Freitag, 8. Dezember 19U
Erster Blatt
16t. Jahrgang
vudingen: Zernsprecher Nr. 269 Geschästsstelle vahnhofstratze 16a.
Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
zwei Tischtücher.
Am zweiten Marz 1570. Tor
— K urze Nachrichten
aus Kunst und
enunangen zu haben, für welche Summe er als einen Tegen meines Vaters, sechs Hemden, vier
Levi 2ö Lire Pfand behalt Bettlaken unb auato Tasto."
Wissen- en mc d i-
et Berlin)
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_<üevurt5tag.
Zur Vereinfachung in der hessischen Ztaattve.waltuno.
Man schreibt uns: >*
Zu den in letzter Zeit in verschiedenen Blättern er- chienenen Anregunaen über Vereinfachung der hessischen Staatsverwaltung wird noch auf ein Verfahren hingewicsen, das wegen seiner Umständlichkeit verdient, einer öffent- M-ritit unterzogen zu werden. Es handelt sich um die zurzeit bei den Kreisämtern eiulaufeuden und von diesen zu revidierenden K i r ch c u v o r a n s ch l ä g e. Während das Erotzh. Ministerium im vorigen Jahre die Revision der Gemeindevoranschläge ausschließlich den Krcisümtern über- lassen und sich nur einige Stichproben zur Einsendung Vorbehalten hat, ist mit den Kirchenvoranschlägen noch ein sehr zeitraubendes und umständliches Verfahren verknüpft: Tiefe werden, nachdem sie durch beit betr. Kirchenvorstand ausgestellt sind, dem Dekanat zur Revision vorgelcgi. Ticfed prust den Voranschlag und sendet ihn mit seinen etwaiacn Bemerkungen an das zuständige Krcisamt. Hier wird oct Voranschlag nochmals einer Revision unterzogen und geht sodann mit dessen Bemerkungen an das Großh. Lbcrkonsi- storium bczw. das bischöfl. Ordinariat. Tort wiederholt sich zum dritten Mal die Revision, und es gehen dann die Voranschläge auf demselben Wege wieder an die Kirchen- vorftände zurück.
Könnte mit den Kirchenvoranschiagen nicht das gleiche einfachere $3crfal)rcn wie bei den Gemeindevoranschlägen cingefichrt werden? Tief cd wurde allerseits an- erkannt unb tat bis jetzt zu keinen Beanstalidungen geführt, sollte eine Revision durch die oberste Kirchenbehüroe uiajt entbehrlich fein, so ist aber doch jeden,alls eine dreifache Revision der Kircheuvoranschlage ohne Zweifel zu vcrur- tciieu und eine zum mitwesten der vorgängigen überslus,ig. Was bei den Hemeindevoranschmgcn niogiiu) ist, sollte man hoch auch bei den Ktrchenvoranschlägcn möglia) niachen. Außer den zeitraubenoen Revisionen wurde auch dem Staate ein ansehnlicher Betrag an Portotosten erspart bleiben.
Ur. 289
Tn ««ebener Snjelgei trfdiemi täglich, autzer iagS. - Beilaqcin viermal wöcl'knitich OittzenerZamiliindlStter, poeunal roödieniLKteis» blatilßrbtnKrmßiefcen (luivilagunb^rtima); zweimal tnonail. Land» wrl>chaslUcheäkirlra-en ^cn.'pred) - Anichlinu:: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Sibicffc für Teveschen: «nzetger »iesteu.
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monatlich 75 viertel- iäbrhch Rk. SL". durch Addole- il Zweig'ieUei' monatlich 6o Pi>: durch die Bost Mk.L.— viertel- )älirt auefcbl. Be'ic.lg. Zeileiwreia: lofal 15 V'., uuüwart» 20 Pfennig, Ehefredakteur: tl-®ocn. Verantwortlich hir den politischen Teil: August Goeg- für .t'teiiiUe* ton', .VermilchleS' uni .Venchissaal": K-Rcu- rach; für »oiabt und Land": E.Hes;: für den Anzeigenteil: $>. Beck.
Der itaiienijd)«türtijd)e Krieg.
Tripolis, 7. Tez. (Agcnzia Ltefani.) Gestern wurde -um ersten Male den ganzen Tag über kein Flinte il schuß auf der BescstigungSlintc vor Tripolis abgegeben. General Pecori teilt von Ain Zara"mit, daß Erkundigungen durch Kavallerie und Vernehmungen von Eingeborenen bestätigen, daß der Rückzug des Feindes nach Süden in aller Hast fortgesetzt wird. Ein Bataillon Infanterie über,icl ein großes Beduinenlager unb zündete es an. Nachdem die erste Esladron ein großes Lager bei Birelsturk signalisiert hatte, entsandte Eeneral Pecori ein Bataillon Alpenjäger mit Geb.rgs- artillerie dorthin. Tod Lager wurde erst unter Artitter.e« feuer genommen, bann vom Bataillon genommen und in Braud gesetzt. Ten Kundschaftern zufolge waren die Vet> lüfte des Feindes am 4. Tezember sehr stark.
Tie Türken übet ihren Rückzug.
Konstantinopel, 7. Tez. Tas Kriegsministerium erhielt heute abend T e p e s ch e n d e S Kommandanten von Tripolis über den allgemeinen Angriff der Italiener vom 4. Dezember. Tas Telegramm bejagt, daß die italienischen Streitkräfte zehnfach überlegen waren. Ter Kampf dauerte bis zum Abend, xie Italiener, welche das Zentrum und den rechten Flügel der türlisckj-arabiichen Stellung angrificn, halten meijr als 500 Tote. Einen entscheioenden Aus gang tonmen sie jedoch nicot l-erbeisühren, auch nicht die Rückzugs- '. i n i e d e r t u r k i s ch - a r a b i s ch e n S t r e i t l r a 11 e a b- j ch n e i d e n. sLiese zogen sich in Ordnung zurück.
des 1321, Absatz 3, Satz 2, der Reich >ver u.scrungco. O- nung und schltetzlich der Vorlage betr. die FeMetzun^ von Tagegeldern unb Fuhrlosten für die nicht zu den un- miitclbarrn Rcichsbeamlen gehörigen Personen zu.
Eine neue Erbschaftssteuervorlage sollte nach her Mitteilung eines Berliner Blattes dem neuen Reichstage unterbrei.et werden Wie wir aus Berlin hören, ist an zuständiger Stelle von einer solchen Absicht nichts bekannt. e .
Ter Wirtliche Legationsrat Tr. v. a c o b * , Referent für Sudwestasrila im Reichskolonialamt, übernimmt die Direktion der deutschen L e v a n t e l i n i e.
Tic b a b i f d) c Zweite K a in m e r hat ain Tonncis- tag den Gesetzentwurf betreffend Elnführiing bei Staats^ lottcric in Baden und damit den S t a a t s v c r t r a A mit Preußen, Württemberg und Bauern mit 4b gegen 22 Stimmen (Sozialdemokraten und Konservative', angenommen. Ter Gesetzentwurf betreffend Erhebung eines 2üprozenligcn Zuschlages zur R e i eh s c r bschasts itcucr sand einstimmig Annahme.
rlusland.
Präsident Falliöres gab dem russischen niftcr des Aeußern, Ssasonow, zu Ehren ein Frühstück, zu dem auch Eaillaux, de Selves und der russische Botschafter Iswolski Einladungen erhielten. Tee Minister des Aeußern de Selbes empfing am Tvnnerstag nachmittag den russischen Minister, mit dem er eine lange Unterredung hatte, und gab am Abend ihm zu Ehren ein Tiner, an dem die Mitglieder des diplomatischen Korps teilnahmen. Tem Minister Ssasonow wurde das Großtreu z der Ehrenlegion verliehen.
Im englischen Unterhaus kündigte Premierminister Asquith an, daß die Aussprache über die auswärtige Politik am 14. Dezember wieder ausgenommen werden solle. Wie das Reuter,chc Bureau erfährt, werden die persische Frage und die Zuckerkonvention die hauptsächlichsten (Gegenstände der Aussprache bilden. Am gestrigen Tomierdtag hat Viscount Morley im Oberhaus über die persische Sache Auslunst gegeben, unb zwar hat er wieder Rußlands Vorgehen gebilligt.
Aus Madrid meldet die Vlgencc Havas. Rach Er- flärungen des Ministerpräsibenten Eanalejas wird ber: englische Botschafter den Unterhandlungen b c i m ohncn , die zwischen dem sranzö, ischen Botschafter und dem Minister des Auswärtigen stattfindcn weiden.
Heer und Flotte.
Eme franzöfiiche Heeresreiorm.
Paris, 7. Tez. Rach einer töiättermclbung wird ber sranzo.i cyc Kriegsminister M e s s i m y dem Parlament demnächst eine Reche von Gesetzentwürfen vorlegen, durch die die £rgani|atiou ber Armee eine starke U m g e st a l t u n g erfahren werde, zunächst einen Gesetzentwurf über Eadres, durck) den die Biigadeaotetlungen abgeschafft unb die Anzahl der Generäle verringert werden soll, was eine Herabsetzung der Altersgrenze ermöglichen werde. Tie algerischen Schützenregimentir so.len vermehrt und neun Alpenjäger- und Rabsa.,rer-Bataillone errichtet werden Tic Kavallerie wird durck) die Einverleibung algerischer Eingeborener um zwei Regimenter vermehrt werden. Auch das Relruten- gesetz wird abgeänbert, Kapitulationeii von drei und sechs-. .-Monaten eingesuhrt unb durch die Erhöhung des Soldes die Zahl der Berufsfoldaten vermehrt werden. Tic Unteroffiziere sollen die Armee mit dem 35. Lebensjahre verlassen muiien, außerdem sott der gä.nrichs-Rang eingeführt wer-, den als Mittelglied zwischen Leutnant und Lfiiztcrstellver- treter. Schließlich »ollen die wegen gemeiner Verbrechen
Lin Jrrtum Üoer Rembrandt.
Aus Amsterdam wird ber „Vofs. Ztg geschrieben: Nach ber Nachtwache unb den Sla al m e e ft c r ö gut wohl das Bild von Elisabets Bas, der Witwe des Admirals ^odjem dendrickszoon Swartenhond für die köstlichste Perle der iw Beiitz des Reichs museumS tu Amnerdam nen bennoenb.n Rembrandt, chen Kunst. Aus zahlreichen, weil verbreitet en unb als beliebter Zimmerschmuck bicnenbcn utunübuftioncn tenni man die stattliche, ehrwürdige alte Frau, welche in der Ätabtberbcrge schaltete, nut dem von Runzeln unb galten buraj'uraiten Gc'icht, unc sie die Hande, von denen die rechte das mit loitoaren Lvitzcn garnierte Tascoemuch fenhän, auf dein Lthoo uoereuianbcnegt, m voller Würbe des durch Reichtum gesteigerten Lewstbcwutzucins dafitzt unb den Beschauer förmlich zur Bewunderung ihrer eleganten mit Pelz verbrämten Kleidung aunorbert. c«bt ist es tein geringerer als Tr. Abraham Bredius, der in einem längeren Artilel in bex Zeufchrrft „Cuö Ho11an d" dieies (pemonx Rembrandt a b f v r t ch t, um eS einem seiner ^chluer, tyerouianv Bol, zuzuschreiben!
„AtS Frau Bas," io memt er, „auf der Rembranbtausstellung in Amsterdam zu sehen war, sagte Dr. Eisen mann, der damalige Direktor des rembrandtrelchen Mmenms in Hauet, der neben mir vor dem Bude stand, zu mir: „Lieber Bredius, die Zeit wird einmal kommen, wo kein Mensch mehr g.auben wird, daß Rembrandt dieses Porträt gemalt bat." damals lachte ich meinen Kollegen aus, aber jetzt lache ich nicht mehr, denn.....er hatte recht. Aber er selbst tonnte nicht sagm,
welchem Meister bas Bild zugeschrieben werden müne, ich leibst habe banaa) lange Jahre geiuat. Bereits vor ^hn ^ayren habe ich die Frage, ob Rembrandt diese Frau Bas gemalt habe, ui verneinendem Sinne beantwortet, aber ehe ich mutzte, wer der Schöpfer dieses Meistenuiaes ist, Hape ich mit der Veronent- lichuiig dessen, lvas ich nurnnehr nuttcue, warten zu niunen ge- glaubt. Nach meiner festen Ueberzeugung, tann ich jetzt lagen, baü Ferdinand B o l und niemanb anders der Maler dieses Büdes ist." . v
Die Beweisführung ran Bred:us ist kurz folgende: Bon keinem tragen ,j viele v iiccr eine falsche tHenujr.uibt-X)aiu>=: ieichnuug als von 'Ol. '<<t Porträts m der Ptnawrhei, die so lange für echte Rembrandts galten, sind, naaibcm man sie gereinigt haue, die echten Handzeichnungeii von x>ol zutage
63 Stipendien zu luuu Mari, ai>o iNvgeiamt 124 5000 Mark gezeichnet worden In den letzten Tagen haben, nach der Frks. Ztg., auch die stadkuchcn Kollegien von Nürnberg den Bc- schilltz geiatzt, in den .Haushaltsplan für das Jahr 1912 vier ötciieilipenbien von je lövo Mark cinzusetzen.
— Tic operierte Tuberkulose. Aus Philadelphia wird berichtet: In Gegenwart von Mitgliedern des jetzt m Philadelphia tagenden Äongresies der Chirurgen Amcrt- ms hat Tr. Robert le Eontc eine aufsehenerregende Cperotion ausgcsührt, die einen kühnen Versuch bantcllt, die Lungentuber-, luiose aur operativem Wege zu Hecken. Bei dem Patienten ronr* neu zuerst am Rücken -recke aus sechs Rippen entfern:, wodurch bie crtranlten E-e.oebe hervoriieien unb erreichbar wurden. Iie tränten Partien der Lunge wurden nun operativ enturrnt unb oen gesunden Decken bleiot bte Teilung der Wunde iiberlafien. Es hat den Anschein, als ob der Patient sich auf dem Weg? ccr Besterung befindet. Mit gespanntem 3ntemie reriolgcn Die Amte den veuungsvrozetz, und eine Reihe ma gebender ameri- lani'cher Emrurgen hat nach Puichdelvhia depeschier, und um genaue te.egrapyume Berichte über oen Bert^u. ver Lperalion und über oas Fortschreiten der Teilung eroeten.
ff. Ein Schuldschein Tassos. Der Marchese von Bcklanova bewahrt, wie der „Messaggero" berichtet, in seiner Sammlung ein merkwürdiges Autogramm von ber vand Torquato Tassos auf. Es ist ein Zettel, au» dem der Dichter des befreiten Jerusalems das folgende Bekenntnis ablegt: ,^Zch Endesunterzeichneter bekenne hiermit, von dem Herrn ?lbram
schäft, xjmui iä-- ui er ua 11 o u >
zinischen ttongr.i'es i n L . n i a n 1112, ,i ,r aa c-Duro.nen ’ . •./■rat W -.
gewählt. — T ; Staotbil. ar Srofe-ior Dr. i . . tius in Lübeck begeht am 10. d. M. seinen 10.
Begeisteruog m Italien.
Rom, 7. Tez. (Agenzia Stesani.) In ganz I t a - lien finden täglich Kundgebungen unter großer Bcgeisterung für die Eroberung von Tripolis statt. Im Skalattheater zu Mailand hielt heute ber frühere Abgeordnete Bechini einen patriotischen Vortrag, dem der Eraf von Turin, mehrere Abgeorditetc, alle Behörden und eine zahlreiche Zuhörerschaft beiwohnten. Für das Rote Kreuz kamen 15000 Lire ein In Rom hielt der M- geordnete ^robcletto einen mit großem Beifall nuigenommenen Vortrag über die geschichtliche Wiedergeburt Ital.ens.
Die neue Zeit in China.
Peking, 7. Tez. heute wurde ein Edikt erlassen, durch welches das AbschneidenderZöpfege stattet wird. -- Tic Frage der Annahme des Kalenders ber Ausländer wuroe dem Kabinett unlerbtcilet, das darüber beraten wird, wie die Reform durchzuführen ist.
Depeschen auö Wutjchang besagen, daß starke revolulionäreVerstärkungeii aus Schanghai und Manion und Rauling dort cingcironcn sind. Liyuenhen und die vereinigien Revolutionäre haben erklärt, daß sic sich den Wünschen der MehrhM fügen wurden, wenn oie(e nuj für eine konstitutionelle Regierung entscheide.
E h a r b i n, 7. Tez. Bei einem neuen Zmsanlm e nnoß in der Rähe l an Ltao, aug laj.ugcn bie blegierungS- truppen, 300 Mann stark mit einem EKichiw, bie Truppen ter Vi evolutionäre, b.e sich nach L n e j e r p u zurück; jgen. ^ur Untersiützung bei darin an triffen aus M ukden 400 Zn- laickeristcn mit sechs Eefchüven in Liao.rng ein. Es ocrlautct, in Üucjerpu seien 100 'Jicooliitioiidie l?njfiurt.rt.
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Unio.-Vuch- und Steinöruderet N. Sange. Redaktion, Lrpedition und vruckerel: 5chu!ftrahe 7.
Die Dardanclle.israge.
K o n st a n t i n o p e l, r>. Der ;ut inisterrat b e > schloß, heute Rußland zu antworten, daß infolge verschiedener Umstände, besonders aus drunb des Vertrages vom Im,re 1871, oie Turtet keiner R a w t f r e i e F a h r t ihrer Kriegsschiffe durch die M e c r e « q c n gestatt e tt könne.
Dcutjckes Ucid?.
Tic Auslösng bi. .. . i> -tags wird bereits durch allerhöchste Boticha,! am Frei.ag avend erwlgcn. Es hat bisher den dcpflogenyeii.cn ocr Sicßiecung etiifprocheii, bei einer formellen Auflösung des ReickchU.gs die Auf- löfungsordcr erst einige Zett ituri) dem Schlüsse der Session zu veriundcn. Die „Rorddeutiche Allgemeine Zeitung" ichreibt: „In der Presse werden vielfach Erörterungen daran gci'nüptt, daß der Reichstag am a. Dezember geschloffen und nicht aufgelöst rooroen ist, obschon Die Auflösung int Hinblick auf Die bcöor|tcijenben Wahlen gesetzttch geboten sei. Ter Erund für das im Einverne.-men mit dem Präsi- öenten des Reichstags gewählte Vorgehen liegt darin, daß bei der großen Zahl wichtiger Eefctzc, Die am letzten Sitzung.ttage des Reichstags noch angenommen wurden, dem Präsidenten Zett getanen werden mußte, die Beglaubigungen der Beschlüsse vorzniiei,mcn und die sonstigen Geschäfte des Reichstags ordnungsgemäß abzuwickeln. Der Erlaß einer Kaiserlichen Verordnung über die Auflösung bcs Reichstags und den Zcilpuntt der Neuwahlen steht unmittelbar bevor.
Ter Bundesrat stimmte dem Ausbau der deuZchen Wasserstraßen und der Erhebung der Schifia.-rtsavgaben, den Vorlagen betr. das Abivmmen über den Verl ehr mit Branntwein zwischen dem Eebiec der dem,chen Branni- weinsteuergemcinschaft unb dem Eroßher^ogiuni Luremburg, beir. die Ausführungsvorschrt,ten zum Viel'cui.^ilges^, oem Unavurf der Bekanntmachung bett, da-.' Versayrin vor dem AusfichtsaMtC sue uu ^noaioer'.chetung i... paiie gefördert worben, b.ic^cibe war oei einem Portrat int Besitz des Herzogs von Newcastle der craii, cj. n j o.i vaviaui -v o l» t o t b unb bei Eorb Arburtsn. iie im Bentz des iceagcnaniucn btlintlia^n x-ortraid eines Mannes unb einer <yrau, bte eben- lalle» bie Bezeichnung „x^murauui fecu 16*1“ tragen, wo aocr unter b.m uneuncn «cvurt u.cmtranbi neu; das lange 1 oan voiö yaniieianuing nchlbar ist, litteru, roentgneiid ioas oas Frauen- Vüönid beiriift, mr nume vebauo.ung einen grraorzu zwuiHcnSen Betveis Tie linke öano ist nut ganz genau betiCiben ^.camu gemalt wie Cie von Frau ^as; vor ackern fallt oie gleiche Be- ranbiung der x?anb-, des Kragens, ocr inan-chetten, oer Knop'c unb des PclSwerts auf. Ulan betrachte nur t;e (lcinlin>c Behandlung des Kragens, die ieil,amen ^.inaje in u^r Mitte, wo er offen ist, wie iie bei piernbraiiot niema.s torummen. Fn der reiten i?aiW der Frau B»as i-t eine große oiei.e mit einem einzigen Ton gernatt, aoec wo Hal btcmorü.ib: etwas ckehmtches getan ■* Uno ist cs nicht mernuuibig, bau ein io bedeutendes 'cüb von Re:m,rondt denen Atelier ohne 5)anb;cicunung verlassen b-iben soll'? Vergeblich wird man bei den casten 9km- vranbts aus jener Zen, lu-il—1642, naw einem luditn, dos »eine L?anbZeichnung nioji trägt. Einen ,o grun.iü/.n, g.at.en, ebenen Vintergruiu-, wie bei Frau Bas, Hot yiemoranot iu,eryaupt nie gemalt.
•Tr. Bredius ist sich des Emwurss wohl bewußt, daß in holländi'Len Ealerten vergeblich an E-emäldc ge ucht wirb, welche^ nut dem Bilde ton Frau Bas zu Dergleichen ivare, aber ein einziges Portrat von ureroinano <ui, we.c^es in valton Manor, Der Bciitzung ton SLireb Roth chnd hängt unb ungemein schwer zugänglich ist, würde nach i.iner Ueberzeugung bei jedem ürnner jeden Zweijet sofort niederschlagen.
_ Pom Deutschen Museum in München. Der däni'che Ingenieur Tr. Valdemar Poulsen, der dem Teut- schen Museum bereits die ersten Lrig.ua.avparate semes berühmten Telegraphons überwies, das zur Auizeichnung und zur Wiedergabe der in em Telephon gewrocheiien Worte dient, hat ,iun auch seine Lrigmolapparate tue vraht.o e Ueoemagung ungedämpfter Schwingungen dem Pmleum gestiftet. — Für b.e com Deutschen Museum gcgranbeie Re i se st i s l un g, bie den Smed hat, ^dauern höherer ran Italien uno Seminare aus
aücn Decken des Reiches eine Reiie nach München uno das emgehende Studium des Dem,chen Museums zu ermöglichen, imo


