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1; Erd» und Maurerarbeiten.
115 Rbm. Erdaushub. 194 Kdm. Bruch- und 18 Äbm. Backsteinmauerwerk usw.
II: Steiuhauerarbeiteu (Lungstein).
9 Kdnt. Sielljockel, Fensterbänke, Türjchwellen, Abdeckplalten usw.
III: Zimmerarbeiten.
17,50 Hbm. Tannenholz zu liefern, 800 Lfdm. Holz abzubinden, Gesimse, Elnstreifböden usw.
IV: Lachdcckerabeiteu.
185 Vieler Dachflächen zu schiefern usw.
V: Zimmer- und Schreiucrarbeiteu.
156 i'fDin. Holzzaun, 1 zweiflüg. Tor uiw.
VI: Vergrößerung des Vorsührhofes.
696 Q Nieter Schlackengestück usw.
Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amte,
Stephaustraße 18, zur Einsicht aus und können evtl, dort, soweit der Vorrat reicht, zum SelbstkoslenpreiS bezogen werden. Angebote mit genauer Aufschrift sind blS zum Ecöfi- nungSleruun, Lawölag Sen 25. März, norm. 11 Uhr, bei unS einzureichen.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 10. März 191L
Hungen, 20. Februar 1911.
Großyerzogliche» Amtsgericht.
TAPETEN! *
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aniuiu)<r rveueroenchl.
O e f f e n 11 i tb e Wetterdienst st eile Gießen.
Vertäu« der Witterung seit gestern früh: Ta» liei zieht im Norden vorüber. Em ^iandwirbel über dem Kanal wird wohl (einen Einfluß au« unsere Witterung gewinnen, so daß weiterhin trockene Wiuerung in Aussicht ist.
Welterauslichten in Heilen am Sonntag dem 12. März 1911: Wechselnd bewölkt, mein trocken. Temperatur wenig verändert.
Dcrniiicbtc».
* Der Tafelwein im Unterhause. Die neue Küchen- Verwaltung des Unterhauses ist gewählt und hat ihr Amt an- Qctrcten; aber vorher hat die alte Verwaltung noch einmal für
LlrbeitSvergebung.
Auf Grund deS Ministerialerlasses vo>n 16. Juni 1893 werden folgende Arbeiten für den Reubau eines Kleinvieh- stalleS mit Wagenhallen, sowie für Herstellung einer Einfriedigung für die veteriuär-mediziuischeu Institute zu Gießen öffentlich ausgeschrieben:
Briefkasten der Redaktion-
Darmstadt. Tie Beröffenllicdung eriolgt m cmzelnen Stücken, wie wir das u. a. bei den Aufsätzen aus dem Ohnual gehalten haben.
Bekanntmachung.
In unserem Handelsregister A wurde heute bei der Firma I. H. Köhler in Hungen — 9h:. 19 — eingetragen: Das Geschäft ist auf die Kinder des Inhabers als Erbengemeinschaft übergegangen, nämlich: 1. Auguste Thimm geb. Köhler, 2. Heinrich Köhler, 3. Marie Köhler, 4. Ottilie Köhler. Der Wüwe des Johann Heinrich Köhler, Ottilie ged. Puch, steht der lebenslängliche Nießbrauch und die ausschließliche Vertretung zu, mit Ausnahme von Veräußerungen und Verfügungen über Grundstücke, wozu außerdem sämtliche Erben ihre Zustimmung geben müssen.
Die seither als Inhaberin eingetragene Johann Hrch. Köhler Witwe wurde gelöscht.
Emmy Schreiner
Richard Boller
Verlobte C***
Kostheim am Main
Hierdurch empfehle mich
zur Anfertigung von Schindeln und zum Streichen von ganzen Bauten usw.
unter Garantie bester und billigster Ausführung.
Johannes Hansel!., Helpershain i. Lögtkbttg
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XL. Um Irrtümer zu vermeiden, dstie genau aus dir Firma llavsel I. zu achten.
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außer allgemeinem (Belehrung im Beseitigen anatomischer Hindernisse durch leicht auszuführende Fingergymnastik, Massage und Gewöhnung aller in Frage kommender Körperteile; vorteilhafteste Bogenhaltung und -führung; großer, blühender Ton in kurzer Zeit) erteilt
M. Kissel, MHlkhrcr, lhcw. Mch,
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Heute ist ein Waggon Stoll'gcher Kultivatoren eingetroffen, welche ich, infolge eines sehr günstigen Ab» schlnffes, ganz bedeutend unter den seitherigen Preisen anbieten kann. Es liegt in Ihrem Jntereffe, bevor Sie ein derartiges Gerät anschoffen, mein Lager zu besichtigen. Auch in Säe- und Mähmaschinen habe ich erstklaffige Fabrikate sehr vorteilhaft anzubiiicn. Sämtliche Artikel für die Frühjahrsbestellung, Saatfrüchte wie Dünger, kaufen Si«
Drudtfaßen aller fln liefen in iedr; gkwunschtcn flusflanung, ftilrein und prnsu)Crt vrühl'scvk UniDcrlhtats^uctJ^u. Steinürumcrei • R.F.angc« Gießen
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Mt SaTTarnfttfarier einen genauen JOrritfrt über ihre auSgearbeitet und den ehrenwerten Mitgliedern des Untnhauses über den Stand der Vorräte gewiiienhaN berichtet. AllcS ist tn säwnster Ordnung, die Keller lind wohlversorgt, die Wetne in bester Behandlung und in schönster Gesundheit. Der Thamva^er des Jahrgangs 1906 lagert in den Aellergewölben des Unterhauies und harrt geduldig, bis der Augenblick gekommen ist, da me Volksvertreter ihn probieren werden. Er müsse, so legt die Verwaltung dar, wenigstens noch zwei Jahre liegen, erst dann könne er alle auf ihn gesetzten Hoffnungen ermllem Das Unterhaus legt nämlich besonderes Gewicht auf d,e Qualität sennes Ehampogners und ist nicht wenig stolz darauf, baß ber »ett deS Unterhauses in England berühmt ist. Die scheidende Küchcn- oerwalcung hat sich besonderen Ruhm damit erworben, dah sie diesen neuen Champagner zu 82 Schilling daS Dutzend FlaiKen kaufte, denn jetzt ist der Wein bereits 160 Schilling wert. Der Jahrgang 1900, der gegenwärtig gelrrmken wird, wird noch für zwei Jahre ausreichen; dann wird oer Jahrgang 1904 getrunken, dessen Vorräte wohl drei Jahre genügen werden. Bei dem großen Festbankett, das der Londoner Magistrat zu Ehren des verzogs von Connaught gab, wurde 1904er Champagner getrunken: dos Unterhaus ist nicht wenig stolz darauf, daß seine Vorräte unb feine Kelleroerwaltung die deS Londoner Rathauies übertreffen. Aller- dings ist der Champagner nur das Lurusgetrank der englischen Parlamentarier; gewöhnlich begnügen sie sich mit rotem und weis;em Bordeaux, auSgcwählt schönen Weinen, die den Volks- oeNretern nur einen Schilling kosten. 3m Keller des Unterhauses lagern noch einige Flaick>en 1847er Portwem, der 21 Schilling die Flasche kostet. Aber leider gehen die Vorräte zur Netze. Die Vorliebe für Sherry bat in den letzten Jahren abgenommen. Sherry ist unmodern geworden, und nur die wmg.iche Keller- Verwaltung bezieht noch Sherry aus dem Uillerhaus.
• Ter ÄriegSminifter als Sherlock Holmes. Eine vergnügliche Anekdote auS dem Leben des jüngft verstorbenen iranj. KrieacmiiiisterS General Brun writz der Gaulots zu erzählen. Während seines SommerurlaubeS besuchte der General auch das Städtä-en Easteljaloux. Man empfing den KnegSminisier mit aller Feierlichkeit, der Bürgermeister und alle Honoratioren der Umgebung hallen sich eiiigejunbcn, um den General zu begrüßen. Für jeden der Anwesenden suchte der Minister irgend cut ireuiid- liches Wort zu finden, doch er mar im allgemeinen fein Plauderer. Mait stelllc ihm einen braven Landarzt aus der Nachbarsä-aft vor, irgend jemand flüsterte ihm zu, jener Arzt fei einst im Guinnaftum scut Klassenkamerad gewesen. General Brun fühlt sich höchst unbehaglich, er erkennt den einstigen Freund nicht wieder, aber in feiner Gutmütigkeit will er den allen Arzt nicht lränlen und geht kurz entschlossen freudig auf ihn ml „Ach, mein lieber Eadickwu, et, ei, wie geht es dir benn?" Der wackere alte Derr ist überglücklich, er fühlt fich gefchmcichclt, schüttelt dem General die Hand und sagt nur: „Ganz gut, na und du, mein lieber Minister?" „Und du, du reitest immer noch deinen alten Grauschimmel?" „Aber natürlich, meinen Grauschimmel. Aber was du für ein Gedächtnis haft'7 Inzwischen haben sich andere berbeigebeängt, der Minister schüttelt neue Lände, schließlich ist die Feierlichkeit zu Ende. Der Adjutant deS Generals, der die Szene mit dem allen Landarzt beobachtet hat. kann sich auf bem Leimweg nicht zurückhallcn und fragt seinen Chef: „Aber wie ist es denn' nur möglich, daß Sie sich an den alten Grausck/inimel Ihres Schulkameraden noch erinnern konnten?" „Ach, ich konnte mich an den wackeren Doktor überbau# nickst mehr erinnern und noch viel weniger an feinen Grcmsa.immel. Aber da er Reitstiefel au baue und ich an seiner Jacke noch einige graue Haare sah, — na, da habe ichs eben gewagt und Sie sehen, es hat gestimmt."
* Die Gewinnung der Schwämme. Der Berus deS SchwämmesammlerS ist ungemein gefahrvoll. Don den durst)- schnittlich 700 Tauck)ern, die ihm an der trivolitanischen Küste obliegen, sterben jährlich 60 bis 100, und früher oder später ereilt saft leben die sogenannte Tanchcrlähmung. Die Hauptacsahr ist mit dem raschen Ausstieg verknüpft, der ein plötzliches Nachlassen des Dmtckes zur Folge bat; war die durch den Aufstieg verursachte Lähmung nur eine teilweise, so erlangt man durch den Abstieg den Gebrauch der Glieder wieder. Die Taucher arbeiten das halbe Jahr hindurch (April bis Oktober) van Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in furchtbarster Gluthitze und Zumeist bei heftigem Wellengang. Im Winter verbringen sie säst ihre ganze Zeit in ihren Wohnungen auf den nahen Inseln. Ein tüchtiger Taucher verdient jährlich 800 bis 2400 Mark. Die gewinnsüchtigen Kapitäne der Sammelschiffe behandeln diese Leute sehr streng, und die Aufsichtsorgane wenden zu ihrer Ausbeutung recht grausame Mütel an. Fällt ein Fang nicht ergiebig genug aus, so muß der Taucher trotz aller Widerrede wieder hinunter und längere Zeit unten bleiben. Die heiße Wüstenlust, die sich durch die Reibung in den Lustpumpm noch mehr erhitzt, wird nicht immer vorschriftsmäßig durch Wasser gekühlt, sondern nur zu oft entsetzlich heiß
tmrben sind, die ihnen Leiden, Enkbebrrsttgen, Krankheiten, ja den Tod verdankm. In dies bunfie Reich Der Bücher whrt ein aebalwollcr Aufatz, den einer der vorzüglichsten BüchcrkennCT Frankreichs, Albert (Eint, in bet „Revue" veröffentlicht.
Ta ist zunächst die Gruppe derer, die fitfi auch der geringsten Vergnügungen, ja des Notwendigsten beraubt haben, um ihre Bibliotheken zu erhalten ober zu bereichern. Der berühmte Orientalist «nauetil-Duverron (1731—1805), ber Ucbersetzer bet '»cnd-Avesta und Schöpfer ber asiatischen Studien m Europa, beiste nicht im Winter, lebte von Brot und Milch unb hatte nicht einmal genug Wäsche unb Kleiber, um ordentlich ungezogen auS- uneben. Aehnlich trieb eS ein in Daris lebender Gelehrter irländischer Merhinft, Sir Walter Furgon, der m einem ab- qdegenen viertel wohnte, Sommer unb Winter baSiclbe Kleid, einen blauen Rock, eine kurze Dose unb wciße Strümpfe, trug, aber jeden Tag mit Paketen von Büchern, die er bei den Sinti- auaren gekauft hatte, heimkehrtr. Als eines lagt» fern- Schüler «u dem gewohnten Unterricht kamen, fanden ftc die Tür ver- schlossen. Auch ber Pförtner wußte über Furgon keine Auskunft iu geben, unb al« man daraus mit Dille ber Polizei in bie Löhnung einbrang, fand man den Geleinten zwischen Bücher- Hausen mitten im Zimmer mit bereits steif gewordenen Gliedern auf dem Boden liegen. Ein herbcigerufener Arzt stellt- fest, der Tod infolge Unterernährung eingtetreten fei. Rings herum waren Bücher von teilweise unschätzbarem Wert ausgestapett, ab:r bie Schüler mußten Geld zusammenlegen, damit ihr Lchrer anständig begraben werden konnte. Auch der Philosoph Borbas- Temoulin (1798 bi« 1859) ist hier zu nennen. Er lag oft ganze Tage zu Bett, well er infolge mangelnder Nahrung vor Lchwäckx sich nicht aufreckst hallen tonnte. Eines Tages stieg er aus feiner Bodenkammer aus die Straße hinab, um sich von den letzlln Pfennigen, die er befaß, ein wenig Essen zu laufen. Aber siehe, ba kam er an ber Auslage eine# Antiquars vorbei: er er» biidte ein Buch, bai einen ihn interessierenden Gegenstand behandelte. Wenn et eS kaufte, so gab es kein Frühstück. Er zögerte leinen Augenblick: er taufte bad Buch, ging damit ruhig nach Lause und legte sich inS Bett, ans dem er am näthilcn Tage als Sterbender ins Vofpital transportiert wurde, so starb auch Scon Pettarka, ber grobe Lyriker, inmitten feiner Bücher. Seine Diener wunderten sich eines Tages, bop er Nicht auS feiner Bibliothek komme; und als sie eintraten, tanben sie ibn, einen Band Virgil in der Land, gestorben. So wett ist bei manchen Gelehrt.» ine Liebe zu den Büchern gegangen, bah sie, als sie der '.Ulogliajtcit berauot waren, fich mit ihnen zu beschäftigen, nicht länget leben mochten. Der grrechi,che Philosoph EratoStheneS tötete sich, weil er blind geworden war; und so zog der Orientalist Guyard (1846-1884) den Tod der ArbcttS- ünfäbigteit vor, die ihm eine schwere Krankheit verursacht hatte. Zahllose Leute aber haben sich daS Leben genommen, west fte ihrer Bücher durch irgend ein Unglück beraubt worden waren. Und, rwd) seltsamer, eine oanje Reihe Bücknigreunoe haben duttd ihre Bücher selbst den Tob gefunben. Johannes Stössler (1472 bis 1531), ber deutsche Astrologe, hatte auS den Sternen gesehen, baß er durch einen schweren Gegenstand, der chm auf den Kops fallen werde, an einem bestimmten Tage umkommen werde. Er schloß sich an diesem Tage mit ein paar Freunden m feiner Wohnung ein, um dem oorausgefagten Tode zu entgehen. Man plauderte, eine Streitfrage wurde erörtert; um sie zu entscheiden, griff Stössler nach einem Buche feiner Bibliothek, unb Wie er das Buch herausziehen wollte, fiel mit dem Buche der ganze Schrank um und stürzte chm auf den Kops. Wenige Tage spater war Stössler tot
<ßcrid)tsfaaL
K-B. Darmsiadt, 10. März. Ta« Schwurgericht oenirteilte heule unter AuSschlutz ber Cefientlidifeil den 44 Jahr- ollen unverheirateien PoriefeuiUer Philipp Wirth von Oderts- Hausen wegen Notzuchtoerfuchs zu 14 Jahren Zuchthaus. Tie aubeiorbeulhd) ootie Etrafc kommt daher, weil der Angeklagte wegen SittlichkenSoerdrechen« schon 22 Jahre im Zuchthaus zu- qebrartn hat. Die jüngfle Sliastat verüble er am Helten Tage QiiiangS Dezember auf einem Feldweg »wischen paiustadt und Weigkirchen, wo er eine 52 Jahre alle Iran überfiel,_ aber von dieser energisch abgewehrt roiube. Er erkannte die Strafe nicht an >ind geüet bei der Veikiindigung befi Urteils in einen wahien Ljutan'all von Schiinpfreden, so bau er schleunigst himvegtrans. portiert werden mutzte.
hrnabgepumpt. Ein Mitarbeiter Vvn „LarperS Mimthch fintberf die Tätigkeit eines von ihm beobachteten SchwammtaucherS wie folgt: „Unten angelangt, kroch cc auf dem Meeresboden hennn, wobei er sorgfältig daraus adjtete, die schweren Gewickste, die er an den Fützen trug, um nicht kopfüber zu fallen. Nicht zu verlieren. Er suchte zwischen den Wundem und liochonheiten des Istilbtropifckstm Seegartens nach Ansammlungen rötlich- brauner Schwämme. L»atte er eine solche Gruppe gefunden, w gab er dem Aufseher rin Zeichen, worauf die Stelle in Angnsf genommen nnirbc. Der Taucher warf nun bie wertlosen schwarzen männlichen Stücke fort und behielt nur die absatzfähigen; die besten lanb er auf Felsen. Zuweilen glitt bie schatten hafte Gestalt eines Vais oder eines Seewolfs bedenklich nahe an ihm vorbei. Plötzlich erschien er wieder an ber Cbcrrläcbe. Das Wasser rann ihm von tzelrn und Schullern wie einem Amphibium. Mit seiner ^-asck-e voll schwerer, schlanrrnkriefender Schwämme wurde er an Bord gezogen." — Die Schwämme werden an Bord haufenweise zu lanimengeroorfcit und barfüßige Matrosen stampfen Schlamm unb Wasser heraus, sodann zieht man sie auf Sckstiürc unb läßt sie, nachdem man sie seitwärts zum Nachschleppen aushängt, zehn Stunden lang schwimmen. Die Befreiung von Muscheln und Parassten geschieht bura; Schlagen mit sckstvercn Stöcken, hierauf erfolgt ein ncucrlidje» Waschen im Meere, worauf sie in einem mit einer schwachen Djallöiung gesillllen Faß gebleicht werden
* Naturspiel. ,^JHr Junge besitzt einen prächtigen Mutterwitz." — Baier (stolz): „Den hat er von mir!"
* Große Ansteckungsgefahr. Ein Berliner 3unge meldete seinem Lehrer, seine Schioester habe bie Masern. Ter Lehrer schickte ihn mit ber Weisung nach vause, erst micbcwu- kommen, roenn die Schwester wieder aesund sei. Vergnügt trollte sich der Junge. Als er fort war, meldete fich ein anderer Schüler und sagte: „i)crr Lehrer, Lans Beyers Schwester, bic bie Masern hat, wohnt in — BreSlau!"
* Genaue Auskunft. Luftschiffer: ,L»e, Sie, Lands-- mann, wo befinden wir uns denn hier?".— Dauer: .Letzt seids grab übern G'moavorsteher fein Erdäpsiacker."
Letzte Nachrichten.
Paris, 11. '.uuurj. Der SLri^dmüiifter erließ eine Verfügung, wonach es den Offi-ier-Stellvertretern und den Untcrufi^tcren vorerst probeweise gestattet ist, an Sonn und Feiertagen Zivilkleidung zu tragen.
Madrid, 10. März. Ministerpräsident TanalejaS erklärte in der Deputiertentammer, er werde noch vor Ablauf eines Monats den Entwurf zum VereinSgesetz vorlegen, dessen Text ausschließlich ber öffentlichen Dieinung angcpaßt fei. CanalejaS erinnerte an bic mtt dem ^eiligen Stuhl über die Anwendung des VereinsgefctzeS gepflogenen llitterhandlungen. Der Vatikan habe in feiner letzten 9tote erklärt, er werde bie Ber- Handlungen nur unter der Bedingung wieder aufnehmen, daß der Gesetzentwurf ihm unterbreitet und Gegenstand eines Lieber- einkommens mit ihm werbe. Die Regierung könne bie Aus-- Übung ber Souveränität jedoch nicht von dem Ergebnis von Unterhandlungen mit dem 4)eiligen Stuhle abhängig machen unb habe ihm daher eine entsprechende Anttoort erteilt
Tanger, 10. Marz. Von der wcahalla hier eingetroffenc Kuriere berichten, daß die Mahalla, von befreundeten Stämmen unterstützt, bie A u fstä n bischen gestern bei bem Berge Jel- Tat q e | d) 1 a ge n unb bau thre ^miteric ihnen schwere Verluste btigebrad)t hätte. Die illiahalla umzingelte die Schcrardar, bie viele Tote und Verwundete hatten. Alle Duars der Scheror darS wurden in Brand gesteckt. Bon der Mahalla wurden sechs Mann getötet.
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Born 14. bis 16. März b. I. lätzt die LandwirtschaltSkammer einen Lalliiivirtflh. Blllhföhliingskiirflls in Grünberg im GastbanS .zur Pinne- von Ga. Don-Eiff durch den Beamten ihres BuchfübrungSbienfteS, Dr. Burg, abhallen.
Die tiröffnuitfl erfolgt Dienstag den 14. März, vonnittaaS 9 Uhr. Täglicher Unterricht von 9—11V,; 12—2V< Uhr.
Ter Unterricht wirb uueutgcltlich erteilt. Für bie dabei jedem Teilnehmer übergebenen Formulare ist 1 Mk. zu entrichten, welcher Beirag bei Beginn deS ÄurfuS erhoben wird.
Ich fordere bie Landwirte von Grünbcrg unb der Umgegend auf, an dem Kursus teilzunehmen.
Anmeldungen haben sofort durch Postkarte an die Landwirt- schaftökamuier Darmstadt. Rheinitrave tzl, zu erfolgen. Sie werden auch vor Beginn des Kurfuo von dem Nurfusleiter eutgegcu- flcuouiaicu.
Taruistadt, den 2. Januar 191L
Der Vorsitzende der LandwirtschaftSkamm-r.
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