Menschheit!
Kreis Alsfeld.
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Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzeit
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aufecr den Akkordlöhnen ein Zuschlag von 5 Proz. für Abnutzung der Räume rc. zu zahlen sei, und Gewährung eines achttägigen SommerurlaubeS unter Bezahlung des vollen Lohnes. Nach den Beschlüssen der Arbeitgebe^-ereinigung soll die Bezahlung der gesetzlichen Feiertage in das freie Ermessen der einzelnen Fabrikanten gestellt werden. E ine generelle Erhöhung der Löhne uni 10 Prozent wird a b gelehnt, von einer bedeutenden Einschränkung der Heimarbeit könne keine Rede sein, wenn man auch bereit sei, die größten Mißstände abstellen zu helfen. Auch der Forderung deS SoniMerurlaubS gegenüber verhalten sich die Fabrikanten durchaus ablehnend.
-o. Mainz, 9. Mai. Die von der Stadt Mainz vor» genommenen Bohrungen nach Wasser beim Stchonauer Hof in der Gemarkung Groß-Gerau berechtigen 311 guten Hoffnungen. AuS zwei Bohrlöchern werden in der Sekunde 140 Llter Wasser gewonnen, dessen Beschaffenheit nich'tS 5U wünschen übrig läßt. Dem guten Fortgang der Pumparbeiten steht man auch im Kreise Groß-Gerau mit großen Hoffnungen entgegen. Denn dort lourbe auf dem Kreistag lebhaft Xvber die Höhe der KreiSumlagen geklagt, der Vorlitzende mußte aber bezüglich der Ermäßigung auf den Zeitpunkt vertrösten, wo die Stadt Mainz für ihr Wasserwerk einen erheblichen
(5crtd?t»iaaL
Berlin, 10. Mai. Ist dein Spielerprozeß wurde der Generalagent Josef M a t i s k e wegen gewerbsmäßigen Glückspiels zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, ein Monat wird durch die Untersuchungshaft für verbüßt angerechnet; der Angeklagte Hahn seu. wurde sreigesprochen. Die mstaugeklagten Eroupiers wurden zu je einer Woche Gefängnis verurteilt. Wegen Heraus- zahlung der Kaution behält sich das Gericht noch iveitere Ermittelungen und die Beschlußfassung über die Herauszahlung vor.
Gebend.
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In dem Neubau des Steuergebäude? in Steglitz bei' Berlin stürzte die Decke ein; der Arbeiter Schultz wurde- dabei getötet.
Infolge Blitzschlages ist die Neuengammes Erdgas quelle wieder in Braud geraten.
In der Stadtratssitzung in Schwelm wurde gegen einen früheren Hausverwalter des Kinderheims, in dem waise und verlassene Kinder Aufnahme finden, die Anklage erhoben, er habe in der Nacht die schlafenden Kinder aus den Betten gehoben und fürchterlich geschlagen.
In Reichenbach i. Schlesien wurde beim Zuwerfen von Geld sacken, die für die Reichsbank bestimmt sind, ein Postschaffner an den Unterleib getroffen. Tödlich verletzt brach er zusammen.
Auf der Bahnbauftrecke Baumholder—Heimbach wurden: nach einer Meldung aus Köln im Tunnel durch fatn lende Steinmassen drei. Arbeiter verschüttet. Einer war sofort tot, zwei wurden schwer verletzt.
Gestern mittag wurden in der Konkordiagrube bei Zabrze durch Zubruchgehen einer Strecke auf dem Andreasflöz sechs Mann verschüttet. Drei Häuer wurden getötet, einer schwer verletzt. Zwei Schlepper wurden unverletzt geborgen.
Dollfleischige, aus gemästete, höchsten
Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 47—49 85—89
Junge, fleischige, nicht ausgemäsle und ältere ausgemästets......
Höchste Temperatur
Niedrigste , Niederschlag: = 1,5 mm.
Beitrag zu den KreiSeinnabmen leisten werde.
ch. Bingen, 10. Mai. Die anhaltend günstige Witterung bewirkt ein schnelles Gedeihen der Spargel. Infolgedessen ist in den letzten Tagen das Angebot ganz bedeutend gestiegen und heute wurden auf dem hiesigen Markte erhebliche Mengen angeboten. Auch der Nieder- Jngelheimer Spargel-Groß'markt ist mit vielen hundert Körben in den letzten Tagen befahren gewesen. Erne natürliche Folge dieses schnellen Wachstums und des sich daraus ergebenden starken Angebots ist ein ziemlicher Rückgang der Preise. Während anfänglich für das Pfund Spargel 1.00—1.20 ML, dann 60 Pfg. und vor acht Tagen 65—75 Pfg. angelegt wurden, stellte sich der Preis für das Pfund heute hier und in Nieder-Jngelheim auf 45 bis 50 Pfg. für erste Sorte. Zweite Sorte (Suppensparget) waren bereits zu 20—25 Pfg. gegenüber vor acht Tagen gezahlten 30—35 Pfg. zu haben. Falls die günsttge warme Witterung anhält, ist ein weiterer Preisrückgang zu erwarten.
bis 10. Mai = + 21,4’3. , 10. , = + 9,1 *0.
Landwirtschaft.
•» Tageblatt der land iv. Ausstellung in Kassel. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft versandte die 1. Nummer ihrer d'.esjährigen Ausstellungszeitung. Tie Ausstellung findet vom 22. bis 27. Juni in Kassel statt, und zwar ist es die Jubiläums- Ausstellung anläßlich des 25jährigen Bestehens dieser Ausstellungen. Tie Ausstellungszeltung, die kostenlos von der Deutschen -and- wirtschafts-Gesellschast, Berlin SW., Dessauerstraße 14, allen, die es wünschen, zugesandt wird, ist ein reich illustriertes Heft, u. a. nut Beiträgen von Virchow über die Flora von Wilhelmshohe, von Gerland über die hessische Pferdezucht, Huber über die hessische Obsikullur u. v. a., und eine große Zahl von Mitteilungen über die Ausstellung selber.
dvn 3 Monaten angenommen gegen Stellung einer Kaution tum 100 Mart, von der bei Vermögenslosigkeit abgesehen werden kann. Erweist sich die Probepslegerin während der Probezeit, in der sie Trete Wohnung und Verköstigung im Alice-Hospital Ijat, als zum Schwefternberuf geeignet, so wird sie Lehrschwester, bekommt als solche schon Gehalt und lann nach einem Jahr vor einem vom Staat bestimmten Prüfungs-Ausschuß eine Prüfung oblegen. Nach Ablegung der Prüfung wird sie auf.Antrag der Vorsteherin der Pflegerinnenschule als Schwester angestellt. Tie näheren Be- stimmimgeu über ihre Rechte und Pflichten, besonders auch über Gehalt unb Pensionsberechtigung sind bei der Vorsteherin der Pflegerinnenschule und des Alice-Hospitals in Darmstadt 5N erfahren. Gesuche um Aufnahme in den Schivesternverband sind schriftlich an die genannte Vorsteherin zu richten. Dem Gesuche üt bcizufügcm: a) Geburtsschein, b) selbswerfaßte und selbstge- kbritbene kurze Schilderung des Lebenslaufes in Form eines Fragebogens nach Formular Anlage 1 der Schwosternfatzung .vorn 2. September 1904), c) ein ärztliches Zeugnis üher den Besitz einer sesten Gesundheit und eines kräftigen Körperbaues in verschlossenem Umschlag, d) bei Minderjährigen die Eiuwilligungs- ierftärung des gesetzlichen Vertreters (Vater, Mutter, Vormund), «). Zeugnisse und Empsehlungen oder Angaben von Stellen, bei denen Erkundigung eingezogen werden kann. Der Alice-Fraum- '23erein fordert alle Frauen und Jungfrauen, die Neigung zu dmi Berufe als Krankenpflegerin, diesem edelsten aller Frauenberufe, haben, auf, sich zu melden und sich dadurch einen befriedigenden beglück enden Wirkungskreis zu schaffen im Dienste der leidenden
kirchliche Nachrichten^
Israelitische RcligionsgemeinOe. Gottesdienst in der Synagoae (Süd-Anlage), Samstag den 13. Mai 1911:
Vorabend: 7.45 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr.
Nachmittags: 3.30 Uhr. Jugendgottesdienst.
Sabbatausgang: 8.55 Uhr.
3sraelitiid)e Higionsgesellfchast.
p\ Gottesdienst.
Sabbatfeier a in 13. Mai 1911:
Freitag abend 7.40 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 8.55 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 8.5» libr.
Sanatorium Lindenfels
zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen. (s->
PTFN tn jeder beliebigen Schriftart und Kartensorte
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einigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brüh?sehe Univ.-Druckern
Mackie.
fc. Frankfurt a.M Schweinemarktbericht vom 10. Mai. Aufgetrieben waren 1100 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 109 kg Lebendgewicht 47.00 49.00 Alk., Schlachtgewicht >20.00-62.00 Mk., vollfleifchige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 4 7.00—48.00 Mk., Schlachtgewicht 60—61.00 Mk.; vollfleifchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 47.00—49.00. Mk., Schlachtgewicht 59.00—61 Alk.; vollfleifchige Schweine von 120 dis 150 kg Lebendgewicht 46.0>>-48.00 Mk., Schlachtgewicht 57.50—60 Mk.; Fettschiveine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis. 00.00 Mk., Schlachtgewicht 00.00—00 Mk. Sauen 00—00 Mk, Geschäft mittelmäßig, bleibt Ueberstand.
§ Hcrcheuhaiu, M. Mai. Ter heutige Schweinemarkt,, 'ogen. »Walpurgismarkt' ,var infolge der überall herrschenden Maul- xmb Klauenseuche schlecht befahren. Händlerschweine durften nicht aiL'getrieben werden. Die Preise waren infolgedessen sehr hoch. Ferkel wurden im Durchschnitte mit 55—69 Mk. das Paar, Einlegschr.veine mit 80—90 Mk. bezahlt.
Limburg a. d. Lahn, 10. Mai. Fruch tmarkt. Durch« »chnittsprets pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,00 MU weißer We.Hen (angebaute Frentdsorte) 16,50 Alk., Korn 12,90 Aik.» Gerste: FuAergerste 10,00 Mk., Braugerste i)0,00 Mk., Hafer Alk. 9,00, btt-bfen 0,00 Mk^ Kartoffeln 8,50—9,00 Mk.
F.C. Wiesbaden. Viehh of-Mar k lberi cht vom 10.Mai. Auftrieb: Rinder 95 (Ochsen 22, Kühe 73, Bullen 00), Kälber 399, Schafe 2t, Schweine 404.
Tendenz: Binder, Kälber, Schafe und Schweine ruhig.
Preis Durch- pro 100 '13(6. schnittspreis
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Vermischtes.
* Zu dem Brande des Edin»burgcr Thea-( ters, über den wir gestern schon berichtet haben, wird noch gemeldet: Die verkohlten Ueberreste des Darstellers Lafayettes wurden neben dem Kadaver seines Pferdes gefunden; er wurde während des Feuers außerhalb der Bühnentür gesehen, aber es scheint, daß er in das brennende Gebäude zurückgegangen ist, um Pferd und Hund zu retten. Einige brennende Draperien waren unter den eisernen Vorhang geraten und verhinderten so, daß dieser bis zum Boden herunter ging. Dicke Rauchwolken drangen in den Zuschaue'rraum. Wilde Verwirrung herrschte, als die Angestellten und die Feuerwehr versuchten, das Feuer zu unterdrücken. Die Schauspielerinnen kürzten in ihren Kostümen auf die Straße, andere Hießen in ihren Ankleidezimmern; obwohl die Flammen sie nicht erreichten, wurden doch einige vom Rauch erstickt auf- aefunden. Ms zum Mittwoch früh 11 Uhr waren elf Leichen geborgen.
* Eine mysteriöse Geschichte kommt demnächst in Paris vor Gericht zur .Verhaudlung. Vor acht Monaten ertrank in der Seine ein junger Deutscher, namens Baumeister, der mit einem Belgier namens Eyben zusammen ein Geschäft in Paris gegründet Hatte. Beide hatten eine Lebensversicherung abgeschlossen, die im Falle des Todes eines der Teilnehmer dem anderen 100 000 Frks. bringen sollte. Die Versicherungsgesellschaft weigert fick) jetzt, diese Summe an den überlebenden Eyben auszuzahlen, weil angeblich nach einigen Zeugenaussagen Eyben den Tod des Baumeisters in arglistiger Weise herbeigeführt hat. Er soll den jungen Deutschen veranlaßt haben, das Schwimmen zu lernen, und ihn bei einem Ausflug nach einer Seineinsel an einer gefährlichen Stelle ins Wasser geschickt haben. Als Baumeister in Gefahr geriet und um Hilfe rief, lief Eyben zunächst fort, obgleich er selbst ein vorzüglicher Schwimmer ist. Später sprang er dann ins Wasser, hat aber nach den Zeugenaussagen die Rettungsversuche so ungeschickt betrieben, daß Baumeister ertrank. Eyben erklärt alle diese Angaben als Lügen.
Kleine Cageschronik.
(!) Ruppertenrod, 10. Mai. Unser heutiger Frühjahrsmarkt zeigte einen bemerkenswerten Rückgang in den Schweinepreisen gegenüber den letzten Jahrgängen. Händler dursten zur Vermeidung der Seuchengefahr .den Markt nicht besuchen. Dessenungeachtet zeigte der Markt gute Auffahrt, wohl etwa 500 Stück. Der Handel ging schlapp bei durchaus nicht hohen Preisen. Man bezahlte für das Paar Ferkel geringer Sorte 42—45 Mark, -bessere 45—55 Mk., beste 55—65 Mk. Der Rückgang der Jungschweinepreise liegt in dem niedrigen Preis der fetten Schweine und den) Mangel an Kartoffeln. Iür die fetten Schweine werden gegenwärtig nur 41—42 Pfg. bezahlt, im Laden aber für das Pfund 80 Pfg. Die Beschaffung neuer Setzkartoffeln erfordert überall große Bettäge.
Kreis Lauterbach.
~ Lauterbach, 10. Mai. Zu dem Brande des Krömmelbeinschen Dampfsägewerks am Sonntag vormittag, dessen Entstehungsursache noch nicht aufgeklärt ist, wird weiter .gemeldet, daß die Annahme, das Feuer sei durch Warmlaufen der Maschinen entstanden, nicht richtig ist, da kurze Zeit vorher der Raum, in dem das Feuer zum Ausbruch kam, noch betreten wurde und nicht das geringste von Rauch oder Brandgeruch zu bemerken war. Vielmehr wird angenommen, daß das Feuer durch Funkeuaus- wurf der Maschine eines Eisenbahnzuges entstanden sei, da die Bahn nur in 50 Meter Entfernung an dem Sägewerk vorbeiführt und durch den starken Wind Funken dahin- igettieben wurden. Von dem Sägewerk steht nur noch der hohe Schornstein, alles übrige wurde dem Erdboden gleich- gemacht.
x Schlitz, 10. Mai. Bereits am Samstag feierten wir hier den Bl um en tag. Von früh morgens bis spät abends verkauften 30 junge Mädchen unermüdlich Maßliebchen und Postkarten. Anerkennenswert war der Lohn ihrer Bemühungen; gingen doch 512 Mark ein, eine für die hiesigen Verhältnisse schöne Summe. — Auch in sämtlichen Dörfern des Schlitzerlandes war die Beteiligung am Blumentag allgemein.
x Bernshauseu, 10. Mai. Gestern abend hat sich der hiesige anfangs der 50er Jahre stehende Leineweber Karl Fischer III. an seinem Webstuhl erhängt. Was ihn in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt.
Kreis Friedberg.
---Friedberg, 10. Mai. Wir machen darauf aufmerksam, daß am Montag, 22. Mai, an der hiesigen Obstbau- fchiile der Gartenbaukursus seinen Anfang nimmt. Der Kursus ist in erster Linie für Frauen und Mädchen bestimmt, um sie hauptsächlich mit dem Gemüsebau und der Blumen- zucht vertraut zu machen. Da die Unterrichtsstunden und praktischen Hebungen so gelegt sind, daß von den Teilnehmerinnen die Eisenbahn bequem benutzt werden kann, so können sich auch entfernt wohnende an dem Kursus beteiligen. Da der Kursus sehr gut besetzt zu werden verspricht, ist eine baldige Anmeldung sehr erwünscht.
Ungejochte .
Bull. en.
Vollfleifchige, ausgewachsene, höchsten
x Friedberg, 10. Mai. Die 21. Hauptversammlung des Ev a n g. P f ar r Vereins fand heute ihren Abschluß. Der Vorsitzende Kirchenrat Schrimpf- Darmstadt legte den Jahresbericht vor, es wurde ruhige und erfolgreiche Arbeit festgestellt 9 Mitglieder starben. Der Rechner Pfarrer Rö s ch e n-Freienseen legte die Rechnung vor, die mit 3897 Mk. Einnahme und 3768 Mk. Ausgabe schloß. Auf Anregung des Schriftleiters des Kirchenblattes, Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg, wurde beschlossen, daß die Besprechung über Antialkoholismus und Abstinenz nicht abgebrochen wird, da sie eine wichtige Volksfrage seien, an der die Pfarrer Mitarbeiten müssen. Die Aushebung des § 50 des Volksschulgesetzes wurde mit der Begründung verneint, daß § 50 geschichtlich und finanziell wohl begründetes und im Bewußtsein der Gemeinden lebendiges Recht der Kirche darstellt. Pfarrer Nebel-Laubach findet die Billigung der Versammlung in seinem Protest, daß die höheren Bürgerschulen in Gefahr geraten, in Zukunft nicht mehr künftigen Theologen die ersten Schritte ihres Bildungsganges zu ermöglichen. Professor Dr. Köppe sprach über „M utter- und Säuglingskürsorge und die Mitarbeit der Geistlichkeit". In der Besprechung kam die Freudigkeit zur Mitwirkung zum Ausdruck. Ein Ausschuß wurde gewählt, um die Frage weiter zu behandeln, dazu gehören: Fritsch-Ruppertsburg, Adolph-Gießen und Wei- mar-Nieder-Ramstadl. Pfarrer A n t h e s - Brensbach verlangte größere Selbständigkeit der Kirche in Verwaltung ihrer Vermögen. Die Versammlung stimmte zu und betraute einen Ausschuß mit der Frage. Pfarrer Brill- Ober-Widdersheim besprach die „Sammlung von kirchlichen Bausonds". Die Versammlung bittet die Landessynodalen des Psarrvereins, einen Antrag zu unterzeichnen, der die Landessynvde um Förderung dieser Sache angeht. Pfarrer Stock- Neckarsteinach berichtet über die Hllfskasfe und Pfarrer Nebel über die Sterbekasse; beide Kassen entwickeln sich gut.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach, 10. Mai. Die Lohnbewegung der Portefeuiller ist in ein neues Stadium getreten, da die Verhandlungen des Schlichtungsausschusfes über die Neuforderungen der Arbeiter als gescheitert zu betrachten sind. Die wesentlichsten Forderungen der Arbeiter bestehen in einer Lohnerhöhung um 10 Prozent, Verkürzung der Arbeitszeit, Regelung der Heimarbeiterfrage nach der Richtung, daß Heim- arbeiter mindestens 30 Jahre alt sein müssen und ihnen
Feinste Mastkälber....... 64—66 106-110 65
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 59—62
Geringere Mast- und gute Saugkälber 54—08 S ch a fe.
Weidemastschafe........45-00
Schweine.
Vollfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht........47—48
Vollfleifchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........47—48
Vollfleifchige Schweine über 2V, Zentner „ Lebendgewicht........4o—46
Fleifchige^Schweine unter 80 kg Lebendgewicht ...........47-48
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Schlachnvertes . .
Vollfleifchige, jüngere ......40—43
Färjen, ü h e.
Vollfleifchige ausgemästete Färfen höchst.
Schlachtivertes. .... . . 46—50 34—87
Vollfleifchige ausgemästete Z^ühe höchst.
Schlachtivertes bis zu 7 Aahren. . 40—43 77—78
Aeltere ausgernästete Kühe und wenig
gut entwickelte ;üngereKühe iu Färsen 35—39 70—75 Kalber.
Braut-Seide v. «k. 1.35 ab
— Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — jy^| G. Henneberg. Zürich
In der Junafernheide bei Berlin fand am Mittwoch früh ein Duell zwischen dem Offizier a. D. und Maler Wilhelm v. Gaffron und dem Freiherrn Oswald von Richthofen unter sehr schweren Bedingungen statt. Beim zweiten Kugelwechsel sank v. Gaffron in die Brust^getroffen nieder. Er wurde nach dem Paul-Gerhardt-Stift gebracht, wo er bald nach seiner Einlieferung starb.
Unter zahlreicher Beteiligung von Abgeordneten aus dem ganzen Reiche trat in Breslau der 3. Deutsche Cafstier-Tag zu seinen Beratungen zusammen.
In Köln wurde eine Witwe namens Hild ernrojbe aufgefunden. Als Mörder wurde der einzige Soh festgestellt und verhaftet. Ergabzu, seine Mutter erdrosselt zu haben, weil sie sich weigerte, ihm 10000 Mk. zur Heirat zu geben.
In Astrachan stehen die D a mp f e r l a n d u n g s- Plätze der an der Wolga gelegenen Meksispeicher in Flammen. Die Verluste werden auf Hunderttausende geschätzt. — In Plotnikow wurde ein großes Bauholzstapel eingeäschert.
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