Preis
pro 10U jSfo.
£ cf) f eit,
87—93
49
90
36—92
50
89
77-80
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78
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.43-00
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47
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47
61
Meteorologische Beobachtungen der Station Giehen.
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August
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1911
9”
20,0 10,2
«50,6
bis 11. August = + 31,5 ’C.
= + 18,0 • 0.
Pension Mk. 4.50.
ss17/5
Ad. Vogel.
Mui Her & <Jie., Freiburg i. Brg
Chauffourkurae.
Karl Amend in
Hermann Bath
KkiivCinöen.
in
Großen-Linden, Georg Gelchs-
5
0
0
60-62
58-58
Sonnenschein
Sonnenschein
37
30
86
94
72
64
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84
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11, 11
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56
58
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70—75
60 68
100-104
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80 -88
74—80
61
55
50
46
35-39
27-34
85—87
93—96
46
53
put entividelte jungere itdije u. /sarieit iliäbid genährte Huije imD parsen . . ö\ al v er.
sein he ‘DiaftfcUuer
I1 uulere 'JJiaii- unD beste Saugkälber
1 SE 1 2
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Aufgebote:
Klein-Li
Kinder, die bei dieser Hitze schon an sich kaum in Schlaf kommen, werden dadurch erst recht wa^ch gehalten. — Gibt es gegen solchen Frevel keine Abhilfe? Ein Grammophon ist ein künstlerischer Genuß gegenüber diesem Jammergcheul. ■
Weideuiaufchaie e d) id e i n e.
1 oltsieifcbige Sclnvenie vis zu 2 Zentner
Ifl Uli
Märkte.
ke. Frankfurt a. M., 11. Ulna. Heu- und Strobmarkt. Angeiahren waren 9 Wagen Heu und 3 Wagen Stroh. Man notierte: Heu, alles, 0,00—0.00 Alk., neues 4.10-4,70 Alk. Stroh ljlornlangslroh) 2.50-2.60 Alk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles iür 50 Kilo. Geschäft flott. Die Zufuhren waren aus dem Kreise Dieburg und aus Oberhessen.
13. Ang.
Ihr nacuu D "/.
.August 10. Heinrich Schimmel, Metalldreher inden, mit Wtlbelminc Mcner in Gießen. J
G c b or c n e: August 4. Dem Bahnarbeitcr Wilhelm August ^hon ern Sohn, August. Dem Schmied Reinhardt Wamier eine Tochter, Deute.
o^ermqere Mau- und gute Saugkälber 48—53 iL-ernigere «-.anglalber . .... 44—48
<=- d) a *e.
Zunge, deisct ige, nicht aiisgenmiiete imD ältere ausgemaitete 44—48
lhigejod)te ... 51—55
Färien. K ü h e.
l-ollfleiichige ausgemäsiete Färsen höchst.
Schlachtwertes . 48—52
1 ollheudiige ausgemäsiete Kühe höchst. Schladuwerles bis zu i Fahren . 40—44
'2 eliete anegemaitete Kühe und wenig
Vollfleiscbige, ausaemastete, höchsten
Schlachtwertes höchuens 6 Fahre alt 48—51
Mündige Leute schließen daraus auf einen nahen und strengen Winter.
kf. Der Appetit der französischen Kammer. Die sranchsischen Abgeordneten sind nach dem Schluß der Kammer für drei Monate in die Ferien gegangen. Im Palais Bourbon Hal der Pächter des Erfrischungsralimes seine Bilanz gemacht, d,e die „Opinion" ihren Lesern vorlegt. Sie zeigt, was die Abgeordneten in der Sihungszeil, die 62 Tage gebniiert hat, verzehrt haben. Sie haben ivährend der 62 Tage 84 Fässer Bier, je 120 Liter enl- haltend, ausgetrunken: was einer Durchschinllsmeng^ von 160 Litern täglich entspricht. Es sind ferner in der letzten Sitzungszeit getriinken worden: 41 Liter Absinth, 105 Liter Wermuth, 214 Liter Örangensast, 930 Liter Limonade, 121 Liter Johannisbeersaft und etwa 1350 Liter anderer Getränke, >vie Himbeersaft, Kastee usw WaS die Speisen anlangt, so sind in den 62 Tagen 3200 belegte Brote, 89 kg frisches Fleisch, 17 ganze Gruyörekäse und 22 Eam- membert gegessen worden. Wie man sieht, regt die Politik tüchtig den Appetit an. Und man bedenke, das; anbei dein noch die französischen Abgeordneten jährlich 15 000 Francs zur Berfügiing haben für das, was sie außerhalb des Palais Bourbon verzehren.
* Farbenwirkung. „'Jia, Herr Aktuar, wie war Ihnen denn, als der Beamte Ihnen den großen Lotteriegewinn auszahlte?" — „Ach Gott, mir wurde ganz braun und blau vor den Augen!"
'48,61 29 7 16,6
<49 8 : 23 0 115
F.C. Wiesbaden. P ie hh os-M a r k 1b e ri ch: vom 11. Aua. Auftrieb. Rinder 108 (Ochsen 31, Kühe 77, Bullen 00), Kälber 101, Schafe 26, Schweine 250.
Tendenz
10.
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Leveudgeividit . . • .48-51
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Lebendgewicht 46—48
öleiklnge Ld)iveine unter 80 kg Lebend- gewidjt ... 47—48
Krofdorf.
a) Standesamt Krofdorf: Gemeinden Kinzenbach, Kroß ,. . dorf-Gleiberg, Vetzberg.
Stan desamtLaunsbach: Gemeinden Launsbach, Wßmar Ehesch leßungen:. August 5. Hermann Schmidt. Maurer in Krofdorf, mit Katharine Bechtold in Rodheim a. S.
^.0 orene: August 2. Dem Tagelöhner Eduard Gombert zu KrochoA em Sohn, Fritz. - 4. Dem Hüttenarbeiter Karl Maar zu Wißmar eine Tochter, Frieda Paula. — 9. Dem Tage, lohner Hermann Wagner zu Wißmar ein Sohn.
71 Gestorbene: August 3. Ludwig Mandler, Landwirt, il Jahre alt, zu Kinzenbach. — 9. Wagner, Knabe ohne Vor- Llmen 9 Stunden alt zu Wißmar. — 10. Georg Karl Müller, Postbote, 24 Jahre alt, zu Krofdorf.
Leihaeftern.
«sirfiX August 2 Dem Finanzamtsgehilfen Wilhelm
Schäfer etn Sohn, Hellmut Wilhelm.
Lich.
30‘ Dem Maurer Heinrich Hartmann eme Tochter, Johanna.
w , Lollar.
.?^sust 8. Karl Meister, Spengler, mü Emilie Rohrbach, beide in Lollar.
m . Nidda.
Geborene: Juli 27. Dem Möbelfabrikanten Friedrich Bek L?nnCi#fr' Elisabeth. - 30. Dem Taglöhm? Karl
' Melm. — August 1. Dem Schaffner Heinrich Kratz eine Tochter, Sina. — 4. Dem Schlosser- Ä amTÄ Naumann ein Sohn, Manfred. — 5. Tem Handelsmann Salomon Stern ein Sohn.
«wer . schotten.
(uc 11 A^oust 7. Karl Stroh, Kaufmann in Groß-'
Aorau, mit Anna Zimmermann tn Sckwtten. — 9 Theodor fielen' 0>eDmeter9^l(le in Schotten, mit Elisabeth Römer in ninsTän1 SoH 1 ®on Karl
watzenborn-Zteinberg.
6 Mona" Karl Reuter in Steinberg-
Ä wieseck.
^"UÖUIt Dem Lairüwirt Heinrich Dapper Tochttt Klara^"^' ~Sem Schriftsetzer Karl Bremer eine
Sterbefälle: Juli 9. Anna Dillenburger, geb. Graf, 35 Jahre alt. — 10. Katharina Ernst, Privatin, 84 Jahre alt. — 26. Else Wörner, 1 Jahr alt.
Büdingen.
Aufgebote: August 8. Jakob Lott, Bahnbediensteter in Vonhausen, mit Elisabeth Kaltenschnee in Büdingen.
Geborene: Juli 30. Dem Handarbeiter Johannes Neider eine Tochter, Elisabeth. — August 2. Dem Gasmeister Friedrich Arhelger eine Tochter, Katharine Emilie Erika.
Sterbefälle: August 4. Ludwig Kaiser, 3 Jahre alt. — 8. Marie Maser in Büches, 12 Jahre alt. — Ernst Zerweck, 8 Monate alt.
Butzbach.
Eheschließungen: August 5. Joseph Schepping, Bauingenieur nt Frankfurt a. M., mit Marie Pauline Friedrike Möller in Butzbach.
Geborene: August 1. Dem Metzgermeister Heinrich Steiu- häuser VII. eine Tochter, Anna Marie. — 3. Dem Metzger imb Gastwirt Jakob Diehl ein Sohn, Heinrich Friedrich.
Hriedberg.
Aufgebote: August 9. Bernhard Mattes, Eisenbahnbremser, mit Helene Schaubach, beide in Friedberg.
Eheschließungen: August 5. Karl Konrad Heinrich Wilhelm Mosbach, .Dachdecker, mit Anna Balzer, beide in Friü)- berg.
Gehöre n e: Juli 24. Dem Maurer Johann Adam Schorge ein Sohn, Karl. — 28. Dem Taglöhner Konrad Klingenhöfer ein Sohn, Heinrich. — 31. Dem Maler Karl Kretschmar ein Sohn, Heinrich Karl. — August 3. Dem Uhrmacher Wilhelm Rahn ein ^>ohn, Karl. — 5. Dem Weißbinder Gustav Wetzstein eine Tochter, Maria. — 6. Dem Malermeister Friedrich Karl Peter Hieronimuß ein Sohn. Hans Jakob Heinrich. — 9. Dem Kaufmann Jakob Ballin-Oppenheimer ein Sohn, Albert.
Sterbefälle: August 3. Marie Wagner in Stammheim, 14 Jahre alt. — 5. Ludwig Gutmann, 1 Jahr alt.
Grohen-vuseä.
Aufgebote: August 6. Philipp Heinrich Keßler, Weißbinder in Steinbach, mit Katharine Volk in Großen-Buseck ", . G e b o r e ne: August 4. Dem Bahnarbeiter Balthasar Pfeiffer I. em Sohn, August.
Ulufflers
sterilisirle
Kinder-Hah ru ngx
Zamllien-Nachrichten aus anderen Orten.
Tochter "urten: Herrn Nathan Rosenthal 17. in Wetzlar eine cv.., ®,eltorbene: Herr Karl Fritzel in Vilbel. — Herr August tigcner tn Wetzlar. — Fräulein Julie Manger in Weilburg.
Rhelnl.ohes — ' Maschinenbau, ElaUrolaohnlk/ Technikum Binnen« Automobilbau. Brückenbau, ’ j_________Direktion: ProrpsBor Hoed ke.
Standesamtsnachrichten.
Gietzen.
Aufgebote: August 4. Philipp Gregorius, Steinhauer, fnit Katharine Horbach, beide in Gießen. — 5. August Meyer, Gastwirt in Altenesch, mit Emma Ludewig in Salzgitter. — 7. Philipp Heinrich Keßler, Weißbinder in Steinvach, mit Katharina Volk in Großen-Buseck. — Theodor Jochim, Geometergehilfe in Schotten, mit Elisabeth Römer in Gießen. — Otto Seipel, Landwirtschajtslehrer, mit Johanna von Münchow, beide in Gießen. — 9. Karl Robert Geiler, Kaufmann in Gießen, mit Erdmuthe 9ütna Backhaus in Havelberg. — Dr. Emil Steinreich, prakt. Arzt, mit Toni Friedberger, beide in Gießen. — 10. Reinhard Görnert, Schachtmeister in Lich, mit Anna Judt in Königsberg. — 11. Emil Beetz, Glasbläser, mit Helene Schmidt, beide in Marburg.
Eheschließungen: August 5. Johannes Hahu, Fuhrmann, mit Elisabetbe Werner, geb. Naumann, beide in Gießen. .— Karl Kreuzburg, Eisendreher, mit Lina Heinz, beide in Gießen. ;— 9. Heinrich Rausch, Metzgermeister und Wirt, mit Maria Noll, beide in Gießen
Geborene: Juli 31. Dem Tapezier Adolf Dörfner ein Sohu, Friedrichs — August 1. Dem Lokomotivheizer Ludwig Wagner II. ein Sohn, Richard. — Dem Viehhändler Mar Löweu- berg eine Tochter, Brigitta. — 5. Dem Knecht Karl Schneider eine Tochter. — Dem Metzgermeister Friedrich Wenzel ein Sohn, Konrad Wilhelm. — Dem Stukkateur Karl Kallenbach eine Tochter, Margareta.
Gestorbene: August 7. Anna Martha Johanna Trechsler, 2 Jahre alt, Rodheimer Straße 40. 9. Marie Haberkorn,
75 Jahre alt, Vismarckstraße 16. — Karoline Hermes, geb. Keil, 71 Jahre alt, Goethestraße 31. — 10. Elisabethe Klös, geb. Albolpi/ 68 Jahre alt, Frankfurter Stt'aße 144^
Alten-vuseck.
Geborene: Dlugust 4. Dem Taglöhner Wilhelm Vogel II. Ptne Tochter, Marie.
Bad-Nauheim.
Aufgebote: Juli 6. Christoph Hammann, Kutscher, mit .Christine Pieffer, beide in Bad-Nauheim
Eheschließungen: Juli 1. Gerhard Witte, Gutsbe- sitzer in König!ich-Neuhof, Kreis Kulm, mit Marie Gittermami tn Bad-Nauheim. — 8. Ernst Friedrich Fleischhauer, Hilss- pfortner, mit Meta Eva Erdmuth Fuhrmann, beide in Bad- • Nauheim. — 12. Friedrich Wilhelm Minder, wissenschaftl. Hilfs- lehrer in Brake in Oldenburg, mit Louise Theodore Ella Langenbach in Lad-Nauheim. — 18. Dr. Friedrich Wilhelm Edgar prakt. Arzt in Kiel, mit Franziska Karoline Metha Lttlguste Sangmeilter in Wetter. — 22. Christoph Hamman, Kutscher, mit Ehrilttne Pfeffer, beide in Bad-Nauheim.
o r en c: Jicki 2. Dem Hilfsbahnfteigsckiaffner Christian Nredernholer ein Sohn, Eugen Christian F-rnedrich. — 8. Dem Bäckermeister Mathaus Maier eine Tochter, Paula Maria Katha- Heinrich Christoph Bernhard Übrig ■ ent Sohn, Friedrich Bernhard Christian — 14 Dem Hand arbecker Georg Hofmami ein Sohn, >iarl Hennauü — <> '' ^em Geschäftsführer Jakob Barthel ein Sohn, Rudolf Wilhelm 24. ^em ^alinenschrecher Adam Qpper eme Tochter, Marie Jphcprna.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter oieier Rubrik stehenden Arlitei übernimmt die Nedaklion dem Publikum geneniiber fetnerlu Verantwortung
Gießen, 12. Aug.
Das vorgestrige Eingesandt in betreff der Bestimmung des preußischen Kultusministers über Hitzferien lenkt die Aufmerksamkeit auf das mit deni Schulbetrieb eng verknüpfte und in der Schule gern vernommene Wort „Ferien". Leider gebt es aber mit ihm wie der selige Busch einmal singt: „Schön ist ein Zylinderhut, wenn man ihn besitzen tut!" In diesen unnatürlich heißen Tagen mögen wohl neben Lehrern und Schülern auch die Eltern, die im allgemeinen weniger von dieser Einrichtung begeistert sind, der schulfreien Zeit /das Wort reden. Es ist sicher eine Tortur, an vier Morgenstunden in sonndurchglühten Schulsälen oder dünnwandigen Baracken geistige Arbeit zu leiften. Da liegt wirklich die Frage nach dem Unterrichtserfolge recht nahe, und mancher mag sich erinnern, daß man in Gießen einmal eine F er i e n n eu o r d n u n g plante. Wenn nun im allgemeinen an die Erfüllung dahingehender Wünsche nicht mehr zu denken ist, so sollte man doch nicht vergessen, einer Umgestaltung im Interesse der Volksschule näher zu treten, da sich die jetzige Gruppierung in mancher Hinsicht als unvorteilhaft erweist. Man schließe doch Anfang August zu gleicher Zeit mit den übrigen Schulen. An der nötigen Ferieustimmung fehlt es den Volksschülern sicher nicht. Man wird dadurch allerdings schon Anfang September den Unterricht wieder beginnen müssen, was im Hinblick auf die reiche Wocheuzahl bis Weihnachten manchen Lehrer beängstigen tonnte. Nimmt man jedoch die letzten acht Tage der vierzehn- lägigen Psiugstferien uni) weist ihnen einen Platz in der — sagen wir — ersten Oktoberwoche an, so ist die Angst behoben und man hat ohne besondere Anstrengung natürliche Herbstferien geschaffen, die jedem Lehrer und Schiller als Zmischenstation Gelegenheit geben, neue Kräfte für das Winterhalbjahr zu sammeln in den ost wunderbar schönen Herbsttagen. Daß diese Anregung gerade eben kommt, wo Lehrer und Schüler die Unzulänglichkeit der jetzigen Ferienordnung am eigenen Leibe spüren, läßt erwarten, daß eine klärende Aussprache auch an anderer Stelle erfolgt und recht bald den gewünschten Erfolg bringt zum Wohle für unsere Minder. . . . r.
*
„Gesang erfreut des Menschen Herz", wenn er schön ist Nnd mit Maß und Ziel ausgeübt wird. Wenn er aber so gepflegt wird, wie das in der unteren Ludwigstraße in einer ehemaligen Werkstatt, die jetzt als Singsaal eingerichtet ist, fast Tay für Tag geschieht, dann müssen auch dem besten und sanglustigsten Menschen endlich die Nerven reißen. Da wird abends von 8 bis nach 10 Uhr geübt, und wie geübt Ans einem alten Harmonium versucht ein zweideutiger Musikant seine Künste und eine völlig unmusikalische Gesellschaft übt sich stundenlang in greulichen Gesängen. Dabei sind Türe und Fenster sperrangelweit offen, so daß die Anwohner der Ludwig- und Bismarckstraße den Skandal kaum noch aushalten können. Man ist dadurch direkt gezwungen, seine eigenen Fenster geschlossen zu halten, was bei dieser Temperatur gewiß keine Annehmlichkeit ist. Die Wohnungen in der Nachbarschast werden dadurch direkt entwertet.
IW Wuirt vcn-disvon-biz qp
muchelheim.
. Geborene: Juli 31. Dem Obermeister eine Tochter, Käthe Ella.
Sterbefälle: Juli 31. Paul Lenz, 11 Monate alt.
— Elise Margarete Sack, geb. Rinn, 74 Jahre alt.
Großen-Linden.
Aufgebote: August 5. mit Emma Schimpf in Ost heim.
Geborene: Juli 28. Dem Fuhrmann b eint er ein Sohn, Georg.
Börsen-Wochenbericht.
— Frankfurt a. M., 11. Aug.
Das Geschäft an der Börse war in den letzten acht Tagen sehr still, die Grundstimmung aber ziemlich fest, obwohl es an besonderen Anregungen fehlte. Die politischen Sorgen sind etwas zurückgetreten, man rechnet mit einem befriedigenden Abschluß der Marokko-Verhandlungen, und da auch die auswärtigen Märkte die politische Lage ivieder besser beurteilen, war man geneigt, die Aufmerksamkeit wieder mehr den Nachrichten aus dem Wirtschaftsleben zuzuwenden und diese gaben im allgemeinen dem Optimismus der Börse eine Stütze. Nachdem die Preisbesserungen am internationalen Eiicnmarlt ihren Fortgang nehmen, rechnet die Spekulation damit, daß auch am heimischen Eiscnmarkt Preiserhöhungen folgen werden, wenn erst das Herbstgeschäfl in Gang gekommen und der Konsum aus seiner bisherigen Zurückhaltung herausgetreten fein wird. Die Börse schöpft daraus die Hoffnung, daß die großen Werke, die mit den Preisen für viele Artikel bis an die Grenze gegangen waren, wo die Verdienstmöglichkeit nur noch gering war, nun wieder eine Zeit gesicherter Rentabilität vor sich haben werden. Das erscheint der L-pe^illalion wichtiger als die gelegentlichen Dividendenenttäuschungen, die einzelne Werke ihr in jüngster Zeit berci et haben. Nach der Dividendenemtäuschung beim Bochumer Verein und des Eisen- intb Stahlwerks Hoesch nimmt die Börse auch für den Phönix keine Erhöhung der vorjährigen Divid-mde mehr in Aussicht. Doch hat dies auf die Kurse wenig Eindrn.ck gemacht, weil man in der vorsichtigen Bilanzierung der Werke, die einen großen Teil der Mehrgewinne des letzten Jahres zu Mckstellungen und zu ihrer inneren Konsolidierung verwenden, ein Aeguivalent für die hinter den Erwartungen zurückbleibenden Dividendenergebnisfe erblickt. Hinsichtlich der Verbandsfragen ist die Börse neuerdings etwas zuversichtlicher gestimmt. Erscheint die wirtschaftliche Lage zurzeit in freundlichem Lichte, so bleibt doch Voriicht bei der Beurteilung der Gesamtlage geboten, wenn man den Blick auf jene Dinge richtet, die mehr für die spätere Zukunft als für die Gegenwart Bedeutung haben. Vor allem wird man gut hin, bei allen spekulativen Dispositionen die V e r- fassung des Geldmarktes im Auge zu behalten. Wird auch die geldliche Lage in maßgebenden Kreisen nicht gerade als bedenllich angesehen, so rechnet man doch allseitig mit einem weiteren Steigen der Zinssätze für die nächsten Wochen. Ebenso wird man den Berichten über die Ern te-v erschlechterung erhöhte Aufmerksamkeit schenken müssen. Es kann keinem Zweifel mehr unterliegen, daß die Dürre der letzten Wochen nicht nur die Ergebnisse des Brotgetreides beeinttächligt, sondern besonders auch die Futterpflanzungen, Kartoffel-, Hopfen- und Rüben-Er- trägnisfe derart verschlechtert hat, daß wir mit einer Steigerung der Preise unserer wichtigsten Lebensmittel zu rechnen haben werden, was nicht ohne Einfluß auf die Konsumfähigkeit der Massen und somit aus die Gesamtindustrie bleiben kann. An der Börse hat man diesen retartierenden Faktoren bis jetzt nur insofern Rechnung getragen, als man sich erhöhte Zurückhaltung auferlegte, im großen ganzen blieben die Kurse aber ziemlich behauptet. Montanwerke könnten sich teilweise befestigen, narnentlich Gelsenkirchener und Anmetz-Friede. Für erstere wird die bevorstehende Inbetriebsetzung einer Anzahl neuer Hochöfen in Esch als stimulierendes Moment angeführt. Für Anmetz-Friede rechnet man mit Sicherheit auf ein Erträgnis von 12 Prozent. Von emberen Jndustriepapieren waren namentlich Elektrowerte und die Aktien chemischer Fabriken begünstigt, auch Brauerei- Aktien weiter befestigt. Maschinenfabriken lagen ruhig, da die Aussperrung der sächckfchen Metallindustriellen etwas v-erstimmte. Bankaktien konnten sich teilweise etwas befestigen. Von Bahnen waren nur Amerikaner stärker gedrückt auf die matte Haltung der Neuyorker Börse. Schiffabrtsakticn standen unter dem Druck der nicht befriedigenden Auswandererziffern und der Meldungen über die Cholerafälle. Heimische und fremde Fonds wenig verändert. Privat ^Diskonto 3716 Prozent.
r, 11.
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