Ausgabe 
11.3.1911 Fünftes Blatt
 
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161. Jahrgang

General-Anzeiger für Gderheffen

Di«Otehemr ^xmlllenbiatter** werden dem viermal wöchentlich beigelegt, bas Kreliblatt für bei Kreli «leben" »weunal wöchentlich. Die ^andwlrtfchoflllche» Mi» fragen" erfchemen ewnadidj zweumU.

Nr. 60 fünftes Blatt 161. Jahrgang ,

Gießener Anzeiger

Samstag, U. März 1911

Rotationsdruck und Verlag der Brübl'fchen Universuäts - Buch- und Sleindruckerei.

R. Lange, Sieben.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Eckul« strabe 7. Cxpedttton und Verlag: 3lebattwn:e^ll2. Tel.-Sldru AnjeigerGteßen.

tragen:

3.

Mit

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gesetzlich nichts anderes als MAGCI» Würze feilgebalteu werden darf.

tPfei I drei eck- Seifen

Verkanfs- stcllen durch dieses Plakat kenntlich.

geführt; bei später angerneldeden Installationen muß bcr Hausanschluß vom Abnehmer bezahlt werden

Die Verkaufspreise für die einzelnen Abnehmer be-

Nur rcht mit dieser 9)1 art« dem Md)er demNennzeichen deL Eeoitscheir Verfahrens.

Fabrikant:

Angnst Jacobi, Darmstadt.

kommen leicht verdaulicher Form eine Reihe von Bestandteilen von ungewöhn­lich hohem Nährwert, die blutbildend und appetitanregend sind. Darum ist <5coffo Emulsion ffit Erwachsene und Kinder ein so überaus wertvolles Kräftigungsmitte

Krankheit vorzubeugen ist leichter als fic zu heilen. Vorbeugen heißt aber nicht- anderes. »als den Körper widerstandsfähig machen. Läßt stch dies bei der gewöhnlichen Nahrungszufuhr nicht erreichen, so sollten Sie zur Unterstützung der Er- nähruna eine Zeitlang Scotts Emul­sion nehmen. Diese enthält in voll«

Haupt näher an den Boden ,u kommen, herunter. Gerade um diesen Bergrücken mußten sich die Winde brechen. Bald wurde ich rechts-, bald links geworfen, bald herum ergedruckt und bald aufwärts geschleudert. Es war derart kritisch, baß ich den Motor gant abstellte, um die Erde auf düse West ;u erreichen. Der Gleitilug gelang glatt unb ohne Ltost. JRit 20 Meter Auslaus landete der Flieger auf einer idealen stelle. Es war die höchste Zeit, denn 10 Meter vor mir türmte sich eme Berg­lehne ani. Ich atmete erleichtert aus, als alles vorbei war, denn ich hatte in den wenigen Minuten, die der Flug dauerte, gefahrlich-c Momente durchleim, um so mehr, als ich über liefe Abgründe und über tiefe Stellen hinwegschwebte» wo eine Landung unmöglich war: abwechselnd Wald, Felsgeröll, Stl'rzbäche usw. An einen zweiten Aufstieg war nicht zu denken, da der Wind stärker geworden war und da auch wieder Wolken auszogen. Wie mir zum Sohn, lag während des ganzen Aus­stiegs die Koppe klar und deutlich da, leider für mich nicht er­reichbar Bei einem derartigen Wind und dieser Windrichtung ist überhaupt meiner Ansicht nach an ein Umfliegen der .Viopvc nicht zu denken. Ich hoffe, das ,edoch bei günstiger Gelegenheit: achziiholen. Vorläufig kann ich nur sagen, dav ich viel ge­lernt habe.

Derm ff obres.

*Das neue Abfahrsignal. Die Zugführer- und Stablaternen sind nach einer Berliner Meldung der Frkf. Ztg. neuerdings mit grünen Vorsteckscheiben ausgerüstet worden, weil weißes Licht auf den Stationen häufig zu Mißverständnissen Anlaß gegeben hat. Vom 15. d. Mts. ab sollen nun die qrüngcblendeten Laternen von allen Stationsbeamten und Zugführern im Abfertigungsdienst angewendet werden. Vom 1. Mai d. I. ab tonunt auf den Fern-Personenzügen des Eisenbahndirettionsbezirks Berlin der RufAbfahren" in Fortfall. 9hl r wo in dieser Be- ziehuno örtliche Verhältnisse, Gewohnheiten der Reisen^ den, Rücksichten auf die Verladung, der Poststücke usw. zu­nächst noch hinderlich sind, sollen die Reisenden, die Zug- und Postbeamten durch geeignete Maßnahmeli (z. B. durch den RufEinsteigen" oderTüren schließen") auf die Ab­fahrt des Zuges aufmerksam gemacht werden. Wo die Zugabfertigung durch den Zugführer erfolgt, soll der Ab­fahrauftrag durch Signal 29 (zwei mäßig lange Pfeifen­töne) gegeben werden, es sei denn, daß auf besondere An­ordnung hin, wie für den Stadt- und Vorortverkehr, ber Auftrag auch vom Zugführer durch den Befehlsstab erteilt wird. D er Befehl zur Mfahrt darf erst erteilt wer­den, wenn der Zug &nr Abfahrt wirklich bereit ist, ins­besondere, nachdem das Zugbegleiterpersonal seine Dienst­obliegenheiten beendet und feine Aufmerksamkeit dem Auf-, sichtsbeamten zugewendet hat. Hierbei ist sorgfältig zu be­achten, daß das Abfahrsignal sowohl vom Lokomotivführer, als auch vom Zugbegleitpersonal tatsächlia, bemerkt wird. Bei )Nebel und beschränkter Sichtbarkeit müssen die Auf- sichtsbeamten nötigenfalls näher an die Maschine heran­treten. Bis Anfang Dezember sollen die Bctriebsänrter berichten, ob sich das neue Verfahren, insbesondere die grüne Signallaterne, bewährt hat.

Kleine Lageschronik.

In Taschkent ergab eine Untersuchung, daß den Stationsvorsteher bedeutende Di e b st ä h l e ausgesührt hat. Außerdem be,aß er einen regelrechten Harem, wo­bei Damen als Telephonfräulein angegeben waren und als solche Gehalt bezogen. Der Stationsvorsteher wurde verhaftet.

© c ot 18 Emulsion wird von unB ausschliehlich im großem verlaust, und zwar nie lose nach Gewicht oder Matz, sondern nur in verst^'/lten Originalflaschen in Karton mit unserer Schutz­marke l Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, ®. m. b Frankfurt a. M.

Bestandteile: Feinster Medizinal-Lrbertran 150/», prima .Glyzerin bo.o.unterphoöphorigsaurer nalks^.unterpborphorig- saures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster ar ab Gummi pulv 1,0, Wasser 129ß, Alkohol 11A Hierzu aromatische sGmulston mit Zimt-, Mandel» und Gaultheriaöl fe 2 Ztopfca.

Die Pflege der Stimme erweist sich immer mehr als ebenso notwendig wie diejenige etwa der Hände und der Zähne. Unter allen Mitteln, die eine klare freie Stimme schaffen, wohltuend auf Rachen und Hals wirken, üblen Geruch aus dem Munde nehmen, hat sich keines nur annähernd so verbreitet und behauptet, als die in ihrer Wirkung unvergleichlichen Wy bert-Tabletten. Sie gehören zum eisernen Bestände jedes Haushaltes, wie Seife und Zahn­pulver. Die lange ausreichende Schachtel kostet in allen Apo- heken 1 Mark. Depot in Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2.

Angabe von Elektrizitätsmessern bezahlt, so wird die Kilo­wattstunde 30 Psg. kosten. In diesekn Fall hat die Ge­meinde für jede Straßtznlampe einen jährlichen Mindest­verbrauch von 25 Mk. zil garantieren. Das Zählermessungs­system wird nur bei Gemeinden mit mehr als 1500 Ein­wohnern in Frage kommen. In beiden Fallen muß die Straßenbeleuchtung so eingerichtet werden, daß auf je 100 Einwohner 2 Lampen entfallen.

Wünscht eine Gemeinde, daß für die Beleuchtung von Nebenstraßen anstelle einer 5Okerzigen Lampe zwei Lampen mit je 25 Kerzenstärken treten, so hat sie für jede dieser Lampen 20 Mk. für das Jahr bei halbnächtigen Lampen und 30 Mk. jährlich bei ganznächtigen Lampen zu bezahlen.

2. Kostenlose U Überlassung der zum Aufstellen von Leitungsgestängen und Transsormatorenstationen erforder- lidjen Straßen, Wege, Grundstücke und Gebäude.

Gemeinden, welche auf die unter 1 und 2 wiedergege­benen Bedingungen nicht eingehen oder überhaupt auf den Anschluß jetzt verzichten, müssen, sofern sie überhaupt jemals auf Anschluß rechnen, ihre Zustimmung dazu geben, daß die Straßen und Wege zur Turchleitung des Stromes nach anderen Orten unentgiltlich benutzt werden dürfen.

Die Ortsnetze werden auf Kosten der Provinz hergestellt und unterhalten. Tie Abnehmer erhalten die Elektrizitätsmesser gegen eine monatliche Mieke von 40 bis 60 Pfg. Die 5? a u s a n s ch l ü s s e von der Straßenleitung bis zur Hauptsicherung innerhalb des Gebäudes werden während der Bauzeit auf Kosten der Provinz aus-

hanr Grade über seinen Riesengebirgrflug.

Der bekannte Flugzeugführer Hans Grade aus Magdeburg beschreibt den von ihm gemachten Versuch, vom Fuße des Riesen- gcbirgcs aus die S ch n e e k o p V e zu erreichen und diese zu umkreisen, in einer längeren Schilderung in interessanter Weise. Vorausgeschickt sei, daß der Flieger infolge der böigen, sehr ungünstigen Winde nicht bis zur Spitze der Schneekoppe gelangte, sondern unweit von ihr niedergehen mußte. Der Flug Ivar lehr gefährlich und aufregend, wie aus nachfolgenden Mitteilungen GradeS hervorgeht: ,

Kurz nach dem Abflug wurde ich stark heruntergedruckt und strich in 20 Meter Höhe über die Häuser, die im Tal lagen. Ich hatte ziemlich meine Maximalgeschwindigkcit und gab fort­während Höhensteuer. Als ich dicht an der Berglehne war, hob mid) der aufsteigende Wind mit gewaltigem Stoße in die Höhe. Dann wandte ich mich nach links und flog Über das Tal von Stumm bub d. Hier traten gewaltige Böen ein, welche den Apparat bin unb her schaukelten, wie ich es noch nie erlebt habe. Der sonst so stabile unb ruhige Apparat schaukelte bald rechts und bald links, Differenzen von 10 und 20 Meter wurden in kurzer Zeit durch die plötzlich cintretenben Böen hervor- gerufen. Ich roanbte mich in großem Bogen mehr nach dem Äbilugsort zu, gegen den Nordwind, strich in einiger Höhe über den nächsten Kamm hinweg, um Plötzlich in die Höhe gehoben zu werden. Vor mir lag jetzt ein Tal, stark abfallend nach dem Bahnhof Krummhübel und Schmiedeberg zu, ansteigend bis zu der Kirche Wang, rechts begrenzt von einem 300 Meter höheren Kamm, an welchem ich, um den Flugplatz zu erreichen, links vorbei fliegen mußte. Da ich die stark niederbrückende Wirkung der über die Berglehne steigenden Welle schon nach dem Abflug gesehen hatte, konnte ich diesen Flug nicht wagen. Entweder mußte ich über den nächsten Wald, um nach den Flugplatz zu kommen, oder ich mußte vorher landen. Das erste schien mir nicht ratsam, da id> nur die Querseite des Platzes erwischen konnte. Kurz entschlossen sah ich mich nach einem Abstieg um. Das war die Ueberlegung einiger Sekunden. Ich sah von weitem ein Haus an einer Berglehne stehen, vor dem sich nach meiner Schätzung ein Platz von 100 Meter Länge und 50 Meter Breite ausdehnte. Diesen mußte ich erreichen. Ich lenkte also zum Abstieg hinunter. Ta ich aber im sogenannten Hangerwind war, wollte der Flieger gutwillig nicht herunter. Ich stellte daher den Motor ab und ging in ziemlich steilem Gleitslug, um über-

a für Licht- 45 Psg. für die Kilowattstunde, b. für Kraft: 25 bis 12 Pfg. für die Kilowattstunde.

Großabnehmern wird von Fall zu ,vatl ein be­sonderes Abkommen getroffen werden, >ies tft bereits geschehen mit den Eisenwerken Hirzenhain sowie mit der (Stabt Friedberg für ihren eigenen Bedarf sowohl tote zum Weiterverkauf an den Bahnhof.

Für das 2. Betriebsjahr ist etn Energieverbrauch von 1248000 Kilowattstunden vorgesehen, für das 6. Betriebs jahr ein solcher von 1608 000 Kilowattstunden, für das 11. Bctricbsjahr ein solcher von 1983 000 Kilowattstunden. Tie Gesamtkosten der Stromverteilungsanlage sind aus 2 800000 Mk. veranschlagt. Die Betriebskosten belaufen sich im 2. Betriebsjahr auf rd. 295 000 Mk., im 6. aus ft». 327 000 Mk., im 11. auf rd 359 000 Mk. Ihnen stehen an Einnahmen gegenüber im 2. Betriebsjahr 278OOO Rik., im 6. 351000 Mk., im 11. 421000 Mk., so daß tm 2. Betrieb»- jahr mit einem Fehlbetrag von 17 000 Mk., im 6. mit einem Ueberschuß von 27 000 Mk., im 11. mit einem solchen von 62000 Mk. zu rechnen ist. In den Ausgaben ist neben einer Verzinsung von 41/4 Proz. eine Kapitaltilgung von 1 Proz. enthalten, jedoch keine Rücklage zum Erneuerungs­fonds. Tie Provinz wird diesem deshalb vorerst jährlich 50 000 Mk. zu führen, so daß ihm im 2. Betriebsjahr ein Zuschuß von 33 000 Mk. = 1,44 Proz. des Anlagekapitals zusließt, im 6. Betriebsjahr ein solcher von 77 000 Mk. = 3,17 Proz des Anlagekapitals, im 11. Betriebsjahr cm solcher von 112000 Mk = 4,6 Proz. des Anlagekapitals.

In den Berechnungen der Ausgaben für das 6. und 11. Betriebsjahr ist auf die erfolgte Kapitaltilgung und den hierdurch verursachten Rückgang des Zinsaufwandes keine Rücksicht genommen. Desgleichen sind die Einnah­men aus Zinsen des Erneuerungsfonds nicht in Rechnung gestellt. Anderseits, sind jedoch auch die Ausgaben für neue Hausaiischlüsse, für Erweiterungen der Ortsnetze, ferner für neue Transformatoren außer acht gelassen. Der jährliche Kapitalbedarf dieser Erweiterungen wird keines­falls größer sein, als die Verminderung des Anlagekapitals durch Tilgung und Rücklagen Der Buchwert des Unter­nehmens nimmt also ab oder bleibt ungünstigstenfalls inner­halb der ersten 10 Jahre konstant. Aus alledem ergibt sich, daß es sich hier um ein finanziell gut fundiertes Unter­nehmen handelt, wofür allein schon die in sehr auskömm­licher Weife vorgesehenen Abschreibungen Zeugnis ablegen.

Der Anschluß weiterer Gemeinden lüber 85 hinaus) konnte naturgemäß in den vorstehenden Wirtschaftlichkeits- berechnungeii nicht vorgesehen werden. Es bietet in tech­nischer Hinsicht der Anschluß aller Gemeinden des Ver- soraungsgebietes nach dem vorliegenden Projekt keinerlei Sckstvierigieiten. Zuerst sind natürlich die wirtschaftlichsten Linien zu bauen, an die sich alles andere planmäßig später angliedern wird. Wann dies geschieht, kann man heute noch nicht mit Bestimmtheit Voraussagen. Tritt jedoch die Entwickelung des Verbrauches in den zuerst angeschlossenen Gemeinden in der Weise ein, wie es erhofft wird, so wird der weitere Ausbau des Leitungsnetzes nicht lange auf sich warten lassen. Die Provinz wird also, wenn ein Teil des vorgesehenen Zuschußes von 50000 Mk. durch Entwick­lung der Ennahmen in dem Gebiet des ersten Ausbaues frei wird, den frei werdenden Teil verwenden können, um damit den Anschluß weiterer Gemeinden zu finanzieren.

(Eleltrijitätsroert Wölfersheim.

Gießen, 11. März.

Der nunmehr im Druck vorliegenden und den Pro- pinzialtagsabgeordneten zugegangenen Darstellung der ge­planten Ueberlandzentrale entnehmen toir folgendes:

Rach dem zwischen dem hessischen Fiskus und der Pro­vinz Oberhessen getroffenen Abkommen totrb der Staat alsbald auf der Grube Ludwigshoffnung bei Wolfersheim eine elektrische Zentrale erbauen und betreiben, wahrend pie Provinz auf ihre Kosten die Leitungsanlagen zur Fernleitung und Verteilung der elektrischen Energie her- ftellt. Rach der Fernleitungsslizze führt eine Hauptleitung nad) Hungen, die sich von hier einerseits über Langs­dorf nach Li ch verzweigt, anderseits nach La u b ach und Grünberg. Eine zweite Hauptleitung hat die Rich­tung nach Stockheim, verzweigt sich jedoch vor dieser Gemeinde nach Hirzenhain und nach Düdelsheim. Zwischen diesen beiden Hauptleitungen ist eine Verbin­dungsleitung gedacht, an die u. a. die Gemeinden Nidda und Schotten angeschlossen werden. Eine dritte Haupt­leitung führt quer durch die Wetterau nach Nieder- s l 0 r st a d t. Von dort geht eine Abzweigung bis Alte 11» stad t und Lindheim, eine andere bis Groß-Karben, Klein-Karben und Rendel.

Für den Anschluß der Stadt und des Bahnhofs Fried­berg ist ein Erdkabel vorgesehen, das vom Kraftwerk bis zu einer Uebergabestation führt, die an der Grenze der Stadt F-riedberg geschaffen werden soll. Eine weitere Fern­leitung ist in westlicher Richtung vorgesehen. An sie sollen die Gemeinden Obermörlen, Steinfurth, Rockenberg, Holz­heim, Grüningen usw. angeschlossen werden. In nörd­licher Richtung ist eine kurze Leitung über Wohnbach nach Bellersheim gedacht. Letztere und das Kabel nach Friedberg werden unmittelbar mit bcr Spannung der Zen­trale 5000 Volt gespeist. Für die übrigen Fern­leitungen ist eine Verteilungs-Spannung von 16 000 Volt vorgesehen. An Erweiterungen des Fernleitungs­netzes ist für später in Aussicht genommen eine Haupt­leitung auf der westlichen Seite der Main-Weser-Bahu, die über Ockstadt, Rodheini bis N i e d e r e r l e n b a ch führt.

Tas neue Projekt weist gegenüber dem ursprünglichen folgende Vorteile auf: Durch den Verzicht auf ein eigenes Werk wird der Provinz ein großer Kapitalaufwand, der durch den Bau einer Zentrale mit Stauweihern erforder­lich gewesen wäre, und damit ein erhebliches Risiko er­spart bleiben. Auch ist ohne weiteres einleuchtend, daß eine Zentrale bei Wölfersheim weit günstiger für den besseren Teil des Versorgungsgebiets gelegen ist als Liß- berg, so daß sich mit dem gleichen Kapitalaufwand eine größere Einwohnerzahl anschließen und em größerer Energieabsatz erreichen lassen werden. Ein sehr wesent- stcher Vorteil ist schließlich darin zu erblicken, daß die Ge- mtiuben von jedem Risiko befreit sein sollen, an dem sienach dem früheren Projekt durch den Zw a n g der Ueber- nafnnc von Anteilscheinen teil hatten.

Das neue Projekt erstreckt sich auf rd. 85 Gemeinden mit 71350 Einwohnern, wozu noch die Stadt Friedberg mit 9500 Einwohnern tritt Die Gemeinden, die ange­schlossen zu werden wünschen, müssen folgende Verpflich­tungen übernehmen:

1. Einführung elektrischer Straßenbe­leuchtung Die Kosten der Beleuchtungsanlage samt den erforderlicheliLeitungen undBeleuchtungSkörpern übernimmt die Provinz: ebenso trägt diese die Reparaturkosten. Die Gemeinde hat nur für die Kosten des Stromverbrauchs, des Lampenersatzes, sowie des Ein- und Ausschaltens auf­zukommen. Ter Stromverbrauch wird entweder nach einem Pauschalsatz berechnet ober nach Zählermessung fest- gestellt. Im allgemeinen soll nach einem Pauschalshstem für Lampe und Jahr gerechnet werden, und zwar fotCen

kosten:

eine halbnächtige Metallfadenlamve von 50 Kerzen für Lampe und Jahr 30 Mk.,

deSal. eine ganznächtige 45 Mk.

Wird der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung nach

1 Millionen von Hausfrauen a MeGCI.

° ___ mit dem Kreuzstern

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I N°ck,ÜUcu >°U° man nur aus °r°d°r Lrigin-IU-ich-. da in di-I-r I de ult, wasie verspricht.

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