Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten.
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neu Zulassung des 'L sarnnicnsctzuug schon genügenden
Zur Gründung eines Vereins für Luftschisfahrt in Siegen.
Bon L Pcvpler-Gießen.
«Stimmenthaltung der 9tatwnailiberalcn gerechnet, als e? bie zwei Elsässer in das der Versassungsreform feindliche Lager, wie es scheint — adtommaudierlc so bleibt ba? Zentrum Regierungspartei, und die Ablornmanbierung der beiden Elsaß Lothringer sichert ihr auch weiter die Freund schast der konservativen. Tie 'Ablehnung des Entwurfs insolge dieser geschickten Taftit des Zentrums aber wird man ihm iir Elsaß Ihringen nicht l)oci) genug anrechnen können. Tas Zentrum versteht es eben, drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
Weniger durchsichtig ist die Haltung der Reichsvarteiler und der Nalionallibcralen Stehen dach diese beiden Parteien wie die Fortschrittliche Volkspartei aus dem stand- punlt, daß, wenn auch die elsaß-lothringische Bersassungs- rcsorm zu gewissen Befürchtungen Anlaß gibt oder die auf sie gesetzten Hoffnungen nicht ganz erfüllt, man sie doch unter Tad) und Fach bringen mühe. Tas war trotz der Abtoniniaiidierung der beiden Elsässer und der Trennung der Reichsparter noch immer möglich, wenn die drei Nationalliberalen sich nicht der Abstimmung enthalten hatten, iondern für die Vorlage eingctreten wären. Tiefe wäre dann mit 15 gegen 13 stimmen angenommen worden, und das Zentrum hätte dann wenigstens nicht die
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Aus Sen hesiischen Ausschüßen.
sd. T a r m stad l, 11.
Tie Eemeindcsleurrvorlage.
einer natürlichen Ucbcrgangsstraße zwischen Sub- und Nord- deutschland, zwischen Frankfurt a. M. und Kassel. Alle diese Möglichteiten, die sich m der Zukunft bieten, werden ür Gießen Dann am vorteilhaftesten sich gestalten, wenn der Loden für die Lu'tschifsahrt hier bereits geebnet und >as Interesse dafür vorhanden ist.
Neben diesen sportlichen und oerkehrstechnischen Richt- linier, denen Der Gießener Verein für Luftschiffahrt folgen wird, bleibt noch eine weit wichtigere Aufgabe, nämlich die wissenschaftliche. Tic moderne technische Eroberung der Lust geht Hand in Hand mit ihrer wissenschaftlichen Erforschung: das eine ist ohne das andere nicht entwickelüngs sälng. Tober hat auch die wissenschaftliche Erforfchung der Atmosphäre neuerdings für das Luftschioahrtswefen große Bedeutung erlangt. Besonders die Witterungskunde erlebt durch die Luftschlnahrt einen mächtigen Aufschwung An mehreren Lrten sind Institute entstanden, die nut den modernen Hilfsmitteln Freiballon, Fesselballon und Tra- eben an der wissenschaftlichen Erforschung des,treten Luft- meeres arbeiten, und außerdem dem Luftschifter wertvolle Anweisungen an die Hand geben, wie er am vorteilhaftesten sich in seinem „Fahrwasser" zu bewegen hat. Zu den Einrichtungen, die sur die Lufftchisfai^rt geradezu unentbehrlia) geworden sind, gehört auch der öffentliche Wetierbieiift, ber den Lust'chiifer über die Witterungsoerhältmsse unterrichtet und ihn vor gefährlichen tietterlagen warnen mpL. Man l at die Bedeutung dieser Einriostung in Luilichisferkreifen ck'N recht eingesehen, als zahlreiche Katastrophen und Un- olücksfälle beroieicn, wie abhängig Die Luftschiffahrt von her Witterung ist. Es ist nicht zum geringsten Teil dem Wetterdienst zuzuschreiben, daß der Balwnsport au: der Ila in dem ziemlich ungünstigen sommer 1909 io überaus glücklich verlief. Ta Gießen bereits einen Wetterdienn be- sitzt sind die Bedingungen für Luftfahrten günstige und es wird dafür geforgt werden, daß Fahrten nur bei geeigneter Witterung unternommen werden. In wissenschaftlicher Beziehung aber kann man in dem Incfigcn Wettcr- bienü, Mammen mit der Luftschiffahrt unj den an Mctcoro- logie und Aeronautik interefiierten Instituten der Landes- Universität, Die erste Grundlage erbliden für ein Instiwt, das sidi die technische und wi'senschaftliche Eroberung des Luftmeeres zur Ausgabe macht, so tonnte Gießen ober im weiteren sinne Hefsen mitarbeiten an Dem modernsten
Die Teilung IHarottos.
Ganz überraschend i;ort man jeht von dem Inhalt eines spanisch-französischen Geheimvertrages, daß er die Teilung Marokkos und Die Abfindung Teutfchlands vorsehe.
Tie „Libre Parole" veröffentlicht den angeblichen Wort l au t De* am 1<». November 1902 zwischenFrank- r e i ch und Spanien abgeschlossenen G eh e t m - Vertrages übe r M a r o 11 o. In Artikel 1 die,es Vertrages soll es Danach heißen, Daß Die Regierungen Frank- reich5- unD Spaniens zum schütze ihrer, Interessen in ..t.a- rotto sich verpflichteten, falls Die UmftänDc es ersorderu sollten, ihre streitfräfte entsprechenD einem späterhin lejt- zustellenDen Verhältnis zu vereinigen. Tas Blatt behauptet weiter: In Artilel 2 verpflichten sich Die bciDen Teile unter Anerleiinung Der Kontrollrechte Europas unD namentlich EnglanDs, Die Neutralilät Der Provinzen von Tanger unD Tctuan, sowie des großen Vorgebirges zu reipcfhcrcn und gegebenenfalls zu verteidigen. .
Tie Artikel 4 und 5, 6 und 8 stellen die fpanftche und die französische Einflußzone fest. In die französische JSin- flußzone sollen an Der atlantischen Küste Mazagan, Safi, MogaDor unD Agadir sowie das Gebiet von Marakofch fallen Beide Teile verpilichten sich, ihre Einflußsphären Dein »anbei aller Nationen auf Grundlage gleicher Behandlung zu öff-
haben würde.
Es ist nun freilich richtig, daß, wie das Wolfffche Telegrapl'cubureall meint, der Abstimmung keine für das Zustöndeiommen des Gesetzes ausschlaggebende Bedeutung beigemessen iverden kann, weil neue E i n i c^u n g s Verhandlungen eingeleitet werden sollen, xie Frage ist nur, ob sie von Erfolg begleitet sein werden. Im Reichstag, wo die Angelegenheit natürlich aufs eifrigste besprochen wurde, war man sogar der Ansicht, daß Die elsaß-lothringische Berfassnngsrejorm am besten bis zum »erbft zu- rüagcftcllt würde, weil dann Die Leitung des Zentrums nicht in Den Händen des Abgeordneten Groeber, sondern des wieder genesenen Frhr:i. v. Hertling Läge, von dessen parlamentarischem Takt man sich das beste verspricht Im Augenblick hegt die Lösung der reichsländischen Frage jedenfalls ganz im Dunkeln. Herr v. Bethmann- Hollweg holt sich feine Instrultionen aus Wiesbaden, iinb bann wird man ia erfahren, welches scinasai Der eliafz- lothringi chen Perfassungsreform, sowie vielleicht auch bcin Reichstage selbst bcfdjicbcn ist
Die elsatz-lothringische öerfaflungsreform vorläufig abgelehnt!
Klasstc nach den Ausichußberatungen vom Dienstag über die effafc lothringische Berfassungsresorm nur hin sichtlich des § <!, der von der Zusammensetzung der Ersten Kammer handelt, eine Lücke, so ist das Ergebnis Der gestrigen Ausschußsilnng vorläufig die A b l e h n u n g d e s g a n z e n <0 e j c tze n > w ii r fs mit 1 3 ge g en 12 Gtim mcrt Und das geschah, trotzdem der 8 6 auf Grund einer neuen Eiwf flung mit 16 stimmen angenommen worden war, wobei siel) Konservative, Wirtschaftliche Vereinigung und sozial bcmob.atie der vrbftimmung enthielten, einzig und allein auS dem Grunde, weil das Zentrum den Antrag T i r f feu, der die freie Religionsübung nnb bie Sicherung ber deutschen spräche als Parlaments- und Unterrichtssprache forderte, hinsichtlich seines zweiten Teiles ablehnte Ta- I te die l.'ationallib ralcn stutzig. Trci ihrer Vertreter enthielten sich bei der Gesamtabstimmiing über die ganze Verfassungsvorlage der stimme, so daß diese fiel.
Sieht man sich das Abstimmungsergebnis näher an, so zeigt es die Zerfahrenheit der Haltung der Parteien gegenüber dem Gesetzentwurf, daß für die Vorlage eintraten: ein Reichsparteiler, sechs Zentrumsleute, ein Mtionalliberaler und vier Fortschrittler, gegen sie aber fthnmtcn: vier Konservative, eine Wirtschaftliche Vereini gung, ein Reichsparteiler, zwei elsässische Zentrumsleute, ein Hole und vier Sozialdemokraten. Geschlossen stimmten also nur Konservative, Fortschrittler und Sozialdemokraten, während Zentrum und Nationalliberale sich teilten. Cb das Zentrum mit feiner Teilung den taktischen Zweck verfolgte, die Vorlage Fall zu bringen, um für die Elsaß- Lothringer noch mehr herauszuwirtschaften, oder ob es in Rücklicht auf den konservativen Bundesbruder den Gesetzentwurf in Den Crkus oerienfen wollte, ohne sich selbst Der Regierung gegenüber bloßzustellen, mag hier uner örtert bleiben. Icbenfalls hatte Das Zenlruni die Lage im Ausschuß wieder einmal richtig eingefchätzt und auf Die
Der Kaiser in Wiesbaden.
Wiesbaden, 11. Mai. Ter Kaiser, welcher heute morqcn einen Spazierritt unternommen hatte, hat nm 11 ithr eine Automobil fahrt nach Homburg vor ber Hohe angetreten.
Ter Kaiser traf um 12' , Uhr mit Gefolge in vier Automobilen auf ber saalburg ein. Er begrüßte die Herren Baurat Iaeobn, Bilbhauer Götz, Tirektor Blumenthal nnb ben Vorsitzeubeu ber saalbnrgfrennbe, Tr. Plath, sobaun besichtigte ber Kaiser bie von Bilbhauer Götz gefchafsene Büste bes verstorbenen Geh Baurats Iaeobn, bes raieber- erbaner-' bet saalburg, unb sprach sich sehr auertennenb über diese aus. Tic Büste taub Aufstellung vor bcin Museum. Hierauf fuhr ber Kaiser nach Homburg unb nahm *cn über der Malierin Angnsta-Viktoria Tuelle nach ।einem Lntwurf neu erbauten Tempel in Augcuscheui xuer mürbe er von Oberbürgermeister Sübfe unb bem stabtver- orbnetenvorsteher Tr. Rebigcr empsaiigen unb ipraai längere Zeit mit bicsen Herren, sobann folgte ber Kaiser einer (finlabung bes Lanbrats Ritter von Niar-' zur rzruh- siückstafel. Um M ’2 Uhr, nach einem Besuch ber Erlo,er- firdic, lehrte ber Kaiser nach Wiesbaden zurück. Tort wohnte er mit Den Herren Der Umgebung Heine abenD Den ?r c ft v o r- ft c 1 f u n g e n bei Gegeben würbe Io>. Lansis „Etfenzahn".
'Handlung
'se.inc Karin' .. - reinen r i
hinn inmüttclbar unterstellt iinb. feniubNicn Ein nu-> mer '"htqhcbfrit bestellender llnrerausiäuii ioll nun vrinen, ob es
. . >tc Zahl der Obenörnerei n m
rcip. ba5 Arbeilsgebiet Der einzelnen Lbcnoiiter zu betgiOHcrn.
Tic Ctflnniiation ber jetzt bcüflKiibcn Loka 1 ka ii cnnf r- w a 11 u n g inll edenialls bestehen bleiben, Doch sollen Erivarnine Hiiclt werben burdi Zuiammenlcguiig einzelner Lokilkasfen m den sinbten, Vcrnnndeinng der ländlichen Be^irlsianen, .lian bekmnig eines demnächii frei werdenden Postens eines Kontrolleur» uiw. Ein Antrag betreifenb die Nebernadme bei Kosten der llntercrLcbcr durch die Geweinden nnd Erhebung einer inoscmuflltn olbaabc von denjenigen Gemeinden, von deren Einwohnern die tahlunqcn direti an die BczirkSkaiie geleistet werden, soll einer genaueren Prüiuug durch das Ministerium unterzogen werden.
Hcrre"i,'A^
Tic Entwickelung bc* Luftschifsahrtswesens har in ben letzten Jahren weile Arciie gezogen unb das Interesfe an der Eutoberung ber Luit ist in allen Teilen bes Teutichen Reiches erwacht: m allen größeren unb mittleren Ztäbien schließen sich bie Förberer unb Freunbe ber Aeronautik zusammen um als ©lieber bes Teutschen Luftschisfervervanbes an bem jungen Zweig des Küitursortschrittcs mitjuarbeucn.
Es ist mit Freuden zu begrüßen, baß nun auch in Gießen das Interesse an der Lusischiffahrt stärker als bisher auflebt, und Bestrebungen im Gange find, einen Gießener Verein für Luitschifsahri ins Leben zu rufen. Einige Herren haben sich zusammengcschlossen, und eine Gießener Ortsgruppe des Marburger Knrhessiichen Vereins für Luftschifffahrt gebildet. Tie Zeit ist nicht mehr fern, wo der erste Freiballon in unserer Universitätsstadt aujiteigcn wirb. Ta auch bie stabtverorDnetenveriammlung ben Bestrebungen Interesse entgegenbringt, unb ihre Förbcrung zugesichert hat, iinb Die BeDiuguiigen Der Verwirklichung Der Plane günstig. Ein geeigneter Füllplatz mit Füllanlagen ist nichi schwer zu schassen, unD bas nötige Leuchtgas roirD Die hiesige Gasanstalt ebenfalls liefern, so Datz reine äußeren Schwierigkeiten Den Ballouauistiegen im Wege stehen
Tic Hauptauigabc Der Gießener Ortsgruppe wirb vielmehr Die sein, bas Interesse iür äronaulnche Bestrebungen hier zu beleben unb Freunbe unb Förberer in weiteren Kreisen zu werben, vor allem ba, wo bie Kostspieligkeit bes neuen Sportes ber Betätigung feine Schwierigkeiten bereitet; man muß bamit rechnen, Daß Die Kosten einer Ballon fahrt für Den einzelnen Teilnehmer ungefähr 100 Mk. betragen, finanzielle Cpfer, Die mdit allzuvieie bringen können Tapir ist es aber auch ein soort, an dessen Schönheiten und Reize fein anderer auch nur entfernt heranreicht, unD wer sie einmal genossen hat, steht mit ganzer scele int Banne Des Ballonzaubers. Seither ftanDcn leider weite Kreise der Oesfentlrchkcit den Freiballonsahrten noch mit Abneigung unD Mißtrauen gegenüber, woran Die weitverbreitete, Durchaus irrtümliche Ansicht Schuld trägt. Die ^ahrt in einem Freiballon sei ein waghalsiges, gefährliches Unternehmen. Die zahlreichen Unglucksfälle Der letzten Jahre
Ter F i n a n z a i, s ' ch u I' Lei Zweiten Kammer beriet heute in Aiilvcscnheil de^ Fiuanm'misicrs Tr., Brau n, des ©chcimiai - Bcckcr, Gey. Cbeniuailsrats Knet: die ©dr.icir.beftciicroorlagc weiter unb beharrte bei den meinen der bestehend n Tisferenzpuntte u- der Hauvliachc auf feinen irizijcrcn Bcichlüfscn. 2.anut wäre vor ausiiditlid) ein schcncru der gar.ÄC.i Vorlage zu erwarten, xa indciien der Finanzminister gan> befonöern Wert am die Verab idicDung der Vorlage legt, werden Dorauöiia Uid) die i n a nz a u s f ch ü f i e beider k a m m e r n ip einer demnächst zu bi luienden Sitzung den Oegcnltaub nodnnals in Gemeimmust mu der Regierung verhandeln. Mit der Annahme oder dem fallen der Vorlage in dem großen Ausschuß Dürfte dann aud> ber_s di l u l> des Landtages zuiamineuhängen, den man im Falle der Nidstveriwndigung über Der. Gesetzeniwuri zunächst aut Den 9. Juni vorgeich.it hat. Abg Mo11Han ist mit Der Abta'timg des Berichtes über Die Verhandlungen im Ausschuß der Zweiten kam mcc beauftragt und wird ihn schon am Freiiag icrtigttellcn.
Tic Vereinfachungen im Staatshaushalt.
Der Ausschuß tür die Vereinfachung im Staatshaushalt hat in seiner gestrigen zweiten Sitzung unter dem Vorsitz des staats- mintfterö beschlossen, an der jetzt bestchet'de.i C rganitatron der Cberföriteriien, wonach diese der Forß und kameraivrrwal
tege geschlagen. Es in ja nun freilich richtig. Daß Die Ablehnung Des reichsparteilichen Sprachenantrags ntrd) bas Zentrum, obwohl bavon die kreise mit über wiegenb sranzösischer Bcvolkeruug nicht betroffen merben 'olltcn, Befürchtungen hervorrusiu mußte für alle die Kreise, in denen bie beiden Landessprachen gleichmäßig verteilt sind. Im Parlament ist an bie Zulassung ber französischen Sprache natürlich nicht zu bcitfcn, anders aber fleht es bei bett unteren Bchörben, wo das Zentrum, das burdi bie Bertassungsresorm zur ausschlaggcbcnbcn Partei in ben Reichslanden werben würbe, infolge seines Lieb äugelns mit bem Franzosentum alles batansetzen würbe, um bie französische Sprache ber brutschen als fllcidibcrcdi ligt an bie Seite zu stellen. Tie Nichtausnahme bes sprachenparagraphen in bie Bersassungsurkiinbc hat nicht völlig ausschlaggrbenbe Bebentung, wenn man erwägt, baß Die Erste Kammer einer Durdt Die Zweite Mammcr beidtloste- Französischcn gemäß ihrer ganzeti Zu
qciiügcnDctt AiberstanD entgegengesetzt
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scheinen diese Ansicht itiaen; aber man vergup, daß in der CefsenHichlcic uatürlid) nur bie unglücklich Der- lausenden Freiballonfahrten bekannt werden, von den tausenden Fahrten mit glücklichem Ausgang aber spricht niemand. Um die Ungciänrliditeit des mu Boriicht betriebenen Luftsports ins rechte Licht zu setzen, fei mir daran erinnert, daß von den 431 Faunen mit über 120J Personen, du während ber Ila statuaiiben, keine einzige unglücklich verlief, obwohl barunter zahlreiche wissenschaftliche Ehrten sallen, bei denen auch unter ungünstigen Verhältnissen gefahren werden mußte. Wird bi: nötige Vorsicht angeroanbt, nur bei gutem Welter unb unter bewährter Führung, ber Freiballonivort veuicben, bann ist er nicht gefährlicher als der Automobilsport.
Schließlich ist es nicht die einzige Ausgabe eines Vereins für Lu'tschifsahrt, mög.ichst viele Fahrten auszuführen, son- bern er wirb auch aus anbcrc Weise an ber Förderung ber Luftschiffahri mitarbeiten.
Uni bas Verstänonis für bie Aeronautik in weitere Be- völterungsschichten zu tragen, wirb ber Verein Vorträge unb vraitüchc Kurse bie.cn müssen, fowohl über LuNfchifi- fahrt, wie über bic bamii zusammenhängenben technischen unb 'wissenfchaftlicheii Gebieic. Interessierte werden sich unter Der i ieiigen Bürgerschaft, vor allem unter Den studierenden zahlreiche finden. Vielleicht beginnt man schon tu diesem sommer mit einem oocr mehreren orientierenden Vorträgen von Cuftidiiifcrn mit tiangoollen Namen, bic, wenn es sich um bic ibeelie Förderung Der Sache handelt, leicht nad' Gießen zu zictzen sind. Denn erst einmal ein Kristallisationspunkt für äronautisch: Bestrebungen iper gc- fchaffen ist, wirb Die Weitercntwickelung rasch vorwärls- fchreiten unD Gießen nicht mehr wie bisher abseits Der Luftschiffahrt liegen. Turch Die Beziehungen Des Vereins znm Tent'chen LuftschifferverbanD roirD es 'ich eher ermöglichen lassen, einmal einen Flieger, einen centbaren ufw. nach Gießen zu zicbey. Bei Der raschen Entwicklung der Eroberung Der Luft ist zu erwarten. Daß Luftschiff unD Flug- auparar in absehbarer Zeit Verkehrsmittel werben: man cr- lennt schon jetzt deutlich, wie lick) bestimmte, durch die .Gunst natürlicher Vcrf-ättnissc geidiaficne Verkehrsstraßen heraus» bilden, wie z. B. bic oberrheinische Tiefebene. Es ist nichr ausgeschlossen, baß auch Gicßcn von ben Hauvtadcrn eines zukünftigen Lufwertchrs berührt wird, benn es liegt an
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Nr. 1U Erstes Blatt W. Zahrgang Freitag, 12. MaNyst
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