Zentrum im Mgsordnetenhause haben zu. einer Minister- frife geführt, die das Zentrum durch einen regelrechten Krach provoziert hat. In der Sitzung des Finanzausschusses am gestrigen Mittwoch erklärte gleich zu Beginn per Eisenbahnreferent Dr. Pichler mit zornbebender Stimme, das Zentrum könne mit dem Verkehrsmini st er nicht mehr Zusammenarbeiten bei der Art und Weise, wie dieser Mitglieder des Zentrums behandelte. Zugleich beantragte Pichler den Schluß der Aussprache.
Nachdem der Verkehrsmini st er erklärt hatte, daß er eine Antwort augenblicklich nicht geben könne, wurde gegen die Stimmen der Liberalen und Sozialdemokraten Der Schluß der Sitzung beschlossen. Gestern abend fand eine Sitzung des Gesamtministeriums statt, in der beraten wurde, ob dieses den Verkehrsminister deckt.
Bei der Zusammensetzung des bayerischen Landtages ist kein Zweifel darüber, daß der Verkehrsminister seiner« Abschied nimmt.
Die Revolution in China.
Hongkong, 8. Nov. Die Aufständischen griffen Wongtungting, eine Station der ckinesrschen Sektion Kanton-Kaulunbahn an, beschlagnahmten dort lagernde Vorräte, Waffen und Munition. Ebenso wurden die Stationen Seilong,Po ku und Santschun angegriffen. Das Zollaebäude wurde zerstört, den Fremden aber kein Schaden zugefügt.
Schanghai, 8. Nov. In Nanking begann um 91/2 Uhr vormittags das Feuergefecht. Die Mandschus verschanzten sich auf dem Purpur-Hügel, der die Stadt beherrscht. In der Stadt ist der Typhus ausgebrochen.
Aus Hessen.
Im Reichstagswahlkreis Bensheim-Zwingenberg stellte laut „Frkf. General-Nnz." die Fortschrittliche Volkspartei den Fabrikanten Dr. Sauer-Zwingenberg auf.
Deutsches Reich.
Mus Göhrde wird gemeldet: Ter Kaiser ist am Mittwoch strm 8 Uhr 15 Min. nach Potsdam abgereist.
Bei derReichstagsstichwahlimWahlkreiseRati- vv r 7 erhielten Grundbesitzer S a p l e t t a-Ratibor (Zentrum) 10 050, Pfarrer Banas Lub 0 witz (Pole) 5600 Stimmen.
Ausland.
Wie aus London gemeldet wird, hat Arthur Balsour die Leitung der unionistischen Partei, also der Konservativen, nieder- gelegt.
Stellung und Beruf der Richters.
Gießen, 9. November 1911.
Am Dienstag abend hielt Professor Dr. Mittermeier (nt Verein für Frauenstimmrecht einen Vortrag über das obige Thema.
Nach den Begrüßungswvrten der Frau Dr. Vogt ergriff der Redner zu einem Vzstündigen Vortrag das Wort: Wenn wir an den Richter denken, so führte er aus, so stellen wir ihn als Idealfigur neben den König und setzen ihn neben den Philosophen. Wir stellen ihn uns vor, mit hell leuchtenden Augen, mit Weitzern Haar, mit langem, wallendem Bart, in schwarzem Talar, wie er sichtbar allem Volk Recht spricht. Aber in Wirklichkeit sind die Richter Menschen wie wir und sind mit denselben Fehlern behaftet. Unsere deutschen Richter haben eine sehr scharfe Kritik auszuhalten. Sie sagen selbst, wir haben eine schlechte Presse. Fast täglich können wir eine Kritik des Richters lesen, lieber seine 'Aufgabe und Stellung haben wir eine große Literatur. Von der Tätigkeit des Richters hängt unser Rechtsleben ab, denn die Richter geben uns das Recht. Die Menschen gehen den Weg, den uns der Richter zeigt. Unser ganzes Recht hat sich immer durch die Rechtsprechung entwickelt. Das sehen wir am besten in der römischer: Zeit. Zweifellos muß ein Volk leiden, dessen Richter schlecht sind. Unser Recht muß leiden, wenn die Richter nicht anerkannt sind. Vielfach werden Leute zu Richtern gemacht, die von dem Rechte sehr wenig verstehen unb die ihre eigenen Wege gehen wollen. Vielfach ist das Schiedsgerichtswesen zu einem Unwesen geworden. Unter den vielen Richtern machen wir Unterschiede. Im deutschen Reich gibt es über 7000 Richter der ordentlichen Gerichtsbarkeit, das sind die Amtsrichter, Landrichter, Oberlandesrichter und Reichsrichter. Wir unterscheiden Richter, die aus ihrer Tätigkeit einen Beruf machen, also Juristen, und Nichtjuristen, die Recht sprechen, die Nichtjuristen allerdings nur in Verbindung mit den Juristen. Alle Richter haben im wesentlichen eine und dieselbe Aufgabe: Feststellung und Rechtsprechung. Die Richter sind dem Staate gegenüber Beamte, obwohl sie sich nicht gern als solche ansehen. Sie nehmen eine Sonderstellung ein und bilden bei uns eine Beamten-Hierarchie. Das ist von einem Nachteil und von einem Vorteil. Der Richter macht bei uns aus seiner Tätigkeit einen Lebensberuf; er sucht Carriöre zu machen, höher zu kommen, und mit dem höheren Gehalt — da ja nicht alle Richter gleichmäßig bezahlt werden — bekommt er auch größeres Ansehen. Man hat mit Recht den Vorschlag gemacht, für die Richter solle es keinen Titel und keinen Orden geben. Leider jedoch ohne Erfolg. Der Richter ist vom Staat, von der Regierung abhängig. Von seiner Konfession, von seiner politischen Anschauung hängt seine Stellung ab. Die Richter haben sehr viel länger ohne Vereinigung existieren können, als die Anwälte. Einen Richterpund haben wir erst seit drei Jahren, und dadurch sind die Richter enger zusammengeschlossln:. Die Regierung säjützt sie auch nicht genügend als Richter. Es wird ein Kastengeist erzeugt. Unsere Richter sollte man aus der freien Anwaltschaft nehmen. Dieses System ist in Hamburg und Bremen eingeführt, würde sich aber sehr schwer mit unserem deutschen Wesen vereinigen la sen. Aus den Anwälten könnte man den tüchtigsten herausnehme,c und zum Richter machen. Ob sich dieses System, das zweifellos große Vorzüge hat, durchsetzen wird, ist nicht sicher. Vielfach sind unsere Amvälte nicht so angesehen, wie sie ,c5 sein sollten. Zwischen dem Anwalt- und Richterstand herrscht nicht die Harmonie, die bestehen sollte. Daß nun Richter und Anwalt in Prozessen häufig hintereinander kommen, ist keine Seltenheit. So etwas erlebt man auch in Berlin. Der Richterbund ist als Gegenbund gegen den Anwaltverein gegründet. Sehr viele Richter haben eine gewisse Abneigung gegen die Anwälte, wie auch umgekehrt. Richter und Anwalt müßten Hand in Land gehen, sich als Brüder anschen. Die Richter sollen nicht von der Regierung irgend welche Winke in Be^ug auf ihre Rechtsprechung annehmen. Heute noch sucht man auf die Richter Einfluß zu gewinnen. Heute hat man möglichst viele Garantieen geschaffen. Aber diese Unabhängigkeit hat doch auch ihre Schranken, namentlich in der ersten Anstellung. Auch Auskunfterteilungen schaden. Die Unabhängigkeit des Richters ist eine Charakterfrage. Die Mebrzahl liieret Richter ist unabhängig gegen oben. Dagegen ist unausrottbar, daß der Richter bei der Rechtsprechung sich von den Anschauungen seines Standes, seiner Gesellschaft leiten läßt. Unsere Richter sind gar zu leicht abhängig vom Oberrichter. Diese Art der Abhängigkeit ist sehr gefährlich. Der Richter soll dem Volk sein Recht sprechen, er ist nicht Berater des Volkes. Es handelt sich bei der Rechtsprechung um folgende zwei Möglichkeiten: Soll der Parteibetrieb unter Zurücktreten der Tätigkeit des Richters weiter bestehen oder soll der Richter als Helfer, Berater eingreifen. Der Richter ist auch nicht Vorgesetzter des Volkes, er muß beim Volk Vertrauen haben. Ohne Vertrauen wird das Volk nicht zufrieden sein. Dieses Vertrauen besteht nicht in dem Maße, ui dem es bestehen sollte. Man hat Mißtrauen gegen die Richter die weltfremd seien. Aus diesem Mißtrauen kommt
die Forderung der Volksrichter. Das Mißtrauen des Volkes gegenüber den Richter ist z. T. nur ein Schlagwort. Es wird zwar sehr viel an den Richtern kritisiert, schließlich aber werden sie wieder gelobt. Vielfach ist die Ursache für die fast verkehrten Urteile — verkehrt jedoch nur vom Laienstandpunkt — durch den Mangel des Gesetzes bedingt. Unser Strafgesetz ist veraltet, auch unser Bürgerliches Gesetzbuch ist nicht in allen seinen Teilen so gut, wie es zuerst schien. Die Fehler des Gesetzes kann man nicht dem Richter in die Schube schieben. Vielfach sind die Juristen zu formal. Eine in diesem Jahr gegründete Vereinigung „Recht und Wirtschaft" tritt diesem starken Formalismus entgegen und will ihn überwinden. Mehr und mehr will sie die Rechtsprechung Den Lebensverhältnissen anpassen. Unser Leben ist so, gewaltig gewachsen, daß es dem einzelnen Menschen unmöglich wird, alles zu übersehen und zu verstehen. Wenn der Richter alles verstehen sollte, bann müßte er ein Goliath an Geist fein. Tie Ausbildung der Richter ist zu formalistisch. Tie jungen Juristen müssen sich im Leben umsehen, der Studierende der Jurisprudenz hat noch viel weniger Berechtigung und Ursache zu bummeln, als die anderen Studenten. Unsere heutige Zeit stellt viel höhere Anforderungen als die gute alte Zeit. Auf diesem Gebiet merben wir zweifelsohne einen Vorteil erleben. Die jüngeren Richter seien besser als die alten, weil sie das Leben bester kennen, als die alten. So kommen wir mehr und mehr dazu, diesen Mangel im Richtertum zu beseitigen. Der Mangel an Idealismus, der Zug nach dem Materiellen beherrscht uns alle. Das schadet auch der Rechtsprechung. Ein ganz gewichtiger Grund für das Mißtrauen ist das Unverständnis gegenüber der Aufgabe des Richters. Denn der Richter ist ein Sklave des Gesetzes, er muß sich dem Gesetz anpassen. Unsere deutschen Richter streben darnach, sich im Rahmen des Gesetzes zu Haltern Dadurch kommt natürlich doch noch einmal ein Mangel in die Rechtsprechung. Unsere Richter übertreiben diesen Mangel, sie halten sich zu sehr an den Buchstaben des Gesetzes, nicht an den Geist. Der Richter ist Herr und Meister des Gesetzes. Er ist ie§, der den Geist des Gesetzes ausmacht. Der Gesetzgeber kann nur abstrackt sprechen, das erst im Kopfe des Richters lebendig wird. Das ist besonders in Frankreich zu bemerken. Die französischen Richter haben mit feinem Wort verstanden, ihr Recht zu .entwickeln, das uns deutschen Richtern nicht eigen gewesen ist. So konnte z. B. der Diebstahl von Elektrizität nicht unter den Diebstahlsparagraphen gebracht werden, weil Elektrizität keine Sache war. Unsere Rechtsprechung ist vielfach zu eng, ihre Herrscherstellung gegenüber dem Gesetz auszunützen. Der Richter darf nicht den Geist des Gesetzes verlassen. Wir wollen nicht den bon juge haben, der sich über das Gesetz hinwegsetzt. Sie dürfen nicht Freirechtler werden, die sich nicht um das Gesetz kümmern. Jedes Volk und jeder Staat hat die Richter, die es verdient. Wenn wir uns bessern, werden auch die Richter besser werden. Auf unsere Richter dürfen wir nicht ohne weiteres Steine werfen, sondern wir müssen nach den Gründen forschen. Unsere Richter streben alle nach den zwei Zielen der Rechtsprechung: Gerechtigkeit und Zweckmäßigkeit. Wenn es ihnen nicht gelingt, das zu erreichen, so ist das menschliche Schlväche.
Nach Schluß dieses höchst interessanten Vortrags, der mit sehr lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, erfolgte eine Aussprache, in der Prof. Mittermeier auf einige Fragen der Zuhörer in bereitwilligster Weise Auskunft erteilte und ihre Zweifel beseitigte.
In den Schlußworten dankte Frau Dr. Vogt für den lehrreichen Vortrag und forderte die anwesenden Damen auf, weiter zu arbeiten und zu werben für den Verein für „Frauenstimmrecht".
vermischtes.
• Eine Fernschreiber-Vermittlungs-Anstalt ist soeben in London, wie die „Internationale Monatsschrift" berichtet, durch die National Telewriter Co. in Betrieb gefegt worden, um eine schriftliche Mitteilung durch das Telephon zu ermöglichen. Vorläufig sind 750 Anschlüsse gebaut, bei denen der Feriisprech- Apparat mit einem Fernfchreib-Apparat verbunden ist. Ter Anruf eriolat in üblicher Weise durch Vermittelung des Amtes. Ist jemand anwesend, so schaltet der anru'ende Teilnehmer seinen Fernschreiber ein, indem er einen Stift abhebt und mit diesem die Nachricht in seinem Apparat niederschreibt. Mittels elektrischer Uebertragungs» einrichtungen wird die Schritt dann durch einen elektrisch bewegten Stift auf der anderen Teilnehmerstation roiebergegebeu, so daß der Abonnent bei seiner Rückkehr die Nachricht vorfindet. Auch die Uebermittelung von Telegrammen auf diesem Wege ist in Alissicht genommen. Längere Versuche werden erweisen, ob die Einrichtung sich dauernd in der Praxis bewährt.
"Globetrotter. Auch solch ein Weltwort, das jetzt wohl in allen Sprachen verwendet wird, also selbst eine Art „Globetrotter" ist. Und doch, es sei einmal darauf aufmerksam gemacht, daß wir in reichster Abstufung sagen können: Weltumsegler, Weltumfahrer, Wellreisender, Weltbuinmler oder Welteii- bümmler, und schließlich, wenn beim durchaus das Englische übersetzt werden soll, Welt- oder Weltentrampler.
* Durchschaut. Frau: „Mann, bü hast gestern einen ganz alten Hasen geschossen; bei deinem Jagdverfahren könntest du ihm doch vor dem Schuß die Löffel einreißen!"
Gerichtssaal.
F. C. Wiesbaden, 7. Nov. Tie Wiesbadener Gerichte gehen in letzter Zeit unnachsichtlich gegen die Milchpantfcher vor. Im April d. I. wurden bei der Ehefrau Wilhelmine Rossel aus Naurod Milchproben entnommen, die sich bei der Untersuchung als gewässert herausstellten. Wegen Milchfälschung erhielt sie deshalb auch vom hiesigen Schöffengericht eine geringe Geldstrafe. Wenige Tage vor ihrer damaligen Verurteilung im Juli setzte sie aber ihrer Milch noch 15 bis 20 Prozent Wasser zu. Das Schöffengericht glaubte heute keine Tlilbe mehr wallen lassen zu können und erkannte auf eine Woche Gefängnis. Der Amtsanwalt hatte vier Wochen Gefängnis und 100 Mk. Geldstrafe beantragt. Ter 'Dlitangeflagte, Mil t Händler Philipp Raab VII. aus Naurod, der ans Fahrlässigkeit diese Milch in Wiesbaden verkauft haben sollte, wurde s r e i g e s p r 0 ch e n.
Handel.
— Konkurse in Hessen. Heber den Nachlaß des Gastwirts Heinrich Jacoby VIII. und feiner Eheirau Philippine, geb. Best zu Darmstadt ivurde am 23. Oktober das Konkursverfahren eröffnet, da die Ueberschuldung dargetan ist. Rechtsanwalt Buß in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 10. November bei dem Amtsgericht I Darmstadt anzumelden. — Heber das Verwögen des Schlossers und Kolonialwarenhändlers C h r i st 0 p h Karrer in Darmstadt, Niederramstädter Straße 31, wurde am 1. November das Konkursverfahren eröffnet, da Schuldner nach seinem glaubwürdigen Zugeständnisse zahlungsunfähig ist. Rechtsanwalt Dr. ©ebner in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 15. November bei dem Gerichte anzumelden. — lieber das Vermögen der zu Alzey als offenen Handelsgesellschaft unter der Firma P h. C. Medicus bestehenden Btichhandlung wurde am 25. Cft. das Konkursverfahren eröffnet. Bureauvorsteher Georg Mangold in Alzey wurde zum Koilkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind dis zum 20. November bei dem Amtsgericht Alzey anzumelden. — Lieber das Vermögen des am 20. 'August verstorbenen Schneidermeisters I a k 0 b H ri b e r zu D a r m st a d t wurde am 31. Okt. das Konkulsversahren eröffnet, da die Ueberschuldung dargetan ist. Gerichtsvollzieher i. P. R e i b ft e t n in Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorberungen sind bis zum 20. Nov. bei dem Amtsgericht I Darmstadt anzumelden.
Mannheim, 8. Nov. Die Rheinische Automobil- Gese ll schäft, Aktien-Gesellfchaft, die im abgelaufenen Jahr sehr günstig abgeschlossen hak, verteilt eine Dividende von 12 Prozent gegen 10 Prozent im Vorjahre.
Markte.
fc. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 8. Nov. Aufgetrieben waren 1929 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 48.50—50.00 Mk., Schlachtgewicht
61.00-63.00 Mk., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 47.00-48.50 Mk., Schlachtgewicht 60-62.00 Mk.; oollfleischche Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 49.00—51.00.
Schlachtgewicht 62—63.00 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 49.0t)—51.00 Mk., Schlachtgewicht 62.00—63 Alk.: Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 bis 00.00 Mk., Schlachtgewicht 90.00-00 Mk. Sauen 00-00 Alk. Geschäft mäßig rege, bleibt Ueberftanb.
?.0. Wiesbaden. D iebh of-Marktbe rt ch: vom 8. Nov. Auftrieb: Rinder 118 (Ochsen 22, Kühe 96, Bullen 0), Kälber 260, Schafe 33, Schweine 595.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig.
Preis Durch- pro 100 Ufa. Ichnittsprei; Cebenb» SUMp pro 100 tzfuich f.-, Redend» s hla hu Ochsen. von^nSvon-blZ fleiöl^c
Vollfleiscbige, ansaemästete, höchsten
ScblacbtiverteS höchstens 6 Jahre alt 49—51 88—91 50 89
Zunge, neifcbige, nicht ausgemästete und
ältere ausgemästets 44—48 78—86 46 82
llngejochte ........ • 50—52 90—92 51 91
Bull en.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten
Schlachtwertes 43—46 71—76 44 73
Vollsleischige, jüngere 39—42 63—69 40 66
F ä r< en, K ü hz.
Vollfleychige ausgemästete Marsen höchst, Schlachtwertes . . . .... 45—49 81—87 47 84
ollfienclnge ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu < fahren . . 37—41 70—74 39 72
Altere ausgemapete Kühe und wenig gut
entwickelte jüngere Kühe und Färsen 32—36 64—69 34 66
Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 28—31 56-62 29 59
K al o ec.
Feinste Ai ast kälber 60—63 100-105 61 102
Mittlere Mag- und beste Saugkälber . 55—60 91-WO 57 95
Geringere Mast- und gute Saugkälber 48—52 80—88 50 84
Geringere Saugkälber 41—45 71—75 43 73
« ch a ’e.
Weidemastschafe 40-00 80—00 40 80
Schweine.
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner
Lebendgewicht .... ... . 497,-50 63—64 497, 63
Vollsleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht . . 497,-50 63—64 497, 63
Vollsleischige Schweine über 27, Zentner
Lebendgewicht 48X 62-00 48Ji 62
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 48^-49^ 62-63 49 62
Limburg a. d. Lah«, 8. Nov. Fruch tmarkt. Durch« schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,10 Mk, weißer Weizen (angebaute Frcmdsorte) 16,60 Alk., Korn 13,65 'Dlt, Gerste: riittergerfte 00,00 Alk., Braugerste 13,50 Dlt.. Hafer Alk. 9,00, drbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 7.60—8, 0 Alk.
Airehliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, b e n 11. November 1 fl 11:
Vorabend: 4.30 Uhr.
Morgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.15 Uhr. JugendgottesdienK
Sabbatausgang: 5.35 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.
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Freitag abend 4.20 Uhr.
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