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Fahnen
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Brühl’sche Universitäts-Druckerei.
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Amtlicher Teil.
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-Kinder- k mehl
'Krankenkost.
Gießen, den 10. Juni 1911.
Großh. Ttrcftion dec Landes-Irrenanllalt.
Lustschissahrt.
Verunglückter Flieger.
Viterbo, 13. Juni. Der Flieger Frey, der heute früh in Rom zur Fahrt nach T u r i n ausgefticgcn ist, ist a b g e st ü r z 1. Er siel in einen Wald auf dem Berg Emmen und wurde von einem Hirten aufgefunden, ohnmächtig mit gebrochenen Armen und Beinen unter seinem Motor aus der Erd? liegend. Das Flugzeug ist zerstört. Ter Flieger kam wieder zum Bewußtsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Berlin, 13. Juni. PreiSvcrteilung der Flugwoche in Johannistal. Flugdauervreise erhielten: Ärulich 356*5 Mk., Roeoer 8i9u, Lchendel 2378, Honig 2256, Kahnt 1956, Eyrnig 18L'4, ^eidemeich 1467, Schwandt 1378, Jablensky 1333, Karl Wlüller 1189, Vollmöller 1100, Jahnow »89, Steinvecl 611, v. Olerrissen 544, Schauenburg 466, Renyel 222, Engelhardt 166, Cito 144 Mark. Ausserdem ethielien Ziiialzpreise für die längste Flugdauer mit Passagier: König 2000 Alk., Schcndel 1000 2)lt.; für die größte Flughöhe von 2010 Meter Schenkel 2000 Alk.
sefpent.
Ltrosdorß 14. Ium 1911. .
Die Poltzemerwalmng.
Braun, Bürgermemer.
Hervorragend bewährte
Nahrung.
Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an
Verdauungsstörung.
Universitäts-Nachrichten.
— Köln, 13. Juni. Ter bisherige o. Professor und Direktor der medizinischen Ktuuk an der Unioersität Straßburg i. Elf. (Leh. Med.-Rat Dr. Friedr. Moritz ist zum ordentlichen 'Mitglied und Broiessor für innere Aledizin an der Kölner Akademie für praktische Medizin geivählt und bestätigt worden: er tritt hier an ciclle des nach Marburg berusenen Professors Tr. Max AlattheS. Prof. Moritz ist 1861 zu Mainz geboren. Aioritz wirlle von 1905—1907 als Ordinarius und Direktor der medizinischen Klinik in Gießen.
wird genehmig!. _ .
Gießen, den 14. Jurn 1911. .
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
J.V.: Keller.__
Motor versagte und er etwa 30 Meter vor dem Ziel mit dem Apparat abstürzte. Sofort war ärztliche Hilfe zur Stelle. Nach dem Bericht des srädt. Krankenhauses, in welches der Verunglückte cingcliesert wurde, scheint kein Schädelbruch vorzulicgen. Das Bewußtsein kehrt langsam zurück.
Magdeburg, 13. Juni Heute früh starteten Dien- cziers 4.11, Büchner 4.18, Lindpaintner 4.24, König 4.27, Laitsch 4.42, die vier letzten mit Passagieren. Kurz nach dem Unfall Müllers 6.15 landete Schauenburg auf dem hiesigen Flugplatz. Um 5.13 ist Büchner wegen Platzens d e s B e n z i n r o h r s in Grävcnitz niedergegangen; er wird den Schaden selbst beheben und wieder auiiteigen
Magdeburg, 13. Juni. Bollmöller ist heute abend 8.34 Uhr trotz des herrschenden Regens auf dem Magdeburger Flugplatz angetommen. Kurz vor 9 Uhr star lete er formell zur Fahrt nach Schwerin. Er wird morgen früh die Reise nach Schwerin antreten. Laitsch, der heute früh nach Braunschweig verschlagen wurde und dort niederging, ist heute abend wieder aus gestiegen. Er machte in Oebisfelde eine Zwischenlandung uno kam schließlich um 6i/a Uhr in Niestedt im Kreise Tannenberg an. Bon dort will er morgen früh nach Schwerin weiter fliegen.
Schwerin (Mecklenburg), 13. Juni. Bei wunderschönem stillen Wetter lang.en heute früh die ersten Flieger des deutschen Rundslugs i.ier an. Als erster landete um 6.5 Uhr der Eindecker von Wiencziers, um 6.23 Uhr landete der Zweidecker L i n d p a i n t n e r s mit Leutnant Haider, um 7.05 Uhr folgte König auf einem Zweidecker. Alle landeten ohne Schwierigkeiten. Gleich nach ihrer Ankunft auf dem Flugplatz wurden die Anwesenden dem Großherzogspaare vorgestellt. Außer dem Großherzog, paare luaren auf dem Flugplatz u. a. die Großherzogin von Oldenburg, die Herzogin Marie Antoinette zu Mecklenburg und die Prinzessin von Reuß anwesend.
Bekanntmachung.
Die Grasverstcigerung vom 10., 12. uno 13. Juni d. Js.
lande. , . , ., n
— Mitteldeutsche Gumnrrwarenfabrrk, Lours Peter, A.-G., Frankfurt a. M. Die Aktien dieser Ge- sellschaft, die im Juni vorigen Jahres ca. 365 Proz. notierten, im laufenden Jahr mannigfachen Schwankungen unterworfen waren, Ende Februar ca. 329, Ende Marz 3o0, April oü4, Mitte Mai 359^ notierten, bann anfangs dieses Monats bis 340 zurückgingen, sind im Laufe der letzten Tage fortgefetzt weiter gciuimen uiw haben nunmehr den Kurs von 32U erreicht, xte Gesellschaft hat mit der Allgemeinen ElettrizrfetS-Gefell, chmt Vcr- hauolung.u geführt wegen Uebernahme der ^antfurttr Airlagen der A. E. G. Lahmeyer-Werke und Eintritt der Peter-Geiellschast
P'eilaui der Witterung seit gestern früh: Ein gestern über Mitteleuropa ziehendes Tief brachte leichte Niederschläge. Auf seiner Rückseite ivtrd wieder Aufheiterung und meist trockenes Weller eintreten, zumal sich von Island her ein Rucken hohen Druckes nähert. .
Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag dem 15. Ium 1911: Meist heiter und trocken, Temperatur wenig verändert.
Schwurgericht.
th. Gießen, 14. Juni.
Ritter von der traurigen Gestalt auf der Ronneburg.
Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen den 21 Jahre alten, wegen Körperverletzung vorbestraften Arbeiter Friedrich Jakob Weitzel von Breitenborn b. Gelnhausen und den 16 Jahre alten Richard Scherer, der noch unbestraft ist und in Pirmasens geboren wurde.
Die Anklage wurde vertreten von Oberstaatsanwalt Mosman n, Verteidiger waren Rechtsanwalt Fischer und E n g i s ch. Es waren nur wenige Zeugen zu hören.
Die Angeklagten sind geständig, in den Tagen vom 16. bis 18. März d. I., nachdem sie in die dem Fürsten von Isenburg- Wächtersbach gehörige Ronneburg eingedrungen waren, schweren Bandendiebstahl, bei dem sie bemannet waren, sowie gemeinsam Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch verübt zu haben. Ferner gestehen sie zu, gemeinsam in dem Dorse Alt-Wiedermus einen Einbruchsdiebstahl begangen und aus der Ronneburg nach Menschen geschossen zu haben, doch sei es nicht ihre Absicht gewesen, jemand zu töten, wie die Anklage ihnen vorwirst. Sie hätten geschossen, um die Angreifer oder Verfolger zu schrecken.
Die Beweisaufnahme ergibt den nachstehenden Tatbestand, jtoie ihn die Anklage enthalt. Die beiden Angeklagten haben sich in Fechenheim, wo sie eine gemeinsame Schlafstelle hauen, au- gefreundet. Ter junge Scherer hat, wohl durch Lesen von Schundliteratur dazu hingeleitet, einen gewissen Hang zu Abenteuern. Er machte dem Weitzel Vorschläge zu Diebstählen bei reichen Leuten in Pirmasens, insbesondere bei einer reichen Witwe. Weitzel erzählte dem Genossen von der Ronneburg, die er sehr genau kenne; er fabelte von unterirdischen Gängen, in der reiche Schätze zu holen seien, und machte ichließlich den Vorschlag, dorthin zu gehen, um zu sehen, was zu machen sei. Man wollte dort Quartier nehmen und in der Gegend Diebstähle aussühren. Am 16. März d. I., beide Leute hatten keine Arbeit, schritten sie zur Ausführung des Planes. Sie lausten in Lssenbach zwei Revolver und Munition, wie Weitzel in der Verhandlung cmgibt,
uni sich in der Rot damit zu wehren. Weitzel trug noch ein Tolchmesfer bei sich und eine Tiebslaterne. Am selben Abend zwischen 7 und 8 Uhr kamen die Spießgesellen vor der Burg an, tletterten in ein Fenster und drangen in das Ritterhaus ein, wo sic übernachteten. Am andern Morgen gings an die Arbeit. Sie brachen zuerst in den Mar stall ein, der im Sommer als Wirtschaft bient, und machten sich über die Vorräte. .Aus dem Keller ftahlen sie 60 Flaschen Wein.
Um sich ein bequemere» Rall-tlager zu bereiten stahlen sie in Alt-W ieüermus eine große Wage »decke. Um sich in dem Burgverlies einen sicheren Untersastups zu verschaffen, brachen sie ein Loch in die Mauer. Arn Rachrnittag kauften sie in Hütten- gcsäß und Alt-Wiederntns Lebensniittel ein, wobei sie zwei Lehrern begegneten, die die Ronnelkurg besucht und erorochen gesunden hatten. Sie benachrichtigten den in Alt-Wiedermus wohnenden Burgbeschließer Link, der sich mit mehreren Männern auf bic Burg begab. Tie beiden Strolche verstechten sich in einem Turm, dessen Fußboden morsch und brüchig mar. Als die Verfolger die Turmtreppe hinauf polterten erklärte Weitzel dem Scherer: Es gelte jetzt bas Leben so teuer als möglich z u verkaufen, mit seiner letzten Kugel werbe er sich selbst erschießen. Al§ ber Burgbeschließer in den bunfclen Raum gelangte, rief Scherer: Feuer! Eine Kugel streifte den Rock des Beschließers. Sie schossen noch zweimal auf bic zurückweichenbeu Verfolger, wobei Lim an bei gestreift würbe. Der Be- sckstießer verständigte telephonisch bic Bübinger Gendarmerie, bic auch bie Burg durchstich.e ohne aber die Einbrecher zu Huben, bie sich inzwischen auf einem Dache versteckt hatten. 2er junge Scherer stellte >ich am andern Tag in Hanau d-r Polizei, sein Spießgeselle Weitzel würbe lurz Darauf feitgciwmmen.
Tie Geschworenen bejahten die ^chuldsragen in bcm Tuuie, daß beide Angeklagten auf der Ronneburg, inbem sie bewaffnet waren, schweren Bandendiebstahl begangen, daß ihnen aber für diese Tat mildernde Umstände zuzubilligen seien; sie seien auch schuldig der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruches unter M»i- führung von Waffen, iinc» weiteren ichwcien Bandendiebstahls unter Zubilligung mildernder Umstände in Alt-Wiedermus und des Toofchlagsvcriuchs. Wegen des Angeitagten.archerer wurde die -Frage ob er die erforderliche Einsicht besessen wegen der Strafbarkeit seiner Handlungen ebenfalls bejaht.
Das Urteil lautete gegen Weitzel am occr Jahre Bucht- Hans, gegen-Scher er auf zwei Jahre Gefängnis, unter Anrechnung der llntersuchuiigshaft. Beide nahmen das Urteil an.
Bekanntmachung.
Die Straße Dutenhofen—Münchboizbauseii wird wegen ihres Ausbaues innerhalb Der i^cmarkung Dutenhofen bis auf weiteres
Kelramüiimchung.
Betr.: Ausbruch Der Maul- und Klauenseuche in Ettings-
^niolae^Ausbrnchs der Maul- und Klauenseuche in Ettingshausen wird die Abhaltung der mtt Beiannrmacyung vom 19 Mai 1911 (Kreisblatt Rr. 41) genehmigten ^cyweuicmartte in'Langsdorf, Lich und Hungen verboten.
Gsetzen, den 14. Ium 1911. _
Großherzogliches Kreisamt Gietze^
LV.; LangerNanL.
Hessen-Nassau.
h. Aus bcm Kreise Marburg, 13. Juni. Tem Ver- Daltungsbericht des Kreises Marburg vom Jahre 1910 ist zu entnehmen: Der Kreis hatte bei der letzten Volkszählung 56 941 Einwohner (gegen 53 779 hn Jahre 1905). Tie Bautätigkeit war eine sehr rege, denn es wurden in den Landorten und der Stadt Wetter 709 Bauten genehmigt. Im letzten Winter bestanden im Kreise 32 ländliche Fortbildungsschulm mit 503 Schülern. Die Kreishaushaltnngssck'nle hielt in Drei Landgemeinden und in Marburg je einen jecyswöchigen Kursus ab. Die Marburger Kreisbahn beförderte im Berichtsjahre 26 422 Personen (gegen 23 957 im Voriahre), die Einnahmen erhöhten sich von 73 852.22 Mark auf 75 849.91 Mark und die Ausgaben von 62 201.13 Mark auf 63 267.21 Mark. Bei Dreihausen wurde auf Rechnung des Kreises ein Basaltfteinbruch angelegt. Tas Steuersoll betrug 468 614 Mark, davon wurden 20 . Kreissteuern (93 723 Mark) und 10", > Bezirkssteuern (46 861 Mark) erhoben. Nach den Voranschlägen waren vorgesehen iit je einer Landgemeinde 325 und 320°,», in je vier 30U°.o, in je einer 275 und 260%, in 13 250%, in je einer 233 und 230%, in fette 225%, in je einer 222 und 210%, in 31 200%, in je einer 190 und 184%, in fünf 175%, in einer 160%, in zwölf 150%, in zwei je 125%. in zwei je 100%, in einer 90 uno in einer 50%. Die Stadt Marburg erhob 170 unb die Stadt Wetter 100%. Der Viehbestand im Kreise stellte sich bei der letzten Zählung auf 3373 Pferde, 26 601 Dtüioer, 13 333 Sajase und 21 731 Schweine. Aus dem Verkauf von Gemeinbeobst flössen in bjc Gcmeindc- kassen insgesamt 16 246.75 Mark (gegen 11706.30 Mark in 1909). Zur Unterhaltung bes 300 Kilometer langen Landwege- »etzes würben 90 252 Mark ausgewenbet.
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* Postscheckverkehi. Im Reichspostgebiet ist bie Zahl ber Kontoinhaber im PostschcckDerkehr Ente Akai 1911 auf 56 100 gestiegen. (Zugang int Mon.it Mai über 10003 Aut biefeit Pomcheckkomen würben im Akai gebucht über 1,098 Milliarben Atart Gutschrifieii unb 1,094 Milliarden Dkark Lastschriften. Tas Gcsamtgulhaben der Kontoinhaoec betrug Ende Mai 110 Mrllwnen Mark ihr durchschnittliches Gesanttguthaben ipahrend desfelben Monats 123% Mülioncn Mark. Im Verkehr der ReichSpoft- schcckämler mit bem Postiparcassenamt in Wien, ber Postfpar- taffc in Bubapest, den sckjaveizerischen Postscheckbureaus unb ber belgischen Poswerwaltung wurden 5>/s Millionen Mark um- gcicut und zwar aus 2 340 Ucbertragungm in der Richtung nach und aus 9 570 Uebertragungcn in Der Richtung aus dem Aus-
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Kuverts mit Firma druckerei, Gießen, Schulstr.7
Gießen, den 14. Ium 1911. Betr.: Landwirtschaftliche Bodenbenutzung im Jahre 1911.
An Die Grotzh. äürgcrmciiicrtien öct? Kreises.
In Abänderung unserer Bekanntniachung vorn 24. Mai 1911 Kreisblatt 'Rr. 42, bestimmen wir hierdurch, daß die Erhebungen der oben genannten Art nicht erft im Laufe diews Monats, sondern foioeit noch nicht geschehen, sofort vvrzunehmen ^"Einsendung des ansgefüllten Fragebogens hat bis spätestens 18. Juni zu erfolgen.
Großherzogliches Kreisamt Gienen.
___________I. B.: Langermann.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Kanalifation-arä-üen wird die Schützenstraße zwischen Mtobbcimer Straße unb Gleiberger Weg von heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radmhrvertehr ge- '^Gießen, den 13. Juni 1911.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
G e b h a rdt.________________________
Kieme aagescqronit.
Statt der bisherigen rot-weiß-schwarzen Fahne beschloß der Berliner Magistrat für die Zukunst rot-weiß-rot als rcichshauptstädtische Stadtslagge zu wählen.
In Schweinfurt stürzte die Frontmauer ber Schuhfabrik Heimailn ein. Mehrere Personen wurden unter d.n Trümmern begraben. Zwei Tote sind geborgen, zwei Arbeiter noch verschüttet. (Sine Person ist lebensgefährlich, f ü n f b i s s e ch s sind schwer verletzt.
EinmächtigerBrand,der nach Sonnenuntergang in Sfutarti aus kam, zerstörte den nordöstlich am Bosporus gelegenen Gürtel des asiatischen Stadtteils. Mehr als 40 Häuser wurden ein Opfer der Flammen. In der stulen Pollmondnacht gewährte die Riesenlohe, die weit den Himmel und das Meer in rote Glut tauchte, ein überwältigendes Bild.
Eingesandt.
Langgöns Wer Gc.cgenhcil batte nach bem Langgönfer Sangermt zu gehen, tonnte Die Wahrnehmung machen, daß sich ber On seit etiua zwei Jahren wesentlich verbessert hat. Da außer der WafserlcuungS- unb Kanalanlagc auch bie Straßen neu hergestellt sind — besonders bic, wo früher ein Groben durch- gesuhlt war — ist numnehr Langgöns üt dieser Hinsicht als eine vorbildlirte Gemeinde bcS Greises Gießen zu bezeichnen.
Wer jebod) seinen Weg nach dem Friedhof wendet ist enttäuscht von dem fchlecknen Zustand in. dem dieser sich befindet. Ter Weg, der zum Frieohos führt, ist bei schlechtem Wetter la um passierbar. Tie überhaupt schon zu nichtige Uinf af sungs mauer des Friedhofs ist teilweise abgerissen — ein Zustand, der schon jahrelang besteht —; es befindet sich daher das kühner Volk öfters im Innern des Friedhofs, um auf den angelegten Begräbnisstätten sein Unwesen zu treiben. Auf dem Friedhof elbst herrscht lvenig Ordnung, bic Kränze und Abfälle lagern an vielen Stellen, an Wegen fehlt es derart, daß man nur mit Mühe und unter ber Gefahr, seine Kiewer zu zerreißen, zu ben Gradcrn gelangen kann. Ebenso beiinDen sich bie vorhandenen Wege in einem schlechten Zustand. Auch wäre es wünschenswert, wenn bei allen Beerdigungen der Totengräber das Zuwerfen der Grüber selbst besorgen würde, damit diese Arbeit nicht Schuß- jungen, gleichsam zum Vergnügen, überlaffen wird. Unter Berücksichtigung' der dem Beerdigungswesen zukommenden Pietät unb auch zum Schutz der von den Hinterbliebenen teilweise nut großen Opfern angelegten Grabstätten wäre cs doch empfehlens^ wert, wenn bie vorgesetzte Behörbe in biefer Angelegenheit geeignete Maßtiahmen zur Beseitigung ber oben enoäljnten Mängel treffen würbe. o<
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und solide gearbeitete liadewauuen erhalt. Sie von 17 Mt. an bet J. 16. Mauser Neustadt 56 Telephon 660
Letzte Nachrichten.
Die Wahlen in Oesterreich.
Wien, 14. Juni. Bis 6 Uhr heute früh lagen 400 Wahlergebnisse vor, darunter 232 eubgültige; bei 168 ist Stichwahl erforderlich. Bis jetzt sind gewälKt: 59 Ehristtich- Sozialc, 43 Sozialdemokraten, darunter 12 Tschechische. 34 Mitglieder des Tschechenklubs, 41 Deutschnalionale, 1 Anhänger ber deutschen Arbeiterpartei, 8 Polen, 5 Bukowinesen, 17 slowenisch- lat h. Kandidaten, 5 Slawisch-Rakwiiale, 7 italienische Katholiken, 2 italienische Liberale, 1 Auocmicher, 1 Attkonservatwer-
Berlin, 13. Juni. Wie wir von zuverlässiger Sette erfahren, ist der Direktor des Königlichen Instituts für experimew. teile Therapie in Frankfurt a. M., der Entdecker des Salvorfan, Geheimer ObcrmcDizinalvat Prof. Dr. Ehrlich, jum Wirkt. Geheimen Rat mit dem Pttwikat Ex-ellenz ernannt worden. .
Paris, 13. Juni. Eine Note ber Agence Havas bezeichnet die Meldung, Monis beabsichtige zurückzutreten, als unrichtig Ts beliebe zwifcycn bau Mimsterpräswenten unb bem Minister we er über die Abgrenzungsfrage ,nod) sonst eine Differenz.
London, 13. Juni. Der Arbeiterführer Tom Mann ist in Lioervool angetommen, um den Ausstand zu leiten. Joseph Gotter, Mitglied des internationalen Ausschusses, erklärte, es sei lein Tag für bic Erönnung festgesetzt. Wenn ber Streck aus- bredje, würden alle großen Dampfer ber Ueberfcelmien ausge- yalten werden. Bon ber Strcitleitung in Glasgow wirb erklärt, daß ein Generalstreik der Seeleute tevvrstche; es wirb aber abgelehnt, bas genaue Datum vor morgen, wo Demonsttationen nattfiuoen sollen, behnnt zu geben.
South Shields, 13. Ium. Der auf morgen augesetzte Seernannsstreik wird nach Den leßten Beschlüisen abends um 7 Uhr beginnen. Das Signal dazu wird durch Abseuern einer Rakete gegeben.
Biareggro, 13. Ium. In Villa Planere fand die Verlobung des Erzherzogs Karl F r a n z I o s e p h mit der Prinzessin Zita von Bourbon von Parma statt. Nach den Feierlichieiten ist ber Erzherzog nach Konten abgereist, um den Kaiser Franz Josef bei ben >ccönungsfeierlichreiten zu vertreten.
nationaler Oeutscher Rundflug.
Magdeburg, 13.Julii. 11.der den UnHA. des Fliegers \ Müller wird gemeldet: Der über dem Magdeburger tvu9= I felde angetommen über das Ziel hinausgeflogen war, wollte in einer Kurve zum Zielband znrückkehren, als plo^lich der
Bekanntmachung.
Samstag, 17. Juni l. Js., vormittags 10 Uhr soll | das Heugraö von den Anilaltsivtcscn m 6 Losen an Ort und I Stelle meistbietend versteigert werden.
Zllsammenkunft am Verwaltungsgebäude, woselbst auch f bie 23ecfteigerung6bebingungen bekannt gegeben werden.
baß man Räh.-reS über ben Gang erfahren konnte, kürzlich abgebrochen worben unb seit biefer Zeit datiert ber fortgesetzte Rückgang ber Peter-Aktien. In .'!klioiiärkreisen besteht die Meinung, baß bie Verhandlungen wieder ausgenommen unb auch zu Ende -esührt werben. Tiefe Erwartung stützt, sieb auf Bank mutcUungvn, deren Zuverlässigkeit aber bezweifelt wird In diesen Aktionärkreisen bat man auch die Behauptung ausgestellt, daß der gegenwärtige Kursrückgang auf einen künstlichen Truck znrückzuführrn sei. Tem ist aber nach Lage der 5adie nicht so. Ter Aktienkurs ist infolge der Koncer ii-Aussickrten bis ca. 375 g. fliegen, unb als diese Aussichten gefunden ivaren, ist er eben wieder bis etwa 320 zurückgegangen Die Beschäftigung der Ge- seilfchaft würbe uns erst jüngst al-5 recht gut bezeictrnci, ber Umsatz sei im lausenden Jahr bisher über den vorjährigcn^binaus gegangeii. Andererseits muß aber doch auf die starken Schwankungen der Rohgummipreifc und aus ben jüngsten PreisfaU hin gewiesen werden.
B een, 13. Juni. Bei der G o t t h a r b t b a b n • ® e | c 11- schalt in Llauidatioii beliefen sich 1910 die Einnahmen ans 14 222 713 Francs, Die Ausgaben aut 5 592 283 Francs, der Uebci- idjiiB also nur k 630 450 Francs. Für die Zeit vom 1. Juki 1910 Ui-1 JO. Jnnl 1911 soll eme Dividende von 35 Francs für bic Aktie gewahrt weeden.
"niärfteT
o Lanbach, 13. Juni. Ter heutige S ch iv e i ne m a rk t, der eigentlich wegen Der in der Umgegend herifchenden Manl- und KtkUlenjeuche ausraden sollte, war doch von 40 Stuck Jung- jchwelnen befaljten, Die im Preise von 30 Mk. das Paar verkauft ivuröcit.


