Ausgabe 
13.2.1911 Zweites Blatt
 
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Arrs Stadt und Land.

Gießen, 13. Februar 1911.

**'HeffischeSchlachtungs stakt st ik. Im Groß­herzogtum wurden im Oktober, November uni) Dezember 1910 (bezw. 1909) geschlachtet: 685 (680) Pferde, 4970 (4995) Ochsen, 325 (372) Bullen, 10 040 (12 651) .Ache, 9645 (11 741) Jungrinder über 3 Monate alt, 16 377 (20 561) Kälber bis 3 Monate alt, 93 760 (87 375) Schweine, 5856 (8217) Schafe und 5101 (7292) Ziegen. Im ganzen Jahr 1916 (be^w. 1909) wurden geschlachtet: 1734 (1691) Pferde, 18 253 (18 640) Ochsen, 1432 (1650) Bullen, 42 785 (42 831) Kühe, 39 965 (40 078) Junavmber über-3 Monate alt, 73 262 (87 674) Kälber bis 3 Monate alt, 331 693 (328 029) ScbwE, 14841 (17 037) Schafe und 30516 (30 595) Ziegern

** Der allgemeine hessische Blumeutag zum Besten der Mutter- und Saugliugsfürsorge in Hessen findet, wie nunmehr feststeht, Anfang Mai statt. Man scheint auch in dm größeren Städten des Landes bereits mit der Bildung örtlicher Ausschüsse vorzugehen. Erfreu­licherweise begegnet der schöne Gedanke unserer Großher­zogin im Hinblick auf seinen gemeinnützigen Zweck in allen Kreisen der Bevölkerung einem regen Interesse. Die ein­gehenden Beträge werden von der Zentrale in dem Bezirk wieder verwandt, wo sie eingegangen sind, so daß sie den einzelnen Teilen des Londes wieder zufließen.

Stadttheater. Es sei nochmals auf die Auf­führungen von GoethesFaust" am Dienstag und Mitt­woch als 16. und 17. Dienstags-Abonnements- Vorstellung hingewiesen. DaS gesamte Personal unserer Bühne ist an den zwei Abenden beschäftigt, in den Haupt­rollen die Herren Bruno (Faust), Gühne (Mephisto) und Frl. Koch (Gretchen). An Proben und Ausstattung ist ba£ für unsere Bühne Mögliche aufgeboten worden und es sei be­sonders aus die Bilder hingewiesen, die »der Prolog im Himmel",Der Osterspaziergangs,Marthas Garten", die Walpurgisnacht" und das Innere des Domes bieten werden. Um das Werk noch vor Beginn der Universitätsferien wiederholen zu können, finden weitere Faust-Aufführungen bereits am Freitag den 24. und Samstag den 25. Februar statt und zwar als 16. und 17. Vorstellung im Freitags­abonnement.

** Vom Kaufmännischen Verein weiblicher Angestellter wird uns geschrieben: Ostern steht vor der Tür und viele Eltern sorgen sich, welchem Berufe sie ihre Tochter zuführen sollen. Deshalb möchten wir darauf Hin­weisen, daß für den kaufmännischen Beruf hervor­ragend intelligente Mädchen des soliden Mittelstandes in Betracht kommen können, da nur diese den ,Anforde­rungen des kaufm. Berufes auf die Dauer genügen. Heute werden an die kaufm. weiblichen Angestellten bezüglich Leistungsfähigkeit und guter Bildung hohe Anforderungen gestellt, und die Höhe des Gehaltes steht in keinem Ver­hältnis zu den Anforderungen und Leistungen und auch nicht zu dem durch die hohen Lebensmittel so verteuerten Lebens­unterhalte. Ungeeignete und unbegabte Mädchen haben nur sehr wenig Aussicht auf späteres Fortkommen, während sie in einem andern, geeigneteren Berufe ost Aussicht haben, Hervorragendes leisten zu können.

* Eine zweite Eisernte, wie wir sie in diesem Winter haben, ist eine seltene Erscheinung. In den Vor­jahren waren die Interessenten meist froh, wenn es einmal Eis gab. In den Tagen der letztvergangenen Woche sah man wieder eine Menge mit Eis beladene Fuhrwerke.

** Von den Wandernden. Jrn Ianuar kehrten in der Herberge zur Heimat im ganzen ein 1370 Gäste (1675 im Januar 1910), darunter waren 802 Selbstzahler (636) und 568 Gäste, die Herberge gegen Arbeitsleistung cmnahmen (1039). Für den Arbeüsnachweis waren 45 offene Stellen gemeldet, von denen 32 mit 22 Handwerkern und 10 mit ungelernten Arbeitern besetzt werden konnten. 7 Stellen wurden wegen atü)ertoeiliger Besetzung zurück­gezogen, bei drei trat Fristablaus ein und der Rest wurde aus Februar überschrieben.

** Wahres Ge s chicht chen. Das Schweine schlachten auf dem Lande pflegt ein Fest zu sein. Es kann aber auch Verdruß schaffen, wie folgendes wahre Geschichtchm zeigt. Freute sich da ein Bauersmann in einem Vogelsberger Dorfe schon lange auf die frohe Metzelei seiner fetten, beinahe drei Zentner wiegen­den Sau. Der Metzger kommt. Es kann losgehen. Also raus aus dem Stall mit dem Borstentier, um mit ihm und totgemacht Aber o weh! Blinder Eifer schadet nur. In der Hitze des Gefechts hatte man die falsche erwischt, eine mit 14 Jungen trächtige Muttersau. Die rechte grunzte noch fidel Hütter ihrem Trog. Die Metzelsuppc am Abend soll ein bischen arg scharf geschmeckt haben.

Landkreis Gießen.

--Heuchelheim, 12. Febr. Gestern hielt der hiesige Gesangverein Germania imTreppchen" sein Wintervergnügen ab. Einzelvorträge, ein Theater­stück und einige Chöre wechselten miteinander. Die Leitung der Chöre lag in den Händen des bewährten Dirigenten Lehrer Wolfschmidt. An demselben Abend hieü auch der Gesangverein Teutonia eine Ab endunter Hal­tung auf demWindhof" ab, die in schönster Weise verlief.

Wies eck, 11. Febr. Unser Schulhaus am Lich­tenauer Weg, in dem sich zwei Klassen befinden, entspricht nicht mehr den räutnlichen Bedürfnissen. Der Gemeinde­rat Hal beschlossen, einen Anbau für eine weitere Klasse zu errichten. Der Plan zu dem Schulgebäude ist vom Hause aus so gestaltet, daß durch Flügelanbauten die Zahl der Schulräume auf 6 Klassen vermehrt werden können.

r. Londorf, 12. Febr. Dec für nächsten Sonntag anberaumte Vertreter tag zum Gesangswett st reite des Gesangverems .Frohsinn" hier ist auf Wunsch einiger auswärtiger Vereine verschoben worden und findet am Sonn­tag den 26. d. Mts. im Gasthaus zur Stadt Gießen statt. So viele Preise sind gestiftet, daß der Festausschuß be­schlossen hat, jedem teilnehmenden Verein einen Preis zu geben.

Kreis Lauterbach.

-r. Lauterbach, 11. Febr. Die Hauptversamm­lung des landw. Bezirksvereins Lauterbach fand heute in Gemeinschaft mit dem Kreis-Rinderzucht- verein statt. Es wurde bekannt gegeben, daß die Mtt- gliederzahl des Vereins auf 500 gestiegen sei, der Voran­schlag für 1911 schließt mit 1493 Mk. ab, der des Rinder- zuchtvereins mit 1650 Mk. Das Hauptinteresse nahm ein Vortrag des Domänenpächters Schneider-Hof-Klee- berg überintensiven Weidebetrieb" in Anspruch, der bei -Aufzucht und Haltung des Rindviehes neue Gesichtspunkte befürwortete, nachdem die jetzt allgemein übliche Stallzucht unrentabel geworden sei, trotz der hohen Viehpreise Der Vortragende, der ben Weidebetrieb selbst eingerichtet und die besten Erfahrungen damtt gemacht hat, empfiehll namentlich den Gemeinden die Schaffung gemeinschaftlicher Viehwei-

ben durch Verbesserung der vielfach nutzlos liegenden Oed- länbereien. Der Weidegang begünstige die körperliche Ent­wicklung des Jungviehes in hohem Maße, wirke sehr günftig auf ben Milch ertrag eht unb sei bas beste Schutzmittel gegen die überhanb nehmenden Krankheiten bes Viehes. Auf dem Gute des Vortragenden werden Kurse nebst praktischen Unterweisungen abgehalten, zu deren Benutzung die ober- hessischen Landwirte ein geladen werden.

Kreis Friedberg.

-m. Friedberg, 12. Febr. Heute fand in Gegen­wart des Geh. Oberschulraits Nodnagel-Darmstadt die Schlußprüfung der Abiturienten des Gym­nasiums statt. Es standen int ganzen 18 junge Leute zur Prüfung, wovon 12 vom mündlichen befreit wurden, während die übrigen sechs ebenfalls bestanden.

-m. Dornassenheim, 12. Febr. Heute fand hier ein seltenes Fest statt. ZweiEhepaarefeierten näm­lich ihre goldene Hochzeit, der in weiten Kreisen bekannte Schafhändler Philipp und Frau, die beide in diesem Jahr 77 Jahre alt werden und der Landwirt Joh. Tob. Petri L und Frau, der dieses Jahr 76 Jahre alt wird, während seine Frau einige Jahre jünger ist. Morgens fand feierlicher Gottesdienst statt. Pfarrer Schmelich hielt eine ergreifende Ansprache am die beiden Jubelpaare, und segnete sie ein, wie vor 50 Jahren. Wäh­rend dieses feierlichen Aktes fang der KirchenchorGroßer Gott, wir loben dich". Au der Feier nahmen sämtliche Ge- meinbemitglieder teil. Nach Schluß der kirchlichen Feier wurden den beiden Jubelpaaren von den Kindern, Enkeln, Verwandten und Bekannten Geschenke und Glückwünsche dargebracht. Beiden Jubelpaaren wurden front Bischof von Mainz ein huldvolles Schreiben sowie vom Großherzog je ein Diplom zugestellt.

Kreis Wetzlar-

Kinzenbach, 12. Febr. Am Samstag abend fand unter reger Beteiligung das 35. Stiftungsfest des GesangvereinsFortuna'" statt. Dem Verein, der insgesamt 80 Mitglieder zählt, gehören noch heute mehrere der alten Gründer an. Mit Rücksicht auf das zu Weihnachten gefeierte Wintervergnügen wurde der gestrige Stiftungs­tag iru.r durch Gesang und -Einzelvortrage gefeiert. Für das Frühjahr ist ein Familienausflug in Aussicht genommen.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch. Bingen, 10. Febr. Auf dem Speisemarkte geriet heute nachmittag eine der dort sitzenden Frauen in Brand. Die Kleider, die an den glühenden Kohlen des ,^utschpotts" Feuer gefangen hatten, brannten im Augenblick lichterloh. Von einem vorbei sich bewegenden Begräbnisse sprangen einige Männer hinzu und erstickten glücklicherweise die Flammen, ehe größeres Unheil ent­stand.

Hessen-Nassau.

)( Marburg, 12. Febr. Nachdem am Freitag abend im Kurhessischen Verein für Luftschiffahrt der bekannte Luft­schiffer Hauptmann fr. Abercron über seine Erlebnisse ge­legentlich des Gordon-Bennett-Fliegens in -Amerika einen interessanten Vortrag gehalten hatte, unternahmen gestern früh Dr. phll. Stuchtey, Apotheker Callies von hier und Redakteur Weber aus Kassel unter der Führung v. Aber- erons mit dem BallonM arburg" einen Ausstieg. Die Landung erfolgte glatt bei Sangerhausen.

x S ch w e i n s b e r g, 12. Febr. In der vorletzten Nacht wurde beim hiesigen Ortspfarrer eingebrochen und Gold- und Schmuckfachen gestohlen.

X Hanau, 12. Febr. Der in der Zigarrenkisten- und Wickelformenfabrik I. Brüning u Sohn, Att.-Ges., in Lan­gendiebach beschäftigte 17jährige Arbeiter Reitel aus Langenselbold glrtt am Samstag nachmittag beim Auf­legen eines Riemens aus und wurde von dem Walzwerk des Leimkessels ersaßt, das ihn sofort to td rückte.

(Eine Neebseier Lranksurler Sänger in Lich.

< Lich, 12. Febr.

Unser Städtchen trug heute festlichen Schmuck. Die mittelalterlichen Straßenzüge mit ihren alten Fachwerk- und Erkerbauten zeigten die deutschen, hessischen unb solmsi- schen Farben. Schon in ben frühen Morgenstunben herrschte geschäftiges Treiben in unserer sonst an Winterjonntagen so ruhigen Stabt. Es würben noch bie letzten Vorbereitungen zum Empfang ber Frankfurter Sänger getroffen, bie einen längst verstorbenen Sohn der Stadt Lich und damit die Stadt selbst ehren wollten. Es ist Heinrich Neeb, ber bekannte Dirigent und Komponist, dessen Geburtshaus hier noch in ber Oberstadt steht, an ber Ecke von Marktplatz und Södelhofgasse. Die Franlfurter Liedertafel, ber älteste Frankfurter Männergesangverein und einer der ältesten im Reiche, deren langjähriger Dirigent Heinrich Neeb war, hat am Geburtshause des verdienstvollen Ehrenmitgliedes in dankbarer Erinnerung eine Gedenktafel anbringen lassen, die heute enthüllt wurde. Schon kurz nach 8 Uhr kamen die Frankfurter Sänger mit ihren Familien in stattlicher Zahl mit der Butzbacher Bahn. Am Bahnhof wurden sie von den hiesigen Sangesbrüdern begrüßt und dann mit Musii durch die Stadt unb nach ben ©tanbquartieren ge­leitet. Um 11 Uhr begann dann die eigentliche Gedächtnis­feier. Von der Restauration Stein aus marschierten die Sänger nach dem Geburtshause Neebs; die Liedertafel, die den beiden hiesigen Vereinen folgte, führte chr altes Banner aus dem Jahre 1840 mit sich (Aufschrift: Brüder, reicht die Hand zum Bunde), eine der ältesten deutschen Sänger­fahnen. Nach einem Ehoral ber Musikkapelle Hisgen wurde die Gedenktafel enthüllt. Es ist eine schlichte Tafel au§ schwarzem Marmor, in goldener Schrift bie Ehrung des verdienstvollen Dirigenten und Ehrenmitgliedes tragend. Nach dem weihevollen Ehor ber Liebertafel:O, Schutzgeist alles Schönen" von Mozart unter Leitung des Dirigenten Mufikbireltor Weimar, hielt der 1. Vorsitzende ber Lieber- tafel unb ber Bundespräsident ber Frankfurter Sänger­vereinigung, Fritz Kampf rod, die Gedächtnisrede, in ber er eingehend die Geschichte ber 1827 gegründeten Lieder- tafel unb das Leben Heinrich Neebs schilderte, der am

Dezember 1805 zu Lich als Sohn des damaligen Bürger­meisters geboren wurde. Nach kurzer Tätigteil als Lehrer widn-c.. sich Neeb ausschließlich der Musik, 1836 wurde er Dirigent der Liedertafel, die unter seiner L Klung hohe Ehren einlegte, >o auf dem Deutschen Sänger fest zu Frank- surt 1838 und bei der 400jähmgcn Gutenbergfeier 1840. pm ^ahre 1854 legte Neeb den Dirigentenstab nieder. 18dl leitete er auf dem Deutschen Sängerfest in Nürnberg den Gejamtchoc und wurde dort eine populäre Persönlichkeit. Al» il)iii dabei der Dirigentenstock brach, nahm er die schwarz-rot-goldene Fahne in die Hand und dirigierte damit weiter unter großer Begeisterung der Menge. Am 17. Ja­nuar 18,8 starb Neeb, von den Franlfurter Sängern hoch geehrt. Nach der mit Beifall ausgenommenen Gedächt- x c r Übernahm Bürgermeister Türmer die Gedenk- taiel für die totabt und stellte sie in deren Schutz, er dankte

den Frankfurter Sängern für die ber Stadt erwiesene Ehre. Chöre des GesangvereinsCäellia" unter Leitung von Lehrer Zimmer und desMannerguartetts" unter Leitung von Oberlehrer Roth beschlossen die ernste und einbrucks- volle Feier am Geburtshause Neebs. Nachmittags waren die Frankfurter Sänger int fürstlichen Hause zum Tee ge­laden. Die dabei zum Vortrag gekommenen Chöre wurden von ber fürstlichen Familie mit viel Beifall au genommen. An bie Großherzogin wurde ein Telegramm ab gesandt. Den Schluß ber Neeb-Feier bildete abenbs ein großes Fest­konzert in Steins Saalbau, der wohl noch nie so dicht besetzt war. Ein ausgewähltes Programm legte Zeugnis ab von ber fleißigen Arbeit des Vereins unb von ber ver- ständnisvollen Leitung seines Dirigenten. Auch das Ge- büchtnis Neebs würbe in dem Programm geehrt, inbent einige feiner Kompositionen zum Vortrag kamen, beson- beren Beifall fanb das bekannte9iachtwäch ter lieb". Frl. Miuny Leopold erntete mit ihrer weichen Soprans!imme geradezu stürmischen Beifall; besonders gelungen sind ihr Mein Liebster ist ein Weber" (Hildach) undMein unb Dein" (Bohm). Gayz treffliche Einlagen bot auch das Solo-Quartett der Liedertafel, u. a.Glückliche Leut" von Th. Koschat, der Ehrenmitglied der Liedertafel ist. An das Konzert schloß sich noch ein feucht-fröhlicher Kommers an. Noch manches Lied ber Frankfurter unb Licher Sanges­brüder ertönte, ein flottes Tänzchen ließ auch die Damen auf ihre Rechnung kommen.

QanöeL

# Bleichenbach, 10.Febr. Tie Holzversteigerung im hiesigen Gemeindewald erzielte etwas höhere Preise für Brennholz als im vorigen Jahre. Die Wetterau deckt ihren Holz- bedars aus den Waldungen des Vogelsbergs; die Lauterbach Windecker Bahn bringt große Massen von Holz, was auf die Holz­preise hierorts von Einfluß ist. Ter Dieter Buchen-Scheilho^ wurde mit 7 21k. 50 Pfg. im Durchschnitt, Prügel mit ö Mk.^ Stockholz mit 3 Mk. und Reisig mit 1 Mk. bezahlt. Die kürzlich abgehaUene Stammholz-Versteigerung bewegte sich ebenfalls, da wenig Baulust vorhanden, in niederen Preislagen. Ter Gemeinde steht ein Minderettös von mehreren Tausend Mark gegen frühere Jahre in Aussicht.

Spielplan der vereinigten Srantfurter StaSttheater.

Opernhaus.

Montag, 13. Febr^ abends 7% Uhr: »Der Zigeunerbaron/ Dienstag, 14. Febr.'): .Der fliegenbe Holländer/ Mittwoch, . Febr., abenbs 7% Uhr: .Der Gras von Luxemburg." Donners- tag, 16. Febr.:Fidelio." Freitag, 17. Febr.:Garmen." Samstag, 18. Febr.:Tie Jüdin." Sonntag, 19. Febr., nach­mittags 3'/, Uhr:2er Graf von Luxemburg." Abends 7 Uhr: Samson und Talila." Montag, 20. Febr., geschlossen. Dienstag, 21. Febr.:Mignon." Mittwoch, 22. Febr., abends 71/, Uhr:Der Rofeukavalier."

Schauspielhaus.

Montag, 13. Febr.'): Amuol-Zyklus. Dienstag, 14. Febr: Die Diacht der Finsternis." Diiltwoch, 15. Febr., nachmittags 27, Uhr:Wilhelm Teil." Abends 7 Uhr:Cyrano von Bergerae." Donnerstag, 16. Febr., abends 77, Uhr:Glaube und Heimat.- Freitag, 17. Febr., abends 77, Uhr:Glaube und peimaU" Samstag, 18. Febr., nachmittags 37, Uhr:Wilhelm Test." Abends 7 Uhr:Wenn der junge Wein blüht." Sonntag, 19. Febr., nachmittags 31/, Uhr:Tas Konzert." Abends 7 Uhr: Glaube und Heiinat." Montag, 20. Febr.:Cyrano von Bergerac." Dienstag, 2L Febr.:Madame Bonivard." Mittwoch, 22. Febr., nachmittags 27, Uhr:Wilhelm Tell." Abends 7 Uhr:Glaube und Heimat."

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Standesaiirtsnaehrichten.

(Nachträgum eniann tigen.) Bad-Nauheim.

Gebürten: Januar 5. Dein Gastwirt Nikolaus Hertlein ein Sohn, Friedrich Nckolaus. 6. Dem Schriftsetzer Christian Friedrich Eduard Hankel ein Sohn, Albert Johaim Karl. 9. Dem Kauftnami Heinrich Franz Genzel ein Sohn, Karl Friedrich Franz. 10. Dem Friseur Karl Friedrich Andreas Weibler eine Tochter, Karvline Emma. 11. Dem Schreiner Wilhelm Faatz ein Sohn, Friedrich Richard. 14. Deni Alilch- bänbler Peter Joseph Fischer ein L-ohn, Peter Karl. 17. Dem Kaufmann Heinrich GmUieb Horn ein Sohn, Heinrich Peter Gottlieb. 21. Dem Gastwirt Karl Theil eine Tochter, Helene Mathilde. 27. Dem Handarbeiter Georg Otto eine Tochter, Margarete. 27. Dem Monteur Wtthelm Karl Welker ein Sohn, Erich Eduard.

Aufgebote: Januar 3. Rudolf Eilbacher, Kutscher in Bad-Nauheim, mit Elise Völbel in Berstadt. 16. Simon Esch- wege, Oberkantor und Lehrer in Saarlouis, mit Meta Oppen­heimer in Bad-Nauheim. 28. Friedrich Hartmann, Tapezier in Bad-Nauheim, mit Katharine Elstabethe Schäfer in Bad- Nauheim.

Eheschließungen: Januar 7. Friedrich Josef Brügge- maiui, Redakteur in Bad-Nauheim, mit Luise Johanna Bauer , ^<rnn^ämr' - 7~ 14- Johann Joses Herbert, Ingenieur in Pelplm in Wesksalen, mit Emilie Lutte Bertha Damm in Friedberg. 19. Wilhelm Ernst Theodor Kaiser, Kutscher, mit Margaretha Babetta Riegel, beide in Bad-Nauheim.

, Januar 1. Heinrich Ludwig Hahn, 1 Jahr

alt. 2. Maria Michel, geb. Rau, 45 Jahre alt. 2. Christine Aletter, geb. Klingemeier, Rentnerin, 70 Jahre alt. 7. Christine Jakobi, geb. Sleuernagel, Privatin, 59 Jahre alt. 7. Georg Daniel Schaffner, Handarbeiter, 57 Jahre alt. 9. Juliane Wagner, geb. Salzmanii, 70 Jahre alt. 14. Reinhard Grosch, Schuhmacher, 73 Jahre alt. 15. Jakob Walter Geist, 9 Tage alt. IT Heinrich Klinkerfuß II., Metzgermeister, 70 Jahre alt. 20. Wilhelm Christian Hartmann, 1 Jahr alt. 25. Anna Henriette Hermine Rohloff, geb. Mengdehl, Privatin, 85 Jahre all.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siegen.

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