Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
eingehe.
(Eine Kaiferrcöe bei der (Enthüllung de; Kaifer zriedrichdenlmal; in Aachen.
verstärkt, den ich heute durch den festlichen Empfang in 3fren Mauern erhalten habe. Ich danke Ihnen, den städtnchen Bc- Hörden und der Bürgerschaft aufs wärmste für dreien unver- ge hlichen Tag. Schöner konnte der heutige achtzigste Geburtstag meines uns allzufrüh entrissenen Herrn Vaters nicht begangen werden als durch die feierliche Enthüllung des trckl- lichcn Reiterstandbildes, welches wir der opferwilligen Verehrung der Aachener Bürgerschaft für den „Liebling des deutschen voUes verdanken. Ich beglückwünsche die Stadt zu dem neuen <-a>muck, an dem noch ferne Geschlechter sich erfreuen und erkennen werden, datz trotz aller politischen ' si on eilen Reibungen i—r-
Beziehungen mit allen besreundeten Machten besonders mit den Nachbarstaaten widmen. Dir legen Wert darau,, unsere normalen ausrichtigen Beziehungen zu allen Bakran st aal en ausrcchtzuerhallen und zu verstärken auf der Grundlage (icgen- fettigen Vertrauens und Jneinklangbringcns unserer acmemsamen Interessen. Wir haben keine aggressiven Absichten und keine ehrgeizigen Tendenzen gegen irgendein Land oder irgendeinen Staat, im G.genteil, cs ist unier wärmster Wunsch, die legitimen Rechte aller Länder zu retpcfticrcn, al er- dingS auch Respekt für unsere eigenen legitimen Rechte zu erwirken. Indem wir einerseits die materiellen Beweise für diese Dis- posilionen liefern und andererseits die den Rechten und Interessen des Landes nützlichen Ententen verwirklichen, haben wir das
zustellen. . . .
Wie „Sabah" meldet, beschloß der Mrnisterrat, feine Vermittlungsaktion anzunehmen, sondern den Krieg fortzusetzen, bis Italien auf der Grundlage des Standpunktes, Den die Pforte einnimmt, auf Verhandlungen
Tie jungt ürkische Kammerpartei hat beschlossen, dem Kabinett unter der Bedingung, daß dem Wunsche der Nation entsprechend der Widerstand gegen Italien fortgesetzt wird, ein Vertrauensvotum zu erteilen. Tie Partei hat einen Ausschuß gewählt, der versuchen soll, ein Einvernehmen mit der Opposition her-
^Die italienische Beruhigungspolitit in Tripolis.
Rom, 18. Okt. „Giornale d'Jtalia" meldet aus Tripolis: Ter Gouverneur kaufte 4500 Sack Mehl und beauftragte den Vizegouverneur Hassuna Pascha, sie unter den ärmeren Arabern zu verteilen. Tiese begreifen jetzt, daß sie nicht mehr als Sklaven betrachtet werden und bekunden ihre Tankbarkeit gegen Italien. — Ein türkischer Militärarzt bat die italienischen Vorposten um Verbandszeug für türkische Soldaten, die bei den letzten Gefechten verwundet wurden. Man führte ihn mit verbundenen Augen in ein Lazarett, wo man ihn reichlich mit allem versah, was er brauchte. — Ter „Messa- gero" meldet: In den letzten 24 Stunden ergaben sich wieder mehrere türkische Soldaten, die den italienischen Vorposten bestätigten, daß es im türkischen Lager an Proviant fehle. Tie türkischen Gefangenen sollen nächstens nach Italien geschickt werden, damit sie nicht etwa Spionage betreiben und damit die Bewachungsmannschaften frei roer- den. — Tem „Messagero" zufolge soll Homs von Versag- lieri besetzt worden jein. Oberst Maggiotto sei zum Gou- I oerneur ernannt worden und werde noch heute im Namen
des Königs eine Proklamation an die Bevölkerung von Homs erlassen.
Keine Landung in Terna und Ben Ghazi.
Konstantinopel, 18. Olt. Nach einer Mittel- luna des Kriegsministeriums ist es den Italienern, obgleich sie Terna und Ben Ghazi beschossen hätten, nicht gelungen, dort zu landen. Das italienische Archipel-Geschwader, dessen Basis der Hafen von Tobruk ist, soll in der Nähe von Rhodus kreuzen.
„Sabah" meldet ferner einen neuen Angriff der türkischen Truppen von Tschisan aus gegen die Italiener. c, ,
Wie „Jkdam" erfährt, bereiten die Türken einen Sturmangriff auf Tripolis vor. Nach Blättermeldungen ist eine amerikanische Eskadre, aus sechs größeren Kriegsschiffen und einigen Torpedobootszerstörern bestehend, vor Mytilene eingelroffen. Tie italienischen Torpedoboote, die zwischen Den Archipelinseln kreuz- len, sind seit dem Erscheinen der amerikanischen Schiffe verschwunden.
Wieder ein italienisches Ultimatum.
Berlin, 19. Olt. Tie „Voss. Ztg." bringt folgendes fettgedrucktes Telegramm aus Wien vom 18. Oktober: Tie italienische Regierung bereitet ein neues Ultimatum an die Türkei vor, um diese zur Annahme der italienischen Iriedensbedingungen zu nötigen. Italien wird Darin drohen. Den Kriegsschauplatz auf das Aegäische und das Rote Meer auszudehnen.
Tiese kurze Meldung ohne Quellenangabe stammt offenbar aus der „Wiener .Allgemeinen Zeitung", aus der Der
In der alten Kaiserstadt Aachen ist am geftrigen Mittwoch, dem 80. Geburtstag Kaiser Friedrichs, das neue Kaiser-Friedrich-Tenkmal in Anwesenheit des Kaisers enthüllt worden. Dabei hat der Kaiser eine Rede gehalten, in der die Tagesereignisse und Sorgen des Volkes zwar nicht direkt berührt, wohl aber angedeutet werden. Der Kaiser fordert vom Volke Vertrauen und daß es friedlich seiner Arbeit nachgehen solle. Er erzählte eine hübsche Erinnerung aus seiner Kindheit, als sein Vater und er vom Glanz der alten Kaiserkrone gesprochen hätten, ^re bekannte religiöse Auffassung des Kaisers von seiner Mission als Herrscher klingt aus seiner neuen Kundgebung wieder heraus. Ihn leite die Ehrfurcht vor der überkommenen ittone, und darum, so deutet er an, solle das Volk sich dabei beruhigen, daß er die Ehre des Reiches schützen und wahren werde. Es wird aber wohl vielfach darauf hingewiesen werden, daß das deutsche Volk in schwierigen auswärtigen Verwicklungen so ganz ohne amtliche Aufklärungen sich nicht zufriedengeben kann. Ter schweigsame Kanzler von Bethmann-Hollweg hat ja noch keinen erheblichen Beweis eines Könnens gegeben, ebensowenig der neue staats, etretär v. Kiderlen, so daß die hartnäckige Schweigsamkeit liefet Herren angesichts Der offenbaren Zurückdrangung der deutschen Interessen dem Volke auf die Tauer Nicht mehr paßt. Ter Reichstag hat geftem beschlossen, der Aus- sotderung des Reichskanzlers zu folgen und Die Besprechung Der auswärtigen Angelegenheiten bis nach Erledigung der laufe,iden schwierigen Verhandlungen zu verschieben. Tas Parlament hat recht Daran getan. Ob die spätere Aus- spräche der Regierung Aneriennung oder gar Triumphe einbringen wird, werden wir ja sehen. Wir glauben eher, daß der Reichstag fordern wird, das Volk und er möchten bei der Erledigung Der auswärtigen Geschäfte nicht mehr so gänzlich ausgeschaltet werden wie bisher. .
Aachen, 18. Okt. Ter Kaiser mit Gefolge ist int Sonderzug um V,12 Uhr hier eingetroffen. Er stieg am Bahnhof zu Pferde unD zog in Die Stadt unter der Begrüßung Der Bevölkerung und dem Läuten der Glocken. Eine Schwadron Deutzer Kürassiere eskortierte den Zug. Am Dentmalsplatz versammelten sich die Ehrengäste, Prinz und Prinzessin Adolf zu Schaumburg-Lippe, Fürst und Fürstin Wied zu Wied, die Minister von Trott zu Solz, v. Dallwitz, v. Schorlemer-Lieser, der Lberpräsrbent von Rheinbaben, der Kommandierende General v. Plötz, die Oberbürgermeister von Köln, Koblenz, Düsseldorf und Trier, die belgische Deputation und der Gouverneur von Lüttich, die holländische Deputation, die Lehrer der Hochschule und eine Deputation der Studentenschaft in Wichs mit Fahne, endlich die Teputationen von Veteranen- und Kriegervereinen. Geführt von Oberbürgermeister Seltmann traf Der Kaiser um 3/J2 Uhr am Denkmal ein. Er ritt die Front der Ehrenkompagnie des Infanterieregiments v Lützow (1. Rheinisches) Wr. 25 ab und hielt vor dem Kaiserzelt. Er begrüßte Die anwesenden Fürstlichkeiten und ließ sich durch Den Oberpräsidenten v. Rheinbaben die fremden Deputationen vorstellen. Hierauf hielt Oberbürgermeister Seltmann eine Begrüßungsansprache.
Ter Kaiser gab das Zeichen zum Fallen der Hülle, die Ehrenkompagnie präsentierte, der Kaiser und alle Anwesenden salutierten. Während Hochrufe ertönten, fiel Die Hülle. Ter Kaiser unterhielt sich mit Dem Schöpfer des Denkmals, Professor Lederer. Eine große Anzahl von Kränzen wurde niedergelegt. Als erster legte im Namen Des Kaisers Generaloberst v. Plessen einen Kranz nieDer
Tas Denkmal, eine bronzene Re11erstatue Des Kaisers Friedrich auf marmornem Zocket, macht einen vorzüglichen Eindruck. Das Haupt ziert em
Lorbeer kränz. „ „
Ter Kaiser im Munster.
Kurz nach 12 Uhr zog der Kaiser in das Münster ein. Der Domchor fang einen lateinischen Begrußungschor. Bor dem Hauptaltar richtete Stiftsprobst Bel les heim an den Kaiser eine Ansprache. Ter Kaiser dankte herzlich und sprach seine Freude und Zufriedenheit aus über Die Arbeiten, die am Münster im Laufe der letzten Jahre aeleiftet worden seien. Tem verlebten Meister pro- tessor Schaper sei er persönlich zugetan gewesen und er habe ihn außerordentlich verehrt und bewundert. Schaper weile zwar nicht mehr unter Den Lebenden, doch sein Werk sei auf dem Papier gewahrt, so daß es möglich sein werde, es auszuführen. Er hoffe, daß das Werk des Karls-Vereins, welches in der Ausführung der Projekte Schapers bestehe, in dessen Geiste errichtet werde. Er brauche nicht zu versichern, daß der Augenblick, in dem er hier weile, für ihn von tief bewegender Natur sei. Er spreche von ganzem Herzen feinen Tank aus und gebe die Sersicherung, daß, soviel an ihm liege, er auch weiter Den Arbeiten §rn Münsterbau feinen Schutz angedeihen lassen werde.
Der Kaiser besichtigte dann die ausgestellten kostbaren Tomschätze, das Modell Der letzten Ausgrabung am Münster unb Die Kartons Der Mosaik- und Marmorbekleidung, mit welchen das Sechzehneck des Münsters ausgestattet werden wird Nach etwa einer Stunde Aufenthalt verlief Der Kaiser Das Münster und begab sich zum Festmahl im Rathause.
Tie Kaiserrede beim Festmahl.
Beim Festmahl erwiderte der Kaiser dem Oberbürgermeister mit folgendem Trinkspruch:
Mein lieber Herr Oberbürgermeister! Sie haben mit ^hr.n freundlichen Bcgrüßungsworten den herzerhebenden Eindruck noch
Köln, 18. Okt. Die „Kölnische Zeitung meldet aus Aachen: Heute vormittag tippte am oer -irierec «naße cm Anhange -1 wagen eines aus Stolberg kommenden -rrlcb-I wagens der Kleinbahn m einer Weiche um. Son Den Insassen wurden fünf schwer, zwölf leicht verletzt. Tie am schwersten Seriellen erlitten doppelte Arm- und Bein-1 brüche. I
Der itaTfenifd}4ürtifd)e Krieg.
Im türkischen Parlament hat am gestrigen Mittwoch die große Rechenschastsablegung begonnen. Ter Großwesir vertrat in der ö s s e n t l i ch e n Sitzung cm ziemlich schwächliches Programm der auswärtigen Politik, aus dem hervor- qeht, daß die Türkei zurzeit noch hilflos unh schwach ist. Er verlangte eine geheime Sitzung, deren Ergebnis auch noch nicht abgeschlossen ist. Wir erhalten folgenDc Meldungen :
Tie Beratung in der türkischen Kammer.
Konstaniinopel, 18. Okt. Saal unb Tribünen sind dicht gefüllt. Unter allgemeiner Spannung bestieg der Groß- wefir die Tribüne und verlas sein Programm. Er hob die Schwierigkeit der Uebernahme der Regierung unter den jobigen Umstanden hervor, jedoch gäbe es in den Geschichten der Volker Augenblicke, wo die Staatsmänner nicht säum.n Dürften, ihre PNrcht ra tun. Sodann entwickelte der Großwesir em ausführliches Programm. Bezüglich der beabsichtigim Reivrmen am allen Gebieten der Verwaltung kündigt er eine Reihe von Geieyent- roürfen an, darunter Das Gesco über die Minister Verantwortlichkeit. Tie Regierung werde sich bemühen, die Zolleinnahmen durch Abschluß von Handelsverträgen zu vermehren, und falls sich die verzögerte, inzmu'cpcn eme vierprozewige Zollerhöhung einfuhren. 2xe Sat.iufteuer soll rewrnncri und auf Fremde angewend.t, sowie eine Verzehrungssteuer ern^fuhrt werden Betreffend ine Privilegien der nichtmohammeoamschen Gemeinden erflarte der Großwesir, die Regierung wurde die bestehenden Firmans und Gesetze wahren. Sei vifemlichen Bauten würde die Regierung die Teilnahme auswärtigen Kapitals unö Technik sicherslellen. . .
Betreffs der äußeren Politik erklärte der Grvßwenr. Wir werden zunächst an der Lösung der Tripolisirago arbeiten in der Weise, die mir den Interessen des Landes am gun agilen halten. Wir wollen uns der Verstärkung D.r fteunbiajamiajen
Jen, sozialen unb kvnscs- । unserer Zeit ein festes Band
dVr'Lieb'e undU"Vertr a uens Fürst und Volk um I des Landes nützlichen Stenten verwirklichen, haben roir oas schlingt unb Zusammenhalt. Wenn je ein Fürst gerade in Aachen Bewußtsein, die uns zukommenden friedlichen dflichüw zu er ein Denkmal v?^,t Hal, so war cs mein in Gott ruhender füllen. Ter Großwesir sicherte am Schlüsse seiner Ausführungen Herr Vater Von meiner Kindheit an habe ich beobachten können, im Falle eines Vertrauensvotums volle Durchführung seines pro mit welchem Interesse er sich dem Studium der deutschen Kauer gramms zu. Sodann begann bie geheime Sitzung.
unb ihrer Tradition hingab und wie er von der Macht ihrer Stel- einc Mtiinfihunn.
(ung und von dem Glanz der alten deutschen Kaiserkrone bi I . Pütutim
Meistert war Wenn ich als Knabe in seinem Zimmer lieber die geheime «Gung der Kammer vor autet. Tic Sitzung weilte und mein Wohlverhalten einen Lohn vor war stellenweise bewegt, xer Großwesir erteilte Ölufnärungai Dient batte, ließ er mi ch in einem Prachtwerke! über den Stand der Tripolissrago, indem er einzelne Fragen be- blättern, in welchem die Kleinodien, Insignien. Gewänder antwortete, ohne in Einzelheiten cmjugcljen, was er als unzu- unb Waffen der Kaiser und schließlich die Krone selbst m bunten lässig bezeichnete. Den T e p u t» e r t e n , welche lange Farben dargestellt waren. Wie leuchteten ihm die Augen, wcnill sprechen wollten, wurde ba s o r t c n t er dabei von den Krönungsfeierlichkeiten m Aachen mit ihren zogen, da die Kammer noch nicht die eigenlliche Aussprache ve- Icremonicn und Mählern erzählte, von Kaiser Karl dem OüoBcn, ,jonneil halle. Am längsten sprach der Deputierte von Tripolis, von Barbarossa und ihrer Herrlichkeit. Stets schloß er damit, Hadschi. 2as frühere M i n i ft e r i u m wurde frÜig. a ni- das alles muß wiederkommen, d l e Macht d e i? I e g r i f s e n , besonders der Krrcgsmmifter, der durch beleidigende Reiches muß Wiedererstehen und der Glanz derlq^rtc insultiert wurde. Ter Kriegsmimster wollte sprechen, der Kaiserkrone muß a u i I e u d) t c n! x, 93 a r b a r o H a m ii b I (yroBmeiir nahm jedoch das Wort, um ihn und andere Mit- a us dem Kl) f fh ä user wieder erlöst werden/ Undiglieder des Kabinetts zu decken. . . ,
u,m war es von der Vorsehung beschießen, an der Ausführung I seiner Programmrebc sagte ber Großwesir auch des großen Werkes hervorragenden Anteil zu nehmen. Auf blutiger I Te'entralisation ber Provinzvcrwaltung unter Beruck-
Wahlstatt half er dem ehrwürdigen Vater und den deutschen bcr lolaleu Bebürfuissc zu unb proklamierte btc
unb ^erantrooriung1 VoV ihm 'übernommen habe. Sie ist ein Fr e i h ei t unb Forts chr itt aemeint^ist.^Drc^geheime hehres Kleinod, von dem unter Gottes «chuv viel «egen für Sitzung der Kammer bauerte 2'/, «tunben. berlautct, öas Vaterland ausgegangen und das sich als ein Hortlaelangte die Aussprache zu keinem Ergebnis, seiner nationalen Ehre bewährt hat. Ver-i^>ibse wirb morgen in geheimer Sitzung fortgesetzt werben, l rauensvoll können alle Teutschen zu ihr aufblicken, und ^benb berät bie jungtürkischc Partei ihre Stellung- sic wird umfo stärker sich erweisen, je mehr sie von der treuen ^me Kabinett.
Liebe und ernsten Mitarbeit des Volkes getragen und neftuBt I Senat verlas der Minister bes Innern bas Pro-
S .SVÄ gr°L Ä P°sch°keine geheime
gewesen, mein landesväterliches Interesse und Wohlwollen für I « i tz u n g abgehalten wurde. . _
Aachen betätigen zu können, in dessen Mauern hier im äußersten Westen der Monarchie deutsche Kultur und Eigenart eine durch!
viel jahrhundcrliahrigc Tradition und ruhmvolle Vergangenheit gefestigte Stätte gesunden haben. Möge aud) in Zukunft die Stadt mit ihren heilträftigen Quellen und schön gelegenen Waldern ihrer mannigfachen Industrie und Handel wachsen, blühen und gedeihen! Möge die Bürgerschaft in Treue gegen Gott, Kauer und Vaterland ihrer Arbeit ii a ch g e h e n und d i c # t u d) i ihres Fleißes in Frieden genießen. Tic alte Kaiser- stadt und ihre treuen Bürger Hurra! Hurra! Hurra!
Später hielt der Kaiser Eercle unb trat bann aus den Ausbau bes Rarhauses nach Dem Marktplatz hinaus, von Hochrufen bes Publikums begrüßt. Die vereinigten Männergefangvereine Aachens hatten auf bem Markte Aufstellung genommen unb sangest „Das deutsche Lied" von Hcgar unb „Tie Sturmbeschwörung" von Duerrner. Um 3i/4 Uhr verließ ber Kaiser im Automobil Aachen, währenb Die Sänger bie Nationalhymne anstimmten. Innungen unb Vereine bilbeten mieber Spalier. Tie Fahrt ging über Kornelimünster, Montjoie unb Gmünb nach Bonn, wo bcr Kaiser um ?V2 Uhr zum Besuch bes Prinzen unb ber Prinzessin zu Schaumburg-Lippe eingetroffen ist. Ter Kaiser har Professor L e b e r c r bie große golbene Mebarlle , für Kunst verliehen. Um 4 Uhr erschien bad Luftschiff
„S chwaben" aus Tüsselbvrf über Aachen.
Ein Unfall.
Nr. 24b Erster Blatt M. Jahrgang Donnerstag, tz). Moder Mt
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