Ausgabe 
14.2.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten

; bog A'islar-d

Das (Ende der weihen Völker.

effenftreitigteitcn unter sich auf dem Boden d e

ckkarmgen bei ddeutiLen N, i. Durch

. aus (Staaten !ule her kenn:, mbroer! gelegt Aöivehrmittel ifen kann man el, denn Sim!« e Realpolitiker Haffen werden, rivacht. Man sichen Sörjen« :rlhier Sanlen gehend mit der

ie miZlandiside > die asiatische n ernstlich be. chrem Mactie sere pÄitischer

Zukunft, ar Seehand« ann wäre der f Gnade und

das Ausland ngcftßcS tev emschranken lalionalroiti» g Ut W

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Herr Krumm, welcheWerkzeuge" sind kapitali- stisch und welche nicht? Welcher Grund und Boden rst kapitalistisch? Bei wie viel Quadratmeter Land soll das Besitztum des Bauern verstaatlicht werden und bis zu welcher Grenze bleibt es im Besitz des Bauern? Soll der kleine Handwerker im Zukunstsstaat mit eigenen oder gemeinschaftlichen Werkzeugen für die Gesellschaft produ­zieren. Durch die Gesellschaft wäre ja bei eigenem Besitz nicht möglich. Sollen da die .Handwerker, Kleinkaufleute und Kleinbauern von dem sozialdemokratischen Staaten- glück ausgeschlossen werden oder wollen Sie mit der Ver- staatlichung der Produktionsmittel so lange warten, (bis die letzten Mittelständlerversunken" sind? Und Ihr Werk soU ja nur von derArbeiterklasse" durchgeführt werden d. h. also gegen alle anderen Klassen, auch den Klein­bauer, den Handwerker usw.weil, laut Erfurter Pro­gramm, alte anderen Klassen trotz der Inter-

monatlich 65 Pf.', burch dicPosiMk.2.viertel- jdbrl. anSfchl. Aestellg. geitenpreiS: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den volichchen Teil: August Goetz: für .Feuille- ton*, .Vcrmifchies" und ®cri(ht»taalw: ».Neu­rath; für .Stadt und Land": E.Heß: für den Anzeigenteil: H. Beck.

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tragen itb eine AußenNeidmlg von blendendem Wem und ton nnmalii&em Ursprung, sei cs Baumwolle ober Flachs. Ja. dii welch^den größten Teil des Tages im Freren perbrmgen. willen Drillen tragen und ücnailcicrt gehen.

Die Schlußfolgerungen des Gelehrten gipfeln in uem trüben Ausblick, daß die ganz blonden Ranen ,ich zur Ansiedlung .n uen Trnnrn überbauet nicht eignen und nur die gebräunten Weitz.n üi ^ttackt kommen.Aber aller Wahrscheinlichkeit rach ist nur ider gelbe Mann zur Ansiedlung in den Tropen befähigt, und der blonde Weisse ist verurteilt, von der Erdoberfläche zu verfchwinden. Das I-arb en Pigment dec Haut ist ferne hie

Uebersiedlung nach Norden nicht, wahrend die hellen Raffen, die nach Süden drängen, durch ihre toauparbe demVerderb^nprcis- acaeben sind Daher kommt es auch, datz die ^unklen gefah.l.s ni^da- Reich der Weißen eindringeii können, ledenfalls erfolg­reich^ <llsZ dc^ Blonde auf seinem Zug nachdem.en vermag."

3um Grund und Boden gehören, beiläufig bemerkt, auch <llle Wiitschmisgebäude und Mictl^uscr, denn auch sie find»ME der Werterzeugung. Angesichts die'er Forderung, dei Verstaat- lichung alles Prwateigenrums in Produtnonviuitielu, Üi c-'nicht Umvissenhcit. sondern B a u e r n f a n fl , wenn ^legentlub m Wahlreden und Flugblättern der Loziakdemolr.il" biftritten imrd. kau dem Bauern Haus und Hof", dem .»an-wei... aum hie lebt- A-eile, dem Auhrherrn Pferde und Wagen genommen werden fallen. Alles dies iind Produltiousmittel. Es fragt fick nur, ob hei Zutunitsstaat dafür Ersatz leisten will oder nicht, Hierauf bekommt man von der Sozialdemokratie keine Antwort.

Der von der Agrarkommission vorgclegte Entwurf eines Agiarprogramms ist zu verwerfen, denn dieses Programm stellt der Bauernschaft die Hebung ihrer Lage, a l s o d i e « t a r k u n g ihres Privateigentums in Aussicht.

3 Herr Krumm hingegen und seine Genossen im Lande draußen reden davon nicht. Sie rechnen auf die llntcnntm^ her Masse. Sie glauben, die kleine Bauernschaft gewinnen zu können, iirbcm sie nur von der Enteignung^derGroßen reden. Welcher Art letzten Endes die Absichten der Sozialdemokratie smi, und wie sie die Kleineninrbert", das zeigt doch am deutlichstm jener Antrag zur Reichserbschasts,teuer vom Jahre 1906 -Offizielle Reichstagsdrucksache Nr. 384, 1 l Legislaturperiode: zweite «elinii 1905 06' Anlage 5), der von der gesamten ,oz,aldemokr.ittfMen Fraktion unterzeichnet worden ist.

Darin wird eine Erbschaftssteuer für Kinder und Eh e - gatten in der Höhe von 2 vom Hundert von einer Nachlaß, mässe im Werte von 200U zweitausend!' Mark aufwärts gefordert.

Ist das die vielgerühmie Politik für die Kleinen, wenn Witwen und Kinder der geringen Leute dafür, datz ihnen der Cr nähr er stirbt, auch n.'ch Erbschaftssteuer bezahlen fallen ?

Wie überall chei der Sekt-, Automooil, B"ifen, Reichs- wertiuwachssteuer usw.) zeigte sich auch hier die .ntcrnahonalc n i d, t nl-s Vertreterin her kleinbürgerlichen und Arbett-r'nteresien

Tr, Ferdinand Werner- Butzbach.

*

Das Wahlbureau der so r t schr i ttli cheu Bolkspartei

bittet uns um Ausnahme nachstehender Zeilen: ,

Zu der gestrigen Erklärung des antifemitifchen Agitator-.'.

Hesse werden ivir von der Fortschrittlichen Bolkspartei um Au 3 nähme folgender Entgegnung gebeten:

1. Welche -Partei, wann, wo und wieaufs Haupt gefchlagen wurde, darüber ist jede Debatte zwecklos. Vergleichen wir lieber am 11. März die Abstimmungsziffern.

2. Die Versammlung in Weickartshain war versehentlich nicht . bekannt gemacht worden. Zm übrigen sind unsere Korell-Ber- sammlungen auch an Plätzen, wo für den Liberalismus der Boden viel schwieriger ist als in W, durchweg vorzüglich besucht.

3 Da- Wort von denrheinhessischen Franzoien" mit mehr Ungeschicklichkeit als Mut beiseite zu schieben, wird nickst ge^ 1 lingen. Dafür waren zu diel Menschen Piwewnd, die es horten ' und die es verstanden. m it 3 .. . .

4. lieber die Wohltäter des dcutfchen Volkes, die Ulis die 1 Fündlwlzstcuer und Kaffeesteuer u. ä. beschert haben, sich die Liebesgaben retteten und von der Erbschaftssteuer sich druckten.

Gegen die Irreführung der kleinen Leutes so ist eine Zuschrift des Reich stcrgskan di baten xx. Werner betitelt, der folgende ^eststellnngen macht.

1 Das Erfurter Programm der Sozialdemokratie verlangt Verwandlung des kapitalistischen Privateigentums an Produktwns- mitteln Grund und Boden, Erichen, Bergwerke, Rohstoffe, Werkzeuge usw.) in gesellschaftliches Eigentum.

o Der Breslauer Parteitag der Sozialdemokraten lehnte das damals vorgeschlagene Bauernprogramni deshalb ab, weil den Kleinbauern darin die Erhaltung ihres Privateigentums in Aussicht gestellt war.Das aber können mir nickst!. f* die Mehrheit dieses Parteitages. Mit 158 gegen 63 «timnini nahm man daher die Entschließung Kautskns an, deren Anfang

unternehmen und in der Oper von Rosario, Montevideo, Rio be Zaneiro, San Paolo, Santiago und Valparailo dirigieren?

Victor Hugo und dasgrüne Fieb er". Victor Hugo war eine Zeitlang in seinem Heimatlande der dichter, der zu gleicher Zeit der grimmigste Revolutionär und der am meisten akademische Poet war. Dem Zuge der Zeit folgend, zeigte er wie alle jene Erneuerer der Literatur die grötzte Verachtung für das seindlichc Lager, für die Akademie, die später dockf bei den meisten jener Stürmer und Dränger mehr oder weniger das Ziel ihres Ehrgeizes wurde. Zn den Annalcs erzählt Zules (Slaretie, welch amüsantes Mittel Victor Hugo ersonnen hatte, nm die heimlichen, den Palmen der Akademie zugewandten Wünsche seiner Kollegen und Freunde zu durchschauen. Er lud denVerdächtigen" zum Tiner, uitd im Laufe des Geplauders begann cr bann, die Akademie auf die grausamste Weise zu verspotten und zu irom- sieren. Der Hörer, der dann auch nur ein wenig die Brauen furchte, nährte in der Tiefe 1 einer Seele das war Hugos feste Ucbmeugiuig die Absicht, bei der nächsten Gelegenheit seine Kandidatur zur Akademie aufzustellen. Flaubert ließ sich in dieser Schlinge fangen, und als Hugo ihn bann lachend zur Rede stellte, protestierte cr mpört und erklärte, cr würde sich nie so erniedrigen und um die Stimmen der Akademiemit­glieder bitten. Aber Hugo erwiderte nur lächelnd, daß feine Diagnose untrüglich sei, er habe bei ihm, bei Flaubert, die ersten Symptome desgrünen Fiebers" entdeckt. Aehnlich er­ging es Theopbile Gautier, der wirklich bald daraus seine Kandidatur für die Akademie aufstellte. Aber feilt Ehr­geiz nach dem grünen Frack der Akademiker blieb unbernangt, er wurde nicht gewählt. Gautier grämte sich so sehr über diesen Mißerfolg, daß cr erkrankte Erst kürzlich bat Paul Bourgct erzählt, wie id'er gute Tbea stets in Not gelebt habe: bic Dicht lunft brachte ihm nicht entfernt so viel ein, als daß cr auch ltuT die Ausgaben des bescheidensten Lebenswandels hätte decken tonnen Um sich sein tägliches Brot zu verdienen, mußte cr für 3 eit nagen Artikel schreiben, eine Arbeit, die ihm furchtbare Ucberwindung kostete und die ihm auch wirklich nie gut gelang. Zn jener Zeit zahlten die Redaktionen der Pariser Blätter etwa 40 Franks für einen Artikel, für den man heute 100 Franks erhalten würde. Nur die Romanciers von unerschöpflicher Frucht- rortcü konnten sich ilrr Lchäfck^n ins Trockene bringen; der alte Dumas wäre di"? nd'achcr Millionär geroarben, wenn cr nicht Zeitlebens ein Verschwender geblieben wäre. Eugene Sue aber und die Sand verdienten mit ihren Schriften ein höchst stattliches Vermögen und haben die Sorgen und Nöte, die Theophile Gau-i tjer das Leben verbitterten, nie kennen lernen müssen.

Die Sozialdemokraten und die Expropriation.

Die gestern von uns veröffentlichte kurze Bemerkung des sozialdemokratischen Führers, Herrn Krumm, hat mancherlei lebhaften Widerspruch hervorqerufen, der auch m zwei weiteren Z u s ch r 1 f t e n zum ?lusdruck kommt, von denen die eine, die zunächst hier folgen soll, ay nativ nalliberalen Kreisen, die andere vom Kandidaten Ser wirt­schaftlichen Vereinigung für den Gießener Wahlkreis, Herrn Tr. Werner - Butzbach, stammt. Die beiden Einseiidungen enthalten viele Ikbcreinftimmungcn, und wir glauben, daß es Herrn Krumm schwer fallen wird, den Eindruck des un­verfälschten so.zialdemokratijchen Programms auf die kleinen" Besitzer zu verwischen.

Wie die Zuschrift des Herrn Krumm-Gießen gegen eine Bemerkung in dem EingesandtWahlbetrachtungen" zeigt, hat er sich über das Wartaller" vor Produktious Mitteln aufgeregt, und befürchtet, er werde hierdurch als Nichtkenner seines Programms hingestcllt oder gar als .ffronzeuge für die Expropriation Heiner Eigentümer, xcm Verfasser des Artikels kam es auf das Wortaller" gar richt an. Doch Herr Krumm spricht von seinem Pro- qramni und bestreitet, wie er dies ja auch schon in/Wahl- reden getan hat, daß mit Verstaatlichung der kapitalistischen Produktionsmittel, auch die des kleinen GrundbeZtzes und der Werkzeuge kleiner Leute gemeint seien. Es dür,te dem­gegenüber gestattet sein, das sozialdttnolratische Programm mit Hilfe 'sozialdemokratischer Literatur etwas naher zu iinterfuchen. Die Grundlage für die Forderung der Ver­staatlichung beruht doch auf der im Erfurter Programm ausgesprochenen Marxisttschcn Lehre, daß der Mittelstand Kleinbürger, Bauern eine versinkende Schicht sei. heute sei es so, daß die Kapitalisten und GroßgrundbLsitzer den Mittelstand expropriieren usw. Da soll denn die Gesamtheit die Produktionsmittel an sich nehmen. Wenn Herr Krumm nun unterscheiden will zwischenkapitali­stischen" Produktionsmitteln und anderen also nicht lapitalistischen wo liegt denn da die Grenze für diese Scheidung'^ Bei welchem Wert soll der Charakter des .kapitalistischen" beginnen? Es heißt doch un Erfurter Programm z. B.:

Äur die Verwandlung deS kapitaliftiulicu Privateigentums r,n Produktionsmitteln Grund und Boden, Gruben und Bergwerke, Rohstoffe, Werkzeuge, Maschinen, B-rkehrsmutel - in gefeUsctfafttiches Eigentum, und die Umwandlung der Waren- TDbuttion in sozialistische, für und durch die Gesellfchaft betriebene Produktion....."

^as Schicksal von MascagnisJsabcau". Nachdem^dic geplante Uraufführung von Mascagnis neuer Lper .Jsabcau" in Ncwvork endgültig gefcheitert ift, wird das Werk zmn ersten Male in Italien in Szene gehen und zwar vor­aussichtlich in Turin. Maseagm hat wwohl au» Rom, wo Jsabcau" während der großen Ausstellung g^prelt werden sollte und von der Scala aus Mackand fefte Vorfchlage erhalten, aber'er wird voraussiclstlich dem Drängen des Ltadtratts von TUnn nachgeben, der das Werk zur Erömnuig der grotzen muriner Lpcrnsaison, die im Zusammenhang mit der Ausstellung gegen qfnrif oder Mai beginnt, erwerben will. Bei oer >-kala hätte die Uraufführung erst im Dezember ftattfmden können, unb p lanac will lieb der Komponist nicht mehr gedulden, vor allem deshalb nicht weil er Änf°to M«I nach Argmwncn geht, um in Buenos AiresAida",0.0N Earlos ,Lohengrin ,Me- nbistovbeles" und feineZfabeau" zu dirigieren. Nachdem dn amerüanische Aufführung nicht zustande gekommen ist, erklärte Mascagni in diesen Tagen: bin voll Ungeduld, mein

Werk dem Publikum vorzuführcn, vor allem dcm^ Ualiennckstn Publikum, dennZsabeau" ist die italienrickme ^per, bic ich bis heule gefchriebcu habe, -aher fckxnnt mir xm Tut die Aufführung besonders geeignet. zct Abfchlutz des Vertrag^ wird davon abhängen, ob die Ausstellungsverwaltmig in Turm hen Beginn der Dpernzett von Amang Mai auf Anfang Avril verlegen larni. Denn nach den bisherigen Planen unb Bcr-

I trägen des Komponiften mutz er sich am 10 April nach I amerila einschiffew Nach seiner Tätigkeit in Bumos Aires wird

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Von Norden nach Süden läuft die Richtung der Zlultur- entwicklung, im Süden suchen die Kulturstaatcn der nördlicbeii halbkugel neue Gebiete der Arbeit, in di.: Tropen dringt der Europäer ein, und die südlichen Länder sind es, die dem Heb er > 'chuß der uörlichen Bevölkerung ein neueb Heim und ein neues 2ebensseld bieten sollen. Die Praxis und die Wissenschaft haben jetoiefen, daß die Abkömmlinge der weißen Rasse auch in den Tropen leben können, vorausgesetzt, daß sie ihren Lebenswandel )em Klima anpaisen und alle Ausschreikungeii,^ insbcfandere eilt llebermaß von Alkohol, Denn ei beit. Aber es ist, wie neuer brngd beliauptet wird, ein Irrtum, zu glauben, daß die Weitzen, die m südlichere Landstriche übersiedeln, a l s W o i ß e fortleben wcreeii. Jp einem interessanten Aufsatz, den Professor L. W. Lnde im Contemporary Magazine" veröffentlicht, versucht der (stelchrtc Den Nachweis, daß die Akklimatisierung an bic Tropen mit ,erner Verwandlung der Hautfarbe verbunden sein wird, und datz die ivcißen Bewohner der Tropen nach Generattonen^sich der Haut­farbe der Eingeborenen assimUieren müssen. Di? Natur hat )ie Hautfarbe der einzelnen Völker genau auf di? klimattfcheii Lcrbättnisse abgestimmt, unter denen die Rassen leben, und die Farbe der Haut ist der Kraft der Sonnenstrahlen und den 'Not­wendigkeiten angepaßt. Die Haut des Nagers gewährst einen sichereren Schutz gegen die Sonnenstrahlen als die des Jndiaiicrs, und den gelben Raffen gelingt die Akklimatisierung an die -stropen wiederum leichter als den weißen.Sein Individuum und auch feine Rasse kann daraus rechnen, sich in einem Laude und in einem Klima fortzuentwickeln, ehe sie auf künstlichem oder natür­lichem Wege sich den veränderten klimatischen Verhältiivfen an­gepaßt haben, genau so, wie die Pflanze entweder untergeht oder sich allmählich auf die neuen Verhältnisse abfrimmt. Es ist kein Zufall, daß wir die Neger unter den heißesten Erdstrichen finden, und vorwiegend in Gebieten, in denen nur geringe Waldeniwick- hmgen herrschen. Und ebenso finden wir bic weitze Haut am stärksten entwickelt in jenen Gegenden, wo die Bodenentwicklung den feuchten Winden und den Wolken den freiesten Zugang gewahrt. in Europa. Auch die Zwischenstufe, die gelbe Raffe, 'st ein Produkt ihres Klimas, der trockenen GraSebenen einer gemilderten Zone. Der Gelehrte sucht sann die ursprüngliche natürlich Grenze für die weiße Rasse festzustellen und kommt zu dein Ergebnis, «itz die Erdgebiete je 25 Grad nördlich und mdtta' vom Aegnator der schwarzen Rasse angehören.Weiße, die sich innerhalb diefer Grenzen ansiedeln wollen, müssen sich tunittich dem Klirnaan-1''ehte efe durch die^ südamerikanischen Hauptstädte

passen, müßten kohlschwarze Unterkleidung ans Wolle oder Seide | Mascagni eure Jteqe ourcy oic puxu«

Zeit" heißt cs: .

Den Handwerlern und Bauern Maßregeln ut Ausficht ftellen, durch welche ihre Kleiichetriebe lebensfähig gemacht werden, heitzt keineswegs ihre Interessen vertreten, cs heißt vielmehr v\llu|ioncn in ihnen wecken, die sich nie verwirklichen könneii ufw."

Als 1895 der süddeutsche Ausschuß, dem Dr. D<rvid angehörte, in einem Programmeutwurf forderte, das zu verstaatlichende Grundeigentum an Selbstwirtfchafter zu Lehen zu vergeben und die Lehengüter so groß zu bemessen, daß die wirtschaftende Familie darauf ihren ganzen Unter halt findet, da verwarf die Mehrheit der Genofsenver- treter diese Vorschläge und nahm mit 158 gegen 63 Stimmen eine von Kautskp entworfene Entschließung an, in der es heißt:Der von der ?lgrarkommission vorgelegte Ent­wurf eines Agrarprogran ms 4ft zu verwerfen, b n n dieses Programm stellt der Bauernschaft die Hebung ihrer Lage, also die Stärkung ihres Privateigentums in Aussicht und trägt da­durch bei zur Neubelebung des Eigentums­fanatismus." . c , m

Freilich, es gibt in der soztaldemokratischen^Partei Männer, die nicht auf den Marxismus schwören, eie sind aber in der Minderheit und Sie, Herr Kr., gehören nicht 8U ^Andererseits gibt es in der Sozialdemokratie auch Ver schleierungstatttker. So riet der alte Liebknecht, die Ueberleitung d^s Privateigentums in gesellschaftlichen Besitz behutsam durchzuführen, auf dieVorurteile" Rücksicht zu nehmen und mit peinüchster Sorgfalt alles zu vermeiden, was ihn, den Kleinbauern, als Feind erscheinen lassen könnte. Die französische Februar-Republik sei an der Nicht­achtung dieser Regel zugrunde gegangen, die Lehre wollten ite sich merken. Tas heißt also kurz: Bauernfang treiben, um die politische Macht in die Land zu bekommen.

Zum Schluß noch ein paar Worte, die sich in dem Nationalliberalen Handbnctz, 936 und 931, tuiben.

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Ht. 38 Erstes Blatt 16h Zahrgang

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Geneml-Anzeiger für Oberyessen

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Privateigentums an Produktionsmitteln ft ehe n" Das Werk der Arbeiter richtet sich also geae.i jeden, der ans dem Boden des Privateigentums steht, der Haus, Acker, Werkstatt und Werkzeuge für sich als sein Eigentum behalten will. .

Das sollte eigentlich schon genügen zum Beweise daiul', daß Herr Krumni sein Programm nicht richtig dargelegt hat. Ich möchte aber zur Erhärtung meiner Ansicht noch folgendes hinzufügen: . .

Friedrich Engels, dessen Kenntnis des sozialdemo­kratischen Gedankens, doch Herr Kr. wohl nicht leugnen will, sagte gegenüber v. Volkmar:

Es ist Pflicht unserer Partei, den B a u e r n immer wieder die absolute Rcttungsk0sigkeit ihrer Lage, solange der Kapitalismus herrscht, klar zu machen, die absolute Unmöglichkeit, ihnen ihr Par­zellen c i gen tu m als solches zu erhalten ufw.

Dr. David hat hierzu bemerkt, daß dies bei einer m ar r istis ch en G r u n d a n s ch a u u n g auch der ein zig mögliche Standpunkt sei. Und Sie, Heil' Krumm, haben sich zum Marxismus bekannt.

Wenn Engels doch noch Rettungsvorschläge gemacht hat, so wollte er damit dem Bauern nureine u ertön gerte Bedenkzeit auf seiner P a r z e l l e e r m 0 g - rt\lnb der sozialdemokratische führende Schriftsteller Kautskh im marxistischen Sinne schreibt in seinen Er­läuterungen zum Erfurter Programm:

Ich habe darauf bingcroiefcn, daß der Bauern,chutz, der den Bauern als Produzenten helfen solle, eine Utopie ist und leine ersehuenswertc." m

Zn der sozialdemokratischeu ^chriftDie Neue