zu Darmstadt, und Kap. 6, Kapitals msey und Sonstiges, werden ohne Debatte genehmigt.
Bei der Haiiptabteilung StaatSdvmäneftr, Kap. 7, Kaineral- und Forftdornänert, bringt ALg. Orb (Sozd.) einige Mißstände in der Forstverwalttmg »ur Sprache. Er wünscht eine einheitliche Vorbildung der Forstwürter und kritisiert dre angebliche Protektionswirtschaft bei der Anstellung der letzteren.
Geh. Rat Milbrand bestreitet die Behauptung, daß bei der Anstellung der Fvrstwarte Unterschiede persönlicher Art gemacht würden. Die einheitliche Vorbildung bestehe bereits. Es sei eine Forstwartschule vvrhanden, die jeder zwei Jahre hindurch besuchen müsse, und es werde kern Fvrstwart eingestellt, der aus der Schule nicht seine Prüfung bestanden habe.
Darauf wird Kapitel 7 mit Einnahme 273,718 Mark und Ausgabe 148,252 Mark genehmigt.
Kapitel 7a, Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung, Einnahme 205,252 Mark, AusMhe 203,948 Mark ruft eine längere Debatte hervor.
ALg. Breidenbach (Bbd.) ist sehr erfreut darüber, daß den vorjährigen Wünschen gemäß bet Betrieb der Grube eingeschränkt worden sei, und das Projekt der Errichtung einer elektrischen Ueberlandzentrale und einer Brikettfabrik von der Regierung in die Wege geleitet wurde; es werben sich voraussichtlich zirka 60 ober hessische Gemeinden daran beteiligen.
ALg. Dr. Zuckmayer (Zentt.) bedauert, daß er sich den .Hoffnungen seines Vorredners nicht anschließen könne. Er sehe die Rentabilität einer Brikettfabrik nicht so klar. Es hätten ihn Sachverständige versichert, daß eine solche Anlage mit den größten finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen habe. Der Redner bitte die Regierung Auskunft zu geben, wie die finanzielle Entwicklung dieser Brikettfabrik vor sich gehen soll.
Oberfinanzrat Balser erklärt, daß die Regierung die größte .Hoffnung für die Rentabilität der Brikettfabrik hege. Die in den nächsten Tagen erscheinende diesbezüglich? Regierungsvorlage würde alle nähere Auskunft geben.
Abg. Molthan weist darauf hin, daß bereits eine Million Mark durch den Staat in das Kohlenbergwerk hineingesteckt wurde. Sehr ernsthaft sei zu erwägen, ob die Rentabttität der neuen Anlage auch gesichert sei. Er empfehle jedenfalls, daß bevor weitere zwei Millionen Mark in dieses Unternehmen gesteckt werde, durch praktische Sachverständige eine eingehende Prüfung vorgenommen werde, nicht nur durch Theoretiker.
ALg. Dr. Weber (Bbd.) führt aus, daß er der Meinung sei, das Projekt der Errichtung einer Brikettfabrik eröffne gute Aussichten aus Prosperität des ganzen Unternehmens.
Abg. Ulrich (sozd.i spricht seine Freude über das Projekt der Regierung aus und hofft, daß sich die staatliche Grube nach Errichtung der Brikettfabrik in Verbindung mit der elektrischen U^berland- zeMrale gut entwickle. Das Material, das andere Brikettsabriken verarbeiten, wäre nicht besser als das Material der Gegend von Wölfersheim, wo die Fabrik errichtet werden soll, vorausgesetzt, daß das Projekt hohen Anforderungen entspricht. Vorläufig müsse man ob wart en, wie das Projekt ausfällt.
Abg. Köhler-Worms bezweifelt stark, daß mit Hilfe der Brikettfabrik und der Errichtung einer Ueberlandzeittrale eine Rentabilität erreicht wird. Der Redner verbreitet sich des längeren über die Gründe seines Zweifels und bittet den Finanzausschuß, dem ja die neue Vorlage zugehen muß, das ProjÄt gründlich zu prüfen. Daß durch den Llnschluß der etwa 60 doch immerhin nur kleiner en Gemeinden sich bte Produktion rentabel gestalten wird, häll der Redner für sehr fraglich.
Daraus wird das Kapitel angenommen.
Kapitel 8: Saline , Badeanstalt ttnS TiefbartaMt Bad-Nauheim und Badeanstalt Bad-Salzhausen.
Abg. Breidenbach (Bbd.) spricht als Vertreter von Nauheim in längerer Rede über dieses Kapitel.
Als erstes wevt er die Angriffe ans den Besuch des Zarenpaares in Nauheim zurück. Er führt aus, daß die gerne Einwohnerschaft und die Stadt selbst große Vorteile durch diesen Besuch gehabt hätte, weshalb diese Angriffe aus das Lebhafteste zu bedauern seien. Man sehe in Bad-Nauheim dem für dieses Jahr wiederum in Aussicht gestellten Besuch mit großer Freude entgegen. (Zustimmung.) ©idjer sei, daß durch diese Besuche bedeutende Propaganda für die Heilquellen des Bades gemacht werde und der Name des Bades aller Welt bekannt wird. Des weiteren verbreitet Redner sich eingehend über die projektierte Errichtung eines großen Badehotels mit direkter Quellenzuführung und kritisiert die Antwort der Regierung auf seine diesbezügliche Interpellation. Gute Hypotheken wären für die Grundstücksbesitzer der Stadt nicht mehr zu hoben, wenn ein derartig großes Aktienunternehmen verwirklicht würde und die Grmldsmcksbesitzer hätten den größten Schaden. Warum wurden die Millionen für Neubauten vor einigen Fahren aus- gegeben, wenn man jetzt derartige Konkurrenz-Unternehmungen, zulasse? Sämtliche Aerzte sowohl, wie auch die ganze Bevölkerung haben sich gegen das Hotelprvjekt ausgesprochim.
Abg. v. Brentano (Zentr.) vermag die Hoffnung des Abg. Breidenbach nicht zu teilen. Er schließt sich ganz dem Protest an, daß die Wohnräume der Nauheimer Hotels schlecht find. Er hofft und wünscht, daß die Kaiserin von Rußland gesundet sei, wünscht aber, daß das neue Bade Hotel in besseren Zustand gesetzt werde. Im Interesse der Regierung muß es liegen, daß dies bald ausgeführt werde. Er lehnt eine Monopolisierung ab und freut sich, daß die Regierung auf dem gleichen Standpunkt steht. Im Interesse des Landes liege es unbebingt, wenn das Projekt ausgesührt wird, beim viele Arbeiter usw. ivürben dadurch lohnenden Verdienst fftrden. Unternehmer gingen in der Hauptsache noch Bad-Nauheim, um zu verdienen und dies können sie nur, wenn in den Hotels Badewasser vorhanden ist, so daß Kranke direkt, ohne über die Straße zu gehen, baden können. Er hofft, und glaubt nicht, daß die Stadt Bad-Nauheim sich dagegen sträuben wird, Wasser in die Hotels zuzuleiten.
Abg. Ulrich (Sozd.): Von dem Augenblick an, als die Regierung erklärte, das neue Unternehmen erhalte kein Monopol, ist er nicht mehr dagegen. Jetzt handele es sich nur noch um einige wenige Privat-Jnteressenten, die gegen die Wasserabgabe an Hotels sei. Er führt aus, daß, wenn die Wasserabgabe nicht geschieht, nur bie Stadt Nauheim daran schuld sei. Er hofft, daß der Stadtvorstarü) doch noch zu der Einsicht komme; er würde es bedauern, daß die Stadtbehörde erst später, wenn der Bau fertig ist, darauf zurückkäme, denn dann wären die Lasten zu groß. Es gibt tausende Kranke, für die es notweirdig ist, das Wasser dort richtig erhallen zu föimen, denn jedem Kranken werden die Bäder anders, vorgeschrieben. Durch die Abgabe an alle Hotels leidet das Wasser nicht und hiervon hängt der Besuch des Bades hauptsächlich ab. Er kommt zu der Frage, ob wir nicht die öffentlichen Badehäuser burch die Wasserabgabe schädigen. Nach den bestehenden Verträgen hält der Redner eine derartige Schädigung für ausgeschlossen. Der Preis der Abgabe der Bäder spiele doch auch eine Rolle und die Bäder in Privat-Häuseo bringen bedeutend mehr ein, denn ein solches Bad kostet immer ca. 10 Mark und das können sich nur sehr wohlhabende Leute leisten. Dadurch aber wird das Bad bedeutend rentabler. Bett. Verschlechterung des Wassers hält der Redner es für ausgeschlossen, daß bei den bestehenden Sicherheitsvorschriften irgend rockte Schäden ober Verschlechterungen eintreten können. Jeder Badegast würde sofort eine derartige Verschlechterung sofort merken und nie wiederkommen. Schon deshalb wird in keinem Hotel Süßwasser dem Sprudel zugefetzt werden. Die Verschlechterung der Kredit- verhältnisse in Bad-Nauheim aber hat mit der Wasserabgabe nichts zu tun. Der Grund hierfür liegt seiner Meinung nach oielmehr tn dem Hochschrauben der Grundstückpreise. Der Redner hält es für einen Fehler, wenn, man sich die Möglichkeit beschränken wolle, das Wasser an Privat-Hotels abzugeben. Er hält die Lage für so klar, daß die Kammer sich mit der Wasserabgabc in Privathäuser einverstanden erklären kann.
Geh. Oberfinanzrat Dr. Fuchs gedenkt des Hinscheidens des Kurdirektors Frhrn. v. Storck und erwähnte seine Verdienste um Bad-dLauheim. Es sei kein Zufall, daß die Ballgesellschaften zu dem Verstorbenen gekommen seien, an der erwähnten Stelle ein Badehotel zu errichten. Der damalige Vertrag wurde abgelehnt, doch ist ein neuer in Arbeit, per sicherlich allen Anspttichen
Und Wünschen entspricht. Die Regierung habe sich nicht gebunden und» dem Unternehmer des projektierten Hotels nichts bestimmtes zngesagt. Die Regierung führt augenblicklich wichtige Verhandlungen mit Bad-Nauheim anderer Art und wird auch über die vorliegenden Schwierigkeiten Hinwegkommen. Die Zahl der Kurgäste ist über 33 000 gestiegen, während 1904 nur 24 000 Kurgäste Nauheim besuchten. Die Stadtkasse hat also große Vorteile durch den Bau des Bade-Hotels und bte Regierung durfte das Anerbieten nicht von der Hand weisem
Abg. Breidenbach wendet sich gegen die Ausführungen der Abgg. v. Brentano und Ulrich und verteidigt seinen ablehnenden Standpunkt gegen das Hotelprvjekt. In einer Aerzte- versammlung in Bad-Nauheim hätten sich von 54 Aerzten nur 4 für die Abgabe von Quellwasser an Privathotels ausgesprochen.
Abg. Reh (fr. Dp.) erklärt, man müsse es mit Genugtuung begrüßen, wenn nt Bad-Nauheim ein großer Hotelbau errichtet werde. Nachdem die Regierung erklärt habe, daß das neue Hotel kein Monopol für die Wasserabgabe erhalte, liege fein Grurch mehr vor, die Regierungsvorlage abzulehnen.
Der Ausschußautvag auf Bewilligung der Einnahmen mit 1 501100 Mark und der Ausgaben mit 1401100 Mark wird darauf einstimmig angenommen.
Bei Kapitel 10, Staatseiseub ahnen, nimmt zuerst der Ausschußberichterstatter, Abg. Mvlthan, das Wort und bittet, alle etwaigen Anträge zu diesem Kapitel zurückzustellen und von einer Erörterung der Frage einer Revision des Eisenbahn- gemerm'chastsverttages abzusehen, da ja dieser Punkt später besonders behandelt werde.
Abg. Raab (Sozd.) erläutert darauf fernen schon im Ausschuß gestellten, von diesem aber abgelehnten Antrag auf Einstellung eines Betrages von 5000 Mark zwecks Gewährung von Wohnm isgeldzuschüssen an die früheren Main-Neckar-Bahnbe- amten. Weiter bringt der Redner verschiedene lokale Wünsche, das zu frühe Abgehen des Zuges Gernsheim—Mannheim, Mißstände bei den Arbeiter-Wochenkarten usw. zur Sprache und erörtert schließlich noch die Bahnhofsverhältnisse in Vilbel.
Die Sitzung wird dann um l1/* Uhr abgebrochen. Nächste Sitzung heute nachmittag 3 Uhr.
hilsrverein für die Seiftertranken in heften.
— .Gießen, 7. März.
Eine zahlreich besuchte Versammlung der ober- hessischen Vertrauensmänner fand heute in der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen statt.
Professor Sommer behandelte die Zusammenhänge zwischen Säuglings-- Krüppel- und Jdioten- fürsorge. Diese drei Aufgabeit der sozialen Fürsorge haben sich int wesentlichen unabhängig von einander entwickelt, hangen jedoch in der Wurzel zum Tell eng zusammen. Die Beziehungen der Krüppel- und Säugllngs- fursorge sind schon in den Mitteilungen der großherzoglichen Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge von Herrn Professor Koeppe behandelt worden, wobei besonders Rachitis und Tuberkulose als Ursache der Verkrüppelungen und gleichzeitig als Krankheiten, die im Gebiet der Säuglingsfürsorge zu bekämpfen sind, namhaft gemacht wurden. Die gleichen Krankheiten haben auch für die Entstehung bestimmter Jdiotieformen eine große Bedeutung. Man hat früher die Idiotie zu einseitig in allen Fällen als angeborene Krankheit aufgesaßt, während viele Zustande dieser Art in den ersten Lebensjahren durch bestimmte Krank- heiten entstehen. Por allem ist wickftg, daß die Hirnhöhlenwassersucht, die sehr viele Kinder der S>iotie zu- sührt, sehr häuftg auf rachitischer Grundlage entsteht: ebenso hängen die meningitischen Formen der Idiotie, die auf Entzündung der Hirnhäute beruhen, in der Regel mit tuber- kulösett und skrophulösen Erkrankungen zusammen. Sodann können durch syphilitische Infektion in den ersten Lebensjahren, eine Reihe von schweren Gehirnveränderungen, ja sogar fortschreitende Paralyse im jugendlichen Alker ausgelöst werden. Auch beruht später ausbrechende Rückenmarkschwindsucht gelegentlich auf einer in früher Jugend veritrsachten Infektion, die mit dem Mangel einer geordneten Säuglings- und Kinüerpftege zusammenbängt. Bemerkenswert rst ferner, daß die Formen der Joiotie, die mit Lähmung urll> Entwickelungshemmung in einzelnen Extremitäten verbunden find, öfter auf Infektions lrankheiren beruhen und Kinder befallen, die schon vorher wenig widerstandsfähig waren.
Professor Sommer zeigte durch Projektionsbilder und klinische Vorstellung von entsprechenden Patienten die Zusammenhänge des Gebietes der Idiotie und der Verkrüppelungen im besonderen Hinblick auf die Säuglingsfürsorge. Sodann gab er einen Ueberblick der jetzigen Fürsorge für Idioten in Hessen. Diese geschieht bisher einerseits durch Sie Landesirrenanstalten, anderseits durch das Alicestift in Darmstadt. Bei der Wahl von Gießen als Ort für bie vierte hessische Landesirrenanstalt hat die Stadt Gießen als Kompensation für Gründerg, welches im übrigen hauptsächlich in Betracht kam, die Zahlung'von 75000 Mk. als Beitrag für eine eventuell in Grünberg zu bauende Jdioten- anftalt zugesagt. Es fragt sich hauptsächlich, wie diese zukünftige Grünberger Anstalt zu dem bestehenden Alicestift in Beziehung gesetzt werden soll. Professor Sommer vertritt den Plan, daß die ärztlich geleitete Anstalt bei Grünberg nicht nur die schon ausgebildeten Formen der Idiotie aufnehmen soll, sondern daß hier im Zusammenhang mit der organisierten Säuglingsfürsorge gerade auch die entstehenden Krankheiten dieser Art rechtzeitig der ärztlichen Behandlung zugewiesen werden sollen. Während also die eventuelle Jdiotcnanftalt ärztlichen und therapeutischen Charakter haben soll, würde das Alicestift entsprechend seiner bisherigen Geschichte mehr pädagogische Ziele verfolgen und als Jdiotenerziehungs- anstalt in den geeigneten Fallen weiter wirken. Bei dieser Verteilung der Aufgaben würde einersetts das Alicestift von schwierigen, nur unter psychiatrischer Aufsicht zu behandelnden Fallen enllastet werden, wahrend anderseits die ärztlich geleitete Anstalt int Zusammenhang mit der Säuglingsfürsorge einen ausgeprägt therapeutischen Charakter erhalten könnte. Auf diese Weise könnten ärztliche und pädagogische Aufgaben in diesem Gebiete gleichmäßig gefördert werden.
Professor Dannemann gab sodann eine kurze Geschichte des hessischen Jrrenwesens und behandelte vor allem den Bau und die Einrichtung der neuen Jrrenanstall bei Gießen. Hierbei kamen auch die Ausnahmeoerhältnisse der Klinik, die bei relativ geringer Bettenzahl sehr viele Ausnahmen zu vollziehen hat und deshalb mit Notwendigkeit in einer Reihe von Fällen die Landesirrenanstalten aus räumlichen Gründen zur weiteren Bewahrung bestimmter Patienten in Anspruch nehmen muß, zur Behandlung. Sodann sprach der Vortragende über die Mitwirkung der Vertrauensmänner bei den psychiatrischen Aufgaben, wies darauf hin, daß die Beschaffung von geeignetem Pflegepersonal eine sehr wesentliche Aufgabe der Vertrauensmänner fei, und erklärte die Mitwirkung wellerer Kreise bei der Sammlung für den Hllssverein für nötig.
Beide Vorträge fanden bei der zahlreichen Versammlung lebhafte Zustimmung, die zum Schluß in her einstim
migen Fassung der folgenden Entschließung zum Ausdruck kam:
Die Versammlung erklärt es für wünschenswert, daß im Zusammenhang nut der Säuglings- und Krüppel ürsorge, die damit eng verknüpfte Idiotenfür - orge speziell durch den Bau der für Grünberg g-- ) kanten Idiot en an statt weiter gefördert werde. Es soll yabei auf dem Boden einer organisierten ©äugtingdfürjorcc oweit als möglich der Entstehung der Jdiotte Vorgehens und die Krankheiten, die zur Kiotie führen, schon xwt Beginn der ärztlichen Behandlung zugeführt werden. Fernu erklärt die Versammlung eine Beteiligung weiterer Kreil' an den Bestrebungen des Hilfsvereins besonders andi durch Beiträge für die Kollekte desselben für dringend erforderlich.
Handel.
♦* Konkurse in Hessen, liebet das Vermögen des Gastwirts Andreas Eberth zu Nieder-Ramstadt wurde am 6. März das Konkursoerkahren eröffnet. Gerichtsvollzieher i. P. R e i b st e i n in Darmstadt, Bleichstr., wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiordernngen sind bis znm 25. März bei dem Amtsgericht Darmstadl IL anzumelden. — lieber den Nachlaß de- Schnhmachers Friedrich Louis August Morgenroth in O k s e n. bad) wurde am 24. Februar das Konkursverfahren eröffnet. Gerichtstaxator Johannes N i e d e r h o f zu Offenbach wurde zun, Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 25. März bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. — liebet das Vermögen des Bauunternehmers Valemin Wieder hold in Langen wurde am 28. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwall Roths child in Langen wurde zum Konkurs Verwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 30. Marbel dem Amtsgericht Langer: anzumelden. — lieber das Vermögen, des Bäckermeisters Karl Wieland zu Neu-Isenburg wurde am 1. März das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanmai Keßler in Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurskorderungen find bis zum 6. April bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden.
— Frankfurt a.M., 8. März. In der heutigen Haupt- Versammlung der Deutschen Vereinsbank waren Mk. 9 068 400 Aktien mit 15114 Stimmen vertreten. Unter Er teilung der Entlastung an Aussichtsrat und Direktion wurde den Anträgen der Verwaltung gemäß beschlossen, für das abgelaukene Geschäftsjahr eine sofort zur Auszahlung gelangende Dividende von 6 Prozent auf das erhöhte Aktienkapital von Mk. 30 000 000 zu verteilen. Tie fatzungsgemäß ausfcheidenden Mitglieder des Aui- sichlsrats, die Herren Direktor Wilhelm, C. Escher, Max Hauck, Alfred v. Kaulla und Geh. Hosrat Gustav Pfaff, wurden wieder- gewählt
Markte.
r.o. Wiesbaden. Diehhof-Marktbericht vom 8. März. Auktrieb: Rinder 69 (Ochsen 18, Kühe 51, Bullen 0), Kälber 2ul, Schase 34, Schweine 382.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig.
Preis Durch- pro 100 Pfd. schnütspreis
100 Pfund
Ochsen. von-^von-biS U*bc'^t$ta4K'
Dollfleischige, ausgemästete, höchsten
Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 47—49 86—89 48 87
Junge, fleischige, nicht auSgemäsiete und
ältere ausgernästete 44—46 83—84 46 83
Ungejochte 48—60 87—91 49 89
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten
Schlachtwertes . . 43 —45 78—83 44 80
Vollflerschige, jüngere 40—42 76—76 41 75
8 arien, Kühe.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst
Schlachtivenes 46—49 82—86 47 84
VoUsielichige ausgemästete Kühe höchst
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 39—42 76—76 40 75
Aeltere ausgemästete Kühe und wenig
gut entwickelte lüngereKühe u. Färjert 85—38 70—73 36 71
Kälber.
Feinste Mastkälber 63-65 100-108 62 104 Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 54—60 90-100 57 9ö Geringere Masl- und gute Saugkälber 46—49 76—82 47 79 Geringere Saugkälber . . .... 50—53 83—89 51 86
Schafe.
Weidemastschafe 42—00 84—00 42 84
Schweine.
Lollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner
Lebendgewicht . 47—48 60—62 47 61
VoUfleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgewicht 47 — 48 60—62 47 61
LoUfleijchige Schweine über 27, Zentner
Lebendgervicht 45—46 58—59 46 58
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend
gewicht ..... *••«• 46—47 59—61 46 60
Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine geringer Ueberstand.
Limburg a. d. Lahn, 8. März. Frachtmarkt Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizeir (naffauijcher) 16,50 'Mk^ weißer Weizen (angebaute Fremdsorte) 16,00 Mk^ Korn 11,60 Ml^ Gerste: Futtergerste 0,00 Mk., Braugerste 00,00 Alk., Hafer Alk. 7,75 Erbsen 0,00 Mk* Kartoffeln 6,00—7,00 All.'
Meteorologische Beobachtungen der Station Siefte«.
o.!2
s
<5
s % e
5
&
Wetter
8.
8.
9.
2“ 9“ 7 »6
748,0
749,3
750,1
+ &,0l 4-3,3
— 1,7
4,9
4,0
81 ! N \ 2 10
85 'WNW 2 9
98 — still 10
Nebel
Höchste Temperatur am 7. bis 8. Marz — 4* 6,4 6 0.
Niedrigste , , 7. , 8. , - — 0,2 60.
Niederschlag: — 0,0 mnu
Kinder mit gelunckem Appetit
werden nie müde und oerdroffen in die Welt bilden, wohl ab« solche, die keine Eßlust haben, demzufolge nicht die rechte Wider- standssähigkeit besitzen. Um den Appetit wieder anzuregen und gleichzeitig blasse Wangen in rosige zu verwatideln, yebe man solchen Kindern Scotts Enwlfion. Schon nach kurzer Zeit wird man mit Belciedigmig wahrnehmen können, wie sie fröhlich werden und wie ihre Lebensfreude wiederkehrt.
Scores ömutfton wird von uns au8id»lie&U$ hn graften verkauft, und zwar nie tose nach (Äcwlcht ober Maft, sondern nur in Der flegelten Origrnatflafchen iv Aarton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Statt & Bowne, <S. « v. H., Frankfurt a. M-
Bestandteile: Feinster Medizinal-Ledertran 1500, prima Slyzerin 60A unterpbospdorigsaurer Ralf C3 unterpho-phorigiaureb Viatron 3,0, pulv. Tragant 3X>, feinster arab. Gummi pulv. 3,0. Wasser i»A Älfohol 11a). Hierzu atomattfdjc Emulsion mit Bunt«, Staubet» und GaulNieriaöl >e 1 Tropfen.


