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12/08/1911 Drittes Blatt
 
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161. Jahrgang

Drittes Blatt

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beruhtet aus

.Badische Landeszeitung"

Redaktion, Expedition und Drucker«: Scdut» stratze 7. Expedition und Vertag: «-M-bL. fltebafticrces® 112. Tck.-?ldr^An»eigerEiehen.

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Samstag, 12. August 19U

Rotetiortibrud und Vermag der Br üb Lid) en Unnwfitäil - Bnd>- und Stembrutfertu

91 Lange, ®iefcen.

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Vcrin«*'"*-tc».

Ein neuartiger S i g n a l m ast a n st r i d) ist aus der demnächst mir Eröffnung gelangenden Grunewaldbahn -,u sehen ?ic Signalmaste dieser Vorortstrecke (Heerstraße Spandau sind nämlich nur an der dem an lammenden Zuge zugckehrten Seite abwechselnd rat und weiß gestrichen, ans der Kehrseite dagegen einfach grau gelassen: von hier au-.* tnniT bcT Lokomotivführer daher sofort erkenne^, daß bas Signal seinem Zuge nicht gilt Bon oben gezählt,^wechseln vier rote Felder mit drei weißen ab, der untere Schaft ist grau gestrichen, wie die ganze Rückseite des Maste» Eine Verwechselung mit dem für die Gegenrichtung bestimmten (grau erscheinenden! Signalmast ist also ausgeschlossen.

* Tie Behandlung erkrankter (fiienbahnrei-- sender iviro durch iolgendc Verjügung geregelt: W»rm fest' gestellt worden ist, das: Reisendc nnieriDcgt- ertrankt uiü> hilflos geworden sind, so ist bei genügendem Aufenthalt der nädiit er rrid'bare Arzt sür die erste Hilsc heran zu ziehen Ebenso ist zu

verjähren, ipenn ein Reisender im Bobnlw'sbereidi außerlmlb öcr« ^ugcs crfraith Ter Arzt ift imrd- een l,etren«md,m Balm lwfsvor stand ohn Vertreter zu ersudien, seine Rekvnnng nuiglidist umgehend der Eiscnbahndircktion cinzusenden Ter Bahnhv's Vorstand hat der Eisendahndirektion non dem Vorfälle unter ge­nauer Angabe der Personalien des Erkrankten unverzüglich An- .eine zu erstatten.

Ein frühe r, kalter Winter z u erwarten? Allen Menschen, die unter der jetzt iviederkehrenden Hitze

DieGießener KamiNendlSNer" werben dem .«njelflcr* Biennal wöchentlich beig*legt, bat Ureisblati fir den Kreis «letzen ' ,'veimal wöchemllch. DielandwirNchatllichen Mb fragen" erscheinen monatlich zweimal.

(Eine vorsichtig. Schaltung gibt die Einwohner zahl auf 8 V» NI illionen an: aber selbst diese Zahl ist wahrscheinlich viel zn doch gegriffen. Sanglw gebiet hat die Schlafkrankheit furchtbare Verheerungen an- geriet)!et nnd weite Landstriche sind völlig menschenleer g worden. Auch die F-olgen der Sklavenraubzüge der Aiilbe snltane Adamuas, der Sultane von Wadai, Kagirmi nnd Tarkuti sind noch nicht verwunden. Dicht bevölkert sind für afrikanische Verhältnisse die Wälder im Norden bvt Kolonie Gab cm und die Savannen im Logonegebiet. Ten Haupt teil der Bevölkerung, der im Süden sitzt, bilden Bantu­stämme, die fa st alle de m M a nnibalisinuS z n bu 1 digen scheinen: es folgt nadi Norden ein^llebergangd- gebiet mit Durchmischung von Bantn nnd Sudannegern, und schließlich der Bereich der Sndanneger^ unter denen einige cingewanderte Araberstämme leben, ^rattfreid) hat, von der Küste abgesehen, die Bevölkerung nod) wenig in der Hand. viele kriegerische oder schwer angreifbare Stämme l.at die sranzösische Verwaltung vorläniig sich selbst über lassen müssen, nnd daß im Norden die Kämpfe um und in Wadai nod) andaucrn, wurde sdwn gesagt.

Viel erwartet wird von den K u p s e r e r ze n der Land schäft Mboko-Songo, Halbwegs zwischen Brazzaville nnd der Küste, wo auch Silber, .Blei nnd Zink, gewonnen werben könnte: aber die Voraussetzung sür den Abbau ist die Bal.n nach Loanao. Kupfer findet sich auch bei Min duli bei Brazzaville: dieses wird bereits seit einigen Mo­naten von einer Gesellschaft abgebaut, die auch eine eigene Bahn von den Minen nadi Brazzaville führt. Andere Mi neralvorkommen (außer Eisen sind bisher nicht bekannt geworden Der .Handel hat lange Zeit gestockt und hält fidi seit einigen Zähren auf rund 30 Millionen Franken. Sie wichtigsten Ausfuhrartikel sind Kautschuk, Elfenbein und

Ttc Flüsse dieser beiden letzten Zonen gehören nur nod) zum Heinen Teil zum Kongo, »nm größeren zu in. Zdion

Neben«tun Eogone sind schiffbar, aber beide gehören zum Tschadsee, der abflußlos ist und selber leinen Verkehrs wert 1 at wiiäien dem L 0 g o ii e und d 'M B c n bildet sich für einige Wochen im Fahre eine Wasserverbindung, aber il.re Benntzbarteit scheint den ehemals Hochgespann ten Erwartungen wenig zu entsprechen.

Tic Ausdehnung der Kotoni in süd nördlicher Nicki kung beträgt 2'1 * km: daher die Verschiedenheit der Boden bedeckung Nordwärts etwa bis znm !. Erad n. Br. reicht der znsamment'.äiigende äauatoriaie Urwald Dann tritt lichter Baid. Porllandschaft aus, in der je weiter man nordn ärt - kommt, die Savannen immer mehr in den Vorder gründ treten, um im Norden, im Tschadseegebiet, zn dotui liieren und id"leßlidi der Wüste Platz zu machen An nutzbaren Pflanzen fehlt es nirgends, die ilrwälder sind sogar sehr reid, daran, besonders an kant schul bau m e n nnd lianen, die auch nod) in der Parklaudfchast der Mitte zu finden sind: ferner an ^kutzh öl z e r n , Matta goni nnd Farbttolzarteii. Diese Schätze iverden auck) zur möglidi wäre, wenn die Kolonie nidit Mangel a n Ve r bindnngen mit der Küste litte. ?un Küstengebiet entwickelt sich der Kakaobau und neuerdings anscheinend auch der kasfeebau günstig. Im Innern kommen mehrere Kaffeebaumarten wild vor Fm Norden wäckni die Baumwolle wild, in den Kamerun benadibarten Teilen . Ver.. Binder wird sie auck) von den Eingeborenen in er heblichen Mengen angebaut. Der Elefant en reicki t u m ist noch anfehnlidi, aber die Ausfuhr von Elfenbein läßt doch schon nach, ('tute Pf er de rassen werden im Logonegebiet gezüchtet, ebenso viel Rindvieh, mit dem die Eingeborenen dort hantig die Steuern entrichten. Leider erschwert die zwischen Ubangi und Schari vorkommende Tsetsesiiege das Verbringen des Viehs nach den daran emp findiich Mangel leidenden Gegenden des Südens.

kf. Wie Dichter rechnen. Tie Ungeüfndlühfcit, mit d« r manche zeitgenössischen Aonranschrntsteller in ihren ^Wecken dic Gelhangelegcnheiren bcinmdeln, wird imMercure o? V'-ranre" vor Anna Maria und .Karl Lalo an einer Reihe iiikTniarotfll Beispiele bargetan. An Zolas ,,Fmch»bark.'it" lebt dm Tramilie Mathieu Fromems, dic aus sieben Mitgliedern beliebt, das ganze Fahr über hcrrlidi und in Freuden bet eurem >nkommen von 3360 Mark Das Wunder au* :uini'chai'ilick)em Okbiete ist nod vic iTÜmmlidTr m dem Fall, Elan de Lamiers, des ün- vrciiioniüiichen Malers in der Arbeit' . Der .Kimstier lebte aniämilidi in Paris zusammen mit Christine von einem&r* liefen Einkommen von KOO Mark: und man bat den Eindrucks als ob es ihnen dabei gar nickst schlecht geb- Sobald er tum aber dazu gebracht hat, ein wenig juz verdienen - er ver^ kau'' ine Gem.ilb zu 12 .'ta t das Sind ba hält er es r nebi TerSÄcker" von Bourge: findet eine Stellung als Hauslehrer b i dem Maraui^ : Funai, der ihm ein .. halt oon 4WXJ Mark rmd außerdem freie 2£rbnimg und freies Essen gibt ob es wohl idion mm eck einen o jungen Kandidaten gegeben bai, der ein io Hohes Entkommen br.oa z Bourgkl liefert aber < men Fall, in dem auf nod) rni^ wahrfmcinlicknre 'Seife mit d m Kid umgegangen wird. Sein un , :k-'J :ett<7rdet, n i üSaid'idnm'd, dem

Unglückliche läglidi 10 Stunden UrJcrridn zu j 4 Frorcks gibt: ?.inad bat er ah'o ein jährliches Einkommen von runc> 1 - <N«i Mari, nnd wenn er davon feiner Familie nur .3300 gab', io blieben üjm b7.t)0 für feine ÄLerdung.

scheu Sklaven den Fslam an, was ja die meisten vorzogen so wurde ihnen die Freiheit gcfd)cntt. Die aber, die nidit von ihrem Glauben lassen wollten, wurden unter den unwürdig ten Verhältnissen als Steinkrager und Rubersklaven ver wendet Tu- deutschen Gesandtschaft .

171*1 entrollen davon fürchterliche Bilder. Ein besseres Los halten nur diejenigen, die ein >?andnnrt verstanden, namentlich die Barbiere, Tischler, Ewldschmiede, Uhrmacher und Stallmeister. Die Renegaten hingegen kamen meist in einflußreiche Stellungen, oft wurden sie als -Tragomane bei her deutschen Gesandtschaft verwendet. Da wurde aus einem Melchior (ans Bierberg ein Mahmud Pascha, aus einem Frankfurter Magister ein Ali Bev Nur selten glückte es der Gesandtschaft, einen Sklaven loszukaufen, wie 1 '>88 hen Dr inr Michael Heberei Manche aber blieben ganz gern bei her Lehre des Propheten oder nahmen sie gar freiwillig an: 1 >70 trat der Heidelberger Prediger Adam Neufer, wegen feiner ariairischeu Lehren durch ganz Deutidi land gehetzt, in Stambul mit zwei Landsknechten, einem 11! rmächer, einem Drechslerin eistet und einem liegen Falsch münzerei Verfolgten zmu F-slam über Die Preise, die für heutldje Sklaven gezahlt wurden, waren ziemlich ttodi. 1.387 wurden sieben Deutsche fitr 120 Dukaten an eine t'ktlcere verkauft: die deutsche Botschaft erlöste 1710 dagegen fünf deutsche ^HiiberfhaDen gegen 333 Taler .".IS Dkl ave laut übrigens ein deutscher Renegat, Fottannes Wild, lOkft als erster Europäer nach Mekka.

Erst seit dem Vertrag von Passarowitz 1718 wurde der deutschen Botickiast das Rückkaufsrecht zugestanden. Durch diese Klausel erhielten namentlid, in >' riechenland gefangene gittern idintaditcn mußten, die Freiheit Bei den meisten aber kam die S?ilfc zu fvät: deutsche Mädchen niesen von

der deutsche »»ieneral (4raf Konncral trat i 730 zum Fslmn iiber und wurde zum türkischen Narschall ernannt. So traf auch der Forschungsreisende Niebuhr 1765 in der meso potamisann Wüste eine Deutsche als Frau eines Beduinen scheichs, ebenso wie W. v. Siemens in Suakiu einen ehe maligen Berliner Sd'nerdcrgeselleii aL Bürgermeister ?. grüßen tonnte Selbst das 10 Jahrhundert hat viele deutsche noch dem Islam zugeführt. Die berühmtchen

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefien

Deutfdic Mohammedaner.

M. Konstantinopel, im Juli

Ich ging im Fes mit einem türkischen Imam in die stojafid Moschee von Stambul und sprach dort im Ben ein mehrerer belurbanter Männer einige unverständliche aia bliche Sätze nach Dann sagte man mir, ich sei Mohamnie bauer geworden" so schilderte mir vor - ^alrren etn rüherer deutscher Professor seinen lieber tritt >^ni >siam. Dies war wohl einer der letzten der vorzctten zottlreichen Xdlle, daß geborene Deutsche sich her Fahne des Proptteten iwcrbonhen. Demi es mag befremdend erfckeinen, aber es ist eine Tatsache dem türkischen Rassankonglomerat ut inepr deutsches Blut beigemischt, als inan geiireinhin anmnunt ?at schon die Völkerwanderung vandalische und gomchc Scharen im Orient uutergehen lassen, sind schon die Nor mannen an den Mittelnicerküsteil verloren gegangen, io haben die Kreuzzüge 2 3atirhunherte hiiidurdi Tausende von deutschen Rittern und knechten der Sllaverei und schließlich i |i: oder ihre Nadikommen dem ISlam zugefülrrt- Besonders die entarteten Enkel der Kreuzritter in Surien, die sogen PuNanen", sind restlos im Seldschukkentnm aufgegangen > Ancki der unglückliche Kinderkrenzzug 121- brackste den Iün gern Mohammeds eine reiche Sktaoeubente Zum letzten ! Maie gerteten 1396 durch die Niederlage bei Nikopolis zalst i reiche deutsche Ritter in türkische Knechtschaft

Kslo die Türken, deren Sultane die Kreuzung des turf inenischen Siegers mit den unterfoditcn Völkern geradezu vlanmäßig betrieben, ihre .Herrschaft auf Europa aus zu bitten begannen, ftngeu audi die regelmäßigen alljährlichen STlavenjagden au. Die gefangenen deutschen Landskneckstc aus den ungarischen iKrenzfehdeu wurden nach qYmftanti mopet gebracht und dort verkauft. Die jüngsten von ihnen Wurden dem Ianitsckarenkorps eiuverleibt, aus dem oft be rwbinte Staatsmänner und die Ahnherren vornehmer Pascha icmrilicit hervorgingeu So mögen jetzt die 'Jia dito mm en manches am Rhein geborenen Jungen am Bosvorus leben Lie gefangenen deutschen Landsknechte des BäalteserordenS tingegeu wurden auf dem SNavenmarlt von Kairo feil geboten Auch viele deutsche Pilger und Kaufleute, die von 6 rabischen Seeräubern auf dem Mittelmeer gekapert worden naretv kamen in türftjche e.flaocrei. .'Nahmen bicje deur-

tiebraucbsniH^ Warenwi*E SJESäKS! Qa 1 Brioktf USi.hnh.f» * .

. Befereuze»

Das französische Kongogrbict.

Nachdem nunmehr festzustehen scheint, daß Deutschland Hu 3ranli idi burdi «Gebietsabtretungen ans dem franzöii

i Marokko entschädigt werden soll, mag es an der leit fein, (tuen Blick auf jene französische Kolonie zu werfen Pas wir ja ihr erhalten werden, weiß vorläufig niemand: über ,/fen Punkt wird nocki verltandeo 6 ifi aber klar, daß nur unserer Kolonie Kamerun benachbarte Snfcke fein i'iineu.

Frankreich hatte am oiabou lureits seit den l«*cr Fahren )c< vorigen Fahr Hunderts einen Heinen Besitz mit der uuötftaht Libreville: aber die Begründung seiner heutigen posten Kvngokolonie, die mit 1 mhhniii qkm die 0 -fach. 'Zlackn de Mistterlandes umfaßt, fällt erst in das Fahr bNi, ai> <^roi Savorgnau de Brazza im Wettbewerb mit .HW im Dienste des König her B.tgier stehenden Staisten im der Westliche aus hem schiffbaren Mittellauf des l-ugos zustrebte und ihn in der Tat vor feinem großen < iioalen erreichte Alck Stanlen an der nach ihm benannten ^rnartiflcit Erweiteruna des Stromes anlaugte, hatte dort !H-azza schon für Frankreich Befitztitel erworben

'm in der Fabrik

xQfltr von td ui' u f *' genten in allen 2i l0P! | d- Wn und PmÄM.

Uablunn - ^hetc - i, ""mn der Miete bei «£ nadi Vertrag.

(iklietU.

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^teilte wird die französische kougokolonie oder Frau .fisch Aequatorial Afrika, wie sie test drei Fahren aqttiidi «zeichnet wird im besten von Kamerun und dem Meere, un Süden und Cftcn vom kougoftaat nutz dem agnptischcn : löau eingeschlossen, während sie gegen Norden hin durch

Sahara mit den tu eit und nordafrilauischen Besitzungen Frankreichs in Verbindung steht >?ier im Norden ist die keriode großer kolonialer Kampfe noch nicht vorbei: denn irr von den Franzosen vertriebene Sultan von Wadai stellt ud) gegen sie im F-elde. Das aber hat zur Folge, daß die rtii militärischen Ausgaben sür die Kolonie gegen acht ikiiltoneu Franken tährlich betragen Eingeteilt tvird Frau ,ö»isch Aeguatorial Afrika in hie Einzelkolonien Eabon, iAittcl 'loiiqo nnd Nbangi Sdwri, an Die fich im Norheu if. Militarterritorium Tschah auschließi Au der Spitze Mt her «^ c u c v a 1 a o u D c r n e u r mit dem Amtssitz in Scazzaville am St an len Pool. Seit Fauuar 1910 ist aber iic weitgehende Dezentralifation der Verwaltung durch- uiuhrt jede Eiuzelkolonie tvird von einem Gouverneur .-ulnant verwaltet, der sich einer großen Selbständigkeit mein, und hat ihr eigene- Budget. Tie Kosten dieser ^»'ilvenvaltung waren für 1911 auf über 17 Millionen ,V(Ulfen veranlckstagt: davon sollten ö Millionen ans der i «1» für Französifch Aeguatorial Afrika aufgenommenen Anleihe von 21 Millionen Franken gedeckt werden, und fbenfooicl wurde aus den Zöllen nnd der Besteuerung der

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Nenershausen: Ein seltenes Natnrsdiauspiel konnte man gestern hier beobachten lieber hundert Störche hatten iick» auj einem bestimmten Platz versammelt und erhoben jidi lautlos in die Lüste, um den Flug nach Süden anzutreten einen ganzen Monat früher, als in anderen Fahren.

. imtc sind wvl dl '> i1 hall de Krimfrie v - Cmer Pascha (einst österreichischer Unteroffizier, ferner Marschall Mehrned Ali Pascha geboren 1^0 zu Magdeburg, der später die Türkei auf dem Berliner Kongreß vertrat, und Dr. Emin Pafcha (Eduarh Schnitzler Weniger bekannt ist aber, daß oi rbi gegenwärtig noch die (^mahlimien uiw> Mütter uamUafter türkischer Staatsmänner deutscher Her- Iunft sind, z. B. hie Mutter des ,<iainmeroraii^entm Ahmed Risa Bep Auch in den letzten Fahrzehuten haben sich Deutsche zum Islam bekehrt, so Mohammed Adil ^Schmitz- hu Moulin) nnb der Gatte her betannten Schriftstellerin Helene Böhlau, der kürzlich in München verstorbene Pliilö­se ob Omar Al Raschid.Ben.

Nutzhölzer: dann folgen die Produkte her Celvalmc. l-iejiabaiafcr, Kakao und Kaffee Am Handel mit der Ko­lonie i-'abon war lange Zeit Deut s di land tu auicbnhdicr V','1 beteiligt ihic Hauptstadt Libreville ist Sitz eines heul* fdien -101111112- ui iiinflfter Zeit ist aber fein Anteil stark zurückgegang >'

(ßcridHiidai.

Webci gegen Harden Der '-n einem Falne idnvcbcnbe Beleidigungsvra,esi. den Herr A C Weber gegen Herrn 'Napi- iinli.ni <\r.öen angestrengt hat. wirb eiibtidi uir Veilnniblung Iominen Fm Fnti v. F mar von W wegen eines in her ,, iiifmih" erschienenen Artikels Klage wegen Beleibigung ictncr E i e»ran erhoben worben Ani beit Klageantraa Iün l>» antragte Harden bei oierid i bte Herdeizickiung bei Akten bec Allennemer Prvieffc- bannt h i» Verteidig, i gemiiie Beweisanträge neuen fönm Red.sanw.ilt Bahn, als Venreter de^ Klägers, widerwracki d: ui Antrag nut her B.grnnbung, daß Harden, wenn er an i. blute fdauere Veriettlungcn der Frau v Schönebeck in ihrer ersten E!>- iemen Leiern al - Tatsachen mitteile, er audi die Be neiie dafür in den Händen haben müsse Es könne unmöglich geduldn werden, daß sich Harden biefen Beweis erst ans heu Strafakten verschaffe, zumal er letztere gar nicht kannte, als er ?r Artikel ichrieb Das Wendit lehnte aber bieten Antrag ab nnb gestattete Harden, burdi Einsidrtnahme bei Akten den rvabr leitsbetveiS zu führen Da nun hi eie Akten wegen deS utivebenhen ntmnnhignngsveriahrens nnb anherer hiermit i u in m in nt hän gen - ber Verfahren feit entern Fahre nicht mein hei beige ;ogni werben ! inntai, io mußte das Verfahren gegen Harden bi letzt ruhen, eor einigen Tagen iinh aber bi. Akten cnbhdi eingetrosten, bodi rat oct Erste Staatsanwalt in Alleimein ausdrücklicki angcorhnct, bau hu- Akten von den Prozeßvertrcterit nidit cuigeichcn werben dürfen. Harden ist nünmebr aufgeiorhert worben, innerhalb ledrs Wochen dem «Kerichi zu erklären, in welcher Form er den Walir hcitsbciveis für feine Behauptungen erbringen wolle. Von Weder

Antrag gestellt worden, diese Frist auf drei Wochen ix-mb ,uferen ba bet Beklagte innerhalb deS venloiieneu JattreS gr iiügcnb Zeit gchobt habe, itd) das Mätcrial für den WahrhettS- beweis zu verfchastcn. Die Verhandlung wird vorausitchtlich Mitte September ftattiinbai.

Angeborenen erwartet.

Die L ber fläche ngest all uug ist sehr mannrg salltig Au her Küste steigen Randgebirge m Ter raffen nüoi Tie Ft u sse, wie derOgowe und der K wi l l u , I»v rchbrechcu sic und bilden dabei Schnellen und Wasser- ulk, jo daß sie nur in den Unterläufen ausknrze

ken schif f 6at fh £gowe bis Ndjole,350km

tzi ftoärt s Das Fun ere ist, soweit es zum Becken des Kongo gl gort, also im Silben, Ficuvlanh Hier trifft man auf . N t; C h von Wasseradern, das zum großen Teil jaOffbar ist und and) entsprechend für Handel und Ver Mir ausgenützt wirb. Den Saugha befahren Dampfer regelmäßig bis Ucffo aufwärts, in ber Hochwasserzeit oudi and) weiter Auch ber Ubangi ist auf große «Ltrecken schiffbar: aiiperbem der Mittellauf hes Kongo selbst^ Aber hti Brazzaville endet die Schiffbarkeit dieses Ltrom inftems. Die u u m i t t c 1 b a r e V c r b i n d u n g rn 11 h c m n; f c r f fehlt, und die Gitter müssen auf die b e l g i s di e k o n o b a 1) n übcrgeiade it werden. Dann folgt nach Horden eine Zone von iiiehrigeu Plateaus uiid von Hügel

' land das in'ber Nachdarfchaft von Kamerun bis 1200 in a,steigt, unb schließlich bas ebene Land hes rfchahieetteckeus

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