Ausgabe 
8.7.1911 Viertes Blatt
 
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Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

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bis 7. Juli = + 28,2 °J.

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Paffanten, anwesend gei .scn. Bäder sind bis dahin 1869 ab- siegeben. Der viel gefürchtete Rückschlag infolge der neu eingeführten Kurtaxe hat sich demnach bis jetzt nicht bestätigt. Sehr angenehm wird empfunden, daß dank der seit vorigem Jahre in Bad Salz­hausen selbst und den nächstgelegenen Orten ausgeübten intensiveren Vertilgung dec Stechinnäen gär nichts von einer Schnakenplage zu merken ist. Behördlicherseits ist außerdem eine Polizeiverordnung wegen Vertilgung der Schnaken in einem größeren Umkreis von Bad Salzhausen geplant, so daß der idyllisch gelegene Badeort für Erholungsbedürftige den angenehmsten Aufenthalt bietet.

Trotz der billigen Preise Garantie für Haltbarkeit der Bilder

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Großherzogliche Bürgermeisterei. Hoffmann.

1000 Hark zahlen wir Dem­jenigen, der nachweist, dass unsere Materialien nicht erst­klassig sind.

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Gießen, den 5. Juli 1911.

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(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

.Die |i!n meinem vorgestrigen Eingesandt berührteEin« jährigen-Frage" bedarf insofern der Berichtigung, als die inr Interesse der Witwen und sonstiger auf Zimmervermietung angewiesener Mitbürger lebhaft bedauerte Beschränkung sich nur auf die Frühjahrseinftellung bezieht, bei der ausschließlich Stu­dierende her Landesuniversitiät in Frage kommen können.

Adalbert B i n d e wa l d.

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Briefkasten der Redaktion.

Nach Vetzberg. Mitteilungen ohne Namenangabe finden feint Beachtung. Also Namen angeben!

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Eber-Versteigerung.

Der hiesige Gemeinde-Eber, welcher, um Inzucht zu vermeiden, abgeschafft wird, soll Dienstag den 11. d. M., vormittags 10 Uhr, auf dem Hofe des Halters dahier öffentlich meistbietend versteigert werden.

Burkhardsfelden, am 6. Juli 1911.

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durch schriftliches Angebot vergeben werden. Die Verdingungs­unterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Lich zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Kosten­anschlags zu erfolgen und sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfret bei Grotzh. Bürger­meisterei Lich einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt Dienstag den 11. d. Mts., vormittags 9 Uhr, auf dem Nathause zu Lich in Gegenwart der erschienenen

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und Herstellung des Grabens Nr. 196a einschließl. eines Rohrdurchlasses veranfchl.

eine Vergrösserung seines eigenen Bildes,

30 cm breit und 36 cm hoch mit Karton

die Fahrt nach Brcmerhafen heute früh 7.30 Uhr an. Die übrigen Wagen, an Zahl voraussichtlich 64, starten um 9 Uhr.

Bremerhaven, 7. Juli. Zum Empfang des Prinzen Heinrich waren um 12 Uhr mittags Prinzessin Hein­rich und Prinz Sigismund hier eingetroffen, die bei ihrer Ankunft vom Direktor Petzet vom 9Lord deutschen. Lloyd begrüßt wurden. Allgemeine Aufmerksamkeit erregte die große Verladevorrichtung, wodurch die .Auto­mobile an Bord desGroßen Kurfürsten" gebracht wurden. Die Wagen wurden auf besonders für bicfcn 'Zweck gebaute Schlitten gebracht, die dann von vier Ladekrähnen des Großen Kurfürsten" und einem riesigen Schwimmkrahn, der seinen Arm über den Dampfer hinweg 35 Meter an Land streckt, an Bord gehoben. An Bord fand ein zwang lose's Frühstück statt, dem heute abend ein großes Diner folgen wird. Die Abfahrt nach Southampton findet Samstag früh 6.30 Uhr statt.

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Universitäts-Nachrichten.

Frankfurt a.M., 8.Juli. Nach dem soeben erschieneueu Vorlesungs-Verzeichnis für das am 24. Oktober beginnende Winter- Semester der Akademie beläuft sich die Gesamtzahl der bis jetzt' angekündigten Vorlesungen auf 142 (gegen 132 im fetzten Winter-Semester). Hiervon entfallen 26 auf die Gruppe Volks­wirtschaftslehre, Völkerkunde und Geographie, 11 auf Rechts­wissenschaft, 5 aus Versicherungsmiffenschast und Statistik, 16 auf Handelswiffenschaften im engeren Sinn, 50 auf Philosophie, Ge­schichte, Kunstgeschichte, Literaturgeschichte und neuere Sprachen, 34 auf Mathematik, Naturwissenschaften und Technik.

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Sonntags von 9 Uhr an geöffnet. Hausnummer.

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kirchliche Nachrichten

der evangelischen Gemeinde Büdingen.

4. Sonntag nach Trinitatis, den 9. Juli: Hagelfeiertag.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer E l e m m.

Katechismuslehre (Mädchen).

Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Schäfer.

Katechismuslehre (Knaben).

^ie Amtswoche hat Pfarrer Göbel.

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* Der Zug der Einwanderer krach Kanada. Die Einwanderung nach Kanada ist gerade in jüngster Zeit in außerordentlicher Steigerung begriffen. In dem ersten Drittel des Jahres 1911 srnd 450000 Europäer nach diesem Neuland des Erfolges ausaezogen, während im Jahre 1910 es nur 320000 und int Jahre 1909 nur 208 794 waren. Diese Zahlen beziehen sich nur auf das Kontingent, das Europa zu der Bevölkerung Kanadas stellt. Die Abwan­delung aus den Vereinigten Staaten ist nicht minder groß. Dieser Einwanderungsstrom wird, wenn er in dem gleichen Maße weiter fortgeht, allmählich das ganze Land bevölkern und dann imstande sein, die ungeheuren Hilfsquellen des Landes, die noch fruchtbar zu machen sind, aüszunutzen.

* Die Chinesen als Menschenfresser. In der französischen Akademie für Medizin machte Dr. Matiqnon, der längere Zeit als Arzt der französischen Botschaft in Peking geweilt hat, interessante Mitteilungen über die Bekämpfung der Pest in China und über die bedeutenden Fortschritte, die die öffentliche Hygiene des Himmlischen Reiches in den letzten Jahren gemacht hat. Aber trotz dieser Errungenschaften sind in vielen Landstrichen, so führte der französische Gelehrte aus, die Söhne des Himmels noch heute so zu sagen Menschenfresser. Die Opotherapie, die Be- handlimq durch organische Säfte, ist seit den Forschungen Brown- Söquards in der Heilkunde Europas bekannt, aber die Chinesen benutzen ein ähnliches Verfahren bereits seit vielen Jahrhunderten. Fast alle alten chinesischen Abhandlungen über Medizin rühmen die günstige Einwirkung des Genusses menschlicher Galle, die vor allem dazu beitragen soll, den Mut und die Tapferkeit des Patienten zu erhöhen. Aber noch merkwürdiger ist die Tatsache, daß noch heute in den Touking benachbarten chinesischen Provinzen der Brauch herrscht, die Leber des Feindes zu essen. Bei öffent­lichen Hinrichtungen verteilt das Volk die Leber des Delinquenten unter sich: sie wird dann roh verschlungen ober zum wenigsten an- gebissen und auSgesaugt. Ter Ursprung und Sinn dieses wenig appetitlichen Brauches läßt sich schwer feststellen, alte abergläubische Vorstellungen spielen mit, die sich seit Jahrhunderten forterben und die eine gewisse Verwandtschaft haben mit dem in manchen länd­lichen Teilen Europas noch heute nicht ausgestorbenen Aber­glauben, wonach der Strick eines Erhängten Glück bringen soll.

* In ber Apotheke.Aber, Herr Provisor, tun S' doch net gar so sehr knickern, die Medizin g'hört fr für a arm's Waisenkind!"

* U n t e r F r e u n d i n n e n.Für ein Rendezvous empfiehlt sich die neue .Hosenrock-Mode noch nicht cs wird immer eine! Volksversammlung daraus."

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Katholische Gottesdienstor-nung.

Sonntag den 9. Juli 1911:

Nidda: 8^ Uhr.

Büdingen: 10 Uhr.

Verantwortlich für den politischen Teil i. SB.: R. Lange.

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Gcricht-saal.

Unterschlagung im Amt.

h Marburg, 7. Juli. In der hewigen letzten Sitzung der diesmaligen Schwurgerichtspcriodc handelte es sich um eine Anklage wegen Vergehens im Amt gegen den 22 Jahre alten früheren Postassistenten Alsred Tlwmas aus Gladenbach. Der junge Mann wurde beschuldigt, durch eine fortgesetzte Handlung amtliche Gelder im Betrage von 610 Mk. unterschlagen und die Bücher unrichtig geführt zu haben. Der Angeklagte gestand seine Schuld ein, er entschuldigte sich damit, daß er schon in Frankfurt in Geldverlegenheit gekommen und daß er sich, um die Schulden zu bezahlen, nach Gladenbach habe versetzen lassen. Das Leben sei dort noch teurer gewesen und zudem hätten ihn seine Gläubiger gedrängt. Er wurde unter Annahme mildernder Umstände zu acht Monaten Gefängnis verurteilt.

Leipzig, 7. Juli. Im Moabiter Krawallpro- zeß verwarf das Reichs g er icht die Revision des Laufburschen Maier und neun seiner Genossen gegen das Urteil des Landgerichts I Berlin vom 11. Januar 1911.

Wandern und Reise», Bäder und Sommersrischen?

Bad Salzhausen, 6. Juli. Bis zum 1. d. M. haben 2 38 Kurfremde, darrmter 63 Passanten, das Bad besucht. Im Vorjahre sind bis zum gleichen Tage 221 Kurfremde, einschl

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