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Die heutige Nummer umsatzt 18 Seilen.
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als der Spandauer Choleraiall vom vergangenen deutlich zeigt, wie fe(jr burdi russische Einruhrgk
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Seücke mitten in das Her; des feiKfienfreicn Teutt'chlano ein- geschleppt werden f<mn. In Spandau bildete bekanntt ich eure aus Rußland stammende nnh in einem Keller aufbewahrte MnnttionS- fiftc den Krankheitsherd, mit dessen Entdeckung und Unterdrückung die Senck>c alsbald erloschen war. Wer bürgt dafür daß nicht im Pelchandel heute oder morgen Tierfell eine gleiche Gefahr über Leipzig oder Berlin bringen?
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Pelzwerk und Pest.
(Ein Mahn wort.)
Gerade wir 35ger haben bei der uns eigenen Meten Emsickl in den Eier dargelegten Zusammenhang die besander«, PNiLl aus diese Gefahr auf'merisam zu machen. Ter Pelzhanl f hac in nn« seine leidenschaftlichen Verteidiger, insbesondere r , foroeü es sich um den Schutz allzuschwer von der Mode beb'? r.t?t Arten handelt.
Eben darum wird es uns niemand verübeln dürfen, daß wir jede Rücksicht auf eine Mode fallen lassen, die — man mag die Sache drehen und wenden, wie man wolle — mit der aefteiger-- ten ilcachfrage nach „Tabarganeufellen" den schwarzen Tod über Europa heraufbeschwörtl
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der'^eftercegec^am^Mgsten hält, schd zweifellos in erster Reihe
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politische Wochenschau.
Gicsten, 11. Febr.
Man sollte von einem Justi-minister verlangen, daß er fein Sureaulrat, sondern ein Mann von politischem Weitblick ist Diese Gabe sollte er natürlich nicht mit Winken und Eingrissen in die praktische Rechtsprechung verwerten, sondern er müßte im Gegenteil durch seinen Weitblick sich vor allen Schritten hüten, die ihm als Parteilichkeit und unstatthafte Beeinflussung ausgelegt werden konnten, x-ej: gellende Schrei „Klassenjustiz" müßte ihn aufmer'.sam und wachsam machen, ihn zu peinlicher Vorsicht mahnen, durste ihn auch zu mancherlei Verfügungen veranlasien, die daraus Hinauslauseil, die volle Unabhängigkeit der Richter besonders deutlich in die Erscheinung treten zu lassen. Es ist seine Pflicht, die Volksstimmung, auch die fortgeletzten Hetzereien der Sozialdemokraleii, genau zu beobachten und das Ansehen der Justiz, auch durch Vorbeugung und Meldung bösen Scheines in der Richterwelt, zu schützen. Der preußische Justizminister von Beseler hat nach dem Moabiter Lchwnrgerichtsprczeß mit dem Vorsitzenden. Landgerichts- Direttnr Unger, sich direkt in Verbindung gesetzt, um ihn ubtr einen vielbesprochenen Satz in seiner Rechtsbelehrung an die Moabiter Geschworenen zu fragen. Der Staate e fr et ar des Reichsjustizamts, Dr. Liseo, hat im Reichstag den Minister, als dieser vom „Genossen" Heine wegen dieser angeblichen „Vernehmung" angegriffen wurde, m Schutz genommen. Der Justizminister habe sich ja nur authentisch Auskunft holen wollen, um den zu erwartenden Anfragen im preußischen Mgeordnetenhause Rede und Antwort stehen
baÜCSÜ nun bet Parteisekretär Hesse von der Deutschsozialen: Partei in zirka »/.stündiger einwandfreier Rede dre abgedroschenen Phrasen der roten Internationale m richtiges Licht ruckte, da wurden den leitenden Genossen die schlagenden Beweis de» deutfch^ sozialen Redners zu ungemütlich, und kurz« Land entzog der soz Vorsitzende dem sprechet für die Kandidatur D r W e r n e r d a s W 0 r t. Gerade als der Redner noch aus die arbciter- und mittelstandsseindliche Haltung der Sozialdemokratie cingehcn wollte, stellte sich die freiheitliche Sozialdemokratie auf den Standpunkt, daß es das beste sei, den Gegcnredner mundtot zu mockien. _____ —
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Es liegt kein Grund für uns vor, diese redliche Absicht des Ministers zu verdächtigen und mit dem „Genossen Heine anzunehmen, der Schwurge.ichtsvor itzend? habe nur „vernommen" und vielleicht gemaßregelt werden sollen. Man darf aber bedauern, daß Herr von Beseler nicht noch weitsichtiger gewesen ist. Sonst hätte er sich denken > onnen, daß ihm feine direkte Unterhaltung mit dem Richter Verdächtigungen ein trag en würden. Für die Verhandlungen im Abgeordnetenhause hätte er sich anders wappnen müssen, und der Staatsselretär Tr. Lisco hat, als er am Montag im Reichstag den preußischen Kollegen jo rückhaltlos mit feinem Schilde deckte, wohl um die Klärung des Sachverha is und die Zurückweisung schlimmer Verdäil tigstngen sich verdient gemacht, aber eifriger dabei sich ins Zeug gelegt, als fernem staatsmännischen Ansehen dienlich war.
Die Sozialdemokratie ist bei der zweiten Lesung öc* Gerichtsverfassungsgesetzes, die den Reichstag d-.e ganze Docke besckä t g e, g setzg.cher sch m t erstaunlcher Gefchaf- tig eit hervorgetreten Die Moabi.er Verteidiger ha ten ih.en immer wieder von neuem angerührten Mörtel auch in den Reichstag mitgeschl.-ppt, und s.e verachten d i tebur Gelegenheit, ihn in die Draschen des neuen Gesetzes hrnein- zuschmieren. Heber all neue Anklagen und Anträge auf Grund der Moabiter Prozesse: ob es sich um bie M-Nsche und lonsesionelle Gesinnili:g der R'.chter, de Möglichkeit chrer Versetzung oder Pensionierung, ihrer Ord.'ns- schmückung, ihrer Ernennung aus dem Verwaltungsamt oder devi Am;e eines Staatsanwalts Hande.te — alle diese Anträge wurden zwar abgiLhnt, entsesselten aber e.ne un* gezügelte Redeslut und gaben den sozialdemokrat scheu Agitatoren immer wieder Veranlassung, Verdächtigungen der
Rechtsprechung in die Welt Ku schreien DaS Tollste leisteten sich die Hmsturzler am Mittwoch: als sie verlangten, „die Geschäftsverteilung müsse so geregelt sein, dan die Zuständig eit der Straflammern nach den A n f a n g * b 11 d) haben des Namens der Angeklagten und bei mehreren Angeklagten dem Ansangsbuchstabeii des Namens des ältesten Angetlagten bestimmt werde". Das waren wundervolle Grundsätze! Ter Aeltestenrat des Reichstags tonnte sich ja vielleicht ein Muster daran nehmen und die Gesetzentwürfe auch nur in der Reihenfolge ihrer Anfangsbuchstaben zur Beratung vorsehen.
Ernster wurde die Beratung, als man zum Anträge des Abg. Müller-Meiningen kam, das Amt jnned in Strafsachen erkennenden Amtsrichters, eines Straftämmermit- qliedes oder des Vorsitzenden eines Schöffengerichtes nur ständig angestellten Richtern zu Übertragern Hiergegen konnte mich die Regierung keine gimndsatzlichen Einwendungen vorbringeii Mit Recht meinte^der Abg. Baifer- mann, trenn man die Zuständigkeit der 2>ch v f eng erchte erweitere, müßten die Vorsitzenden um fo unabbang gcr gestellt werden. Der Antrag wurdp angenommen, und das Ansehen der Justiz int Volke kann dadurch nur gefordert
Deutsches Heicb.
Im Ausschuß für das Schisfahrtsabgaben- gesetz gab der Staatssekretär des Auswärts
werden.
Die einschneidendsten Neuerungen im Genchtsver- fassunasqefetz betreffen die erweiterte Zuständigkeit der . Straflammern und die dabei neu geschaffene Berufungsinstanz. Urkundenfälschung, Depotunterschlagung, betrügerischer Bankerott, die bisher der Beurteilung durch die Schwurgerichte unterlagen, fallen fortan, auch nach dem Beschluß der zweiten Lesung, in den Zuftandigkeitsbereich der Strafkammern. In den beiden letzten Sitzungen, vorgestern und gestern, gerieten die Geister hart aneinander. Es handelt sich darum, ob in der Berufungsinstanz der Strafkammer auch Schössen, ober, wie die Siegierung will, nur Richter, sitzen sollen. Mit 17o gegen 142 ©tuntnen wurde gestern cm Antrag des Zentrums und der sortschrttt- lichen Volkspartei angenommen, wonach die Derufungs- lammem mit zwei Richtern und drei Laicnfcho.fen besetzt werden sollen. Da die Regierung un Ausschuß unb auch fetzt, während der zweiten Lesung wieder, wrederholl er l'lart hat, sie müsse an der Besetzung mit drei Richtern festhalten, wenn nicht daS Zustandekommen der ganzen Vorlage unmöglich gemacht werden solle, fo befindet man sich in einer ähnlich kritischen Lage, wie int Ausschuß zur Beratung des Berfass.'.ngsg-tze^es ,ü Elfatz-Lot»,ringen, wo man, dem bestimmten Beschluß der Regierung entgegen, die Erhebung zum selbständigen Bundesrat verlangte.
Wenn man ziemlich sicher damit rechnen muß, daß das Versassungsgesetz für Elfaß-Lothringen scheitern wird, so darf man doch wohl mit Bestimmtheit hoffen, daß beim Gerichtsverfassungsgcfetz ein Weg der ©migung sich wird finden lassen Von so schwerwiegender Bedeutung ist chließlich die Zulassung der Laien tn die Berufungsinstanz nicht daß an dieser Frage die ganze Reform mit ihren zahlreichen Verbesserungen scheitern dürfte. Die Regierung glaubt in manchen Gegenden nicht die notige Zahl von Schöffen aufbringen zu tonnen. Wenn man auch die Hartnäckigkeit nicht ganz versteht, mit der sie an diesem Standpunkte festhält, so darf der -Reichstag doch nut gutem Gewißen einen Schritt des Entgegenkommens tun um die befürchteten praktischen Schwierig.eiten zu vermeiden. t.ao . neue Gerichtsverfajsungsgesetz sa,asft ia so ^"che volk.- , tümlichere Grundlage, daß man vorläufig recht wohl sich : damit zufrieden geben tonnte. _______________
die Tabarganenfellc zu rechnen, die in mäßig feuchtem Zustand- in Fässer verpackt werden. Diefe gelangen aus dem Weiten Transbaikaliens unb der Mongolei in größeren Tonnen zum Versanb. Am 27. November 1910 bildete dies den Gegenstand der Beratung enter außerordentlichen itzung des rusuichen -cebi-1 zinalrates in St. Petersburg. An die,er beteiligtejich auch der russische Generalkonsul in Urga, Geheimrat I. P. ^ludnnarem. s>etbcr bat der Medizinalrat es für möglich erklärt, die Emmbr von solchen Tabarganeufellen nach Rußland unter der Bedingung -u gestatten, daß jede Sendung mit einem Zeugmfse eines ru>fischen Konsuls darüber versehen werde, daß bie Felle aus einer peil frcim Gegend stammen. Selbst wenn man bie UnbeUerttichlcit und Gewissenhaftigkeit der russischen Komuln über alle Zweiset frei erklären wollte, so würde bieder Bcichlutt doch für das Zarenreich und damit für Europa verhängnisvoll bleiben. Demi e« kann nach den Untersuchungen der deutschen Pestlomminian keinem Zweifel unterliegen, daß diese Murmeltierfelle sich Über einen Monat lang in a nsteckungstüchtigem Zustande erhallen können, sofern sie nicht vor der Versendung einer starken und iu völliger Austrocknung führenden Erhibung misgetetzt worden sind Tie russische Regierimg scheint allen diesen Fragen nut seltsamem Gleichmute gegenüberzustehen unb sich der ungeheuren Verantwortung gegenüber dem gesäurten Europa kaum oder mm- bestens recht schwach bewußt zu sein, ^ies ilt um so emite^ h-r ^nnnhaucr Ebolerasall vom vergangenen Sommer doch
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SozialbemokratischeAgitationimWahl- kreis Gießen-GrünbergiNibba. In Hirzen« Hain fand dieser Tage eine sozialdcmokrati'che Veifamm« lunq statt, in der der Reichstagskandidat bei oOjiaibcnw ■ traten sprechen sollte. Er kam aber nicht, «ter Vorsitzende sagte, daß der Kandidat erkrankt sei. An feiner ^stelle sprach der Genosse Stadtverordneter Habicht aus txraiil« fnrt a. Main. Dem „Büdinger Allgem. Anz." entnehmen wir folgende Schilderung dieser Versammlung, die dem sozialdemokratischen Kandidaten Beckmann schwerlich Nuhin gebracht haben dürste:
Tie Rede glich einer wüsten Schimpferei von Anfang bis zu Ende. In gehässiger unangenehmer Weise wurde alles was unfer Vaterland groß, mächtig und stark gemacht hat, in den Staub gezogen. „Schon die Kinder würden in den Volks, "d’uten regHrcdit in ber Umvohr he 11 ne übt , sagt, der Redner. Man lüge ihnen vor, daß das ^eutfchr Reich 1870/71 gegründet worden sei. Unseren alten Jiaifer Wilpemr nannte er nur den .stardMcnprinz. Tu «ozmlbemokra en wollten Militär, viel mehr Militär als die bürgerlich, n lortucn „Aber wir brauchen nur e i n e v l e r w ö ch i ae Ausb , ldu n g im Schießen, wozu jeder 18jährige junge Mann herangezogen werben soll. Unsere Schießprügel soll aber jeder zu vauje an der Wanb hängen haben, und wenn mal wieder jemand von
»erlangen We. wir sollten aus Baier unb Mutter.fineSen, dann wüßten wir schon waä iu 1 r mit ben a, t n J ctn an zu fang en hätten." Tann brültetc nch der Genosst damit, daß er in seiner Militärzeit bie A-ranhuTter Volksstimme in der Kaserne verbreitet habe. Den „Wahren ./.akob , ein <203. Wikblatt, habe er in das Kasino zu den Offizieren hinemge schmuggell. Sie hätten ihn nicht erwischt babci, dazu wäre er DlCt glXit ’fatnVo a brt an bie Reihe seiner Ausführungen. Kose« Worte wie: „H a l l u n k e n d e r p r e u ß i s ch en R egteru n a . „Von der Regierung bezahlte ^p,Helbande "Lchuhleutcdie^ht Bluthunde gerufen hätten" hagelten aus die friedlich dasihenben Zuhörer hernieder. Es war ekelhaft. Die Spitze hat aber bei: 05^ nosse jedenfalls bannt erklommen, als er in 6ut geheuchelten Schauspielertone mit hohler Stimme bie Worte aussprach „2Beib und Kinder werden in Friedenszeiten totgeschlagen, und d'esen Missetätern hangt man für ihre Schandtaten noch Olden auf die Brust, damit man das Blut am Sabel nicht liebt. Und als der G e g e n r c b n c r , der Deutfchfoziale Partei,ekretar Hesse, in der freien Anssprache darauf himvies, datz her ^Efermt nur eine Hetzrede vom Stapel getanen hatte, da erwiderte der Genöße. Habicht, baß dies der Zweck seiner Rede gerne,en jei, unb sollte er das heute abend erreicht haben, die Leute aufzuhehen gegeii die veibammte Zufriedenheit, bann wolle er hochoes
Frantfurt a. M. zurückkehren., ^onn gmg bas H^unterren,en des Deutschen Vaterlandes in folgendem <L>tile werter.
Verwesung nahe, verrottete unb vermoderte deulfche Reich, könne nur durch bie Sozialbemokratie verbessert ^werden. „Im beut > scheu Reiche heißt es nur „Steuerzahlen->solbatenspielen-Munb>
Zum Tode Bernhard Zuphanr
erfahren wir noch:
Die Grünbe des Selbstmords, über den wir schon berichteten, sind nicht angegeben, unb so läßt sich zunächst nichts barüber aussagen, ob Familienleib, das dem trefflichen Manne allerdings nickst erspart geblieben, oder eine geiftige Verdüsterung ihn in den Tob getrieben bat- Suphan war in Rorbhausen am 18. Januar 1846 geboren, hatte also vor kurzem das 64. Lebensjahr vollendet: 'er studierte in Halle unb Berlin llassische Philologie, wandte sich aber später der deutschen Lüeraturgescknchte zu unb bemühte fich in erster Linie um bie Renaissance Herders, der er tiefgreüenbe .Studien widmete und zu der er durch eine mustergültige Ausgabe von Herders Werken (mit Redlich) wesentlich beigetragen hat. 1887 wurde er als Nachfolger Erich Schmidts an bie Spitze des Goetlfe-Archios (seit 1889 Goethe und Schiller-Archivs) berufen, das er um bedeutende Schütze bereicherte. Unter Suphans Leitung sind dem wichtigen nationalen Arcknv nicht mir viele Goethe- unb Schiller-Urkunden, sondern auch ganze Nachlasse ^anderer bedeutender deutscher Dichter wie Dtto_ Ludwigs und Friedrich Hebbels hinzugewachsen. Tie letzte große Erwerbung bicicr gelingen Schatzkammer, deren Kostbarkeiten Suphan gern in trefflich organisierten Ausstellungen dem großen Kreise der Litercchir- freubigen zum Genüsse darbot, war jene Don Earlos-Hanblchrift Schillers, bie der Dickster, wie die Voss. Ztg. mitteilt, einst an Scoröder in Hamburg gesandt hatte. Mit bet Verwaltung des Archivs vereinigte SuplfMi eine rege literarisch Tätigkeit, Er war an der Leitung der Goetheschen Sophien-Ausgabe mitbeteiligt, veröffenllickste wertvolle Monographien und war auch an den feinsinnigen Publikationen der Goethe-Gesellschaft, in deren Vorstand er lange Zeit wirkte, hervorragend beteiligt. Suphan bereinigte vornehmen Gelehrtenwitz und Sinn für Anmut des Stils mit gründlichstem Wissen.
Von anderer Seite wird aus Weimar noch gedrahtet: Ter Tod Bernhard Suphans, der bis gestern abend noch im Archiv tätig war uiid dem niemand ein so plötzliches Ende vrooheLeit härte, ist morgens zwischen 4 und ö Uhr eingetreten. Obgleich er im vergangenen Sommer einen längeren Urlaub wegen eines Nieren leidens genommen hatte, schien sich sein Leiden dock wesentlich gebelfert zu haben und seine Arbeitskraft war dadurch nicht merkbar beeinträchtigt worden, lieber die Todesursache gehen bie verschiedensten Gerückt- um. Tatsache ist, daß bie Pensionierung den alternden und etwas empfindlichen Gelehrten seelisch stark erregt hat. Auch mögen Verlchltnisse privater Natur nickt ganz ohne Einfluß auf sein Gemütsleben geblieben sein. Jedenfalls eiben nicht körperliche Indispositionen allem seinen Tod befchicunigt.
-xi-r schwarze Tod, der nachgerade ganz Em:opa bedroht, w°° ich- wenig b-achi-i & .auf bu roeui.n nnh aefbrn Jäger in der Mandschurei zuruckzusuhren, die dort dem ^t ep p en-^Murmeltier nachstellen, das unterem wisfen- sckastlicken Namen Arctomys bobac, auch wohl schlechthin „Bobo S$ss .8 ä»
außerordentlich ernste Warnung. .
Die furchtbare Bedeutung dieser neuen Gefahr trat iw^Oktober- stahres hervor, als m Eharbm mit der Bahn Aei aus Mandsckmia kommende pestkranke Chinesen anlangten, ^in esnwiert el F^fäM^ebr a ck twc/'b e r ei ts^ nÄ^vi^Stmiden
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z VL cvJt ,u* Ort gegen das dickster bevölkerte Land vorgeickooen hat ZuÄ wurde sre^an der Straße Zizikar-Blagowe.chttchentt bLbaZet !md drang von dort aus nordwärts vor. ,
Welche FoNsckrritte die Seuche seitdem auch gegni Pettng nnd^banabai hin gemacht hat, wie lehr |ie unser Kiautickou Srnhf 1111b' welche Ox'sahren der Aberglaube der dbuicien für ”e„mXn Teufel", heiaufbeschwört. ist tag- täglich in allen Zeitungen zu lesen.
T.aaeacn wird dem Karnickel, das angefangen hat, dein ^ttnoenmurinettier, noch keineswegs d 1 e Aufmerksamkeit geschenkt, Ae es^der verdient! ES muß doch sehr ernstlich in Erwägung aezooen werden, und in der Litzmig der Budgetkommiiiwn des irom 31. Januar wurde auch mu Recht bereits auf ^Notwendigkeit hingewiesen, ob bic zur Abwehr ber Beit an un'ier'n (fem-.cn in- -anbei getam Mastregeln latiachlub an unjt _ r?tnge wir. in nickt unoebuigt be-
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