Ausgabe 
11.9.1911 Zweites Blatt
 
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Nr. 215

Erscheint-llch mti Ausnahme bet Sonntag».

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An die geschlossene Sitzung schloß sich ein

Die heutige

luurbc vormittags

11 Uhr in Anwesenheit von 250 Delegierten

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hier, geflcr -

S? u n b hinter b e nt Ofen hervorlocken wirb

Ein nütz-

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im Ruhrgebiet".

unnngsabend.

Tieflehmr LamlllenblStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» Kreisblatt |Br den Kreis Älfften" zweimal wöchentlich. Dielandwirtlchastliche« Leit­fragen- erscheinen monatlich zweimal.

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-s- Düsseldorf, 10. Sepl.

Hauptversammlung

vier

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s. Hoflieferant lg.u.Repirity- /beltenweeSl ispr. 889.

Montag, U. September {9U

Rotationsdruck und Verlag der Brübl^chen Universuärr Buch- und CteinbrurfereL 9L Lange, (Biegen.

nach zwei Fronten recht» und huf» zu aber, daß er sich mit Rech»» verbrüdert.

Mbchlr- ibt

Gocilie KalenDer aui Dos 3af i 1 y 1 _ bäum begründet worden i>i, uno

Gustav Mahler, der soeben Heimgegangene, . in den neunziger Jahren das Wagnis, dieFledermaus bürg mit ersten Kräften wie Rlafskv, Josephine von Ariner, Birrrnkoven in das Repertoire bei ernsten Ever einzureihen Ter Versuch sand so glänzende Reeblsertigung, bar, man in Den Hoiopern zu Wien, Karlsruhe, München, Stuttgart Das Beispiel sehr bald nachahmte. Lchließlickj folgte audi btc ctro.iv i'tärfer

Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul» strave 7. Expedition und Verlag: MSlbl« Redaktion: IIL. Tel.-Adr. Anzeigers rehera.

>i o l o n i c ii glauben wir langsame, aber stetige Fortschritte beob­achten zu können. Ter Redner betonte die Notwendigkeit eines ichlagseitigen krästigen Heeres, das allein unser staatliches Dasein gewährleisten könne Wir sind sicher, int Sinne von Hunden tausenden, j^ von Millionen von Deutschen zu reden, wenn wir den

Ertoerb von Westmarokko

als das Ziel einer der Notwendigkeiten unseres Vaterlandes ent- sprechenden Politik sordern und zum Ausdruck bringen, daß die sogenannte Kvmpensationspolitik der Regierung, selbst ivenn sie crsolgreich durchgeführt wird, mit Verlaub zu sagen, feinere

Goethe; Gssenbacher Zreundin.

.jn der 3eu, da brr junge Goethe um von Lili, .-.reer schönen Braut, loszulösen suchte unter Erregungen, Deren wilde Unruhe er selbst ia in eben jenen Tagen, die denFaust" entstehen sahen, mit Der rasenden Angst einer Ratte, Die Gift gefressen hat, ver­glich, fand er in Essenbach ein reizendes Mädchen, an dessen -seite er sich von Den Roten ,eines, oenobrengszustandes erholte.

, liches Ergebnis der Entwickelung seit Agadir kann iebenfalls L ichon heilte scstgestellt werden: die allgemeine Erkenntnis, daß I Frankreich sich nicht versöhnen lassen will und daß der schlimmste s Feind des Deutschen Reickjes über dem Manal zu suchen sei.

Daraus sprach Klara 3 e t f i n rtuUfiarT über

d i e grauen und die R e i chs t a g s w a h I e n

Sie führte aus: Sine Frauenkonferenz bat c» nicht nötig, sich Legen die Verbrechen der befibenben Klassen zu empor n. da dje itrauen völlig rechtlos in der Politik sind Der vaniopunb bat »war verkündet, als Vertretung von .vanbel und ofemerbe habe er einen Lamps

assenschranl * Lchieb-Lu» fogclbcifc mn- 4 i'übner. J» aren, .Wlckce >jfc, 'pichvaz 1 'tb rcibtn ofa mit Umk >s andere.

idit-iüoUiitbtr .leben.

-- schwarzblaneii Block» ui leiden, darum

müiieu wir Flauen auch alle Kräste anstrengen, um den Block der heiligen und Ritter zu überwinden Aber diese, Lamps dal' unsere Lrast nicht erschöpfen: Denn unser Lamps muh and) den Liberalen gelten 3ehr richtig Man denke daran, Dir jenerliberale" Kanzler derselbe war, der den frnnqertarii durch zubrmgen gewußt hat. Dieser

zunickhaltende Berliner töoiopcr. Und auch hier war das Eraebins das gleiche Ansangs erbebte noch die Seele des Epernhautes ein wenig bei manchen gewagten Scherzen, aber >ehr bald triumohicrie die Tonsinsonie, man anunierte sich köstlich, jrciuc sich über die ältesten Erigincüwitze, <y<5 hätte man sic noch nie gehört, und applaudierte schließlich bei jeder Eperettenicrmatc, bei jedem Tanz idmtt, den die Sänger auf dem gemähten Boden riskierten Bei den befemnteften Melodien zuckte es durchs ganze Haus, niemand konnte sich bei rhnthmischeu Woran Dieter Tänze entzieb.n

So führte trotz aller einstigen Proteste der Kritik, trotz aller früheren Kämpfe der ernsten »hinter oer Triumph Die £ix*reire in die großen Epernhäufer, aitr Die Ho'bühn.n Uno d,e Fledermaus" hat diese Anerkennung auch vollauf verdient, frei­lich steht sic himmelhoch über altem, was nach ihr an £p; reiten» Produktionen aufkam. Die Straußsche Everette und ihr mu itali­scher i£rtraft. Der Stvaußsche Walzer, und änzig Tie größten Männer erkennen dies willig an.

Strauß ist der mmikalischste Schädel der Welt" äußerte sich Wagner.6m einziger Straußfchcr Walze, überragt, was Anmut, Fnuheit und wirklichen mu'ikali'chcn Gehalt betrifft, die meisten Der ost mühselig enigeholten aiislänbi'chen Produkte wie Der Stephanstuim Die bedenklich hohen SäulenSanier Boulevards " Ju seinem fünfjigjäfangen Stünftlcrjubiläum schickte Brahms Dem Kollegen setne Phowgraphu mit Den Anfangstakten desblauen Donainvaljere' und der llnterjcbrut:Lader nicht von " o Hann es Brahms, sondern von Johannes Strauß."

Die Jugend ist es, btt uns aus den Straußichen Klängen grüßt Am Winterabend, beim Derdjeuer," iagt Victonen Saidou, reichen einige Akkorde des Walzers von Strauß bin, um mich meine zwanzig Jahre nneDerftntxn zu laffen, und ick kann tbm Dafür nicht genug dankbar sein." Freilich sollte auch Strauß Die Höhe feinerFledermaus" nicht zum zweiten Male enächni. Eine ganze Nähe Der tolgenben Bübncnarbäten verschwand nach kurzem, flüchtigem ÄnliilenDaiän. Nur einylne Melodien retteten sich in die Straußicheii Tanzalbums.

~ Jena, 10. Sept Die Eröffnungssitzung.

43- jyrantiurt n$ !ekartoffkln erDertäuf.n. »w, j frei ins vau; steinftLSittH

ist cs auch gewesen. Der die Vottcntoltenioahl mn Dem bürg erhebe it Liberalismus gegen Die Sozialdemokratie gemacht Int T.iilsch land bat schon lange auigehört, ein Agrarstaat zu sein. Ti laudwirtschastliche Bevölkerung ist von 4.» Prozent aui 2b Proz nt aesunken Temciuiprcchritb bat die Jabl der industriellen B. völlerung zuaenommen, sie l> trägt teilt är. Prozent br» getarnt.u Kolkes. Daher ist die heutig. Politik der Agrarsreunolichlei', die Die deutsche Regierung treibt, geradezu ein Verbrech, n an beii breiten schichten be» Volles, Da sie nicht einmal Den kleinen Bauern, sondern lediglich heu t^roszarundbLfitzem ugutc komm. 3n Den letzten I Jahren flieg die 3ahl der erwerbsiatigen Der heirateten trauen um 1 sOOOOO. Sv wen voll aber auch Die parlamentarischen Kämpfe sind, durch sie allein wird manich: alles erreichen. Es werden sich außerhalb des Pari unento poli lifche Kämpfe ereignen, gern.rlidiaiihdu- Mampfe werden geschlagen werden, und nn^n es auf > rt-alb La.!nimmt» ui Mampfen uni? nit schlachten kommt, hinnen diese für uns nur ti.gietch fein, wenn auch die proletarisch, n .

tarisehen rauen k impfen für Den Umsturz, für den Aufbau bei sozialistischen Gesellschaft. Die Namen Der Königinnen, oie ui Der Mönig»bcrgcr Rede gejeiert wurden, werden dann längst vci gehen Win, aber

unsere N amen werden u n st e r b l i cb sein und wir werden weiter leben bi» in die spätesten Zeiten. An haltender rauschender Beifall.)

Von einer Aussprache über den Vortrag wurde Abstand gc nommen

Es folgte dann ein Vortrag von Iran Dr. Wehl Berlin überTieFrauenunddieGemeindepoliti k" Taram wurden Die Die Säuglingsjürsorge beireffenben Anträge von 01 roh Berlin angenommen Daraus wurde Di.1 Konferenz in Der üb Heben Weite geschlossen.

Sozialdemokratischer Parteitag

~ Jena, 9 Sept.

Tie sozialistische Jrauenkonferenz.

Nach Lrössnung der heutigen Sitzung durch Die stellvertretende Vorsitzende Bader Berlin wurde in Die Aussprache über Den gestrigen Benckn Der Iran BaDei Leseabende und Beschwerd.- kommifsion) cingctieten. Es wurd n Dann tulgenoc Anträge an genommen:

1 I5in Eintrag Klara Zetkin (Stuttgart :In Würdigung Der vorziiglichen Resultate, Die Der erste sozialdemokratische Jrauen tag gezeitigt hat, beschließt Die Jrauenkonserenz zu Jena, im Jahre 1912 diese Veranstaltung zu wiederholen Die Jestsepung des Termins und Die Bedingungen für die Durchslihrun^ erfolge.i durch den Parteivorstand "

Ter Antrag der Frau Nauman n Altona), worüber gestern die Abstimmung vertag, worden war:AuS Anlaß Dr außergewöhn lid> hre-ben Lebensnvittelpreise sind vor ^rmmung des Reichstag, s überall ösfentliche Frauenversammlungen cinzuberusen, um den Frauen Gelegenheit zu geben, einen Massen Protest gegen Den Lcbeusmittelwuchcr durch Steuern und Jölie wie Durch die Preis treibereien Der Großtapitaliften und Agrarier zu erheben und die Auihebung Der LebensmittAzölle und Die Eennnng her Grenzen zu wrdern."

igermig n IS. DU. * :. versteige j

<2ebbajtc Buftimmung.) Ist denn niemand im Volke, der die gesamte Volkskrask zu nützen weiß, ist denn keiner da. der Dem Xa, ter sagt, waS jetzt im deutschen Volke vorgebt> Leb barte Zustimmung.)

6i wurde einstimmig folgende

En t f chl ieß un g

Zweiter Blatt |6|. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

Int Anschluß an die zweitägigen Verhandlung,u der fojiali- stachen Fraiienkonserenz trat am heutigen Sonntag Der dies jährige sozialdeinokratisch Parteitag zu feinen Beratungen zu lammen. Tie Tribüne des Saales weift eine mit einer toten Fal-nendekoration umkleidete Büste bei Freiheit aus C;;.. lalligere Ausschmückung hat Der große Platz vor D in Volk.'bau,, gesunden, ans Dem sich seit einigen Wochen auch

von Rechtsanwalt Claß (Mainz) mit einer längeren politischen Rede eröffnet in Der er unter Dem Beifall Der Versammlung Die innere und äußere Politik Deutschlands einer eingehenden Vc- iprechung unterzog. Sr stellte seit, daß die Hoffnung, als würde hie Regierung die wichtigen Fragen der Reichs- und preußisckren Politik einer völkisch nützlichen Lösung entgegensichren, zu Grabe getragen werden mußte. Dem Reichslande fei eine Verfassung verliehen worden. Die allen denen schwerste Sorgen bereite, bic , nie enbiüiltige innerliche Wiedergewinnung seiner dein Deuuchtum (nifrnnhrtcn, aber rassenmäßig mdeutschen 'Bevölkerung wünschen. Dem Poelntnin gegenüber sireckte Der prenßisckfe Staat seine Waffen, indem er von der Befugnis der Enteignung keinen Gebrauch machte, erfreulich ist es, daß Preußen sich zur Ausweisung von Tschechen entschlossen hat, der hoffentlich bald ein Vorgehen gegen russische uiid galizische Juden folgen werde. Auf dem istebiele unserer

angenommen:

..Die Hauptversammlung erachtet eS im Hinblick auf da», ma5 über bic Absichten der Reichsregierung bei den Verhandlungen mit »rrankrcich durch die halbamtliche Presse bekannt geworden ist, Nir ihre vaterländische Pflicht, unumwunden aitsziispreckwu, daß die politische Preisgabe Marokkos an Frankreich und Die sog Lchadloshaltung des Deutschen Reiches am frainöincben Mongn meber ben Wünschen des deutschen Volkes noch den Notwendigkeiten veS Deutschen Reiches entspricht, und ist überzeugt, daß sie hiermit Der Meinung von Millionen deutscher Bürger Ausdruck verleibt sie stellt auch fest, daß unsere öffentliche Meinung klar erkannt hat, datz es sich setzt nicht mehr um Marokko allein hau beit, sondern in der Hauptsache Darum, ob unser Volk innen gerechten Anspruch auf den Platz an Der Sonne auch gegenüber Dem Widerstand mißgünstiger Gegner Durchsetzen will, daß also an» Der Angelegenheit, die zunächst eine Frage politischer Zweckmästigkeit gewesen sein mag, eine Ehren- und Machtirage geworden ist. In gcmoucfter Kenntnis der Stimmung der über wältigendcn Mehrheit unseres Volkes stellt Der VerbandstNg fest, Dan eine Politik der Regierung, bic diesen Gesichtspiinkt wahren wird, unser Volk mit Begeisterung zu jedem Epfer bereu nudel, während er nicht abzusehen vermag, welche Folgen jur unser öiicntliches Leben ein Ergebnis haben würde, das vom In und Ausland als deutsche Niederlage ausgesaßt würde Okratw im Öinblirt aus Diese Folge bittet Der Verbandstag Den Reichskanzler, lieber den Abbruch der Verhanblungen anzuordneu, als einen Abschluß zu vollziehen, der bat deutickwn Wünschen und Notivendigleiten nicht voll entspricht."

Im weiteren Verlaus der Tagung hielt Reglcriingsrat E ch ö h l Mörlio) einen Vortrag über Das Thema:Tie Polen frage nt Ob e r s ch l c 11 en" Daraus berichtete Dr Reismann Grone > Eifen) überT i e V l a m c n f r a g e".

Tat letzten Vortrag hielt Amtmann Be r ke r m a n n lEickel überDie Unterbringung deutscher Kinder aus auslän­dischen A n st a l t e n". Der Verbandstag stimmte folgcnbcr Erklärung zu:

Der alldeutsche Verband bittet bic Regierungen der deutschen BunDesstaatcn, Die Umgehung der Schulpflicht Durch Unterbringung deutscher Schulkinder auf ausländischen Schulen nicht zuzulasfen und etwaige Ausnahmen nur in dringenden Fällen Durch Die obersten Verwaltungsstellen Der einzelnen BunDesstaatcn gcuch migat zu lassen."

Ter Verbandstag bestimmte hieraus als Ort der nächsten Tagung Erfurt, während die überredd)itc in Leipzig statt- finbere soll.

Alldeutscher Derbanöstag.

4~ Düsseldorf, 9. Seht.

Unter überaus zahlreicher Beteiligung seiner Mitglieder trat hier der Alldeutsche Verband zu seinem 17. VcrbandStag zu­sammen. Tie Verhandlungen begannen beute vormittag mit einer geschlossenen Vorstandssitzung, die bi« in den spaten Nachmittag anbauertc unb im wesentlichen ber Vorbereitung für die morgige Hauptversammlung galt. *Nn erster Stelle beschäftigte man sich mit der

Marokkofrage, worüber der Vorsitzende, Rechtsanwalt Elaß (Mainz), den Vor­trag übernommen hatte. Seine Ausführungen ianDcu lebhaften Beifall. ES wurde eine Entschließung vorbereitet, Die der morgigen Hauptversammlung zur Annahme vorgeschlagen werden soll

Hieraus sprach Generalleutnant z. T v. Siebert über bic Flottenfrage, wobei er besonders die Notwcredigkcii des AuSfamies und der Cchlagserrigkeit unserer Flotte hervorhob Aucki seine Darlegungen sanden lebhafte Zustimmung

Sodann hielt Pfarrer G r i e f eb a ch (Witzenhauien) einen Vortrag überTa S Deutschtum in den Bereinigten Staate n". Er betonte, daß das Deutschtum in den Vereinigten Staaten schwerere Kämpfe um seine Erhaltung zu führen habe, als das Deutschtum irgend eines anderen Landes. Es lasse sich 1 n der letzten Zeit einlangsamerRückgangdesTeutsch- 'Imerikanertums nicht verkennen. Dos einheitliche Band, ,>aS heute die Deutscki-Amerikaner zusammenhalte, sei bic beulidu Sprache. Tic Frage ber Erhaltung und Pflege der Deutidten Sprache sei heute für das ganze Land mehr als eine Bildung- und Kultur als^eine nationale Frage. Ob das Teutsdstum in Den Bereinigten Stcmhm sich erhalten könne, das hänge von der mehr oder weniger stärkere Deutschere EinwatiDerureg unD einer rlaitmäHigcn Leitung Derselben ab Sie hänge weiter Davon ab, wieweit eine engere VerbinDung Des kulturellen, wirtsdiaftlidicn unb nationalen Lebens mit ber Heimat hcnuftellen ist und endlich nicht zuletzt von ber Stellung, bic Teutschlaiid bicicm ihm cnl wachsenen, durchaus i'elbftänbig gewordenen Sohne in bet Frembe gegenüber einnehme.

SynbikuS Tr. Martens (DortmunD) sprach über bicPolen

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rccifcrqenitrt wird, Lai sich, .vi- wir au» beit uns vorli.gcnaen Aushängebogkii ichoi, jetzl nutialcn können. Dir i.übichc .' .i^aDc gateih, Gocibes Verhältnis zu den Frauen, Di. icin-m Leoen eine Rolle gclpicii haben, in ieinni eigene n Wonen sich ipi -geln zu lauen. Eine Ausnahme von dieser Regel, allein oc» iidreere ergrrec Acußcrungen anzumhieii, utadrec De. »lalenber nui bei der Beziehung Goethes zu U b c r I o 11 e 'Jlagel in Eircnbach: denn mcies ist der Name, der so lange rätielhasi gewesenen £fj*n buch er Freundin Goethes Das wichtigne unter Den cm Jug niffen. Die irir außer den schon genannten hier noch nur n, ui rin Bericht, Den Max Rieger in sctneiu Buche nvci - oeth s .eigene tteunDKlinger in Der Sturr:: uiic- TtangperioD: nach cm r Erzählung inner Mutter wicdrrgib: tliiigcrs miiuoillig OT*tme^Cr ^0ne6 ^aItc den.'icmen unb Die Wo! lilliiq ocs >ü;o;i u Mädchens in Eriahrung gebracht uno ging eines Tag.s un cr dem Lcvutzc zweier Frcui's. insgehnm nam Ericnbach, um c, tone feitnen zu lernen:iie lanb das MäDckcn in nnci ärmlichere fcllcrarngcn tiohiuug, du mit o

lildhen Freunde geschmückt war Ti Erzählerin meinte, cs habe entweder Nagel geheißen -ber n eines 'Nagelidmu-c^ Tochter gewriere".

roahrenb er nach links gegen die Sozialdeinoliaiic mit riicfiichii! loser Schärte vorgebt Wir Frauen haben unter Dem Lebens

Toß der Name Nagel stimmt, bewei t schließlich rinHru. Johami Christian Ehrmanns an den allen Goethe vom 12 T ianibcr 1812, der allerdings, wenn sein Jnholi richtig ist beinahe beleidigender Teutlichtcr z<igr, cni; Gont nicht r emzigcsturmer unb Dränger" war, dem da,-rtunoli-l- -u(vt cfaai, am bas Goethe einst in jugcnbiim uberrrromtue.m gcmblDes rein'tu Segen " herabgeileM hatte, ,

liebe Seele" öffnete: ber Brief lautet n.imlul)Jürnci: c\ ja mit mit mir, wenn ich Sie im jetzigen ul neu:- - «n ichöncs MoDchen von Eiünbacz namens fcagel crum an welchem Sie, Klinger, '."'lugirih, 3tollbcrg. Jccobi. -^ Hemet und Jd> im '<i ,:?;r

vieux a tout age, sagte Ehaulieu."

Der Sieg derFledermaus".

Wie dieFledermaus ihre;: Weg mackste, berichtet Dr. Wil Helm Kleefeld in einem interrifaitten Aufsatz: Der Tnumphzug der Operette im 1. Heft des neuen Jahrgangs von Velhagen u. Klafings Monatsheften:

Johann Straus; hatte mit seinen ersten Operetten bei der Wiener ÄTitif wenig Beifall gefunden Er ward als Nachtreter Offenbachs vcrfchiicil nuD hätte cinpacken können. Aber er tat cs nicht. Er raffte feilte ganze Kraft sulammen unb schrieb bic Fledermaus". Und sonderbar auch sic begegnete m Wien zunächst nur Zweifeln und Mißtrauen. Dos verwegene, nben- teucrlidie Budi, meinte man, sei für Deutschland ungeeignet Es | wies nämlich auf frarezöfifcheu ttriprung, auf bic vielgewanbten Pariser Autoren Mcilhac nnb Halcvl) Inn, deren Vaudeville Rcvcillon" fehr enge verwanbtsckiastlichc Beziehung zu Der einige yxafarc früher gegebenen EffenbadüabcPariser Leden" hatte. Man glaubt sich manchmal Direkt von Der einen Szene in die andere versetzt: so sehr Decken sich einzelne Bühnenbilder und Vorgänge. Selbst Die allgemeine Anlage zeigt Den glcidxm Zug. Freilich, eine wesentliche Umgestaltung war bei Der Straußicben Operette bemerkbar, Die das Oel der Befänftigung über Die ent­rüsteten deutschere Hörer goß. Are Stelle des tollere, frivol durch- zeführten Pariser Galopps war bei Strauß der Hotte, mitreißende, aber in seinem geschmeidigen Grundrhistlrenus bock, immer milberc Wiener Walzer getreten, dessen Melodie ganz fachte ins Hevz ichlich uiid allen bösen Spuk und Schrecken vertrieb.

Freilid) in Wien hatte man die zarte Schönheit der Musik zuerst nicht erkannt. Tas derbe Textbuch hatte alles verdorben, und die entrüsteten Moralisten völlig taub gemacht gegen boi schmeichlerischen Zauber bei Melodien. Als baren in Berlin ein neuer Versuch gemacht fvurde, wandelte sich Die Ablehnung mit einem Schlage in einen Ersolg. Und erst nach Dem Vorangehen Berlins raffte man sich in Der Vaterstadt Johann Strautz zu ancr neuen Prüfung auf und diesmal mit besserem, glücklicherem Ausgang. Man nahm die Sache jetzt, wie sie ju nehmen war Als übcrqucllcnbcn eebroant. Der keine realen Unterlagen suchte, sondern in freier, vielleicht allzufreier Phantasie einmal Die Eham pagncrlaune ausgelassenster Satire über Die Gesellschaft goß, die lich zuerst rin wenig getroffen fühlte, dann aber, tjingerinen von Der Macht Dieser glutvollere musiichere Kurest, über alle Bedenken leck hinwegsah unD mit jubelnöcr Freude^n Die Lustigkeit mit ein« stimmte. Die von Der Bühne ausstrahlte. Sie fühlten: Die MeloDien vergoldete re Die Schallen Der Abcnkeurer, Die pnckelnDcn Rhylfamen breiteten ihren versöhnenden Schimmer über all das Zweifelhafte, Schwankende, das Der strenge Moralist noch Dahinter suchen konnte Von Berlin und Wien begann dieFledermaus" ihren Siegeszug durch die ganze Welt. Sie stieg und wuchs immer in der Guns: Der Hörer, sie. eroberte sich schließlich den Boden der ernsten Epcrntfaeater.

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des Denkmals von Projcsior ,nft Abbe erhebt ,:.imi Mu», iijens Die Jenenser Das Vollshaus zu Danlcu haben Eine g. wollige Ehrcupforlc, gebilD: au. zwei rotbeNciDiien Lb.lisk.il schmuch Den Vorplatz und eine riesige, dunkelrote Zahlte begrüßt mit ber AufseheniWillkommen" die Partcigenoiscu Abends iviid Dieser sozialistische Triumphbogen clektrisd» erleuchtet Der

-

'An lieben langen Tischen sitz n Die Vertreter Der iozlalDemoklatifcheu Lrganuationen Der 397 Wahlkreise hes Tcutschcu Reiches. In unmittelbarer Nähe Der ReDnertribüne haben Dir Mitglieder des Parteivorstandes, an der Spitze A u g v ii Bcbci, ihren Platz, cbcnio die Mitglieder Der Kontrollkommission u»D Der lozialdcmo lratischen Rcichstagssraktion, Die säst ^vollzählig vertreten in. '.eben Den Gcnosseit sind auch . iLircid. < Gettos sinnen tum Paneiiag delegiert. ä.er HinlergruiiD Des Saales und Die Tribünen jiub dem Publikum cingcräumt, wählend der Platz unterhalb Der icDiicrtrtbunc Der Preist icierviert ist wohlgemcrlt, Dcl loiiali

.intcrnafam I Lang

in Hain |'ine c Goethes an f ine .»erjenssreun. i > ('mild'. n, m Sdw i . Der Grasen Stolberg, der er, am 17. September, 177-), avver- traut', Dai; er ein paar Scuuo.u mit eni.-msein irnen Gcichöpie" vernebelt habe: aus dem Reiieiagcbuche Des Tidrecrs, ui oem es unter Dem 30. Oktober 177.- heißt:Und Du' Wie, wie soll idi Dick» nennen. Dich, die im wie eine Frühlingsblume am Herzen trage^ Lwlde Blume sollst Tu hciß.n' Wie nd.m uh Abschl.v ton iir' . .^. Bin ich Denn nur in Der Wett, mich nt ewigr ukia.ulDigci Sd ulD zu miiiDen " HauplDcnliual Dieiri L'eve ju der jungen Encnbadrnn aber war Dao Bri-sgcoiditan Lottdien", das uns nichi bloß den Vornamen, ioiiDcrn auch mandj* hübsche Eharatterzüge desguten, guten Kinoes

Ter Demnächst bet Theovor Wercher in Leiv