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17/08/1911 Erstes Blatt
 
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der Gebrüder Mannesmann, die inTarndan

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ifdjc Hilfsaktion zugunsten eines mit- ...o.,______ algaildjeit Dolmetschers ist zu befürchten,

wenn'Deutschland und Oesterreich nicht einschreiten.

Ferner verbreitet das Wolsj jchc Bureau dazu folgende.

ansässig waren, gefangen. Bisher ist nichts über das Schicksal der Gefangenen bekannt.

Wird die deutsche Negierung nun einfchreiten und einem etwaigen Vorgehen Frankreichs zuvorkommen? Bor allem ist man in Berlin über die Vorgänge in Tarudant und das Schicksal der bedrohten Deutschen genau unterrichtet ? Schon verbreitet dieVoss. Ztg", offenbar auf eine amtliche Auskunft sich stützend, folgende optimistische Meldung:

Meldung:

Paris, 16. Aug. Aus Mogadvr wird Unterm 8. August gemeldet: Der Stamm Haura nahm nach mehreren Kämpfen zwei deutsche Agenten

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Das aerotechnische Institut der Universität Paris.

Frankreich hat kürzlich ein Institut ins Leben gerufen, das für die Entwickelung der Aviatik von großer Bedeutung werden wird. Es ist das avrotechnifche Institut, das, gefchancn und finanziell begründet von Henri Deutsch de la Meurthe, der Universität Paris angegliedert ist und am b. 3uh eröffnet wurde. Nachstehende Angaben sind der Eröffnungsrede, die .»err Paul Ävvetl, Mitglied der Akademie der Wissenicha,len und Dekan der Facultc* des Sciences der Universität Paris gehalten hat, entnommen. «Revue scientiiique No. 4.) Tas Institut ioll im weitesten Sinne allen Peslrebungen auf dem Gebiete ber Aeronautik dienen. es sollen einerseits methodische Untermchungeii stattfinden über die fundamentalen aeronautischen Gesetze und Bc dinguiigen: zweitens finden Stonftrulteurc und Erfinder, denen eine praktische Prüfung ihrer Ideen nicht oder nur schwierig möglich ist, hier stets eine offene Tür. Bor allem steht die An­stalt Offizieren und Ingenieuren zur Verfügung, die vom Mi^ uisterium empfohlen werden. Ilm nun auch seinen Dielialtigcit J.ip lorherungen genügen zu tonnen, ist das Institut int .rcickNM Maste ansgestatter. Es besteht z. B. eine Llbteiluitg für Mo­toren, in der eifrigst auf Verbesserung und Vervollkommnung dieses sowohl für Ballon wie Flugmaschine wichtigsten x'UUni- ment es hingearbeitet wird. Ferner besteht eine Abteilung für die Schrauben. Um hier möglichst zuverlässige Ergebnisse über die fortbewegende .straft der einzelnen Schrauben zu erzielen, hat man einen Wagen gebaut, der über eine Bahn von 13OU Meter Länge verfügt. Ein ähnliches Hilfsmittel hat die Anstalt au' für ilntersiichiiiig der Gesetze der oeivcgten Luft. Tie Aerodynamik ist heute nod) ein Gebiet, das sehr nötig einer wissenichaMichen Aufklärung bedarf. Das Institut veriügt zu diesem Zweck über einen elektrisdsen Wagen, der die Schnelligkeit von 110 Kilo­metern in frr Stunde zu erreichen vermag: austerdem besmden sich auf ihm Apparate zur Messung des Luftdruckes u'w. Auf ihm können mit Leichtigkeit Veränderungen ui der Anordnung Der Tragflächen auf ihre praktische Venvendbarkeit geprüft werden, ohne dast em Pilot dazu sein Leben auis Smel setzt, und Zw- gleich mit einer viel größeren wissenschaftlichen Genauigkeit. ViuK.'r- bent sind noch cm.mische, mechanische und ähMiwe Laboratorien vorgeiehen, um das Material auf Festigkeit, Brauchbarkeit u'w. zu prüfen. . . . , ,

Sicherlich wird sich der Nutzen freier Einrichtung -ehr oalö bemerkbar machen und wäre sehr zu wünschen, wen: ins in Deutschland diesem Veifviel folgte. K.

äu kopieren, denn nach guten Monna Lifa-stotneen ist die 'kach- irage groß. ?lber nur wenigen Pariser Malern ist cs vergönnt, ihren Eifer in die Tal umzusetzen, denn bte Benvalttuig iwt einen Siegel vorgeschoben: nach den Bestimmungen für die Munft- Sammlungen des Louvre, io weist derEreel'lor" zu berichien, darf nur ein Maler zurzeit die Monna Liia kopieren, unb^ man kann bamit rechnen, dast out Künstler zu dieser Arbeit im Durch­schnitt zwei Monate braucht. Viele Maler stehen nun zwar auf der Liste derer, d'.: dir Monna Lisa kopieren dürfen, aber fie müssen warten, bis die Reihe an «ic kommt, und sehen all)Ehr­lich nur iechs Vordermänner von dieser Liste verschwinden Tie Pariser Maler wallen sich nun an die zuständige Instanz mit der Bitte um die Erlaubnis wenden, künsttg die Monna Lisa »n zweien gleichzeitig kopieren zu dürfen.

ff, E i n F1 o h d e r V o r w e 11 Es ist dem bekannten Geo­logen Professor Dr. .'trete in .Königsberg Preußen vor kurzem geglüdi, in einem Bernsteineinschluß einen vorweltlichen Floh zu entdecken. Dos Grcmplar, oas iehr gut erhalten ist, wurde Tr. Dampf zur Bearbeitung übergeben. Ter Bernsteinfloh gc* hon, wie DieNatur" berichtet, nach Wagener der Wallung calaeoWDila llrnoh an und ist mit den vier heute bdamiten Arten eng verwandt. Auf welcher An von Tieren er gelebt bat, in nid:: ohne weueres festzustellen, weil die ab und zu in teranigen

i.cnig charazzer itifch sind, um einen Rückschlnst auf ihi. Triger :i geftotten. Don» löstk es sich, tra der Äernstcin'loh, ebenso wie d.e heutigen Palaro'yllaarten bltno war, und diese auf unur» n: .ich levenoen Säuge.- rcn schmarotzen, vermuten, dast auch oa& n.-uen.ecute Tier c.nc ähnliche Lebensweise geführt haben dürfte. Der Floh wurde nach seinem Entdecker Palaeopsylla Klebsinana n. sp. getauft.

Angelegenheit nicht mehr lange dauern "

Tie Cefiming der deutschen Postsendung.

TicNordd. Allg. Zig." schreibt: Die Mitteilung einer Zeitung, dast Die Post von dem SchiftBerlin" an das Marinepostbureau in Berlin in Fr a n frei m iv t b c i r c di 11 i d) g c ö f i n c t wurde, ist unzutressend. Eine solche Post ist kürzlich aus s p a ni s ch cm Gebiet geöffnet wor­den, jedenfalls infolge Betriebsversehens: >s schwebt die llnterfuchnng Anscheinend liegt eine Verwechslung mit einem liirzltchcn Fall vor, bei dem ein vom Marinepost bureau für den A b lösu ng s t ranspo rt eines an deren Schisses a b q c, e r t i g t e r Br, es beutel tit der französischen Bastnpoft v e r s e h e n t l i ch g e öffnet, aber nach Wahrnehmung des Irrtums sofort wieder geschlossen wurde.

Zusammenziehung srauzösischer Truppen a» der Grenzt.

DieDeutsche Tageszeitung" meldet aus Paris? Das G e r ü ch t, da st F r a u k r e i ch Truppen a n d e r Lstgrenzc zusammenziehe, ivird von dem »iriegs Minister ganz energisch als durchaus unbegründet bezeich net. Frankreich, heißt es, konzentriere durchaus feine Streitlräfte.

Ein Skimmimgebild der Teutscheu in Marokko.

TieKöln Bollsztg.", die feine Hauptruferin im Streik n die schwache Haltung der deutschen Regiermtg Bei zeichnet doch folgendes charakteristische SlimmnngSbild au» Immer:

Tic zuversichtliche Freude, die durch die Ankunft des Panter in dec gesamten ncutidkit Kolonie Tangers ausgelöst wurde, in einer stillen Resignation ,i Indien Während nod) die Deulick. Marokkozeitnng vom I. August icglicheii Gedanken an nqciib ncluie .Vvmptnsatloniaußerhalb Marokkos entrüstet von der Hand weist und cnergiubir ennveder eilte ^Zurückziehung der trän zöiischeu Truppen an.- Marokko und vollständige, nicht nur w 11 t s ch a 1111 ch c, Gleichberechtigung aller Rationell oder die Austeilung des Land . lordcrt, wobei Deutschland den erzreichen sruchtbarcn Süden erhalten soll, hat man sich jetzt allenthalbcn mit dem Gedanken .ibgehtnben, daß die Berliner Verhandlungen zu einem Resultat sichren w-wden, welche» den enOgüHigen Verlust Oes Sultanats für das Deiit'chtnm bedeutet. Ich möchte darüber 'prcckien, mit wem ick) wollte, ohne Ausiiahmc traf idi d, e i clb c, von l c i f c r Trauer durchdrungene,aber ge faßte Stimmung. Das einzige, was man noch erwarten zu können glaubt, ist die Bestätigung und Gewährleistung eine» offenen Hafen» in Agadir. Freilich etwas Bestimmte!) weiß man and« riet nicht. In wenigen Tagen, ja von Stunde zu Stunde kann die Entscheidung fallen, aber es besteht wohl raum s?i>n-

in ganz Marokko erfüllen wird. Rührend gcrad.zu flingi c», : wenn einer öiefer in zielbewusster, idnverer Arbeit hart und feit gewordenen Männer sagt und sie sagen alle dasselbe :Dieses schöne, reiche Land, dem wir unsere ganze Arbeit, mi'cr Leben gewidmet haben, dis uns ans Herz gcivachicit ife, lote eine zweite Heimat, das iollen wir nun anderen überlassen, welche die

Fruchte un'erei Mühe ernten iverbat. Denn eine wirt* ) ck) a s t l i ch c G l e t ch b c r c ch t i g u )i g a b n e g l e i cki z c 111 g c n

das Recht auf den Besitz, sondern nur um das Recht, )ic zu ............ . Jeder, der die Schätze des Louvre einmal be­sichtigt bat, weih, da); die Monna Lisa ständig geheimnisvoll einen Maler anlächell, der vor ihr sitzt und fic kopiert. Die Pariser Maler reisten sich um die Erlaubnis, die Motina Lila

soll nach einer Meldung des Herrn Dr. Dörpinghaus, der sckwn wiederholt über die Vorgänge in Marokko zu i reffend unterrichtet hat, durch französische agents provocatenrs hervorgcrufcu »vorden sein. Em deut scher und ein österreichischer Angestellter von Mannesmann ftd, so teilte der genannte Herr derTägl. Ruudsch." tele­graphisch mit, im belagertenTarudant" ein» geschlossen. Letzterer bat den österreichischen Konsul um Hilfe. Eine franzök eingefchlosfenon algeris

ber Momnnentalmalerei. Sdwn vor Jahren hat er füi cur Berliner Standesamt eine Reihe reizender dekorativer WenntDc gcidiaffeu; der jüngste Au'trag dieser Art, ber ihm zugesalleni ist. ist Die Ausmalung des Vorhanges für das neue Wemiarischi- Host Heater. Tat einer Reihe von Jahren wirkt Hoimann als Professor in Weimar.

fr. LionardosMonna Lisa" und die Kopisten^ In Pariser Malerfreisoi geht etwas vor. Es handelt iidi um das Rcckt am bic Manna Ln'a von Lionardo, jedoch nickt um

6ine Beratung ber leitenden deutfchea Männer.

Berlin, 16. Aug. Der Reichskanzler ist heute abend hier einqetrosseu. Er folgte einer Einladung des Staatssekretärs des Neufern v. H i b c r l c it Wächter zu einem Mahle, an dem auch der B o t f cha s ter Freiherr Marschall von Btebe t stein teil nahm. Morgen vormittag begeben sich der Reichskanzler und v. Äibcrlen Wächter nach Wilhelmslwhe, ihnen schliess vor der Rückkehr auf seinen Posten in Konstantinopel sich beim Kaiser zu melden.

Schwacher Traft.

van niberlen Wächter nadi Äilhclrnshohc ickeint eiwas über Oie frage burdnuiirtern: DerBerliner Lokalanzeiger" weist zu be richten, hast Togo als .homveiisationsobtekt unter leinen Um ständen in Betrackü komme. Man scheint jetzt Imnvtsäcklicb über da - Hinterland von M a nt c r u n zu foredicn. i dock, geht bic deutsche Regicrung in freiem Punkte gründlich zu Werk:,

weiselhaftem ütfulg groste Summen hinetngeftcdt iverten munten Austerdem dürfte d.i s ) ü d l i ch e Marokko eine Rolle bei een Verfrindluugcu ivicleii. Da nickt ieitftcbt, ob dieser Land)trich erzhaltig ist, wird von ber französischen Regierung anzuerkennen sein, dast beut'die Firmciz, bic bereits Bodenrecht e in jenem tüebiet erworben haben, int Falle der Entdeckung von Erzlagern n, b( a hungswt i{

.an bie TürinS üd M arokko offen b 111 b i Es werden hierbei für den ' 11 der Auflegung von Erzlag i a tl reff n des Teutsck eit R ick j

r <:. erkennt die französische Regierung auch ohne weiteres an. Ißtmi in n Grundligen des Abl

sein iveroen, wird bcab)id)tigt. einen Vertrag zu schliesten und zu veröneMlicheit. .

Auck dieDeutsche Tageszeitung" versickert, bar bic bcntjdic Regierung unter allen Umständen wirnckaftlickc Garantien in okko verlangt, und zwar soll

n Handel und nn scre Industrie schützen und fördern. Das Blatt schreibt:

In dieser Richtung kann eine Tatsache beruhigeni) wirken: bic Berufung des bauschen Konsuls Bassel aus Tanger n.acki Berlin ins Auswärtige Amt. Bassel gilt als einer d

l kkokenne i und insbi sond ri . .

Schliche und Jntriauen bei Franzosen in Marokko genau kennt. Bassel walt zwar bereits einige feit in Berlin, nt aber infolge des Genusses von schlechtem Was . imsahrt an Fieber

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iefrctäi von Mibcrlcn Wäckiter mit einem wirksamen Schutz der deutschen Interessen in Viarokko ist, bedeutet die Tatsache, dast für die Formulierung der neuen Verträge mit dem französischen Botschafter Derrn Eambon eben die Erfahrung Bassels gründ legend sein soll. Bassel nimmt fortan an den Besprcchnngcn im Auswärtigen Amt teil.

Französische Schlußfolgerungen.

sich abieits ftdku und fick um Marokko und die von un vci langten Cofer nicht kümmern würbe. ?icicr dovve11 c Xx i : tum allein kann die Haltung cr Hären, bic .vetv i' o h

i b f r 1 c it Wäcktei in sein en crnen Untern al t u u en mit Herrn Eambon einnahm Man mustte ihn erickeuchcu und bas geschah einciseits bürd die iehr beut d-rn Erklärungen ber englifdini Minister unb aiibererien > burck» en einmütigen Wib rstnnd. ben b «ranzonicke Pri'ne gegen die a oi bernngen bbciitid . n Man-ui ei hob xie»c mich ituit lingcicbcii haben, das Frankreich nick': Innrcichend an Maivkk.» gelegen ist, um es mit bemütigenbat Cutidiäbiguitgen^ zu bi zahlen unb bar, Englanb keine erste Schäbigung seiner ^ccuutv eisen dulden würde Wenn dey I rr t u m de r c r 11 ner Diplomaten verscheucht in, io kann die »oinng bei

Entscheidungen in wilhelmshöhe.

Der t^eburtstag unseres engsten Verbündeten, de> ktzaisers von £cftcrrcid) Ungarn, pflegt am Berliner Hofe ebenso gefeiert zu werden, wie der Geburtstag liniere - nFreundes", des.ai.n Auw diesmal findet -,nr Feier ?. - m Zosef - am

in. August in WWelmöhöhe, WO der deutsche Sauet bereit: eingetroffen ist, ein Festessen statt, an dem, wie ndlick. die höchsten deutscheji und preußischen Staatsbeamten neben Mitgliedern der österreichisch ungarischen Botschaft teilnehmen. Die Gemeinsamkeit der Interessen bringt c: mit sich, dast beim (^aiabinec die augenblickliche politische ivährend derlaiser Eercle abhält. Und das wird in diesem Jahre umsomehr der Falt sein, als sich verschiedene wich tißc politische Fragen in der Schwebe befinden. Neben der Marollosrage sind es auch das deutsch russische Abkommen »ber Persien unb die Bagdadbcchitfrage, welche nach ben letzten Ieiutngsmeldnngen beide fhrer Lösung entgegen- zugehen scheinen.

Die Tatsache, dast in einem grostett Teil des deutschen Volkes ivegcn der Behaudlung der marokkanischen Ange­legenheit Mii'sttmmitng entftanben ist, werden der »lanzler, der Slaatsselcetar unb der Botschafter in Monitantinopci, bic gemeinfam die Reise znm Mnifer antreten, diesem wohl nicht verhehlen. Rach der Besprechung darf man bann . iclleicht endlich einer amtlichen Aufklärung bei Lage ent gegensehen. Was uns heute verkündet wird, ist nur schwacher Trost. Und bic neuesten Ereignisse weisen ziemlich unrein stimmend daraus hin, dast man im Auslande Deutschland als zurückgedrängt betrachtet.

Ter Ausruhr im SuSgebiele

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BezugSpeet»: niomNUch7LP1-viettel- iährtidi Y1L LLö: burm ?!bbok- n. trorLrttQeii oiwtticki So V'.: durch bieVost '^k.viertel- j.ü d. eu-ül'L Aestellg. Jecken vrets: lofallhl.. aiisioäns SO Vieunia. V aefrebedteur: A-Soen. Vcra.invortlich für ben polüischen Teil: Auanft Loey: tüt .FeuiÜe- ton*, ,9?cnnrid)tHe unb 5?itd;t5latHe: S. Neu­rath; fürStabt unb Land': E.vetz; für ben Anzeigenteil: H. Beck.

ks. Ludwig von D o s m a n n vollendet am 17. August fein 5 0. Lebensjahr. Er nimmt unter den Vertretern der modernen Malerei in Deutschland einen hervorragenden Platz ein, aber es ist ein Platz für sich: Dosmann ist nicht dem grosten Strome gefolgt, sondern hat sich eine hohe unb anziehende Crigina jtät gcivahn. Als der Sohn des ans der Bismarck-I.'it wohl­bekannten Staatssekretärs v. Hosmann zu Darmstadt geboren, studierte Ludwig v. Hofmann zuerst Iura, um sich dann der Malerei zuzuwenden. Er hat eine reckt merkwürdige Schulung genossen. Zuerst beiudne er die Akademie in Dresden, bic damals ganz unter dem Zeichen eines weichlichen Akademismus )lano und an ber auch sein Cbeim, ber durch feine religiösen Bilder befanntc Professor Hdnnck Hofmann wirkt?, hierauf iiudi.ric er bei Ferdinand v. Heller in Karlsruhe, foivic an der Munchcuer Akademie, aber erst in Paris, wohin er fid) 1889 roanötc und wo er in tue bekannte Akademie Julian cintrai, fand er iidi felbft. Gr fand fid) an der ftrcngoi MonumentalmaleiCi des Puvis de EhavanncS und an dem feurigen und kühnen -kvlorismus dcs Albert Besnard. Bormann im Anfänge ber 90er Jahre ui ben deute bereits historisch gewordenen Ausstellungen beiXI" zu Berlin seine Werke der Eeiientlidjleit vorstellte, erregten ne besonders durch ihre verwegene Farbengebung allgemeines An' sehen, vielsach Entrüstung - - Veruändnis und Bewundcrun.) nur bei Wenigen. Man wars feinen Phantasiclampofitionen völligen Mangel an Wahrheit vor, und cs blieb ihm >'ogar die Ablehnung seiner Werke seite.is ber großen Berliner Ausstellung nickt mvan Damals glidi Hofmanns dunst nodi einem wilden, Geröll mit fid) führenden Bergbacke: bas Klärbecken, dar

war die Kunst Hans van Maröes, ine üut ihn tiewn Einftu»; emsübte. An ihr erlernte er eine organischere Auffaijung der menschlichen Gestalt und eine reichere und scinerc Deutung des Raumes. Es verband ihn aber mit Maries auch eine starte innere Geistcsvernmndtsckau Wie Marecs, io hebt audi Ho mann das abgeklärte Sein fehler Menicken; er licht ein ertr.iumt.e- Arkadien, barm sckonc Jünglinge und Iung'rau>.n in Migui ^vielen, Tänzen und Feit.n glüdlid'e Tage verleben Geht die Üfruniihmmumi ber Kun'i Maröes in Dur, so i t di: Hv'manns auf Moll gestimmt, und der Zug he.terer Licbcnswurdigkctt, ter seinen Werken eigen ist, mußte i. - lich selbst Cie entwa"nen, freunden tonnten. Wie die meisten Lünnhr, die te-.a-: vrobii'n. n. ijt auck Ludwig iv Hofmann in seinem Sm .11 un..n deis Vorbild Maries ftärler hervor, ^co.iiitnb and am no.y Bedeutenderes hinweisend sind seine Verai. : auf o.m Gebiete

u- und Strohmai' ib 0 Wagen Stroh. 5: >ues 4.50-5,00 -])IL cc trob 0,00-0,00 Ml. r. ;ren waren auö dem h idoffehOwmllN-1 aifetfroiie Mk. 4.00.

e iveme, flaiierfrone J- KOfa4.00. «««»' ü! iriye, Saiiedrone U» Nieren, Paulien^Iuli1 (Salbe a. d. v.: iss blaue 4.25.J)amby: it 3.50-3.80, runde b ib: Aieie», Paul en^, LrWufeM.4^-- Nieren, PaullenS^ 480. Hrcielb.

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Hr. 192 Erstes Blatt 161. Jahrgang Donnerstag, 17. August 1911

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i Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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!üvmtta^"s'uh" Bübingen: Zerufprecher Rr. 50 -eschastzstelle Bahnhofstraße 16a.

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11 erschöpfender Teil^^ 1 .enieS einbeiiiidjen k.' einem tad,

dem K? iu eröffnen: oem billigen ®elän6«, lderspaierentzrweiln^ leemq anjuschiagen tit, es bes 'J-'ielenial« j0 rlichen Anblick des La­

ichen Augenblick frei m Hgariige, niemals wiett hlfleeiflnelen, wie roürbi? m auffergewöhnlich btün ^aitsgejehl werben, bas: >ng des allgemeitten 'k wahrnehnteit ivird, btt t Her einen öttl zu bmc ne alle Gebäude mit tc- , lagen wir einmal unveck ißt. - Sie ctabtüerortK ie, ihre |o oft betonte r: n Stadtteil einmal prat- ! Jnteresleu zu verleg- cung der autzichlteßli» Ute und Behörden schon lr rschuff erhallen haben. , die nach immer als: werden kann, Ittyl figen ßroet? unhii:..: des ü/noift - iw lbert SinbittiU.

0 Paris, 16. Aug. Dio Schlnstfolgcrnngcn aus dor- letzten Marokkokrise «iianbi der ehemalige Marinemil b t- ßaneffan in derAktion" ziehen zu können. Er gibt feinen Änslassungcn den do,zeichnenden 'Titel:D c i Irrtum der deutschen Diplomaten" und läßt sich ii. a. vernehmen:

Tank dem friebiertigen Einschreiten des K a i i c r » Wil­helm einer und dank ber lebt klaren Haltung England-. andercrscits, sowie auch baut den in unzweifelhafter Weste von ben Verbündeten des Deutschen Reiches bclunßctcu Gefühlen li gt cs heute zutage, baß ber europäische Friede durch die Marokko- Frage nickt gestört werden wird. Die 2U)iomauu des Teu jchen Reiches batten sich eingebildet, daß die Neigung 3rau rcichs Tür Marokko es dahin führen wurde, für dieses Land

allt Opfer zu Bringen, die si n vt

lieben würden: sie hatten gleichzeitig geglaubt, daß England

Die Besorgnisse sind erfreulicherweise grundlos, denn wie wir 'von besluiiterricktctcr Seite ersahrcn, bc- nnfrm |id) famtlidic Deutsche in Tarudant zurzeit auljer ®e- iaht. Rack) welchen Erlebnissen und Abenteuern, das wird mau ivohl erst in einigen 2l?od)en ersahren, denn sogar die kurze Rackiickt von dem Ausrv.hr un Sus gebiete hat reidihrii fünf Woche», vorn 6. Juli bis 12. August, gebraucht, um nach Europa zu gelangen.'

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