Ausgabe 
1.9.1911 Zweites Blatt
 
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5weites Blatt

161. Jahrgang

Nr. 205

tildjetm 1äg!l* mti Ausnahme bei Sonntag».

Vom Ingenieur Nichter.

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1 Ob»tmthle,

einem

Im Gegensatz zu dem Verfahren auf Dec ist die Be- gung der Abfälle im Hafen, wo das Ueberbordwerien

ericht.

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Kraus«

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Frankfurt a. M. hat einen Huf als Ei isrius der k Ite* wirnchafÄehre an die Univerfttät Graz abgelehnr.

politische Tagesschau.

Sie tSewerlfchastea in England

Weisen nach den amtlichen Berichten für 1JIO den höchsten Ptand auf, den sie bisher erreichten. Insgesamt wurden Ende 1910 gezählt 2426 592 Mitglieder, 3,1 Proz. Zuwachs

wichtigsten Inhalt der Bestimmungen der neuen NeichSoerstcher- ungCorbnnng ; über Mord und Totschlag spricht NeichöaenchlS- rat Edermaner. Zur Weltsremdheit der Richter erhalten wir neue statistische Ergebnisse, wie einen dankenswerten Vor­schlag, dab eine Verminderung der Zahl der pirutifchcn 3eü- chriften durch Kartellierung deS ZeUschristenwesenS ein ihoft int Auge gefaßt werden sollte und endlich sind zahlreiche neue Urteile der höchsten Gerichte emgehend in der.Spruch- praxiSE wiedergegeben.

Sreitag, September list

Rolonpnflbrud und Verlag der 8 c ü b Hd)tn UniversuätS Buch- und Sieindnickerei.

9L Sange, Ließen.

tavlansaassc 9 i ilgcichän der ®tan»

Redaktion. Exvedittou und Tnirferet: S.tul« strahe 7. Oxvedinon imb Verlag: fcsÄbl* Rebafticn: e W112- XeL*9lbrj UnielgerSreßen.

Wllülitkl. lsdorf, Kreis Ei ngen burdj faß

tuflefjentt La»llienblStter- werden dem .Änjeifltr* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreliblatt fit bei Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Tierendwtnlchastltchen »el> tragen" erscheinen monatlich zweimal.

Mitglieder hatten die Gewerkschaften 221272, zumeist in der Vaumwollindustrie. Tic verschiedenen Vereine eine? Gewerbe) haben sich zu Föderationen zusammengeschlossen, hauptsächlich kommen hier in Betracht die Federation os trabe uuionS, der Verband der Bergarbeiter und der Metall-, Maschinen unb Lchissbauarbciler Ausfällig ist d'e 5d)ioutf)e Organisation im Handelegewerde, von Trabe nnionS technischen Ängcs.ellicn wird überhaupt nichts berichtet.

^rbihe

v. ©enbt ist au6 Rostock tn Mecklenburg aebürnz. *ie fei--: mir. nam Jena übergefübrt. Professor Tr. Dbtl. Ludwig Pohle von der yfabemie für Sozial und HonLelsiri'senfcy^ttf:' zu

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wurde bezüglich k ^tragen: Die Je

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ere7n.hnden,^ Hebeldmckirerk1 ne Kehr

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Saloniki, 31. Auq Richter befindet hdj noch In a n b e der (S t r e g u n g Er ist von "l n n " ' beberrs cht unb blieb auS eiaeneni '.lnturb uv-i l\t Bedörden ilbt

seitigung der Abfälle im Hafen, wo das Ueberbordwerse.i verboten ist und wo besondere Leichterfahrzeuge für bk Aufnahme und den Abtransport gemietet werden müssen, mit Unbequemlichkeiten und btoften verbunden. ES ist daher angeregt worden, sie durch besondere Verbrennung-Zappa rate zu vernichten, uno in der amerikanischen Marine sind zurzeit schon derartige Apparate in Erprobung

Eine besondere Behandlung erfahren die Auckstündc des Dampfkesselbetriebeö, Asche und klarten, die bei den ständig neigenden rwhlenverbräuchcn einen beträchtlichen Umsang angenommen haben. Früher wurden sic burrn Menschculrait aus den ijräumen an Cbcrbcd geschasst und über Bord geschüttet: auf einem modernen großen 5dnff würde ein derartiges Verfahren zu störend- tn den Dienstbetrieb cingreifcn. .Heute hat man dafür befonbcic Tlpparate, die Ascheauswcrser ^Aschcjcktorcisi, welche Asche und die zerkleinerten Schlacken selbsttätig entfernen, indem durch starke Pumpen oder durch flromcitbcn Dampf in Bc wegung gefetzte Wassermassen die Verbrennung-Zrückstände mit sich lortnehmen. Ascheauswerfer dieser Art münden über Wasser und bedingen daher eine Durchbrechung des Seitcnpanzers. Um eine solche zu vermeiden, hat man auch andere Konstruktionen cingesührt, bei denen die Asche mit Hilfe starken hydraulischen Truclcs durch den Lchisfsbodcn entfernt nrirb. Ein 'Nachteil dieser Art von Ascheauswcr fern ist, dab iie im Hafen nicht in Tätigkeit treten dürfen: auch können die feinen unb scharfkantigen Ascheteilchcn unter Umständen eine nachteilige Wirkung auf den Bodenanstrich auSüben. Auf einigen englischen ^cknfscn ist es infolge ungünstiger Anordnung der Austrittsösfnuugen sogar vor- gekommen, daß die ins Wasser gelangte Asche durch die Seeventile der Zirkulariottspumpen wieder eingesaugt wurde und die Kondensatoren verschmutzte.

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7aaf m Elassona, um sich au»uirnbai Tic Behörden ilbten Tftncdci Druck auf ihn au# Hier 'Nen Richter bei Per .\annlie 3 r n n n ab Die für ibn nnaclauicncit Briei'cha'ien unb Iflf iramme wurden »hm bei der Quarantäne in Ostrava iibfrflfbfn. Richte war sehr erfreut, al» er wieder Deutiche um ndj halte Tic türkischen BkhSrden waren während der gan»en - von Slast'ona nach Saloniki uberau» zuvorkommend oeqen Richter. Leutnant Walnd Bev begleitete ibn HiS Saloniki, wo er ihn dem Militärkommando meldete Richter wird sich hier einige Tage aufbaltcn und die Heimreise antreten, ivenn er sich ganz erholt bat. Die Räuber behandelten ibn j i e m 11 di eft. Lie waren sest entschlossen, ibn zu loten, ivenn kein Lo,e gelb käme Richter stand aualoolle stunden der Angst und IngeiDiBbeil au». Er war re ic tr unten, al ö bi e > e ch o Räuber verkündeten, er sei frei. Richter behalf nm vor. seine Erlebnisse selbst zu schildern Er v e r w et g er t vorläufig jede» Interview, stellt aber tn Abrede, dte Bc- glcitunn durch eine Eskorte abgetednt »u haben, al» er nach Kokinople ausbrach. lieber die Gegend,, in welcher das Versteck lag, will Richter binlänglich orientiert sein.

Jena, 31. Aug. Ingenieur Richter roicbcrholtc tu entern dringenden Telegramm an einen diesigen Universität»vrosmor die Anträge, wo sich seine Frau befinde, ivrau ilurotci, die am 17. Juli ein Töchterchen gebar, befindet sich tn Jena und erwartet hier ihren Gatten. _ , _

Den Rachrichten verschiedener Blätter aus Lalonili zufolge bestätigt Richter, dab er sich bei seiner Abfahrt von Elassvna, bevor er von den Räubern gefangen wurde, durchaus nicht ge weigert habe, mehrere Gendarmen zur Begleitung mitzunebmen: er erhielt aber nur zwei. Anfangs wurde er viel herum geschleppt. Schließlich ließ man ihn tn ein und derselben Gegend. Seine Nahrung während der Gelangen schäft bestand aus Brot, Eiern, Milch unb Rate Manch­mal war nichts vorhanden. Die Räuber peinigten ihn sortgesebt durch Todesdrohungen, die lidj immer ernster gestalteten, je länger das Lösegeld auSbsicb Er war un deschreiblich froh, als er nach ttner ihm unenbhd) erichemenben LeidenZzeit seine Freilassung erfuhr und nt die Machfohare de. türkischen, ihn stets liebenswürdig behandelnden Behörden kam. Die Briefe seiner Frau, die ent Bekannter nach der Quarantäne in Ostrava brachte, entlockten ihm Tränen.

Richter unb Anwälte.

Iuristcnkongrcsse bezeichnen stets das Ende der DerichtS- feiien. In diesem Jahre findet in Dresden am 18. und 14. Sept, der 2. Deutsche Richtertag statt und am 12. und 13. Sept, in Würzburg der 20. Deutsche An­walt Stag. Beide Kongresse werden Fragen behandeln, die nicht nur für die Juristen, sondern für die weitesten Schichten des Volkes von größter Wichtigkeit sind. Ter Deutsche Nichterbnnd wird sich mit den Fragen der Stellung des Richters gegenüber dem Gesetz beschäftigen, ferner mit einem weiteren Ausbau der Vorschriften des GerichtSversassungS- gesetzeS über die Unabhängigkeit der Richter und auch mit dem Vorenlwnlse des Strafgesetzbuches. Dec Anwalts- kongrest wird vor allem über dte für die Anwaltschaft wichtigsten Fragen überhaiipt verhandeln: die Vorbildung der Immen und den Andrang an die Anwaltschaft, den numerus clausus, einer Frage, über die eine kaum mehr zu übersehende Literatur erwachsen ist. Die Schtvierigkeii aller dieser Probleme tritt so recht erst in die Erscheinung dürch die soeben bereits erschienene Feslniiinmer der Deutschen Juristen-Zeitung, die beiden Kongressen geividmet ist. Wimmer wie dec frühere LberlandeSgerichts- Präsident, der Mitherausgeber dieses ZentralorgauS des IuristenstandeS, Exzellenz Tr. Hamm, LberlandeSgenchiSrat Schneider, Landgerichtspräsident Tr. Andrae, Justizrat Henschel und andere haben diese und andere. Fragen zum Gegenstand interessanter Arbeiten gemacht. Daneben bringt die miifangreiche Nummer einen weiteren Bericht über die Beschlüsse der StrafrechtSkommlssioii, mitgeteilt von deren Vorsitzenden Exz. Tr. Lueaö, nachdem dec Juristen-Zeitung diese amtliche Publikation durch den Präsidenten der Kom­mission allein übertragen roorben ist. Ein weiterer hoch- bcbcutimner Aussatz über eines dec modernsten Probleme, zum Lustschlsfahrlscecht, entflammt der Feder deS bekannten Gelehrten von Bar; der Senatsvorsitzende un ReichSversicher- ungSamt Geh. Rat Last gibt eine sehr in.ruktiveUebevsicht über den

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die Abneigung erstreckt sich ogar aus den Silber.

Aber die Reformen begnügen sich nicht mit dem auBcren Menschen Früher galt eS bei den Hosbamen als, statthaN, bet einer intimeren Äbendunterbaltung am Spiel tii ehe Platz zu nehmen unb mit den Jlartcn das Glück zu versuchen, wobei ireihcb nur um wenige Pennn gespielt werden durste. Möntgin Mac» aber ist eine urenge Gegnerin leben .Kartenspiel- Ader eine noch bittere Prüfung für die fashionable Londoner .votgesell- schäft ist dte Tatsache, daß Englands neue Königin »einerlei Sportsinteressen an den Tag legt unb sogar die groven Renn­tage vorübergehen läßt, ohne aus den Tribunen zu eridjemen. Ebenso hat d:e strenge Fürstin der rauchenden Damen- weit den Krieg erklärt, unb wahrend man früher nach dem Tiner eine Zigarette rauchen durfte, ist jcfci der S)otge|cllidjait dieser Genuß versagt. Die fröhlichen und immerhin verhältnis­mäßig ungezwungenen Tage König Eduarde- * mb vorüber, und für die vergnügungsbereiten .tarnen der englumen x>oigc|clli®au beginnt ,eyt eine Seit strenger Einfachheit, die keineswegs von allen frohen Herzens begrüßt wirb.

Eine programmatische Erklärung des Deutschen Theaters". TreBlätter deS Deutschen Theaters", die soeben im Berlage von Erich Reiß zu er­scheinen beginnen, werden durch ein von ihren Heraus- acbern Felix.Holländer und Arthur Kahane unterzeichnete? Vorwort einae'leitet, in dem man eine programmatische Er- Härunq der Atele desDeutschen Dh.'ater-", dessen osfirrclleS Crqan diese Blätter sind, crblüken darf. Man nnrb aus d,e,en Erklärungen also bie Ziele erkennen können, denen Mar Reinhardt nachstredt. Als daS Ergebnis lang- iähriqer Erfahrung, da? tn die Zukunft weisen und wirken oll wird diese? hingestellt:Das Theater gehört dem Theater. Immer war es unser «emuden, c? sick, selber wicderzuaeben Leine phantastische Buntsteu, die Unbe- arenztdeit seiner Möglichkeiten und Bariabiliiaten, das In- einander von »Lang, üäort, Farbe, Linie, Sihllthmus fchaffen den Boden, aus dem feine tiefsten Wirkungen wach,en. Da» Theater ist weder eine moralische noch eine literarischeAnttalt. Alle «ersuche theoretischer ssvvse e« seiner eigentlichen Bestimmung zu entfremden, ea u einer sekundären Hilfskraft, zur bloßen Dienerin der Dichtung zu machen, müssen cn seiner unverwüstlichen Natur Gbpralkn. Theater und lueratur sind getrennte begriffe. Jr.-:i Buhncnmänner, denen man Rang und Bedeutung wohl kaum absprechen durste, haben daS Theater

Vie Verwischung Ott Spur marschierender «riegrschifse.

Das moderne große Schiff bat man des öfteren al? ein schwimmendes Hotel, ja sogar als eine schwimmmde Stadt oder Insel bezeichnet: man könnte, wenn man die ge wollige Kraft feiner Maschinenanlage in Betracht zieht, audi mit einer schwimmenden Fabrik und zwar einer solchen allergrößten Ümsaiiges vergleichen. Daß in einem so großen Betriebe auch große Mengen von Asche, Schlacken und an deren Rückständen entstehen, ebenso, daß die Verpflegung der zahlreichen Menschen an Bord beträchtlich Abfälle und Uebcrrcstc sowohl der Nahrungsmittel unb Speisen wie besonder? deS BerpackungSmalerialS ergibt, ist ohne wei teres klar. Do bleiben nun alle diese Abfälle?

In See werden sie, soweit sie nicht z. B als Brenn material int schissSdienst verwendet werden fünnen, kurzer Hand nach außenbords ins Wasser befördert. Damit ist für das Schiss in See die Frage auf daS einfachste er­ledigt Allerdings können die Abfälle, wenn sie wie leere Flaschen, Stiften, Fässer, Strohhülsen, Konservenbüchsen usw. einige Zeit an der Oberfläche bleiben, in militärischer Be ziehung einen Nachteil bedeuten. Wie au? den Berichten Oer amerikanischen Hilfsschiffe, die die Atlantisck)c Flotte auf ihrer letzten Europareise begleiteten, hervorgeht, babni diese Schiffe tagelang den Bewegungen deS vorauSfahren- ben Geschivaders folgen können, lediglich auf Grund der über Bord geworfenen und treibenden Abfälle usw. Das kann im Kriegsfälle, wo es durchaus erforderlich ist, die Bewegungen eines Schiffes oder eines Verbandes von Säsiffen zu verschleiern, von entscheidender Bedeutung werden.

Vie Rüdtchr zur Einfachheit am engiiichen Hose.

Die von frohen Erwartungen geschwellte freudige Stimmung der Krönungstagc ist vorüber, unb über die Gemüter der vor­nehmen britischen Modeköniginnen hat sich ein grauer Lchleicr trüber Ahnung gesenkt. Die aristokratischen Tarnen der voi- aesellschast, bie bisher aus bem Gebiete ber eleganten <rrauen- nribung mit den Pariserinnen rivalisierten unb ba» wackere alle Englanb, wenn auch in gemäßigter Form, nut bcn Extra­vaganzen mobemer Moben bekannt machten, gehen traurigen Tagen entgegen. Am vofe bes weitherzigen König Eduard hatte man in den letzten Jahren ein stetig wacknendes Dcruanbm-5 für kapriziöse Modelaunen gezeigt, Pans konnte tnunwhieren unb Königin Alexandra ließ der Phantanc ber dosgesell,chatt gern etwas Bewegungsfreiheit und Spielraum

Mu dem Regierungsantritt stönig Georgs unb ber tfomgin Marü bat sich das geänbert unb bie fröhlichen, wrgloien lage von ebenem sinb dahin. Großbritanniens neue Mönigm bat einen sehr strengen unb einfachen Geschmack unb verlangt mit per Autorität ihres Ranges, baß die schönen Tamm der Antto- Tratte und ber dofgelellichast sich diesen Neigungen fugen, ^ic begann ihre Laufbahn auf bem Throne mit jener Entlcherduna, bie allen Tarnen in Humpelröcken kurzweg ben öutntt zum Hose verbot, waS damals nicht wenig Auuehen machte und bei ben Tarnen ber guten Gesellschaft einige MißUimmung ver­ursachte, hatte man bock ber neuen, nun rlotuid) verurteilten Mode schwere Gelbopfer gebracht unb zahllose foubare Toiletten bestellt und bezahlt. Doch Stönigiii Marv blieb bei bieiem Ver­bot des Lumpetrockcs nicht stehen, bald erschien eine verorb- nung des Losmarschallamtes, die ben A usschni11 ber Ball toilctten erheblich verkleinerte. Während bie grelle Königin X5it' toria in der Lojgesellschaft elegant ausgeschnittene Toiletten mit Vergnügen sah, zeigt Königin Mary nne lebhafte Lbneigung gegen diese Freigabe der Arme und der Schultern und verlangt von den Damen der Lofgesellschaft, daß sie künftig nur noch m weniger tief ausgefchnittenen Roben erscheuren ^abei sieht ne eS gern, daß bie Tarnen bei ihrer Kleidung rein cnglildK dustrieerzeugnifse bevorzugen, ivas den schönen wiederum viel Kopfschmerzen bereiter, weil sie dock lieber Panier^ M o - belle tragen Natürlich kann die Königin ber bründien grauen- weit auf bieiem Gebiete keine bindenden Vorsck'riitcn machen: ihre Hofdamen aber sind ausbrücklich davon verständigt worden, daß bie Königin darauf Wert legt, bet offiziellen Gelegenheiten nur in England geschnittene und aus englischen 55tonen gefertigte Toiletten zu sehen. Auch die modernen großen Lute haben die schonungslose Kritik ber Königin über nch ergeben tasien müssen, ebenso wie die Gemahlin König Georgs nreng darar:' hält, daß in ihrer Umgebung jede künstliche Korrektur des Teints omuieben wird. Farbe für bie Lippen ist verpönt.

rlrbelterbewegung.

Berlin, 1. Sept Tic allgemeine Versammlung der Eick- tromon teure unb Elektriker Berlin- gab gestern ihre Zustimmung zu dem Beschluß der Vertrauensmännerver'amm lung, der oafjm geht, btt bisherige Talsik zu andern unb italt eines Lartsvcrlragcs zwischen den Lrqaniiationai Vereinbarungen mit jeder einzelnen Firma abzuschlief.cn.

Grimsby, 31. August. Infolge des Ausstandes ber Kohlen- unb Schauerarbeiter erhalten bie Schule tni Losen keine Kohlen. Tie Lage ist ziemlich ernst.

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Wobuutts D0V '»' obnuT1snaflerrouir-: DOnt4>ö,(IL> von 3^cOn3; -/ ziohnunge» .

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gegen da? Vorjahr liest Millionen aber sinb zersplittert in ll54 Verbänden Stark zurückgtgangen sind die Ge- wer.'schastcn im B.'.ugkwerbe, die 1C01 fast J* M'.Uion Mit­glieder zihltcn, 19Ri aber ?OO(Xi weniger, und die Ge­werkschaften im BekieibungSgeiverbe, die feit 1902 einen Rückgang von fas, 20000 verzeichnen. Alle übrigen Der- bände sind gewachsen

Tic aröwtcn Ge.verkschasten sind: Baugewerbe 71 Ver­bände^ 157 796 Mitglieder: Bergwerke (R4 Verbandes 723 723 Mitglieder : Metall- und Biaschinengewerbe sowie Schissbau (212 Verbände > 369 374 Mitglieoer: Textilge- merhe 271 Verbände 3791 OS Mitglieder: Schubmacher 12 Verbände 34 457 Mitglieder: Schneider 29 Verbände) 3232 Milglieder: Eisenballner (7 Verbände, 116 214 Mit­glieder: Trambahner 17 Verbände) 42691 Mitglieder: Seeleute,Hafenarbeiter 31 Verbände» 71 636 Mit gltcbcr: Truckgewerbe (38 Verbände. 73 880 Mitglieder; .voizgcwcrbe (91 Verbände) 38 812 Mitglieder; Handlung? gcl-il'cn (1 Verbände, 56312 Mitglieder; andere Gciverbe 192 Verbände 107 4'59 Mitglieder; sonstige Arbeiter (15 Verbände- 119065 Mitglieder; Staat?- und Gemeinde- arbeitcr 177 Verbände 97 757 Mitglieder. Weibliche

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheften

Gerichtssaal.

Ein Säbelduell Aus Berlin wird berFrkf. Ztg" berichtet: Ein Zweikamps, der eines loloutalpolimdicn Beigeschmacks nicht entbehr!, sand gutem vor bem Kriegsgericht der 1 Garde-Tivifion cm Nachspiel. Unter ber Anklage des Zweikamps? hatte sich Stabsarzt Tr. Skorbski zu verantworten. Dr S war vor einiger Zeit von brr Regierung nach Togo, ber deutschen Kolonialbesitzung in Destasnka, geiandt worden: er

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?lm Dürbeci

in dieser seiner Lclbslherrlichkerl, Fülle und Buntbc. fle- cl,en: der eine war der größte Literat der Deutschen der andere ihr stärkster Thcaterpraktikcr: Goethe und Schröder. Auch unsere X'aicrna mogica will die Fülle der Gesichte in all ihrer schillernden Leuchtkraft geben :>'.c,ch nnc die Welt sollte da? Leben sein, das unsere Bübne füllt. Und weil Kunst und lichtung der Großen und der ülcincn das Leben sind, darum haben wir der Begierde unserer Schauspieler, der Sehnsucht unseres Publikums bicirn Actch- tum ohne Ende barbieten wollen , die zermalmende Wucht der griechischen Tragiker, bie grenzenlos schweifende Phan­tasie Slsiikespeares, die aufbrausende und gebändigte Schön­heit unserer Massiker, den tollen Wirbeltanz anstopha- nischer Heiterkeit, den losen Spott Nestroys mit einem Wort, die ganze Skala von Schicksal und Spiel bis zu Dem eindringlichen Ernst germanischer Seelenschilderer und dem Schattenspuk Dedekinds, Eulenbcrgs und Bernard Shaws. Aus unserer Leinwand ^igten totr tiefe, dunkel leuchtende Farben und Helle, freudige: auS unferre Crchcftra tönten nach feierlichen Chören hellere Sänge und Klänge, und wir fcheuten un? nicht, auch leichten Tanz und kecke Gc- bcrde zu zeigen. Es wurde gesungen und gesprungen, ge­geigt unb gepfiffen, geweint unb gelacht Unb unsere ^d)au- ipieier durften in ihre Tiefe tauchen, ihre Luft und ihre Siebe au?Icben, ihrem Dillen zur Wandlung sich hiugeben heute Tragiker unb morgen Clown sein . Auf einem uns vorgeschriebenen Wege suchtcu nnr ben Rahmen bes heu­tigen Theaters zu erweitern, ferne Ltrkungen zu steigern, den Kontakt mll dem Publikum enger zu machen. Sv war cs ketn Zusall, werm wir vom kleinen THeater in die Arena stiegen . .

ftirie Nachrichten aus Kunst und Wisscn- ch aj 1. Tie 6. Jahresver'Smuilung der Bereinigung der Ä c r z t e an Lun genheilan st alten findet in Düsseldorf vom 2. bi» 5 September 1Ö11 frat. Zn Tübingen ist Pro'esi'or Tr. v. Wendt, lernet er ber UnvDtr'uat in ber Ersten Hammer feit 1908, nach längerem Leiden im Alter von 65 fahren am 4xmner=icg geüoroen. Ec war im Jahre 1903/01 ' 'lwr ber Lanbesuniversität unb Inhaber oes eisernen Kreuzes "i -11 7 :

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