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Für Form und Inhalt aller unter Dielet Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei
Nerontwortiing
Daß die Theater-Direktion ihren Abonnenten so minder- wertige Stücke bietet wie „Opferlamm//, Leutnantsmundel usw., ist schwer verständlich. Noch unbegreiflicher aber ist,toarum ™an len Abonnenten nicht «fiatttt, ihre Starten jur solche -" Volks. Vorstellungen umzutau)chen, da der Preis für diese doch viel niedriger ist. '
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♦♦ Ungeheure Schneefälle haben in Spanien große Le-kchrsstörungen hervorgerufen. Auf dem Nord- und Südbahn- Hof in Madrid ist infolge der Betriebsstörungen durch Schneefälle Tein Zug abgefahren oder eingetroN en. Der S ü d e x p r e ß , der am Freitag eintreffen sollte, mußte bei Avila anhalten. An vielen Küstenplätzen herrschen heftige
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Stürm«. — Vhifi allen Teilen Spaniens werden heftige Schneestürme gemeldet. Die Reisenden der zahlreich tm Schnee stecken gebliebenen Züge sind in kritischer Laae da es ungewiß ist, ob die Hilfsmannjchatten jic erreichen. Außer dem Südexpreßzug liegen bei Avila noch zwei andere Zuge seit zwei Tagen ftft Man bat von ihnen keine Nachricht. Em Güterzug soll eingeschneit seim Aus Digo wird gemeldet, daß achtzig Fahrzeuge durch das Unwetter teils vernichtet, teils beschädigt worden find. Bei Puebla de Gor d o n in der spanischen Provinz LSo n hat eine Law i n e die Lokomotive und acht Wagen eines durch den^Schnee aufgehobenen Zuges in einen Fluß gerissen und die Eisenbahnlinie sowie die TelegraphenliNie zerswrt. In Asturien liegt der Schnee auf den Schienen an mehreren Stellen sechs Meter hoch. „ ,
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Im Alter von 96 Jahren starb am Samstag dn älteste Bürger Heidelbergs, der Begründer der nach ihm benannten Badeanstalt Booß. . qr
Fn Karlsruhe ist der Geheime Kommerzienrat Karl Aug. Schneider, .Hauptmann a. D, im 73. Lebenchahre gestorben. Der Verstorbene gehörte in den 80er Jahren als nationalliberales Mitglied bem Reichstage und der Zweiten badischen Kammer an.
Aus dem Bahnhof Unna fuhr der Perwnenzug Nr 339 auf den Personenzug Nr. 359. Schwer verletzt wurde der inzwischen gestorbene Kaufmann Fritz Gerhardt ans Hannover, leicht verletzt der Kaufmann -steg^ed Rosenthal aus Cha^ lottenbnrg, der Betriebsasfistent Wilhelm König aus Atten- Bögge und der Ingenieur L e r sch h eu s er aus Frömern. Der Materialschaden ist unerheblich. Die Untersuchung ist emgeleitet.
Infolge Nebels stießen bei Hot ton zwei L)kalbahn- z ü g e zusammen. Zwölf P e r son en mürben bcr I e 6 t, darunter zwei schwer. Ter Material)<l)aden ist beträchtlich.
(TiericbtfiaaL
Als Nachspiel zu der K a i s e r ho f a k t i en g e s ch i cht e (bekanntlich von ber Stadt Offenbach gegen den Bürgermeister
Tulio eine S ch a d e n e r s atz k l a a e anhängig gemacht en, in brr am Samstag zum erftenmaf vor ber SiöiITammer Lanbgerichts Darmstadt beiderseitige .Verhandlung stattfand. Interessen ber Stadt wurden oon Justizrat Dr. H a l l w a ch v eten, der Beklagte durch Justizrat 4>r. I a g e t, ^er bie eifung der Klaae beantragte, da em Verschulden des Bern nicht vorliegc. Weiter beantragte der, Prozeßbevollmach-- , die Verhandlungen in diesem Prozesse solange auszusetzen, die Stlaa- ber Stadt Os'enbach gegen den Bankier Wöll, den nitller des Kaiserhofaktiengeschästes, vor. den ^tanfiurter Ge- en entschieden ist. Das Gericht kam zu bem Beschluß, m Anqelegenhei' einen neuen Termin onjuberaumen. In per schenzeit sollen bic in dem Prozeß der Stadt gegen Bankier | sowie die in bem Diszipunarvenahren gegen Dr. Dullo vorhandenen Akten eingeforbeit werben, um sich über bie weitere j,i Jui.] tnc Rechtsstreits schlüssig zu machen. .
Hefien-Naffau. .
w Frankfurt a. M„ 14. Jan. Wte der Polizei- kricht meldet, wurde aestern nachmittag ein Fremder ^bekannten Standes fiter im Hause Taunnsstraße 2^ er* Rolfen auf gesunde n; es liegt -selbn m o^d vor.
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Lctzte Nachrichten.
Eine amtliche Erklärung gegen engUiche und franzostsche Hetzereien.
:/: Köln, 16. Jan. (Priv atteleg,ra mm.) Gegenüber den Bestrebungen gewisser englischer und fran4ö)i)cher Kreise, die Türkei gegen D e u t schland mißtrauisch zu machen, klärt ein Berliner amtliches Telegramm ber „Köln. Ztg , daß eine Verletzung türkischer HoheUs- und ^^burechte son>eit Deutschland in Frage komme, in keiner Weise beabjichtiyt fei Deutscherseits werde lediglich das prakti)che Ziel etner Erschließung türkischer Gebiete für den Welthandel verfolgt, ern Ziel, bei dem gleichmäßig bie Türkei und bie Eisenbahngesellfchasten ihre Rechnung finden. W e n n d i e b e u t) ch -r u )) t) ch e n Ve r h a nd- lüngen »um Abschluß, geführt sind, werbe die Türkei erkennen, baß ihre Inte ress eni n k er n er Weise geschäbigt werden. Das Gegenteil werde der Fall sein. Die türkische R e g i e r u n g , ei h i er ü ber in ausreichender Weise unterrichtet worben.
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an ber Universität Gießen Verlag von E m i l R vthrn Gießen. Diese Schrift behandelt eine in erster Linie k^r Hessen, aber anm ür alle übrigen deutschen Staaten zeitgemäßes Thema. Angesiaus der mißlichai Finanzlage vieler Staaten und Gemeinden einers^ts und ihrer im forflvähreiiben Steigen bcgnNenen sinanzieiien Bedürfnisse andererseits erscheint jedes Rüttel, das geeignet ist, die Einnahmen der Gemeinwesen zu erhöhen, ohne die Beoolk^ing stärker zur Steuer heranzuziehen, hock)willkommen. Aut die Steigerung ber Einnahmeüberschüsse aus den privatwirtschaNlichen Unternehmungen der Staaten und Gemeinden richtet sich desiMv immer mehr das Augenmerk der Finanzpolitiker und all bet übrigen Faktoren, die berufen sind, über den Hausliatt der Ge meinwesen zu beraten und Besdstüsse zu fassen. Unter den privat wirtschaftlichen Betrieben von Staat und Gemeinde spielt nun aber die Bewirtschaftung ber Forsten eine bebeutenbe Rolle, und so kann es benn nicht Wunder nehmen, daß bas Interesse an bei Waldwirtschaft allgemein im Wachsen begriffen ist. In den -öorbey gründ des Interesses aber tritt diese Einnahmequelle bei den privaten Großgrundbesitzern, in deren Budgets bie Einkünfte aus Forsten zumeist den ersten Platz einnehmen, xen Vauptanlaß zur Veröffentlichung ber Schrift bot dem Versafser bie vom Grotzd. Hess. Ministerium der Finanzen, Abteilung sur Forst- und Ka, meralverwaltung vor einem Jahre herausgegebene „Denkschrift über bic Entwicklung ber Großh. Hess., ^taatsiorstwirtschaN seit 1900". Professor Weder besprickst bteic „Mthriit in freij mütigei, aber durchaus objektiver Werse und gtbl habet die Mittel und Wege an, die es ermöglichen ivtrbcn, bie Rente ber Waldungen immer mehr durch rationelle, aber (d^l^me Wirtsck>aft zu heben Für Hessen, das zurzett eine gründliche Reform seiner Staatsverwaltung anstrebt, ist die Lchrtst bei anders auch deshalb aftucll, weil es im Begriffe steht, einen Teil ber im Jahre 1900 neu errichteten Oberförstereien nneber eingehen zu lauen, ^ic Betrachtungen Professor Webers werden umsomehr Beachtung beanGriichen können, als dieser Forstmann nicht nur Gelehrter ist, sondern auch lange Jahre im Staats- und Pnvatsorstdicnste praktisch tätig war. Wer nur immer sich für Finanzpolitik und Waldwirtschaft interessiert, wird diese Betrack)tungen mit großem Interesse lesen! __________________
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