Ausgabe 
11.11.1911 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

4

1

i /rauchen ffrfnb I rissen. Ta tW M

Tn WJ* I diet«ihgfr.iw bet a* mi» ! iterhcfccn ißr uv- j die Regierun? g 1 !L. S8flP.'- 5V I , ES kamen bar"

auf d« w

p'°ne^»

l.)f

*A'Ä I J "ch.der Sej,; ^'nuhiam w ' Sbung beitrcbr-,

uns;

? anbete ka&r 'krugehailkn.

trikh» ?V galten er w-ofitn wird ; 1 nQl,°nale I J'Nl QB bet flatje:, I aUbemeinei I t- öS liegt aöet I uno des deutscher I er Uebedteibungtn I

PXn dH man von 1 !°icn Verband I lgelknaben « I ju weit gegangen I 1 die Aussvbrungei I b»0teit -, bafj mir I ufionaitn @t> I eüen der äugerften I nd beschämend ler, I l bie fluftimmun» I

Er trat ein I item beim LLluz I igerlichen Parteien I ite Linke Vrrvo I cunn! Wir frpn I jeden Tteii ist in I in brauchbares polt- I ist nicht richtig, bat ' net kanseauent pe- lie Mit Vülow die 1 politische Interessen ti

n die Herren v« die Schlafkrankbeit. n,t dem flbkomm» nicht zurü-knem^ r von sehr betracht zu Segmn * herabzudrucken W i Doit du , ist ein un- ben $hmb ifcit der Rcg'erun. ,5 angesehen werl^ te in Mar° '.° i weiten *"« J rubt wird, wj.8 klares. «J* erreicht. ®° ti4e Sachen de» . ni^ me ^" i ^a"X ei.«

7.Mn7«U 00 it.ir ^ranlw« ^eeSrÄ^V J.'S'äS

Börscn-Wochcnbcricht.

Frankfurt a. M., 10. Nov. Tie seit einiger Zeil vorherrschende feste Grund st irnmung kannte sich noch ver^ utfcn. Der Abschluß der Maroklovcrhandlungen Hal der Borke eine Anregung nicht gebracht, aber die Aussicht, daß nunmehr die Spannung zwischen den beteiligten Machten sich en werbe, hat befestigend gewirkt. ES kam hinzu, daß die Gcldmarltskorgen rnehr in den Hintergrund getreten sind, denn wenn auch der 0)616- bedarf anhaltend groß bleibt, so zeigt doch der internationale Geldmarkt eine für die Jahreszeit verhältniSmävig große Flüssigkeit, die eS auch dem heimlichen Geldmarkt ermoglichl, leichter über den JahreSschluß Hinwegzukommen. Was der Borte besondere Anregung gab, war der m 'Jieuijorf eingetretene vliminungswcchtel. Tie Bestürzung, in^die Wallstreet durch das Vorgehen der Regierung gegen den Stahltrust verieyl worden war, Hai einer beruhigteren Auffassung Plav gemacht, nachdem das Urteil gegen den Tabaklrust iviedcr überaus milde aus­gefallen ist. Tiefe Momente gestalteten die Stimmung zuvcr- Üssiger, zumal sie einen starken Rückhalt in den gunnigen Rach- cichlen aus dem Wirtschaftsleben hatten, ^Namentlich aus dem rheinisch-westfalischen Jndustriedezirk lauteten die Berichte recht zuvenichtlich, die Nachfrage nach Kohlen ist lebhafter ge- vrordcn und verichiedentlich haoen Preiserhöhungen n.r ei'cn und Bleche slattgefunden. Wenn die Unternehmungslust den An­regungen nicht ganz entsprach, so kommt dafür in Betracht, bau die Spekulation noch zu sehr unter den im Herbst emgetretenen Verlusten zu leiden hat und sich Zurückhaltung aufcriegen muj. Andrerseits wird die Reserve burai die Ruäiichcnahme auf d.n -rieg ui Tripolis und die Revolution m China beoingl, du man sich in völliger Ungewißheit befindet, wie sich die Tinge gestalten werden. Hieraus erklärt sich, daß die Kursbewegung.n ikch nicht gleichmäßig vollzogen und Auswärtsbewegungeii durch lülbfchwachungen unterbrochen wurden. Immerhin sind aus den meisten Gebieten Kursbesserungen zu verzeichnen. Am Montan-

vermischtes.

Kollegschwänzende Professoren. Einige fran­zösische Abgeordnete haben beschlossen, hin und wieder eÜimal daö Gollöge dc France zu besuchen, um nachzusehcn, ob auch alle Proseisoren die angcsagten Vorlesungen halten und das schöne Geld, daS die Rcpublik ihnen alS Geholt gibt, nicht ohne Gegen, leismng in die Tasche stecken. Auf den Verdacht, bar, es auch kollegichwanzcnd.- Proscssoren gibt, brachte lie daö Abenteuer, das jüngft einem lungen Romaiidichtcr passiert ist. Ter Herr Poet wollte in seinem realistiscl^n Drange für eine seiner nächsten Mäzenen öcii Typus eines pcd«Milchen Gelehrten Kubieren und faßte den Entschluß, zu diesem Zwect ein paar Wochen lang die Vorlesungen eines bekannten Professors des Collöge de France zuschillden". So oft er aber auch hinging, er bekam den Professor nie zu sehen, und Kommilitionen erzählten ihm, baß ihn überhaupt noch kein Student gesehen hätte. Aus c machende Erkundiguligeti erfuhr der Dichter bann auch den Grund bim er profeisorlichen Pflichtpergessenheit der Gelehrte tarn nicht mehr, well er, so oft er früher auch erschienen war, den Hörsaat immer leer gefuiiden hatte. Was ihn aber nicht hinderte, sich jedes Vierteljahr pünktlich sein Gehalt auszahlen zu lassen. Im übrigen herrscht an Professoren, die vor leeren Hörsälen dozieren, kein Mangel. Ein solcher Professor war z. B. der berühmte Chemiker Venbelot; ihm liefen die Hörer davon, weil er seine Bor- lejungen recht eigenartig zu gestalten pflegte. Mitten in der Vorleiung unterbrach er sich ost und sagte:Ich merke, bau ich Ihnen da eine gute, sogar eine sehr gute Idee auSeinLnderiebe; ich wette, daß man, wenn man sie näher ins Auge Ulfen würde, gute Resultate daraus gewinnen könittc. Gestatten Sie mir, daß ich sie weiter verfolgeSprach-, nahm, ohne erst eine Antwort abzmvarten, eilt 9üotijbüd)cld)cii aus der Tasche und vertiefte sich in Berechnungen, die kein Eiide nehmeil wollten; seine Hörer vergaß er darüber vollständig und merkte beiher and) nicht, daß einer nach dem andern den Höriaal verließ. Berthelot blieb mit seinem Problem und mit seinen algebraischen Gleichungen allein zurück und räumte das Katheder erst, wenn ein anderer Professor erschien.

Pflastersteine aus Silber. Ein auS Bruchsteinen heraestellier Fußweg zwischen dec Stabt Cobalt unb ihrer Bahn­station ist, wie bie ZeitschriftSteinbruch unb Sandgrube' be­lichtet, mit Silber gesprenkelt. Der G.anz in den Steinen nel einem Mann, der im Minenwesen bewandert ist, aus und bei einer Untersuchung stellte er ben Silbergehalt Jcit Tic etcine kamen Dom Ltbsall der Siver-Queen-Mine. <me iperben nun mit Beton fest eingebettet, um Marodicrung zu verhindern, und bet Fußweg wird als glänzende Reklame für die Mine bcnadüet

>

VeÄ^

Ätzch

5»*£fe

Sge-

yäw*

Uaueimaiin so Dul g-ru^mun ibuloroftbtn BolUit. IZu- ruf link»:»ftemänberungl) Tal ist Einbildung.

Herr Ballermann hat bie Bölowsche Politik von Anfang bit Hu (rnb- in den höchsten Lobeitönen gepriesen, aber die jebiar iMtation ist eine notwendige Folg« dieser Politik. Herr Basier- mann widerlegt sich also selbst. Der Redner verliest dann Aeuße- runaen Bafiermann» oul trüberen Jahren, in denen die Bülow- Politik unterstützt wird. (Gelächter bet ben RationaNiberalen.s Herr Basiermann scbwörmte für einen selbständigen Sultan Unter französischer Oberhoheit? Wie stellt Herr Basiermann sich da» vor? Wäre e r vielleicht die geeignete Persönlichkeit für diesen Posten gewesen? (Heiterkeit.) Er hat -zu einer neuen Flottenvorlaae ermuntert. «Widerspruch der Ratl.s (Fr verlang» doch, daß Lücken aulgefüllt werden sollen. Woher tneifo er, daß solche Lücken vorbattden sind? Ist er Fachmann? Uber den .<?rieg hat nur der Kaiser zu ent- scheiden. Unb wenn er ruft, bann werden alle, all« kommen! lfB-iiall.) Er hat eine ungeheuer schwere Verantwortung. Die tnollen wir ibm nickt abnebm-n, nickt abdtänaens Wir sind stet» bereit, unsere Pflicht gu erfüllen. Aber der siaiser soll allein ent. scheiden! (Beifall. Zurufe bei den Coz.: Rein, da» Volk!) Der Redner gebt dann in juristischen Aulführunaen auf bie Fraae ein. tob folcke Verträne. wie bie vorliegenden Abkommen, dem Reich», tage Mir Genehmigung vorgeleg! werden müssen.

wir werden in der Aomwission die Prüfung der Frage hnreoen, ob dal Abkommen dem Bunde»rat und dem Reickltag r u r Genehmigung vorgelegt werden muß. weil e» zu Aulgaben verpflichtet unb »war »u dauernden: ferner, weil die Konzesiionlgesellsckaften um Garantien auferfeaen Ferner, ist denn dal sogenannte Mari'kfoabkommen etwa» andere» all ein Handelsvertrag? 5» ist nickt richtig, daß man bei der Schaffung bet Reich»Verfassung an bie .stolonialgebiete noch n ckt pedackt bat. Man hat wobl daran gedackt. schon b-i der Ver- fassung bei Rorddeutschen Bunde». (F» ist da von .siolonisation die Rede, und gemeint ist da qweifellol bie ausländische, die transatlantische. Auf ausdrückliche Anfrage bestätigte da» der damaliae Bundeikommissar, ©cbeimrat von Eavigny. daß von Kolonisation im allgemeinen, weitgehendsten Sinne die Rede sei: amtlich hat er erklärt, daß das Zukunft überlassen sei. Also schon heute bedürfen nach geltendem Recht koloniale vrw'rbungen der Genehmigung.

Gewiß, tie Ausübung der Scktlhgewalt in den Kolonien steht dem Kaüer im Namen de» Reickel zu. Heißt da» Ausübung der Scki'tzgewalt, beißt da» schützen, wenn man eine Kolonie ausgibt? Im Namen bei Reiche»! Ter Kaiser übt nick» ein eigene» Reckt au», sondern ein Reckt del Reiche». Der Kaiser ist nicht Sou- verän im Reick«: er bat nur die Reckte im Reiche, die die Vcr. fosiung ibm ausdrücklich zuweist. (Fr ist nicht der Souverän der ntzgeb'ete. Der Kaiser ist der Verwalter fremder Reckte: er ist nach dem alten guten Hobenwllernwort der erste Diener, aber nickt der Herrfcker. Alle Reckte dem Kaiser und alle Losten dem deutschen Volke? Da» kann nickt sein. Da» kann ter Kaiser nickt verlangen. Unb da» verlangt auch der Kaiser nicht. Wer da» verlange, da» sind die Bureaukraten. Kein Kaiser kann daran denken, über bie Schutzgebiete, tie da» deutsch« Volk mit seinem Blut und Gut erworben und erholten bat, zu ver­fügen. Die juristisch- Konstruktion ist eine wahre Boa constricta. skHeiterkeit.) Man sagt, dal Scku^cbiet wird ja nicht im gan. zcn sortgegeben. Also in <c6n einzelnen Stücken soll er e» weg. geben dürfen? Politisch hätte der Reichskanzler nichts Klügere» tun können, all dem ReickUtage da» Abkommen zur Deneh-

ülbto muMt bei dn I joraulfeben unb fit I Reife nach Tanger, I le, Graf Redcntlci. I S wegen nicht vorn I !lo8 wegen natilrlii I in eine foltbe I unb toirticW'- I

! Seutidiloniv.

[anb6 im Äullanbe I )en wir oul ben I t-n von überall her I

am

m t g u n g vorzulegen. Ler Kaiser soll nickt erftfefntn als ein I absoluter, mymfcker Herrscher, ter durch einfache Verfügung über große Fragen bestimmt. Ter Kaiser soll sein unb bleiben der ' Beschützer der Schutzgebiete, ihr Erhalter und Pfleger, ein Er Halter bei Recktl, ein Verteidiger bei Schwachen; unb er soll in dieser feiner hohen Aufgabe zusammenarbeiten mit ben gesetz­gebenden Faktoren tel Reichel, auf Grund de» Vertrauen», auf dem dal Deutsch« Reich beruht. El ist Hobe 8«it baß enblick die­ser Mangel au» unserer Reichlvranl beseitigt unb bem Kai'er enteil wird mal bei Kaiser» ist, eine vernünftige unb gerechte Ausgabe. (Beifall.)

9Tbg. Dr. v. Hehdebrand (fionl)T

Cl entspricht im allgemeinen nicht meiner Gewechnbeit, in einer Debatte zweimal ba» Wort zu nehmen. Aber die Er- Härunpen unb Weiterungen, die wir vorhin vom Reichskanzler gebärt haben unb bie sick im wesentlichen gegen mich richteten nötigen mich, doch bazu ausdrücklich schon im jetzigen Augenblick Stellung zu nehmen. Der ReickSkanNer bat seine ErNärungrn unb feine Aeußerungen im wesentlichen an meine persön­liche Adresse gerichtet. El bandelt sick bei dem mal ick gesagt habe, nickt um meine Person lSehr richtig! reckt» ). sondern nm bie ganze, einstimmige Meinung der deutsch- konservativen Fraktion bei deutschen Reichstage» (ecbr richtig! reckt» ) und. wie wir übeneuat sind, die konservative Partei de» ganzen Deutschen Reickel. (Lebhafter Beifall recktl.i Die vom Reichskanzler speziell anpeghfienen Wort- sind meinen politischen Freunden vorher bekannt gewesen lZustimmung reckt».), von ihnen g-billigt worden, unb sie werden el auch letzt. sDeifall reckt».) Ter Reicklkackzler tadelt el, dass wir nickt in der Lage gewesen seien bei unserer Kritik der Vorlage eigene unb bessere Vorschläge gegenüberzustellen. Er übersiebt, baß das gar nickt Sack« der durch die Verfassung ausdrücklich ledigl'ck zur Kritik und nickt zum Handeln berufenen ist. die auch nack Lag« der Sacke dazu gar nicht befäliiat sind unb baß sie bafür nickt verantwortlick ge- mackt werden können, wenn sie bessere Vorschläge ihrer Kritik nickt hinzufügen können. Der Reichskanzler bemängelt untere Kritik der englischen auf einem Beschluß de» dortigen Mi- niftcriums beruhenden öffentlichen Kundgebung und bat geglaubt, die Frage durch seine eigenen Erklärungen oder bie ler englischen Regierung, tric immer sie gelautet haben mögen für abgemacht anfehen zu können. Er übersieht, daß auch da» deutsche Volk durch seine Vertreter eine Antwort auf eine an feine eigene Abesse gerichtete Erklärung selbstverständlich zu er­teilen da» Recht bat (Zustimmung rechts.) Eine solche, dem Empfinden be» deutschen Vofkel, wie wir el verstehen, ent« fpreckonde Abwehr enthalt nach unserer Auffassung nicht eine Schwächung, sondern eine Stärkung de» deutschen Ansehen!. fLebhafter Beifall recht».) E» handelt sich bei der englischen Kundgebung nicht bloß um eine for­melle Provokation, sondern um eine sachliche Einenaung unferel nationalen Eristenz- und Selbnbestinimunplrechlel (Sehr ricktigl recht») für die ganze Zukiinft. zu der wir nicht schweigen durften (Lel'bafte Zustimmung reck!!).

Der Herr Reickskanzler lat gemeint, dal. Wal von unserer -eite dnrck meinen Mund erklärt worden sit. allWahlrede" int weicntl'ckon bezeichnen zu können. (Sehr richtig! auf der Linken.) Auch die Wahlen spielen unter Umständen das Volk». empfinden wieder (Schallende Heiterkeit.) Seien Cie doch froh, wenn ich etwa» oulspreche, wa» auch Ihren Beifall

findet. lHeiterkeit. Zuruf: Unter Umständen!) Aber darum hat e» sich für un, nickst gehandelt, sondern el kam für un» in Frage. ruS»ufkrecken. wo» seit Monaten da» beutfcke Empfinden erregt.

Se^r ricktigl recht».) Da» zum Ausdruck lier zu bringen, dal mar unter Reckt al» bnrttfie Reickltag»ibgeorbn^f«. und mir weisen e I zurück, baß man die Ausübung biete» Recht» nnd dieserPilickt uni ' e sch.ä n ke n will, fve'-b-itter Beifall reckt».) Und wenn man hier von nationalem Empfinden oefprvbtn bat. 'o wissen wir. doi» ba». wa» durch meinen Mund für untere Partei getagt worben ist. un» von unterem nationalen Empfinden borgef^rieben worden ist. (Seb^tfter Beifall recht».)

Der Vräfikent mackt unter großer Bewegung de» voNbesetzten Hause» einen BertggungSvorschlag auf moigcn. Da» Hau» stimmt einmütig zu.

Abg. Dassermann (9?nlT., t»erfönlid>)?

Ick wende mich zunächst zu ben Ausführungen be» Herr Grö­ber. Er bat unter anderem gesagt ick hätte gestern nne Ver­mehrung der Rüstungen geforbrrt Da» ist nickt richtig. Ick habe die Prüfiing gefordert ob Lücken vorhanden sind. Da» ist ganz etwa» andere». Ick habe im Gegenteil getagt, wir haben die volle lleberzeugung. dass nufere Webr aulreick'end ist. Weiter hat Herr Gröber gesagt, ick hätte die Bülow-Volitik gelobt, ihre Fortsetzung, die Bethmaun-Positif. getadelt. Dal habe ick ruckt getan. Ick habe im Gogente l gefügt, daß die jetzige Politik der Abbruch der 'rüderen Politik ist.

Der Rcicklkanrler hat mir Wiber>'vruck vorgeworfen zwischen meiner Haltung 1905 und jetzt 1011. ffr bat meine Aul- tsihrungen unrichtig zitiert, und ick muß baber rickiigstcllen. Iva! -t gesagt habe. Ick h'be über ba» Iadr 1005 gesprocken unb habe getagt: damals war ein Sevaratabkommen mit Frankreich nicht möglich; bie gan-e vol titck'e Lage sprach dagegen, die geringe Wertschätzung in Deutschland kam dazu, und batu kam die Stcllunanahme England». Dal ist also ganz etwa» andere». Ilnd ich habe bann über 1011 gesagt: wir waren vor Agadir und ba mußten wir bleiben untere» Prestige halber. Wollten wir aber bert keinen Territorialerwerb, wollten wir nickt die 'lnabfiängigkeit del Süden! von Marokko, dann war dal ganze Agadir ein Fehler. (Sehr richtig!)

Dann bat bet Reichskanzler davon gesprochen, ick häitc Tri- volil eine Folge von Agadir genannt unb hatte mir bie Argu­mente der deutschfeindlichen ausländischen Presse zu einen gemocht. Dal ist eine Unter­stellung. um mick vor dem Lande zu dilkreditieren, die ich zurückweife. Außerdem sind aber seine Anlsührungen falsch, soweit er mich zitiert bot. Ich babe im Gegenteil gesagt: Tripoli! ist feine Folge von Agadir und zwar aul dem einfachen Grunde weil wir in Südmarokko kein Land genommen haben. Dann habe ick allerdingl gesagt: in dem Auaenbsick, in dem die Vrotektoratlfrage autgerollt war da musste die Triposilfrage in» Rollen kommen. Da» ist sonnenklar; dal muß eine fähige Diplo- ir.atic erkennen, unb wenn sie bal nicht erkannt hat, so ist dal eben sehr bedauerlich.

D'e Unterstellung bezüglich meine! nationalen Empfinden», die in den Ausführungen de» Lie.ichskanzlerl lag, weise ich mit Entschiedenheit zurück.

Sonnabend, 11 Uhr: Wciterberatung.

Schluß gegen 6 Uhr. H. 4

markt war die Hausse der Harpcncr Aktien, bie dann später eine solche der reinen Kohlenzechen nach sich zog, das hervor stechendste Ereignis. Neben den Beridiien über einen belferen Abruf am stoblcnmart stimulierten Meldungen über Angliede- rungSproickte in der Kohlenindustrie. Hüttcmvcrte traten mehr in den Hintergrund. Dagegen zeigte fick für einzelne Industrie- Papiere lebhafte- Interesse. Zm Vordergründe standen dabei Elektrizitätswerte, von denen Sdmckerl, Deutsche Ueberseeisdie, Brown Bvveri, Alkuinulatoren Berlin und Siemens Halske größere Avancen erzielten. Ter Abschluß wird bei der Siemens L Halske- und bei der Schudcrt-Gesellschait und den Siernens- Sdiuclert-Werkcn neue Nekordzifiern hinsichtlich der Msavmengen und der Gewinne ausweiscn. Maschinensavriken, Terrain-ÄHien und Zemcntwcrle waren gefragt und höher. Eine Steigerung von über 20 Proz. erfuhren Zuckerfabriken Frankenthal. Bon chemischen Werten waren Weiler ter Meer und Höchuer Farb­werke begünstigt aus Bericht vom Zusammenschluß beider Unter­nehmen. Slarkcr erholt waren Gummipeter-Aktien, obwohl die Geiclljchast kürzlich ihren Iahresverlnst mit 700 000 Mk. be­zifferte unb noch keine Ausiiclit besteht, baß bie Kampspreise in bcr Pneumalikjabrikation halb aufgehoben werben. Bank­aktien, Bahnen unb Schis sahrtswcrte konnten etwa- anzichen, ebenso heimische unb srembe Fonbs. Privatbiskont: 4V, Prozent.

Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alle! für 60 Kilo. Gefchäft flott, Tie Zufuhren waren aul Oberhessen, bem Kreise Dieburg und dem Cveiiauiuiö.

Metcorologische vcobachtungcn der Station Sichen.

Nov.

Wett«

1U1

+ 7,6 *0.

10. November ---

+ 3,4 *0.

8 still SW

9. bi­st .

Bed. Himmel Beiv. Nebel

-45,H

Vödnte Teniperatitr

9Ucbriflfic ,

Udebcilcblag: 0,0 mm.

Schafe 20, Schweine 254.

Prer«

pro lOu vto. IrfniUtepreil

C cblen.

üC.ei

8891

60

Bullen.

8187

47

39

40-00

8000

40

6364

49'

63

u354

437,

63

62

02-5

48)4

49

34

29

7886

9092

46

51

44

40

67 5U 43

uciumere unaii- und gute ^augtaluec 4852

«.augtutver......41

6469

66-62

7176

6369

SU85 7176

Vollsiessckige, oulgeniästete, höchsten

Schlachtwerteö höchuens 6 Jahre alt 4951

o cy a ' 6. Weidemastichafe . . . Schweins.

Vollste,fchige, auSgeivachsene^ höchsten eculaaitiuertc»........4346

Bolsiteuchige, jüngere......3942

ü a 11 e n, U u l)

1 ollfteischige aulflemaiuie <jäqen höchst. Schlau-tioertes...... - 4649

i cl.i.eiiüjge auegemaiitie Kühe höchst, Schlac^uoertes vi» zu « oaijceu . . 3741

Jllieie aufegtiuuiieu Uuye uno iteiug gut cniiuiaeUe luiiycce xuoe uuo ouqai 3236

"D.abig ßenaqrte hu^e uns oarsen . 2831 ü a. u ec.

Junge, f .eifctnge, nicht aulg«iud|ieie unb allere aulgemäilets......4448

Ungeiocht«...............

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafs unb Schweine mittelmäßig. Brer» Durch-

feinste J,ia|i(aloec . ..... . 6063 106-105 61

üdtilere utiaj- uns le Saugkäloer .tA) 91-1 o

lollf.ciidjige Schweine ors zu 2 Zerrtner ^eoensgewichl...... 49/,-60

4.oLMi|^ige cdjivcuu üoer 2 Zentner

r.coeu0geioiwi........ 497,-50

LoUficiichige ciijivciue übet 2*1, Zeiitnec

^creuSgetvicht ........

i'dcncume >Lch>veuir inner 80 kj hebend-

gewicht ..........4 M-49M 62-63

1c. , raulsuri a. M., 10. 2.ov. Heu- und Str ov markt. Anaeiahrcu waten » -agen Heu und> Wogen Stroh. Btan uoiurie; eu 4.<u5.0u L.k., trotz (Konrlangiiroy) 2.tu3.00 Mk,

Märkte.

Gießen, 11. Nov. $1 arftbcndtt Auf heutigem Wocben- inotrte [oiicte: Butter pr. Pfv. 1,801.40 Hühnereier 1 St. 9lu t'fgM Käfe pr. St. 63 Kasematte 2 St. 56 Pfg.,

Taiibeii pr Pr. 0,801,00 Mk., Hühner pr. St. l,uu-1,60 'ihf., Hahnen pr. Stück 0,801,80 WiL, Enten pr. St. 1,80-2,20 Mk., Gänse das Pfd 60-75 Psg., Cdifenfleifdi pr. Pfd. 8290 T«g 3ii>ibsteisch pr. Pftmd 8486 Psg^ Ktihsleifch 70 Pfg^ Schiveine- fteijfl) pr. Pfuns 7090 Pig^ halbiieiid) pr. Pib. 7680 Psg* panuneliieiitt) pr. Pfd. 6080 Pfg., Kartosjeln pr. loO Kg, 7.00 bi» st.OO Mk., Weißkraut da» Stuck 15 bi! 30 Pfg^ Zwiebeln per Ztr. io,OO12,OO Mk» Milch das xitec 22 '4-ifr, Aeptel per Zlr. 15 Lu» 20 'Mk., Nüsse 100 Stuck 5000 Pfg^ per Ztr. 000 Pik., Birneii das Pfund 1525 Pfg. Marklzeit von 82 Uhr.

F.C- Wielbadeu. V lehhof-Marktverlcht vom lu. Nov. Antrieb Rinder 71 (Lchfen 9, Kühe 62, Bullen 0), Kälber 94,

vco lüu ß(u,l) ccn-^iiooa-bi)

,*P6rlk<l<6 ist überall zu haben.

Verlangen Sie den neuesten Kaffee-Ersatz

rPerlka ist ausgiebig, sehr einfach zn kochen (nur überbrühen!), hat keine Hülsen nnd ist billig!