abc bedeutet, und io war das Klavier für ihn nach seinen eigenen Worten das,roa5 dem Seemann seine Fregatte, dem Araber «ein Pjerd mehr noch, es war bis jetzt ,dies Selbstbekenntnis stammt aus tem Jahre 1837) mein Ich, meine Sprache, man Leben s. s öcuw

auf Grund diese» Gesetzes -u geben. Die Grenze von 5000 Mk. hält die Mebrbeit meiner Freunde für richtig. Tie darüber hinauSaehende Forderung des H a u p t a u » f ch u s s e s dem man hier doch für feine Mitarbeit an den eigenen Jntercffen der von ihm vertretenen Kreise nicht so große Lobeserhebun- p t n zollen sollte, auch nicht am Schluß einer Legislaturperiode (Heiterkeit) ist unberechtigt. Wohin soll e» führen, trenn au.b die Herren .(treib unb Mommsen der Versicterung unterstellt würden! Gewiß ist c5 nicht entwürdigend, aber man soll nicht bie Leute bevormunden, die für sich selbst sorgen können. CS ist um so weniger angebracht, als dieses Gesetz ausgezeichnete Veftimmun. pen über die freiwillige Versicherung hat. MerkN'ürdig ist, daß man bei diesem Gesetz die in der ReichSversicherungSordnung mit guten Gründen fallen gelassene Rückerstattung der Bei­trage an weibliche Versicherte wieder einführt. Schwierigkeit wird in vielen Fällen die M'grenzung machen, ob jemand Monteur, Werkmeister oder Vorarbeiter ist ufw. ES kom­men da zwei ganz verscknedcne Instanzen in Betracht-, man sollte die Bestimmung un Cie setz treffen, daß die OberversichcrungS- ämter an die Entscheibnngen deS Re>chsverficherungSamtS ge- bunben find. Bedauerlich ist der Ausschluß der Frauen von der Rechtsprechung; sie werden doch in die ärzt­lichen Ehrengersthle usw. zugelaffen. Ter Reichstag Hal, wenn ba.< Gesetz in Kraff getreten ist, gar nichts mehr zu sagen. Er ist z. B. vollständig ausgeschloffen von der Nachvrinung der Beiträge und Leistungen. Sollte es nicht auch vom RegierungSstandpunkte zweckmäßig sein, ihn dabei zu beteiligen? Wo man alle die ehrenamtlichen Pensionen auch hier wieder 20 000 hernehmen soll, wird allmählich fraglich-, es wird damit doch etwas zu versckiwenderisch umgegangen. Wie einfach unb leicht, mit wie wenig Personal nnrb das in England gemachtl Der Redner er­örtert zum Schluß kurz die Frage der Ersatzkaffen und erklärt, daß seine Freunde nach Kräften mitarbeiten werden, bal Gesetz möglich st rasch zu verabschieden. ,(Beifall.),

Gewiß, die Prioatbeamteiwersicherung hat auch Gegner. Tie Stimmung f ü r diese Versicherung ist nun am Abschlüsse zcbn' jähriger Sorarbeiteit nicht mehr so einheitlich wie früher. Be. drohte Iuiereffenten regen sich aller Orten. Sie haben da) Recht, ihre Interessen zu vertreten. Sie haben aber nicht das Recht, die Dinge pefsimistischcr zu malen als sie sind unb einseitig, alle Leistungen herabzusetzeu. Bei anderen bei den Aerzten und Diplomingenieuren bäumt s i ch das >standesgefuhl auf. Sie wehren sich gegen den Zwang ganz mit Unrecht.

Dann werden wir uns zu entscheiden haben über das A n -

------------ ~ .. .gebot der Lebensversicherungen, die eventuell diese i-orberungen Maß halten; um so mehr werden wir uns bemühen, ^ern^erunfl scjHst übernehmen ober sie auf neuer Grundlage auf- einen Vorschlägen volle Würdigung entgegenzubringen.^ Was ^guen wollen. Diese Vorschläge jetzt vor ToreS'chluß ie Ersatzkassen anlangt, so wird in der 5don'mission zu f^^en viel zu spät. Tie Lebensversicherungen haben Zeil genug prüfen fein, wie weil auch neu zu gründende Kassen zuzulaffen g^rät, sie haben sie versäumt. Dir sind im übrigen durchaus sind. An bic Beitragsgrenze von 8 Proz. werden wir uns halten immcr für- staatliche Organisationen. Wir überweisen gern müssen; 4 Pro^. des Gehalts bedeutet für den Angestellten eine nichtige Aufgaben auch privaten Betrieben, die oft bester und erhebliche Belastung, und damit wird man auSkommen müssen, billiger arbeiten. Doch fetzt haben wir uns noch mit der Vorlage ES gibt doch auch zahlreiche Angestellte, bie lediglich mit unter- unb ^ren statistischen Grundlagen zu befassen. ES ist vollkommen Seorbneten Bureauarbeiten beschäftigt find und im Werte ihrer unri^tig daß die <rcic Entfaltung der Persönlichkeit durch dieses rbeit hinter den hochgelohnlen Arbeitern zurückstehen; diese untet(ninbcn' wird, wenn daS auch P r o f e s s o r H a r ii a ck muffen es doch als Imparität empfinben. wenn sie auf die n b Sille behauptet haben. Der letztere sagte sogar: Invalidenversicherung angewiesen bleiben, während bei jenen die ^Der Entwurf verdankt einer sozialistischen Agitation niederer Hobe Perffiomwersicherung Platz greift. Ter R eichs zu schuß A^eslelltenoerk'ände sein Dasein." Tas trifft durchaus nicht zu. sollte wenigstens bei denjenigen Angestellten, die mit weniger als $je <Hcnten sind nicht groß, aber eS sollen ja auch keine Staats. 20u0 Mk. (Yehalt bisher der ReickrSversicherung unterstellt sind, penswucn fCm, sondern nur Ergänzungen. Man hört jetzt,nur auch in der neuen Versicherung beibehallen werden. Ich beantrage dieselben (Eimvenbungcn, bie seinerzeit gegen die Arl'eiterversiche- Berweifinig deS Gesetzentwurfs an die Kommission, die bic runfl p(.nia(f,t wurden. Es ist unerhört, wenn Dr. Tille diese ReichSversicherungSordnung beraten hat. Hosfent- g( n g e ft e l l t c n a l § Entmündigte hinslellt und bedauert, l,ch wird eS zum gleichen Erfolge führen. (Beifall.), I daß sie schon die Hälfte der Reichstagswähler ausmachen. 53er-

cu-xir t fr* t x ' schiebene Korporationen versuchen nun uns zu bestimmen, einen

Abg. örtjr. V. Richthofen (MonlJ: Reichszuschuß zu schaffen. Das lönnen wir nicht. Leuten mit

Mit diesem Gesetz wird der Rahmen der kaiserlichen Botschaft Einkommen von 3- bis 5000 Mark können wir keinen Reichs-

überschritten. Es ist cm Stuck Mittel st andSpolitik unb zu schuß aus den Mitteln aller Steuerzahler geben. ,

wir wollen jebc Gelegenheit ergreifen, sie zu treiben und Au Sie Form der Versicherung ist scharf angegriffen worden, fordern (Beifall.) Meine Partei hat von jeher daran mit- gtve! Weltanschauungen stehen sich da gegenüber. Tie eine er- gearbeitet. Di« Regierung verdient hohe Anerkennung für bic blickt in ben Angestellten einenneuen Mittelstand", die andere Ilnerrnüdlichkeit, mit der sic in der Vorbereitung dieses Gesetz- jn jfjnen nur versinkende Schichten, die mit ter Zeit wieder entrourf« Großes geleistet hat. Die Einzelfragen können nur ßobnarbeitcr werden. Diesen Standpunkt vertritt der ..Bund der in der Kommission geprüft werden. Eine Erhöhung der Beiträge wchjsch.industriellen Beamten", der sich als Gewerkschaft fühlt und über bie in der Vorlage gesteckte Grenze Ijajte auch^ich ,nicht für | t>en Klassenkampf predigt Der Anschluß an die Jnvalidenversiche- ongezeigt. O'

Sünftes Blatt 161. Zahrgang

Gies r Anzeiger

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glaube aber fast, daß auch hier bie Grunblagen bcs Entwurfs gorm ^un sind uns Vorschläge von Verbänben gemacht worben, tn der Hauptsache sich als stichhaltig erweisen werben. Wir ^lche Einrichtungen haben, wie z. B. von der M ü n ch e-

werden mit dem größten Eifer Mitarbeiten, daß der Entwurf Pensionsanstalt für Journalisten unb Schriftsteller, noch in dieser Session verabschiedet wird. .(Deifall.), wird uns niemanb verdenken, wenn wir diese Vorschläge bc-

sonders scharf und mit einem gewissen Soup<;on betrachten. Bei Abg. Schmidt-Berlin (Soz.). t)er Zulaffung von Ersatzkaffen wird man vorsichtig fern muften.

Bei der Bedeutung der Vorlage können wir auf eine ein-1 a^cc mnn wird sie nicht verweigern können. Sie bleiben als gehende Beratung nicht verzichten. Denn es gibt doch auch Gegner j^nkurrenz neben der staatlichen Organisation und geben uns Gc- der Vorlage, weil sie nicht weit genug geht. Vielfach fürchtet man, Icflen$cjf bie Kosten unb Leistungen zu vergleichen.

daß sie nur Enttäuschung unb Verbitterung Hervorrufen wirb. u zgir wünschen bie Vorlage möglichst rasch zu erledigen. W,r Wir wünschen, baß au8 ber Vorlage etwas wirb, unb baß sie t)Qn?en bcm H<iuptausschuß für seine eifrige sachliche Arbeit unb den Wünschen ber SlngeftcDtcn angepaßt wirb. Der 9)unb ber für -einc Beschränkung auf baS Erreichbare. Ihm ist eS zu der- technisch-inbustrieNen Beamten hat in derJnbustriebeamten-Zei- i)QnIcn c x n Wettbewerb ber Parteien nicht statt- tung" die Mehrheit des Reichstags gewarnt, wieder wie bisher finbet 'bar.Dtoir ane auf gemeinsamer Basis stehen. Ob wir zu- teidjten Herzens über die Forderungen der Privatangestellten ' eb(mc Staatsbürger erreichen werden, das möchte ich persönlich hinwcgzugchen. Der Bund hat aber anerkannt, baft bie fyort- bezweifeln. Denn mit Gesetzen erreicht man selten allgemeine schriltler und Sozialdemokraten im Jntereffe der Angestellten Wir erfüllen aber gern e in e e r n st e s oz i a l e

tätig waren. Recht sonderbar mutei die Haltung deS neuen (Beifall) "

MittelstandverbanbeS an, Der in TreSben gegrunbet wurde. er N11^ I) qf

hat eS abgelehnt, denneuen Mittelstand", die Privatbeamten, ^bg. Dr. Mvfldan (Dv-):

aufzunehmen unb die Parole auSgegeben: Schluß mit der ganzen politischen Freunde hallen den Enttbiirs für eine

Sozialpolitik! Die Privatbeamten werden sich also allmählich J^ete«llSniifiton sicher keine große

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