Ausgabe 
11.7.1911 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

'S

Zweites Blatt

16L Jahrgang

Nr. 160

1 enorme

Erscheint lS-Nch mit Ausnahme des Sonntag».

Urteile.

6.

von Wandcrbeihilfen unterstützen. An Geldmitteln mag noch so wenig gebraucht werden, unter unseren Volks chülern fehlt es nicht an solchen, deren Eltern auch diese geringen Mittel nicht auf bringe« können. Gerade unseren Voitsschülern, von denen viele in späteren Jahren wodl kaum wieder in die Lage kommen werden, in voller Frei­heit auf Tage und Wochen daS Land zu durchstreifen, gerade ihnen solUe recht oft und möglichst allgemein Ge­legenheit geboren werden, sich an solchen Ferien- und Ju- gcndwandcrungen zu beteiligen.

Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul- straße 7. Exvcdinon und Verlag: 5L

Redaktion: 12. Tel.'Swr.:AnzeigerGießen.

Dienstag, U.juli (9N

Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UniversirätS - Buch- und Cteindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Sebnitz und Augustusburg die Einführung einer Katzen st euer beschlossen. Dazu gesellten sich neuerding- die Städte Calvörde in Braunschweig und vor allem M ü n ch e n und Ems. In R u d o l st a d t wurde die Ein­führung einer Katzensteuer zwar abgelchnt, dagegen eine Polizeiverordnung erlassen, wonach das Fre in in her­lau fenlassen der Hauskatze mit 30 Mk bestraft wird.. Aehnliche Verordnungen sind auch bereits in anderen Stabten, wie Hamburg, Halberstadt u. a. in Kraft Mag nun der eine oder der andere Weg bevorzugt werden, überall dringt die Erkenntnis durch, das; cs unmöglich ist, Vogelschutz zu treiben, ohne der Katzenplage Einhalt zu tun.

"Einen seltenen Fang machte gestern abend der Fischer Oskar Schnabel von Wicfcck auf dem Wasser deS Louiß Hellmold-Gießen oberhalb der Aadenburg, nämlich einen Hecht mit dem Gewicht von 32 Pfund.

Landkreis Gicsten.

Annerod, 10. Juli. Der Turnverein »Gut peil' hält nächsten Sonntag sein 7jährigeS Stiftungsfest, verbunden mit Fahneniveihe, ab. Fast alle Turnvereine des Lahn-DünSberg-Tnrncrbundes haben ihre Beteiligung 511- gesagt. Gleichzeitig findet ein Riegenturnen statt. Ter Fest- platz befindet sich auf der .Platte' nahe am Torf.

2. Garbenteich, 10. Juli. Bei dem am Sonntag zu .Wetter' bei Marburg abgehaltenen großen GesangS- wettstreit 22 Vereine hatte der hiesige Gesang­vereinFrohsinn' unter Leitung seines Dirigenten SameS aus Holzheim einen bedeutenden Erfolg zu verzeichnen. ES gelang ihm, in Klasse 11 trotz schärfster Konkurrenz einen ersten und einen Ehrenpreis, bestehend in einem geschmack­vollen Kunstgegensland und Mk. 180 in bar zu erringen. Terselbe Dirigent errang dorten mit feinem Butzbacher Verein in Klasse III ebenfalls einen ersten und einen Ehren­preis mit Kunstgegensland und 150 Mk. in bar.

DieGltfoentr Zamilienblätler" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS Hüllblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

gen I

Ajsrd das Beste/

Gießen, 11. Juli 1911.

Iugcndwandcrn.

Das allenthalben in deutschen Landen zu beobachtende Aufleben sportlicher Betätigung 11:1b körperlicher Uebungen beginnt sich auch in der Jugend unserer Volteschulen wie der höheren Lehranstalten bemerkbar zu inachen. Was zahlreiche Jünglinge von Deutschlands höheren Schulen alsWandervögel" selbständig und traft eigener selbst- geschaffcner Organisationen tun, dazu wird den mindern unserer Voltsschulen, den Knaben wie den Mädchen, durch die Veranstaltung von Schüler- oder Ferienwanderungen Gelegenheit geboten. Unter Leitung von Lehrern zumeist wandern sie hinaus in die nähere und weitere Umgebung ihres Heimatortes oder nach betannten Wanderzielcn ihres Vaterlandes; sie durchstreifen so unsere wunderbaren deut scheu Nadel- und Laubwälder und schauen von den Bergen der vaterländischen Gebirge herab auf fruchtbare Gefilde und sonnige Auen. Aus der Kenntnis des Vaterlandes, aus der Begeisterung für die Schönheit der deutschen öJaiic wächst in den jugendlichen Wanderer« die Liebe zur deut­schen Heimat lfervor. Ausdauer und Willenskraft, Kraft und Mut, Sparsamkeit und Enthaltsam leit werden dabei er­probt und gestärkt. Dem Unterricht wachsen wertvolle Hilfen zu: mancherlei geographische, geschichtliche, natur- und volkskundliche Kenntniste und Erkenntnisse werdener wandert".

Tas Iugendwandern, ein Ausfluß des uralten deut­schen Wandertriebes, verdient die Unterstützung aller, die es gut meinen mit Jugend und Volk. Volkserziehungs-, Gesundheits-, Gebirge- und Lehrervereine tun das durch Aufbau der erforderlichen Trganisaiionen; die Lehrer un serer Volksschulen übernehmen in selbstloser Werse oas mühevolle und verantwortungsreiche Führeramt. Auch öffentliche Mittel können und sollten >ür diesen Zweck Aüsstg gemacht werden. Erfreulich ist, daß schon jetzt tommunale Verwaltungen hier und da, in diesem Jahre in steigender Zahl, die Wanderfahrten von Volksschüiern durch Bereit stellung geeigneter 'Nachtlager oder auch durch Gewährung

Vorgarten Licher Straße 59.

* Feuerwehr. Gestern abend hielten die beiden hiesigen Feuerwehren, die Gießener freiw. Feuer­wehr und die Freiw. Gailsche Feuerwehr, eine gemeinschaftliche Hebung ab, bet der der neue Branddirektor, Stadtbaumeister Braubach, durch Bei­geordneten K c(Ier in sein Amt cingesührt und den Wehren roraestellt wurde. Ku der Hebung hatten sich auch einige Stadtverordnete, Mitglieder der Feuerlöschdeputation, der Ches der Polizeibehörde, Herr Regierungsrat Gebhard, und der Ches der Gallschen Wehr, Geh. Kommerzienrat Gail, eingesunden. Nachdem die Front der beiden Wehren ab- gcschritten war, schwenkten die Feuerwehrleute zu einem Kreis, worauf Beigeordneter Keller in einer Ansprache die Verdienste des seitherigen langjährigen Branddirektors Traber hervorhob und sodann das Ersuchen an die Wehr richtete, auch dem neuen Branddirektor in seinem sehr ver­antwortungsvollen Amte durch stete Tienstbereitschast usw. unterstützen zu wollen. Branddirektor Braubach richtete ebenfalls an die Wehren einige Worte, indem er anführte, daß ihm die Tüchtigkeit der beiden Wehren bekannt sei und daß auch unter seinem Kommando die Wehren sich jederzeit auf der .Höhe halten mögen, daß sie stets zum Schutz unserer Stadl und zur raschen Hilfe bei Feuersgefahr unseren Mitbürgern helfend zur Seite ständen. Ferner hob Herr Braubach hervor, daß er den Kommandanten, den einzelnen Führern und Mannschaften der beiden Wehren in Angelegenheiten zur Einrichtung und Fortentwicklung des Feuerlöschwesens Gießens zu jeder Zeit zur Verfügung stände. Sodann fand unter dem Kommando des Brand- inspektors W i g a n d t und des Hauptmanns Wenzel eine kleine Tetailübung an den einzelnen Geräten statt, worauf ein Brandangriff auf das Hochsiättersche Gebäude aus dem Brandplatz stattsand. Dieser Hebung lag eine vom Brand­direktor Braubach gegebene Brandidee zugrunde, und die beiden Löschzüge der städtischen Wehr untet der Führung der Brandmeister Faber und Dickorö und die Gailsche Wehr unter der Führung lies Hauptmanns Lauer lösten ihre Ausgaben in sehr besriedigender Weise. Nach Schluß der Hebung rückten die beiden Wehren nach dem (Safe Ebel.

** P 0 st - Ortsschnelldienst. Seit dem 1. April hat dic RcichS-Pvstoerwaltung einen Ortsschnelldienst ui der Weise eingerichtet, daß Briese aus Verlangen durch Eilboten ab- geholt und unmittelbar anschließend den Empfängern durch Eil­boten zugcstcllt werden. Vom gleichen Zeitpunkte ab beliebt auch ein Eilabholungsdicnst, durch den Gelegenheit geboten ib, Briessendungen durch Eilboten abholen und beim Poitamt ausliesern zu lassen. NeuerdingS ist dieser Eilabholungsdienü auch für Telegramme zulässig. Die Gebühr für die Abholung und sojort daran anschließende Eilbestellung einer Sendung be­trägt 50 Pfg. Sind mehrere Sendun^u abzuholen und zu be­stellen Sendungen sür mehr als zwei Empfänger darf der Bote nicht annchmen, w werden gewisse Gebührenzuschläge erhoben. Für die Eilabholung von Briefsendungcn und ^Telegrammen zur Auslieferung beim Postamt werden s-r eine Sendung 2.) Pfg., für jebe Sendung mehr noch je 10 Pfg. berechnet. tverner jei bavaii! lnugewicsen, daß zur Beschleunigung des Ortsschnelldicmtcs solche Auftraggeber, die an das Fernsprechnetz angeschlossen sind, auf Verlangen sich eine etwaige Antwort vom Bolen auch mit Fernsprecher können zusprechen lassen. Zu diesem Zwecke ocgibt .iw, der Bote, nachdem er die Antwort vom Empiänger entgegen- ninomincn bat, an die nächste öffentliche Fern'vrcchstelle und übermittelt o.e AnNvort an den Auftraggeber. Die für die Ant- wort cntiichtete Gebühr gilt dann als Bezahlung für die tele- phonisä>e Benachrichtigung. Auf dieic den Fntcresien des Puo- likums dienenden Einrichtungen, die noch nicht geuugeno bekannt zu fein scheinen, wird erneut hrngeioiese.i. Aufträge sind icyrisl- sich oder televhonisch an die Eilboten,lelle des hiesigen ^elegravhen- anus >u richten, die unter Fernsprechinschluß Nr. Null an das Fernsprechnetz angeschlossen iit. Ti eie Stelle gibt auch Auskunft über die Gebührensätze.

* Vogelschutz. fUian schreibt uns: Um einen wirk­samen Vogelschutz zu schaffen, ist in erster Linie der unheil­vollen Täiigkeit der wildernden Hauskatze Einhalt zu tun. Erfreulicherweise greift diese Erkenntnis immer weiter um sich. So haben bereits vor Fahren die sächsischen Städte

* Sitzung der Stadtoerordneten-Ver sarnrnlung findet am Donnerstag, 13. Juli, nach, mittags! Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mit­teilungen. 2. Benennung der Irrenanstalt. 3. Baugesuch der Ehr. Zimmer Erben für den Ticfcnweg. 4. Baugesuch des Marl Wehrum für Ecke Crcdncr- und Glaubrechistraßc.

Baugesuch des Karl Wehrum für die Glaubrechtstraße.

Einfriedigung W. u. G. Schuchard für die Wollcngasfe. .. Bangcsucv des Eduard Nolt für die Große Michlgasse. 8. Bangcsuch des Philipp Nicolaus für Seltersweg 81. 9. Baugefnch des Hauptmanns Busse für die Kaiser Allee. 10. Bangcsuch des P. I. Mobs für die Rodheimer Straße. 11. Anbringen von Laden am Hause Scnckenbcrgstraßc 8. 12. Errichtung einer Automobilhalle Ludwigstraßc 16 Fried­rich Linker. 13. Einfriedigung ber öofrette des Heinrich Langsdorf am Wetzlarer Weg. 14. Gesuch der Hoch- und Tiefbaugesellschast um ©cnei.migung zur Anlage einer Grabenüberbrückung in der Harburger Straße. 15. Straßen- pslastcr in der Nord Anlage vor der Stadtknabcnschnle. Ui. Herstellung eines Telephonanschlusses nach dem Hause Wilhelmsiraße 51. 17. Tclephonanschlnß für den Brand­direktor. 18. Gas- und Wasserleitung in der Marburger Straße. 19. Einlegung der Gas- uno Wasserleitung in die Seitenstraße zwischen Den Häusern Marburger Straße 38 u. 40. 20. Pcirzellenvcrmessungsarbeiten; hier: Berechnung der Reinerträge. 21. Genehmigung von Rechnungen. 22. Krcdil- crrocitcrung sür Den Truck deS BcrwaltnngSbcrichts von 1909, des Voranschlags für 1911. 23. Gesuch Des Ehristian Schuler um Erlaubnis zum Schanlwinschaftsbetricbe im

3- Lich, 10. Juli. Seil mehreren Jahren unternehmen Franks urter Volks, ä) ü l e r in oen Ferien unter Führung ihrer Lehrer größere Wanbcnahrtcn durch die benachbart.'» Ge­birge. Heute abend langte hier eine solche Abteilung Frankfurter Volksschüler an, die von Frankfurt aus eine Fußreise durch den Vogelsberg angetretrn und heute den Weg von Bad auhcim über Steinfurth, Münzeuberg und Arnsburg hierher genommen hat. Von hier geht es morgen in mehrtägiger Wanderung über den Taufstein nach Gelnhausen.

A Trais-Horloss, 9. Juli. DaS Bezirls^si des Kriegervereinsbezirks Hungen sand hier statt. Tie ganze Gemeinde nahm am Feste teil, das zeigte Der schöne Schmuck des DorseS. Außer den 12 BezirkSvereincn nahmen noch eine Anzahl Kriegervercinc aus den Nachbarbezielen r.9ch, Lanbach und Nibda teil. Der VerciuSpräsideut hiev Die Gaste willkommen und Pfarrer Brauulin hielt die Festrede. Ziu Namen des Bezirks sprach Bczirksoorstehcr Welk-Hungen.

Kreis Alsfeld.

x Schwabenr 0 d , 10. Juli. Sein J a h n e n w e, h i e st in Verbindung mit dem B e z i r k s k r i e ge r s e st.'l l d 1 . t 0 be ging gestern und heute unser Mricnerocrein im Belselu der ... LV »irkLvcreine dc- nördlichen Vogelsbergs. Um 9 Uhr veramtattele ber Verein Kirchenparade, um 1 Uhr wurde der Fes!zug auf gestellt, Festjungsrauen trugen das neue Banner. Ter P. » 'N des Kriegervereins, H Sei ich, I ' üj

Vorsteher des Alsselder Bezirks, Herr Eduard Schade A>s".lo, hielt die Festrede und nahm die Weihe der Fahne vor.

Starkenburg und Rheinhessen.

nt. Offenbach a. M., 10. Juli Einen guten Fang machte die hiesige Kriminalpolizei in Gemctnsch.ast mit ihrer Frankfurter Kollegin, indem es ihr gelang, Mitglieder einer anscheinend weit verzweigten internationalen An ar chi st en- Diebesbande, der zahlreiche _ Silbcrdiebstähle )icr und in der weiteren Umgebung zur Last gelegt werden, sestzunehrnen. Auf die Spur der Täter getaugte mau oiird) einen kürzlich hier bei dem Lehrer Sanocr in der Geleits straße ansgesührten Einbruchsdiebftahl, wobei die Diebe eine größere Anzahl silberne'.^ Lössel entwenoeleu Tie Polizei stellte daraufhin Rechcr'eu an,'die auf eine gewisse Spur hinleutten. Inzwischen wurde nun von der Franl furtcr Kriminalpolizei ein Anarchist namens Lorenz B r ri u - nig verhaftet, der von der Kolportage leben will. Teiue Festnahme erfolgte in dem Augenblick, als er eilt größeres Quantum eingefchmolzenrn Silbers veräußern wollte, übtr dessen Herkunft er sich nicht ausweisen konnte. Er will das Silber von einem Tritten erhalten haben, den er aber nicht angeben will. Es handelt sich um silberne Broschen, Löffel isiw., dic er in Offenbach tn der Wohnung seines anarchistischen Genossen, des Schlossers Wilhelm Eisen reich, der ebenfalls Kolportagegeschäste betreibt, ringe schmolzen hatte. Bei einer Haussuchung wurden oenu auch mehrere Schmelzticgel mit Metallresten, soivie eine Gips form zur Gießn.ng von Silbcrplatten, vorgefunden und be­schlagnahmt. Eisenreich wurde in Frankfurt rerhostct, als er eine Anarchistciioersammlung verlassen wollte Es kommt noch ein dritter Anarchist in Frage, nach dem die Polizei sahndet.

--Alzey, 9. Juli. Heute fand in dem GasthausZwölf ilpostcl" hier Die aus allen Teilen des Landes nut oeiuchr - Haumverfammlung desVcrbanves der mittlereren V cwalrungs beamten des Großherzogtums Hessen" statt. Einge'civ: wurden L.; Verhandlungen am Vorabend mii einem in jeher Hinsicht hock befriedigenden Kommerse, der erienuen ließ, oaß £t?;c Veamieu sich auch auf anderen Gebieten als denen Der engen Aktenttubc beroegen können. Tie Verhandlungen begannen heute morgen IO1 Uhr: ihnen wohnte als Vertreter Der Regierung x e nmtntann Reinhardt, hier, bei. Fm Mittelpunkt der Vett-and hingen stand Der von dem Verwaliungsaipirainen H r 11 d m a n n Offenbach a. M. über baiUnteruützungswobnsitzgesetz" gehn! tene Vortrag, der allgemeinen Beifall fand und ein lebhafte Diskufsion hervor rics. Der von dem Vor fitzenden erstattete Ja,.r..- bericht für das abgelainene Geschäftsjahr zeigte ein erir.».: Bild und fand die Genehmigung der Versammlung. T.e Vor stanDswahl ergab einstimmige Wiederwahl Der seitherigen Vot standsmitglieder. Als nächper Verhandluugsort wurde 2arr< stadt bestimmt. Anschließend an Die Tagung sand in bcnn.it?:» Xiotfit ein gemeinschaftliches Mittagsmahl itatt, wöbe, nie-irci- Toaste, besonders auf Kaiser und Großherzog, ausgebrvcht und begeistert ausgenommen wurden.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

flifldiM

|C i«

h Hcndcr M daher «

Lroltzeil. bjcL %

T M M dicici' ft finden ine ' % angeEzgebtet^

:iin und uu

t Merck.

PK

r. Eerck.

18. Tagung des Zentralverbandes der deutschen Ortskrankenkassen.

~ T r esden, 10. Juli.

Unter zahlreickfcr Beteiligung aus ganz Deutschland begannen heute vormittag Dic Beratungen Der 18. Fahresversamm 1 u n g des Znitralverbandes von Ortskrankenkassen im Tcutidxn Reiche. Die Verhandlungen wurden von dem Vorsitzen Den F räß Dorf eröffnet. Auf der Versammlung iinD u a latsminist tium durch G eheimral 9 sie AnushaupiMannschaft Dresden durch Freiherrn von Faerber, ii' ru» iv.at Reichert: ferner hat der Präsident des ReickfsvcriicherungSmntcs den Vorsitzendem felegentlich seiner jüngsten Anwesenheit in Tresbcn bcanitrigt, -en Delegierten seine Grüße zu überbringen, unb die Hof'nuirg ausgebrückt, daß unter dem neuen Gesetz gute Verhältnisse zwischen oen Krankenkassen nnb dem Reick>sveriickcrungsaml cuureleit möch- tnt. Daraus, daß sich zu bet Tagung etwa 800^Vertreter cin- gefunden haben, sei zu entnehmen, wie miwlig die Tagung für die Krankenkassen fei. »al doch die Tätig! - rbandeS dahin gerührt, baß Dic Krankenkassen auf eine Höhere Stufe gebracht würben. Jii biefeni Sinne sei die Tätigkeit des Verbandes auch eminent national Ausgabe der Tagung sei es, sich darüber klar zu werden, wie man sieh mit den neuen Bestimmungen abiiiüKn werbe. Ter Redner kommt dann aus die Aerztesrage zu ivrechen, oie durch bas neue Gesetz ungelöst geblieben sei. Er weist auf den Stuttgarter Aerztetag hin und polemisiert gegen dessen '23er- aui, besonders gegen das Verhalten der Aerzte gegenüber ber .'lusbehnung der Vcrsicheriingsgt.nzc aus 2000 Mark. Tic Acrzte ollten stets von ben Kassen au5reid'.irb honoriert werben unb ine ihrer Stellung entspreckrenDe BehanDlimg erfahren. Aber Die Kassen biirfcit den Aerztcn nick t ansaelie'ert werden. Ter Itcbnet schließt mit einem Appell an die Vertreter ber Kassen zu gemeinsamer Zusammenarbeit.^ Namens ber Stabt begrüßte die Teilnehmer an ber Tagung Stadtrat Ti. Reichert.

Bureaudirektor H esse erstattete den Bericht der geschäfts- fuhrenDcil Kasse, in dem genaues statistisches Material über die bntwickelung des KTankenkasscmvcseiiS enthalten ist.

Zu dem PunktAnpassen, der Ortskeaiitenkassen an die Bc- humnungcit der Rcichsvcrsichcrungsordiuing" sprach Iustizrat Tr. M eher, ber zunächst über das erste Buch hinwics unb betonte, baß bas neue Gesetz grundsätzliche Neuerungen bringe. Er gab tinc genaue Tarftclliutg der neuen iRcdytdlagc.

Ohne jede Aussprache nach Dem mit lebhaftem Beifall auf- benommenen Vortrag svrach Biireauvorsteher F r enz el (Dresden) über den Umfang der Versicherung. Er wies nach, inwiefern id) unter dem neuen Gesetz der KteiS Der Kranken-Versicherten scrgiößern iverbe, so baß iidi der Kreis der gegen Kranlkfcit verlicherten Personen schließlid) mit den gegen JnvaliD'tät- Versicherte» annähernd bfden würbe. Tcsgleidicn sei bas Recht der sreiwilligen Krankenversicherung erheblich ansgebehnt worben. Daraus ergebe sich sür bic Krankenkaissen bic Ausgabe, rechtzeitig Voriorge zu trcsscn. (Beifall.)

Weiter ivrad) ber Gesdfästsführer der Berliner Ortskranken- lasse K 0 h 11 überMaßnahmen zur Verhütung von Krankheiten". Ct betonte, daß das durch die Rcichsvcrsichernugsordnüng der len Krantenlasicu neu gewährte Recht ber KrankheitsveiHütung firtan die heiligste Pflicht ber Krankenkassen sein müsse. 2-e t'nniiblagc für eine ersolgreichc Arbeit aus biesem Gebiete sei eine genaue Statistik. Die Krankenkassen müßten porbilblid) i. irkcn aus dem ganzen Gebiete der hygienisdien Kultur. Dazu sind bic Mittel gegeben burd) bic Möglichkeit, den kraulen Ver­sicherten, bic oft Die bestgemeinten Anoidmmgcn des Arztes nicht verstehen und nicht begreifen können, geprüfte unb tüchtige Pslegcr iiiid Pslegcrinnen ztt stellen.

Ter Rebner besprad« bann eingehend, wie die Krantenfassen rorbengende Maßnahmen zur Bekämpfung von Krankheiten treffen könnten. Wünschenswert fei eine stärkere Unterstützung von zu solchen Maßnahmen gegründeten gemeinnützigen Vereinen und Gesellschaften. Beisall.)

lieber denGegenstand der Versicherung" berichtete Kassen­vorstand Witti >München - Ter Redner besprach bic den Kassen auserlegten Unterstütziingsverpslichtnngcn, sowohl die regelrechten Leistungen wie auch die Mehrleistungen und erörterte dann Dic neuen Bestimmnitgcii in bezug auf ihren praktischen Wert. Der Redner meinte, daß di? durch bas Gesetz ermöglichten Mehr­leistungen Schminke seien unb nur von Papier nein Werte, Da sie aus sinanzieUcn Gründen kaum zur Diirdstührung gelangen könnten. Dic neuen Bestimmungen brächten wohl einige Vcr- bcsscrungcn, aber Hand in Hand Damit gingen auch wieder Ver­schlechterungen.

Die Verhandlungen luurDcn aus morgen vertagt.

? «iefaü* k &*: ltt bein 9 <L "S'»«!

* n.tl8;^

'ebenen ~ 6r

;i4> iu Ä5ni M, »ebuvg), ifl*J'n (Uns "'men. Z, x dich; L°lg, j., ,rb ''''-durch

7 A°!prüch, 2"°'d-r

-ir- SefannhLx

«llmib unter $

* *«'«6 der ± iffluekn QtwCi v , ^otvt

SSä: ; es genannten M b i». an deren $,M[

b. Sumba, fc

°- 3"1' 1911. "

$tv ¥otft«nl>

*eS ®»« UN« Sortoui 'eremsAllendvrs a.d vtc C11i9drngenetienoiicnid)flitlr- unbeschränkter Haftpflicht.

Kallenfels o0h Tireftot fioiilrodt.

«eiii, Rechner.

Cbeniiahe Fabrik BteselduriU

QöwcMcrt_____