Ausgabe 
14.1.1911 Erstes Blatt
 
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Sltnemaiogrupy.

PitlpmlL

den

Ruhe in Frieden, Philipp Köhler."

Landwirt Aböls H e n ) e l-Dortelweil widmete Kranz des Bundes der Landwirte dem Vorkämpfer der

Herz hat aufgehört zu schlagen, der rege Geist schlummert, der Mund ist verstummt, das Auge geschlch^u, doch deine äßerTe sie folgen dir nach! __ , .. . ,

Wir aber nehmen Abfchied vom offenen Grabe, wo die sterb­lichen Ucberrestc des wackeren Germanen gebettet ruhen mit den *ÖJortcn *

Tapferer Streiter für Recht und Gerechtigkeit, lieber Freund und Kollege, ziehe hin in Frieden!

Der nächste Redner war Landtagsabg. Bahr, der mit tiefempfundenen Worten im Auftrag der hessischen Land- wirtschaftskammer einen prächtigen Kranz mit rotweißer Schleife am Grabe Köhlers niederlegtc, am Grabe des Vaters der beruflichen Standesorganisation der hessischen Land­wirtschaft, die seiner Anregung und Mitwirkung ihr Dasein zu verdanken habe.

Landtagsabg. Brauer widmete den von ihm nicder- gelegten Kranz der Fraktion des hessischen Bauernbundes Im Landtag dem Mann, der an der geistigen und materiellen Hebung des Bauernstandes vorbildlich mitgearbeitet habe.

Im Namen der wirtschaftlichen Vereinigung im Reichs­tage legte Oberlehrer Dr. Werner-Butzbach einen Kranz nieder, indem er die lange Totenreihe der deutschen Be­wegung in der letzten Zeit hervorhob. Graf Reoentlow, Adolf Stöcker, Oswald Zimmermann und jetzt Köhler. Mit Philipp Köhler sei eine ausgesprochene Per.önlichkeit dahin- gegangen, dessen Wesen ausgezeichnet Verständnis habe für das Evangelium der Rasse, Verständnis für die Ackerscholle, Verständnis für deutsches Wesen und deutsches Lied.Mag sein Leib in Gottes Acker geborgen sein, sein Geist wird leben in uns. Wir werden seinen Schild im Kampfe voran­tragen. Der Leib mag zerfallen. Was hats denn für Not? Der Geist lebt in uns allen, Und unsere Burg ist Gott.

Gemeinden: Allendorf a. d. Lahn, Beltershain, Bersrod, Beuern, Birklar, Daubringen, Doistgill, Garüenteich, Gros em Buseck, Holzheim, Hungen, Lindenstruth, Londorf, Mainz­lar, Münster, Muschenheim, Oberhöcgern, .Odenhansen, Queckborn, Rabertshausen, Reinhards yai.r, MUtirchen, R.d- heim, Ruttershausen, Saasen, Staufenberg, Steinbach, Trais-Horloff, Bilfingen, Meitershain und Langgöns.

Eisten jährlichen Ehrens old (des'en Höhe bei- gesetzt ist) für alle Veteranen haben beschlossen die Gemeinden: Allendorf a. d. Lumda 10 Mk., Bettenhausen 10 Mk., Burkhardsfelden 5 Mk., Geilshausen 5 Mk., Großen- Linden 10 Mk., Leihgestern 10 Mk., L.l.ar 10 Mk., Nonnen- roth 4 Mk, Treis a. b. Lumda 5 Mk, Stangenrod 8 Mk, Utphe 9 Mark, Watzenborn-Steinberg 10 Mk und Wieseck 10 Mk, an solche mit der fragt. Staatseinkommensteuer und Vermögenssteuer: Grünberg 12 Mk.

Die noch ausstehenden Gemeinden des Kreises Gießen wie auch andere hcs.ische Gemeinden nehmen hof'en'.l.ch in diesen Tagen, an denen sich für die uns Hessen beson­ders ruhmreichen Tage von Briare und der Tag dec Er­richtung des neuen Deutschen R i es jähr n, Veranlassung, dieses schöne Zeichen dcuischer Vaterlandsliebe und bürger­lichen Gemeinsinns nachzuahmen.

Bauer von Langsdorf, so war der Ehrentitel, den sich der nun Verblichene sclbn im Parlamentsalmanach beilegte und als .lolcher fühlte er sich auch in seiner geliebten Heimat am wohlsten wo er jür den Fortschritt in der bänerlicl-en Betriebsweise mir Wort und Tat stets energisch cintrat.

Schon früh regte sich aber auch in ihm der Drang für die breitere Oegewlichreit zu wirken, und als im Jahre 1890 der Hcgiia-e ibaueniuhim gugrunuet wucue, gab es zu yauic tciiicu Jpalt mehr, txutc Mitarbeit am Dleichoherold, zahlreiche Bcr- ammlungen und Flugichrisien ebneten ujin den Weg zum Par­lamentarismus und jo wurde der erst 31jährige im Auguit 1890 eritenmal in den Hessischen Landtag gewählt; jeooch sein I1Tl 1 ^91 wieder täisierl. Erst die Neuwahlen

011 . slcherlen ihm die dauernde Zugeharigleit, üioeni

k$ cmiiuumin. in seinem Kreise HungenLieh wieoer- gcwahll wurde ca-iverc Kämpfe hatte Köhler in den ersten Jahren semer Tätigkeit wwohl gegenüber Regierung als auch Kammer durchzufuhren, doch focht er stets unerschrocken und unermüdlich, biS lein Eucalismus ßegte.

Auchchußtätigkeit wurde ihm eröffnet und so fiirl-t9 l?v luanzausschusies geworden, als si!r^C^nt?Urr In der Periode 190a/08 zweiter

soweit sw ihm oblagen mit grobem Geichick. Bis nt die lechen Tage der Käinmeroer- handlungen nahm Kohler an dem Ge,ehe über die Landgcmeinbe- ^^ ^"9 lebhasien etnteil und ec konnte die Grundgeöaiiten seiner bodenständigen Politik nochmals lcbhast vor Auaen führen Ei ic ?tobc Freude wurde ihm auch noü> istdie.cn Tagen S, üS icuicni Namen Kohler durch die Wahl von Kölner (^oorms) das Nn^^ s^ugddors wieder bc.gefügt wurde, wie strahle da scm u.uge, als die heimatlichen Kiange an >ein Ohr drangen, cp r^.ar äußerlich einer rauhen Schale gleich, wohnte ili dem Erblichenen em so vorzüglicher Kern deutsck-en VoikStums der 6er9encn liefe; viel engere Freunde konnten'sein böse war 0CWUUICU* avCE aiW niuiiuUD oer tum grollte uiiu

21 us Stadt unO Land.

Giegen, 14. ^anuar 1911.

" TageSkalender für Sonntag, 15. Januar: Rei ch 5- Gründungsfeier. Vormittags 11 Uhr Feilaki im Ltadt- ihealer, abends v Uhr FeitkouurnrS in Steins Saalbau.

S l a d l l h e a l e r: Sonmag nachmittag 3'/, Uhr: ,Tie Förster- Ehrisiel.'; abends P/, Uhr : Volksoor|iellimg: ,2ie Ehre."

Eine veteranenehrung iin lireise Sichen.

In diesen Monwen gcbeiut man 'überall im Deutschen yteiaie mehr als sonst der Männer, die vor 40 Jahren die deutsche Einheit au, orun.r^ichs Schlacht,eld^rn er.ämpst und den allen Traum von der Wleoe,a.i|richtung des Deut­schen Kasterreiches so herrlich erfüllt haben. Die damals lungen Krieger sind inzwischen alt und grau geworden ^ei,en haben »ich erheblich gelichtet. Umsomehr ist es Ehrenpflicht des ganzen Volles, ihrer nicht nur in tönenden Worten bei Fe^en zu gedenken, sondern innen öie zum Aed hart mit des Lebens Notdurft zu ringen haben, mit der Tat zu gebeutelt, daß bas Wort von oer deutschen Danivarieit immer noch kein leerer Schall ist. Ja und dort haben sich die Gemeinden, als die Vertreter des bürgerlichen Gemeinwesens, dieser Ehrenpflicht schon entledigt und mit Freude darf fe.igestelck weroen, daß es überall nur der Anregung bedurche, um die Gemeinden zur ociuiLigung eines Eprensoldes an die nicht mit Glucks­anlasten Qc*e$ue*cn MiUäinp,er aus jener Zeil zu ver-

Für den Landkreis Gießen gab in dankenswerter Weise öer Kreisra., PrmuchiaGire.tor Dr. Usinaer, di.se A.i- -r^a}on Povcmoer v. I. regte er in einem Autsch reiben an die in Befracht kommenden Lanogemein- den die Bewilligung eines jährlichen Ehrensoldes an die Jeronen von 18.4, 1860 und 18,1/71 an, die zur Staats- an wacher als KOO Mk, mi? nicht Über

_0 0 Mt. zur Vermögen-),rener ve.a.ckagt s.nd. T.r E. ren- sold war in der Art geoacht, daß die Erhebung der' Gc- bieiuen^folU.0 bC1,ailJien y-tCi;ulle11 i- Buiunfi unter-

deutsckien Bauernsache.

Hierauf legte Lehrer Kling-Gießen im Namen der Wahllreisorganisationen der deutsch- und christlich-sozialen Parteien des Reichslagswahlkreises Gießen einen Kranz nieder mit den WortenRuhe aus, du wackerer Streiter, wir kämpfen weiter."

Weitere Kranzspenden legten mit entsprechenden An­sprachen nieder Landwirt Fe n ch el-Ober-Hörgern für die Wahlkreisorganisalion des Bundes der Landwirte, Redakteur Hirsche! für die AktiengesellschaftNeue Tageszeitung", Landwirt D o r s ch--Wöifersheim für feine alten Kampf­genossenden rüstigen Mitstreiter für ein freies hoch­stehendes Volk", Bürgermeister Landtagsabg. Leun im Namen der Bürgermeisterlonferenz des Kreises Gießen ihrem Mitbegründer und Ehrenmitglied, bet Direktor der land­wirtschaftlichen Hauptgeiiossenschasl für Oberhessen Mäli­tte l-Friedberg im Namen dieser Genossenschaft, Oberpost­assistent Nöng-Gießen im Namen des Ortsverbandes Gießen des Verbautes mittlerer Post- und Telegraphen­beamten, Lehrer Sommer-Inheiden int Namen der Be- zirtsvereine Lich und Hungen des hessischen Landes-Lehrer- vereinsdem treuen Freunde und Förderer der Volts­bildung und des Lehrerstandes", Bürgermeister Schiel- Langsdorf im Namen der Gemeinde Langsdorf, ein Ver­treter des Ziegenzuchtvereins Langsdorf, des Bauernvereins Großen-Linden und der Gemeinde Bettenhausen.

Damit war die Feier auf dem Friedhof beendigt. Die Teilnehmer begaben sich in die Kirche, wo in Anwesen­heit von gegen 1000 Leidtragenden ein Trauergotte s- d i e n st abgehalten wurde. Nach Orgelspiel und Gemeinde­gesang hieck Pfarrer 'Mahr die tiefempfundene Traner- predigt, der er den von Köhler selbst ausgewählten Tert aus Timotheus zu Grunde legte:Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Laus vollendet, ich habe Glauben gepalten." Er schilderte Köhler als einen Kämpfer für den Bauern- und Mittelstand, seine Liebe zur Scholle und zum heimatlichen Volkstum. In ihnen habe seine Weltanschauung gewurzelt und auf ihrem Grund habe er seine vielseitige Tätigkeit ausgeübt. Er habe sein Leben eingesetzt für eine große Idee und für sie gekämpft. Viele halten ihn nach einzelnen Handlungen beurteilt und so nur das schroffe in seinem Charakter gesehen und nicht das gutmütige und echt kindliche, das den Grunozug seines Lebens gcbLbet habe. Köhler sei tief religiös gewesen, wenn er auch auf diesem Gebiet seine eigenen ein, amen ^ege gegangen fei. In seinem Verhältnis zu (einer Mutter habe sich sein Eharatter am schönten und reinsten kuiid- getan. Die Krone der Gerechtigkeit werde ihm und allen, die ihn lieb hatten, zuteil werden.

Gebet und Gemeindegesang schloß die Feier, worauf (ich nach alter he,(iscl)-läitolicher Sitte die Masse der Leid­tragenden in das Trauerhaus und dessen Nachbarhäuser begab, um dort gewissermaßen noch einmal der Gast des entschlafenen Hausherrn zu sein.

tmnfhfnAS a 5 9 b zo13\^a.r Pächter unserer F.ld- und Waldiagd, Herr Landgenchtspräsibent Quinke aus ^rant- P-* nachmittag in der sog. Hupp zwei statt-

l i ch e H i r s ch e. Un.er BeGi.iguiig bcö ijatuen Dores beben Bewohner zum Teil noch keinen Hirsch g sehen i uhen' StoVÄSeB*- -"" ** i»3

, ...... Kttis Büdingen.

ffi.i®11 T9«"' P* 3Qn* 2'» Kreise Büdingen finden G. n 0 e H i» a " 9 unö O b st d a u . Ve rs am m-

lungen, m benen Kre.s -Obstbauin'peklor Metternich iprcdjen wird statt t In Kefenrod am Montag, 16. Januar nachmittags 1 Uhr, Sammelort an der Schule- daraus Bc- Äntai*'1?* 'Dfi)en anageOn Db'WalLn. 41" ,JI . «?* 7" ®,en6lQ9- 17- Januar, abenoe 8 Uhr; mn ®ünnrrstn3 7o o 'iJcc<inä- 2" U,It-r.WlddcrShrm> " ®ün"cc3la9- 19- 2°n»ar. naefjm. 2=/, Uhr, Tr.ffpmUt bei beröurgerineilievei; Vorlraq abends 8 Uhr: £ec Cbiibau 911 nn ir ahauo Mockstadt am Freilag,

0- Januar, n ends 8 Uhr. Bar,rag: Aufgaben des Bereml Auch Nichluulglieder können an den Bartrügen te,tnehn,en. der V- 2-M- T,e Haup.a°rfan. Iung

er öreiroilligeu Feuerwehr findet heute gamslan abend tm Berematakal tm Saate .zum H.rfchgraben-, liolt S e ft \3' 3qiL 2°hr°aber,cht 1910.

c Großh. yandelskamwer Friedberg für die Kleise 3-ciebocrg, Büdingen und Schotten hat soeben wiederum ihre

Biograph: Neuer Svielplan.

$t o l o H e u m: Täglich Vorstellung. Heute (Samstach abend */?9 Uar, Sonntag nachnnuag 4 Uhr und Sonntag abenö ö Uhr legte VorslcUungen des llharnbly-ThcaterS.

* Lehrerpersonalten. Uebertragen wurden dem Schuwmtsaspiranten Phil. Dieter aus Eoerstadt (Kreis Darmstadt) die Lehrerstclae an der Gem.ind.schule zu Eich, dem Schu.amlsafpiranten Hch. Ruppel aus Birklar die 2. Lehrerftelie an der Gemeindeschule zu Muschenheim. Erledigt sind: Tie mit einem evang. Lehrer zu bchetzendc Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Atlertsho,en- Hoxhohl. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Schulsteile zu Frankenhausen. Mit der Stcl.e ist Or- ganistendienft verbunden. Eine mit emem evang. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Villingen.

** Technische Hoch schul e. Ter Großherzog hat )en ordenll. Prozessor für Ehemie an der Technischen Hoch- chule zu Darmstadt Geheimen Hosral Dr. Wilh. Städel unter Aneriennung feiner langjährigen mit Treue und Ester geleisteten sehr er,prießlichen Dien(te auf sein Nachsua-en in den Ruhestand versetzt.

RelchsgründungSfeier. Nochmals fei darauf bingewiesen, daß eS zur Erhöhung des äußeren festlichen C arakters der Feier erivünscht ist, daß die Tanten in Hellen Kleibern und die Herren uu dunklen Anzug (Gehrock) er- scheinen.

** Im Gießener Stadttheater war gestern schon dte hetteriie Fastnachtsiiimmung cingekehrt, und das Publikum unterhielt sich bei der burlesken Komit und der varietecmäßigen Lustigkeit des Singspiels Er und seine S ch >o e ,t e r , an- schemeud aus das beste. Die Darstellung, die von demselben lusitgen Geilte getragen war, fand sich sehr gut mit der tollen Geschichte ab. Ltn» Hegcrmann sang uno spielte die Schwerer mit prächtiger Schatkha,tigleit und Herrn. Norden, bei auch mk ^en ^ru^er viit sprudelndem Temperamem.

Rudolf Goll hatte als Baron Harpen schon durch seine tofckiche Maske einen großen Ersolg und auch alle übrigen taten ihr bestes. BeiollderS zu erwähnen sind noch die von Lilly Hegermauu fehr.lem gelungenen Kouplets und der Apachentailz von Ballett- metsterm Oldtni mtd Kurt Gühnc, der wiederholt werden mußte..

unx.<^°A L7; tn kommenden Landgemeinden

habeit 4j, ajo zwei Dr.rtel, der Anregung F.lge fl l i

Ä e£c-*f^ S-WuC.

v-J ; x d -3CthLü| uii.ere ^eim.t.i^rv^rtrerUNaeil ili ber Siegel gegen ^eruansoiderunge.t --- sein psi n tt L* kf.nef iUnJ ^Ur ^or|ügung ge^Lleii Auf,lellung i.aDen b-r I Anregung ui dem angegebenen Umfang curspcochen bie

Eilt Forscher und Gelehrter in seiner Art bat er sichnhpr- gängltche Verdienste erworben. Selbstlos, wie er Jo fiS SibeämmcEtU5n hi'?11 S'UZcillun0 nad) obcn wie Nachhuten, uiwcmmmcrt an die folgen, wenn er glaubte, der Menichd.'st dteneii zu koniteu. Ein erin-obrer Vorkämpfer bet* lieiiiiden DWZ-W-E mie mancher Ann« trugt fernen Stamey »Äe 'int u ' hat icui lebhafter Gei,t immer luko^ aeaebett "

ber Erledigung harren. 9LaCUun' Ducn Cini9c hoc.)

Shut bist du Kohlcr-LangSdors von mtS gegangen, dos warme

Landkreis Gichen.

ob gen, 13. Jan. Gestern abeitb hätten unsere Kochschüler ein gemütliches Kaffceiränzcheit. Heute mittag um 2 Uhr machten die Domen samt Seherin in vier schlitten einen Ausflug über Grosjen-Bufeck, Beuern, C im- vaa), Allendorf nach Trais a. d. Lda. Hier wurde Der Ka,fee eingenommen und dann über Mainzlar, Taiibrin- gen, Alte.i-Buseck, Trohe zurückgeiehrt. Gegen 7 Uhr langten alle wieder wohlbehalten hier an. Der hiesige Ziegen versicherungsoer ein hielt dieser Tage rn ße.r. Wirtschaft Sck)neider seine Jahresver sammln na mit Abrechnung ab. Obwohl im Lause des Jahres ziemlich vrele Entschädigungen bezahlt werden mußten, so i,t der Abschluß noch als günstig zu Deirudjicn. Am S.tm^tag, 14. Januar, halt der Gesangoerein Eintracht hier seine Jahresschlußversammlung.

.X Ste i n b ach, 13. Jan. Bürgermeisterwahl [tnbet bentHadjft hier statt. Unser Burgermei,.er Kramer wirb Wohl wredergewahlt werben, zumal er sim burch eine ßan^e Reche von zeitgemäßen Eiiifichlungen um die Ge- meuibe sehr Verb teilt gemadjt hat.

ondors ,13. Jan. Im iä,a st Hause zurStadt Gicsren" Cxe;ponier?t ? e H Qm ^rniiug einen Vortrag l<^-CCh^ie t ^ra9e-Welche Art Der iHinoviebbaituna in &meltoit%aK."Cn i,0e41nd>*,9cr- Äuchi- oöer eracht

Die Blätter melden aus Warschau: Für polnische Volksschulen wurden hier von einem Großgrundbe­sitzer 300000 Rubel vermacht, mit der Bestimmung, das; der Betrag, falls in den betreffenden Schulen nicht in der polnischen Sprache unterrichtet werde, dieser Betrag der Krakauer Universität für wissenschaftliche Zwecke zufallen solle.

Der Ausstand der Eisenbahnarbeitcr in Lissa­bon ist unverändert. Die Bahnhöfe sind verlassen. Die Versorgung der größeren Orte mit Lebensmitteln geschieht durch Wagen und auf Dem Wasserwege.

Nach einem der Botschaft des Präsidenten Taft beigegebenm Bericht des Befesttgungsausschusses vermindert sich die ursprüng- liche Schätzung der Gesamtkosten der Befestigung des Panamakanals von 19i/s auf 12'/, Millionen. Dies wird als eine Folge der Vereinfachung des Befestigungsplanes be­zeichnest_______________________________________________________________________

Philipp ttöhierr Beerdigung.

cch. Gießen, 14. Jan.

Ein sonniger klarer Wintertag leuchtete gestern über dem alten Marktflecken Langsdorf, der seinen bekanntesten Sohn, den Reichs- und Landtagsabgeordneten Philipp Köh­ler, zu Grabe trug, den Mann, der wie kaum ein anderer an seiner hessischen Heimat hing. Und die Heimat hat ihm diese Liebe mit Liebe gelohnt. Das konnte man gestern an den stattlichen Scharen von Leidtragenden sehen, die von fern und nah gekommen waren, um den treuen Sohn seiner Heimat in heimatliche Erde zu betten. Alle Kreise und Stände waren vertreten und wohl auch alle politischen Parteien, denn Philipp KöhleL hatte wohl politische Gegner, aber keine Feinde. Auch die Regierung hatte ihre Vertreter zu der Beeroigung entsandt, von Darmstadt war Miiiisterial- rat Holzinger Und von Gießen Provinzialdirektor Dr. Ufinger erschienen. Die Reichstagsfraktion Der deutschen Reform­partei hatte Reichstagsabg. Bruhn geschickt, um ihrem Frak­tionsangehörigen die letzte Ehre zu erweisen. Der heffische Landtag war durch den ersten Vizepräsidenten Korell offiziell vertreten und außerdem waren aus Oberhessen die Abgg. Bähr (der außeroem die hessische Landwirtschaftskammer vertrat), Brauer, Breidenbach, Leun, Lutz, Stöpler und Dr. Weber, aus Starkenburg die Wgg. Hauck und Senß- felder und aus Rheinhessen die Abgg. Bach unb Pennrich erschienen. Das Bureau der 2. Kammer hatte Bureau­direktor Schenck als Vertreter abgeordnet. Auch der Direktor des landw. Jnstttuts der Landesuniversität Prof. Gisevius und der Leiter des Gießener Wetterdienstes Peppler waren erschienen. Auch zahlreiche oberhesfische Bürgermeister waren anwesend und daneben alle, die tm landwirtschaft­lichen Leben Oberhessens eine Rolle spielen.

Um 3 Uhr fang der Langsdorfer Gesangverein vor dem Trauerhause unter Leitung des Lehrers Leid ich, des treuen Freundes des Entschlafenen,Wer weiß, wie nahe mir mein tenbe", da das sonst übliche Leichensingen der Schul­jugend wegen der vielen unter ihr herrschenden Krank- Hecken unterbleiben mußte. Hierauf setzte sich der statt­liche Trauerzug nach dem nayen Friedhof in Bewegung. Dem schlichten Sarge, der die fterbliajcn Ueberrejtc Koylers barg, schritt der Ge,angverein mit umflorter Fahne voran, während dem Sarge zunächst die Famickenangeyorigen und dann die übrigen Leidtragenden folgten, hoch unb niedrig gemischt, so wie es Köhler im Leben so gern hatte. Seine geliebten Blutbuchen, das Wahrzeichen Langsoorf, grüßten aus dem Flecken herüber, als der Gesangverein bic Feier am Grabe mit dem Gesang des EhoratesWie sie so sanft ruljn" eröffnete.

Dann uaym der Ortsgeistliche, Pfarrer Mahr am offenen Grabe die kirchliche Amtshandlung vor.

Nach diesem legte als erster Redner Reichstagsabg. Bruhn einen ^tranz namens der deutschen Reformpartei am Grabe Köhlers nieder, der stets in Treue fest gewesen sei, ein ( echter treuer Freund, ein Sohn des Volkes, dem sein ganzes Streben gegolten habe. Er bezeichnete ihn als Förderer aller schuf,enden werktätigen Stände, als den getreuen . Eckart des Standes, dem er angehört habe und sa-loß mit 1 dem Wunsche, daß dem deutschen ,Volte niemals Männer wie Köhler fehlen möchten.

Daun hielt Laiidtags-Bizepräsident Korell folgende Ansprache:

2cm nun geschiedenen langjährigen Kollegen widmet die 1 Zweite Kammer Der Laiidilände Diejen Kranz von Lorbeeren. In ' Verouioci.ung Des ersten ^>errn Piäiidenlen, Der zu jeiiiun großen 1 BeDauern dem von ihm hock)ge,chä^ten Kollegen nicht Die leche tyre etiveiien kann, lege ich Dat)eiben trauentoen Herzens am I offenen Grabe nicoer in bambarer Anerkeiuiuiig all seiner Ver- < dlenite um daä hessische Volk, in materieller und auch geistiaer I Beziehung. a

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= Wißmar vereinEintr ozjährigesBl durch eine größer^ (ium Feste sind in Brudnvereme E 18. Suni feftgeji und die angrenz stimmt.

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