Ausgabe 
1.2.1911 Zweites Blatt
 
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Die am 1- Gemeinde haltend, Bahn Freitag de berMrtschast verpachtet wer:

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konzert von Brahms in der breiten OeffentlichkeiL Geltung verschaffte. Einige biographische Notizen dürften von In­teresse sein: Heermann ist am 3. März 1844 in Heil­bronn geboren, genoß schon früh tzuten Musikunterricht und wurde, nachdenr ihm 1854 Rossini, welcher si chgelegent- lich eines Besuches von Wildbad aus in Heilbronn Pen kleinen Geiger vorführen ließ, eine Empfehlung an Fstis, den Direktor des Konservatoriums in Brüssel, zur weiteren Ausbildung gegeben hatte, daselbst in der Schule von I. Meerts weiter ausgebildet. Nach dreijährigem Studium erwarb er sich den ersten Preis für die Violine. Sein Spiel entwickelte sich weiter bald zur Virtuosität; er ver­vollkommnete sich noch durch weitere Studien in Paris, später bei Joachim und wurde 1865 zum Leiter der Kammer­musik der Museumsgesellschaft in Frankfurt ernannt, später zum Konzertmeister und von 1878 ab war er als Professor am Hochschen Konservatorium tätig, in welcher Stellung er hervorragendes leistete. Seinen Ruhm ckls vortrefflicher Geiger hat er in zahlreichen Konzertreisen durch Deutschland, -Oesterreich, Italien, Niederlande gefestigt; die letzten Jahre wirkte er in Amerika, hat aber jetzt seine Tätigkeit wieder nach Berlin verlegt und bereits in mehreren vortrefflich rezensierten Konzerten reiche Lorbeeren geerntet.

Zweite Opernvorstellung. Am Mittwoch den 8. Februar wird das Großh. Hoftheater und die Hofmusik zur Aufführttng bringen:Der Bajazzo", Oper in 2 Akten von Leoncavallo undBrüderlein fein", Alt- Wiener Singspiel von Leo Fall. Dieser reizende Einakter wurde in Darmstadt zuerst am letzten Geburtstag des Groß- Herzogs gegeben, zusunmen mit dem Einakter »Susannens Geheimnis", dessen Aufführung ursprünglich auch hier beab­sichtigt war und nur wegen seiner technischen Schwierigkeit schließlich wieder abgesetzt werden mußte.

Ein sechzigjähriges GeschäftSju biläum. Vor 60 Jahren, am 1. Februar 1851, wurde das Pianp- forte-Geschäft Wilh. Rudolph, Großh. Hess. Hoflieferant, hier errichtet; bescheiden war der Anfang, heute gehört die Firma 511 dm bedeutendsten ihrer Art, ihr Absatzgebiet er­streckt sich auf alle Teile deS Reiches und auf überseeische Länder. Das Geschäftshaus wurde kürzlich umgebaut, die Ausstellungsräume nehmen in vier Stockwerken jetzt über 1OOO qm Stellfläche ein und enthalten Hunderte von Flügeln, Pianinos, Harmoniums und Spielapparaten: durch diesen Umbau ist das Geschäftslager tatsächlich das größte Deutsch­lands geworden. Der Begründer deS Geschäfts war der Vater des jetzigen Besitzers und die Firma wird dereinst auf den Sohn übergehen, der schon heute sich mit dem Vater in die Leitung teilt. Ein soeben erschienener illustrierter Katalog über Pianos und Harmoniums, der in der Brühl'schen Untversitätsdruckerei hergestellt wurde, legt beredtes Zeugnis von der Bedeutung des Geschäftes ab. Möge die Firma sich in der seitherigen günstigen Weise weiter entwickeln.

" Naturdenkmalschutz. Man schreibt uns: Mit tiefem Bedauern wird jeder Naturfreund sehen, wie gegen­wärtig manche der prächtigen Stämme des Philo- sophenwaldeS (nahe der Restauration) der Axt zum Opfer fallen. Auch der Alte Schiffenberger Weg hat in diesem Winter viele der ihn beschattenden Bäume sinken sehen. Sollte es nicht möglich sein, bei der Nutzung unserer Forste mehr auf die Erhaltung schöner alter Bäume und schattiger Spaziergänge Rücksicht zu nehmen? Wenig er-

Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

30. bis 31. Januar

[er Musikschule. Die em Konzert war eine

Friedberg im 81. Lebensjahre Diegel zur letzten Muhe gebettet, Leidtragenden zeigte, wie sehr man noch die Lehrecsfamilie Diegel zu

verstorbene Frau Lehrer und die große Zahl von in unserer Gemeinde heute schätzen weiß. Während

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Eine der seltenen Quellen mit nur rein natürliche?

Füllung id»m

Uirchliche Nachrichten.

tLvuttgciijbpr wetneuioe.

Donnerstag den S. Februar, abends 8 Uhr, im Markussaal:

B i b e l st u n ü e. (Bilder aus dem Leben Jesu.)

Piarrer Schwabe.

Pilo bat sieb einen Ruf als unüber­treffliches Scbubputjmittel erworben. Es gibt im Moment wunderbaren Hochglanz, färbt nicht ab und er» hält das Leder.

Feier des hiesigen Kviegervereins verbunden. Pfarrer Klös hielt die Festrede, einige Schüler trugen Gedichte vor. Die Gemeinde stiftete Bretzeln und Brötchen. !

Märkte.

fc. Frankfurt a. 9)1., 31.Jan. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 17 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 8,003,50 Pik., Stroh lKorulanqslrob) 0,00 dis 0,0j Mk., Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschält flott. Die Zufuhren waren aiiä Oderhessen und dem Kreise Hanau.

30. 31.

Lehrer Diegel volle 50 Jahre an der hiesigen Volksschule in großem Segen wirkte, ist die Verstorbene namentlich auf dem Gebiete der Krankenpflege und in der uneigennützigsten Weise tätig gewesen.

Kreis Friedberg.

l. Fauerbach v. d. H., 30. Jan. Aus Anlaß bei

Mir klinge» die Geigen noch im Ohr iiAll und der Ball ist wundervoll gewesen. Aber ich fürchte, v\*Jy tro war au erhitzt, als wir gingen, und morgen werde ld2 .lrEa.ltet len- soll mir morgen in aller Frühe VW? nLcic6 ^lne schachtel lodener Mineral Pastillen holen - über He soll nur Fays achle bringen und keine ähnlich llingenden Nachahmungen. Die lassen einen Katarrh gar nicht er,t auskommen und ich denke, sie werden mich auch jetzr

MMfiMI nttftt UN Such lassen. Die Schachtel koslel nur 85 Psg. ^>/r

treulich ist es auch, daß an dem mittleren Wege zum Philosophenwald eine Masse übelriechenden Unrates und Bau schlitt es (angeblich zum Auffüllen eines AckerS) an­gefahren wurde und nun schon seit Wochen daliegt, ohne mit Grllnd überdeckt zu werden.

Landkreis Gießen.

-= Leihgestern, 30. Jan. Die Kais ers geburts- tagsseier des Kriegervereins am 28. abends im Löwen verlies in sehr schöner Weise. Musiker vom RegimentKaiser Wilhelm II." eröffneten die Feier mit der Jubel-Ouvertüre, woraus der Vorsitzende Häuser die Anwesenden, besonders die Gäste von Allendors und Großen-Linden. bewillkommnete. Die Fest­rede hielt Lehrer Buß und nachdem Kaiserhoch und National­hymne verklungen war, sprach Kamerad W. Schäfer einen; Prolog, woraus ein entzückendes BildUnser Kaiser" die Fest­teilnehmer überraschte. Die Theaterstücke, lebenden Bilder und Gesänge fanden volle Anerkennung. Den Schluß machte eine komische PantomimeDer Schnellmaler"" und ein von 14 in Tirolertracht gekleideten jungen MädckjEN ausgeführter Reigem Die Alpenrosen"" der stürmischen Beifall fand. Die Vorbereitung für den Festabend hatte Herr Gg. Heß. Zum Dank für seine Bemühungen ließ ihm der Kriegerverein durch Lehrer Buß ein sehr schönes Wein- und Bierserviee überreichen. Auä) allen übrigen Mitwirkenden wurde herzlicher Dank zsu teil. Die Feier wurde auch dazu benutzt, um 13 Kameraden, die ununterbrochen 25 Jahre Mitglieder des Vereins waren, mit dem Abzeichen zu schmücken. Bei dem nachfolgenden Ball konnten selbst alte Veteranenbeine nicht still sitzen bleiben.

X Londorf, 30. Jan. Gestern nachmittag fand in der Wirtschaft von Nahraang hier eine Mitgliederver­sammlung des Geflügelzüchtervereins Allen- d 0 r f und Umgebung statt. Aus den Verhandlungen ist hervorzuheben, daß Maurermeister Käs-Allendorf a. £ba. im Auftrage des Vereins einen Zuchtstamm rassereiner reb­huhnfarbiger Italiener unterhält, von dem an Mitglieder Bruteier zu 15 Pfg. das Stück abgegeben werden. Von vielem sonstigen rassereinen Geflügel sind Zuchtstämme im Besitze vieler Mttglieder, z. B. weiße Wyandottes, schwarze Minorka, gelbe urtb schwarze Italiener, Emdener Gänse, indische Laufenten, Rouen- und Pekingenten. Die dies­jährige Generalversammlung wird Ende März in Men­dorf a. Sba. ab gehalten werden. Auf dieser werden nach Beschluß der vorigen Sitzung mehrere Dutzend Bruteier verschiedener Rassen unter die anwesenden Mitglieder frei verlost werden.

&D belaufen, 30. Jan. Am Samstag abend ver­sammelten sich derKrieger-und derGesangverein int Dellingschen Saale, um ihre Kaisergeburtstagsfeier ge­meinschaftlich zu begehen. Der Präsident beider Vereine, Bahnhofsaufseher Weber, hielt eine kernige Ansprache, in der er auch zugleich des vierzigsten Geburtstages un­seres deutschen Kaiserreiches gedachte. Mit einem drei­fachen Hoch auf Kaiser und Reich schloß der Redner seine Ausführungen. Nun begann der gemütliche Teil, der durch Chöre des Gesangvereins und durch Deklamattonen ver­schönt wurde. Landwirt Schomber erzählte in einfacher, schlichter, aber recht ergreifender Weise die Kriegserlebnisse seiner beiden älteren Brüder, die als Angehörige des zweiten, jetzigen Kaiser-Wilhelm-Regiments bei Briare mitgekämpft haben und schloß mit einem Gedicht, das von einem Mit­kämpfer, einem Lehrer, verfaßt ist. Noch lange blieben die Teilnehmer bei gemütlicher Unterhaltung zusammen.

-ch. O b e r - H ö r 9, e r n, 30. Jan. Gestern abend hielt der hiesige Gesangverein, der erst int vergangenen Jahre neu gegründet wurde, sein erstes Winterveri- g nüg e n ab. Es bestand aus theatralischen Aufführungen,

Gebu rts tages des Kaisers konzertierte hier int GasthausZur Krone" die Friedbera Darbietungen waren recht gute. Mit 01

an die sich ein Ball anreihte. Die Festlichkeit war zahl­reich besucht und ist in allen Teilen vollständig gelungen.

Kreis ^hotten.

n. Ulfa, 30. Jan. Hier wurde am Samstag die in

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