Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
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Gleisanlagen
„Latz stehn die Blume!
Geh' nicht in's Storni Tic Roggenmuhme Zieht um da vorn! Bald duckt lic nieder. Bald guckt sic wieder: Sie wird die Kinder langen, Tie nach den Blumen langen
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen schäft. .Nordland" ist der Titel einer neuen, demnach'! in Berlin erlcheinenden. reich illnstrierten -valbmonalsfcktlst, die sic., zur Ausgabe (teilt, die zwischen Teurschland und den Ländern des Nordens bestehenden Wechselbeziehungen in Touristik und Sport, Sandel, Literatnr, Stunft und Wissenschaft enger zu knüpfen. Ein Kreis namhastev Mitarbeiter aus Teutschland und den nordischen Ländern ist für die Zeitschrift, deren Herausgeber Arthur Loening in Salenscc-Berlin ist, gewonnen worden. — Am 7. Juli starb in Stuttgart der Lehrer für Lrgetspiel und Kontrapunii und frühere Direktor am dortigen M jl. 'Unfenratorium für Munt Professor 2-amuel de Lange im 72. Lebensjahre. — In Go t - trugen ist am 7. Juli der Kirchen Historiker, orb. Professor in der dortigen theologischen Fakultät, Geh. Konsistorialrat Dr.
iwahnfabrik
forte.«, ton, 1510.
\ । Sonnenschein
l1.
’|A ^-CIGARETTE ^oE.RobertKhmt,Dresden
Bevölkerung und die Beamtenschaft in
Diese durch Bildung, Wissen, Unternehmungsgeist und Ka-s Vital hervorragende Bevölkerungsschicht, die eigentliche Schöpferin der heutigen bürgerlichen Gesellschaftsordnung, d. • politischen und Macht de., deutschen Voskes,
schasst täglich dem Arbeiter die Arbeitsgelegenheit bei steigendem Lohne, sie liefert die starke, stets wachsende StcncrQiicnc, die es dem Staate ermöglicht hat und erwog licht, wie der Arbeiterschaft, so auch der Landwirtschaft kräftigst unter die Arme zu greifen. Im politischen Leben hat diese für nufere Kultur wichtigste Volksschicht nicht mehr den ihr gebühreudcu Einfluß. Dieser Einfluß kann nur wieder erlangt werden durch vorbehaltlosen Zusammenschluß aller Gruppen dieser Schicht zu gemeinsamer Arbeit, unter Verzicht auf Betonung und .Hervorkehrung aller wirtschaftlichen Sondeiintcressen im politischen Kampfe. Verzicht auch auf kleine politische Sonder wünsche, Befreiung von der Führung durch Leute, welche dem Bunde der Landwirte verschrieben sind, und durch Leute, welche mit einem, oft schon mit beiden Füßen im sozialdemokratischen Lager stehen, deren Kops mindestens erfüllt ist von sozialen Problemen, die nur unter Lähmung des Unlernchmungsgcistes der zur Erhaltung der nationalen Arbeit crsorderlichen Kapitalkraft der Individuen verwirk' licht werden können. Der Liberalismus beruht auf dem Individualismus, er soll das Iiidividuuni zur selbständig- feil, Selbsttätigkcit, zu sittlicher Freiheit erziehen, muß es deshalb auch mit sozialem Fiihlen und Deuten erfüllen, zur sozialen Arbeit führen, der Liberalismus kann aber keine Sozialisten erziehen und brauchen, er würde dadurch feine Existenzberechtigung selbst negieren.
Also Selbstzucht in wirtschaftlicher und politischer Be- zichung, bewußtes Erstreben der gemeinsamen politischen Arbeit auf mittlerer Linie unter dem festen Entschluß positiver Mitarbeit in den politischen Körperschaften. Bloße Negation, unfruchtbare Nörgelei entspricht nicht der völkischen Bedeutung des liberalen Bürgertums, ist seiner un- würdig. Wer sein .Haus erhalten und ausbauen will, darf nicht fortgesetzt an seinen Fundamenten und Eckpfeilern rütteln. Wer fein Volt stark und mächtig erhalten will, darf nicht bei jeder passenden nnu unuassenden Gelegenheit die einzelnen Volksschichten gegeneinander aushetzen, die Dräger und Pfeiler des Staates ätzend kritisieren und verächtlich machen. 'Das ist se.hr häufig nicht das Zeichen eines geraden und aufrechten Volcemannes, sondern nur der Ausdruck der gemeinen, nach Augenblicks'effeklen haschenden Gesinnung eines dünlelhaftcn, gewissenlo,cn Selbstlings.
Wirtschaftliche Macht, Bildung und Wissen verpflichten zum Schlüsse auch zur Anerkennung und ehrlichen, offenen Vertretung der berechtigten und erfüllbaren Forderungen der sämtlichen Eriverbsstände innerhalb und außerhalb des liberalen Bürgertums, nicht nur die Interessen von Handel, Industrie, Gewerbe und Beamtenschaft sind durch die liberalen Parteien zu fördern, zu vertreten, sondern auch die Interessen von Landwirtschaft und Arbeiterschaft.
Und nun zur Tat im Wahlkreise Gießen-Nidda. Tie sreisinnige Volkspartci hat nach dem Ergebnis des letzten Wahlkampfes den Anspruch auf Vortritt bei der Aufstellung einer Kandidatur für den bevorstehenden Wahlkampf und zur Anbahnung der Verständigung mit der nationalliberaleu Partei des Wahlkreises. Möge hierbei in llcbereinstimm.tng mit obigen Ausführungen das kleinliche Trennende zurück- gestellt,'da > große Einigende gesucht und hervorgehoben werden. Weite Kreise der freiilnnigeu Wählerschaft wünschen und verlangen solche Stellungnahme. Die national» | liberale Partei hat durch den letzten unglücklichen Wahlkampf
politische Lagesschau.
Gine Erklärung deS Deutschen Flotteavereins.
Gegenüber den Angriffen, 5ic der Nürnberger De- schluß des Deutschen Flottenvcretns in der Frage der Panzer kreuzer erfahren bat, verteidigt sich jetzt der Verein in feinem ofnziellen Drgan „Die Flotte". Am Schlüsse eines Artikels „Die Wirkung" geht das Blatt auf das Argument em, daß auch andere Marinen veraltetes Schiffsmaterial niitzn schleppen hätten, Deutschland also nicht schlechter dastehe, als lene, und sagt: Gerade hierin liegt aber der ^ajmer punkt der Frage, wie jeder Unbefangene aus der Rede unseres Präsidenten entnehmen kann^ England hat 11 Panzerkreuzer, deren langsamster 21,7 Seemeilen Geschwm digkeit besitzt, während 29 über 23 Seemeilen laufen, Frank reich 23 Panzerkreuzer, von denen nur die ältesten fünf unter 20 Seemeilen Geschwiiidigkeit besitzen, die Vereinigten Staaten 15 Panzerkreuzer, die sämtlich 20 Seemeilen und mehr lausen. Und Deutschland? Zwanzig große krenzer sollen gesetzlich Vorhandensein, die, wenn sie ihren Gegnern slandhallcu sollen, Panzerkreuzer sein müssen - und auch nach dem Beschluß der gesetzgebenden Faktoren als solche gebaut werden sollen. Davon sind zurzeit fertig zehn („91?oltte" und „Goeben" sind noch im Bau', und weiter werden in der Liste geführt die für Kriegszwecke unbrnud)-- baren, ungepanzertcn fünf Schulschiffe der Herta-Klasse und „Kaiserin Augusta", für die erst im Laufe von sechs Jahren, von 1912 an gerechnet, Panzerkreuzer auf Stapel gelegl werden sollen. Von den W fertigen Panzerkreuzern werden aber noch weitere drei (bic Prinzen-Klasse» wegen ihrer Langsamteit zn Sck)ulzweckeii im Artillerie- unb Torpedo bien ft verwendet, und ein vierter, der nur 19 Seemeilen laufende „Fürst Bismarck" wird dem Vernehmen nach zu gleicheni Zweck nmgebaut. Es bleiben also für Kriegszwecke nur sechs übrig/von denew zwei, „Scharnhorst" und „Gneisenau", im Auslandsdienfte Verwendung finden. Von den 20 gesetzlich verlangten Panzerkreuzern kommen also im Kriegsfälle in der Heimat nur vier in Betracht, von denen zwei, ,,^ork" unb „Roon", mit 20,5 und 21,5 Seemeilen Geschwindigkeit nur geringe Dienste leisten können, da unsere Linienschiffe der Nassau-Klasse fast ebenso schnell sind. Wir haben also nicht auch einige alte Schiffe wie andere Na tionen mitzuschleppen, sondern wir besitzen zurzeit in der Heimat überhaupt nur zwei Panzerkreuzer, die-ihrem Kriegs dienst gewachsen sind. Die Dringlichkeit der Forderung deS Flottenvereins ist also unbestreitbar.
Zur NelchZtagswahl im wahllreis Giehen-Grünberg-Nidda.
Von einem alten Anhänger der naliouailiberalen Partei wurden in einem auswärtigen Blatte nachstehende Belrach' !.mgen über die politische Lage in unserem Reichstagswahl' lreis veröffentlicht, die wir auf fein Ersuchen znm Abdruck bringen:
Die beiden liberalen Parteien haben aus dem letzten ^.-ahltampf hossentlick) tue Lehre gezogen, daß unter der perrschast des hessischen Bauernbundes und des Bundes ber Landwirte der Liberalismus auf irgend erhebliche Stinv nten aus der Bauernschaft nicht zu rechnen hat, die ganze Bauernschaft für ihn verloren ift Es ist ja nur allzu bc greiflich, daß wirtschaftliche Verbände mit solch demagogi scher Agitation auch politisck, ihre Berufsgenossen nut sich reißen, sind doch ihre einseitigen, übermäßigen wirt j ch a f t l i ch e n Forderungen nur durch politische Macht zu verwirklichen Dieselben Kräste, dieselben Mittel, welche 5ke Arbeiterschaft um die Fahne der Sozialdemolratie scha- Kit, sie halten die Landwirte auch politisch unter dem ♦w.itnc des Bundes der Landwirte fest. Bei der Arbeiterschaft hat man sich längst an diese Stellung gewöhnt, es ist Zeit, sich auch bei der Landwirtschaft mit d.c,er Tatsache als einer vollendeten abzusinden -- wenigstens in unserem Wahlkreise, in dem die Anlisemiten den Boden seit den Sier Jahren vorbereitet haben.
Der hessische Nationaiiiberalismus kann nur noch Hand- lrnger des hessischen Bauernbundes sein. eine, andere Gc- nteinschast gibt es nicht mehr ; unb zu solcher Stellung sollte cc sich doch zu gut sein. Nicht die. Nationalliberalen haben i^rc Gesinnung, ihre Stellung zu der Landwirtschaft g- .ybert, die Landwirtschast hak trotz aller ernsten und ehrlichen Banernsreundschaft der National.iberalen diesen den Stuhl vor die Türe gesetzt, bei ihm gibt es z. Zt. nur eins: eie vollständige Unterwerfung unter das Programm des rundes der Landwirte, die unentwegte Belennung zur Ag t.alion des hessischen Bauernbundes. Tie nationalliberale Partei kann diesem Ansinnen nicht entsprechen, denn cs niderstreitet dem Zweck und Wesen dieser Partei, sich einer Crwerbsgruppe mit Leid unb Seele zu verschreiben unb. solche demagogische Aufwieglung der Interessengegensätze, wie sie hier feil Jahrzehnten betrieben wird, zu unterstützen, vi fördern. Wie die organisierten Arbeiter, so müssen des halb auch die im Banne des Blindes der Landwirte stehen detl Landwirte für den Liberalismus als zurzeit verloren betrachtet werden.
Aber es gibt ja noch eine dritte Bevöllerungsschicht im Wahlkreise, aus der selbst in dem letzten, so unglücklich geführten Wahlkampfe der Liberalismus ca. 7300 Wähler Ifca. uOOO korell, ca. 2500 Gisevius) nm sein Banner verhimmelt hat, d. h. eine Wählerzahl von nahezu gleicher stärk-, wie die sozialdemokratische unb bäuerliche, der Libe- lalismus kann also auch heute noch unb mit nicht weniger Aussicht aus Erfolg als früher in die Schranken treten. Aber es ist dazu nötig, daß der Liberalismus vereint in ben Wahlkampf zieht. Daß weder die freisinnige Bolls Partei noch die nationalliberale Partei für sich allein stark genug sind, auch nur einen Achtungserfolg zu erringen, das sollten auch die fanatischsten Führer beider Parteien i endgültig ans diesem letzten Wahlkampfe gelernt haben.
Ten Kern der liberalen Wählerschaft bildet hier lute ! überall die industrielle, taufmännische unb gewerbetreibende
jeuer", Morres „S'Nnllkrl" und „Störenfried" von Bencdix zur Aufführung. ~ _ ... . ...
— Die H a m m c r st e i u - L v e r i n London nähert nch ihrer Vollendung, und man staunt nicht wenig über diese echt amerikanische Schnelliglrit, mit der der riesige Millionenbau aus der Erde einporgewamsen ist. Ain 11. November bereits wird da« neue Hans feierlich cingeweihk: als Eröstnungsvorstellung soll „Quo vadis?" von Nötige und Eain in L'.ene gehen, ^.ic Spielzeit ist einstweilen auf 20 Wocken festgesetzt, mährend der wöchcinlich füni Vorstellungen statninden sollen: -riensiags und Donnerstags bleibt das Hans gesmloßen. Der Arbeitsplan Kammersteins erstreckt sich einstweilen ausjchlleßnch auf itahenndx und französische Opern. . v .
— Ein d; c r i Iu ,ttnu«s Kerncrs> der bis an fein Lebensende zn Spänen und Ulkereien aufgelegt war, wird durch einen literarischen Fund im Weinsberger K.rnerhauic bekannt. Die launige Erzählung ist vvm Dichter selber meöerg.id,'neben unb durch bic Verwalterin des vom Kernerocrem angekauslen Tichterheims, Frau Luise Schmidt, aufgemnben und der Oefsent- lichkeit übergeben worden. Iustinus erzählt, rote jbm emit icm Srcunb, der berühmte David d'Angers von ^tratzburg aus eine wohlgelungeue Kopie seines Reliefbildes von Rovespierre geschickt Labe, worüber er sehr erfreut gewesen sei. Nun hatte gerade Kerners Frau, das gute, treue „Rickele , ein Kaffeekränzchen, bei dem die angcicl)cn|tcii Frauen Weinsbergs unb Heilbronns anwesend waren. Iuflinus trat nut Awbespierres Bild in das Zimmer der Damen und rief: „Lehr, das Bild niemes Iiencn-'guten r^mtdcs Schnäbele aus Stuttgart, bc» Direktors des Mädchmamls: sein gaitzes Vermögen hat der Memckenneund jetzt seiner L'.nstalt vermacht!" Darüber helle Begeisterung dct ben versammelten weiblichen Wesen. Eine Dame nach der andern gestand beim Herumreicheii des Bildes, dessen Titel der ichlaue Zustiniis sorgsam mit dem Ipltcnbcn «yingcr verdeckte: das sieht man sck)vn auf dem Bilde, was Mr ein edles erz der Herr Schnäbele hat: die treuen,Augen der müde Mund — — -T'a riet iustinus plötzlich: „Es ist Robesmerre! und sogleich schrien die Damen im Chor: „Himveg mit dem Bluthund Man sicht ihm die Grausamleit zchn schritte vom Bilde an.
— Die Roggenmuhme. Wenn die Mutagchitze eines schwulen Sommertages über den weiten Achrenseldein lastet, die baldiger Reife entgegengeben, bann macht man.heutig die merkwürdige Beobachtung, daß die Achten sich tu leisen '-Lellcjürnien auf und ab bewegen, trotzdem sich ringsum m Baum und Strauch irt der stillen Luft fein Blättchen rührt. 'Senn man über das I JX-elb weit herüberschaut, bemertt man über dem ücljrcmneer ein I ständiges Flimmern mch Hochsteigen der erhitzten ~uü, die itne
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— Rhein-Mainischcs Verbandst Heater. Das Rhein-Mainische Verbandsthcatcr,^ das seit bem Früchahr 190<^ in Frankfurt a. M., sowie in den Städten und Tör'ern des Rhelrt- Main-Gebietes Vorstellungen für die minderbemittelten Volks- klassen durch Berufsschausvieler veranstaltet, hat in diesem ^ahre wieder einen Spielplan, der sowohl vom literarischen als auch vom volkspädagogischeii Standpunkt aus als sehr gelungen betrachtet werden darf. Einem unverminderten Interesse begegnet noch immer Lessings „Minna von Barnhelm", dms seit (iiörnung des Verbandstheaters ununterbrochen auf dem Spielplaii steht, und das seither etwa 70 mal gegeben worden ist. Das Haiiptereignis der diesjährigen Spielzeit dürfte die Ausführung des ersten Teiles von Goethes „Faust" werden. Das Stück soll bei inöglichst schlichter Ausstattung unter hauptsächlicher Betonung seines poe- tischen unb geistigen Wertes dargestellt .-erben. Den HauptnacI' druck wird der Regisseur, Tirettor Hause. - auf eine muitergültige Wiedergabe der einzelnen Rollen legen, ^incn großen Erfolg verspricht sich der Verband auch von Schöi.^«Ls „Glaube unb Heimat", weil dieses Stück durch seine Tendenz -n Kampf gegen alle Gewaltmaßregeln in geistigen Dingen — den Bestrebungen des Verbandes nahe liegt. Leiber ist es nicht gelungen, für dieses Stück das Auffülirnngsrecht in allen in Betracht tomiüenden Lrten zu erlangen. Zum ersten Male bringt das Veroandsthcater cm Weihhnachtsstück für Kinder. Außer den~ genannten Stücken kmn- men noch Moliöres „Menschenfeind", „König Oedipt«" des^^o- pihokles, Shakespeares „Komödie der Irrungen", Kllftstö „Prinz vvn Homburg", Ibsens „Volksfeind", Sudermanns „Johannis-
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ICainft, Wtjfcnfdiaii und Leben.
— Ehrungen für Reinhold Begas z u seinem achtzigsten Geburtstag. Tie Berliner Akademie b er ftünftc hat beschlossen, anläßlich des 80. Geburtstages von Professor Begas dessen Büste im großen -- i tzu n gs in al aufzustellen , der bereits eine Reihe von Bildnissen ljervorragender Berliner Künstler aus drei Iahrhuiiderteii out weist. Professor Peter Breuer hat die Büste im Auftrage der Akademie geschassen. Sie zeigt den Kops von Begas, wie er etwa vor 15 Jahren ansgesehen hat, als der Künstler noch am der Höhe seines Sck>afsens stand. Die Büste, zu der Begas noch vor mehreren Wochen Modell gesessen hat, wird im Atelier von Reinhold Begas vom Bildhauer Albert Geritz m Marmor nusgeführt werden. Ter Verein B cr l i n c r K u n st l c r wird, wie das B. T. niitteilt, dem Achtzigjähriget^ durch^seinen Vorsitzenden, Professor Schulte im Hofe, eine von t)ranz -stauen liergestellte künstlerische A d r e s s e überreichen.
Stadt und Land.lihreu früheren Vorrang verscherzt, sie nmß unb umb hie. aus offen unb ehrlich die Folgen zu ziehen und zu tragen haben, sie muß und wird jedoch von der Sckfwefterpartei verlangen, baß bei der -luswahl des Kandidaten ienc mittlere Linie, welche oben gezeichnet ist, eingehallen werbe beiben Wählerschaften ist ber Wunsch zu einer Verständigung lebhaft vorhanden, sorge man rechtzeitig dafür, daß die Bereinigung an Ttarrer Theorie und Engherzigkeit der Führung nicht scheitcve.
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Agadir.
Wesentlich neue Nachrichten liegen heute in der marokkanischen Angelegenheit nickt vor. Dic Berichte über bic Unterredung jn iicben dem Staatssekretär von K id e r I e n unb dem französisch.n Bveschafter in Berlin, Eambon, haben in Pari s ein gün- ftigen Eindruck bcruargenifen. Man glaubt, daß eine bc friedigende Lösung der Angelegenheii gefunden werden düriic
In unterrichteten Variier Kreisen rechnet man mit bei Möglichkeit, daß bic Verhandln ngen zwischen Berlin und Paris sich sehr i n d i e Länge ziehen und schwierig gestalten eine heiße Welle über dem Kornscld lagert. Turch bic ungleichmäßige Erwärmung bei Lust zwischen uild übet den Halmen wirb eine geringe Luslbcwegung hervorgerusen, bic genügt, um bic teid4 aus bem Gleichgewicht zu brinaenbeu, auf sckwankcnb.'m Stiel hängendcn Aehren ebenfalls in Bewegung zu setzen, und io ergibt sich die sonderbare Beivegung des ganzen Roggenfeldes. Schon in uraltci Zeit ist diese ibnen unerklärliche Bewegung den Mcnscheit aufgesallen, und gar bald fanden sie eine Erklärung baiüi Das unsichtbare Mittagsgespenst oder die :)iog.v mnuOmc schreitet bann durch die Felder, sie gehl in den Gelreibedrciten hin und her und erteilt dem Korn ihren Segen, bainii es gut gedeihe unb vielfältig die Arbeit des Landmannes lohne. Bei ihrem Durchschreiten setzt sie bann die Halme in leise wogende Bewegung, und allein daran ist ihre fegenbringenbe Eigcnichasi 51t ertennen. Aber burch ihre Berstlirung füllen sich nicht nut die Achten mit sch-wellciidcu Körnern an, sondern sie schützt audi das ganze Feld vor Schaden unb Ungemach, die SegcniDcnbcnn wird bann zur ftrmgcn Richterin des Frevlers. Deshalb lourbcn unb werden heute noch m vielen Gegenden die Kinder gewarnt, der Feldblumen wegen ins Korn zu gehen unb Aehren zu zer treten, wie cs am besten der Dichter ftotnfdj in solgenden Worten
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SSES General-Anzeiger für Gberheffen BSS2 Anzeiger Gießen. V " • ’ J . . - . , Ax.-iu-.i. 7 ralh; für „Stadt und
cknnahm« von Anzeigen Rofottons&rud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vnch- und Stcinbruderet R. Lange. Redaktion, Lrpedmon und vruaerei: rcvulfirage t. 2anb.; s.Heß-. für ben Sl Büdingen: Sentfpreditr Nr. 50 Sclchäftrftelle vahnhoMrab« j6a. k>.
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