Siebentes Blatt
Nr. 290
161. Jahrgang
ttltbetnl tlflfl* mtt Aulnabme bei Sonntag«.
General-Anzeiger für Oberheffrn
das iM
Rrnder rege, Halber und Schale gcbrucf, Schweine
Q oDfeftd'iae,
00—98
60
91
86—90
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62—6«
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etra’recfct:
Volklrecht:
100 Metern
Allgemeine Geschichte:
Rußlands Geschichte:
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67-72
sind bü innerer, daß fiel den Be
maßen:
Allgemeine Rechtslehre:
Schwache Fortschritte, ungenügender Fleiß.
Fortschritte ungenügend, Fleiß ungenügend.
Fortschritte ungenügend, Fleiß sehr tnigennaenb.
Ter Sebiller immer abwesend. Außerordentlich faul.
Ter Schüler unsichtbar. Sehr faul.
Tendenz: ruhig.
63 6'i 56 ou
Prell pro lOu Un. Vcxnb* s Sl»H^
Durchschnitt ?urer 5
Samstag, 9. Dezember IW
Roianonsdruck und Dertaq der Br üblichen Unroetfuäli - Buch- und Steindruckerei.
X Lange, Gießen.
Schafe.
Lieidemastschafe Schweine.
Bollsteischlge Schweine bi« zu 2 Zentner
C <61 en, ton1
ouSaeniättete. l»3chslen
Tie ,Gießener KamllievdlSNer- werden dem „ttnieiger* viermal wöchentlich beigelegt. dal „Krelsblatl für de» Kreil Gießen" zweimal wöchenilich. Tie ..raadwiNschaftliche» -ett- trage»" erscheinen monailid) iroetmoL
Vermischtes.
• Tericklechte Schi, le r. Zn Moskau findet gegen- ivärlig eine pädagogische Ausstellung statt, für die jedoch dal Pudl'.kum nur wenig Interesse bezeugt. Tie einzige Anziet-ungS- frafl wird von einem kleinen Bogen Pa vier au6ge.ibt, oer, wie so manches andere, unter Glas bewahrt wird, Es ist das Zeugnis eines Studenten an der Universität zu Hasan und lautet folgender-
Lebendgewicht 48*/,-49M
loüiieila,ige Schweine über 2 Zentner
teueiiögeioidjt ..... . 48'/,-49'/,
Pollsleischige Schweine über 2*/, Zentner
teDenögeiötd)l 46)4-47'/,
Fleischige Scywetne unter 80 kg Lebend-
geivicht 477,-48*4 61-62 48 61
fe. Frankfurt a. M., 8. Te^ Heu- und 6t rob marfU Angelabren waren 11 Wagen Heu und o Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.40—4.60 A<k., Stroh (Kornlangüro 0 2.60- (.00 Mk^ Wirrstroh 0,00—0,00 Dik. Alles für 5u Rtlo. Tie Zufuhren waren aus Cbevbehen und den Streifen Sieburg und ubcriaunus.
TaS Zeugnis namml au6 dem Fahre IM7. Ter mittelmäßige Schüler, der faule und burd) leine .idwesenheit glänzende Student, von hem tiet die Rede ist, war — Graf Leo R. Tolttoc.
!< Ein „$reil u f tfer nrobr". Ton Bau eines ganz mertnmruigcn attro-umischen Fernrohr schlägt Brof.-ior Todd in der „Populär Asrronomo" vor. üs handelt sich dabei um
denen Ausschüssen übertragen, die bereit-? in regster Ai beit beflriiicn sind. Aller Voraussicht nach wird
Redaktion. Ervedition und Druckerei: bcdul- fhnne 7. Erved.non und Verlag: e»9 5L
Redaktion:«-^A l 12. Tel.-Ad,^AnzeigerGießen»
| Waschschüssel führt.
In einem modernen Spielzimmer wird alles elektrisch. l>e I trieben. Trshalb ist die erste Vorbedingung für das richtige Spie, eine? ntobenten u indes eine Heine T y namo m a f d) t n e, bii b»rd> ein-.* vortrcsslidje Mvdelldumpsmaschinc — ein tpabriä Wnn H Hnrert der Präzisionstechnik — betrieben wird. Mit b?m selbst IMynigten Strom betreibt der kleine Ingenieur nicht nur seinr tsenbahn, sondern auch twch mancherlei andere nette Tinge
kann eine Art „Fernlenkboot^ leiten, dessen Steuer inb Fahrgeschwindigkeit durch Elektrizität eingestellt norden, und bat deslxilb mit .vnlfc langer Trübte vom Ufer aus geleitet wird. Cm neue? elektrisches Floltenspiel ist aus einem ahn ■ lidien 0). danken auf gebaut. Unter dem ebenen Boden eines finden f ttfiifcrbvdcn?, in dem zivei Säuischen fdjnrimmemjinb viele Elektro & Magnete cutflebrocbl Auf jeder der beiden Seiten des Spiels | befindet iidi eine Rothe kleiner Schalter, durch deren Niederdrücken i man led.in einzelnen der Magnete Strom zuführen, ihn also K Magnetisch ma.i n kann. Gin Schiffchen, das fid) in der Nähe eun>? ioldjen Magneten befindet, wird von ihm angezogen. Mi: düse der verschiedenen Magnete soll nun daS Schiffchen möglichst Ende des Beckens zum onbnyn befördert werden.
Schlaept'vene» 46-60 81—90
4 oUheitange auSgemästete Rübe höchst,
SchlacMiveries bi« zu l Jahren . . 40—46 74—79 Allere ouegemaitete Nähe und luentg gut
eiUroideUe jiiu-jere ttühe und odrten 85—39 66—73 ihaßig genährt« llühe und Färsen . . 28— 34 56 - 66 St äl o ec.
i'ftnfte «Dlafitälber 63—64 105-106 ‘Dtallere Mau- und beste Saugkälber . 68—62 9--104
Landkreis Gienen.
= L ich, 8. Dez. Ter hiesige Volksbildung^ der ein hat seine diesjährige Winterarbeit im Lause dieser Loche begonnen und zw?.r mit der Eröffnung zweier Vor LLgsreihen. F-orstrat Dr. Tief send ack spricht all wocheittlrch an einem Abend über das Thema „Aus der
den Plan zu einem Fernrohr, das wegen feiner gewaltigen M- meffungcTi anders gebaut werden muß, als die üblichen Fernrohre. Es soll nämlich eine Länge van beinahe ‘
haben Natürlich wäre eS unzweckmäßig, ein solches Riefon-
^ermgere 'JJtafl- und gute Saugkälber 54—58 90—06 0> einigere tauglulber 48—62
’dd» wn einem — ... -------------
obne do8 cS an einem der Leuchtturme, der überall aufgestellten Aindernisse. strandet.
Elektrisch betrieben nri tl> and) eine zum Anlegen fertige T eie- pdoneinricvtung. Sie besteht aus zwei recht starken EI? menten, die fest wndttoffen sind, damit die Kinder nicht mit iber Säure in Bern Irrung kommen können, zwei S)ör- und Sprech- leypanaten, zwei Glocken, zwei Truckknöpfen mit Umfdxiltetror- Irufctnng und einer Doppelleitung von beträd)tlid)er Länge. Diese tLeituna ist leicht von einem Zimmer ins andere zu legen, unb | bann kann ein lustiges „Fern"-Gespräch beginnen.
Eine große Rolle unter den Spnlsadreii nehmen auch die tinrmatograbben ein. Diese Kinderapparate haben zum : Zeil sehr gute Films und können den irteinen eine Fülle von Kenntnissen in ansdxmlidtster Weise vermitteln. Gtar lustig ist r ein Frage- und Annoort,Piel, bei dem bad Kind durch eine sinn- reiche Einridming für eine kichtige Antwort mit dem {dürfen Zeit einer elektrisdn'n Klingel brlolmt ivirb. Sagt es etwas WcheS, dann bleibt alles stumm. Für große Kinderstuben gibt 5 richtige kleine Karussells, die durch eine einfache, aber ( mt erc'adjtc Vorrichtung in Bewegung gelebt werden; daneben I .tinixu.ndboljncn mit allem Zubehör, Zimmerwippen, die sich ■tarn 9111* und Abwärtöidiaukeln zugleich luftig im Kreise drehen, liinfcgitm kleine richttge Häuschen, in denen bte JHnber eine eigene
len Maschinen her, sowie von der bekannten Erscheinung des Winde'.-, daß die Luft wie jedes -a? do? Zeichen bat, Gtebictc niedrigerer Spannung au'zus.tchen. Warum also ergießt sich die Luftschicht der Erde nicht in en luftk reu Weltenraum'? Der Physiker gibt hierauf . ie klare Antwort, das; bte rasend schnelle Beivegung der Zfildien mit der Anzieliungskraft der Erbe it»cr Sdiwere o zum Ausgleich gebracht wird, das; die Lnftliälie die Srde nicht verlassen kann. Wohl aber folgt ans birfenii Ausgleich, daß bte Dichtigkeit der Vuftbfillc nach oben ab- nimmt.
ediladitiuertej höckjslen« 6 Jahre alt 50—42 ?unae, beliebige, nicht anSgemästete und allere au«qemäiiete 49—60
Atävm genährte junge und gut genährte ältere 46—47 Bullen. Bollstetlchige. au-gewachjene^ höchsten Schlachtwerles 46—48
Bolljieischige, jüngere 40—43 Märien. Rübs, t ollsleifchige auSgemästete Färsen höchst.
■Birtidjaft führen.
Tie Krone aber erhält natürlich die größte und interessanteste ■ cllft neuen Erjindungen: bas lenkbare Luftschiff. Am k ^Uloinmensten ist wohl die Suftfdiififdjadjtel, die einen Gummi Dddllon und gleichzeitig eine kleine, sehr einfach arbeitende Fabrik fit Wasserstoff enthält, mit dem man den Ballon füllen kann. ■ Tie Gondel ist mit einstellbaren Höhen- und Seitensteuern und ■ eiter durch Federkraft sied bcrocgvnb.n Schraube versehen, so daß I der ganu* Apparat loirflid) als idealer Zeppelin burd) die Lütte I iiiegt. Auch Flugmas cki nenin allen Größen und den manntg ■mjten Formen werden das Entzücken der Kinder bilden.
I ... Statt der bescheidenen Puppenstuben gibt es heute Puppen- ■Hii f c r mit vier Stockwerken, in denen ganz unten die Portier- ■;-.miIie, im ersten Stock die „seinen Saite" wohnen, wo Wasser- Mritung und elektrisches Licht nicht fehlen bürten und bt? Puppen - M^po? mit einer Starkstromleitmig am vornehmen D?chberd elektrisch streitet wird. Tic ganze soziale Schichtung unserer Zeit spiegelt t{h in RTunberlidter Form in solch einer Einrichtung, die für ! die Bewolnter der versdncdenen Stockwerke die genauesten Äb- !. eufungen an Behaglichkeit kennt. ... . u
Ein naiartiger technischer Baukasten erschltent dem ■ rinde die Welt moderner Baukonskrukttonen. Aus ttahlernen M ristnbem von verschiedener Sange mit vielen Löchern und mit ■ rilse kleiner Stifte kennen Eiffeltürme, Brücken, Häujcr, Aus tige usw iujammengeftent weroen.
Tie Zinwoldaten prangen in höchster Realität, und für die ; irategiiche Ausbildung der Kleinen ist gesorgt durch sinnreiche L !ierfdiierrnrridnungat, bei denen auf einer langen Blechleiste I ße Kolon in genaue Bewegungen aussühren, und durch „Sdiltcu: I nomentc", die mitten in die Aufregungen des Kriegs hinein führen.
femrobr wirklich als Röhre zu bauen, und außerdem ist es kaum mäglei), es in einem abgeichlosfenen (’kbunfce uatermbr’nr— Proseisor Todd null dieses Fmurohr daher im Freien entstellen und gar kein eigentliches Rohr bauen, sondern nur L'hren*
svsteme in Röhren ein'chließen, während dar übrig ■’t ourch ein Gerüst aus Stahlrippen ersetzt werden so! Tae ganze Fernrohr Hane Dann bte Form einer großen Wuwe, deren Dalken ans 6üaiguKr»af aujgeöam juch ßmet Schllnerrgletten Hub
Vie moderne Wissenschaft im weihnachtsspielzeuc»
,/W>e die Alten fungen, so zwitschern schon die Junten". D das Kinderleben so oft eine reizvoll komisd» Abspieglung der gtofjen Veit ist, so bietet auch da ninberiöirliaig im 1 leinen inb anmutigen Rahmen ein Spiegelbild der Kultur Ta ist beim fein Wunder, daß untere Zeit brr grasten tcdm:fd>en Fortschrittc dne völlige Revolution im Reich dec Spt ! tubc heroorgermei xit. Tie moderne Wissenschast, die das ungeheure G5etricbe d:. Fichusiiien mit ihren gnvaltigen Erfindungen beherrscht, muj. and) all ihre Wunder und llcbermia ungen aufbieten, um bei. kleinen «u nacüdcuklidiem Zettocrtreib die groben Errungen schäften unfercr Technik im Kleinen vorzuZaubern In etycm Aussah tvn lieber Land und Meer bcfdjmct Artur Fürst das Reuesie Hlerneuefte, das die moderne Wusrnschaft für den WeihnachtSmarke qeschaffen bat
Ta sind vor allem die Ei se n ba h n J ügex deren jüngste dauarl ihre primitiven Borsaljrcn weit in den Schatten stellen. Auf blinkenden schienen ür>er Weichen, ftur. cn und Brücke» hinweg twrdi Tunnel hindurch und an steilen Felsen vorüber sausen bi. elektrisch betriebenen Züge, bie man beaucm durch einen Wider sto Umschalter von ei nun feststehenden Buntt des Zimmers au-: erfahren lassen, anhalten und in ihrer Geschioindigkeit bcfinfltnirn Ion:.. Tie kleinen, sehr pr.ins gearbeiteten Weichen ermöglichen <«, den Zügen eine ganz bcfiintmtc Falntrichtting tu geben, und wenn die Wagen in Schnellzugsgesdjwindigseit die Weiche passieren, qibt es an brr Stelle, wo die stromstUrrende Scknene auf an ötüddien unlcrbrodjen wird, einen hübschen Funken. Viele Er -.eugnisse der Wellverkehrstechnik sind bereits dem Eisenbahnne. Kr .'finberfhibe erobert, so z. B. bie £> a u p t w eiche n ft e! 1 c n I a g c, von ber aus man durch Luftdruck fämtlid>e Weichen nach Belieben stellen kann und so UngU'uf jiälle verhütet, oder bie Zrajcft, das den Zug sicher über bie brandenden Wogen einer
schichte der Menschknit", Vorsteher Lor end über „Bo qelSderg und Wetterau einst und jeitt Ferner wird im Taufe des Winters eine .Inza 1 von Eiu-elvortragen über ahicllc Tc einen cingclcßt werden. Äm nächsten V«i:twOch in bet bte erste Theatervorstellung statt mit der Ausführung, oon „O'-Iaubc und .veimat von m Schönljerr burd) da-.
s. ein Mainische Verbandstheater. Für den 10. Januar st em Unterhaltungsabend mit dein Thema „S?< i mar' vorgesehen, wobei der belannte Tichter und Volks djriftftcller .\?. N a u m a n n aus Nanzhausen über »Heimat Dorf und Heimatliebe" sprechen wird.
ArciS Büdingen.
H. Büdingen, 8. Tez. Am 30. und 31. Angus' und 1. September 1912 wird hier das Verbands feder Teutschen n e b ir g 5- und Wander v ? r ein. abgehalten. Fürst Wolfgang zu Psenburg nnb Btching.! gat den (ifjrenoorfiy im geschastsftNirenbcn Ausschust übe; -lommcn. Tie Vorbereitungen für das Fest sind versck».
Wenn die (Erbe feine Lufthülle hatte köirnte natürlich kein Mensch auf ihr leben Wie aber sähe es — die Anwesenheit von Menschen doch vorausgesetzt — dann auf der Erde aus? Professor £tto Lummer, der Breslauer Plmsiker, wirst in der „9iatur" diese Frage in einem Aufsatze über Höhe und Schichtung der Atmosphäre auf.
Wenn die Erde keine Lufthülle hätte, hinge selbst bei größtem Sonnenschein der Himmel schwarz über uns: am stockfinsteren Firmantente funkelten bei Tage wie bei Nachr die Sterne, ja es gäbe gar keinen „Himmel" mehr. Das wir als „£immd" bezeichnen, das herrliche blaue Gewölbe über uns bei wolkenloser Atmosphäre, ist em Blendwerk der Lust, entstanden durch die Eigenschaft der kleinsten Teilchen der Lust und-des von ihr getragenen Staubes, das sich von der Sonne über die Erde ergießende Sicht zu bcarmen und nach allen Seiten zu verteilen, wobei die blauen Dellen mehr als die roten reflektiert werden. Lhne Lusthülle hätte die Erde auch keine Dämmerungserscheinungen, es gäbe kein Abendrot, es gäbe nicht einmal Wolken/denn wenn keine Lust vorimnden wäre, wäre nichts da, das den kondensierten Dasserdamvf trüge. Ter Dasser- damps stürzte zur Erde nieder, wie die großen Tropfen aus der Regenwolke. Nur die kleinsten Wai'sertröpschen können in der Atmosphäre in der Firm von Wolken schweben.
Lbne den blauen oder auch bewölkten .Himmel wären aNe £rtc der Erdoberfläche stockfinster, die nicht immittek- dar von einem Sonnenstrahl getroffen wäre. Tenn wie sollte in ein nach Norden geieaenes Zimmer Licht ge- Lingen, wenn das Sonnenlicht nicht zerstreut vom Himmel leuchtete oder die Wolkendecke das Leckst nicht zerteilte? Einer Äondschcinlandschäft bei wolkenlosem Nachthimmel gliche die Nawr bei Tage, mir noch greller im Unterschied von Hell und Dunkel. Ohne Atmosphäre gäbe es ferner nicht den blauen Duft der Ferne und alle anderen FarbLN- Deränbenmqen, die mit der Lustperspektive zusammen hängen: die Tage wären glühend hnst, die Nächte infolge der ungehemmten Ausstrahlung der tagsüber erwärmten Erde falt, und es gäbe kernen Kreislauf des Wassers, wenn die ausgleichende Lust und Dolkenschicht fehlte.
Natürlich fragt man sich, warum eigentlich die At- , ,iosphäre bei Erbe nicht verloren geht. Ron wertz von
Ein tzrißeres Quantum Brennholz ist bereits geschlagen und idgezählt und komm! in der nächsten Zeit zur öffentlichen Versteigerung. — Mit der Anlage der Fernzündung an der hiestgen Stratzenbeleuchtung wird in den nächsten Tagen begonnen. Wie die llnternebmcrfirma Z Pi lisch Berlin mittcilt, sind in der jüngsten Zeit ganz Iv deutende Verbesserungen erfunden worden, die bei der hiesigen Anlage Verwendung finden sollen.
UrciS Friedberg.
L. B a d - N a u h e i m , 8. Tez. Dis zmn Erlaß des hessischen Volksschul^esetzes 1S74 war in unserer Badestadt außer einem Mädcheupensionat nur eine Volksschu le. Sie wurde geleitet von einem Theologen, der zugleich Mit- vrediger war. An der Schule waren fünf Lehrer und ein Lehrer für den französischen Unterricht tätig. Im Jahre 1874 wurde eine weitere Stelle errichtet. Bis in die neunziger Jahre waren acht Lehrer an unserer Stadtschule. Mit Der nun stetigen Entwickelung Nauheims vermehnen sich auch die Sck)ulstellen. Heute hat Nauheim eine 18klassige Volksschule und eine Realschule zweiter Ordnung. Früher hatte dtauheim zwei alte Schulhäuser. "Das eine wurde abgebrochen, das andere zum heutigen Stadthaus um gebaut. Dor acht Jahren baute man ein größeres Schulgebäude und eine neue Realschule. Jetzt reichen die Räume unserer Stadtschule nickt mehr und die Stadt wird ein neues, zweites Volks schulgebäude erbauen.
Starkenburg und Rheinhessen.
w. Darmstadt, 8. Tez. Gestern abend entgleisten infolge eines Achsenbruches eines Wagens 3. Klasse deß von Mannheim in den Bahnhof FriedrichSfeld (M.-N.-B.) einfakrenden Personenzuges Nr. 967 drei Wagen, wobei eine Frau schwer und einige andere Reisende leicht verletz! wurden. Ter Betrieb der Züge nach Heidelberg, Schwetzingen und Mannheim wurde nicht wesentlich gehört; er erfolgte nach Räumung der gesperrten Geletse ab 1 Uhr nachts wieder regelmäßig.
Aus Stadt und Land.
Gießen. 9. Dezember 1911.
** Kunstverein. Die Gemälde-Ausstellung am krand l at wieder eine teilweise Aenderuna erfahren, indem tit Stelle der Sammlung Prof. Schmidt, Bilderjwn K. Doer- bxker-Marburg, Ä. Liebermann Berlin, A. Sanier Dres icii, E. Eimer Grost-Eicheu und Emmy Dinqeldein-Gießen len ausgestellt touri)cn. Aus bet jetzigen Ausstellung wur-> fcen noch weiter verkauft eine „Zeickmung" oon H. *h)ber- st'n Berlin uick zwei „Aquarelle" von "Cttilie ftowarzik- k»ießen
einen größeren Umfang annehmeu. Hosjentlick dahin die P f l a st e r a r b e i t e n sowohl in der Stadt als auch in der Bahnhofstraße beendet, so
Büdingen als Feststadt würdig repräsentiert und suchern auch wirklich als „Perle von Oberl-essen" erscheint. — Das in diesem Jahre im Biidiuger Stadtwalt gir Fällung gelangende B u ck e n s ck n i 11 h o l z 3. ft lasse wurde der Firma Mrnervahütte A. Glimmer in Ha rarr .il# Höchstbietende zugeschlagen. Den Zuschlag aus Buchen «chnittholz 4. Ml. und Buchenichwellenhol', crijtdt die Firma I. HimmelSbach in Freiburg. Tie Firma August S ck a ser-Hnngen bekam den Zuschlag ans ??adelgmbenhol;
- pro luu Ufunb
(ßcricbUfaal.
Straßburg, 8. Dc^. Vor der hiesigen Strafkammer Ling beute nach fünftägiger Verljandlung der Prozeß gegen den Architekten Bu ckmnun»Deistenburg zu Ende, oer angeklagt war, den Einsturz der Kirche in Dürre nbach in llnterelsaß am 17. September verschuldet zu haben, wobei mehrere Menschen getütet bezw. schwer verletzt wurden. Ter Angeklagte wurde wegen fahrlässiger Tötung und laMäffigcr Körperverletzung im Zusammen- tressen mit Verstoß gegen die allgemeinen Regeln der Baukunst zu drei Monaten e f ä n g n i e verurteilt. 3m Urteil wurde auSgeführt, daß dem flüchtigen darunter- nelxmer ans Hagenau wohl der größere Teil der Sch.'.ld beizumessen sei. das; aber audi der Angeklaate als genereller Hauleiter nicht frei von Schuld gewesen fei.
niärhe.
(Bieficn, 9. Tez. Marktberlebt. ?luf beuttaem wock'en- maxfte ko:ete 'l ütter rr. Ifb. 1,40—1J6 vtibnercier 1 et I —12 Itq., Nase pr. ät. 6—1 Räieinotte 2 3t 6—6 i-tq., inubeit pr iv. 0,KO—1,00 Hühner pr. eL 1,00—1,60
ahnen rr. Stücf u,ko—1,80 Pik., Enten pr. St. 1,80— 2,20 Tlt., ' änfe daS Piv 60—75 t;fq„ Lckisenneik'!i nr. l!fb. 82—90 l 'Mdileisch pc. Pfund 84—86 -1 s§., «nlisteisch 70 Psl^, Lchweine- eisch pr. 1 hmD 64—86 Ualdfleilck, pr. Pld. 76—hO l-fa» annnelflei|d) pr. i-fO 60—80 Pfg., Kartoffeln pr. 100 ftq, 7.00 013 9.00 'Ulf., Deißkraut da4 Stuck 15 bi« 30 Psst., Zwieleln per -tr. 10,00—12,00 .>.'ik.. ‘UHl h daS t itcr 22 ttew '.'Icp'el per , ’ ir. 15 In« 20-JJlf„ Nüsse 100 Stück f>0—00 llfg., per -;ir. 0—00 Pifw Birnen da« L-hinb 16—25 ifq. Biarktzeit von 8—2 tlbr.
F. C rvleddaden. B ie h b oi -M a r t t b e r i di t vom 8. Tez. JlnHrieb : 9itnöer 58 (Ochsen 9, Lühe 49, Bullen Oj, Mälber 140, Scbaie 21, Schweine 232.


