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die in den Sendungen ciillmltenen oder durch Versteigerung bei Inhalts erlösten Geldbeträge der Postuntcrstützungskassc überwiesen, die Briefe aber vernichtet werden. *
Landkreis (Sicftcn-
Heuchel beim, 13. 9(ng. Unter den Vororten dcr Stabt Gießen eröffnete Heuchelheim wieder den Neigen der Kirchweihfeste. Trotz der Hitze ivar daß Feit sehr gut besucht; Gießen stellte wie immer die meisten Äirme^gäfte, Unsere Dorsstraße und die Gartenwirtschaften boten ein belebtes Bild. Leider hat unser Kirchweihfest viel von seinem Reize verloren. Früher pflegten die einzelnen Burschenschaften auch hier noch die althergebrachten Kirmesbräuche, wie Versteigerung des Vortanzes, Aufstellen eines Kirmes- baumeS, den die Dorfschönen mit Bändern schmückten uff. Von all diesen Bräuchen ist jetzt nichts mehr zu sehen.
△ Klein-Linden, 13. Aug. Das Scheiben- schießen unseres Kriegervereins fand heute auf dem Schießplatz hinter der Burg sein Ende und um 8 Uhr konnte die Preisverteilung stattfinden. Die Schießleistungen waren io vorzüglich, daß mancher flute Schütze leer ausgehen mußte. Es errangen Preise: 1. Ludw. Euler 34 Ringe, 2. Walter Müller 34 R., 3. Sergeant Jung 116er 34 R., 4. K. Schüler 33 R., 5. I. Gundel 33 R., 6. A. Erle 33 R., 7. Schunke 33 R., 8. W. Spengler 32 R., 9. Stemmüller-Rödgen 32 R., IO. Hch. Erb 31 R., 11. W. Lenz 31 R., 12. W. Klein
Ringe. Rächildesler Schütze war Wilh. Schaum mit Ringen.
Icuchtung der Burg und Stadt Erorlberg, sowie dcr umliegenden Pillen statt.
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Darmstadt, 13. Aug Leutnant v. L e d d e s s e n vom Leibdragonerregiment Nr. 24 zu Darmstadt flog heute aus einer Euler-Flugmaschine mit dem Passagier Dr. v. Schimpfs von Darmstadt nach Eronberg, um das Schloß Friedrichshof, au> dem der Kaiser zurzeit zu Besuch weilt, zu umfliegen. Die Abfahrt erfolgte in Darmstadt um 7 Uhr 20 Min. morgens. Das Schloß Friedrichshof wurde in einem engen Kreise und zwar in einer Höhe von etwa 300 Metern umflogen. Um 8.53 Uhr erfolgte die Ankunst in Darmstadt. — Gleichzeitig erfüllte auf dem Eulerflugplatz Referendar v. Rottenburg-Frank furt a. M. die Bedingungen für den Erhalt des internationalen Flugzeugführer-Zeugnisses in glänzendem Stil vor den amtlichen Zeitnehmern des Deutschen Luftschissverbandes.
Bestellungen ausführen, kam der Kriegsminister von diesem Gedanken ab und beschäftigt sch gegenwärtig mit dem Plane, das für die Kraftfahrzeuge bestehende System der Requirierung auch für die Flugzeuge einzuführen.
-f- Reiskirchen, 11. Aug. Unsere Wasserleitung ist nunmehr fast fertig gestellt und soll bis nächste Woche in Betrieb genommen werden. — Auch das neu erbaute Schul- Haus soll im nächsten Monat fertig werden. Es ist zu seiner , Einweihung eine größere Festlichkeit geplant.
/X Hungen, 13. Aug. Unser langjähriger Lehrer Theodor Jung wurde heute unter sehr starker Beteiligung dec Einwohner der Stadt und der Lehrer von nah und fern beerb gt. Der Verstorbene hatte 1869 das Lehrerseminar Friedberg verlassen und wirkte seitdem nn hessischen Schuldienst.
Kreis Büdingen.
H. Büdingen, 13. Aug. Am Sonntag, 20., un» Montag, 21. d. Vits, wird auf dem Festplatz am Hammer das Herb st-Preisschieben der Büdinger Schützengesellschaft abflehalten. Die Zweigvereine beS V. H. C. aus Frankfurt a. M. unb Umgegend werden am Sonntag an dem Feste teilnehmen. — Infolge der lang andauernden großen Hitze zeigen die La u b h olz b ä u me in unseren Waldungen in hoch gelegenen Distrikten eine eigenartige Erscheinung. Das Laub ist vollständig dürr, aber nicht wie im Herbst gelb gefärbt, sondern es ist braun, als wenn es geröstet wäre; auch viele Obstbäume, namentlich Birnen, zeigen dieselbe Erscheinung. Die Früchte hängen ohne Laub an den Bäumen, werden welk und fallen ab. Die Zwetschen- erute ist fast ganz vernichtet. Tie Wiesen, die nicht in Bewässerung liegen, sind kahl und braun und liefern feinen Ertrag. — Am Dienstag, den 15. August d. Js. findet Gemeinderatssitzung statt. — Die Pflasterarbeiten m der Obergasse haben begonnen und werden rasch gefördert, es lst zu hoffen, daß in diesem Herbst noch ein großer Teil der vorgesehenen Straßen fertiggestellt wird. Jeder, der das Büdinger Pflaster zurzeit benutzt, wird sich darüber freuen.
Kreis Lauterbach.
§ Schlitz, 12. Aug. Am 21. d. MtS. findet im Gasthause „Zum deutschen Haus" die Kreiskonferenz der Lehrer des Kreises Lauterbach statt. Infolge günstiger Bahnverbindungen läßt sich die Tagung der Lehrer auch in unserer Stadt leicht bewerkstelligen.
Kreis Schotten.
§ Groß. Eichen, 12. Aug. An einer der gefährlichsten Stellen unseres Dorfes brach heute morgen zwischen 5 unb 6 Uhr Feuer aus; es brannte in dem Raumannschen Wohnhaus. Das Feuer, das im oberen Stockwerk feinen Ausgang genommen, verbreitete sich bei der Dürre so rasch, daß die Bewohner dieses Stockes rein nichts retten konnten. Alles verbrannte, sogar die Kleider. Jrn unteren Stock hatten die Leute das Notwendigste in Sicherheit gebracht. Da« Feuer sprang sofort auf die dicht anschließende Nachborwohnung über und legte auch diese in Asche. Es ist als ein Wunder zu betrachten, daß der Brand in dieser Ecke eng aneinander liegender Gebäude nicht weitere Ausdehnung ge- wann. Dem Eingreifen unserer Feuerwehr im Verein mit der neuen Wasserleitung ist die wirksame Bekämpfung befl Feuers zu danken.
Kreis Friedberg.
I«. Friedberg, 12. Aug. Heute nachmittag brach int Ober-Rosbacher Wald auf bis jetzt unaufgeklärte Weise ^-euer aus. Die Flammen, wie hohe Rauchwolken sah man vom hoch gelegenen Seegraben aus recht gut. Die hiesige Polizei benachrichtigte die Bürgermeisterei in Ober-RoSbach telephonisch von den gemachten Wahrnehmungen. — Der Konservator unseres Museums machte während der Sommer- ferien auf der Kapersburg beachtenswerte Funde, die dem hiesigen reichhaltigen Museum zugefügt wurden. Unter Leitung des Hochbauamtes Friedberg wurden einige Wochen lang Ausbesserungen bezw. Neuherstellungen des Mauerwerkes deS Kastells ausgeführt.
.. -I- Butzbach, 12. Aug. Aus der Genteinberats^ ÜtiV S vom 11 August 1911. Anwesend: Bürgermeister Flach, Habermann unb Heil, die GerneiLeratsmitgliedv 2?luJan A^Fbeü, vehd, Müller. Oppenheimer, Tröster,
?.^v6t. Entschuldigt fehlen: Dem, Hüchel. Oppenheimer be- brerr hiesigen Einwohner, betr. das Lauten bei allen christlichen Beerdigungen" nach der Verkauf de-r Kirchturms der St. Markus- ^vlchlieblich der Glocken an die evang. Kirchengemeinde pinps Kaufgeldes als Grundstock für Erbauung
n-iu geraten. Nach längerer Aussprache wurde nJhpS™9 sugefhmmt. Die Gemeinderatsmitglieder Heyd und ^?^br und Betgeordn. Heil begründeten den Verkaufsantrag biene vnt seinen Glocken fast ausschließlich der evangelischen Kirchengemeinde. Er stelle ^^vwrk untrennbaren Teil dar und habe ehemals Srrfp nA rubeJ ^rchengeineiiide gehört, der der übrige Teil der Gotteshaus diente. Sic beantragen als Müidestkaus
„ b€,l^uEniPmi£ 2 Glocken 20 000 Mark. Der Betrag >ete ^densit besonders zu vergüten. Heyd begrün- ben Mitrag mündlich rn eingehender Weise. Bürgermeister darauf auflnerksam, daß der Turm nni> die Glocken Ä1 er polttifchen Gemeinde int Brandkataster zugeschrieben JCtßL warm davor, die Rechte der politischen Ge- meindc zu Gunsten einer Konfession zu schmKlern, Heil stimmt
Au» Stadt unO Land.
Gießen 14. August 1911.
** Schlechte E r n t e au s s i ch t e u. Die Aussicht auf eine gute Zwetschenernte wird von Tag zu Tag geringer, und wenn die Trockenheit noch einige Tage anhält steht eine völlige Mißernte bevor. Zu Taufenden fallen die unreifen Früchte von den Bäumen, so daß der
Zur Mecklenburgischen versassungsreform meldet die ,Fandeszeitung für beide Mecklenburg":
Der Grvsthcrzog von Mecklenburg-Strelitz empfing heute mittag im Beisein des Staatsministers Bossart eine Abordnung der Ritterschaft bei beiden Großherzogtümer Mecklenburg, welche beauftragt war, dem Großherzog die auf dem allgemeinen ritterschast- lichen Konvent in Rostock am 13. Juli 1911 in Bezug au die Reform der Landesverfassung angenommene Entschließung zu unterbreiten. Auf die Ansprache des Erbland- marschalls v. Lützow erwiderte der Großherzog
Meine Herren! Der mir bereits bekannte 3njalt der von Ihnen überreichten Resolution meiner getreuen Ritterschaft, erfüllt mich mit Betrübnis und aufrichtiger Sorge unb zwar um so mehr, als dieser Beschluß nach dem Inhalt der Ansprache, mit der er mir soeben überreicht worden ist, unzweideutig klarlegen soll, zu welchen Opfern die Ritterschaft bereit ist und welche Grenzen sie sich gezogen hat. Ich muß daraus entnehmen, daß meine getreue Ritterschaft zu einem weiteren Entgegenkommen bei der Lösung der für die Wohlfahrt meines Landes so wichtigen, bedeutungsvollen Frage der Verfassungsreform zurzeit nicht willens ist. Ich bedaure das um so mehr, da meine zu der Frage der Versassungs- reform bisher eingenommene Stellung, insbesondere auch die Antwort, die ich seinerzeit der Abordnung von Mitgliedern beider Stände bei der Ueberreichnng der sogenannten Güstrower Beschlüsse erteilte, keinen Zweifel darüber aufkommen lassen konnte, daß 'ich den mir jetzt überreichten Beschluß der Ritterschaft als geeignete Grundlage für weitere Verhandlungen über die Ver- fassungsresorm nicht auf eben kann. Ich bin stets der Ueber- zeugung gewesen, daß die Notwendigkeit einer Aenderung der bestehenden Landesversassung vor allem ans der Notwendigkeit entspringt, weitere Greife der Bevölkerung zur Beratung und Beschlußsassung über die wichtigsten Landes- angelegen beiten heran zuzieh en, und zwar schon allein aus bem Grunde, weil die persönlichen und pekuniären Opfer, die für die Förderung der Landesinteressen gebracht roerben müssen, wie in allen beutschen Staaten, so auch bei uns von Jahr zu Jahr größere unb beschwerlichere werben. Dieser Notwenbigkeit trägt der ritterschastliche Beschluß nicht in genügendem Maße Rechnung. Weiter fordert dieser Beschluß die Uebertragung des vollen Budgetrechts an den neue n Landtag, der mindestens zu zwei Dritteln aus Vertretern der jetzigen beiden Stände zusammengesetzt sein soll. Das bedeutet u. a., daß i ch a u f d a s m i r z u st e l) c n b e unumschränkte Lanbesregimen t, insbesondere aus mein uneingeschränktes landesherliches Verwaltungs- unb Gesetzgebungsrecht im Domanium, zugunsten eines Landtags verzichten soll, in welchem nach wie vor das rein ständische Element von absolut ausschlag- gebeiider Bedeutung sein würde. Wenn ich nun auch zu einem so schwer wiegenden Opfer und zur Ausgabe eines in der ständischen Versassung begründeten wesentlichen Teiles der mir von meinen Vorfahren überkommenen landesherrlichen Gewalt b e - reit bin, so findet doch auch meine Bereitwilligkeit eine Grenze da, wo es sich weniger um das Wohl des Landes als im praktischen Erfolg um einen Machtzuwachs der jetzigen Stände handelt. Eine Landesvertretung, deren Zusammensetzung weiteren Kreisen der Bevölkerung eine ihrer wirtschaftlichen und intellektuellen Bedeutung entsprechende Mitwirkung an der Erledigung der Landesangelegenbeiten gewährleistet, werde ich gern unb freubig gewähren, was sie zu einer gebeihlichen Tätigkeit bei ber Erledigung der ihr obliegenden Ausgaben bedarf.
Hoffentlich Werden diese berechtigten Vorhaltungen ihren Zweck nicht verfehlen! Die „getreue Ritterschaft" müßte sonst mit noch ernsteren Mitteln eines Bessern belehrt werden.
Boden damit wie besät ist. An den Bäumen hängen die Zrüchte nur noch notdürftig, so daß es dieses Jahr nicht viel Zwetschen geben Wird. Aehnlich sieht es mit den Aepfeln aus, die auch massenhaft von den Bäumen fallen. Die Aepfelernte wird auch deshalb nicht besonders rosig, da viele Bäume schlecht geblüht haben. Wenn es so weiter zeht, wird der Apfelwein knapp werden, zumal bei der Hitze viel getrunken wird. Auch die Spätkartoffeln lassen -ine Mißernte befürch en. Bei den meisten Spättartoffel- : orten hängen zwar die Stöcke voll Knollen, aber sie sind ehr klein. Auch bei Eintritt eines Witterungswechsels wäre der Schaden nicht geringer, denn der hierdurch hervor- lerufene Nachwuchs an Knollen, sogenannte Wildlinge, wird nicht zur Reife kommen und die Ernte nicht vermehren. Selbst erprob e Sorten wie Industrie versagen vollständig, und auch die sonst so ergiebige Wohltmann bic.et geringe Aussichten. Dagegen soll die ältere Sorte Imperator, die allerdings nur noch selten gebaut wird, bester -ehen, besonders im schweren Boden. Aum Brennen wird es kaum was gLben, da bei den voraussichtlichen Preisen ich das BrennM mit Kartoffeln nicht rentieren wird.
** Der FM t erm angel, der durch die ungewöhn- ich lang anhaltende Trockenheit für viele Teile des Landes zu befürchten ist, hat n. d. Darmft. Ztg die Hess. Staats- ^orstbehorde veranlaßt, vorzusorgen, daß aus den chr unterstehenden Waldungen bedürftige Landwirte nach Möglichkeit unterstützt werden. Die Großh. Oberförstereien sind deshalb angewiesen worden, aus dem Walde Futtermittel abzugeben. Auch soll gestattet werden, Viehherden in offene Waldbestäirde einzuteilen. Da, wo es notwendig wirb, das geerntete Stroh zu verfüttern, soll außerdem Waldstreu aufgearbeitet werden.
** Deutsche geolog. Gesellschaft. Nachdem der dritte und letzte Sitzungstag unter dem Vorsitz des Prof. Dr Klemm eröffnet worden unb die Geschäftsordnung erledigt war, sprach Dr. Trevermann, Frankfurt a. M. über einen Schädelrest aus einer Höhle im Kreise Schlüchtern. Es handelt sich um einen Schimpansen- Ichädel, der Don unberufener Seite künstlich „fossil" gemacht und in die Hölfle geschafft wurde. Darauf machte Geh. Rat Prof. Dr. Lepsius, Darmstadt, eine kürze Mitteilung über ie von ihm herausgegebene geolog. Karte von Deutschland. Prof. Dr. Klemm sprach bann in einem von Lichtbildern begleiteten Vortrag über die Tessiner Alpen. Arn Schlüsse der Versammlung sprach Prof. Dr. Raufs, Berlin, im Namen der Teilnehmer und des Vorstandes der Deutschen geolog. Gesellschaft dem Geschäftsleiter der Versammlung, Geh. Rat Lepsius, und den Herren der geolog. Landes-Anstalt Darmstadt Dank für die mühevollen Vorarbeiten und ihre Arbeit aus. Am Nachmittag fand eine Besichtigung der Sammlung der geolog. Landes-Anstalt und des geolog.» mineralog. Instituts des Museums statt.
**Aeriensonderzüge. Die beiden letzten Ferien- sonderzüae verkehren am 15. und 16. August und zwar am 15. von Bremen nach Basel und am 16. von Hamburg nach Basel über Frankfurt—Worms. Beide Züge haben hier Aufenthalt von 3.34 bis 3.36 morgens.
** Eisenbahnfürsorge. Der preußische Minister der öffentlicheii Arbeiten in Berlin hat angeoronet, daß an das Fahrpersonal während der Zeiten außergewöhnlicher Hitze abgeknhlter Tee ober Kaffee unentgeltlich verabreicht werben soll. Auf dem hiesigen Bahnhof sah man daher gestern an verschiedenen Stellen Schilder angebracht, die das Fahrpersvnal in zweckmäßiger Weise auf obige Vergünstigung hinWiesen. Auch hat der Minister Diensterleichterungen für das Fahrpersonal in den heißen Mittagsstunden verfügt.
** Indie Stadt. Die Eisenbahndirektion Frankfurt hat den kürzlich in etatsmäßige Stellen eingerückten Unterbeamten, die auswärts wohnen, aufgegeben, in die Stadt selbst zu ziehen.
** Schöne Erfolge hatte gestern der Turnverein von 1846 an zwei verschiedenen Stellen. Bei dem Volkswett- turnen auf ber Wasscrkuppe (Rhön) errang Turner Ludwig B epi er bei sehr starkem Wettbewerb den ersten Preis mit 80 Punkten (eigentlich 85, aber nach den Bestimmungen der Wettumordnun^ war die höchste zur Anrechnung kommende Punktzahl auf 80 festgesetzt) unb Turner Karl Loos den 21. Preis nut 59 Punkten. Wettüdunaen waren Stabweitsprung, Stein- toßen. Laufen unb Freihochsprung. Die Zöglinge des Vereins turnten gleichzcittg in Kirchhain bei dem anläßlich des 25- lährigen Stiftungsfestes des bortigen Turnvereins veranstalteten Musterriegenturnen des Gaues Hessen. Sie gingen aus dem Wettkampf als beste Zöglingsriege hervor unb belegten unter den nahezu 30 Riegen überhaupt den 5. Rang.
** 30 Jahre V. H. E. Die Feier seines 30jährigen Bestehens wird der Vogelsberger Höhen-Klub mit einem Herbstausflug, der am Sonntag, 3. September, nach Schotten, der Gründungsstadt des V. H. C., stattsindet, estlich begehen. Viele Jweigvereine haben ihre Wanderung ür diesen Tag nach Schotten vorgesehen, es ist deshalb auf den Besuch vieler Klubgenojsen zu rechnen Der Schottener Zweigverein, dem die Ausführung des Festes übertragen wurde, wird alles aufbieten, den lieben V. H. C.-Schwestern und -Brüdern nach der anstrengenden Wanderung die in Schotten zu verlebenden Stunden so angenehm und genußreich als möglich zu machen. Die anmarschierenden Zweigvereine sollen auf der Warte, einem 10 Minuten von Schotten gelegenen, hübschen Aussichts- 3UnÜ' gegen 1 Uhr mittags begrüßt werden, auch Abgabe von Erfrischungen ist hier vorgesehen; um 2 Uhr: Mittagstafel in verschiedenen Gasthäusern der Stadt und von 4 Uhr ab: Festversammlung in der Turnhalle und dem Festzelt Der Vergnügungsausschuß ist fleißig an der Arbeit, ein ab- wechslungsreiches Programm für den Festtag auszuarbeiten, m nk- .^."bestellbare Postsendungen. Bei der Ober- Postblrektlon in Darmstadt lagern folgende Sendungen, deren Absender vielleicht zu unseren Lesern zählen, als unbestellbar- Postanw. über 8 Mk, 15 Pf. vom 24. 6. 10 aus Friedberg' Gmpfangtt und Bestimmungsort unbekannt. Einschr.-Brief vom y- 10 aus Gießen an Frl. Margarete Wolf in Grümngen.
A?riC rV°ma?3‘ 7L 10 aus Bfld-Naubeim an Man- drttto, Genercü m.Petersburg. Gew. Brief, Inhalt 2 Mk., vom 10. 2. 11 aus Gießen an Frau Anna Grübia, Steinstr 66 ; Gew. Koffer vom 31. 10. 10 aus Gießen an Jakob Morgen- '
. Hamburg, ^re zur Empfangnahme der Gegenstände Berechtigten müssen sich binnen vier Wochen bei der Ober-Rost" direktion melden, widrigenfalls die Postanweisungsbeträge uL i
Heer unb Flotte.
Der französische Krikgßminister unb die Flvgschiffarü
. r ' 12' Dug. Der Kriegsmini st er hat beschlossen, Ti Ä beren eine Anzahl ber im
? V? a e f i 6 b e f i n b 11 d) e n Flugzeugei m Bebarss- HrCfhni^nTt1rf»CKnH US 9.U "9 9 € ft 6 l 11 toerben
foUen. Ursprünglich hatte der Knegsmimster die Absicht gehabt, den Flugzeugerbauern lahrliche Prämien dafür zu zahlen daß sie der Heeresverwaltung un Falle einer Mobilisierung Flugzeuge nebst Lenkern zu liefern. Da jebod) die Erbauer keine fer- ttgen FluWeuge auf Lager haben, sondern immer nur jeweilige
Deutsches Ikicb.
Dvr Aba Brunft ermann veröffentlicht folgende Berichtigung: Die Veröffentlichung des Briefes des Fürsten von Hatzfeldt an mich, erfolgte mit dessen ausdrücklicher Genehmigung.
Die württembergische Zweite Kammer hat den Hauptflnauzhaushalt und das Haushaltsgesetz für 1911 und 1912 mit 62 gegen 14 sozialdemokratische Stim- men angenommen.
Der Reichstagsabgeordnete Geheimer Finanzrat Friedrich -HU g , ist am Sonntag früh in K on stanz gestorben. Hug vertrat den ersten badischen Reichstagswahlkreis seit 1890 unb gehörte dem Zentrum an.
Ausland.
Der italienische Panzerkreuzer „San Giorgio" rst am Samstag abenb bei einer Maschinen probe im Hafen von Neapel auf einen Felsen in der Nähe pon Posilippo aus- gelaufen. Die Arbeiten, das Schiff, welches an zwei Stellen IttE ist, flott zu machen, dauerten die ganze Nacht. Der Unfall schont dadurch verursacht worden zu sein, daß eine Boje ihren Platz verlassen hat.
Die Nachrichten über den Gesundheitszustand des Papstes lauten immer günstiger. Der Papst verbrachte die Nacht ^u^u Sonntag sehr ruhig, das Fieber ist geschwunden; doch wird die Rekonvaleszenz infolge der allgemeinen Schwäche des Kranken sehr lange dauern.
^ie „Deutsche Tageszeitung" meldet: Aus Toulon wird berichtet, daß die im F o r t L a m a l g u e untergebrachten Mili- tärgefangeneii meuterten weil das ihnen gereichte Süsser ihren Wünschen nicht entsprach. 30 von ihnen empörteii sich und überfielen die wachhabenden Sergeanten, die sie verwun- beten. 'Die vom 10. Artillerie-Regiment gestellte Wache, stellte Mihe und Ordnung nach einiger Mühe wieder her. Gegen die Meuterer werden scksarse Maßnahmen ergriffen werden.
"^fische Unterrichtsmin ister Cossa Hal ber Medizin in Petersburg relegiert Maßnahmen, deren Grund unbekannt ist, erregt in freiheitlichen Kreisen große Verstimmung.
Nach einem Telegramm aus Guayaquil hat der P r ä f i b e n t ?1 f a 0 r lms politischen Gründen a b g e b a n 11
Senatsprasident Freile übernehme die Exekutive.


