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10.11.1911 Erstes Blatt
 
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stände Der erngelavenrn Lehren der Umgegend ihr Er­scheinen zu gesagt haben, dürfte eine große Beteiligung zu erwarten sein.

Stellung und Beruf des Richters. Professor Mittermaier eriucht uns um die Mitteilung, daß manche Stellen des Berichtes über feinen Vortrag im Verein für Frauenstimmrecht feiner Auffassung nicht oder nicht ganz ent­sprechen und daher leicht zu Mißdeutungen Anlaß geben önnlen.

Landkreis Gießen.

k. Lollar, 9. Nvv Daß der Sperber (im Dolks- tnunb Taubenstößer genannt) ein gefährlicher Raubvogel aus Tauben ist, beweist die jetzige Zeit am deutlichsten. Täglich fallen diesem Unhold die schönsten Vögel in die Fänge. Mit Unrecht wird auf den bösen Nachbar geschimpft, dem man die Schuld zufcdiebt, daß sie in dessen Bratpfanne gewandert find. So würben kürzlich auf dem Felde mehrere Ueberreste von Tauben gefunden und am meisten findet man Füße von Militärbrieftauben Auch heute sand man wieder Ueberreste einer Militärreisebrief taube bereit Füße die beutschen DerbanbSringe 01897. 11 140 unb einen blauen Celluloidri tia tragen. Der Taubenstößer kommt in unserer X9eaenb in diesem Jahr sehr stark vor unb es wäre angezeigt, daß auf seine Verfolgung eine Prämie gesetzt wird Auch daS Wiesel tritt burch den trockenen Sommer sehr stark auf. So wurden von diesem gefährlichen Räuber in dieser Woche mehrere Taubenschläge heimgesucht unb großer Schaden angerichtet. Die Geflügelzüchter sollen des- jjalb nachts ihre Hühnerställe unb Taubenschläge schließen.

u. Inheiden, 9. Roo. Bei den Arbeiten an öcr OrtSwasserleitung, deren Zuführung vom Provinzialwerk oue geschieht, stieß man in der Nähe der Riedmühle am Weg in >/, Dieter Tiefe auf ein menschliches Skelett. Behörd. lich ivurde festgestellt, daß sich um das Gerippe einer Fran unter 24 Jahren handelt, die dort länger als 2 000 Jahre gelegen hat. Inheiden ist die äußerste Grenze des LimeS.

Kreis Büdingen.

r. Büdingen, 9. Nov. Anläßlich des Selbstmordes befl FürOI. Bauführers W. sind hier bezüglich der Motive verschiedene Gerüchte im Umlauf. Die Leiche wurde heute Unter großer Beteiligung seiner Bekannten und auch der Gewerbeschüler, denen W. Unterricht erteilte, nach dem Bahn­hof gebracht, wo sie nach seiner Heimat überfährt wird.

KreiS Alsfeld.

X Ruppertenrod, 9. Nov. In der Stallung eines hiesigen Landwirts ist die Maul- und Klauenseuche SilSgebrochen.

8 Ruppertenrod, 8. Nov. Unsere Landwirte haben seither ihre Milch in die beiden Molkereien nach Groß- Eichen geliefert, worin die Milch nach Maßgabe her Prozente bezahlt wurde. Diese Milchlieserung hat nun durch einen Milch­händler aus Frankfurt a. M. einen gänzlichen Umschwung erfahren. Dieser S)änb(er kauft hier die Milch direkt von den Lieferanten zu 14,5 Psg. daS Liter, läßt sic hier in einem Kühler abkühlen unb aus Station Mücke bringen. Ter gewöhnliche Preis für den Topf Milch war seither 20 Psg., jetzt bekommen die Leute dafür 29 Psg. Daß diese günstige Bctjablung der Milch die Liefe­ranten anlockte, ist begreiflich. So ist die Zahl der verpflichteten Lieferanten schon über 50 gestiegen, weitere werden folgen. Da der Frankfurter Händler auch in den Nachbarorten solche Ab­schlüsse einzuleiten sucht, wird die Milchzusuhr zu den Molkereien unterbunden und deren Rentabilität in Frage gestellt werden.

Kreis Lauterbach.

Maar, 8. Nov. Mit der Beendigung der Feld- icrciniguna in unserer Gemarkung ist einer Anzahl Landwirte eine'schwere und umfangreiche Mehrarbeit erwachsen. Für den Ausfall von z rka 10 Morgen Kultur­land, das zu Wc-gbauten notwendig wurde, mußten bis­herige Oed un gen in die den Landwirten zugeteiltcn iArundstücke einverleibt werden. Diese Oedungen, an die noch nie eine menschliche Hand *ur Bebauung gelegt wurde, werden zurzeit von den Landwirten umgerobet. O'-anze Berge Steine werden aus ber Erde geschafft, Raine müssen geebnet unb die Hecken metertief ausgerodet iverden. Wo ftitber nur Unkraut unb Steine den Erdboden bedeckten, wird man in Zukunft üppiges Getreide unb anbered nütz- ltche Gewächse dem Erdboden ersprießen sehen. Wenn auch mancher Grundbesitzer nicht so gut bei der Verteilung weg­gekommen wie er es wünschte unb daher einige Unzusriebcn- kjeit im Orte entstanden ist, werden dock) die Bequemlich­keiten und Wohltaten der Feldbereinsgung die Gemüter

bald wieder zur Ruhe bringen. Freilich ist mit dem Ber- schwinden vieler Hecken den gefieberten Sängern manche Nistgelegenheit genommen unb ber Landwirtschaft ist daS Verziehen dieser Jnsektenvcrtilger nicht von Nutzen.

KrriS Friedberg.

L. Friedberg, 9. Nov. Heute vormittag wurde dem Seminaristen Schmidt au5 Darmstadt, Schüler ber Klasse III b, in Gegenwart seiner Mitschüler und bcS ge­tarnten Lehrkörper- von Direktor Schäfer ein Gelb- aeschenk sowie ein Anerkennungsschreiben bc5 Ministeriums Überreicht Schmidt batte im Herbst einen jungen Mann aus dem großen Wog bei Darmstadt gerettet Starkenburg und R hem Hessen.

ch. Ober-Ingelheim, 9. Nov Für daS Kon- ;ert eines blinbenGeigenvirtuofen wurden dieser Tage von einem fremden Manne Karten verkauft. Der Saalbesitzer, bei dem das Konzert ftattfinben sollte, hatte keine Ahnung davon. Das Ganze stellte sich als,'S ch w i n - del heraus. Eine große Anzahl Musikfreunde ist auf diesen Schwindel bereingesallen. ES ist sehr wahrsckn inlich, daß der Schwindler auch in anderen Orten, den hier gut ge­lungenen Trick versuchen wird.

in. Offenbach, 9. Nov. Die heutige Sitzung ber Stadt­verordneten beschäftigte sich zunächst mit dem Verwaltung!,- streit um die Stellvertretung des Bürgermeisters Da» Krrisamt hat am die Beschwerde be» Beig. Vorth hin beit Bürgermeister zur Aufhebung des Stadtverl'rbnelcnbe'ch!ub'cS vom 26. Mai bestimmt unb heute galt es herüber zu entscheiden, ob bie SLobtDcrorbnctcnoerfamnilung bem entgegenzutretcn genullt ist oder nicht. Stadtv. Dr. Katz berichtete unter Ausschaltung der Personcnsragc über bie Vorgänge, die zu dem Konflikt geführt haben unb betonte bie verschiedenartige Stellungnahme bc3 KreiS- amte» in biefer Angelegenheit, bas anfänglich aus Anfrage erklärt habe, bas der Eingriff nicht mit Bezug auf bie Bestimmungen bes Art. 122 ber lycff. Stäbteorbnung erfolgt sei. wonach bas KreiS- amt zur Aufhebung von Stabtverorbnctcnbcfmlüfsen ermächtigt ist, bie ihre Befugnisse überschreiten, gcsetz- ober rechtswibrig sinb. Diesen Stanbpunkt hat bas KreiSamt geändert, nachbem bie Klage Vorths aus formellen Gründen vom Kreisamt abgelehnt werden mußte, da» sich jetzt auf die Bestimmungen bc5 Art. 122 der Städteordnung stützt. Die Aussprache hierüber spitzte sich sehr zu. Stadtv. Ulrich wies darauf hin, daß das Kreisamt selbst nicht gewußt habe, was cs wolle unb habe bie Stabt so in eine Lage gebracht, gegen bie entschiebcn protestiert werben müsse. ES müsse gesagt werben, daß er unb seine Freunbe ben Beig. Vorth deswegen nicht ^um Vertreter beS Bürgermeisters gewählt haben, weil er nickK beruhigt fei, dieses Amt ohne Nachteile.für bie Stabt zu beflcibcn. Nach weiterer erregter Aussprache würbe schließlich ber Antrag des Bürgermeisters, bem Ansinnen bcS KreisamlcS gemäß ben Beschluß aufzuhebcn, abgelehnt, unb in namentlicher Abstimmung mit 24 gegen bie 5 Stimmen ber Na­tionalliberalen bei zwei Stimmenthaltungen beschlossen, auf bem früheren Beschlüsse zu verharren. Die Angelegenheit wirb nun­mehr burch ben Instanzenweg cntschieben werben. Eine längere, höchst unsachliche Aussprache rief bie Gewährung einer Teue­rungszulage für stäbtifche Beamte, Lehrer unb Arbeiter her­vor, bie der Stabtv. Franz Nessel begonnen hatte. Nach Ab­schweifungen ber Zehner auf bas Gebiet ber Rcichspolitik würbe schließlich bie Teuerungszulage genehmigt. ES erhalten bie ver­heirateten ober einen felbftäiiDigcn Haushalt führenden Beamten, Lehrer unb Lehrerinnen, Schulverwalter unb Schulverwalterinnen, Haubarkeit»- unb Kochlehrerinnen mit einem Gehalt bis zu 3000 Mart je 75 Mk. nebst 10% Zuschlag für jebes Kinb unter sech­zehn Jahren: bie unverheirateten Personen biefer Art bei einem Aller über 25 Jahren 50 Mk., bannttcr je 25 Mk. Den städtischen Arbeitern, Putzfrauen nsw. wirb als Teuerungszulage 25 Mk. gewährt, wenn biefer Satz den Betrag eines doppelten Wochen- lon.es nicht übersteigt, andernfalls nur ber Betrag eines hoppelten Wochenlohnes nebst 10% Zuschlag für jebes Kinb unter 16 Jahren.

Kreis Wetzlar.

---Kinzenbach, 9. Nov. Wie im Vorjahr ist auch für diesen Winter wieder eine ländliche Fortbildungsschule zu­stande gekommen. Ter Unterricht wird an zwei Abenden erteilt und von 22 Schülern besucht. Der Kreis gewährt eine Beihilfe an die Gemeinden, die eine solck)e Schule einrichten.

Hesfen-Nasfau. /

[] Marburg, 9. Nov. Bei den Wahlen zur Stadt­verordnetenversammlung gaben heute nachmittag in der 2. Wählerklasse von 474 Wählern 72 ihre Stimme ab. Die seitherigen Stadtverordneten Schreinermeister Bang, Fabrikant Schäfer, Kaufmann Stumps und Kauf­mann Tromm wurden mit je 70 Stimmen wiedergewählt. In der 1. Klasse erschienen von 94 Wahlberechtigten 26.. Es wurden wiedergewählt Professor Leonhardt mit 23, Bau­unternehmer Reisfing mit 24 und Dr. Maurmann mit 18 Stimmen. Auf den Rechtsanwalt Aut entfielen ^ehn Stimmen. Bei der gestrigen Wahl in der 3. Klasse, worüber schon berichtet ist, waren von 2170 Wählern 717 erschienen.

Wollen Sie wieder schlank werden'?

Wollen Sie Ihre breiten Husten, Ihren starken Leib, 3br Dovvelk nn aus eine ganz einfache unb nalurgemäßc Art und Weise wieder loSiverden? Wollen Sie Ihre Korvulenz, die Sie nicht nur unschön macht, die Ihnen auch von Tag zu Tag lästiger wird, die Ihre Shräftc dovveli verbraucht, die Sie vorzeitig alt macht, wieder beseitigen'? Warum sorgen Sie dann aber nickt bafür, daß die ebenso unschönen wie lästigen Fcnvolster zum Bersckwinden kommen - Lic willen vielleichl noch garnicht, welche Erleichterung eS für einen ftorpulentcn bebemet, wenn er einige Vsunb iZett oerliert. L-der haben Sie vielleicht schon einmal mit einer der so zahlreich gegen Vie Korpulenz emvfoblenen Kuren, dieunfehlbar" wirken fallen, krotz skrengstcr Befolgung ber vielen dabei gegebenen Angaben und Lerhaltungsmahregeln gar keinen ober doch nur einen ganz vorüber­gehenden Erfolg ncbabiz- Dann ist eS natürlich kein Wunder, wenn 2ie glauben, weil Sie jetzt noch korpulent feien, mühten <sie eS euch bleiben, und ein wirklich probates Mittel gäbe eS nicht. Unb loch gibt cs ein solches Mittel, unb basselbe Hai sich burch bie mit chm erzielten, gerabezu erstaunlichen Erfolge die Kunst dcr Aerzte im Liurm erobert. DaS Mittel uiucvfdicibet sich allerdings grundsätzlich von allen bisher bnnciötfencn unb hat vor allen Dingen ben ganz munenten Vorieil, daß feine Anwcnbung nicht einmal etwas kostet. Ticses Mittel ist kein Geheiiunnttei unb keine bie wissenschaftliche strittk sckeuenbe Kurvsuschermedizin, enthält auch roeber Job noch

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Schilbbrliscn-Ertrakt, noch Blasentang ober eines jener barbarisch wirkenbeu Abführmittel, die ben Darm ruinieren, und weit mehr Schaben als stutzen kitten. Es bebingt auch (eine kostspielige unb bnbei völlig zwecklose Babcrcise, keine aualvolle Einschränkung der Nahrung, teme Hunger-, Durst- ober Schwitzkur, keine Masiage ober bcrolcidicn. ES reguliert vielmehr auf eine ganz nnbere, bisher wenig bekannte Weise bie gesamte Verbauung: eS reinigi unb beS- insiziert den Darm unb verbessert bamit baS Blut- es entlastet unb slärkt baS Herz unb greift in keiner Weise ben Eiweißbestanb des KörverS an. ES bringt lediglich baS überschusiige Fett zum Ein« schmelzen, vernichtet aber auch gleichzeitig die so überaus schäblichen DarmfäulniSbaklerien, die eine Ouelle zahlreicher Leiben unb nicht zuletzt bie Ursache ber Fettleibigkeit sinb. Dabei Hai eS nicht bie allergeringste schäblicheNebenwirkung unb wirkt auck nicht wie anbere Eittsettungsmittei (fofern sie überbauvt wirken!» schäbiaend auf bie Haut unb ben Teini. Ganz im Gegeuteil, bie Haut, bie fonit bei Entfettungskuren oft welk unb gelb wirb, erhält burch bie grünbliche blmrcinigcnbe Wirkung bcS Mittels eine rosige, jugenbtrifche Färbung unb wirb straft unb elastisch. Der starke Leib unb bie breiten Hüsten vcrschwinben bei feiner Anwenbung schon halb, ber früher schwer­fällige Gang wird wieder leicht und elastisch, das ganze Aussehen jugendlicher. Kurz, eS ist ein geradezu ideales Mittel, mit dem bei bestem Woblbesinben ohne jede BerusSstürung und ohne strenge Diät mit Leichtigkeit Gcwichtsabuabmen von 20 und mehr Pfund sich erzielen Innen. Und daS Alles, wie gesagt ohne Kosten.

Die erste Anregung zur Schäftung des Mittels gab bereits vor ca. 40 Fahren der russische Leibarzt Dr Th. Carell: vervollkommnet wurde cs aber erft seit ganz kurzer Kett durch die Anregungen, die der für feine wissenschaftlichen Forschungen mit dem Nobelpreis auSgezcichiieic Bakteriologe und Arzt, der Letter bcs weltberühmten Vastcur-FnitilutS in Pans, Profesior Dr. E- Mctschnikoft, hierzu nab. Seine frappanten Wirkungen sind seilher von allen Aerztcn und Laien, die eS anwandten, mit Worten höchster Anerkennung gepriesen warben. ____________________________________________

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X Gelnhausen, 9 Nov. Unter her Firma r(Etef- trizitcttswerk Kinzigtaf bat sich eine Gesellfchast mit be- fchränlter Haftung gebildet, welche bezweckt, an bem Wiri­tz e i m c r Stauwerk cm Elektrizitätswerk zu errichten. An diese» Werk sollen vorläusig die Orlichaflen Wirttzeirn, Haitz, Hüch'l, Hailer unb Meertzalz angefchlosten werben.

X Hanau, 9. Nov. Dre Stabtocrorbnelrn haben in ihrer bcniiflcn S'tzung zum Stahlbau rat ben seitherigen Slabtbnurat in Schwerin, Paul Ehrich, gewählt. Anfang»- gebalt 8500 Mk., sieigenb bie 10 000 Mk. Ter Gewählte stand m engerer Watzl mit bem Slablbaumcifler Röhler in Eiienoch unb hat den Vorzug erhalten, weck er Tiefdau- techmker ist unb al6 solcher ihm hier in Hanau größere Auf­gaben erwarten, ime z. B. ber Mamtzasenbau. Zum un- defolbetcn 1. Beigeordneten ist Golbwarenfahrckcml Karl Glaser in Haiiau gewählt worben.

fc. Frankfurt a M, 9. 9Lov. DaS kriegS- ge richt liche Verfahren, das gegen ben Cberleut- nant v Fetter lmdih 2. Naffauifctzen Infanterieregiment Nr. to in Hanau infolge des Wolff-Metternich fP«zefse4 schwebt, ist bis jetzt, wie wir bestimmt erfahren, noch nicht eingestellt. Sollte das Verfahren hurchgeftll)rt oder eingestellt werden, so hat sich v {Vetter noch vor dem Ehrengericht zu verantworten, denn daS ehrengerichtliche Einschreiten bars erst nach bem gerichtlichen Verfahren erfolgen In einem solckx'n Falle hülfen, wenn gerichtlich auf Freisprechung bc^ro. Einstellung erkannt ist, Tatsackien, bie in dem gerichtlichen Verfahren zur Erörterung ge­kommen sinb, nur noch insoweit bem Spruch bes Ehren­gerichts unterstellt werden, als sie an sich eine Verletzung her Ehre des OffirierstanbeS enthalten. Erfolgt eine Ver­urteilung, so bleibt eS lebialidi bem Kommandeur (fyicrl bem Kommanbeur bes 2. Nasiauifcheii Infanterieregiments Nr. 88), der ein ehrengerichtliches Verfahren anjuorbnen berechtigt ist, überlassen, barüber Enlscpcibung zu treffen, ob außerdem noch ein ehrengerichtlicher Spruch zu fällen sei.

Frankfurt a. M., 9. Nov. Do» immer mehr zu­nehmend.' Interesse an ber geistigen und sittlichen Förderung der s ch u l c n t l a s s e n e n I u g c n d bat die verschiedensten Stel­len, Vereine und Personen vermtiaht,Jugendpflege" zu treiben. Der Rhein-Mainischc Verbaiib für Volksbilbung, der die Jugend­pflege nach der geistigen Seite hin seit Ialnen als einen Zwrig her Volksbildung angeiehcn und betrieben hat, nimmt Veranlassung sämtliche Iitteressenlcn an diesen Bestrebungen, namentlid) KrriS- und Crtdbehörbcn, Volköbildungs und Jugendpflegevereinigungen^ Turnvereine usw. zu einer Aussprache über daS ThemaDie Beschaffung von Hilfsmitteln und die Anbahnung eines Ersah- rungsauSlauscheS für hie Jugenhpflege im RHein-Main-<Nebiet" einjulabcn. Tie Beratungen lassen bic Bekanntschaft mit ber gruubsätzlichen Stellung heS VerbanbcS zu ber Jugendpflege als wünfchenswert erfck)rinen, weshalb auf bic Lektüre her Schrift Volksbildung und Jugendpflege" von Pfarrer Küster in Höchst am Main vermiesen wird. Mit der Versammlung ist eine Probe- kincmakographen-Vorfühvuna vcrbunben, wie sie der Verband als Mittel der Jugendpflelzc empfehlen möchte. Auherdem findet eine Düchcrausstellung für Volks- und JugendbibliotHcken statt.

in Heften am EaniStag, l>en 11.9lo»embet 1911: Morgennebel, später aufheckernb, meist trocken, Temperatur wenig veranbert

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Letzte Nachrichten.

England und Deutschland.

London, 10. Nov. Dem Premierminister Asquith wurde eine von 80 Abgeordneten aller Parteien unter­zeichnete Kundgebung überreicht, in der e» als wichtige Aufgabe bezeichncl wird, den in Deutschland herrschendein üblen Eindruck wegen der Haltung Englands in der Marokkofrage zu beseitigen. Die Kundgebung wünscht ferner bie Feststellung, daß keine amtliche Stelle Englands die berech­tigten Großmachtsbestrcbungcn Deutschlands bekämpfe, und tritt für eine herzliche Annäherung zwischen Teutschland und Eng­land ein.

flrrlangtn 50 T & P's verb. Kochrezepte.

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