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Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Juli 205.75 (+
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Meteorologische Beobachtungen -er Station Gießen.
Höchste Temperatur am 12.
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Weißbrot 2 Kg. 62 P»g.
Schtvarzbrot 2 Kg. 54 Pig.
(-27,) (—27«)
standsbericht der Preisberichtsstelle des D. L.-R. hat der Roggen weiter gelitten: fast überall zeigten sich Schcinstcllcn und machten sich Anzeichen von Notreife bemerkbar, auch scheint der Körner- ansatz vielfach beeinträchtigt zu sein. Sehr ungünstig äußern sich die meisten Berichte anch über die Sommerhalmsrüchtc, die in vielen Gegenden derartig mitgenommen wurden, daß selbst günstige Witterung nicht mehr joiet .helfen kann. Im Gegensatz hierzu scheint man die Aussichten im Auslande günstiger zu beurteilen, namentlich in Rußland haben ausgiebige Niederschläge die Lage so weit gebessert., das; immerhin aus eine Mittelernia gerechnet -werden kann, während Amerika aus Grund seiner bedeutend vergrößerten Anbaufläche eine wesentlich gröbere Produi- tion als im Vorjahre erwarten lässt. Daraus erklärt sich zum Teil anch die geringe Unternehmungslust für Weizen, während für Roggen die erwähnten Besorgnisse anregend wirkten. Anderer^ seits aber drückte der in größeren Mengen herankommende russische Roggen, da sich dessen Absatz schwierig gestaltete und die Besitzer der Ware infolgedessen mehrfach LiesernngSabgaben vornahmen. Der Schluß war jedoch auf erneute Klagen und damit zusammenhängende Herbstkäufe recht fest. Das Hafergeschäft nahm trotz ungünstiger Berichte über die Saaten einen sehr w In gelt Ver- lafuf. Futtergerste stellte sich für vordere Sichten höher, für Herbst dagegen eher nachgiebiger. Mais war fest bei sehr kleinem Geschäft, da brauchbare Qualitäten fehlen.
Es stellten sich die Preise stir inländisches Getreide am
Weizen 100 Kg. 21.50-21.75 Mk.
Roggen 100 Kg. 17.50-00.00 Alk.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 7. bis 12. Juni.
Wandern und Reisen, Süder und Sommerfrischen.
— Nordsee-Bad Büsu m. Die Fericnsonderzüge, die beim Beginn der Schulferien verkehren, erleichtern und verbilligen die Badereise recht bedeutend. Ab Berlin sind am 8. Juli, am 15. Juli und am 15. August nach Hamburg diese Züge vorgesehen und zwar mit zweimonatiger Rücksahrtdauer zum Preise 3. Klasse 13,50 Mark. In Hamburg werden gegen Vorzeigung der Sonderzug-Rückfahrkarten Anschlnß-Sonderrückfahrkarten nach Büsum für 6,80 Mark mit gleicher Zeitdauer verabfolgt. Dieselbe Erleichterung und Verbilligung wird auf den übrigen deutschen Eisenbahnen in den Feriensonderzügen bei Beginn der Schulferien ebenfalls gewährt.
** Reise n a ch der Wasserkante. Das Interesse an der vom 12. bis 18. Juli stattfindenden Flott en fahrt der Mainzer Kreisgruppe des Deutschen Flottenvereins nach Bremen, Bremerhafen, Helgoland, Hamburg und Kiel ist fortgesetzt sehr rege, wie die fortwährend einlausenden Anfragen und Anmeldungen beweisen, was übrigens auch bei dem erstaunlich billigen, alle Kosten einschließenden Preis von 95 Mark vorauszusehen war, so daß auch die diesjährige Fahrt sicher wieder eine recht stattliche Beteiligung aufweisen wird. Es dürfte sich deshalb für diejenigen unserer Leser, welche die Reise mitmachen wollen, empfehlen, ihre Anmeldung, welche an die .Kreisgruppe Mainz des Deutschen Flottenvereins zu richten ist, baldigst einzureichen.
in jeder beliebigen Schriftart und Karton« iJmUlirirn sorte, sowie mit Zirkeln aller llndenlischen Vereinigungen, liefert ZU mähigen preisen Srühl'sche Universitäts-Vruckerei, Zchuljttütze 1
Durch Allerhöchsten Erlaß vom 6. Mai d. I, ist dec Maschinenfabrik A. Ventzki A. G. Graudenz Sie König- lich Preußische Goldene Staatsmedaille für gewerbliche Leistungen verliehen worden.
Sept. 197.75 (+ 2.—); Budapest Oft. 197.50 (-|- 9.95); Liverpool Juli 152.65 (- 1.65); Paris Juni 221.45 ( - 6.55); Chicago Juli 136.75 (— 1.35). Roggen: Berlin Juli 168.75 (4- 2.00), Serteiuber 167.25 (+ 4.75). Haler: Berlin Juli 165.75 (+ 1.50), <seut. 163 (4.50). FuNergersie cif Hamburg scknvim. 115.50 (— 3.50), Juni 115.50 (4- 3.25), Juli 115.75 (+ 2.25), Herbst 108.50 (st- 1.50) Mk.
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Die Nachrichten über ben Felderstand in Deutschland lauten sehr verschieden. Während der Westen und Süden noch rechtzeitig Feuchtigkeit erhielt, die den Saaten sehr zustatten kam und die Aussichten wesentlich gebessert hat, waren die Niederschläge im! Nwrden und Olven -keineswegs ausreichend, um eine entscheidende Wendung zum Bessern herbeizuführen. vielfach wochenlang anhaltende Trockenheit Schaden ist in vielen Gebieten ziemlich ernst und
Sport.
h. Marburg, 11. Juni. Die akademische Mannschaft des Marburger Vereins für Bewegungsspiele schlug bei dem heutigen Spiel um die deutsche Meisterschaft der aka demischen Fußballvereinigungen mit 5:2 Toren die akademische erste Mannschaft Nürnberg. Ter Sieger muß jetzt zum Schluß spiel mit Berlin oder Kiel antreten. Wer dann siegt, erhält den vvm Reichsausschuß gestifteten Pokal. Dem interessanten Spiel wohnte eine große Menschenmenge bei.
MS!
Wegen Geschäftsül heute ab bis Ende
Haus- u.
(- 17,)
(- 5)
(- 1)
die Belehnungsarenze, Kündbarkeit uni)1 Tätigkeit der Sparkassen auf sozialem Gebiete. Bankrat Reusch behandelte die Frage der Beleihung zweiter Hypotheken durch die Sparkassen. Bon Darmstadt aus war nach dieser Richtung eine Rundfrage an sämtliche Sparkassenvorstände ergangen, die aber abschlägig beschieden wurde, da die Spartassen aufgrund der bestehenden Satzungen nur auf erste Hypotheken Gelder ausleihen dürfen. Bankrat Reufch vertrat die Ansicht, daß der Beleihung von zweiten Hypotheken mrch Sparkassengelder näher zu treten sei, und zwar unter ;er Motivierung, daß die Sparkassengelder aus den Vvlks- llassen stammen und daher diesen Schichten wieder zugute kommen müßten. Der Redner zog dann Vergleiche mit >en Landesversicherungsanstalten, die auch für Wohnungsbauten Gelder zu niedrigem Zinsfuß hergäben. Die weiteren Betrachtungen des Redners galten der Aufstellung von Thesen für die Beleihung von Resthypotheken mit er- )öhtem Zinsfuß und größerer Amortisation und späterer Anlegung eines Reservefonds für diese Hypotheken aus den erhöhten Zinsbeträgen. Als Ort der nächsten Tagung wurde Büdingen bestimmt.
Hessen-Nassau.
-w. Katzenelnbogen, 12. Juni. Eine nicht geringe Aufregung entstand heute vormittag in unserem Städtchen, als nach einer seit Samstag am Röntgt. Amtsgericht statt- inbenben Revision der Amtsanwalt Hoffmann ttnb der Aktuar Hasenstrauch verhaftet und durch zwei Gendarmen in Untersuchungshaft abgesührt wurden. Hoffmann war bereits am Samstag vom Amte suspendiert worden. Die beiden Beamten sollen sich der Unterschlagung im Amte, sowie der Unterdrückung von Strafanzeigen schuldig gemacht haben. Auch gegen den Gerichtsdiener wurde ein Verfahren „eingeleitet Beide Verhafteten sind verheiratet; Hoffmann zählt 36, Hasenstrauch 26 Jahre.
Kreis Friedberg.
0 Rosbach v. b. H., 11. Juni. Seit einigen Tagen hat hier die K i r s ch e n c r n t e begonnen. Aus dem Kirschberg herrscht jetzt täglich ein geschäftiges Treiben, auch heute, aut Sonntag, Wurde fleißig geerntet. Die Ernte ist trotz der ungünstigen Witterung im April außerordentlich reichlich und übertrifft wesentlich die des Vorjahres, die auch gut zu nennen war. Tie letzte so reichliche Ernte war vor drei Jahren zu verzeichnen. Täglich werden jetzt von auswärtigen Händlern hunderte von Stürben mit Frühlirschen verladen und nach allen Teilen Deutschlands, besonders nach .Hannover, versandt. Tie Spätkirschen reifen erst fin 2—3 Wochen. Für das Pfund werden hier eben 20 bis 25 Pfennig bezahlt, auf dem Bad-Nauheimer Martt erhalten die hiesigen Verkäufer noch 30 bis 35 Pfennig. Tie Kirschenernw ist für unseren Ort, dessen .Gemarkung zum vierten Teil mit Kirschbäumen bepflanzt ist, ein wichtiger Erwerbszweig. Man lucht deshalb die Ernte vop Schädlingen auf alle mögliche Weise zu schützen; Vogelscheuchen und Kirschklappern sind allenthalben angebracht.
Starkenburg und Rheinhessen.
M. Heppenheim a. d. B., 11. Juni. Unter dem Vorsitz des Geh. Justizrat Mickel-Darmstadt sand am Samstag hier die 16. Hauptversammlung des Hess. S p a r k a s s e n v e r b a n d e s statt. Als Vertreter der Regierung nahm Geheimerat B e st - Darmstadt teil. Im Mittel- Puntt des Interesses stand der Bericht des Bankrotts Reusch Wiesbaden, der zunächst die Frage der Hppo th ekc n - Uu t e r st ü tzu n g en im Kleinwohnung o wesen erörterte. Der Redner verbreitete sich dann über
b) W°hnung?iragc und Jugend (Lehrer Storck-Alten- stabt in Oberhessen). ,
•• Die BolkLb ad-Aktie L. Nr. 67 über 200 Mk., früher Herrn Dr. Emil Heuser gehörig, ist zur Riiazahlung auSgelosl. Ihr unbekannter Besitzer wird um baldige Vorlage der Aktie bei der Stadtkasse ersucht.
" Oeiientl'che Lesehalle. Im Mar wurden 1 7 77 Bände ans g c liehe n. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 896, Zeitschriften 262, Jugendschristen 184, Literatur- qeschichte 8, Verdichtungen und Dramen 27, Lander- und Völkerkunde 56, Kulturgeschichte 26, Geschickte und Biographien 93, Kunstgeschichte 11, Nalunvlssenschast und Technologie! 114, geet- und Seewesen 18, Haus und Landwirtschaft 22, Gesundheit^ lehre 15, Religion und Philosophie 4, -vtaatswissenschaft b, Sprachwissenschaft IG, Fremdsprachliches 20 Bande. Nach auswärts kamen 63 Bände. , .
"Die üble Angewohnheit mancher Leute, beim Effen von Obst, besonders von Kirschen, die Kerne auf die Straße und die Bürgersteige zu werfen, hat schon häufig ernstere Unfälle zur Folge gehabt. Indem wir auf diese Ungehörigkeit Hinweisen, richten wir zugleich an unsere Leser die Bitte, ihre Kinder und Pflegebefohlene ' auf die 'gefährlichen Folgen dieses Tuns aiifmerksam zn machen.
** Die Mainzer Handelskammer versendet soeben ihren Jahresbericht über das Jahr 1910. Tie Lage der wichtigsten Jndnstrie- und Handelszweige des Kamm r- bezirks wird darin wie folgt geschildert: In der Schifffahrt war eine Zunahme der Geschäftstätigkeit festzu- ftetlen, hauptsächlich bedingt durch den günstigen Wassersttmd und durch die Zunahme des Exportes. Infolge der sehr günstigen Wasserstände und der fortgesetzten Zunahme an Schiffsraum war der Ertrag jedoch sehr gering, worunter namentlich die Partikulierschiffer zu leiden hatten. Tas Bestreben nach einer Einigung über die Frachten hatte für gewisse Strecken und Waren Erfolg. Das Speditionsgeschäft hatte eine ziemlich starke Zunahme des Verkehrs zu verzeichnen, doch wurde der Gewinn durch die Konkurrenz Und durch die gedrückten Frachten der Schiffahrt sehr beeinträchtigt, bczw. in Mitleidenschaft gegoren. Die ungünstige Lage des Weinhandels hat keme wesentliche Aenderung erfahren. Die schlechte Ernte der beiden letzten Jahre führte zu einer außerordentlichen Steigerung der Einkaufspreise, denen der Verkauf infolge starker Konkurrenz nicht folgen tonnte. Der Verdienst war dadurch geringer. Die ungünstige Lage kam auch in der Einstellung mehrerer Betriebe zuin Ausdruck. Gegen Herbst hob sich das Geschäft etwas. Das neue Weingesetz hat auf die Verminderung unreellen Wettbewerbs günstig gewirkt, im übrigen aber zu recht großen Unklarheiten Anlaß gegeben, namentlich bezüglich der Zuckerung und der Herlllnftsbezeichnungen. Der Handel in ausländischen Weinen hat zugenom- men; dagegen ist die Einfuhr ausländischer Spirituosen infolge Erhöhung des Einaangszolles auf französischen Kognak zugunsten der deutschen Kognatindustrie zurückae- gangen. In der S ch a u m w einino ustrie zeigte sich die im Jahre 1909 erfolgte Erhöhung her Steuer in einem Rückgänge des Konsums. Dazu kam die Konkurrenz der Obft- schaumwcinindnstrie, die durch das Steuergesetz noch begünstigt wird. Der Verdienst ging infolge der Erhöhung der Weinpreise zurück. Die Lage der Weinessigindustrie ist wenig verändert. Auch sie litt unter der Erhöhung der Weinpreise, ferner unter der Konkurrenz der Essigessenz. In dem Verbrauch ist aber allmählich eine langsame Zunahme zu beobachten. Wenig befriedigeno war die Lage der Konservenfabrikation infolge großer Mißernte für die meisten Früchtesorten, namentlich Steinobst, und der dadurch bewirkten Preissteigerung. Anch die abnorm hohen Zuckerpreise erschwerten das Geschäft. Ebenso war die Gemüseernte gering Die geringen Vorräte lassen für das neue Jahr eine Besserung erhoffen. Nur in einzelnen Artikeln, insbesondere Erdbeeren, war das Rohmaterial billig. Der Umsatz hat sich nicht wesentlich geändert. Der Export ist infolge der ungünstigen Zollver- hältnisse sehr erschwert. Im Sauerkrauthandel herrschte lebhafterer Verkehr. Die Preise waren besser.
Landkreis Gießen.
ch. Eberstadt, 12. Juni. Unser Gesangverein >,Li e d er kr anz", der znm ersten Male an einem Wettstreite teilnahm, errang zu Langgöns in der Abteilung B Klasse IIa den ersteu Preis und den Ehrenpreis. Dirigent des Vereins ist Müsiker Görlach.
-m. Hungen, 13. Ium. Als heute nachmittag der hiesige Viehhändler S. Kahn auf einem auswärtigen Müller- fuhrwcrk von Nouneuroth hierher fuhr, wollte er unterwegs vom Wagen steigen, um einen ihm entfallenen Gegenstand wieder zu holen, dabei kam er jedoch so unglücklich zu Falk, daß er sich eine Beinbruch zuzog.
Kreis Alsfeld.
sch Alsfeld, 11. Juni. Der Frost in den letzten Nächten hat unsere Pflanzen in den Gärten empfindlich mitgenommen. Hauptsächlich sind die Bohnen und Gurken fast alle erfroren.
sch Eifa, 12. Juni. Am Sonntag fand hier die Ein- weihimg deS zur Ehrung und Erinnerung an die gefallenen Krieger von 1870/71 errichteten Denkmals statt. Die Enthüllung erfolgt-, durch ben hessischen Kriegervereins- vorsitzenden Geometer Schabe-Alsfelb mit einer ergreifenden Rebe.
Universitäts-Nachrichten.
।— 2 8. Bundestag dcs A. D. B. in Franken-' Hausen a. Kyffh. Die im Allgemeinen Deutschen Burschen- ibunbe vereinigten 25 Burschenschaften unb Altherrenverbände deutscher Hochschulen, die zurzeit rund 1500 Mitglieder zählen, hielten vom 3. bis 8. Juni in Frankenhausen am Khffhäusw ihren 28. Bundestag ab. Auf dem sehr arbeitsreichen Bundestage wurde erstmals als Neuheit ein großer öffentlicher Vortrag abgehalten, der auch von per Bürgerschaft sehr zahlreich besucht war. Es sprach Chefredakteur Dr. Keil-Stuttgart über die sozialen Strömungen der Gegenwart. Aus den Verhandlungen haben die folgenden Entschließungen auch für weitere Kreise Interesse: 1. „An allen deutschen Hochschulen ist die Einführung von Vorlesungen unb Hebungen zur rein sachlichen Einführung ber Stubenten in bas beseitige politische Leben unb zur Vertiefung ber Kenntnisse über staatsbürgerliche Rechte unb Pflichten wünschenswert/'' 2. „,Der A. D. B. ist ber Meinung, daß ber ständig wachsenbe Zustrom von Ausländern auf den deutschen Technischen Hochschulen die deutschen Studenten in ihrem Studium stark beeinträchtigt und eine immer größer werbende Gefahr für deutsche Industrie unb beutschen Hanbei bedeutet. Der A. D. B. hält es für notwendig, per Ausländerfrage an deu Technischen Hochschulen eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden." 3. „Der Bund hält eine Reform ber akademischen Disziplinarorbnung für wünschenswert. Insbesondere erscheint ihm bas vielfach noch eingeführte heimliche Strafverfahren unb bas Betufungsvcrfahren reformbebürftig." In ber Meusurfrage bleibt der Bund ausdrücklich auf seinem grundsätzlichen Standpunkte bestehen, nach dem Bcstimmungs-, Verabredungs- und Sportmensuren verboten sind. Es machte sich eine starke Strömung für gänzliche Abschaffung des Schlägerfechtens geltenb. Eine Anzahl Burschenschaften hat praktisch schon lange diesen Grundsatz durchgeführt. Zur Behandlung der Frage allgemeiner Ehrengerichte wurde ein Ausschuß eingesetzt. Auf der Tagung waren zum erstenmale auch Vertreter österreichischer Burschenschaften und Studenten anwesend, die über den Kampf des Deutschtums in der Ostmark berichteten. Hm die Verhandlungen gruppierten sich die üblichen festlichen Veranstaltungen, der Zug zum Kyffhäuser, ber Fackelzug zu ber bem A. D. B. gehörigen Frankenburg oberhalb Frankenhausens, feierlicher Kommers mit Lanbesvatcr, Ball nsw.
hc. Marburg, 11. Juni. Auf eine 25jährige Tätigkeit als ordentlicher Professor -an ber Hnwersität Marburg kann bieser Tage ber Vertreter der klassischen Philologie unb ber Bcreb- samkeit Dr. phil. Theobor Birt zurückblicken. Professor Birt, ein geborener Hamburger (1852), erhielt seine Ausbildung in Bonn. In Marburg begann er feilte akademische Lausbahn als Privatdozent, wo er 1882 zum a. o. und Mai 1886 zum Ordinarius ernannt würde.
1 dies weniger - Ziemlich au!
letzten Markttage in Mark pro 1000 kg je nach Qualität, wobei das Mehr (+) bezm. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigefügt ist, rote folgt:
Weizen Roggen
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 13. Juni. Hell- unb S t r o h m a r k t. D Angefahren waren 9 Wagen feen unb _> Wagen Stroh. Man notierte: Heu 2,80—3,20 Mk., Stroh (Kornlangslroh) 2,60 bi5 2,80 Mk., Wirrslroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft scklepvend. — Die Zufuhren waren aus Oberhessen unb bem Streife Diebura, sowie dem Taunliskrels.
— Hartoffelmarkt-Bericht vom 12. Juni 1911. Magdeburg: Role Taber Bik. 1.90—0.00, anberc rote Sorten Mk. 1.80 bis 19\ Magnum bonum 2.50—2.80, weiße runde 1.90 —2.05, Gelbflcischige rote Bit. O.oO, weiße 2.75—0.00. Allona : RoteDaber 0.U0, rote Sorten Alk. 0.00—0.00, Magnum bonum 9)1 f. 3.00, weiße runde Mk. 0.00—0.00, Getbfleijchige blaue Alk. 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 4.10 bis 0.00. D o rt m und: Rote Taber U.CO- 0.00, andere rote Sorten Alk. 0.00—0.00, Alagnnm bonum All. 3.80—0.00, iveiße runde 2.70—0.00, Gelbfleischige blaue 0.00—0.00, rote Alk. 3.25—0.00. Hagen: Rote Daber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00—0 00, Magnnm bonum Alk. 0.00—0.00, iveiße runde Alk. 0.00—0.00, Gelbfleisck'ge rote Alk. 0.00—0.00, iveiße Alt 0.00 bis 0.00. Köln: Role Taber Mk. 0.00—000, andere tote Sorten Alk 2.40—0.00, Maqnllin bonum 3.70—0.00 Alk., weiße runde 2.50—2.70 Mk., Gelbfleisckige rote 3.80—3.90, weiße 0.0u—0.0 > Alt. Crefeld: Rote Sorten Alk. O.Ou-0.00, Magnum bonum Mk. 4.50—4.70, weiße runde Mk. 0.00 bis 0.00, Gelbfleisckige rote 4.50—4.70, iveiße Alk. 4.50—4.70. Saarlouis: Rote Daber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten Mk. 3.40-3.70, Alagnlun bonum Mk. 0.00 bis 0.00, weiße runde Alk. 3.40—3.70, Gelbfletjchige blaue 0.00—0.00, iveiße 0.00—0."0. (Alles zu 50 Kilo.)
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießeuer Fleisch- uud Broipreise
' am 12. Juni 1911.
bis 13. Juni = 4- 20,4 , 13. , = + 6,1
Witterung kaum noch gut zu machen. Es bezieht si auf Weizen, der 'den ungünstigen Einflüssen bishi widerstanden hat, als aus Roggen und die
Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f u r t a. Al.
Fleifchpreise in Gieß en
Ochsen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 93—97 Alk.
',,Kg. Schlachtgw. 93-100 Vi.
7? v 86-90 „
7. Rg. 86-94 Pfg.
7, , 88—92 ,
7, , 70-90 ,
Getreidepreise in M a n n h e i m
Brotpreise in Gießen
Juni
1911 |
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Luft H
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Drod toi Bewölkung j in gehnrel der fichib tzimmelsfl. I
Wetter
13.
2"
740,2
19,1
8,0
49
W
4
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Bew. Himmel
13.
9“i
740,4
12,7
9,0
83
NE
4
10
Bed. Himinel
14.
7"
742,4
12,2
7,4
70
,WSW
4
2
Sonnenschein


