Die heutige Nummer umfofot 14 Seiten.
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iinb, wie ich es bin.
ergebens! müzuteilen, daß unsere
(teilen.
am 29. Januar l. Js. cinftimmig Gisevius zu Gießen als natioual- für Die hiesige Nachwahl auszu-
Mit vorzüglicher .Hochachtung! Metz, Justizrat.
*
Gießen, 8. März.
172-/, 179
178 »LW 61.45
mg für: owie vächllche, ji -Enfwiddurg V tgeblWffl J ider.
T e r^W a h l k r c i s v o r st a n d d e r n a t i o n a l l. P a r t e i. Stauf mann. Krausmulle r.
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Die Antwort des Herrn Profefior Luley.
Auf den mir heute zugegangenen Bries des Herrn Justizrat Grünewald kann ich leider nicht wehr er- schöpfend antworten, da die Redaktion des „Greß. Anz. nicht mehr in der Lage ist, meine Antwort aufzunehmen. Ich stelle deshalb den Angriffen und Verdächtigungen letzt nur folgendes entgegen:
Wer war 1UO 2 bei den Stadtverordneten- wählen der Kandidat der Herren D r. Werner und Thomas Reuther gegen die vereinigten Liberalen, die Bürgervereine und gegen seinen Parteifreund, Herrn I u st i z r a t Metz? Es war Herr Justizrat Grünewald. Damals waren ihm die Antisemiten für feine Kandt-
Donnerstag, 9. Ukärz M
VezugSpret-: monatlich 75'BL, mertel- jährlich M. 2.20. durch Uvhole- il Zweigstellen monatlich 65 'BL; durch diePost M. 2.—viertel- jährL au5fd)L Beilellg. ^eilenpreis: lofallö'Bu auswärts 20 Bfenniq.
Profefior Gisevius und sein Bauerngut.
Von naLionailiberaier Seite werden wir um Aufnahme folgender Notiz gebeten:
Neulich wurde in Lollar in einer Versamm- lung von einem freisinnigen Herrn mitge- teilt, Herr Professor Gisevius sei Besitzer eines großen Gutes, offenbar um ihn als o st e 1 t> i s ch e n Großgrundbesitzer erscheinen zu lassen. Die obige Mitteilung soll durch ein Austunstsbureau eingezogen worden sein, ein Verfahren, das im politischen Kampfe mindestens als ein „eigenartiges" bezeichnet werden muß, das übrigens seitens der 5-ceijinnigen — damals auaj int Interesse der Kandidatur des Herrn Pfarrer .Morell — gegenüber seinem Gegner angewandt worden ist. Ten obigen Behauptungen gegenüber sei auf Grund authentischerMitteilungen festgestellt, daß das Ackerland des Gutes nur aus 20 Morgen besteht, wozu 7 Morgen Hopfenland und ca. [150 Morgen Wiesen, die durch Trockenlegung eines: Sees gewonnen worden sind. Das Ganze ist auf 2 7 000 Mark taxiert. Es ist also ein kleines Bauern gut, wie Prof. Gisevius immer gesagt hat. Dies zur Steuer der Wahrheit.
Nah eine Erklärung des Herrn Tr. Werner.
Tr. Werner ersucht uns um Aufnahme folgender „Richtig-* stellung":
1. Die Freisinnigen reden in ihrem Rundschreiben von dem schwarz-blauen Block. Ich stelle dazu fest, daß ein iolaxr nicht I existiert, wie die varlamentarische Arbeit und die Abslimmungcn leben Tag erweisen. Gerade die Freisinnigen aber sind immer I und allerwege für die Zulassung der Jesuiten und die Polen I eingetreten, was meine politischen Freunde niemals getan haben.
2. Der gesamte Freisinn hatte für 400 Millionen neuer I indirekter Steuern gestimmt, wenn die Börse nicht belastet worden I wäre.
I 3. Für die Zü nd ho 1 z st eu er sind die Freisinnigen in Ider 144. Sitzung des Reichstags im Jahre 1908 eingetreten.
Tr. F. Werner.
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3 3 Nachdem die folgende Vertrauensmännerversammlung am 29. Januar 1911 Herrn Prof. Gisevius wieder einstimmig zum Kandidaten für die Ersatzwahl bestimmt hatte, erfolgte wieder die gleiche offizielle Mitteilung dieses Be- schluises an sämtliche bürgerlichen Parteien.
Da der Bund der Landwirte im Gegensatz zu den anderen Parteien noch nicht Stellung zu der Kandidatur Gisevius genommen hatte, wurde an ihn folgendes. Schreiben am 4. Februar l. Js. gerichtet:
, Wir beehren uns. Ihnen rntttnh>ir«»H hn£ «niw
Vertrauensmänueroersammlnng ! beschloßen hat, Herrn Profc'.sor liberalen Reichstagslandidateu
Die Union und Mexilo.
Schon seit mehreren Monaten i|i in Mexiko eine Revolution im Gange, die sich gegen den Präsidenten Porfirio Diaz und in viel höherem Grade noch gegen den Vizepräsidenten Ramon Eorral richtet, denen man ihre Tyrannei und Bevorzugung ausländischen, d. h. also hier nord- amerikanischen Kapitals, > zum Vorwurf macht. Mit abwechselndem Erfolge haben sich Regierungstruppen und Aufständische bisher geschlagen, doch scheint jeyl die Lage der Regierungstruppen so verzweifelt zu sein, daß mau suh auf eine gewaltsame Beseitigung der bisherigen mexikanischen Regierung, deren Präsident überdies schwer krank ist, gefaßt machen, ja, sogar befürchten muß, das; bei dieser Gelegenheit auch Leben und (Sigcnumt der in Mexiko an« I fälligen Fremden in Gefahr gerät
marfC; sich verdächtig gemacht haben eines Tuns und Treibens, | bas im Widerspruch steht mit ber Pslicht liberaler Manner ben
gTgen bk Uebermacht des Zentrums, der Kome^ativ-n I unb ber Anhängsel ber letzteren mit aller Entschiedenheit aub »unel.men unb durchzusühren. Ta zu den zu bekommenden Par-1 leien insbesondere auch ber Bund, des 2j}^irteb 9cl)ott' J jeder Kandidat, der mit dreiem paktiert oder zu mattieren
^c6?n=rrf£"ono(libEtalen bei ben. Stabt- vcro^netcnwahlen ließ enennen, daß sie ^ ^^Deutsch-So- liberalen Gesinnung vereinbar erachteten, mit den.neulich zialen, Chrinlich-Sozialen Mw. einen Bund ru schließen, wie ?ic andererseits gerade die Bersolgungs- und ZuruckltoßungS-1 Politik gegen die Sozialdemokratie prollamieren, die ich ent' schieden mi,'billige unb bic Herr RcichstagSabgcordncter S t r | I m a AOs Indiz ^ür* Ihre politische Haltung mußten somit von mir die Stadtverordnetenwahlen erwähnt werden, ich
bie Perückenmacherinnung, die Sie ebensalls ln Ihrer Vcrvrub runa eiitacicblohcn batten, namhaft machte, ge,chah ui) WUl “ nid ne beb n - roei sich io schön daran das Saar tnnbicu I h^ü ta bk ganic Perücke! dir Sie in ben Stabwerordneten- r^e8eÄn Ä ictjt daraus einen Strid fledjkn, an dem Sir meine Wertschätzung.des gewerbetreibenden Burger- Iums und meine demokratische Gesinnung aushungen wollen, lapen
batur recht.
Wer wischte sich in der Streseniann-Ver- fammlung am Schlüsse den Angstschweiß von der Stirne und ging bedrückt hinaus? TaswarHerrl Iustizrat Grünewald, nicht ich.
v Prof. Luley.
*
Profefior Gisevius und der Bund der Landwirte.
Der Wai-ikreisvorstand der Nationaliiorraien Partei bittet uns um Aufnahme folgender Erklärung:
Die Fortschrittliche Volkspartei hat verschtedentirch, zuletzt in einem offenen Brief des Herrn Justizrat Metz an frerrn Prof. Luley, Behauptungen über die „Beziehungen" unseres Kandidaten zum Bund der Landwirte aufgestellt. Wir glauben die Frage am ehesten zu klären und die Vor- | würfe zu entkräften, wenn wir rurz folgende Tatsachen Mitteilen :
1 Am 23. £ ft ober 1910 wurde sämtlichen Parteien (Freisinnigen, Deutsch-sozialen. Christlich-sozialen und Bund der Landwirte) die gleichlautende Mitteilung gemacht, daß die an demselben Tage stattgefundene Ber- trauensmännerversammlung Herrn Prof. Gisevius „als Kandidaten für die nächste Reichstagswahl" aufgestellt habe und „daß Herr Prof. Gisevius sich im Falle feiner Wahl der nationalliberalen Fraktion anschließen werde".
Ter Schluß für sämtliche Schreiben lautete: „Wir richten deshalb an Sie das ergebene Ersuchen, die Kandidatur des Herrn Pros. Gisevius auch Ihrerseits zu unterstützen." ... . . , . , .
2 Von den Freiiinnigen, den neutsch-sozialen und Christlich-Soziaien wurde diese Unterstützung abgelehnt, der Bund der Landwirte nahm vorläufig noch keine Stellung
Lin Tag vor der ReichLtagrersatzwahl!
Morgen wird die Wahlschlacht geschlagen werden. Wenn wir's noch nicht gewußt hätten, so würden wir es nach Inhalt und Ton der uns heute zugegangenen Zuschriften stark vermuten. Einen Teil der Eingänge haben wir überhaupt nicht verwerten können. Man sollte meinen, die Sachlage sei für die Wähler nunmehr ausreichend ge Härt Wie die Nationalliberalen unb ihr Kandidat, Pro feiior Gisevius, sich zum Bunde der Landwirte gestellt baden, darüber gibt der nationaftiberale Wahftreisvoi's ia nu beute nochmals aktenmäßige Belege heraus, und über den wirklichen Hergang der Sache besteht fein Ziveifel mehr selbstverständlich wird zwischen den Aussa.sungen oer fon- schriftlichen Kreise und der Nationalliberalen über den Charakter der Kandidatur Gisevius such vorläusig keine Einigung erzielen lassen. Die Fortschriftliche Votrsparie. läßt auch heute tvieoer durch zwei Zuschriften bekunden, daß ihr die Kandidatur Gisevius zu agrarisch sei, und die weiter daran geknüpfte Polemik eruärt sich ans der icijarfen I Kampfstimmung bic|cr Partei gegenüber dem Bunde der Landwirte. Es werden wieder ruhigere Zeiten kommen. Und in dieser Erwartung muß immer und immer wieder darauf hingewiesen werden, daß man den Riß zivi.chen den liberalen Parteien nicht gewaltsam criveuern jolite. Rationalliberale und Fortschrift werden, das i|t die An- juht weiter Kreise in beiden Lagern, fünfftg enger au>- cftiander angewiesen sein. Daher wünschen mir, bag ber lefete Tag vor der Wahl nicht wieder ähnliche Aufregungen bringen möge, wie jie leider bei den letzten Gie,teuer 'Stadtverordnetenwahlen sich geltend gemacht Haden!
Ich kann es ja verstehen, Herr Proseftar, baß -sie mit mein Vorgehen in ber Streseniann-Beriammluna verargen wäre io schön gewesen, wenn in dem Meer von Wonne über die schöne I Rede, ben cntiajieDcncn Lioeralismus, da- alle Stande bcine- digenbe Programm, alles Vorausgegangene vergeben toorben wäre der „agrarische Eckstein", der „Lftich unters. die Ncichs- 'inanzresorm", bas Liebcswcrben um ben Bund ber Landwirte ber sich abgeneigt zeigte, so baß die abgcroieicne Maid sogar beinahe vor Kummer unb Enttäuschung ftch umgebracht hatte, wären nicht „namentlich bie Freunde vom Lande Mit -trou I °s ist doch untere
mchL hinsuweisen auf Ihr und Ihrer Parteifreunde zwei- deutigeS Verhalten. Und die Klärung, welche die Aus- 1 spräche in der Stresemann-Versammlung erbracht ober doch an- gebahnt hat, ist als eine bedeutsame von allen Parteien erkannt worben; diese Aussprache wird noch manchmal „ausgeschunden werben", wie Sie dies so geschmackvoll nennen. nicht zu sehr auf!
Hochachtungsvoll!
Justizrat Grünewald, c* Rechtsanwalt.
Noch zwei offene Briefe en Profefior Luley.
Gießen, 8. März 1911.
Sehr geehrter Herr Professor!
Auf Ihr Antwortschreiben vom heutigen erwidere ich schließlich:
1 Menn Sie von einem gereizten und stark pcrsönlicheii I Ton mcineä oficnen Brios« fdireiben, so t>einxd)ieln Er- wol'i bni Znhalt Ihres Antworftchrelbens mft bcmicnigcn meines Briefs.
2 Ihre Feststellung, daß wir angegenren hatten, entiptichi nicht dm Totlachen. Mein Brief enthält vielmehr nut eine Richtigstellung eines Versuchs Jhrersefts in der Hanptiache ganz klar' ooiiiigciibc Tatsachen durch Berichtigung von Nebendingeii ’U ^^Nia-i nur die Herren Dr. Spohr und (Srüneroalb, ,'onbctn I eene ganze Reihe von unbefangenen Zuhörern hatten nach den AuMhruiigen des Herrn Stresemami bas Geiuhl, batz man be,,er wie mit diesen Ausführungen eine Stimmenabgabe für den Kandidaten ber fortschrittlichen Volkspartei nicht habe begründen können und haben bie beiden genannten Herren, wie auch der benieiben flrföcuhctc Beifall zeigte, mit ihren Schlußwlgerungen ganz ba^- Richtige getroffen. Mir aber sind die Zeugnifte die,cr beiden I Parteifreunde und noch mehr das Urteil der großen Zahl un-1 parteiischer Zuhörer, wenn Sie sich, gechrter Herr Prosei,or, auch darüber wundern sollten, entschieden wertvoller rote das Zeugnis ber varteiosfizieUen nationallweralen Korrespondenz.
4 Metin Herr Stresemann und auch der morgen als Redner hier auftretende Herr Paasche auf das Entschiedenste den Kampl aeaen den Buiw der Landlvirte und den lchwarzblaucn Block als die derzeitig wichtigste -Stusgabe der Liberalen bezeichnen, wahrend die Nationalliberalen Gießens die Forderuichen des Bundes der Landwirte anerkennen und gerade jetzt Ihre Freunde in onebberg diesen Kamps nach rechts dadurch führen wollen, daß fte ,ich nut dem Zentrum und den Bündlern gegen lmks verbinden: io unb Sie es doch, der den Gegensatz zwischen Ihnen und Ihren obigen Führern deutlich darlegt, und ich habe nad) wie vor die lleber- zeugung, daß nur dieser Umstand Ihre Erregung allein^erftart und nicht bic Tatsache, daß meine Partei rennde, wie Sie ftch nicht gereizt und nicht persönlich, aber geschmackvoll ausdrucken, bie Rede des Herrn Stresemann auszuschinden luchten, ^ch glaube sogar fest, daß, wenn Sie einmal im stillen Kämmerlein Einkehr bei sich selbst suchen werden, Sie mir hierin ftstbst Recht geben müssen.
5 Tie vorstehenden Tatsachen aber sühren jeden Unbefangenen mit absoluter Notwendigkeit zu dem Schluß, daß es sich bei der von Ihnen ausgestellten Kandidatur nur um eine agrarftch-bund- lerische Kandidatur Heylscher Richtung und n i ch t um eine liberale Kandidatur handelt, so daß wir auch hier feine Ge,penster
156 (+ 1)
170 - )
Haler 160 (- ) io? (+2; ]»3(~ ) 156 (+ 3) IM (— ) 173 (- 172 (— 172 - 170 -
Tie natioualliberalen Vtrsammlnugeu finden, so toiro un^ paueiamüiu> g^"^en, nerstag, chrcn Abschluß; der Kandidat, Herr Profeilvr Gisevius, hat in sämtlichen Ortschaften des Wahlftetses, drei etwa ausgenommen, gesprochen. Tie Teilnahme an den Versammlungen war bis zuletzt sehr ltarL <so sprach u. a. in Großen-Buseck und in Lollar vor außerordentlich stark besuchten Ver.ammlungen der Reichstagsabgeordnete Haqemann; in Alten-Buieck gleiQ)salls vor einem zahlreichen Publirum Herr Generalsekretär Anding. Herr Becker sprach am Montag, ebenfalls unter großem '.uspruch, in Beuern; am Dienstag vor einem über,ullten Hause in Wies eck. Für diese letztere Versammlung hatte, l wie vorauszusehen, die Soziaidemolratie ihren ganzen Heer- banti aufgeboten und glaubte, in der chr eigenartigen Weise unter dem Gejohle ihrer Anhänger den Redner in seinen Ausführungen stören zu tonnen. Herr Schnell, der Gauleiter der Tabakarbeiter, dem vollständige Redefreiheit gewährt wurde, vermochte mit seinen dem sozial- demokratischen Wörterschatz entlehnten Bemerlungen die . Regen Sie ftch ^Mgen unb sachlichen Ausführungen unseres Redners nicht zu entkräften, und selbst die eisrigsten Schreier mußten 1 schließlich erkennen, daß sich ihr Führer eine gründliche Niederlage geholt hatte. Tie Widerlegungen der Ausführungen des Herrn Schnell auf Grund der^ Aussprüche hervorragender Sozialdemotraten wie Ealwer, Schippe! und anderer waren den Genossen äußerst unbequem, und sie suchten deren Wirkung auf die Zuhörer durch erneuten Radau abzuschwächcn. Erst gegen Vs2 Uhr wurde die außerordentlich interessant ncrlaujcnc Versammlung von Herrn Lehrer Braunwell geschlossen.
sondern nur Tatsachen sehen.
6. Von unserer Partei ist niemals mehr behauplet worden, als daß Herr Gisevius bie Forderungen des Bundes ber Landwirt: anerkannt habe. Diese Bel'auptung ist im wesentlick>en durch cuic allerdings in das Gewand teilweiser Ableugnung gekleideter Er-1 tlärung Ihres Herrn Wahlkreisvorfitzenbeu zugegeben und durch । die Erklärung des Herrn Vorsitzenden des Bundes der Landwirte | über allen Zweifel erhoben worden.
Was soll dem gegenüber das Bestreiten bet Behaupnmg, daß Herr Gisevius vom Bund der Landwirte abhängig sei?
7. Daß das Programm des Herrn Gisevius von Anfang an em agraruch-bündlerisch-antiliberales war und heute noch ist, gebe ich Ihnen allerdings gerne zu, wie dies von uns ja auch stets behauptet wurde.
8. Daß Sie, geehrter Herr Professor, sich trotz diesen Tar- legungen nickft cnncdicijcn können, von Ihren Behauptungen etwas zurück zunehmen, kann ich nur bedauern.
Dazu, eine Behauptung, bic man in gutem Glauben, wenn auch zu Unrecht, getan bat, zurückzunehinen, gehört eben ein Maß von Selbstüberwindung, welckies Sie sich vielleicht noch aneignen werden, wenn Sie in politischen Dingen einmal so lange tätig
Sehr geehrter Herr Professor!
Nachdem Sie es für zweckmäßig erachtet haben, Ihrem Jn- primm über mich unb mein Austreten in der Stresemann-Ber- lammtung durch Seitenhiebe in der mit Herrn Justizrat Metz geführten Korrespondenz Ausdruck zu verleihen, muß ich Ihnen folgendes sagen.
Es war meine Ausgabe, der liberalen Wählerschaft vor Augen zu führen, daß Sie mit der hiesigen Leitung ber nationalliberalen
nr 58 Erster Blatt 161. Jahrgang
»Gießener Anzeiger
icimol monail. Land M B ™ ä ■ SBcrantroortlid) für den
wirttchaftlfcheSeiNra^er w 9 B WM politischen Teil: August
7.er>'svrech • Anschlüsse. e w Goey. für .Feuille-
General-Anzeiger für Gberyesfen LES an«iaer •letc«. » nh sf,ini>ru<!eret R. fange. ReOattion, Lrpe»ilion und »ruderet; SdWroße *• Land": tz.Heß: für den
Annahme von rin teigen Rolalionsdnick und Verlag der vruhl schen Umv.-Vuch- und btemdrucker g . . , ,' Anzeiqenleil: H. Beck,
r die Soqetnummer Vüdinqen: Fernsprecher Nr. 50 Leschastsftelle vahnyosslratze 1V2. _
L.5 vormittags 9 Uhr. ' ° ---- ~ TT"
9Bir bitten Sie, dringend Darauf hinzuwirken, bau bie Vertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte für ben S S^nr^ keine Parole gegen unsren Staub,baten, »ernt Präses," D^Gtsev.ns^bcsL^^,,
(Unterschrift.)
4. Derr Prof. Gisevius wurde daraufhin von Herrn Oekonmnicrat Korell-Angenrvd zu einer Besprechung flf> beten, bic vor ber Bertrauensmännerversammlung des Bundes der Landwirte staltfand. .....
5. Bei dieser Besprechung hat Herr Pros.Gisevius wie er bereits össenliich erklärt hat, weoer sairistttche noch munbft.i'C Unlm-uitßcu oder Zugestandn.fte gemalt, die ! über sein lange vorher schon verössrntlichies Programm .ftnausgingc.:, wie dies au.y in der Erklärung des Herrn .torcll ausdrücklich sestgeftellt wird.
Racki Verö.ftntlichuug oes ll^u.idenmateria^ können wir jedem denienoen Wähler oie Entscheidung ruhig über-
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1 M« 166.23


