er tun könnte. Weder die Potsdamer Zusammenkunft und das russisch-deutsche Abkommen, noch die innere Krise Englands habe irgendetwas an dem guten Einvernehmen der Tripleallianz geändert."
Das ist Mieder Geist Uom Gerste Cartwrights und Genossen!
Eine Zusammenkunft de? Reichskanzlers mit dem österreichischen Thronfolger.
Wie der Berliner „Lokalanz." erfährt, wird sich der Reichskanzler am nächsten Montag auf einige Tage nach Kiel begeben, wo zu dieser Zeit der österreichisch- ungarische Thronfolger weilt.
Eine Volksversammlung in Darmstadt-
R.B. Darmstadt,, 1. Sept. Wie überall im , Reiche, so hat heute abend auch hier in Darmstadt eine große öffentliche Versammlung stattgefimden, die sich mit der Marokkofrage beschäftigte. Der Saal des Schützenhofcs war vollständig überfüllt, zahlreiche Vertreter aus allen bürgerlichen Parteien, darunter auch viele höhere Staatsbeamte und Oberbürgermeister Tr. G l ä s- fing, wohnten der Versammlung bei. Der Vorsitzende, Prof. (2r. Neßling, wies in seiner Einleitung darauf hin, daß Deutschland am Vorabend des Sedantages wohl noch nie vor einer so ernster: Entscheidung stand, tvie sie jetzt in der Marokkosfrage zwischen Deutschland und Frankreich erfolgen soll. In solch ernster Zeit bciomme mau auch ein besonders eindrucksvolles Bild von der Größe Bismarcks, dem imersctzlichen Meister in der auswärtigen Politik. Ter Redner schloß mit der Versicherung, daß das deuitschc Volk, d. h. alle bürgerlichen Kreise, geschlossen hinter der Reichsregierung stehen werde, wenn sie auf ihren Ansprüchen beharre, und daß das Volk einmütig auch vor dem äußersten nicht zurückschrecken werde. Dann nahm Reichstagsabg. Tr. Osann das Wort zu einem längeren Vortrag über Deutschlands auswärtige Politik. Er legte dar, daß z. Z. nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt die Blicke auf die Dinge in Marokko gerichtet sind, unb auf die Stellung, die Deutschland dazu entnimmt. Deutschland sei ein friedfertiges Volk, das im Laufe der Jahre manchen Zündstoff und manche schärfe Reibung durch sein Entgcgenkomincn beseitigt hat. Aber der gewaltige Aufschwung nach 1870/71 hat Deutschland zu einer Weltmacht und zu einer Kolonialmacht gestaltet und so mußte auch Deutschlands Außenhandel erstarken. Es war nur natürlich, daß, nachdem sich deutsche Reichsaugehöriac durch die Unruhen in Nordmarokko bedroht fühlte:: mtb den Schutz des Reiches an- riefen, ein Kriegsschiff nach Agadir gesandt tourde, lediglich zt:n: Schutze der deutschen Interessen, nachdem zweifellos feststand, daß Frankreich fortgesetzt die Algeeiras-Akte verletzt hat. Zu beklagen sei, daß sich die Verhandlungen zwischen den beiden Großmächten so ungewöhnlich in die Länge ziehen, und damit alles in die höchste Spannung versetzen. Der Berliner Kongreß voM Jahre 1876, der unter Bismarck ftnttfnnb, hatte in vier Wochen alle schwierigen Punkte erledigt. Marokko sei, wie der Redner weiter ausführte, als ein sehr wertvolles Territorium zu betrachten, besonders durch seinen Erzreichtum und dem fruchtbaren Boden für die Landwirtschaft. Frankreich habe nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein großes militärisches Interesse an Marokko, und schon in: vorigen Jahre wurden im Reichstag Bedenken darüber geäußert, ob nicht durch die Vermehrung der französischen Kolonien ein Ersatz für das in Frankreich selber zurückgehende Menschenmaterial durch die Einstellung „schwarzer Truppen" geschaffen harten. Zur Lösung d e r Marokkofrage kommen drei Punkte in Betracht: Entweder eine Rückkehr Frankreichs auf dem Boden der Algeeirasakte, eine Austeilung Marokkos zwischen Deutschland, Frankreich und Spanien oder eine hinreichende andere Kompensation für Deutschland. Am liebsten würde uns eine Aufteilung des Landes sein, wobei Westmarokko an Deutschland käme. Das letztere aber einfach zu verlangen, könne er, der Redner, in verantwortlicher (Stellung nicht verantworten. T:e Lösung der ganzen Frage würde gewiß viel leichter gewesen fein, wenn nicht England in unberechtigter Weise mit dazwischen getreten wäre. Der Redner beleuchtet das ungehörige Verhallen des englischen Schatzsekretärs und besonders des Wiener eng- l i s ch e n B o t s ch a f 1 e r s , sowie das ganze verhetzende Verhalten derselben Nation, die noch kürzlich den Gedanken der A b r ü st u i: g in die Welt hineinschleuderte. Weiter beklagte der Redner die fast völlige'Jsolierung Deutschlands und fragt, ob es r:cht:g war, daß gerade jetzt der deutsch-russische Vertrag über Persten veröffentlicht wurde, der Deutschland nur die offene Tür gewahrt wie andere Staaten auch. Leider sei der Reichstag jetzt nicht ein berufen wo r den; er werde aber auch später noch sich einmütig hinter die Regierung stellen und England die gebühreiüw Antwort erteilen. Der Redner schloß unter stürmischen Beifall mit der Ausforderung, daß alle deutschen Männer in diesen Tagen fest zusammenstehen und vergessen möchten, was uns trennt, und daß sie nur Eines kennen möchten, Die Ehre unseres Namens, die Liebe zu unfern: Lande und die Treue zu unfern: Boden und zu unseren Stammesgenossen. — Ta sich unter dem allseitigen tiefen Eindruck der Rede niemand zum Wort meldete, schloß der Vorsitzende nach einem kurzen Schlußwort d:e Versammlung mit einen: dreinmligen Hoch aus Kaiser und Reich.
Noch ein Manöverbild aus Frankreich.
Paris, 1. Sept. Bei bei: Manövern in Verdun konnte das Geschützfeuer Dank den schriftlichen Angabe::, welche die über dem Schlachtfelde kreuzenden Flieger der Bedienungsmannschaft zuwarfen, so rasch und so genau gerichtet werden, daß der Kommandeur des 1. Mmee- korps zu den Artillerieoffizieren sagte: Meine Herren! Denken Sie an diesen Tag! Er kennzeichnet den g roßten Fo rtsch ritt, der seit langem in der Arüllerie- schießmethode vorgekommen ist. (
Die spanischen Abfichten.
Paris, 1. Sept. Der „Matin" schreibt über den nunmehr amtlich von dem Madrider Kabinett ange- kündigten Plan der Besetzung von Santa Cruz südlich von Agadir: Die spanische Regierung hat diesen Zeitpunkt für die Besetzung offenbar in der Absicht gewählt, um angesichts der bevorstehenden Verhandlungen mit Frankreich iyre Stellung zu verstärken. Die öffentliche Meinung Frankreichs wird dieses Vorgehen Spaniens mit berechtigter Strenge beurteilen. Die spanische Regierung wird sich nicht wundern dürfen, wenn die Vertreter Frankreichs sich bei diesen Verhandlungen daran erinnern, daß Spanien in einem Augenblick, wo die Schwierigkeiten mit Deutschland ihre Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen, eine so unfreundschaftliche Haltung beobachtet hat.
Deutsches Reich.
, Die d e u t s ch e Kronprinzessin sicht der „Danz. Ztg." zufolge ihrer nahe bevorstehenden Niederkunit entgegen. JufoQe- überficbclnÖC front>rinilld>e Familie öoriäuiig nicht nach Danzig m $er llnterstaatssekretär Stemrich, der seit April in
"d enwe:l er zur Kur weilte, ist nach Berlin zurückgekehrt.
r"~ic /.Norddeutsche Allgemeine .tfeming" lajreiln: „Uni ”■ September findet in Potsdam die Hebergäbe des Steu- d end en kmals durch die Sonderbotschafter der Vereinigten Staaten, Richard ^Zartholdt und Charles B. Wolfsvam, a n d e n K " statt. Der feierliche Vorgang lenkt abermals die all^ gemein^ Aufmerksamkeit auf die alten geschichtlichen Bezieh u n g e> n z wischen Deutschland und den Vcr- e' " ffst t en Siltaaten hin, die bis in die Tage der Unabhängig keitskampfe der Unwn zurückreichen. General Steuben der m
" er Pr:edrich dem Großen gefochien und die rc>, Mjanneslahre dem Dienst für den langen Freiitaat imie,^ Ozeans gewidmet hat, vertritt für sewe Pmon ^77r ang"
Tie Einnahmen sollten nach dem
im ganzen Mk. lüo Uuj
unt.
io uuu
(500
— uu«genommen
nordöstlichen hoffentlich sich der S
Schulden, Ausgabe elektrischer 41 400.—
1911) liegt jetzt vor.
Voranschlag betragen: für Fahrgeld.....
sonstige Einnahmen . .
Mk. 159 7 00
„ 9 400
Mk. 123 000
. 5 9 0
. . Mk. 157 600
. . - 177 200
nach dem Voranschlag . nach der Rechnung . .
Die Nechnung stellt sich für Fahrgeld. ......
sonstige Enmahmen ....
Einnahme un ganzen Mk 169 100 mehr als im Voranschlag uif. 4uzuu Tie Ausgaben betragen:
Taunus, zwischen Vntzbach und dem Wintcrstein bei Ober-Rosbach ’ hielt gestern die 21. Artillerie-Brigade (Art.-Rca. Nr. 63 „Frankfurt und Art.-Reg. Nc. 27 „Oranien") ihr Scharf- ] schießen ab, das zugleich mit der Besichtigung durch den körn- j mandierenden General verbunden Ivar. Das Gelände erstreckte udi \ zwischen Hausberg, Hausen, Ostheim, Haselheck, Forsthaus, Win- j terstein, Kaisergrube, Langenhain , Fauerbach v. d. H., Lockweisel | und Oberrnörlen. Die beiden Regimenter standen in der Nähe von I Hausen-Espa. Die Ziele waren zwischen Hof Hasselheck, Langen- I Hain und Forsthaus Winterstein aufgebaut. Um 9 Uhr begann I der Geschützdonner, der bis fast 3 Uhr dauerte. Eine große Volks - I menge, besonders aus Bad-Nauheim, Friedberg und Butzbach, I wohnte dem Schießen bei. Die meisten Zuschauer standen norb- I westlich vom Hof Hasselheck, um das Einschlagen der Geschosse I zu beobachten. Das Zielbaukommando liegt in B a d - N a u - I heim ebenso der Stab des 63. Artillerie-Regiments. Der 1 Brigade-Stab 21. Feldartillerie-Brigade traf vorgestern in Butz- I bach ein, der Stab der 27er Artillerie liegt in Gräven- I wiesbach. Tie Orte Griedel, Holzhaufen, Langenhain-Ziegen 1 berg, Butzbach, Bad-Nauheim und besonders Friedberg sind mit 1 Teilen des 27er Artillerie-Regiments belegt. Nächste Woche er- \ halten die Orte des östlichen Taunus und der westlichen Wetterau weitere starke Einquartierungen durch die 21. Division. Tie 41. Infanterie-Brigade (87er und 88er) trifit um Bad-Nauheim, Rodheim, Friedberg, die Ger Ulanen in Friedberg Ober-Erlenbach, die 6er Dragoner in Ockstadt und Bruchenbrücken ein.
** Fechterjubiläum. Man schreibt uns: Wie kürzlich mitgeteilt wurde, feiert die F e ch t r i e g e des Gießener Turnvereins in diesem Jahre ihr 25jähciges Bestehen. Tie Vorbereitungen dam ftiib flott im Gange und die ganze Feier wird einen der gesamten Turnsache entsprechenden würdigen Verlauf nehmen. Tie vorbereitenden Ausschüsse find bestrebt, möglichst viel Abwechselung in die am 9. und 10. September stattsindende Feier zu bangen. Bei dem gelegentlich des Vorabends stattfin- denden Kommers wird der Vortrag über die Bedeutung des Fechtens für die Turnfache besonderes Interesse wecken. Tas für j den nächsten Tag, Montag vormittag, in der Turnhalle vorgesehene Schaufechten dürfte eine besondere Anziehungskraft auf das Publikum und auch auf die Nichtturner ausüben. Ten j Schluß bildet eine für den Abend desselben Tages geplanie Unterhaltung mit anschließendem Ball.
Stenographie. Ter Gabelsberger Steno-
„ ** Tageskale n der. Kiuematoaraph: Täglich Vorstellung. ' *
Biograph: Täglich Vorstellung.
21 ns Stadt und Land.
(Sieben. 2. September 1911.
Das Ergebnis der Straßenbahn
im ersten Verwaltungsjahr (20. November 1909 bis 31. März
bezahlt werben, an welchem Betrage das Werk noch einen Gewinn erzielt hat, der zwar nicht genau feitzustellcn u't, aber mindestens Mk. 8—9000 betragen durfte. Jedenfalls ist das Ergebnis des StraßenbahnbotriebeS trotz der Anschaffung von zivei Biageu, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, und trotz der Erhöhung mancher Ausgabe» lehr glänzend, so daß man hoffen darf, daß sich die Entwickelung der Straßenbahn auch in Zukunft gedeihlich ge- Italien wird.
_ Der Fehlbetrag für das erste Verwaltungsjahr L.age), den die Stadt aus allgemeinen Mitteln bezahlen mußte, beträgt also jJif. 8100 — oder für das Kalenderjahr berechnet etwa fUff. 6000, ein Betrag, der den von der Stadt auch für das Omnibtisiinleriiehnien in den letzte» Jahren geleisteten Znschuß nicht erreicht.
~ An den in Ausgabe gestellten Posten der Rechnung der Straßenbahn sind
für be» Erueuerlmgssonds Mk. 11 800 und für de» Rejervewnds _______
zusammen Mt. l^tiiQ bestimmt. Außerdem stehen ine Zinsen der bte für das Unternehmen vorhanden sind, in »nb Mk. 8690 für Schillbenlilgung. An Energie mußten an das Elektrizitätswerk Mk.
demnach
R e di n u n g Alk. 161) lub „ 177 200
'JJn. 8 luU
mehr als im Voranschlag Tas Ergebnis stellt sich also
Ausland.
Tie „Ageuce Roumaim" dementiert die Meldung eines aus- wärttgen Blattes, nach welcher der türkische Thronfolger den: Sultan telegraphiert hätte, der König von Rumän:en habe den Wunsch ausgesprochen, bei: Sultan in Konstan - t: nobel z u besuchen, worauf der Thronfolger erwidert hätte, der König würde einen enthusiastischen Empfang finden, ebenso wie die weitere Meldung, daß der König seinen Besuch _in Konstantinopel für nächstes Frühjahr angekündigt habe. Die Frage wurde nicht einmal gestreift.
Aus Peterhos wird gemeldet: König Peter von Serbien, Prinzessin Helene und Kronprinz Alexander sind am Freitag hier eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof vom Kaiser- paar, der Königin von Griechenland und verschiedenen Großfürsten und Großfürstinnen begrüßt. Tas Kaiserpaar geleitete die Gäste zum Großen Palais, wo sic' Aufenthalt nehme::. Auch Prinz Peter von Montenegro ist gef.ern h er eingetroffen.
Tie Sitzungen des Komitees der internationalen Vereinigung zur B e k ä m p f u n g d e r A r b e i t s l o s i g k e i t, die am 1. Sept, in Gent zusammentrat, stehen unter der Leitung der beiden Präsidenten, L 6 on Bourgeois -Paris und Tr. Richard Freund-Berlin. Fast alle Länder waren durch delegierte vertreten. Deutschland :st vertreten durch den Direktor des Kaiserlichen Statistischen Amts, Dr. Zacher, vnccrstaatssckre'är v. Mayr, Beigeordneten Fuchs und Sladtrat Flesch-Frankfurt.
Kreis Lauterbach.
rc ■ gelrod, 1. Sept. Tie Schürfungen nac. o e n roeybcn jetzt in unserer Gernartung vo.i oer G-' tu größtem Umfange betrieben, nachbein fiu ber Geivert|cyaftsd:rettor vor einigen Tagen an Ort uno S.eil;
mächtigen und hochprozentigen B r a u n c 11 e n ft c i u
: äcugl hat. Auch in den angr.uzenden Gcmartun^ v
r ~ u.r|un?cn vorgenommen werben, die Reniaoilllut Oe: ü)on luitgit geplanten kj a i):: DJl ü cf e—Ulrichstein—^ng-lrob- «»r-V 1 . c Q ~urite durch die Ausbeutung ds Ciseniicinlagcr gestchcrt )c:n. ^.em Vernehmen nach j:nb bereits tue. V er Häutungen mit der tfirma Lenz u. Co. wegen Erbauung ber '8g1 .
.^^^senommen worden. Tie rnaßgcocncen ouLui-l.- ;ieruc.; ......Sache, die für den nordwestlichen VogetSb^.
Voranschlag
Eimiayme Alk. 128 900
Ausgabe „ 157 600
Fehlbetrag ’iiit. 2ö 7>-u
zählte nachgcfolgte Stammesgenossen den An:eil, den das Deutschtum zu dem Aufbau des großen amerikanischen Gemeinwesens beige-trägen hat, das jetzt als Weltmacht in die Geschicke der Völker mitbeflimmend eingreift. Zu den bedeutendsten lebenden Vertretern des deutschen Schrifttums und Vermittlern deutschen Geistes in Amerika zähle:: die beiden Sondergesandten Barthold und W o l ff r a m, die bei der morgige:: Feier die amerikanische Nation zu vertreten berufe:: sind.
praphen-Verein beginnt am Montag, 4. September, feinen 3. diesjährigen Anfängerkurf ns. Gleichzeitig eröffnet er einen neuen Kursus für Maschinenschreiben, der von beit Mitgliedern des Vereins. und des Damenvereins Gabelsberger besucht werden kann und ai: dem auch die Teilnehmer des Anfängerkursus gegen ein mäßiges Honorar sich beteiligen fönnen. Neben diesen beiden Kursen bietet sich Gelegenheit zur Fortbildung in der Stenographie in der Redeschrift-, Fon- bildungs- und Tiktatstunben; aber auch außerhalb seiner eigen!- lichen Zweckbestimmung liegende llnterrichtsfucher, wie die französische Sprache (Anfänger- und Konversatiousunterrieht) und Rundschrift, pflegt der Verein unter fachmännischer Leitung. (Siehe heutige Anzeige.)
** T: ebstahl. Einem Fuhrmann wurden vorgestern auf ’ ber Fahrt von hier nach Bellnhausen vom Wagen eine Kiste mit Zigarren und ein Paket Zigarette: gestohlen. Tie Zigarren- kistchen tragen die Adarken „Import", „Fugger" und „Vicomte", die Zigaretten die Bezeichnung „Spezialität". Vor Aukaus sei gewarnt.
Landkreis Giefien.
— Großen-Linden, 1. September. Im Monat August wurden im hiesigen Volksbad 136 Wannen- und 412 Brausebäder abgegeben.
Kreis Büdingen.
H Büdingen, 1. Sept. Gemeinderatssitzung. Anwesend: Bürgermeister Fendt, die Gemcinderatsrnitglieder Schäfer, Keil, Schulz Treier, Hinkel, Diemer, Methfesfel, Klein, Wlttetmd, Rullmann. Als Vertreter des Fürsten: Kammer a»cilor Dr. Weimar. Bei Beginn der Sitzung läßt Fürst Wob gang d:e Verlobung der Prinzessin Anna dem Gcmeinderat nii- teüen. Bau rat Funk, der am Wildenstep: eine ziemlich hoe> gelegene Villa besitzt, hat schon wochenlang lein Wasser, er glaubt dies auf einen Defckkt in der Rohrleitung Herleitei: zu können: e>°..chlch b:e Ahnung der Quelle nicht mehr intakt ist, so bc filillefjt der Gemcinderat die Kulturinspektiou Friedberg in beiden H-allen um ein Gutachten zu ersuchen. Die Kosten für Der schiedeuc Einrichtungen in der landw. Winterschule, deren Bezahlung :m vergangenen Jahre abgelehnt wurde, werden nach ttaglich auf die ^tadt übernommen, weil sie durch einen früheren Gcmecnderatsbcichluß dazu verpflichtet erscheint. Bei der Aus besserung von Prchenzgebäudcu hat die Stadt das nötige Bau Holz zu stellen. Das Kirchendach wurde durch die Verwaltung ausgebessert und der Gemcinderat hatte den Geldanschlag sü- das notige Bauholz bewilligt. Es wird jetzt ein bedeutend höhere: betrag gefordert, da d:e Arbeit viel umfangreicher wurde wie anfangs angenommen Tie Differenz von 418,36 Mk. wirb genehmigt. Um den Stcinbruchsinhaber entgcgenzukommen, bannt ber bereits anhängige Prozeß vermieden luira, beschließt der 0t» A"swerat daß der Zeitpunkt an dem die Brüche in das imum schrankte Eigentum der Stadt übergehen, bis zum 1. Januar 1940
Aw besseren Beleuchtung des Wegs nach der Kramerschen Villa wird der Stanbpuntt der Straßenlaterne ver a.n-foL ÜhQrlCJ- ben >vill man in einen gangbaren ouitanb verletzen lallen, gerade weil dieser Psad als ein Joaupt Augangdivcg zum -lliasienwald von Fremden benutzt wirb. Bon A ^^o^cUung eines Fußsteiges aur den Gebückweg vom Stern q» der Weg selbst soll ausgebessert werden.
In Zukunft dürfen ber Anfchlußleitungen an die städtische Wasser *- 8Aä^?^elserne Röhren verwendet werden, auch wir: des Rohrftranges nur durch den släd
Ester vornehmen zu lassen. Eine Eingabe wegen RmPÄSUh?rn^r?CfC?r0a^e abschlägig beschicden werden !°yen auch btcje Nebenstraßen eine Um und Neupslaf^rung erfahren. Da der Besitzer der verkehr-:
^ec Obergasse von seiner anfangs überall-: i hoben unb unberecljhgten tforberung jurüifgegangen ist, so loirf ii?20()E^knächtigl, bei: Maur um bei: Preis bi: durckigesührt toirb.^ 6Cn' anbernrand bie beschlossene Enteignm»
ibda; 1. Sept Obgleich der Stand des Grummel auch h-ter em fehr geringer ist, wurden doch heule
^^^tgerung 0er Grum Mete rnre von bei Ko m>ie'en i^beroroen.iiu) hohe Preise er *
iE- ^^rgen kam durchschnittlich aus 18 bis 20 Mark
nuK 016 ^urre .Höh, die in normalen Jahrci
sur den Morgen emtrug
^eute 4—6 Mk. Paa)cerlös für biejeibe F.äche ?a,)es.r ctlua mehr für Grummetgrae
^als für das diesjährige Heugras. Noch hoher tvarci:
er0C|te^n bec Versteigerung des Grummetgrasc I jeCr|^QllLia)en diesen in Bad Salz hause, I Mehrere .morgen kamen durch|chniitlich über öu 'jju., so Hai I i "b? Grummel ohne Arbeitslohn mindestens au- 1 4 Mart zu stehen kommt. Das Heu toftei jetzt ijer b,'2o Mk 1 der Zentner. x v '
Pfarrpersonalieu. Der Großherzog hat den von dem Kammerherrn Dr. Freiherrn v. Leouhardi auf die evang^ Pfarrstelle zu Klein-Karben präsentierten Pfarrer Otlo^-Lchaad zu Kaichen bestätigt.
** Bo n der Gendarmerie. Der Großherzog hat den Oberst Frhrn. v. N o r m a n n, Kommandeur des Großh. Genoarmerielor))s, in Genehmigung seines Ab,chiedsgesuches nut per gesetzlichen Pcu,ion, unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und ersprießlichen Dienste und Ver- leihung des Charakters als Generalmajor in den Ruhe- stand versetzt; den Oberstleutnant Schmidt im Großh. Gendarmerieiorps unter Beförderung zum Oberst zum Kommandeur dieses Korps ernannt.
** O b e r h e s f is ch e r Qb stb auv e rein. Aus Grund Nachricht aus Oberzweyren bei Kassel findet der Ausflug des Qberhejsifchcn Obslbauvereins am kommenden Sonntag nicht statt. Tie Dürre, die auch in unserer Gegend den Obstbau stark geschädigt hat, hat die §afrt2T ?er- Abstbauanstalt sehr mirgeuonunen, so daß ein ^eJu^ derfelben nicht lohnend ist. Der Ausflug ist auf das kommende Jahr verschoben. 1011
kA»*?A Vorn Manöver, 2. Sept. Die verstärkte 4 9. Jn- Brigade (115er, 116er und 168er) übt in dem H^er'fckli^^ rayf"LxUnU^' a‘Ul|^u aac 11,10 Rhein, an hpr s&n? ailbet.Q6 ^ntt cnter gedachten Linie Nassau JU,m^cln.mer,c6' St. Goarshausen. Die vernärlie tiCrÄd1CrÄ (11 7" und 118er) dagegen manövc- südlich der Gebirge um Wiesbaden, Bleibenstabt, Schlangen- ?aubt' - #im Ryungou zwischen Taunus und Rhein. Als ru?e a&HiA m.ÄC rbEr • ^C||l^eit Division ist vorgestern das, alliahrlich aus Reservisten formierte 3. Bataillon der 168er back, S'7»brge anbe eingetroffe», 2 Kompaauien war n in K Offenbach zuiammeugetreten. Äas Bataillon bezoa ^l^erneffen und Lohrheim. im Aartal Quartier. Tie beiden bünmni^“1^ e^„ Wn
11 ■' *l ,t a t ist das Standquartier des K a i f e r - W i l h e l m - 1 \ ■Xie^cfu 5reicnblb und Qranienstein find die LLOEHMLLA burc6 6111


