Ausgabe 
15.6.1911 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

Interpellation

ist ein Unter

in 'Jlnfpruch genommen bauen werde.

aber die Jugend ist

glaube es nicht," erwiderte Bacon ja Phantasievolt er als das Alter."

die Führer, die einslußreichsten Männer dieser bisher mach tigen Partei hätten bisher nicht ein Mandat für das Ab­geordnetenhaus und kämen alle nur in die Stichwahl. Ter gestrige Tag bedeute einen Sieg der freisinnigen Welt anschauung; dieser Umschwung werde auch Pas Gefühl der Zusammengehörigkeit zwischen Dien und dem deutschenVolke in Oesterreich stärken. Tic chrichlichsozialeNeichspost" gibt die Parteinicderlagc zu und findet die Tatsachen, die sich gestern in Wien zeigten, erklärlich durch die traurigen parla­mentarischen Verhältnisse, die die ans praktische Erfolge angewiesene Arbeitspartei, wie die christlichsoziale es sei, an positiver Arbeit behinderten. Toch, so schlicht die Rcichspost", seien die Besitzstände in der Reichshanptstadt für die Christlichsozialen auch heute noch so gewaltige, das; die Partei ruhig arbeiten und die neuen Erfolge einer spä teren Zeit abwarten könne; die chrichlichsoziale Idee sei unbesiegbar.

schied zwischen Leanspruchung der Zeit und Vergeudung der Ewigteit", war die nicht mitzzuverftehende Antwort vom Richtersluhle. Ein Anwalt bemerkte:Euer Ehren werden diesen Falt als etwas ganz Besonderes im Gedächtnis bc- halteit." Richter Baeon:3ic haben soviel Zeit darauf verwandt, mir das beizubringen, das; ich es nie vergessen werde." Ein junger Anwalt meinte einmal, er glaube

Bedeutung der Truppenlandung in Larrasch übertrieben. Wenn wir nicht nach El Mfar gegangen wären, so wären die französischen Truppen hingegangew Spanien bat seine Pflicht erfüllt. Wir können aus unsere Rechte nicht ver zichten. Wir Haden durchaus keine kriegerischen Ideen in Marokko. Wir haben genug int Innern des Landes zu tun, als das; wir Abenteuer nach außen suchen follten, und ich habe den Generalen in Couta und Melilla entschiedenen Befehl gegeben, alle Truppenbewegungen zu vermeiden, die zu falschen Auslegungen Anlas; geben könnten.

Nach einer Blättermeldung aus Madrid verlangte El Geb bas in einem an die spanische Regierung gcridi teten Einspruch kategorisch die Räumung von Elks ar und Larrasch, da andernfalls der Machsen sich weigern würde, seine sinanziellcit und sonstigen Verpflichtungen Spanien gegenüber zu erfüllen.

In Larrasch ist der spanische KreuzerCarlos V." cingetrofsen; er landete 250 Mann.

für seinen M(teilten gebe cs

Heuchelei und Unwahrhafkigleit wußte der Verstorbene mandimal mit großer Feinheit zu geißeln. Ta erschien vor ihm eine Tante und sagte aus. Die und die habe gräß­liche Worte gebraucht, die |ic nicht wiederholen möchte.Darf ich sie ails schreiben'?"Ja wohl", antwortete Richter Bacon der prüden Tante,wenn Sie wissen, wie sic geschrieben werden." Bacon war aber nicht nur ein Mann von Win, sondern er besaß auch ein tiefes piuchologisches Verständnis und echt humanes Empsindctt. Von ihm rührt z. B. das Wort her:Wenn ein Mann in Schulden gerät und der Druck der Armut sich äußert, bann fliegen die feineren Empfindungen zum Fettster hinaus." lind er hatte den Mui, sich der in der Regel verachteten Klasse der Geldver- leih er anzunehmen, indem er das waprhast weise Wort svrach,der Geldverletyer sei meist ebenso redlich wie der Schuldner."Im allgemeinen gibt es teinc Unwahrheit, vor der ein Mann, der Geld borgen will, znrüascheut, und wenn er dann das Geld zurüctbc.>alten soll, dann wieder- holt er natürlich diese Operation." K. F.

f

Der Aufstand in Albanien

scheint sich seinem Ende zu zu neigen.

Nachrichten aus amtlicher i -rtischer Quelle zufolge sind die aufständischen Malissoren vollständig um­zingelt. Ein Epmmuniqus der niilischen Negierung teilt einen durch Irade sanktionierten M i n ist er b c sch lu ß mit, demzusolge den Malissoren eine lOtägigc Frist zur U n t e r iu e r | u n g und Ucbcrgabc gewährt und zu­gesagt wird, das; sie wegen aufrührerischer Handlungen nicht, verfolgt werden. Ter Ministerrat hat ferner be­schlossen, unter Berücksichtigung der besonderen Verhält­nisse der Gebiete der Mu:igoren, sowie des Eindrucks der Folgen der letzten Expedition einige Maßnahmen zur He bung der Malissore.t zu treffen. Ter Sultan hat 10000 Pfund zum Wiederaufbau der im Verlause der militari- scheu Operationen zerstörten Häuser gespendet und dem Oberlommandierenden mit geteilt, obige Beschlüsse den Aus ständischen zur Kenntnis zu bringen. Gegen die Aufständi Id;eit, die sich innerhalb dar gewährten Frist nicht unter­werfen, sollen sehr scharfe Maßnahmen ergriffen werden. Nack) Informationen der Pforte hat der Sultan mich eine allgemeine Amnestie erlassen.

eine Verteidigung.Ich

op. SBcttcraucr Geschichte n n b Landes-- künde. In dem soeben erschienenen dritten Bande der von Oberlehrer F. Treber feit 1909 lnrausgegebenenFried­berger Geschichrsblätter" iinden mir auf 208 Seilen iricbct 22 gediegene Beiträge zur hessischen und insbesondere Wetterauer Geschichte. Ten ncmcinnürigen Beürebimgen oes Vereins eiitioredxnb dürfen auch diese irov aller wissenschaftlichen Gründlichleit allgemeinverständlichen Abhandlungen auf die Be Achtung zahlreicher Fachleute und Laien rechnen. Von einer genaueren Besprechung der verdienstlichen Arbeiten müssen ivit hier natürlich absthen. Sie '»e.g.ii, welch vielseitiger geschicht­licher Stott nicht nur im Stadtarchiv zu Friedberg, sondern auch in vielen Keinen Wetterauer Gemeinoearchioen der Ver­arbeitung harrt. Tic stofflich sehr mannigfachen Abhandlungen in Heft a derFriedberger Geichichtsblauer" sind vornehmlich Beiträge zur Geschichte der llnigegcnb von Friedberg, Bad Hom bnrg, Franlsurt, Haimu, Heldenbergen, Langenbergyeim, Echzell, Wohnbach, Hungen, Gießen, Butzbach und Bad Nauheim. Nam [id : 1. Professor Tr. Ioh. PH. Tie'ümvach 17861860. Treber.) 2. Ehemalige Augustineriäülcr in Frieobeig. Prätorins.) 3. Ter Au'rubr in Friedberg 1525. 'Treber 4. Der Friedberger Brrrg- grar Johann Brendel von Homburg und PHUivo Mclanchthon. Säiäier 5. Stubenmechlsordnung und Invcntarium oom Jahr 1560. Treber 6. Gutachten der Reichst'ammergerichts-Kommis- sion wegen der 1683 beabsichtigten Verlegung des Reichst mim ?r- geeichtes von S: . er nach Friedberg. 2erj-a 7. Imtruktion für die evangelischen Kirchenmuiner in Friedberg aus oem Jahre 1768. Muller. 8.' Friedberger Begräbnisstätten. Tteher . 9. T'r Se.o nnordversuch -.art Gutzkows im .Hotel Trapp zn Friedberg 1865. Moser. 10. Tas Kriegsjahr 1866, mit beson derer Berücksichtigung der Ereignisse in der Wetteiair und^den angrenzenden Gtti.an. Treber 11 . 12, 13. Apothcea. Sar wechte. Biiang. Hirsch.) 14- Zur Geschichte Der Wollenweber- mmt zu Friedberg i. d. W. im 16. Jahrhundert. Bergsr 15. Zur 6-eschichte des Leprosen od! Guttcuthauses ;u Friedberg i. d. W. 15411549. Bcrgsr. 16. Einkäufe eines Friedberger Avotheicrs in den Frankfurter Messen im Fabre 1620. Hergör. 17. Kriegsnöte der Reichsstadt Friedberg i. o. D. J6471649. .Berger./ 18. Ein konfessionelles Muriojuni zu Hcldenbergcn aus der zweiten Hälfte des 16. uno enn Anfang des 17. Jahr­hunderts. .Tiehl. 19. Wie es Wohnbach ;u Ende des 7jährigen Krieges ergangen ist. Maser. 20. Tic Unruhen nm und in Hungen in den Jahren 1830 und l>48. Staubach. 21. An­der Geschichte von Eck'eil. 'Hahn. 22. Gräber bei Langenberg­heim in Oberhessen. Helmke.)

über die Abgrenzung der Charn-

Cine französische Wiinjkrfrifis in 5icht.

Nicht burdt seine Marokkopolitik, sondern über eine innerpolitische Frage, die Abgrenzung der Weinbaubezirke, scheint das Kabinett Monis in den nächsten Tagen, vielleicht heute schon, zu stürzen.

Es liegen über die Situation in Paris folgende Mel­dungen vor:

Paris, 14. Juni. In dem Ministerrat, der gestern nachmittag stattfand, und an dem nur Minister Cruppi nicht teilnahm, konnte eine Einigung Über die Antwort auf die morgen int Senat stattfindende

Die österreichischen Reichsrairwahlen.

. Tie bis jetzt vorliegenden Ergebnisse der österreichischen Reichsratswahlen geben, obwohl sic zum großen Teil noch nicht endgültig sind, doch schon ziemlich scharf umrissen die hauptsächlichen Churakterzügc des neuen Hauses. Tic Zerfahrenheit der christlichsozialen Partei hat ihre erste blutige Niederlage erlitten Tas entmutigte deutsche Bürgertum ist sich endlich wieder seiner Stärke und polili scheu Werbekraft bewußt geworden. Seine Sehnsucht nach einer freiheitlichen und gemäßigt nationalen Partei, die freilich heute noch nicht existiert, ist offenbar. Unverkenn­bar ist nid)t nur in Wien, sondern in ganz Oesterreich der untilleritale Zug, der bnrd) die Wahlen geht. Tic liberale Presse jubelt denn audi über das sensationelle Ergebnis. Tic christlichsozialc Presse ihrerseits verhehlt nidjt, daß ihre Partei eine schwere Niederlage erlitten. Am besten hat die Partei des deutsd)nationalen Verbandes abgesdmitten, der um viele Mandate verstärkt in das neue Haus cintreten wird. Tic christlichsozialc Partei ist dagegen in ihren innersten Grundvcsten erschüttert. Obwohl die Sozialdemokratie im Wiener Wahlkreise einen Stimmenzuwachs erfahren hat, ist doch ein Abbröckeln der sozialdemokratischen Mandate uiWcrfennbar, ein Zeichen dasür, daß das Bürgertum sich von der Sozialdemvtratie abgewandt hat. Tic Regierung trägt dem bei den Wahlen offenkundig gewordenen Volks willen nach einer weniger agrarischen Politik als bisher Rechnung. Tie Parlamentarisiernng des Kabinetts Bie- ncrtt) steht nicht mehr aus der Tagesordnung. Tic nächste Zeit wird mit größter Wahrscheinlichkeit einem Beamten Ministerium gehören. Tic Aussichten für den deutsch-tsche­chischen Ausgleich in Böhmen sind durch die Wahlen weder verbessert noch verschlechtert worden.

*

Wien, 11. Juni. Von den Wahlen für die gestern zur Besetzung gelangenden 419 Mandate sind 436 bekannt. 179 Stichwahlen sino erforderlich, darunter 11 Neuwahlen in Galizien mit Toppelmandatcn, so daß sich die Zahl auf 190 erhöht. Endgültig gewählt wurden 246 Abgeordnete, nämlich: 6-1 Ehristlicbfoziale, 13 Sozialdemokraten, 11 Tc111fdi -5rc11)cmid)c, 34 Tschechen, 12 Polen,> Bukow uw Ruthencn, 25 Sud|lawcn, 10 Italiener, 5 Rumänen, 1 All­deutscher, 1 Zionist und 2 Wilde. Tic TcutschfreiheiUidien gewinnen die Ehristlichsozialcn verlieren 2 und die So­zialdemokraten vertieren 8 Mandate.

Tic deutschen Sozialdcmokratcii verlieren bisher ad)t Mandate an die deut,ch-Freihcitlichen, gewannen dagegen eins von ihnen. Tic tschedzischen Sozialdemokraten ver­loren zwei an die tschechischen National Sozialen; die itaUeniidjcu Sozialdeinokrateii verloren ein Mandat, da­gegen gewannen die Sozialdemokraten in Guuzien zwei. Ter Gesarntvertnst der Sozialdemokraten beträgt bisher acht. T ic Deutsch-Freiheitlichen iomnicii in Stichwahl mit den Sozialdemokraten in 40 Bezirken, mit den Christlich- Sozialen in 19 Bezirken. Tie Christlich-Sozialen Ummen mit den Sozialdemokraten ebenfalls in 19 Bezirken in Stichwahl. Tic Deutsch-Freiheitlichen gewannen ein Man­dat von den Christlich Sozialen. 37 Stichwahlen finden zwischen Tfdjcnjcn und Sozialdemokraten, vier zwischen Italienern und Sozialdemokraten statt.

Die bcut)'d")frcihci11id)cn Organe feiern ben gestrigen Wahltag als eine 9c i c b e r l a g e ber Ehristlichfozia l c n in Wien, die von ihren bisherigen 20 Wiener Mandaten in der Hauptwahl sich nur zwei sichern konnten. Selbst

parlamcntari$cfycs aus Seffctt.

R. B. Darmstadi, 14. Juni.

Im Finanzausschuß ber 2. Kammer fand heute unter Vorsitz d?s Avg. Dr. Osann eine wichtige gemeinsame Beratung mit ter Regierung stall, wobei den Hauptpunkt die heute ein gebrachte neue Vortage über die Nachtragsforberung für die K v st e n der Vertretung Hessens im Bundesrat bildete. Als Regnrungsvertreter waren Staatsminister Ewald, Finanz­minister Braun, Geh. Staatsrat v. 5t rüg, der Chef der Schulabteilung, Geh. Rat Süffert uiü> Gey. Oberfchistrat Scheuermann zugegen. In ber neuen Regierungsvorlage wird ausgesührt, daß Der Mangel eines Bureaubeamt.il bei Der Gc sandischaft in Berlin schon seit Jahren empsunben werde und daß der Staatsministcr schvn bei Beratung des Voranschlags für 1911 auf die Notwendigkeit Der Bewilligung größerer Geld mitttl iür eine Acnberung der dortigen Verhältnisse hingewieseu habe. Es erschien jedoch zwccknräßig, wenigstens eine kurze Zeit ter Erfahrung deS neuernannten Gesandten Frhrn. v. Biegelebcn abzuwarreu und dessen Urteil nach eigener Anschauung zu hören. Ta sich Die Hilfe eines Bnrcaubeamlen für die Gesandtschaft in mehrfacher Richtung als erforderlich gezeigt hat, sowohl für die Leitung und Instaiibhaltung Der Registratur, als auch für die Besorgung der Selrelarials- und Kanzleigcschäste, des Rechnuiigs wesens und der 5üeDiiioiieii, io ist in Aussicht genommen, einen einzigen Beamien als Bnreaubeamten atuunchmen, bei Dem Die Qualifikation für Die Besorgung aller Dieter Geschäfte vorhanDen ist. Auf Grund der Mitteilungen des Gesandten bringt Die Re-

fie bemüht gewesen. Richter Bacon:Bier Acrztc? Und Sic sind dennoch am Leben geblieben? Großartig!" Ein Zeuge erklärte, er wolle nur die Tatsachen und die reine Wahrheit sagen, woraus Bacon versetzte:Was für ein prächtiges neues Erlebnis wird das für einen Mann in meiner Stellung fein." Wie gegen die Zeugen, so konnte der Verstorbene and) gegen die Vertreter der Parteien recht ausfällig wer­den. 'Einmal sprach einer der Anwälte die Hoffnung ans, das; er doch wohl nicht die Zeit oes Gerichtshofes unbillig

Liu weiser Richter.

Zum Tobe von Francis Bacon.

79 Jahre alt ist vor wenigen Tagen ber englische Richter Francis Bacon verstorben. Richter Bacon hatte in ganz England einen, man kann wohl sagen einzigen Rui, und den verdankte er dein unerschütterlichen gesunden Men- fchenvcrstande, ber Schlagfertigkeit und bem Humore, die er in ben langen Jahren seiner richterlichen Tätigkeit in ungezählten Fällen au ben Tag gelegt hat.

Vor einer Reihe von Jahren gaben einige Bcmcriungen, die er auf dem Richterstuhle gemacht hatte, Veranlassung -zu einer längeren Zeitungssehbc. Es erschien nämiid; vor ihm die Frau eines verschuldeten Mannes recht pomphaft ungezogen und erklärte in ihrer Aussage, sic habe einen gewissen Teil des Einkommens ihres Mannes ans ihre Kleidung verwandt, weil maudoch ein biochen respektabel uusfehen mödjrc". Hierauf antwortete Richter Bacon: Respektabilität hängt ebensowenig von Federn, Schinud und schwarzem Sammet wie davon ab, ob man einen Wagen halten kann. Ter Hut einer Frau sollte nicht mehr als 7i.o Shilling kosten." Frauen uub Männer traten hieraus in"eine lebhafte Erörterung über diesen Anespruch Des Richters ein, wobei natürlidr die Männer auf feine Seite traten, die Frauen dagegen Einspruch erhoben.' Richter Bacon, selbst ein Junggeselle, hat wiederholt seine Stellung dazu benutzt, um gegen die Putz- und Ausgaben sucht der Frauen scharfe Verwahrung einzulegen. Sehr zahlreich sind die witzigen Bemerkungen, die von ihm berichtet werden. Einmal erklärte eine ber Parteien, die vor ihm erschienen waren, eine Tante, sic könne es nicht mehr aushalten, die Lügen anzuhörcn, die hier vorgcbrachr würden. Ridwer Bacon bemerkte trocken:Temen Sie bloß an mich ich muß sie ieben Tag meines Lebens hören!" Eine andere Tante rief in einem Prozeß emphatisch aus:Wenn idi solche Geschichten höre, dann schlage id) Lang hin."Wenn das die Wirkung auf mich wäre - versetzte Bacon bann könnte id) Zeit meines Lebens ans den Boden liegen bleiben.' Eine Frau war Geld schuldig geblieben und brachte als Verteidigungsgrunb Krankheit vor. Vier Acrztc feien um

pagnc nicht erzielt werden. Ein neuer Ministerrat ist auf abends 9 2 Uhr einberufen. Ticjc Mitteilungen firbcrn die Gerüchte über eine bevorstehende Krise und über Uneinigkeit im Kabinett. Es wird erzählt, die Mi­nister Steeg und Cailcaux waren verschiedener Ansicht da­rüber, ob morgen int Senat die Vertrauensfrage gestellt werden solle. In der Kammer wird der Eintritt der Krise nur nadi Stunden berechnet Es wird sogar ge­sagt, daß Herr Caillaux der eigentliche Stnrzer des Kabi­netts wäre, und daß er sich mit einigen Kollegen, beson­ders mit Tclcaife, verbinde, um für das nächste Kabinett bereit zu fein.

(Sine wettere Me.duna besagt: Tic M i n i st c r k ri f c gilt aiv unvermeidlich. Tie Winzer wollen von Vor- icMägcn eines Ministeriums, an bci.cn Spitze ber bestgehaßte Monis steht, überhaupt nichts wissen. Seinem i>kachsol- gcr, so versichern sie, würben sie vertrauensvoll entgegen- lomrncn.

Nr. 158 Erster Blatt W. Jahrgang Donnerstag, 15. Juni 1911

Der «tthener Anzeiger ÄGHB! A» /k W* ä Be;na»preiS:

erscheint täglich, außer monallich75P'.,viertel-

WM fi<tAfeAltAy II ülAiAAI*MMZ

»js vj LV IlVILVlr | Liv IVIV L

wirtschaftlicheSettsrager W ® M W Chefrebakteur:ADoetz.

Fernsprech - Anschh-.ife A V MM Verantwortlich für den

für die Redaktion 112, poliNschen Teil: Auaust

2® General-Anzeiger für Gberyessen »»-B ü"nbiCTayc5nummcr Ao1a1ion§druck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redattion, Erpedilion und Druckerei: Schulstrahe 7. Land':^E.He^ür d?i bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschastzstelle vahnhofftrahe |6a. Änzeigent': H. Beck.

Die Lage in Maroiko.

In ber i t a (i c n i s a; c n K ammersitzung bcant wartete ber Unterstaatssekretür bcs Aeußcrn Fürst di 2ca fca eine Anfrage, ob cs wahr sei, bas; Franrreich, als es die Expedition nach Marokko oeschloß, zivar nicht schriftlidi, sedod) mündlid; an die Signatarmächte der Algc- cirasalte das Ersuchen gerichtet Hude und daß die Mächte sid; daraus beschränkt hätten, die Mitteilung uuzuhöreii, ohne Alt davon zu nehmen, di Lealea erklärte, daß Frankreich mündlid) eine Mitteilung habe übermitteln lassen und keine der Mächte Aidersprudi erhoben habe

Ter spanische Ministerpräsident Eanalcjas crflnrtc dem Berichterstatter desPetit Parisieu": Id) zweifle nicht daran, daß alles aufs beste in Ordnung gebracht werden würde. Cs ist in Spanien wie in Frankreich eine Partei, die die Eroberung Marokkos wünschen würde, wenn nicht die Vernunft stärker wäre als dieses Gelüste. Man hat die

$ank.

io mornen iicnflciidi, 3iuab 40 Hz, sche~ "

ili

11 Ubr cintrefim lt billig,', x

ankel

Nrucii Hon!

Auswahl in

nah

d

öre

>ic bei hmi §23

?r Fabrikate 3oU und des betine. 412i

onvoaes^ ^.crbiinqct k

""HOIO-S hr

°r7n '

Pa?e! m-gtor.fr ' 1O,CI1 3teir

Qbjuget,. >°-tzran^, s^ölöTtr dm.veitpiah, '°>-HcrrcL

AvvcN-

i.WB

.Öflil-'

ehulhef

311 119.

ibnnrt) auSivvj MÄI

:c ivrnd. (flo | it. bleibeni 'eben hnbcifs .oiiqkit mir« )Ci! . Jj iit uiid it» 'rinnt und S

oi. untere liölnn. an».»;

JZÄ;

>pf (viniittn) * loo5,v r-l?5

aal n"®Ä aiiko v i'1-