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aebörat, zählt er jeßt 516 Einzelmitglieder gegen 332 im vergangenen Jahre, ein Beweis baiüt, baß sich die auf die Dcbung de. einheimischen Ziegenzucht gerichteten Bestrebungen deS Vereins in weiten Kreisen Bahn gebrochen haben. Tie etwa 4 Morgen greise Zicgenwerdc in Bad^Nauheim, für deren Betrieb 420 Mr. vorgesehen sind, die nicht nur die Gemeinden des ftrciic» mit erstklassigem Zuchtmaterial versorgt, sondern auch noch anderen deutschen Staaten reinrassige Saaner-Zicgen abgibt, foll ui meiern Jahre mit mindestens 40 Tieren bescßt werden, so baß sich, den Vereinsmitgliedern eine gute Berkaussgelegenheit wieder eröintet. Aus dem genehmigten Voranschlag, welcher mit 2oOOMk. m Einnahme und Ausgabe abschließt, ist -u entnehmen, daß der Verein neben der Landwirtschaftskammer aus eigenen Mitteln Prämiierungen veranstaltet, die für daS lausende Jahr in Nieder-^lor- itabt, Rodheim, Ober- unb Nieder ^Mörlen abgchaücn werden sollen unb, neben der Prämiierung aus dem Vilbcler Markt und der Gv- Währung von ö Prämien zu 10 Mk. an tüchtige BocFalter, einen Aus wand von 300 Mk. erfordern, hierauf wurde der Vorstand ent- sprechend der vermehrten Mitgliederzahl um 2 Beisißer erweitert unb hierzu die Cbmänner der Ortsgruppen Nieder-Florstadt und Rod heim v. d. £)., die Herren Gg Wilh. Koch unb Gemeinde- Einnehmer Kleemann, gewählt.
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Mainz, 9. März. Bor dem Kriegsgericht der 25. Division hatte sich gestern der Sergeant Paul Kortes von der 12. Compagnie des Znlanleilc-Regiments Rr. 117 wegen Zuhälterei, Aacl tvergehen und unedaubter Entfernung zu verantworten Ter Angeklagte hat eine au-gezeichnete üuhrung unb war bisher unbeslrait. Zu der Verhandlung waren 40 Zeugen gelabcn und die Sitzung nahm 11 Stunden in Anspruch. Der fltöbte Teil der Verhandlung fanb unter Ausschluß der Oefsenl- licbteit flau. TaS Bericht veiurleilte ben Angeklagten zu vier Alonateu ^ZeiangntS und Tegradation. Ter Aiillagevertreter Halle !* ♦ Jahr Gefängnis beantragt.____________________________________
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tvuu^<ii|u|C iueiuclNge.
Sonntag ben 12. Mär-, Reminiseere:
Kollekte für bie kirchliche Versorgung der evangelischen Deutschen int Ausland.
-otterüiciist. 3n de. Siadihrdic.
Vormittags 91/, Uhr: Professor D. Schian.
Vormittags 11 Uhr: MilitärgottesbienU.
Piarrer Schwabe.
Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die PiarkuSgeiiieinde.
Piarrer Schwabe.
Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer.
Montag den Id. März, abends d Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäus gemeinde.
Mittwoch den 15. Mär^ abends 6 Uhr:8.Passionsan dacht.
Piarrer D. SchlosIer.
Tonnerstag den 16. März, abends ö Uhr: Versauuulimg des sZrauenoerelns der MatthäuSgemeuide.
3n der Johannerkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Aus , eld.
VormutagS 11 Uhr: Kinderkirche wr die JohanneSgemeinde.
Pfarrer AuS ' eld.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er.
Beichte und heiliges Abendmahl für die LukaS- und 5 o h a uues gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Abends 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukas gemeinde.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung int Johan neSsaal.
Mittwoch den 15. März, abends 8 Uhr: Versammlung bc3 Frauenvereuis der Johannes gemeinde.
veuie, Freitag den 10. März, abends 51/, Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der I o h a n n e s gemeinde.
G. -____- —5
zur
UathoNsche Gemeinde.
GottcibienfL
SamStag den 11. Mgrz 1911:
Nachmittags um 5 Uhr und abends nm 8 Uhr: Gelegenheit
Vorabend 6.30 Uhr.
Morgens 0.00 Uhr.
Awchengollesdienu: Morgens 6.45 Uhr, abends 7.00 unr.
beiL Beicht. M
Sonntag den IS. März, 8. Fasten-Sonntag:
Beginn der österlichen Zeit.
Vormittag« von 6* ,Ubr an: Gelegenbelt zur heil. Beicht.
, um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe.
, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. v
Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre: darauf Paffions-Andacht.
Dienstag und Freitag abend um 61/, Uhr ist gaftenandacht.
Jrraei'.nrche uehgioiisgcieUfchaft
6otteibknft
Gabbat’eier am 1L März 1911:
Freitag abend 5.55 Uhr.
Samstag morgen 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 7.10 Uhr.
TienSlaq den 14. März 1911:
Purimfest.
Märkte.
ke.Franlrnrt a.M. Vi ehh sf-Markt bericht vom9. Marz. Auftrieb: 41 Rinder, 1 Ochse, 00 Bullen, 48 Kühe und Färsen, 9uö halber, 147 Schafe, 1082 Schiveine. .
Lenoenz: Kalber lebhaft, Schafe ruhig, auSverkauft, Schweine rege, ausoerlaust. Preis für 100 Pfd.
Lebend- schlacht-
. . 40—42
84-88
62.00- 66.00
61.00-65.00
47.00-50.00
62.00-66.00
48.00 - 52.00
93-100
88-93
78-85
Mk.
56-60
52-55
46-50
Kälber.
Feinste Mastkalber........
Mittlere Mast- und beste Saugkälber .
Geringere Mast» und gute Saugkälber Schafe.
ktallmastschafe:
Mastlämmer und jüngere Masthammel Schweine.
Voll fleischige Schweine von 80-100 kg Lebendgewicht........
Doltiieisch'ge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht.........
Dollsleischige Schweine von 100-120 kg Lebendgeivicht........
Vollflelschige Schiveine von 120—150 kg
Lebendgewicht .... ... 48.00—52.00 60.00—62.50
lc. riUebbadeu, 10. März. Heu- ^ind 6 tr oh m ar ft. ^lngeiahren luarcu 31 Wagen Heu und Stroh. Man notierte: Heu i.UO-8.00 Alk., Stroh tRichtslroh) 4.60—5.40 Alk. — Frucht in arkt. Haier 15.00—16.00 Mk. Alles für 100 Kilo.
48.00 -52.00
geivicht ,
Erklärung!
In bet Nr. 283 des Gießener Anzeigers vom 2. Dezember befindet sich — allerdings recht fclein gedruckt und unter einer Bemerkung über den Vogelsberger Höhentlub — eine sogenannte „Warnung" vor dem von uns her- gestellten und in den L er lehr gebrachten „Rcnascin". Nach dieser Warnung soll „Renascin" nun aus Vanille, Zitronenöl, Lecithin, verschiedene Salhe, Weinsäure, Milchzucker und Geralicnstärle bestehen und die ihm von uns beigelegten Wirkungen nicht besitzen. Diese Warnung enthält direkt unrichtige Angaben und Unzutreffendes. Der Warnung stehen u. a. gegenüber:
1. die Analyse und das Gutachten des chemischen und bakteriologisch-mikroskopischen Institutes von Dr. Aufrecht, Nahrungsmittelchemiker und vereidigter Handels-^hemiter^
vom 9. April 1910, nach welchem „Renascin" außer Lecithin und reichlichen Mengen organischer Nährstoffe einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, insbesondere an Eisenoxid, Magnesium und Phospborsäure «rusweist, wonach sorner ein >erart zusammengesetztes Präparat geeignet ifr, dem Körper >ic zum Aufbau erforderlichen Nährstoffe zuzuführcn und auf diese Weise blutbildend zu wirken;
2. Analyse und Gutachten des chemisch-technischen und analytischen Laboratoriums von Paul Lohmann, vereidigter Chemiker und Sachverständiger der Königlichen Gerichte zu Berlin, vom 9. April 1910, nach welchem „Renaöcin" die Substanzen enthält, die zur Regenerierung des Blutes erforderlich sind (Eisen und Mangen als Sauerstofsträger, Lecithin als Träger der Phvsphorsäure, Kalium, Natrium. Magnesium und Kalk, wonach man ferner „NenaScin" mit Recht als Regenerationsmittel des Blutes (Dlntsalznahrung' bezeichnen kann;
3. Analyse und Gutachten des chemisch-analytischen Laboratoriums von Dr. Robert Cohn (Chemisches Institut Dr. Lebbin G. m. b. H.) vom 26. April 1910, wo nackt „Renascin" ein Präparat darstellt, welches wesentliche Mengen von Nährsalzen neben Eiweiß und Kohlehydraten enthält, wobei unter den Nährsalzcn sich in erster Reihe Al- kalten, sowie Eisen, Kalk und Phosphorsäurevcrbindungen befinden, d. h. alt die Salze, welche zur Bildung von gc» sundem Blute sowie zur Kräftigung der Muskeln und des Knochengerüstes beitragen und daher von anerkanntem Werre sind für eine rationelle Ernährung und Kräftigung des menschlichen Körpers.
In dem Gutachten heißt es weiter, daß, um eine erfolgreiche Wirkung zu erzielen, die Zusammensetzung des „Renascin" so gewählt ist, daß die einzelnen Mineral- alze vom Körper leicht resorbiert werden können und daß, da „Renascin" außerdem in leicht einnehmbarer Tablettenorm vorliegt und einen angenehmen Geschmack aufweist, weiterhin keinerlei schädliche oder gesetzlich unzulässige Bestandteile enthält, „Renascin" als ein Blutsalz von zweckentsprechender Zusammensetzung zu bezeichnen ist;
4. Analyse und Gutachten des staatlich approbierten Nahrungsmittel-Chemikers, beeidigten und öffentlich angestellten Handels-Chemikers im Bezirk der Handelskammer zu Berlin Dr. Max Boatherr (Oefsenkt. Chem. Laboratorium und Hygien. Jnstirut, Pharmazeutisch-Chemische Lehranstalt) vom 12. April 1910, wonach „Renascin" dadurch ausgezeichnet ist, daß es dem Körper in Verbindung mit reichlichen Nährstoffen Salze zuführt, unter denen Alkalien und Eisen eine hervorragende Rolle spielen, wobei die Dosierung so getroffen ist, daß die zugeführten Mengen von Salzen vom Organismus aufgenommen werden und dem Blutserum eine zart alkalische Wirkung erteilt wird. Es wird weiter in dem Gutachten gesagt, daß die Alkalität des Blutes für das Wohlbefinden des Menscl-en von großer Bedeutung sei und daraus hervor geht, daß bei fehlerhafter Zusammensetzung des Blutes „Renascin" von großem Vorteil für die Genesung und für die Wiederherstellung normaler Blutverhältnisse sein wird, umsomehr, als alle Salze in leicht löslicher oder wenigstens leicht resorbierbarer Form enthalten sind. D9/3
Aus diesen übereinstimmenden Gutachten anerkannter Autoritäten und beamteter vereidigter Chemiker kann jeder objektiv Denkender selbst ersehen, daß die obenerwähnte sog. „Warnung" unrichtig fein muß. Leider gibt uns das Gesetz keine Rechtshandhabe, um gegen die Warnung klagbar beizukommen; wir würden sonst zu unserer Genug- I tuung in die Lage versetzt sein können, bei einem Gerichtshöfe die Unrichtigkeit der Warnung nachweisen zu können.
Dr. med. Schröder G- m. b, £.
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