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11.9.1911 Erstes Blatt
 
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Zollverein.

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Illustrierte Kaulore rratia n. franko!

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Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentl iche Wetterdienststelle Gießen.

WelterauSstchten in dellen nm Dienstag, den 12. Eeptbr. 1911: Leicht bewölkt, meist trocken, tag» warm, nacht» kühl.

^Ju rwn Amöneburg, daS dem Herbfeuer zu nahe gekommen war und entsetzlich« Brandwunden erlitten hatte.

/\-hJallou, 8. £epi. In Gegenwart deS Landrat» Dr Daniel» nnö des llrei-schulin pektorS Mödn wurde der 3chnlhan«-Nen bau seiner Bennnmunq übergeben. Tie wtttiche Schute, die die größte im Kreise ist. enthält in drei Stockwerken sieben Helle geräumige Lehrsäle, zwei Lehrer- 'vodnunqen, im Erdgeschoß die Ienlroldauipsheiznng und Badegelegenheit mit 6 Duschen. Tie Kosten sind auf 75 000 Pck. berechnet.

W Homburg v. d. Höhe, 9. Sept. In der heutigen llreiStagsitzung wurde da» vom KreiSauSschuß durch öerrn Landral v. Marx oorgelegte Projekt einer ein- chienigen Echertbahn, die Homburg und Königstein verbinden soll, mit 13 gegen 8 Stimmen angenommen.

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Dcrmifcbtes.

Feuersbrünste. In Miesbrunn bei Plei- stein brach Großfeuer aus, dem die Kirche, die Schule unb zehn Anwesen zum Opfer fielen. Sämtliche Erntcvor- rate sind v e rn i ch t e t. In der zwischen Nideggen und Rath gelegenen Waldung brach, wie aus Düren gemeldet nrb, am Samstag nachmittag Feuer aus, das einen Teil des Baumbestandes vernichtete. Ein bei den Lösch­arbeiten beschäftigter jungerMann Tarn in dcn ytammen um. In den Wäldern von Ambonnay und T r e p a i l ist eine Feuersbrunst ausgebrochen, die mehrere Dörfer und Weinberge bedroht. In Cso r n a, einem ungarischen Ette im Kornitat Oedenburg, entstand beute nachmittag aus unbekannter Ursache Feuer, das bei dem herrschenden Winde rasch um sich griff. Bis heute abend waren 120 Wohnhäuser samt den Nebengebäuden eingeäschert. In- olge des Sturmes und Wassermangels ist tne Feuerwehr dem Brande gegenüber ohnmächtig, der die Ortschaft vernichten droht.

* Hin schweres Automobilunglück. Aus Elberfeld wird amtlich gemeldet: Am Samstag nachm. üb er fuhr der zu Tal fahrende Personenzug 1489 in : ilorneter 6,1 der Nebenbahn ElberfeldCronenberg ein Automobil und zertrümmerte dasselbe. Bon den In- assen wurde Fräulein Margarethe Lange-Barmen getö­tet, ihre Schwester Emmi Lange ziemlich schwer, ein Herr Osmar Franke-Godesberg schwer, der Chauffeur Majewsky-Elberfeld leicht verletzt Das Automobil ge­hört der Elberfelder Automobilgesellschast. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus geschafft. Dre Schuldfrage ist unaufgeklärt.

Kleine Tagerchronik.

Infolge Wassermangels in Bradford sind fast alle Fabriken geschlossen. Die Sterblichkeitsziffer ist erheblich gestiegen. Im Devonshire-Distrikt brach

Hessen-Nassau.

( ) Marburg, 10. Sept. Nach der intensiven Hitze der letzten Zeit zogen gestern mehrere Gewitter über die hiesige Gegend. Sie brachten auch etwas Regen, der e- vielleicht den Landwirten ermöglicht, die seit Wochen der Bearbeitung harrenden Stoppelfelder für die Winter­saaten vorzubereiten. Um der Futternvt zu begegnen, wer­den letzt Pflanzen verfüttert, die man sonst, wenn die Na­tur den Tisch reichlicher deckt, kaum dem Kompvsthaufen anvertraut. So sieht man in der Hinterländer Gegend besonders täglich die Frauen unb Kinder zum Einsammeln der sog. Ackerwinden auf die Felber ziehen. Diese Schlinggewächse, die auf den Kartoffel- und Haferfeldern massenhaft zu finden sind, bilden fein geschnitten unter das andere Futter gemengt einen willkommenen Ersatz für das fehlende Grünzeug und die Heuvorräte werden nicht so sehr in Anspruch genommen. In der hiefigen Klinik staro das zehnjährige Töchterchen des Schäfers

Letzte Hadmcbtcn.

Ein französische» Unannehmbar?

Paris, 11. Sept. Wie derMatin" meldet, wird die französische Regierung die Antwort auf die deutschen Gegenvorschläge am Dienstag in entern KabinettSrat und am Donnerstag in einem Ministerrat endgültig feststenen Die fianzösische Antwort werde von dem Geist der Ber- söbnung und dem aufrichtigen Wunsch der Verständigung erfüllt sein, den die sranzchischc Regierung in der letzten Zeit gezeigt habe. Nach genauer Prüfung der deutschen Gegenvorschläge werde es der französischen Regierung viel leicht möglich sein, gewissen Bedingungen der deutschen Negierung Rechnung zu tragen, aber bag Wesen der deutschen Gegenvorschläge der Matin be­bauet!, bad feststellen zu müssen sei für die fron- zösische Regierung unannehmbar.

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Jena, 11. Sept. Die Familie Richter» erhielt brüte ein Telegramm auS Wien, nach welchem die Ankunft beS Ingenieurs am Dienstag mittag zu erwarten ist. Da d«eS Telegramm nicht öffentlich bekanntqegeben war, hatten üch in der Erwartung, Richter» Ankunft erfolge gestern abend, zahlreiche Menschen im Hauptbabnhose eingefunden.

Paris, 11. Sept. Kriegs Minister Messimy begab ich nach Desancon, um den Manövern im Osten bei$u» vvhnen. Mit dem gleichen Zuge ist El Mokrt abgeretst, der lick als außerordentlicher Vertreter Mulay HafidS zu den Manövern begibt.

Reval, 11. Sept. Jnfolae des Sturmes wurden zahlreiche kleine Schiffe aufdenStrandgeworfen. Mehrere Segelschiffe erlitten Havarien. Lin in Windau ausgelaufener Dampfer wurde durch den Sturm zur Rück­kehr gezwungen.

HelstngforS, 11. Sept. Auf dem Mankolafluß im Gouvernement St. Michael wurde während eines Sturmes em Touristenboot mit 13 Passagieren auf den Strand geworfen. Die Malerin Thea Linges aus Berlin und eine andere Person sind ertrunken, die übrigen wurden gerettet.

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Sinn, nn der Friedberg» 11 .Mren 1%3 meistens Zwerg. Ehrten. Ta, W Aprikose ^.lpftrsichen ugrn der Cbft- ollen und brat, kegeln der Cbfi- Ien sie die ihnen W tadellos ge, hon 4-5 Jahre 1 solcher Menge chmack anlangk n sie im Rhein- c zu sehen und bekommt. Bäh- msden) »wischen en.Früchte ;cv heißen Ärmmer reisen Pfirsiche Sorten ist dre als sonst. Vir her des Vinter- surden, aber ir iuch künftig irtK e Erfahrung gt> :en der $pd:c. Man fitbt also, mm ist wie fnr. noch das LM unb Sorgst' an h* vch Äepfel rrten und -- t)t allzu ängst- an den richn- ch für den hcfa tchi

-iwr litt an dauernder Stuhloer liuDfunn, verbunden mit heftigen lloöf1d)merken u. Blutwallungen sowie hartnäckigem

Magenleiden.

Durch eine Hauskur mit Altbach barster Mark - Svrudel Stark auelle Eilen-Mangan-Koch salzouelle« wurde ick dop meinem Veiöen in wenigen Lochen befreit. TaufendDank L-Z." Aerrtlwarm ernof. Ft-86Bfg. i.o.Universttät- Avatbeke z. gotd. Engel u. in den L^ogerien o. (£. Seidel, W- ftil hinget, Ä. Roll, C. Schaaf u ®rwtt V**

Bei dem W der J zu zünden, * idigt-

SerbontJ« ; bitt.eine -SZ sX-s handelt, ie it snr nach -n

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eentmfirr veil wumcMe «nzeicynung einer Straße südlich der ^betsörsterwobnung. DaS Gelände westlich der Main-Deserbahn und nördlich der Tauttusstraße betreffend, stimmt der Gemcinderat den Fluchtlinien nordöstlich der Sdnipgretulinie für die Zellen- tzrafanstatt eingezeichnetrn Fluchrlmten »u mit der Äusnohme, daß der Straßenzua A-ß m Wegfall kommen soll. T-ie Flucht­linien, die innerhalb deS SchuvbestfkS vorgesehen waren, sollen weg-allen. Das G.-such des Gcorg Rack von Nieder-Mörlen um Erteilung der Wirtschastskonzessiott im Lause Wetzlarer Str. 23 nrurbe «irr Genehmigung befürwortet unter Bejahung der Be- ourfnlsfrage. Täe im RuckslandsverzeichntS des Ärmensonds Buk dach für das Zahr 1910 ausgeführten Posten wurden »ur Nieder- lchlagung genehmigt. Die Liesirung der Quittungsblocks für daS Äoner-, Ltchtgeld ufro wurde der Firma M. Cppmbeimer, Butz- bad), übertragen Beig tz eil führte darüber Beschwerde, da; das Pflaster deS PfadeS imGrünen Gäßchen" »n hoch angelegt in und bemängelt die Etraßenanlage in der Römerstraße Er hält eS »ukünfttg für unbedingt notwendig, daß die Äraßen so her gestellt würden, daß sie gewalzt werden könnten. ES rourth hierauf beschlossen, der Baukommission btt Ueberwackmng Hierübei zu übertragen.

N < rch- GSnS, 10. Sept. Der Landwirt Texto- hotte gerade auf dem Felde fein Pferd emgelponnt und fid auf den Wagen gesetzt, als ein Blt tzfchlag das Pferd tto und sofort tötete.

Starkenburg und Rhefnheffen.

M Offenbach, 10. Sept. Ein böses Gerüch! kursierte feit Dienstag in unserer Stabt Darnach soll der 56jährige Armenhausinfaffe Weigel an bei Folgen von Stockschlägen, die iym eine Pslegerin Der abi'olgt haben soll, g e st o r b e n fein. Die Kriminalpolize stellte deshalb Ermittlungen an. Diese ergaben, baf; Weigel am 12. August allerdings von der Pflegerin zwei Stockhiebe auf das Gesäß bekommen hat und zwar des- halb, weil er die Pflegerin beschimpfte und tätlich angriff, als sie ihn aufforderte, aus dem Bad zu gehen, in dem zwei alte gebrechliche Insassen gebadet werden sollten. Wei gel hat übrigens die Pflegerin bei allen Gelegenheiten mit Liebesanträgen belästigt und ihr von Bretten au< einen Liebesbrief geschrieben Daß W. am 6. September infolge von zwei Hieben, die vom 12. August datieren sterben konnte, wird üvvhl niemand glauben Der Tod ist infolge eines am Dienstag aufgetretenen Schlaganfall« erfolgt, wie Dr. med. Diehler unb bet Kreisarzt bekun beten. Jnfolgebessen würbe heute früh bie Leiche frei geaeben unb heute mittag beerbigt. Der Spengler unb Jnstallateurstreik ist burch einen zwischen ber Unter

- nefrmerorganifation unb dem deutschen Melallarbciter-Ver band abgeschlossenen Tarif-Vertrag beigelegl worden. Dei dis 1. April 1913 laufende Vertrag sieht eine Lohnerhöhuns von 3 Pfg. unb eine Arbeitszeitverkürzung um 1 Stunbi wöchentlich, auf 56 Stunben, vor Die Stunbenlöhne sind wie folgt festgesetzt: Im 1. Halbjahr nach ber Lehre 32, im 2. Halbjahr 34 Pfg., vorn 19.21. Lebensjahr nichi unter 40, vorn 21.-23 Lebensjahr nicht unter 45 und über 23 Zahre nicht unter 50 Pfg., felbftänbige Arbeite, nicht unter 56 Pfg. In einer Versammlung am Sams tag mittag haben bie Streifcnben dieser Abmachung zu gestimmt Am Dienstag wird bie Arbeit wieder auf genommen.

M. Offenbach, 11. Sept. Der Schirmflicker Joham Schwimmbeck wurde gestern nacht 2 Uhr mit s ch w e r e n Verletzungen auf einer Bank aufgefunben. Er starb noch gestern abenb. Er soll mit seinem Bruder, ber eben falls schwere Verletzungen erlitt, unb mehreren anberci. nach reichlichem Älkoholgenuß in Streit geraten fein, bei in Tätlichkeiten ausartete.

unter den Schulkindern die Genickstarre mit epidemische« Charakter auä Von 80 Erkrankten starben 16 Der größte Teil der hmber bleibt dauernd gelähmt.

Sei der Station Rosnik stieß der Drienterprefc mit emem t flJt j u a e zusammen. Schuld trägt ein Station-^ I camtrr Beide Lokdinotiren und brn Waggon» wurden beschädigt. Yerfonen hnb nicht verletzt.

Die^aus Fort-de -Trance aus Martinigue gemeldet wird, ist die stadt infolge anhaltender Regengüsse vollständig überschwemmt.

Eingcsandt.

«Für Form und Inhalt tttu untci Oieiet Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantworwng.)

Gießen, 10. S«vt

Nach den Ausführungen be# Versasier» bei irnngesandtS in der Samstag Nummer, Automodilunfuq. ioll da» Auto N r 34 6 in rasender Fahrt bie Llcher Strafe und de» Eisen» bahnübergang passien haben Diese Tarsrcllung ist unrichtig. C» liegt hier eine Verwechselung vor Tatsache ist, daß um diese Zeit ein mit etwa süns Personen be­setztes Auto in rascher Fahrt die Licher Straße vasfierte, ^ch fuhr jedoch mit meinem Auto Nr 346 in mäßiger Fahrt durch die Licher Straße und hielt, was der dort italionicrte Bahnwärter bezeugen kann, da die Barriere wegen bei kur» nachher passierenden Personenzugc» GießenFulda ge­schlossen, vor dem Uedergang etwa zwei Minuten. Zch kann hiernach nicht in ber angeführten Weise Straße und Bahnübergang passien haben. Hochachtungsvoll

EarlSchlüter.

3n ber letzten Nummer dieses Blattes findet sich einEin­gesandt", da» von zu schnell fahrenden Autos und der dadurch verursachten Stoubplage in der Licker Straße redet Der Einsender erholst von einem Verbot zu schnellen Fahrens Besse­rung?! Glaubt er, ein langsam fahrendes Auto wie da» als Muster erwähntt, von mir geführte madje bei einem derart un­gepflegten Zustand ber Straste keinen Staub? Sie kann es möglich sein, daß auf der Kleinpflaster versehenen kSbauffee im Walde sich bei einer Fahrt von 4() Kilometer ein Staub entwickelt, ber auf 10 Min die Chaussee unpassierbar mach», wenn dort auch nur daS geringste für Reinchaltung der­selben getan würbe? Glaubt der Einsender vielleicht, den Auto sahrern sei es ein Vergnügen, die Spaziergänger durch Staub­wolken zu belästigen oder selbst den Staub entgegenkommender Autos schlucken »u müssen? Packen wir doch bie Sache am richtigen Dttc an, versuchen wir doch eine Lerbesserung ber Straßen und Reinhaltung derselben zu erzielen Im An schluß an den Bericht über meinen Unpall bet Eloppendurg ge denkt Prinz Heinrich ebenfalls obenerwähnter Uebelfinnbc unb wirft bie so berechtigte Frage auf, warum man rm Deutschen Reich' nicht nnc in England bie van den Aulobesitzern zahlende SteiZer surr bundesstaatlichen Steuer umwandelt und zur Instandhaltung ber Chausseen benutzt Wofür bezahlen nni denn diese Steuer, wenn unseren Interessen in keiner Weiss Rechnung getragen unb ber Autohaß dadurch ständig geschürt werd '

Vor nrr^er Zeit erst wurde über Sperrungen verschudenei Straßen geklagt, bie in einer verkehrSstörenden Weife geschehen war«:.

Gestern wird eine gleich rigorose Spernmg in ber Rodheimer Straße vorgenommen. Die ganze Straße ist gesperrt, mir das Geleise ber Biebertalbahn ist freigelaffen! Liegt « ober lag es da am Automobilisten, wenn gestern beim Passieren jener schmalen Durckffahrt, bei der Auto unb Insassen in Gefahr kamen, orr schiebene SonntagsTleider mit Schmutz bespritzt wurden, was ich an dieser Stelle ausdrücklich bedaure. Langsamer als ich mhr, kann man nicht fahren, trotzdem lief ick Gefahr, dost meine Pnev matiks durch die Schienen abgerissen würden Denn man wenig stens dem Fuhrverfehr soweit Rechnung getragen Härte, bee lieber fahrt zu ebnen, anstatt Auto und Pferoematerial bnxm zu nnß brauchen, wie es hierdurch geschehen ist, wie es auch dadurch geschieht, daß man m der Marburger Straße nahe der stvrlSackr ungefähr 100 Meter in ganzer Breite fruckgeschotterte Isbansiei über Sonntag Herren läßt, ohne daß tne Walze auch nur etramd darüber ging. Ist das nicht mehr rote vicksichtslos?

Dr. Klein jun.

Cuftfcbiftabrt.

Wieder ein Todes stürz.

Weil b. Eßlingen, 9. Sept. Der Flieger Eh ring !tieg heute abenb trotz vorheriger Warnung auf unb stieß in ber Dunkelheit gegen eine Markierungsstange Er wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, wo er, ohne das Bewußtsein wieder zu erlangen, starb. Beim Sturz war die Maschine auf ibn gefallen, so daß er einen Schädel­bruch, mehrere Rivpenorüche, einen Oberschenkelbruch und mehrere Knochenbrüche erlitt.

Di? .Schwaben" in Potsdam.

-Nach einer glän-cnd verlaufenen Fahrt landete das Lustschisi ..Schwaben" am LamStag in Bolsbam, von wo auS es jcitern seine Rückreise angetreten hat. Wir erhalten folgende De­peschen :

- ,^otha,9 Sept. DieSchwaben" ist um 6,15 Uhr zur -rabrt nach Potsdam aufgeitiegcn. Sie überflog um 7,10 Uhr ; m - in Richtung aus Naumburg, ^ln Bord befinden sich > Panagiere, darunter Admiral von Hollmann.

0 Scpt. Das LuftschiffSchwaben" kreuzte >,30 biS 8,40 Uhr Über Leipzig unb suhr bann in der Richtung auf Berlin weiter.

b- Sept. DaS LuftschiffSchwaben" passierte um 11.26 Uhr in schöner Fahrt Potsdam, in der Richtung au Berlin.

.,.t?»Jin, 9. Sept. Kurz vor 12 Uhr erschien daS Luft- ichiffSchwaben" über Berlin und kreuzte in verschiedenen Win­dungen zunächst über ber Friedrichstraße. In allen Straßen nef das Erscheinen des Lusischifses freudige Erregung hervor

Wetter, das kurz vorher regnerisch war, hatte sich auf- riehellt, so daß ber Anblick des langsam dahinziehenben Luftschiffes einen prächtigen Eindruck hervomef.

Potsdam, 9. Sept. DieSchwaben" verließ nach ihrer streuzfahrt über Berlin die Hauptstadl gegen »Al Uhr mittags und landete gegen 12»/. Uhr im hiesigen Luftschlffhajen.

Potsdam, 9. Sept. Die Landung derSchwaben" voll­zog sich trotz ziemlich starker Norbwestwlnde sehr glatt. Es waren 100 Mann mit Unteroffizieren deS ersten Gardeulanen- ceglments zur Hllfeleistuna kommandiert. Direktor EolSmann leitete vom Flugplatz aus die Landung. Sie erfolgte, dank der idmcibinen Führung Dr. Eckeners, schleisenlos von der Havel aus. DieSchwaben" tritt morgen die Rückfahrt nach Gotha an.

Potsdam, 9. Sept Tas Luftschiff sollte ursprünglich heute abenb 10 Uhr die Rückfahrt antreten, ba aber aus SScft- oculfchland Gewitter und böige Winde gemeldet sind, wird die Rückfahrt morgen früh, spätestens morgen vormittag erfolgen.

Potsdam, 10. Sept. Tas LuftschiffSchwaben" ist heute rüb um 2» i Uhr mit Rücksicht auf die veränderte Wetterlage kiach Magdeburg ausgestiegen. Je nach dem Stande der Windverhältnisse fährt das Luftschiff nach Gotha ober direkt nach Düsseldorf werter. Tie nähere Entscheidung wirb erst in Mägde- bürg getroffen.

Gotha, 10. Sept. DieSchwaben" ist kurz vor 8 Uhr or ber Luftschiffhalle in Gotha gelandet. Sie legte bie Fahrt ohne Passagiere zurück unb bleibt voraussichtlich den Tag über in Gotha.

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Ehesterfield (Virginia), 9 Sevl. Der junge Millionär 3 cattic auS Rickunond, der angeklagt mar, im Automobil seine .'vrau erschossen zu haben, ist von den Geschworenen schuldig er­klärt und znm Tod verurteilt worden. (Wir haben s. Zt. auS- ubrlid) über die Tat berichte:, di« bei einer Automobilfahrt auS- uhrt wurde. D. Red)

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b Mainz, 4 Scpt. Arn Samstag nachmittag ge Itmgtc die Kunde hierher, daß her Großherzog gegen abend im Schlosse eintreffe. Eiligst wurden die nötigen Anordnungen getroffen und um 6 Uhr zog die Wache am Schloßtor auf. Da bie Anwesenheit bes Großherzogs in Mainz rein militärischen Charakter trägt, war eine Ver- stänbigung ber Zivilbehörben unterblieben. Aus biefem Grunbe war bas Publikum äußerst überrascht, als nacl dem Eintreffen bes Lanbesfürsten plötzlich bie Flagge aus dem Schlosse gehißt wurde. Sofort wurden die öffentlichen Gebäirde geflaggt, ebenso flaggten die Privalhauser und bie Schiffe auf dem Rhein. Kurz nach 6 Uhr traf bei Großherzog im Auto von Wolfsgarten im Schlosse Um 71/2 Uhr begann bie Manövertafel, » tagen 78 Gedecke auf. Die Unterhaltung brehte sich um he bevorstehenden Manöver, bie heute morgen um 8 ihren Anfana nahmen. Nach ber Tasel fuhr ber Groß- Herzog um 8Vs Uhr im Auto nach Wolfsgarten zurück Bei ber Abfahrt hatte sich eine große Menschenmenge an- gesammell, bte dem Großherzog lebhafte Ovationen be­reitete Am Sonntaa abenb kurz vor 7 Uhr fuhr bas Großherzogspaar wieber von Wolfsyarten ab. In Be­gleitung ber Fürstlichkeiten befanden fich Prinzessin Fried­rich Karl von Hessen imb Prinz Pbilivp von Hessen. Um 8Vi Uhr fanb im Schlosse kleine Tafel statt. Heute morgen 10 Minuten vor 7 Uhr erfolgte bie Abfahrt ber Fürstlich- ketten ins Manövergelänbe nach Schierstein-Langen-Schwal doch. Die Großherzogin trug bie Uniform des Inf.-Reals. Nr. 117 unb bie Prinzessin Friedrich Karl von Hessen die Uniform deS Znf.-Regts. Nr. 80.