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15.9.1911 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

161. Jahrgang

Nr. 217

Freitag, 15. September 1911

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GietzenerAnzeiger

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e$Sr. General-Anzeiger für Vberyeffen

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ton'. .Beruufchlrs* und .eViiJu-Jaal". SL Neu­rath, lür ,ktadl und Land': L-Hev: iür den Anzeigenteil: H. Beck.

Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten.

Ein kleinftaatlicheL Zdyll von politischer Tragweite.

Bi» zum Satire 1901) gab e<* in Dcutsdiland zwei Fürsten tümer Lchwarzburg, nämlich Scküvarzburfl Rudolstadt und Schwarzbuiq-Sonbcrshausen, von denen das erste vom Fürsten Viktor Günther, das yucitc vom pursten Man Günther regiert wurde. Als der letzte am 28. Mär» 1909 starb und mit ihm der Mannesstamm in Sondershausen erlosch, gelangte auf Grund des Erbvertrages JVürft Günther von Sckiwarzburg Ruoolstadt auch in Scknvarzburg Sonder: Hausen z»>r Negierung, und die beiden Fürstentümer hnir den durch Personalunion verbunden. Nun iit aber Fürs: Günther von Schwatzburg Rudolttabl-Sonvershaiisen, der, 1852 geboren, seinen, Vetter, dem Fürsten o^eorg, im Jahre 1890 in Rudolstadt folgte und seil 1891 mit Anna Luise Prinzessin von Schönburg Waldenburg vermählt ist, ebei' falls kinderlos, so das;, da ein Erbabkornmen zwischen Schwarzburg und Mecklenburg besteht, das Großhcrzoglichc Haus Mecklenburg Lckuoerin für die Erbnachfolgc in den schönen Schwarzburgiichen Landen in Betracht käme. Nächst berechtigt wäre in diesem Fülle der bekannte Asrikajorjcher Herzog Adolf Friedrich gewesen, dessen Mutter, die vcr witwete Großherzogin Marie, eine Ähwesrcr des Fürsten Gunther ist.

Aber es sollte anders kommen. Tenn schon im Llpril 1896 hatte Fürst Günther von Schwarzburg Rudolstadt im Einverständnis mit dem Sondershausener Fürsten seinen Vetter, den Prinzen <Li z z o v o n L e u t e n b e r g, für eben­bürtig erklärt, womit dieser die Anwartschast auf die Nach­folge nicht nur in Rudolstadt, sondern auch in Sonders Hausen erhielt. Er durfte sich fortab Prinz von Schwor, bürg nennen, hat aber jetzt den richiiggehenden Titel eines Prinzen z u Schwarzburg erhalten und steht damit trotz seinem movßa,iQli)d)eii Ursprunges den übrigen Mitgliedern der Dynasttc Sckstvarzburg, als deren Ahnherr Gunoar von Mevcrcnbura (um 700' gilt, und die den, heiligen römischen Reiche deutscher Nation schon einmal einen Gcgentaiser gab, vollkommen gleich.

Prinz Lizzozu" Schwarzburg Rudolstadt und Son­der-Hausen ist dec Sohn des Fürsten Friedrich Günther zu Lctuoarzburg Rudolstadt (17b3 18b7i, der sich als Witwer nn Fahre 1855 mit der zwanzigjährigen Prinzessin Helene von Anhalt vermählte. Das taugt nun völlig ebenbürtig, ist es aber nicht. Denn Prinzcsfm Helene war eigentlich eine Gräfin Reina, die der morganatischen, mit sieben Kin­dern gesegneten Ehe des Prinzen Georg von Anhalt Tcifau mit der zur Gräfin von Reina erhobenen Therese von Erd- niannSdorf entstammte. Erst durch Adoption durch ihren Clfcini, Prinzen Wilhelm von Anhalt-Dessau erhielt sie den Titel einer Prinzessin von Anhalt. Sie schenkte ihrem Ge­mahl, dem Fürsten von Rudolstadt, zwei »rinder, Marie und Sizzo, die das Prädikat Prinzessin und Prinz von Leuten­berg erhielten. Prinzessin Marie heiratete spater den Priu- zen Hans von Schvuaich-Carolatl), während Prinz Si'.zo ^geb. 1860) sich 1897 mit Prinzessin Alexandra von An­halt vermählte. AuS dieser Ehe ist neben zwei Töchtern auch ein Sohn, Prinz Friedrich Günther g. b. ItOl), hervor- acgangen, so daß damit die Fortsetzung der Dynastie schwarzburg einigermaßen gesichert erscheint.

Sind so die dynastischen Verhältnisse recht verworren, so sind es die politischen nicht minder. Zwar sind jetzt Sdimarzburg-Rudoistabl und Zchwarzburg-Sondersi.ausen nur durch Personalunion vereinigt, bei der natürlich jedes Land seine eigene Verwaltung behalten hat und auch jedes für sich einen Vertreter in den Bundesrat entsendet. Es besteht jedoch unzweifelhaft in beiden Ländern das Be- streben, die beiden r st ent ümerzuein er poli­

tischen Einheit zu verschmelzen, so daß damit die Frage auftaudH: coü das vereinigte Schwarz bürg auch fiirderhin. wie das für Rudolstadt und Sondershausen bis her der Fall war, zwei Vertreter zum Bundesrat entsenden, oder nur einen? Schwarzburg Rudolstadt und schwarz burgSondersbausen zählen zusammeu etwa 200 oou Ein wohner, so daß der jetzige Fürst Günther mit seinen zwei Stimmen im Bundesrat tatsächlich über einen doppeli so großen Einfluß verfügt, wie die Großherzög- von Sachsen- Wcimar Eisenach, Mecklenburg-Strclin und Oldenburg, denen nur je eine Stimme zustebt, ganz abgesehen davon, daß der Einfluß der beiden Schwarzburgischen Fürsten tum er im Bundesrat schon jetzt in einem direkten Mißverhältnis steht zu der Vertretung der größeren deutschen Bundes finalen, wie z. B. Sachsens, Württembergs und Hessens.

Was geschehen soll, um bei der unzweifelhaft erfol- flenben Vereinigung der beiden Schwarzburgischcn Fürsten tümer die Stimmen im Bundesrat gerechter zu »erteilen, ist schwer zu sagen. Auch Bismarck, zu dessen Zeit aller­dings die Personal- und Verwaltungsunion zweier Bun­desstaaten noch nicht aktuell geworden war, ist in dieser Bc ziehung zu keinem festen Entschluß gekommen Er warnte nur davor, die Zusammensetzung des Bundesrates anzu­tasten, weil diese eine Grundlage der Reichsverfasfung bildete. Danach müßte also auch das vereinigte Schwarz bürg seine zwei Mandate beibehalten, trotz aller Nachteile, die sich daraus für die minder begüningten Bundesstaaten ergeben, und trotz alles Mißverhältnisses in politischer und wirtschaftlicher Beziehung Möglich aber, daß, wenn das geeinigte Fürstentum Schwarzburg seine Erhebung zum ^roßherzoglum verlangt, wie wahrscheinlich, die übrigen Bundesstaaten bann ine Bedingung stellen, cs solle im Bundesrat fortan, wie ein Teil der übrigen Grov Herzog Hinter, nur über eine Stimme versagen ES wäre unseres Erachtens dagegen nichts etttznwendai Man wird, da der Zujammettfall weiterer Heiner Bundesstaaten in der Form bei Personalunion sich in absehbarer Zeit w.ederholen dürfte, dazu kommen, die Zusammensetzung des Bundesrats einer Revision zu unterziehen, die neben dem politischen Gewicht der Lundesstaateii auch ihrer wirtschaftlichen Be- Deutung Rechnung tragt.

Der russische M Imster Präsident Stolypin durch einen Anschlag schwer verwundet.

3n Kiew fand, wie wir berichtet haben, im Beisein des Zarenpaars, des r u s s i s ch e n Thronfolgers, des bulgarija)cn Thronfolgers und vieler hoher Würden­träger die Enthüllung des Denkmals Alexanders II. statt. Tas war eine Feier, wie sie in Rußland sehr selten ist, da man dort immer in Sorge schweben muß, ob nicht ein nichtswürdiges Subjekt einen Mordanschlag auf hochgestellte Festteilnehmer ausgesonnen hat. Leider ist auch die Tcnl- malsseier in Kiew nicht vorübergegangen, ohne daß eine solche Schreckenstat verübt worden ist. Ter Ministerpräsi­dent Stolupin ist im Theater durch Schüsse schwer verwundet worden. Wir erhielten folgende Meldungen:

Kiew, 15. Sept. Mährend der heutigen Vorstellung im Theater wurde auf den Ministerpräsidenten Stolypin ein Anschlag verübt, wobei dieser schwer verwundet wurde. Der Täter wurde verhaftet.

Ministerpräsident Stolypin wurde bei dem Anschlag an der Hand verletzt. Eine Kugel streifte die Leber und blieb im Rückgrat stecken.

DieVossische Ztg." meldet aus Kiew vom 15. Sept.: Anläßlich der Enthüllung des Tenkmals Alexanders II.

von Rußland fand in Kiew gestern abend eine FestvoiHei­lung im Theater statt. Während derselben ist der russische Ministerpräsident Stolnpin durch einen Unbekannten, dem es gelang, sich ihm zu nähern und mehrere Schüsse auf ihn abzugeben, durch einen Revolverschuß ver­wunden worden Ter Minister wurde in den Bauch ui d in die Leber schwer getroffen. Der Mann, der den Schutz abgab, nennt sich Bagrow und bezeichnet sich als Recht anwaltsgehi 1 fen.

Stolypin war im 3iili des Fahres P.Nrl an Stelle Goremykins Ministerpräsident geworden Einige Tag? vor der war die Reichsduma aufgelöst worden, da nach cni.iir Erlaß des Zarendie Vertreter des Volkes wahrhaft un­gesetzliche Handlungen, wie den Auirus an das Volk seitens Der Duma" begangen hatten Diese öffentliche Eeklarnng Der Duma betraf die Agrarfrage, die Bessernng des Loses der Bauern. Stolypin hatte eine gefährliche Erbschaft übernommen. Obgleich der Zar dieunabänderliche Ab sicht" verkündet hatte, die Institution der Duma beizn- behalten, gährte es int Volke gewaltig Zn dem Erlaß des Zaren hatte es noch geheißen, er glaube, daß Riesen des Gedankens und der Tat criebeinen wurden, um Rußlands Geschicke zu seinem Rubine zu führen. Das wat etwas überschwänglich aujgebrach. Aber Stolypin hat seinem Lande viel geleistet. Tas beste Urteil darüber hat ja Bebel dieser Tage auf dem '.inner Parteitag geta!!:, indem er anerkannt bat, daß Rußland immerhin ein.t besseren Zeit entgegengegaugen sei Stolnpin war wenige Tage int Amt, als, am 25. August 1905, auf seine Villa ein Bombenanschlag verübt wurde, dem 28 Personen zum Opfer fielen. Während Stolypin selbst nicht verletzt wurde, erlitten seine 15jährige Tochter unb fein kleines Söhnchen schwere Verwundungen. Der ernste und gewissen- laste Beamte hat sich aber nicht zurückfchrecken lassen und seinem Volle weiter gedient.

Tie gestrige Schreckenstat wird in der ganzen zivilisier­ten Welt Abscheu für den Mord gesell en unb Mitgefühl für den Schwerverletzten Hervorrufen Glücklicherweise fonnlc Der Schuldige sogleich feftgenommen werden Es fragt fid), ob bei so außergewöhnlichem Anlaß alle Sicherheitsmafj- regeln getroffen waren. Sonst pflegt man ja bei allen Reisen des Zaren die größte Vorsicht zu üben. Tie Mel­dungen sind noch unvollständig. Stolypin hatte nichts von einem Gewaltmenschen, unb nur ein ganz fanatischer Re Dolutionär, etioa nach dem Sinne der i'tofa Luxemburg, hat die ^Rordwasse gegen ihn erheben können.

Englischer Kriegslärm.

Ta morgen in Berlin die Beratungen über die von Carnboii überbrachte Antwort Frankreichs wieder beginnen, ist es fein Wunder, daß im Aus lande die bekannten Ein­schüchterungsversuche gegen Teutschland' wieder angefieilt werden. Es ist aber doch überraschend unb empörend, in welch unverschämter Weise dies von der englischen Presse micber geschieht. Und die englische Regicning verfolgt offenbar dieselben Absichten, wenn iie auch in dem Eart- wright-Falle aus eine Anfrage Tcutschlands inzwischen eine halbwegs beruhigende Erklärung abgegeben hat. Wir er­halten folgende Meldungen:

London, 15. Sept. Tic Abendblätter ver­sichern, daß die Lage für Deutschland sehr ernst werde. Sie verlangen, die Territorialarmee zu mobilisieren. Der kommandierende Offizier eines Terri- toriafbaiaiUon5 erhielt vom üriegsamt den Befehl, die Wohnungen aller Soldaten zur .stvntrolle der Adrefien und zur Revision der Tornister zu besuchen. Tie Arbeiten

Der Tausftein Des Bonifatius in Bürgeln.

Aus Marburg wird uns geschrieben: lieber Den bei dem niedrigen Wasserstande in biefern Sommer seit langen Jahren wieder zum Vorschein gekommenen sog. Hungerstein in der Ohm bei dem Torfe Bürgeln, der wegen ieiner muldenförmigen Gestalt im Volksmunde als der Taufstein des Bonisatius bezeichnet wird, hielt Archivar Tr. Rosen­feld von hier gelegentlich eines Ausflugs des Hessischen i^eschichtsvereins einen Vortrag, in welchem er nad) einem Bericht der hiesigen Zeitungen folgendes aus führte: Ter Taufstein in der Ohm wird als Grenze eines herrfchaftlickien ^.landgräflichen Fifchu»asfers feit dem Ende des 16. Fahr- Hunderts verhältnismäßig häufig genannt, so in dem Mal­buch des Gerichts Schönstadt von 1592, in Leihe- und Verpachtungsbriefen (z. B. 1604-, in den Steuerkataftem von Bernsdorf unb Bürgeln (beide Mitte des 18. Jahrh ). Aber schon weit früher, im Jahre 1400, kommt offenbar derselbe Stein alssteynen Schale" gleichfalls als Grenze einer Fischerei auf der Ohm vor, und ebenso fvirD die äteinfdiale" im Gericht zu Sckwnstädt, bei der bie Stein- huf er Wiese 1369 genannt wird, und dieSteinfckale" zu Ginseldorf von 1370 (auch hier Fischwaffergrenze auf Den Taufstein zu beziehen fein. SinD Diese Annahmen nicht zu kühn, so fuhren einige Urkunden von 1280 und 1283 wieder um ein Jahrhundert weiter zurück: denn bereits damals wird eineSchale" bei der Ginselau, bezw. bei Ginseldorf, auch in Verbindung mit der Fischerei in der Ohm, erwähnt. Diese letzten Erwähnungen sind früher in reichlich phan­tastischer Weise von Kolbe ans Die sog. Hunburg bei Bürgeln, nach ihm eine vorgesdnck)tliche Begräbnisstätte, bezogen tuorDen; diese Erklärung ist schon bei dem völligeri Mangel }ebc5 sicheren Zeugnisses über Die jetzt abgetragene Hundurg zu verwerfen, wenn auch die Urlnndenstellen von 1280 unb 1283 noch Zweifeln Raum lassen. Tie Form bes Steins spricht babei eher für noch weit höheres Alter, da seine lyrunbfürm als romanisch anzusprechen sein dürfte; nur roh bearbeitet und nicht fertig gestellt^ hat er nie kirch­

lichen Zwecken gebient; wann und weShalb er in die Ohm geschafft worden, wird sich schwerlich je nachweisen lassen. Tie Frage seiner weiteren Erhaltung hat sich in dankens­wertester Weise Regierungs- und Forstrat Hermes hier an­genommen und durch einen Zorstbeamten eine Skizze für die dauernde Aufstellung des Steins am Ohmufer den Anwesenden mittcilen lassen.

A. W. Faber. Zu den ersten industriellen Unterneh­mungen, Die Den Ruhm deutschen Gewerbe)leißes iiber die flaii/c Erde Verbreiter hat, gehört un-weiselbast die Faben'che Blcistitt- fahrtf. Die in Diesem September das Feit ihres 150;ahngen Be­stehens feiert. In dem Torfe Stein bei Nürnberg gab es schon nn Anfang des 18. JgdrhuildettsBleiftinmacber" undBleüverß- fdmciber", und zu tmten gehörte auch Caspar Faber, Der anno 1761 «einKrämchen" herrichtete. Er war ein tüchtig er. bescheidener Mann, Der fkifjig und intelligent arbeitete, ober Schätze Dabei nicht erwarb, denn ein 1786 auf genommen es Inventar ergibt ein Barn erwögen von 59 Gulden. Um dir Nürnberger 3nbuimc siand es Damals nicht gut: daß man mit England nicht konkurrieren konnte, stand von vornherein feit, aber abge'ehrn davon, ^Nürn­berger Gut" hatte den Rufbillig und schlecht" zu sein, ja mehr noch, unreell, schickten doch manche Bierstiftmacher Hölzer hinaus. Die die äußere Form von Bleistiften hatten, abr. an beiden äitoen nut Graphit nur berusst waren unb keine Füllung ent» hielten. Da schasste das Haus Fader Wandlung, vor allem Lothar 5aber, der Des Großvaters Mabirung:Km^r, rut s den Eng­ländern gleich" erfüllte. Er baue, fid« in der Seit umgcicben, unb als er durch den vtötzlichcn Tob deS Vaters an Die Spt&c Der Fabrik gestellt wurde, die damals, 1839, nur 20 Arbeiter und einen Um'ätz von 12000 Gulden hatte, zog er von seinen Erfah­rungen Nutzen. Er fing an, mehr unb T'ctncrc Sorten zu führen unb feste t:- auch durck, entsprechende Preise bastrr zu bekommen, obgleich bie ftaujlcuie ihn zuerst fragten, ob er denn Silber in Die Sn'te tue, ba er sie nch >o teuer bezahlen lasse. Etncn großen Erfolg besonders bei Den Zeichttern baue iein Polykrates-Snst, unb seüdern wurde A. W. Faber die von trünnlern bevorzugte Mark' 5ent ging es rasch vorwärts, bie Firma eroberte sich den überseeischen' Martt unb gründete m ReuDvrk em eigenes naus. 2Ule Fortschritte der Technik machte sich die Fabrik zunutze, uäo auch das Glück kam ihr zu st- Graphit war jehcen ynb tonnre

mit dem englischen nicht ionfurrifmt. Ta sand der russi'che Mauhnann Altbert in Sibirien vorzüglichen Graphit, und c?- ge­lang A. W. Fader, mit ihm einen von der russischen Regierung bestätigten Vertrag zu schließen, der der deutschen Firma die alleinige Ausbeutung sicherte. Als 1861 die Fabrik ihr Lunbcrt- jähriges Bestehen feurte, wurde der Besitzer in den Jlbflitanb erhoben. Seitdem hat »ich das Unternehmen noch weiter aut* gedehnt

Ten Fünfzigjährigen. Unter diesem Tuck bringt Stefan Zweig im Berl. Tagebl. eine öffentliche Anregung", worin er statt ber vielen Gedäetttnisseiern für tote unb der rrnpäictcn Ehrungen für alternbe Dichter eine lebendige Ehrung für solche Tichtct vorschlägt, die in vollem Schoflen ba* 50. Lebensjahr erreicht haben; so schlägt ex zunächst für Gerhart Houvtmonn, Artur Schnitzler, Richarb Tehmel, die im nächsten Fabre dieses Alter erreichen, als schönste Festgabe gkidiitiugc _1ui- sührungen ihrer Werke an möglichst allen deutschen Buhnen rei, als bestes Mittel zur Bolkstünülchkeit wie a!5 materielle L>: . n- gäbe. Man kann dieser Anregung nur beipflichten.

Eine neue (zleranienari. Em franzöiiichet For­scher, der im Auftrage bts Pariser Mufeums für Natur- geschichtein Zemralofrila reift, hat am See Mönig Leopold II., wie in der Naturnnssemchastlichen Sodxn.'dnriü m..geteilt wird, eine neue Elesantenart beobachte!. Von den Eingeborenen lourotn sie alsDasscrelesamen" bezeichnet. Sie find bedeutens Heiner als Die gewöhnlichen afrikanischen Eloscmten. Ihre Größe soll 6 Fuß nicht übersteigen. Der Rumm war kurzer, dre Ohren Deiner, der Hals aber länger. Stosrähne 'dienen sie nidj: zu beiitzen. Ob man es bei b.*n cec' cre.. mitten einem prünc. ve t Tnpus wie manche Forscher wollen zu tun hat od t . einer Zwergrasse, von der schon einmal em Exemplar von dec Herzog Adols Friedrich zu Mecklenourg-Exvwüion erlegt worden ist, darüber steht eine genaue Etttschkibung noch aus.

Kurze Nachrichten au 5 LI u n st und 23 i f [ c n schast. In Tübingen ist am 12. b. M. der Phi/siker, oro. Honorarproiessor in der natuttvissenschastlichen Faiullu: oc-r dar tigen Universität, Tr. Äad Waitz im 59. Leben.-jobre ge'trTjen. Er war zu Marburg geboren, wurde 1877 Assistent av Poly­technikum xu Karlsruhe unb 1883 Prioatsozent m Tül zen, wo er 1891, zum Extraoroinanus unb 19u7 zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt rpurde.