Ausgabe 
2.8.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

der

21ms Hessen.

Englische Arbeitzeit in den Ministerien.

Morgen sinket in der Aula der Uniuerfitül die offizielle Feier des Umvcr'itätsjubiläums bezw. d.ren Eröijnung flau, in deren Verlauf die kaiserlich- Botschaft d u r d» och Kronprinzen zur Verlesung gelangen wird, b:t zu diesem jtvcd morgen srüh um G Uhr m Breslau cintrifft.

Münchener M o z a r t f c st f v ie lc. Tie Mozartseil- spiele in München wurden kürzlich durch eine ausgezeichnete Ton Giovanni»Aufführung eröffnet. Am Lrcheüer pull verwaltete Eortolczis das künstlerische Erbe Mottls sehr tüchtig und zuverlässig, aber doch nicht mit dem Temperament einer kongenialen Persönlichkeit. Broderscus Ton Juan war mehr der behaglich heitere Bonviant als der dämonisch hin rcißenbc Liebessicgcr. Aber er wird die Rolle, die er sehr fdwn singt, auch in dieser Hinsicht sich noch mehr gewinnen lönneu Charakteristisch, von seinem Humor, war Geis als Leporello, höchst eindrucksvoll der Komlhur des Herrn Bauberger. Herr Wolf lang mit feinem, sicherem Geschmack den Ton Lttaoio Tic Besetzung der Frauenrollen war besonders gelungen. Frau Rosetti, die entzückende Zer ft ne, reazooll und graziös, Frl. Ulbrig als Elvira, stimmisch sehr gut und darltellerisch er greifend, und, sic noch überragend Frl. Fort: aus Dresden, stimmlich prachtvoll und in manchen Augenblicken monumental als Tonna Anna Tas internatwnole Publikum, in dem wir bc kannte Persönlichteüen der Hunftroclt bemerkten, spendete vielen Beifall. .

(Ein neues Selbstbildnis Holbeins. In der Baseler össentlichen Kunstsammlung ist jetzt, wie dem Cicerone berichtet wird, eine bisher gänzlich unbekannte farbige Hand Zeichnung Hans Holbeins ü. I. ausgeitelll Tos Blatt, das aus England flammt, wurde von dem ausgezeichneten Holbein- Benner und Herausgeber des Corpus der sämtlichen Handzeich nungcn des Meistere, Pros. Paul Ganz, als eine Arbeit aus Holbeins späterer Zeit, aus den Jahren feines Icßten Baseler Aufenthalts gegen 1538 bestimmt, und zwar »st die Arbeit be­sonders deshalb imereffant, weil sie ein Selbstbildnis des Künstlers darstellt. .

Ein Kritiker Liszts. Als Liszts eine Zeit lang in einem kleinen Torfe wohnte, mietete der norwegische Maler Tirrls das "Nachbarhaus, um hier ruhig uno ungestört zu arbeiten Er setzte lich, so erzählt der Grulois, am nächsten Tag vor kme Staffelei, als Die Klänge des Klaviers hörbar wurden. Tirilt wurde ärgerlich, und als das Konzert zwei stunden gesäuert hatte, stand er wütend auf und sah nun auf dem Balkon des Nachbar Hauses einen würdigen Greis mit langen weißen Haaren.Sind

solchen Einnadmeauelle gefallt Bor der überzeugenden -hhrfung dieser materiellen Faktoren scheim selbst die alte daner»! m Angst vor der Verpreustung fast völlig geschwunden »n sein, wenigstens ist es bezeichnend, daN nur noch dasBayerische Vaterland" diese Töne eines ehemals weit verbreiteten und hn eingewurzelten Partikularismu- .-.n'anaal

Tast sich Sachsen und Hamburg später der Deutschen Lottcricgemeinschafl anschließen werden, unterliegt keinem Zweifel. Eine Reichspostgemeinschaft, eine Reichseisenbahn- gemernschaft würden wir noch freudiger begrüßen, als die Preußisch-süddeutsche Klassenlotterie".

lieber die A u s n a h m e d e s V e r t r a g s i n B a y e r n meldet der Münchener Berichterstatter derFranks. Ztg", daß er fast kritiklos hingenommen werde:

Daraus deutet die stille Ergebenheit, mit der die Preise Bayerns die Ankündigung des Vertragsentwurfs fast kritiklos hinnimmt. Tie sachlichen und ideellen Bedenken, die noch bis vor wenigen Jahren Regierung und Volksvertretung zur glatten Ablehnung jedes Lotteriegedankens int bayerischen Parlament zu­sammenführte, sind mit einem Male verstummt. Dieselben Blätter, in denen Die moralische Gegnerschaft gegen alle Lolterieproiettc von jeher am lautesten zum Ausdruck kam, schweigen oder sind gar zu begeisterten Lobrednern dieser Art Finanzgemeinschast mir Preußen geworden, weil ihnen das ungemein Bequeme einer

haben wird, zu existieren, aber unter dem NamenPreußisch- Süddetttsche Klassenlotterie" fortleben soll. Wir müssen gestehen, das: wir diesen Namen recht unglücklich gewählt inden. Wie kommt man nur zu diesem in seinen beiden Bestandteilen völlig auseinanderfallenden Wort? Umfaßt denn Preußen ganz Norddeutschland? Ta sage man doch lieber gleich, da der Anschluß Sachsens und Hamburgs an die jetzige Lotteriegemeinschaft ja nur nod) eine Frage der Zeit sein kann,Deutsche .stlassenlotterie" und dokumentiere dadurch, daß auch ans dem Gebiete des Glücksspiels die deutschen Bundesstaaten vereint sind.

Tie Lolterieverträge, die Bauern, Baden und Vürttem- berg nach mehrjährigen Verhandlungen am vergangenen Sonnabend mit Preußen abgeschlossen haben, sind natür­lich auf die Gelbbedürftigkeit aud) dieser Staaten zurück^ zuführen, sowie daraus, das; man es wegen des Fehlens einer Staatslotterie in diesen Staaten trotz aller Verbote liickft verhindern konnte, daß viel Geld aus Süddeutsdftand nach Preußen hinausging. Wie stark in Süddeutschland das Verlangen war, sich an die preußische Klassenlotterie angeschlosscn zu sehen, geht daraus hervor, daß man keine wetteren Forderungen stellte, als Aenderung der Firma und Ausnahme üon drei süddeutschen Mitgliedern in das Direktorium, Forderungen, deren erste Preußen bewilligte, die zweite aber schon dahin abänderte, daß die drei jüd- deutschen Staaten nur durch ein gemeinsames Mitglied in der Generaldirektion vertreten werd eit sollen, das Bayern rorzuschlagen hat.

Selbstverständlid) haben nicht diese süddeutschen Forde­rungen die Lotterteverhandlungen verzögert, sondern die Einigung, welche Bayern, Baden und Württemberg über ihren Anteil an der um etwa 50 000 Toppelnummern er­weiterten Lotterie zu treffen hatten. Hierbei ging Bayern lund Do* erschwerte die Verhandlungen wesentlich sehr vorsichtig zu Werke und hat es durchzusetzen verstanden, daß seilt Gewinnanteil für die ersten fünf Jahre der zu­nächst aus 15 Jahre sestgelegten Vertragsdauer aus'2 215 000 Mark bemessen wurde, während es vom sechsten Jahre ab für jedes im voraufgegangenen Jahre und im Durchschnitt der beiden Ziehungen innerhalb seines Staatsgebietes ab« gesetzte Los 42 Mk. erhalten soll. Aehnlich, wenn and) vielleicht bei ihrer geringeren Volkszahl nicht so glänzend, dürfte es sich mit Baden und Württemberg verhalten: nur find in der gestrigenNorddeutschen" darüber keine Einzelheiten angegeben. Tas eine aber ist jedenfalls sicher: die "drei süddeutschen Staaten lönneu auf Grund dieses Vertrages auf ganz erhebliche Einnahmesummen rechnen, ohne irgendwelches Risiko dabei zu übernehmen.

R. B. Darmstadt, 1. Aug. In sämtlichen Bureaus drei hessischen Ministerien ist seit voriger Woche die sog. englische Arbeitszeit eingesuyrt worden, d. h. -es wird von früh 7 bis mittags 1 Uhr durch gearbeitet und nur eine kurze Frühstückspause gemach.'. Tiefe zunächst nur versuchsweise eingeführte Arbeitszeit hat zweifellos vor den bisherigen Bureaustundeu Deuchte bene Vorzüge, besonders den, daß die Beamten bei der jetzigen großen Hitze nur einmal den Weg zwischen Bureau und Wohnung zu machen brauchctt und die Nachmittags stunden zur treten Verfügung haben, soweit es ftd) nicht um bestimmte Nessortchess ober Beamte hanbett, deren Geschäftstätigkeit ihre Anwesenheit meist auch noch in den Abendstunden erfordert. Von den drei leitenden Ministern weilen die Herren Staats- und Fustizmtnister Tr. Ewald und Minister des Innern v. H o m b e r g k bereits seit einiger Zeil in der Sommerfrische Dagegen widmet sich Finanz Minister Tr. Braun auch während der jetzigen heißen Tage ohne Rücksicht auf die enylische Arbeitszeit mit außer­gewöhnlicher Frische und Elasttzität den mannigfachen Aus­gaben seines Ministeriums. Tie Tienststunden in den

Aus dem Wege zur deutschen cotterieeinheit.

Tie Spielleidenschaft des Menschen und ganz besonders des Deutschen ist nicht anszurotten, so viel mau auch da gegen gekämpst hat. Hatte sie doch nach Tacitus schon über den alten Germanen eine solche Macht, daß er imstande mar, sein Weib, ja, schließlich sich selbst zu verspielet! Seit Ende des Mittelalters hat man nun versucht, dieser Leiden schäft gewisse Dämme zu ziehen, indem man alteret Staats- lotterten einrichtete und private Glücksspiele, sowie and' das Spielen in fremden Staatslotterien gesetzlich verbot. Es ist ja im Grunde genommen durchaus unlogisch, wenn ein Staat, wie z. B. Preußen, die privaten Glücksspiele ver­bietet, zu einem Spielen in der kgl. preußischen Mlaffen- lotterte aber durch zahlreiche Kollekteure geradezu animiert. Man hat das in Bayern, Württemberg und Baden, wo keine Staatslotterte existiert, aud) aufs energischste getadelt, scheint aber neuerdings dort einzusehen, daß eine staatliche Alassenlotterte doch ihr gutes hat, indem sie einer Reihe von gutgesinnten Persönlichkeiten wie z. B. Offiziere a. T., regierungstreue Zeitungsverleger usw.» durck) Überweisung von Kollekten eine anständige Existenz sichert und überdies für den Staat Vdillionengewinne abwirft, die Herr Fiskus ja immer gut brauchen kann.

Tic preußische Klassenlotterie stammt aus dem 18. Jahr­hundert, hat aber im Laufe der Zeit manche Umwand­lungen erfahren, und zwar keineswegs zugunsten des spielen den Publikums. Es haben fick; ihr immer mehr deutsche Bundesstaaten, zuletz 1 lsaß Lothringen (Dezember 1010), angeschlossen, so daß letzt neben der vreußi scheu Klassenlotterie nur nod) eine sächsische und H a m - bürget Staatslotterie in Deutschland besteht. Diese E>

bdi preußischen Kll sfemotterik war dadurch nötig geworden, daß ftd) das Verbot, in einer fremden Lotterie, z. B. der früheren Mecklenburger, zu spielen, nicht recht durchsühren ließ, und Preußen dadurch namhafte Verluste hatte; denn ein Teil seiner Lolteriegewinne floß natur­gemäß ins außerpreußisdic Land, Gleichzeitig oberjvar burd) den Anschluß der anderen kleinen ncirbbcutftiien Staa­ten und Elsaß Lothringens eine Neuordnung der preußischen Klassenlottcrte, namentlich hinsichtlich der Vermehrung der Lose, geboten, so das; die preußische Klassenlotterie jetzt 380 001) Vollose zu vergeben hat, wobei man, um den großen Apparat zu vereinsachen, D o p-p c (nummern ein führte. Wenn also das Los 10 813 gewinnt, so gewinnt aud) 10843a. Ist diese Neueinrichtung zu begrüßen, so sind die Gewinn- aussichten schlechtere geworden , sie sind nach dem Ausspruch wissenschaftlicher Spiclgrößen sogar schlechter, als in Monte Carlo. Das eine aber hat and) die verbesserte preußische Lotterie beibehalten, daß, nach "Abzug der Reichsstempel, abgabe und der Einnehmergebühr Don der Gesamtsumme, nod) von den Gewinnen ganze 13' _* Prozent abgezogen wer­ben. Und da überdies dieidjt verkauften Nummern bei der Ziehung nicht aus der Gesamtmasse der Lose entfernt Verden, so hat der Staat, wenn Gewinne aus biefc fallen, eine Einnahme von etlichen Millionen, zumal die Lotterie- »iehung ja jährlid) zweimal stattnndet, es sich also, wenn alle Lose verlaust sind, dabei das Vollos kostet 200 Mk. um 152 Nrtllionen Einsätze handelt.

Nun wollen sid) auch die d r e i s ü d d eu t s che n S t a a - ten ohne Klassenlotterte, also Bayern, Württem­berg und Baden, der preußischen xlassenlotterie an- schließen, die damit am 1. Juli 1912 als solche ausgehört

Der Kaiser in Zwinemimde.

Swinemünde, 1. Aug. Der Kaiser unternahm c efter» eine Ausfahrt im Automobil Zur Abendtasel war 3rau Konsul Stand! aus Heringsdorf mit Familie ge- laben Ter Kaiser wohnte beute vormittag von 10 Uhr ab dem Schießen nach der See des ersten Bataillons bc> Fußartillerieregiments v. Hindersin (1. Pommersches :'<r bei und hörte später au Bord den Vortrag des Unct» des Militärkabinetts, des Generals der Infanterie Frhru. v. Lnncker. Zur FrühstückStafel wareu gelaben Gras und Gräfin Arniin tun Zichow, sowie die Offiziere des ge nannten Artilleriebataillons. Ter Kommandant des r.ufer- lichetl Hauptquartiers Generaloberst v. Plessen ist hier enn getroffen

Der Kaiser ist mit Gefolge 10 Uhr abends nach Alten- grabow mittels Sonderzugs abgereist.

Die wirren in Persien.

Teheran, 1. Aug. Ter englische und der russische Gesandte richteten gleichlautende Noten an die PMftche Regierung, in denen die englische und russische Regierung anerkennen, daß der frühere -schah leinen A n prud) ui ehr auf Pension habe, nachdem er nach Persien zurückgekehrt sei trotz der ihm zu wiederholten Malen seitens der beiden ^Regierungen erteilten Mahnung, sich von der politischen Agitation sernzuhaltcu. Beide Re­gierungen erklären, sie könnten, da der frühere -idjal) sich auf persischem Boden befände, n i d) t intervenieren, folglich auch in dem gegenwärtigen Zwist nicht Partei er­greifen. ES wird berichtet, daß Mohamed Ali Asterabad verlassen uiid sid) mit unbekanntem Ziel in Gumeschlepe eiligeschifst habe. Toch ist diese Nachricht noch unbestätigt.

va; M jährige Jubiläum der Breslauer Universität.

~ Breslau, 1. Aug.

3m Anschluß an bic gestern abend erfolgte feierliche Erösf- .mnfl der deutsch akademischen Llnmpia begannen am heutigen Dienstag vormittag 7 Uhr im Sportpari Grünciche die turnerischen Veranstaltungen der L l i) m P i a mit turncriichen Sechs- und Einzelkämpfen, yux den >-echs- kämpf lvaren 47, für den Drcikanipi 2b Studenten gemeldet. Gleichzeitig begann das große Gefechtturmer, wozu bewnders zahlreiche ausivärtigc Nennuligcn cingcgangcn waren. Auch em Tennisttirnier wurde im Laufe des Vormittags ocranitaltet. Ebenw beganneii die Vorläufc zum Hochschul-Eftbolenlaui uno zur icknoc- bischen Bercinsstasettc. Ein großer Teil der .F-cst- und EhrengaNc pilgerte hinaus, um die Stampf- und Wettspiele un tan*uf eh en, die ttotz der auch heute drückende» S)i6c einen ichonen Vertäu) nahmen und Zeugnis von dem hohen Stande der akademlichen Leibesübungen ablcgtcn.

Z»zwischen sind fast sämtliche osftziellen Vertreter zu den Jubiläumsseierlichleiten hier cingetroficn. Darunter bennbet nm als Vertteter der Gießener Universität der Rektor Geh. vMiuz- rat Prof. Tr. Biermann. Insgesamt sind 46 europatiche und außereuropäische Staaten vertreten. Daneben haben auch zahlreiche deutsche und außerdeutschc Akademien Telcgtcrlc cm- fanbt. . % ,

Ter heutige 1. August ist gerade der -tag, an dem vor 100 Jahren durch die Zlabinettsordre Ä'önig Friedrich Wilhelms Itt. die Brandenburgische Provinzial-llmversität in Frankfurt a. l. mit der nur aus 2 Fakultäten bestehenden Leopoldina in Breslau vereinigt und die neue Volluniversität Breslau geschahen wurde.

Spenden und Stiftungen.

Eine sckivne Spende ,>at die schlesische Landwirt­schaftslamm er Der Universität zu ihrem heutigen Zubeltage Übergebe». Ei»e unter ihre» Mitgliedern cmgdeitetc Samm­lung von Beiträgen zum Neubau und Ausbau der landwirtichaft- lichen Institute der Universität Breslau ergab die Summe von rund 100 UOO Mark. Als ivichtigye Stiftung des Uni- versitatsjubiläums aber erscheint doch Die Sck; anung eines Breslauer Studentenheims durch Die Schenkung eine» Baugrundes zur Errichtung eines solchen durch Die Stadt Breslau. Tas neue Heim soll sich gegenüber dem alten Breslauer^ Uni- versitätsgebäude erheben und allem Anschein nach wird D;e Jubel­feier auch die erforderlichen Mittel für den Neubau mit aufbruigen helfen, zu dem schon letzt aus den Kreisen derer, die ihre Aus­

bildung und damit ihre wirtschaftliche und ge,ell,chaitliche Poutton der Breslauer Universität verdanken, in hochherziger Wefte ver­schiedene Summen gestiftet worden sind. Auch die Mömglidie Münze hat sich durch eine Festgabe betätigt, die heute er» malig zur Ausgabe gelangt und zwar an die Ehrengäste, sowie an Die früheren und jetzigen Studierenden der Universität. Es sind dies 4() 000 neue Dreimarkstücke, die auf der einen scitc Den deutsche» Reichsadler mit Der Umschrift:Deutlches Reich Tret Mark" und auf der andere» Seite Die Bildiiitte von 'Friedrich Wilhelm III. und Wilhelm II. nebst der Um­schrift :1JSU Friedrich Wilhelm III., Wilhelm II. 1911, Uni- vcriit.it Breslau" zeige». Tie Münze ilt von Protesior Amber g modelliert. Eine weitere Spende ist Dem phhsikalisÄen Institut ber Universität von der Akkumulatoren-Aktiengesellsckait zu Haaen >» Westfale» ut Form einer Hochspannungsbatterie von 4000 Volt übermittelt worden Frau .»ommerzlenrat Hanswaldt in Magdeburg stiftete einen Perot Fabrm'chen Znterferenzapparat von ^obi in Paris im Werte non 7000 Mark und eine Spektrometer einrid)tung mit Rowlandschern Äonkavgitter im 2-erte von 10000 Mark.

Während draußen in Grüneiche die sportlichen Veranstal­tungen auch am Nachmittag ihren Fortgang nahmen, fand in der Aula Der UniDcrntät

die Neuwahl des Rektors

statt An Stelle des Zubiläumsrektors Professor H i l l e b r a n d t wurde Geheimer Regierungsrat Professor M ncier gewählt.

Um 7 Uhr abends versammelten fick die Ehrengäste im ^tadttheater, wo die Universitätsbehörden sie in zJrce.auö Mauern willkommen hieße». Tas Theater war ie,llich geiMudt unb bot im Glanze der strahlenden Beleuchtung einen wunder,choncn Anblick. Während des Festes versammelte )id), ote Breslauer Studentenschaft an der Uferzeile zu einem imposanten

Fackelzug,

Der sich zum Stadttheater, am Denen Balkon Der Rektor und die Ehrengäste standen, bewegte. Vom Zug wurde eine xclegation non icd" Mitgliedern des iiudeuttschen Fub.läumsaus'councs ab- acorbnet, um dem Rektor die Huldigung der cuiDcntcirtbau aus- ;u pred en Mit Dem Gesang desGaudeamus iguut' begann bann ter Abmarsch des Fackel zu g es durch die Wallmaye am Pawis vorüber nach dem Palaisplatz, wo die gackeln zu,ammen- geworien wurden. Mit einem

Fubiläumskommers der Nichtinkorporierten in Paschkes Restaurant schloß der heutige Festtag wirkungsvoll ob.

Nr. 179 Erster Blatt W. Jahrgang Mittwoch, 2.^August J9U

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General-Anzeiger für Gberhessen SSSe

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Annahme von Anzeigen Hotationsörud und verlaq der vrübl'fchen Univ.-Vuch. und Zteiikdruderei H. Lange. Redaktion, Expedmon und vruderet: Schulfkraye r. oanb-; E.beß: \m den

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